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TAXIKURIER · TEXTANSICHT EINER HISTORISCHEN AUSGABE

Taxikurier Dezember 2017

Diese Ausgabe stammt aus dem Jahr 2017. Angaben zu Preisen, Terminen, Kontakten und Angeboten beziehen sich auf den damaligen Erscheinungszeitpunkt.

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MONATLICHES MAGAZIN FÜR DAS MÜNCHNER TAXIGEWERBE ⁄ AUSGABE DEZEMBER 2017
➔ DIE GENOSSENSCHAFT FEIERT JUBILÄUM
100 JAHRE
OFFIZIELLES ORGAN DER TAXI-MÜNCHEN EG ⁄ 57. JAHRGANG ⁄ WWW.TAXI-MÜNCHEN.DE
GESCHICHTE VON DEN ANFÄNGEN BIS ZUR GEGENWART
GLÜCKWUNSCH DIE PARTNER GRATULIEREN DER TAXI-MÜNCHEN EG
SATZUNG DER STATUT ZUM ZEITPUNKT DER GRÜNDUNG

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IMPRESSUM
TAXIKURIER, offizielles Organ der Taxi-München eG
Herausgeber: Taxi-München eG
Genossenschaft der Münchner Taxi-Unternehmen
Engelhardstraße 6, 81369 München
Tel.: (0 89) 77 30 77, Fax: (0 89) 77 24 62
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Internet: www.taxi-muenchen.de
Chefredakteur: Frank Kuhle (FK)
Autoren im TAXIKURIER: 
Birgit Heller (BH), Werner Hillermann (WH), 
Thomas Kroker (TK), Frank Kuhle (FK), 
Norbert Laermann (NL), Rainer Männicke (RM), 
Michael Schrottenloher (MS), 
Benedikt Weyerer (BW) 
Gestaltung und Art Direktion: 
Bernhard Andreas Probst
Formenreich, Büro für Gestaltung
Ringseisstraße 4 (Rgb), 80337 München
Tel.: (0 89) 44 49 97 88, Fax: (0 89) 44 49 97 89
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Fotografie: Dirk Tacke
Ringseisstraße 4 (Rgb), 80337 München
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kein Anspruch auf Ersatz.
Inhaber der Beteiligungsverhältnisse:
Taxi-München eG 100%
Vorstand: Frank Kuhle, Reinhard Zielinski, Alfons Haller
Weihnachtsferien
➔ Letzter Unterrichtstag vor den Ferien: Mittwoch, 20. Dezember 2017
➔ Erster Unterrichtstag nach den Ferien: Montag, 8. Januar 2018 (Grundkurs)
Grundkurs
Montag, 11.12., von 17.30 bis 19.30 Uhr
Mittwoch, 06.12., 13.12., 20.12., jeweils von 17.30 bis 19.30 Uhr 
Samstag, 02.12., 09.12., 16.12., jeweils von 10 bis 13 Uhr
Leistungskurs
Montag, 27.11., 04.12., 11.12., 18.12, jeweils von 20 bis 22 Uhr
Mittwoch, 29.11., 06.12., 13.12., 20.12., jeweils von 20 bis 22 Uhr
➔ Teilnahme nur nach erfolgreichem Besuch des Grundkurses möglich!
➔ Anmeldung zum Ortskunde-Kurs direkt in der Taxischule!
Infoveranstaltung für angehende Taxifahrer
Montag, 04.12., von 17.30 bis 19 Uhr
Samstag, 09.12., von 8.30 bis 10 Uhr
Montag, 18.12., von 17.30 bis 19 Uhr
Funkkurs für Taxifahrer (mit Funkunterweisung)
Funkkurs, Teil 1: Donnerstag, 14.12., von 13 bis 16 Uhr 
Funkkurs, Teil 2: Freitag, 15.12., von 13 bis 16 Uhr
 
➔ Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung im Datenfunk-Büro, 
Rückgebäude 2. Stock, während der Bürozeiten möglich!
Fortbildung für Fahrer von Taxibus und Großraumtaxi
Mittwoch, 13.12., von 15 bis 17 Uhr
➔ Keine Anmeldung erforderlich, aber pünktliches Erscheinen!
➔ Teilnahmegebühr: 10 Euro
Ausbildung zum Taxiunternehmer
➔ Kurs 1 ⁄ 2018 ab 09. Januar, jeweils Dienstag und Donnerstag, 18 Uhr
Die Kurse finden im Schulungsraum der Taxi-München eG 
in der Engelhardstraße 6, Vordergebäude, 1. Obergeschoss statt.
Anmeldung bei Frau Elke Choleva in der Verwaltung, 1. Obergeschoss
Telefon: (089) 21 61 - 367, E-Mail: choleva@taxi-bayern.de
Besuchen Sie uns auch im Internet: 
www.taxi-muenchen.de
www.taxikurs-münchen.de
AUSBILDUNG
➔ DEZEMBER 2017
2 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017

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Taxi-München eG
Haus des Taxigewerbes
Engelhardstraße 6
81369 München
Taxizentrale-Taxiruf:
Tel.: (089) 19 410 oder (089) 21 61-0
Fax: (089) 74 70 260 
Leitung der Zentrale:
Norbert Laermann 
Tel.: (089) 21 61-352
Thomas Kroker 
Tel.: (089) 21 61-396
E-Mail: info@taxi-muenchen.de 
Fax: (089) 74 70 260 
Verwaltung:
Tel.: (089) 77 30 77
Fax: (089) 77 24 62
E-Mail: choleva@taxi-muenchen.de
Öffnungszeiten:
Mo.–Fr. 7.30–12.00 Uhr
Mo.–Do. 12.30–15.30 Uhr
Buchhaltung / Kasse:
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Schulungen / Lehrgänge:
Unternehmerkurs
Elke Choleva, Tel.: (089) 21 61-367
E-Mail: choleva@taxi-muenchen.de
Taxischule:
Infotelefon: (089) 21 61-333 
E-Mail: schule@taxi-muenchen.de
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➔ INHALT
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www.taxi-münchen.de
 
Titelmotiv: Formenreich ⁄ istockphoto
Impressum 02
Ausbildungstermine ⁄ Dezember 2017 02
➔ Geschichte ⁄ Von den Anfängen bis zur Gegenwart 04
Was damals war ⁄ 1917 – Die Welt im Krieg 26
➔ Glückwunsch ⁄ Die Partner gratulieren der Taxi-München eG 28
➔ Satzung ⁄ Der Statut zum Zeitpunkt der Gründung 36
Wissenswertes ⁄ Die Geschichte der Deutschen Mark 40
Information ⁄ Untersuchung des deutschen Kraftdroschkengewerbes 41
Information ⁄ Taxiorganisationen in der Bundesrepublik 42 
Landeshauptstadt München ⁄ Meilensteine 42
Taxi-München eG ⁄ Archiv
DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 3

