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Taxikurier August und September 2026Seite 18

Archivierte Ausgabe. Angaben beziehen sich auf den Erscheinungszeitpunkt.

Originalseite 18 der Ausgabe Taxikurier August und September 2026
Originalseite 18
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VERKEHR

            BAUSTELLENBERICHT
            ZWEITES HALBJAHR 2026

            Es ist immer wieder erstaunlich, ...                gegenwärtig analog zur Wotanstraße vorbereitende Arbeiten bis
                                                              zur Boschetsrieder Straße hin. Wo diese anfängt, erwarten uns bei
              ... wie es die Landeshaupt- und selbsternannte Weltstadt   der Querung mit der Garmischer Autobahn die nächsten Brücken-
              schafft, mit neuen und noch größeren Baustellen aufzutrump-  bauarbeiten. Wie an der Ammerseestraße ist das Bauwerk nach
              fen. Man könnte von einer Spur des Grauens sprechen, die sich   nicht einmal 60 Jahren so marode, dass nur ein zeitaufwendiger
              unter dem Deckmantel der Neuverlegung von Fernwärme- und   Totalabriss samt Neubau sinnvoll erschien. Nachdem sich aufgrund
              Fernkälteleitungen, Strom- und anderen Leitungen durch die   diverser aufgetretener Probleme erhebliche Verzögerungen erga-
              Stadt zieht. So las man es in der Einleitung zum Baustellen-  ben, ist gegenwärtig kein ganz klar zu benennendes Ende der
              bericht aus dem Jahr 2020, also gerade so im Corona-Bereich.     Gesamtmaßnahme Trambahnbau vorherzusagen. Zumal ja die
              Hinzu kamen seither weitere Baumaßnahmen zur Weiterent-    Verlängerung in Richtung Ratzingerplatz noch ansteht und hier
              wicklung der „autoungerechten“ Stadt. Besonders beglücken   wohl immer noch nicht recht klar ist, wie denn nun der genaue
              uns die Maßnahmen des Radlentscheids und die Neubauten der   Verlauf dieses Tramabschnitts sein soll bzw. kann.
              Trambahn, die vor allem dem Münchner Westen zu schaffen
                machen. Wenn die reine Bauzeit wenigstens halbwegs schnell   Einigermaßen geordnet läuft wenigstens der U-Bahn-Verlänge-
              über die Bühne gehen würde. Es stellt sich mehr und mehr das   rungsbau in der Gotthardstraße über Am Knie nach Pasing in die
              Gefühl ein, dass alles ganz besonders sorgfältig und zeitinten-  Josef-Felder-Straße zum dortigen Bahnhof. Warum da nicht längst
              siv ausgeführt werden muss. Hinzu kommen dann noch weitere   eine U-Bahn fährt, bleibt jedoch ein Geheimnis. Als Anfang der
              Verzögerungen durch entdeckten, aus früheren Zeiten herrüh-  1970er Jahre die U-Bahnen in München das Laufen lernten, gab es
              renden Pfusch am Bau (Fürstenrieder-/Ecke Gotthardstraße).   bereits Ideen, die nunmehrige U 5 bis ins „Menzinger Feld“ (etwa
              Der Bau der U-Bahn-Verlängerung (U5) in Richtung Pasing hebt   in der Alten Allee) zu führen. Wer’s nicht glaubt, der werfe einen
              sich da fast schon wohltuend ab. Sei’s drum, blicken wir auf   Blick in das erste MVV-Fahrplanbuch. Da steht’s drin! Anmerkung:
              das Baugeschehen im 2. Halbjahr 2026. Wie immer aufgeteilt   Auch der mittlerweile recht gut erkennbare neue Stadtteil Freiham
              auf die Stadtregionen (Innenstadt, Norden, Osten, Westen,   soll an diese U-Bahn-Linie angebunden werden. In etwa 60 Jahren
                Süden, Autobahnen und Außerhalb). Ergänzend und quasi los-  könnte es so weit sein…
              gelöst davon starten wir mit der neuen Rubrik Großbaustellen.
              Los geht’s.                                     Der Hauptbahnhof und seine umliegenden Straßen sind schon
                                                                lange und noch gefühlt für Jahrzehnte eine Baustelle. Die
                                                                Errichtung des neuen Hauptbauwerks mit der für München so
            Großbaustellen                                      dringend benötigten und wichtigen fünfzehnten oder achtzehnten
                                                              Shopping-Mall wird noch etwas dauern. Vor sechs Jahren sprach
            Vor allem im Westen der Stadt herrscht davon ein Überfluss, der   man von 2025 (das ist kein Witz und kein Schreibfehler). Blicken
            eigentlich einem Hochwasser entspricht. Das Obermonstrum läuft   wir daher kurz nach Westen, wo in der nächstgelegenen Landes-
            vom Romanplatz über die Wotanstraße – hier mit „vorbereitenden   hauptstadt mittlerweile nicht mehr von „Stuttgart 21“, sondern –
            Arbeiten zur neuen Trambahnlinie“ – weiter über den Laimer   realistischer – von „Stuttgart 31“ gesprochen wird. Ähnliches
              Kreisel und findet seine Fortsetzung in der Fürstenrieder Straße.    ist für München zu erwarten und mindestens bis dahin, wahr-
            In weiten Teilen fährt hier die Trambahn schon, jedoch sind noch   scheinlich 2041, werden weder die Bayer- noch die Arnulfstraße
            mindestens bis Ende September 2026 Wiederherstellungsarbeiten   modernen zeitgemäßen Straßen entsprechen, die einen halbwegs
            an der Fahrbahn erforderlich. Diese wird dann pro Richtung nur   geordneten Verkehrsfluss ermöglichen. Vom Bahnhofsplatz ganz
            noch zwei Fahrspuren umfassen, was aber aufgrund diverser   zu schweigen. Ach ja: Von Taxis und vernünftigen Standplätzen für
              Rechenkünstler keine nennenswerte Leistungseinschränkung zur   gute Kundenbetreuung reden wir natürlich auch nicht.
            Folge haben wird. Es bedarf aber keiner besonderen Mathematik-
            fähigkeiten, um diese krumpeligen Rechenwege als falsch zu
              erkennen.                                       Innenstadt

            Wir erreichen die Kreuzung mit der Ammerseestraße (sprich: Lin-  Beginnen wir mit der Altstadt: In den nachfolgend aufgezählten
            dauer Autobahn): Hier beglücken uns Brückenerneuerungen, wobei   Straßen finden bereits seit geraumer Zeit und sicherlich bis zum
            man erst während der gegenwärtigen Arbeiten so richtig gemerkt   Ende dieses Jahres diverse Bauarbeiten statt. Seien es Fernwärme-
            hat, dass auch eine nur sanierte Brücke keine ausreichende Trag-  oder Fernkälteleitungen, private Baustellen, Umbauarbeiten im
            fähigkeit besitzen würde, um die übergewichtigen Trambahnen   Hinblick auf Fahrradfahrer (nein, hier wird nicht gegendert, es
              sicher passieren lassen zu können. Also: Auf jeden Fall Abriss und   sind alle gemeint – m/w/d usw.), sonstige Kabelverlegungen oder
            Neubau einer dann dreigeteilten Brücke. Weiter südlich laufen   Wasserleitungen und natürlich die 2. S-Bahn-Stammstrecke. Es ist

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