Page 4 - Taxikurier April und Mai 2026
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EDITORIAL

            KOMMT MIT KRAUSE DIE WENDE ZUM GUTEN?





















              Die negative Entwicklung der Vermittlungs- und Umsatz zahlen   Eine Erhöhung des Taxitarifs steht trotz des Anstiegs des
              im Münchner Taxigewerbe hat sich auch im ersten Quartal     Mindestlohns zum Januar 2026 nicht zur Debatte und wäre
              2026 ähnlich fortgesetzt wie in den beiden Vorjahren. Die     g egenüber unseren Fahrgästen nicht zu verantworten.
                Abwanderung von Fahrgästen in großen Zahlen hin zu den
              Plattformen mit Dumpingpreisen hat sich fortgesetzt, und so-
              lange nicht Mindestbeförderungsentgelte für den Mietwagen-  Wir gratulieren Dominik Krause zu diesem grandiosen Wahl erfolg
              verkehr in Kraft treten, wird sich daran auch nichts  ändern.   und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Mit Spannung  blicken
                                                              wir nun auf die Koalitionsbildung im Münchner Stadtrat und auf
            Die überraschende Wahl von Dominik Krause zum neuen Ober-  die Kooperation mit der neuen Taxikommission.
            bürgermeister der Landeshauptstadt München und die Dominanz
            der grünen Fraktion im Stadtrat lassen hier einen neuen Hoff-
            nungsschimmer aufblitzen, dass sich dieses regulierende Mittel   In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen
            zeitnah umsetzen lässt und vielleicht eine Trendwende im   gute Geschäfte und eine unfallfreie Fahrt.
              Fahrgastverhalten mit sich bringt, und das strauchelnde Taxi-
            ge werbe wieder in ruhigeres Fahrwasser führt.
                                                              Ertekin Kocer, Thomas Kroker, Max Weiland
            Die Quittung der Wähler für Ex-OB Reiter kam sicherlich nicht   (Vorstand Taxi-München eG)
            nur für die Geschichten im Aufsichtsrat oder das böse N-Wort,
            sondern zu einem nicht  unerheblichen Teil auch für das inkon-
            sequente Verhalten gegenüber dem Münchner Taxigewerbe im
            Sommer 2025, als er sich dem Druck der Uber-Lobby beugte und
            nur 48 Stunden vor dem geplanten Beschluss den MBE-Antrag
            von der Tagungsordnung nahm. Dieser Widerstand und der Pro-
            test aus dem Taxigewerbe dürfen zweifelsohne zu den heftigs-
            ten Aufständen gegen  Reiter in dessen 12-jähriger Amtszeit
            gezählt werden. Der Deal aus dem Sommer 2025 von OB Reiter
            lautete, dass die Plattformen bis 30. Juni 2026 Verbesserungen
            zu präsentieren haben, und auch das Taxigewerbe liefern muss,
            um Taxifahren attraktiver zu machen. Seitens des Taxigewerbes
            wird hinter den Kulissen der Gewerbevertretungen bereits flei-
            ßig an Optimierungen im Tarif gearbeitet, insbesondere soll
            wieder eine Degression im Kilometerpreis für längere Strecken
            das Taxi  attraktiver machen.
















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