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Daraufhin organisierten sich die Lohnkutscher und gründeten im Jahr 1734 die 
 „Ehrbare Zünfft der Lechenrössler“, eine 
Vorgängerorganisation der heutigen Taxi- 
München eG. Die Genossen unterstützten 
sich gegenseitig. Brauchte ein Lechenrössler mehr Pferde als vorhanden, konnte er 
diese von einem Kollegen ausleihen. Der 
Einsatz von nicht bei der Zunft registrierter 
Pferde wurde dagegen hart bestraft, mit 
 einer Geldbuße von 30 Kreuzern. Die ersten 
Protokolle der Zunft beschäftigten sich 
hauptsächlich mit der Aufnahme neuer 
 Genossen und deren Bezahlung einer 
 Aufnahmegebühr in Höhe von vier Gulden. 
Die Zunftsgerechtigkeit, also die Mitgliedschaft, konnte nur vererbt, einem ausscheidenden Kutschunternehmer abgekauft 
oder durch Heirat mit einem Lohnkutscher 
erworben werden. Von Beginn an gab es 
Strafen für unentschuldigtes Fernbleiben 
von Zunftversammlungen, später auch für 
verspätetes Erscheinen. Am 12. September 
1734 verhängte der Vorstand deswegen eine 
Strafe in Höhe von zwölf Kreuzern gegen 
ein Mitglied, die auch mit einem halben 
Pfund Wachs abgegolten werden konnte. 
1749
In München wurde 1749 der „Krankenunterstützungs- und Sterbeverein der 
Lohnkutschergehilfen“ von Zunftgenossen 
gegründet. Am 9. Februar 1804 trat die 
erste Fiakre-Ordnung in Kraft, die der 
Münchner Magistrat von der Stadt Salzburg 
abschrieb. Dort war unter anderem nachzulesen: „Der den Fiakre führt, soll des Fahrens wohl kundig, nüchtern, mannbar und 
anständigen Betragens seyn.“ Und weiter: 
„Der Fiakre, der auf dem Sammelplatz auf 
Wart steht, darf nie sagen: Dass er bestellt 
sey, sondern er muß mit dem ersten fahren, 
der ihn dingt, wenn es auch nur eine Persone wäre.“ Die zuletzt genannte Vorschrift 
galt also schon beim ersten Oktoberfest im 
Jahr 1810. 
1824
Mit Änderung der Verordnung am 19. Januar 1824 durften nur noch Fahrten im Umkreis von drei Poststunden durchgeführt 
werden. Für Droschkenbeleuchtung konnten 
drei Kreuzer pro Viertelstunde zusätzlich 
erhoben werden. 60 Kreuzer waren ein 
 Gulden, der gemessen an der Kaufkraft 
heute etwa einen Euro wert wäre. 1845 gab 
es 39 Zunft mitglieder. Im selben Jahr bescheinigte der Bürgermeister Steinsdorf 
dem Münchner Lohnkutschereigewerbe und 
besonders der Kutscherei des Franz-Xaver 
Krenkl treffliche Organisation und hervorragende Leistungsfähigkeit. 1854 wurden 
die Vorstädte Haidhausen, Au und Giesing 
eingemeindet. München hatte damit etwa 
95.000 Einwohner. Ab 1856 bekam die 
Lohnkutscherwitwe Kunz über 15 Jahre Unterstützungsleistungen von der Zunft. Der 
Droschkenunternehmer und Zunftgenosse 
Michael Zechmeister eröffnete 1861 ein 
Omnibusunternehmen, was zu erheblichem 
Streit unter den Mitgliedern führte. Die 
Pferdebusse verkehrten auf drei Linien und 
wurden von den Einheimischen auch „Groschenwagen“ genannt, nach dem Preis für 
eine einzelne Fahrt. Im Jahr 1864 gab es 
85 Genossen mit über 200 Pferden. Zusammenhalt gab es im Falle des Fiaker-Inspektors Seuffert. Die Mitglieder beschlossen 
in der Versammlung vom 9. Januar 1867 
 alles zu unternehmen, um den wegen Bestechung ins Visier geratenen Inspektor 
von seinem Posten zu entfernen. Ab 1870 
wurde die Innung in Form einer Genossenschaft fortgeführt. Die erste Generalversammlung der „Genossenschaft der 
 hiesigen Lohnkutscher und öffentlichen 
Fuhrwerksbesitzer“ fand am 16. Januar 
1870 statt. München hatte etwa 200.000 
Nach einer Verfügung aus dem Jahr 1734 erlaubte der Magistrat der Kurfürstlichen Haupt- und Residenzstadt München, 
dass jeder Lohnrössler unbegrenzt Pferde und Gefährte halten könne. Dagegen durften sich auswärtige Kutscher nur einen Tag 
lang in München aufhalten, ein längerer Einsatz war meldepflichtig. Die Gewerbeordnung erlaubte den hiesigen Kutschern, 
die fremden Kollegen aus der Stadt zu vertreiben, sollten Verstöße gegen die Meldepflicht vorliegen.
➔ VON DEN ANFÄNGEN BIS ZUR GEGENWART
Taxi-München eG ⁄ Archiv
4 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
100 JAHRE TAXI-MÜNCHEN EG

