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Taxikurier Februar und März 2026Seite 10

Archivierte Ausgabe. Angaben beziehen sich auf den Erscheinungszeitpunkt.

Originalseite 10 der Ausgabe Taxikurier Februar und März 2026
Originalseite 10
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Neue Straßennamen                 Haushälterin seines Bruders das Mädchen   stein für die ehemalige Münchner Haupt-
                                             bei sich aufnahm und als ihr uneheliches   synagoge in der Herzog-Max-Straße
                                             Kind ausgab. Im Februar 1945 tauchte auch   errichtet.
           ➔ Fritz-Neuland-Straße            Fritz Neuland unter und entzog sich so der
                                             drohenden Deportation in das KZ Theresi-  Verlauf: Von der Blumenstraße
           Fritz Neuland, geb. am 30. Januar 1889 in   enstadt. Er überlebte gesundheitlich sehr   bis zum  St.-Jakobs-Platz und zur
           Bayreuth, gest. am 4. November 1969 in   gezeichnet mit Hilfe von Freunden in ei-  Prälat-Zistl-Straße.
           München; Fritz Neuland war ein jüdischer   nem Versteck. Seit 1946 konnte er wieder   Stadtbezirk: 1 Altstadt-Lehel
           Münchner Rechtsanwalt. Nach dem Macht-  als Rechtsanwalt in München arbeiten und   Standplatz: Reichenbachplatz
           antritt der Nationalsozialisten wurde ihm   spezialisierte sich auf Wiedergutmachungs-
           im August 1933 die Zulassung als Rechts-  fragen.
           anwalt entzogen. Da er als Soldat am
             Ersten Weltkrieg teilgenommen hat, konnte   Auf seine Initiative wurde am 15. Juli 1945
           Fritz Neuland sich auf seinen Frontkämpfer-  die Israelitische Kultusgemeinde München
           status berufen und er erhielt die Zulassung   und Oberbayern (IKG) neu gegründet und
           1934 zurück. 1938 wurde sie ihm endgültig   Fritz Neuland zu ihrem 1. Vizepräsidenten
           entzogen und er durfte sich nur als soge-  gewählt. Von 1951 an war er 18 Jahre lang
           nannter „Rechtskonsulent“ für jüdische   Präsident der IKG. Er gehörte zu den Mit-
           Mandanten betätigen.              begründern des im Dezember 1946 wieder-
                                             erstandenen „Landesverbandes der Israeli-
           Während des Zweiten Weltkriegs musste er   tischen Kultusgemeinden in Bayern“ und
           Zwangsarbeit in einem Rüstungsbetrieb   setzte sich unermüdlich für einen Neube-
           leisten. Seine Mutter Albertine wurde im   ginn jüdischen Lebens in München ein. Von
           Juli 1942 in das KZ Theresienstadt depor-  1952 bis 1963 war er Mitglied des Bayeri-
           tiert, wo sie 1944 an Hunger und Entbeh-  schen Senats und wurde 1959 mit dem
           rungen starb. Seine Tochter Charlotte   Bayerischen Verdienstorden geehrt. Auf
             konnte er retten, indem die ehemalige   seine Initiative wurde 1969 der Gedenk-

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