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Einwohner. Viereinhalb Jahre später wurde 
mit Beschluss vom 22. August 1874 der 
Name der Genossenschaft wieder geändert. 
Die Mitgliederzahl wuchs bis 1874 auf 
144 Unternehmer. 
1876
Die Münchner Tagespresse feierte die erste 
„Trammway“ am 21. Oktober 1876 als 
 herausragendes Ereignis. Das von Pferden 
gezogene Schienenverkehrsmittel und die 
damit verbundene Ausweitung von Trambahn- und Omnibuslinien im öffentlichen 
Dienste wurden von der „Innung der Lohnkutscher in München“ heftig kritisiert. Da 
half auch nicht, dass die Droschkenfahrer 
nun mit Erlaubnis der Fahrgäste auf dem 
Bock rauchen durften. Trotz Eingaben bei 
seiner Majestät Ludwig I. konnten weitere 
Trambahnverbindungen nicht verhindert 
werden. Die Bevölkerung hatte das „moderne Teufelszeug“ bereits als Teil des urbanen Lebens akzeptiert. Der Verdienst der 
Münchner Lechenrössler lag im Jahr 1889 
bei 2,50 Mark pro Tag. Die Firma Westendorp und Pieper brachte 1890 das erste 
 robuste Taxameter auf den Markt: Ein mechanischer Fahrpreisanzeiger mit Zählwerk 
für Fahrpreis, Einschaltgebühr, Wartezeit 
und Zuschläge. Bislang wurde nur nach Zeit 
abgerechnet. 1892 spendete die Münchner 
Zunft 100 Mark an die Hamburger Kollegen, 
die durch die Cholera-Epidemie arg in Not 
geraten waren. In der Generalversammlung 
vom 8. Januar 1893 wurde die Aufwandsentschädigung für den Vorsitzenden von 
100 auf 200 Mark pro Jahr erhöht, wegen 
der zeitraubenden „Thätigkeit“ . Die Genossenschaft hatte 198 Mitglieder und das 
 Automobil wurde erfunden.
1899
In der Landeshauptstadt Bayerns wurde 
1899 weltweit die erste Fahrprüfung mit 
Ausgabe von Führerschein und Zulassungsnummer für Kraftfahrzeuge eingeführt. 
480 Pferdedroschken waren in München 
um die Jahrhundertwende in Betrieb. Der 
Monatslohn eines Hilfsarbeiters lag 1900 
bei 61 Mark, der eines Chemiearbeiters bei 
etwa 120 Mark. Ein Automobil zum Dienste 
im öffentlichen Fuhrwerk zuzulassen war 
anfangs nicht leicht. Es musste eine Pferdedroschkengenehmigung erworben werden, für die rund 1.000 Mark fällig waren. 
Ein Benzinfahrzeug kostete 9.000, eine 
Elektrodroschke 11.000 Mark. Erfahrungen 
aus Berlin hatten zudem gezeigt, dass motorisierte Unternehmer nach Anschaffung 
oft nicht mehr in der Lage waren, die 
 anfallenden Monatsraten oder die außer-
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ordentlich hohen Reparaturkosten zu 
 bezahlen. Bei den Motordroschken musste 
mit rund 10 % des Anschaffungspreises an 
Reparaturkosten pro Jahr gerechnet werden, bei Pferdekutschen nur mit 1 %. In 
1905 befanden sich in der kaiserlichen 
Reichshauptstadt bereits 400 der 700 Motordroschken unter Gerichtssiegel. Den 
 Siegeszug des Automobils konnten die 
 Probleme aber nicht verhindern. 
1905
Bis Ende 1905 gelang es den Münchner Behörden alle Bewerber um Genehmigungen 
zum Betrieb von Motordroschken abzublocken. Unter Auflagen bekam am 13. Januar 
1906 der erste Kraftdroschkenunternehmer 
die Erlaubnis. Auf Einladung unternahm 
Bürgermeister Dr. von Borscht eine motorisierte Rundfahrt durch die Stadt. Es dauerte aber nicht lange, bis die Münchner 
Lohnkutscherinnung von der Polizei auf 
 erhebliche Überschreitungen der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 15 km ⁄ h 
hingewiesen wurde. Ferner wurde beobachtet, dass die Lenker von Kraftdroschken 
beim Einbiegen in Straßen den vorgeschriebenen Bogen nicht genügend ausfahren. Die Motorisierung des Münchner Taxigewerbes ging gemächlich voran. Noch in 
1906 wurde eine Gesellschaft mit 22 Kraftdroschken eingerichtet. 1909 waren von 
den Motorfahrzeugen nur noch zwölf in Betrieb. 1912 brach die Gesellschaft zusammen. Ähnlich erging es der Gesellschaft für 
Elektromobildroschken des Grafen Pappenheim und seiner Mitgesellschafter, unter 
denen sich u. a. der Gründer des Deutschen 
Museums, Oskar von Miller, befand. Die Gesellschaft startete 1908 mit 10 Elektrofahrzeugen und wurde lebhaft begrüßt, weil 
die Droschken ruhiger und leiser fuhren, als 
die stinkenden Benzinkutschen. Wegen der 
schweren Aggregate und des hohen Eigengewichts war der Wirkungskreis aber auf 
60 bis 70 Kilometer eingeschränkt. Die 
Fahrzeuge blieben oft liegen, zum Spott 
der Pferdedroschkenbesitzer. 1913 stellte 
die Firma den Betrieb ein. 
Am 7. Februar 1908 war Fräulein Schnell 
die erste Berufs-Chauffeuse in München, 
die das Droschkenfahren trotz ihres Namens 
bald wieder aufgab. Ihre Arbeitskleidung 
bestand aus Kostüm, Automantel und blauweißer Mütze mit dem Abzeichen der Münchener Automobildroschkengesellschaft. 
Die Pferdedroschken waren 1910 mit 286 
immer noch in der Überzahl zu 194 Kraftfahrzeugen. Insgesamt waren 1.303 Automobile in München gemeldet. 1914 gab es 
neben 425 motorisierten Droschken noch 
56 Pferdekutschen. Ein Dollar war für 
4,20 Mark zu haben. Der erste Weltkrieg 
begann und das Gewerbe stand vor unübersehbaren Beschaffungsschwierigkeiten. 
Es mangelte buchstäblich an allem. Der 
 Magistrat der Haupt- und Residenzstadt 
München teilte den Droschkenunternehmern für ihre Pferde wenigstens Heu zu. 
Dabei tauchte allerdings das Problem auf, 
dass kein gemeinsamer Lager- und Verteilplatz vorhanden war. Die Beschaffung von 
Kraftstoffen, Reifen und Ölen, im Besonderen aber die mangelnde Kreditwürdigkeit 
der Droschkenunternehmer bei den Banken, 
war ein eminenter Hemmschuh für die Weiterentwicklung. Wegen der rasanten Geldentwertung und den damit verbundenen 
 finanziellen Schwierigkeiten sah sich das 
Münchner Droschkengewerbe gezwungen, 
eine gemeinsame Wirtschaftsorganisation 
zu gründen. Die Lohnkutscherinnung mit 
ihrem Büro in der Jägerstraße und die 
 Innung des Kraftdroschkengewerbes mit 
Sitz in der Prannerstraße waren einzeln 
nicht mehr in der Lage, die Aufgaben zu 
bewältigen. 
1917
So wurde am 7. November 1917 die „Einkaufsgenossenschaft der Kraft- und Pferdedroschkenbesitzer Münchens eGmbH“ von 
zwölf Unternehmern gegründet. Mit der 
Einlage von 500 Goldmark pro Gründungsmitglied, rund fünf Jahresmieten für eine 
Zweizimmerwohnung, sollte eine gewerbeeigene Heuverteilungsstelle errichtet werden, die zentral gelegen und für alle leicht 
erreichbar war. Vorstand und Aufsichtsrat 
setzten sich aus Vorstandsmitgliedern beider Innungen zusammen. Zum geschäftsführenden Vorstand der Genossenschaft 
wurde Herr Josef Huber bestimmt, stellvertretender Vorsitzender der Lohnkutscherinnung. Der erste Vorsitzende, Herr Josef 
Oster maier, war im Felde. Einvernehmen 
bestand darüber, dass sämtliche Wahlen 
nur für die Dauer des Krieges Gültigkeit 
 haben sollten. Bereits vier Wochen nach 
Gründung konnte das 58. Mitglied begrüßt 
werden. Ende 1917 war eine Papiermark 
nur etwa 45 % einer Goldmark wert. 
Für einen Dollar mussten inzwischen 
9,33 Papiermark hingeblättert werden.
1918
Die Versammlung am 22. Juni 1918 im 
Gasthof „Zum Bögner“ im Tal besuchten 52 
der 148 Mitglieder. Im Vorfeld beschäftigten sich Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft mit dem Erwerb eines Lagerplatzes, der aber erst 1921 zustande kam. 
Nach einem tödlichen Anschlag auf den 
 Ministerpräsidenten Kurt Eisner geriet der 
von ihm ausgerufene Freistaat Bayern am 
21. Februar 1919 in die Krise. Eine am 
 gleichen Tag abgehaltene Aufsichtsratsund Vorstandssitzung der Genossenschaft 
musste abgebrochen werden. Es herrschte 
Belagerungszustand. Die zweite Mitgliederversammlung vom 30. März 1919 im 
 „Höger-Bräu“ wählte den zurückgekehrten 
Vorsitzenden der Lohnkutscherinnung, 
Josef Ostermaier, zum Vorsitzenden. Trotz 
der Wirren der Räterepublik waren 173 Mitglieder anwesend. 1919 waren in München 
nur noch 712 Automobile registriert. 
1920
1920 waren wieder 88 Pferdedroschken und 
lediglich 392 Kraftdroschken unterwegs. 
Vorstand und Aufsichtsrat waren überwiegend mit Beschaffungsmaßnahmen beschäftigt. Am 4. und 5. November 1920 
wurde über den Ankauf von Auto- und Pferdedroschkenautomaten, Wegbereiter des 
heutigen Rufsäulensystems, sowie einer 
Taxameterwerkstätte zum Gesamtpreis 
von 342.700 Mark verhandelt. Wegen der 
Hyper inflation war ein Dollar inzwischen 
81,25 Papiermark wert. Ab dem 12. Mai 
1921 wurden in München die angeschafften 
Telefonautomaten aufgestellt. Mehr als 
150 Anwesen mussten in Augenschein genommen werden, bevor am 11. August 
1921 das Gelände der Utzschneiderstraße 11 
(heute Nr. 6) in den Besitz der „Einkaufs-
Taxi-München eG ⁄ Archiv
Kleindroschke (1903)
Droschkenkutscher (1906)
6 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
100 JAHRE TAXI-MÜNCHEN EG

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genossenschaft der Kraft- und Pferdedroschkenbesitzer Münchens e.G.m.b.H.“ 
überging. Zum 1. Juli 1925 waren 2.886 
Krafträder und Personenkraftwagen in der 
Landeshauptstadt zugelassen.
1928
In den folgenden Jahren gewann die Genossenschaft durch ständige Ausweitung 
des Geschäftsbetriebes an Bedeutung. 
1928 wurden bundesweit Fahrtrichtungsanzeiger an Automobilen zur Pflicht und 
Droschkenrichtlinien aufgestellt. Die Generalversammlung vom 20. April 1928 stellte 
fest, dass das Genossenschaftsanwesen 
Utzschneiderstraße 11 zu klein war und 
 beschloss den Zukauf des angrenzenden 
Grundstücks Utzschneiderstraße 12 (heute 
Nr. 8). Wegen der nur noch geringen 
 Anzahl von Pferdedroschken wurde am 
20. April 1929 der Name in „Ein- und 
 Verkaufsgenossenschaft für das Droschkengewerbe München e.G.m.b.H" geändert. 
 Gemäß eines am 1. November 1929 in 
Kraft getretenen Tarifvertrages bekamen 
angestellte Droschkenfahrer in München 
zwei Mark pro Tag und 17 % der Einnahmen. Die tägliche Einsatzzeit lag 
bei 12 Stunden mit einer einstündigen 
Pause. Alle 14 Tage musste ein freier 
Tag mit mindestens 24 Stunden gewährt 
werden. Der Urlaubsanspruch betrug 
drei Tage pro Jahr, konnte aber je nach 
Betriebs zugehörigkeit auf sechs Tage 
 anwachsen. 
1930
Ab 1930 verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation des Gewerbes enorm. 
Die Arbeitslosenversicherung wurde angehoben und die zum 1. Mai 1930 eingeführte Mineralölsteuer verteuerte den Kraftstoff 
spürbar. Die Genossenschaft hatte rund 
300 Mitglieder. Zu Beginn des Jahres 1932 
unterschlug eine Mitarbeiterin den damals 
horrenden Betrag von 13.065 Mark. Im 
gleichen Jahr ging die Brandenburger 
 Versicherung in Konkurs, bei der nahezu 
alle Münchner Droschken versichert waren. 
 Wegen der miserablen Wirtschaftslage 
Danke für Ihren Einsatz und die langjährige Partnerschaft.
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Utzschneiderstraße (1923)
Josef Ostermaier, rechts (1923)
DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 7

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trat die Verordnung über geteiltes Fahren 
in Kraft: Taxis mit gerader Ordnungsnummer durften sich nur an geraden Kalendertagen bereithalten, die mit ungerader 
Nummer an den anderen Tagen. Die Folge 
war ein reger Tauschhandel mit Ordnungsnummern, da Unternehmer zu allem Unglück auch noch zwei gerade oder zwei ungerade Droschkenkonzessionen besaßen. 
Durch einen Wechsel konnten diese Unternehmer wenigstens an jedem Kalendertag 
mit einem Fahrzeug fahren.
1933
Nach der Machtergreifung der Nazis am 
30. Januar 1933 leitete der Vorsitzende 
 Josef Ostermaier, Gewerberat und Mitglied 
des Stadtrates für die Bayerische Volkspartei, noch die Vorstandssitzung im Februar. 
Vorstandsmitglied Bast teilte im Rahmen 
der Sitzung vom 27. März 1933 unerwartet 
mit, der erste Vorsitzende Ostermaier sei, 
durch die politischen Verhältnisse bedingt, 
schwer erkrankt. Sein Aufenthaltsort sei 
nicht zu erfahren. Das Gerücht hielt sich 
hartnäckig, dass Josef Ostermaier am 
20. Februar beim Überqueren des Königlichen Platzes (heute: Königsplatz) festgenommen und in Schutzhaft genommen 
worden sei. Ein Schreiben der obersten 
Leitung der Betriebszellenorganisation 
der NSDAP wurde anschließend verlesen. 
Daraus ging hervor, dass die Polizeidirektion aufgefordert wurde, in Zukunft in 
 Sachen Taxiregelung, Konzessionierung 
und Organisationsablauf in der Partei 
rückzufragen und Richtlinien einzuholen 
hatte. Zur Vorstands- und Aufsichtsratssitzung am 5. April 1933 erschien Ostermaier und führte überraschend aus, dass 
seit Bildung der neuen Regierung die 
Pflicht bestünde, diese zu unterstützen. 
In der Sitzung der Vorstände von Innung 
und Genossenschaft im „Höger-Bräu“ am 
7. April 1933 erklärte Herr Josef Ostermaier den Rücktritt von seinen Ämtern 
und bat die Verbliebenen in seinem Geiste 
weiterzuarbeiten. Um sieben Uhr abends 
verließ er den Saal. Alle Anwesenden 
 erhoben sich still von ihren Plätzen. Die 
Schikanen gingen weiter. Seine politischen Gegner veranlassten Ende 1933 den 
Ausschluss aus der Genossenschaft. Am 
22. Oktober 1935 wurde Ostermaier auch 
die Ausübung des Kraftdroschkengewerbes 
untersagt. 
1937
Die Bezeichnung der Genossenschaft wurde 
erneut geändert. Seit dem 24. November 
1937 trat sie als „Genossenschaft der 
Münchner Droschkenunternehmer eGmbH“ 
auf. Im dritten Reich spielten Stadtrundfahrten mit Taxis eine erhebliche Rolle. 
Das Droschkengewerbe der sogenannten 
Hauptstadt der Bewegung mit seinen rund 
500 Wagen führte Stadtrundfahrten mit 
zwei Personen für sieben Reichsmark durch, 
für drei Personen wurden neun und für vier 
oder fünf Personen 11 Reichsmark verlangt. 
Fernfahrten in die Umgebung Münchens, 
z. B. nach Schloss Herrenchiemsee, kosteten zehn Reichsmark pro Fahrgast, allerdings mit dem Zusatz: „Die Preise verstehen sich bei fünf Personen“ . 28 Standplätze 
waren damals mit Rufsäulen ausgestattet. 
Ein Mercedes-Benz 170 V wurde für 3.750 
Reichsmark ange boten, was dem Umsatz 
 einer Droschke in einem halben Jahr 
 entsprach.
1939
Am 4. Juli 1939 wurde der stramme 
Parteigenosse Engelbert Schneider, 
Innungs vorsitzender und Ortsfachgruppenleiter in München, als geschäftsführender 
Vorstand der Genossenschaft bestellt. 
Die Haftpflichtversicherung sowie die 
Fahrzeug untersuchung in regelmäßigen 
 Abständen traten am 7. November 1939 
in Kraft. 
In der Generalversammlung vom 2. Oktober 1941 rechtfertigte Parteimitglied 
Schneider den Überfall der deutschen 
Wehrmacht auf die Sowjetunion am 
22. Juni: „Die Bolschewisten standen 
 drohend und schwerbewaffnet an unserer 
Grenze. Die heldenhafte Wehrmacht hat 
die Gefahr abgewendet, noch bevor sich 
die russische Dampfwalze in Bewegung 
 setzen konnte.“ Mit dem Hinweis, dass 
 jeder einzelne seinen Beitrag leisten 
 müsste, beschwerte sich Schneider über 
die zahlreichen Gesuche aus dem Gewerbe 
um Befreiung der Dienstverpflichtung. 
Münchner Drosch kenfahrer mit Lastwagenführerschein waren zum Arbeitseinsatz in 
der Rüstungsindustrie ver pflichtet worden: 
„Ein Ehrendienst an der Na tion“, so der 
Parteigenosse. 
Um Fachkräfte zu bekommen wurden 
Droschken mit mehr als 15 Liter Verbrauch 
aus dem Verkehr gezogen und die Führerscheine der Besitzer und Fahrer einfach 
umgeschrieben. Bis Mitte 1943 verwaltete 
Schneider die Geschäfte mehr schlecht als 
recht. Ab dem 17. Juni 1943 verzichteten 
die Mitglieder auf das Ritual, die Generalversammlung mit einem „dreifachen 
Siegheil auf Führer und Vaterland" zu 
 beschließen. Bis zum Kriegsende wurden 
nur noch vier Sitzungen von Vorstand und 
Aufsichtsrat und keine Generalversammlung 
mehr abgehalten. Die Genossenschaft 
 bewegte sich in den zwölf Jahren des 
1.000-jährigen Reiches, wie das übrige 
Wirtschaftsleben, auf den absoluten 
 Nullpunkt zu. 
Taxi-München eG ⁄ Archiv
Anteilschein (1935)
8 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
100 JAHRE TAXI-MÜNCHEN EG

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1945
Am 7. Juni 1945, also einen Monat nach 
dem Zusammenbruch, traten Vorstand und 
Aufsichtsrat wieder vollzählig zusammen. 
Auch der Gewerberat Josef Ostermaier war 
erschienen und teilte mit, dass er von den 
Siegermächten als kommissarischer Leiter 
der Innung bestellt sei. In der Vorstandsund Aufsichtsratssitzung vom 8. Juli 1945 
wurde einstimmig der Beschluss vom 7. November 1933 aufgehoben, mit dem das 
Mitglied Ostermaier ausgeschlossen worden 
war. Er übernahm wieder die Leitung als 
geschäftsführender Vorstand der Genossenschaft. 
Ein harter Wiederaufbau begann. Die genossenschaftlichen Anwesen waren teilweise erheblich bombengeschädigt. Nur wenige Droschkenunternehmer verfügten noch 
über eigene Fahrzeuge. Josef Ostermaier 
schlug vor, Frauen als angehende Droschkenunternehmer zu bevorzugen, denn viele 
von ihnen hatten ihre Männer im Krieg 
 verloren und verfügten über keinerlei 
 Einkommen. Die Wiedereinführung der Pferdedroschken wurde diskutiert, aber abgelehnt. Am Sonntag, 30. Dezember 1945, 
fand in der Gaststätte „Markthof“ in 
Schwabing die erste Mitgliederversammlung der Nachkriegszeit statt. Der Vorsitzende Ostermaier beantragte Mittel zur 
Wiederherstellung der bombengeschädigten 
Häuser. Darüber hinaus wurde der Vorstand 
beauftragt, Klarheit über die Bezahlung der 
Münchner Kraftdroschken zu schaffen, die 
in Nürnberg anlässlich der Kriegsverbrecherprozesse eingesetzt wurden. In der folgenden Aufsichtsratssitzung wurde Josef 
Ostermaier einstimmig ermächtigt, bei den 
Stadtpfarrern von Heilig Geist und Sankt 
Peter vorzusprechen, um den von den Nazis 
verbotenen Jahresgottesdienst wieder aufzunehmen. Man wählte die Heilig-Geist- 
Kirche als die für den Sitz der Genossenschaft zuständige Pfarrkirche.
1946
Am 5. Dezember 1946 wurde der Bayerische Landesverband für das Droschken- und 
Mietautogewerbe gegründet, dessen Vorsitzender Herr Josef Ostermaier wurde. Zur 
Einberufung musste die Genehmigung 
der amerikanischen Militärregierung eingeholt werden. Über 400 Unternehmer aus 
ganz Bayern nahmen an der Gründungsversammlung teil. Die Eintrittsgebühr betrug 
20 Reichsmark, der Monatsbeitrag zwei 
Reichsmark für das erste sowie eine Mark 
für jedes weitere Fahrzeug. In der ersten 
Hälfte des nächsten Jahres nahmen die 
 Gewerbevertreter in der britischen und 
amerikanischen Besatzungszone Kontakt 
miteinander auf. In der 2. Jahreshauptversammlung in 1947 musste die junge 
Satzung wieder geändert werden, da Pferdedroschkenbesitzer um Aufnahme und Repräsentanz im Landes verband nachsuchten. 
In Hamburg wurde die Arbeitsgemeinschaft 
Personenverkehr (AGP) als bundesdeutscher 
Gesamtverband gegründet. Der Landesverband Bayerischer Droschken- und Mietautounternehmer e.V. trat am 22. Oktober 1947 
bei. Josef Ostermaier übernahm kurz darauf 
den Vorsitz der AGP. Am 25. November 
1947 gab es intensive Gespräche mit dem 
Münchner Taxi unternehmer Sixt über die 
Einrichtung bzw. Ausweitung des Export- 
Taxidienstes (ET). Bis Dezember 1947 sollten insgesamt 200 Wagen zur Beförderung 
von Militärpersonen und Angehörigen der 
Besatzungsmacht zur Verfügung stehen. 
Sixt bot der Genossenschaft die Übernahme 
des Betriebes an, die dann aber nicht erfolgte. In derselben Sitzung wurden Übergriffe des Roten Kreuzes bekannt, das sich 
in die gewerbliche Personenbeförderung 
einmischte. 
1948
1948 betrieben die 492 Mitglieder der 
 Genossenschaft rund 600 Taxis in München. 
Es wurden Lehrgänge zum Erwerb des 
Droschkenführerscheines abgehalten. Im 
August spitzte sich die Auseinandersetzung 
zwischen dem Gewerbe und dem Bayerischen Roten Kreuz derart zu, dass man von 
gesetzwidrigen Zuständen im Krankentransportwesen sprach. Eine Vorsprache bei der 
juristischen Abteilung des Verkehrsministeriums wurde notwendig. Die Verweigerung 
von Fahrten innerhalb des Münchner Stadtgebiets nahm deutlich zu. Der Vorsitzende 
Ostermaier verurteilte diese Entwicklung 
und schlug vor, in leichteren Fällen den 
Unternehmer mit Benzinentzug zu belegen. 
In krassen Fällen sollte zeitweise der Führerschein bzw. die Konzession entzogen 
werden. 
1949
Im Januar 1949 kam es zur Unterzeichnung 
eines Kooperationsvertrages mit Herrn 
Sixt als Betreiber des Export-Taxidienstes 
in Südbayern. Über den Landesverband 
wurde Herrn Kußberger die Abwicklung des 
Export-Taxidienstes für Nordbayern zugestanden. Als in der Nacht vom 26. auf den 
27. Oktober 1949 der Droschkenbesitzer 
Sebastian Dünzl, Taxi 496, ermordet wurde, 
hatte Josef Ostermaier eine Aussprache im 
Polizeipräsidium mit Polizeidirektor Herrmann und Herrn Wenzl von der Kriminalabteilung. In der Sitzung der Vorstände aller 
 Gewerbeorganisationen vom 16. November 
1949 wurde daraufhin der Einbau der 
 sogenannten Münchner Trennwand, einer 
Halbscheibe hinter dem Fahrer, und einer 
Alarmanlage in die Fahrzeuge besprochen. 
Die Maßnahmen dienten der Sicherheit, 
denn Auseinandersetzungen waren an der 
Tagesordnung. Es lagen Berichte von 64 
Überfällen vor, von denen 53 von Angehörigen der Besatzungsmacht und nur 10 von 
Zivilpersonen verübt wurden. Am 24. November 1949 fand im „Augustiner-Keller“ 
eine Protestversammlung statt, zu der Vertreter deutscher Behörden, der Militärregierung, des Landtages und des Stadtrates sowie von Presse und Rundfunk einschließlich 
Gewerbe geladen waren. Mit der Kundgebung protestierte das Gewerbe gegen die 
gefährliche Untergrabung der öffentlichen 
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Taxi (1945)
 Taxi (1947)
10 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
100 JAHRE TAXI-MÜNCHEN EG

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60 Prozent von Unstimmigkeiten mit Fahrgästen berichten, die glimpflich mit Bedrohungen endeten, in den meisten Fällen 
aber zu Schlägereien führten.
1950
In der Generalversammlung vom 23. August 
1950 konnte der Vorstand über die Absicht 
eines Grundstückserwerbs in Schwabing für 
annähernd 80.000 DM berichten. Zur Finanzierung beschloss die Mitgliederversammlung die Genossenschaftsanteile zu erhöhen. Am 15. November 1951 wurde der 
Beschluss zur Bebauung des neuen Anwesens Markt- ⁄ Haimhauserstraße mit einem 
Tankstellen- und Reparaturbetrieb gefasst. 
Schriftführer war Josef Kuffer, der noch in 
der gleichen Versammlung in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Die Zeiten waren 
hart. Einheimische fuhren nur zu Hochzeiten, Beerdigungen oder ins Krankenhaus 
mit dem Taxi. Für einen Dollar bekam man 
wieder 4,50 DM. Große Empörung herrschte 
wegen der Umstellung der Fahrzeughersteller auf fünfsitzige Autos. Diese „Kanonen" 
würden nicht dem Bedarf entsprechen. Der 
Tankstellenbetrieb in der Marktstraße konnte am 1. Juni 1953 eröffnet werden. 
1954
Die Auseinandersetzungen zwischen dem 
Gewerbe und dem Bayerischen Roten 
Kreuz gipfelten in einer langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzung. In einem 
Vergleich verpflichtete sich das BRK am 
14. Januar 1954, den gewerbsmäßigen 
Transport von gesunden Personen zu unterlassen. Im Gegenzug versprach das Taxigewerbe, auf den Transport von liegenden 
Kranken und von Personen mit ansteckenden Krankheiten zu verzichten. Nur in Notfällen waren dem Gewerbe diese Transporte 
erlaubt. Der Export-Taxidienst für die amerikanischen Besatzungskräfte wurde 1955 
eingestellt. Der Münchner Taxiunternehmer 
Sixt hatte sich aber zwischenzeitlich mit 
einer 1951 gegründeten Autovermietung 
ein florierendes Geschäft aufgebaut. Am 
23. Januar 1956 fand in der Gaststätte 
„Markthof“ die Gründungsversammlung der 
Vereinigung Münchner Kraftdroschken- und 
Mietautounternehmen (später Taxivereinigung) statt. Josef Ostermaier wurde zum 
ersten und Josef Kuffer zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Am 31. Januar 1956 
legte Josef Ostermaier, inzwischen über 
78 Jahre alt, den Vorsitz der AGP nieder. 
Im April erhielt er für sein Engagement das 
Bundesverdienstkreuz. 
1956
Das Geschäftsjahr 1956 war in München 
von Verhandlungen über den geplanten 
Kauf eines Grundstückes in der Baaderstraße und der damit verbundenen Erhöhung 
der Genossenschaftsanteile beherrscht. Die 
Räume in der Utzschneiderstraße reichten 
für die Genossenschaft bei weitem nicht 
mehr aus. Bei einem Überfall an der Gaststätte „Blaues Rößl“ auf den Fahrer der 
Münchner Droschke 436 zog dieser seine 
Pistole und schoss dem Angreifer durch 
den Hut, worauf dieser flüchtete. Josef 
 Ostermaier trat Anfang 1957 als Vorstand 
der Münchner Genossenschaft zurück. Er 
war 36 Jahre für das Gewerbe tätig gewesen. Das Urgestein des Taxigewerbes war 
bis zuletzt voller Tatendrang. So wurden in 
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seinem letzten Jahr die Bedienung am 
Flughafen München-Riem mit Taxis über einen Droschkenwarteplatz beschlossen und 
die Notwendigkeit zur Einrichtung einer 
Zentrale diskutiert. Nach einigen Auseinandersetzungen um die Nachfolge übernahm 
Josef Kuffer am 7. März 1957 die Geschäfte. Die Führung der Taxivereinigung war 
bereits an ihn übergegangen. Am 23. April 
1957 wurde Kuffer auch als Vorsitzender 
des Landesverbandes gewählt. Die neue Autogeneration verbrauchte nur noch 13 bis 
14 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer, nicht 
mehr 17 Liter. Der Rückgang an den genossenschaftseigenen Tankstellen war spürbar. 
Andere Geschäftsfelder waren gefragt. 
 Josef Kuffer unterstützte die Einrichtung 
der Telefonzentrale tatkräftig. Noch in 
1957 wurde der Umbau sämtlicher Erdgeschossräume im Anwesen Utzschneiderstraße 6 und 8 in Angriff genommen. Die 
Kosten dafür betrugen 33.400 DM, was zur 
damaligen Zeit dem Wert eines Einfamilienhauses entsprach. Der Kaufpreis für eine 
Telefonanlage wurde mit 57.303 DM, die 
Montagekosten mit circa 9.000 DM und die 
jähr liche Wartungsgebühr mit 3.997 DM 
veranschlagt. Die Investitionen waren 
nicht unumstritten. München überschritt 
am 15. Dezember 1957 die Eine-Million- 
Einwohner-Grenze.
1958
In der Sitzung vom 22. April 1958 konnte 
Joseph Kuffer über die Einführung eines 
Taxi-Dachschildes berichten, das der Unternehmer Winderle einige Wochen versuchsweise auf seinem Taxi angebracht hatte. 
Insgesamt wurde diese Kennzeichnung 
 befürwortet. Die Eröffnung der Telefonzentrale in München erfolgte am Montag, 
28. April 1958, um 9.30 Uhr. Anwesend 
waren Vertreter des Staatsministeriums für 
Wirtschaft und Verkehr, der Regierung von 
Oberbayern, der Stadt, der Post, der Firma 
Siemens und der Industrie- und Handelskammer sowie Presse und Rundfunk. Die 
angenommenen Aufträge wurden über die 
Telefonautomaten an den Standplätzen in 
die Fahrzeuge vermittelt. Bereits Ende 
1958 bemühte sich die Münchner Genossenschaft um eine Funkfrequenz, für die 
aber mindestens zehn Fahrzeuge notwendig 
waren. Es wurde überwiegend die Auffassung vertreten, dass Funk nur eine geringe wirtschaftliche Rolle spielen könne. 
Schließlich erklärten sich einige Aufsichtsratsmitglieder zur Teilnahme bereit. Mitte 
April 1959 konnte der erste Sender installiert und der Funksprechverkehr aufgenommen werden. Sofort traten massive Widerstände gegen die technische Neuerung auf 
den Plan. Manche Mitglieder sahen in dieser Vermittlung das Ende der Genossenschaft kommen. Kaum eine Sitzung verging, in der die Neuerung nicht beklagt 
wurde. Dem Fortschritt geschuldet, wurde 
der Name in „Autoruf Genossenschaft der 
Münchner Taxiunternehmer eGmbH“ geändert. Noch im gleichen Jahr konnte der 
Kauf des Grundstückes in der Corneliusstraße zum Preis von 210.000 DM beschlossen werden. Der PKW-Bestand in München 
nahm in den Jahren 1950 bis 1959 jährlich 
im Durchschnitt um etwa 20 % zu.
1960
Im Mai 1960 traten die ersten Auseinandersetzungen mit der Call-Car-Gesellschaft 
auf. Pförtner diverser Münchner Kliniken 
beauftragten ausschließlich diese Fahrzeuge. Im Zuge einer Überprüfung der 
 Taxiflotte im Frühjahr 1960 wurden 418 
der vorgefahrenen Fahrzeuge als sehr gut 
bewertet. 186 galten als gut und lediglich 
49 bekamen nur ein ausreichend zugesprochen. Am 8. Juni 1960 urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass Taxigenehmigungen nur dann nicht erteilt werden 
dürfen, wenn die Interessen des öffentlichen Verkehrs gefährdet sind. Gleichzeitig 
trat eine neue Berufszugangsverordnung in 
Kraft. Wegen des Urteils lagen in München 
im September 1960 bereits 869 Anträge 
auf neue Verkehrsgenehmigungen vor. Am 
31. Oktober gab Josef Kuffer in einer gemeinsamen Sitzung bekannt, dass 132 Anträge in Bearbeitung und 35 Neugenehmigungen bereits erteilt seien, so dass in 
München 730 der 1.480 bayerischen Taxis 
zugelassen waren. Kuffer beruhigte mit 
dem Bericht, dass das Amt für Öffentliche 
Ordnung nicht gewillt sei, mehr als 100 
Neugenehmigungen zu erteilen. Tatsächlich 
beschloss der Stadtrat am 15. Dezember 
1960 eine Zulassung auf maximal 850 Taxis. Im Anschluss sollte das vom Bundesverfassungsgericht geforderte Gutachten 
über die Funktionsfähigkeit erstellt werden. 
Der Geschäftsanteil der Genossenschaft 
wurde von 600 auf 1.000 DM erhöht. 
 Betreffend der neu eingeführten Taxi- 
Dachleuchte wurde Zurückhaltung empfohlen, da die Ausführungsbestimmungen zur 
BOKraft noch ausstünden. Am 27. Dezember 1960 verlas Josef Kuffer ein Dankschreiben des Oberbürgermeisters Vogel. Er 
sprach seine Anerkennung dafür aus, dass 
sich das Münchner Taxigewerbe bereit erklärt hatte, zu der Trauerfeier für die Opfer 
des Flugzeugabsturzes an der Theresienwiese 92 Fahrzeuge abzustellen.
1961
Josef Ostermaier verstarb am 23. Januar 
1961. Der Gründer der heutigen Genossenschaft wurde am 10. Dezember 1877 geboren und erhielt die Zulassung zur Leitung 
öffentlicher Fuhrwerke am 11. August 
1905. Er hatte zwei Weltkriege überlebt 
und war seinen Ansichten immer treu geblieben. Das Gewerbe hatte einen großen 
Verlust hinzunehmen und verabschiedete 
Ostermaier mit einem Trauerzug, der die 
Stadt teilweise lahmlegte. 1961 wurde das 
erste Taxi mit einer schusssicheren Trennscheibe zwischen Vordersitzen und der 
 hinteren Sitzbank vorgestellt. In München 
waren 844 Taxikonzessionen zugelassen. 
Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen am 
26. Mai 1961 im „Amberger Hof“ ein genossenschaftliches Mitteilungsorgan unter 
dem Namen TAXIKURIER einzuführen. Die 
 erste Auflage umfasste 900 Exemplare und 
hatte acht Inserenten. Am 11. Dezember 
1961 berichtete Josef Kuffer über einen 
Prozess bezüglich der Erteilung von Neugenehmigungen, den die Stadt verlor. In Folge wurden viele Fahrer selbständig, so dass 
ein Mangel an angestellten Arbeitskräften 
entstand. Innerhalb kurzer Zeit stieg der 
Lohn des Fahrpersonals von bisher 18 % 
auf 33 % des Umsatzes. Die Auseinandersetzung mit der Firma Call-Car wurde gerichtlich mit einstweiligen Verfügungen 
 betrieben. Die Genossenschaft bot allen 
Großkunden Direktleitungen zur Zentrale 
an, um die Bestellung von Taxis zu vereinfachen. 
1962
Am 25. Mai 1962 konnte in der Corneliusstraße die 2. genossenschaftseigene 
 Tankstelle in Betrieb genommen werden. 
Zusatzeinnahmen brachten 24 Wohnungen, 
die auf dem Gelände vermietet wurden. 
In der ersten Sitzung von Vorstand und 
Taxi-München eG ⁄ Archiv
Hochzeitstaxi (1960)
12 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
100 JAHRE TAXI-MÜNCHEN EG

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Aufsichtsrat des Jahres 1963 beantragten 
nicht weniger als 91 Neukonzessionäre und 
Übernehmer die Aufnahme in die Münchner 
Genossenschaft. Auch in Bayern war die 
Zahl der zugelassenen Taxis innerhalb von 
zwei Jahren um 32 % auf 1.955 gestiegen. 
In der Sitzung vom 19. Februar 1963, also 
kurz nach Fertigstellung des Anwesens in 
der Corneliusstraße, nahm der Münchner 
Vorstand den Kauf des Grundstückes Engelhardstraße 6 in Angriff. Der damalige 
 Direktor des Genossenschaftsverbandes, 
Herr Dietzel, unterstützte den Vorstand 
nach Kräften. Der Kauf des heutigen 
Stamm hauses in der Engelhardstraße wurde 
von den Mitgliedern in der außerordentlichen Generalversammlung vom 6. März 
1963 beschlossen. 
1965
Josef Kuffer verfolgte den Ausbau der 
 genossenschaftseigenen Anwesen konsequent. Am 15. November 1965 konnte die 
dritte Tankstelle mit Autowaschstraße in 
der Engelhardstraße eröffnet werden. Das 
Vor dergebäude wurde an die Oberpostdirektion München vermietet. Die rasante Ausweitung der technischen Betriebe und des 
 Immobilienbesitzes ging mit der explosionsartigen Aufstockung der Zahl von 
 Taxikonzessionen einher. Ende 1966 waren 
in München 2.995 Taxis zugelassen, ein 
Plus von mehr als 2.000 Fahrzeugen in 
 gerade einmal sechs Jahren. Der Sättigungsgrad war erreicht. Der Konkurrenzkampf mit den Funkmietwagen-Zusammenschlüssen erledigte sich von selbst, da 
viele dieser Unternehmer eigene Taxigenehmigungen beantragten und erhielten. 
1967
Dagegen ging die Schlacht gegen die 
Trennwandverordnung vorerst verloren. 
Der Einbau wurde 1967 Pflicht. Die Panzerglasscheibe zwischen Fahrer und Passagier 
musste ständig geschlossen sein, was in 
den damaligen Fahrzeugen ohne Klimaanlage einen erheblichen Komfortverlust 
für die Fahrgäste bedeutete. Groß gewachsene Fahrer konnten den Sitz nicht weit 
genug verstellen, die Verständigung 
wurde erschwert und Fahrgäste wurden bei 
Vollbremsungen wegen fehlender Sicherheitsgurte verletzt. Die Nachrüstung der 
Fahrzeuge kostete bis zu 800 DM. Das 
Münchner Taxigewerbe begehrte auf. Im 
Bayerischen Landtag wurde eine Resolution 
übergeben. Die Genossenschaft lud zu ihrem 50-jährigen Bestehen am 29. Oktober 
1967 in den großen Festsaal der „Mathäser- 
Bierhallen“ ein. Im gleichen Jahr ergab 
Die Firma HALE electronic gratuliert der Taxi-München eG zum 100jährigen 
Bestehen. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre der guten Kooperation.
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Hauptbahnhof (1961)
Engelhardstraße (1965)
DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 13

Seite 14

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eine statistische Verkehrserhebung, dass 
etwa 15 % der am Flughafen Riem ankommenden Reisenden das Taxi nutzten, mit 
dem öffentlichen Linienverkehr circa 35 % 
und die Hälfte der Fluggäste mit dem eigenen PKW fuhren. Ein Ford 17 M mit Taxiausrüstung war für 8.360 DM erhältlich. 
Das OLG Hamm entschied, dass Mietwagen 
keine Fahrgäste „auf der Straße auflesen“ 
dürfen. In Anerkennung seiner erfolgreichen Tätigkeit wurde Herr Josef Kuffer am 
17. November 1967 einstimmig zum Präsidenten des Bundesverbandes des Deutschen Personengewerbes e.V. (heute Deutscher Taxi- und Mietwagenverband e.V.) 
gewählt.
1968
Der Streit um die ungeliebte Trennscheibe 
ging in die nächste Runde. Teilweise waren 
Pressemeldungen im Umlauf mit dem Titel: 
„Der Tod im Nacken“ . Eine weitere Verfassungsklage wurde eingereicht. Am 5. Juli 
1968 fand in München eine Protestfahrt 
mit rund 1.000 Taxis in der Innenstadt 
statt. Der Bundestag befasste sich am 
28. November 1968 mit dem Thema, am 
20. Juni 1969 beschloss er, die Vorschrift 
in eine Kann-Bestimmung umzuwandeln. 
Im gleichen Jahr wurde auch die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung für Mietwagenfahrer eingeführt. Die Genossenschaft baute den Funkverkehr aus. Ab 1970 
erteilte die Landeshauptstadt mit Blick auf 
die Olympischen Spiele mehr als 500 zusätzliche Taxigenehmigungen. Mit jeder 
Hitzeperiode gab es Diskussionen über die 
Taxifarbe. Die schwarzen Wagen heizten 
sich stark auf. Ab 18. Dezember 1970 
konnten Taxis auch in der Farbe Hellelfenbein zugelassen werden. 1971 erschienen 
die ersten „gelben“ Fahrzeuge auf der 
 Straße. Zu Beginn der Olympischen Spiele 
am 26. August 1972 war die höchste Konzessionsnummer 3520 in München. Die 
Wettkämpfe wurden zu einer großen Enttäuschung für das Gewerbe. Es konnten 
keine Mehreinnahmen erzielt werden, teilweise war von einem Rückgang von mehr 
als 20 % der Einnahmen die Rede. Fahrdienste mit Hunderten von PKW, gesteuert 
von Bundeswehrangehörigen, und eine 
Vielzahl von Omnibussen übernahmen die 
Beförderung der Besucher. Im September 
1972 hatte die Münchner Autoruf eG 900 
Funkteilnehmer. Es musste eindringlich auf 
Funkdisziplin hingewiesen werden, da immer wieder mutwillige Störungen vorlagen. 
Die Genossenschaft prüfte den Einsatz von 
Kennungsgebern in den Fahrzeugen. Im 
Oktober 1972 beschwerte sich Taxifahrer 
Alfred Huber in der Vermittlungszentrale 
über die Auftragsvergabe. Der damalige 
Funkdienststellenleiter Kurt Hetzel meinte 
zu dem Studenten: „Wenn’s moana, Sie 
kanntn ’s bessa, dann nehman’s gleich 
Blotz.“ (Hochdeutsch: Wenn Sie meinen, 
Sie könnten es besser, dann setzen Sie 
sich gleich hin). Aus den zwei Stunden 
 Arbeit an diesem Donnerstagabend wurden 
letztendlich 42 Jahre, die Alfred Huber für 
die Genossenschaft tätig war. Die Nichterfüllung der Beförderungspflicht wurde 
von der Behörde mit 50 Mark Geldbuße 
 geahndet.
1973
In der Nacht vom 3. auf 4. April 1973 wurde die Fahrerin des Taxis 2896 überfallen. 
Ein Hilferuf über Funk konnte nicht gehört 
werden, da die Kanäle durch private Gespräche der Taxifahrer gestört waren. Die 
Ölkrise erreichte das Gewerbe. Die Fördermengen wurden gedrosselt, die Genossenschaftstankstellen konnten nicht mehr beliefert werden. Im Mai galt der Münchner 
Unternehmer Franz Maindl mit 85 Jahren 
als Deutschlands ältester Taxifahrer. Die 
Fahrerlöhne stiegen im ersten Halbjahr 
1973 auf 45 % vom Umsatz. In der ordentlichen Generalversammlung vom 24. Juli 
1973 wurde Herr Max Herzinger in den Aufsichtsrat der Genossenschaft gewählt. Am 
17. Oktober 1973 fand im „Augustinerkeller“ eine Versammlung für Funkteilnehmer 
statt. Hintergrund war die Einführung des 
Kennungsgebers. Von den mittlerweile 
1.000 Unternehmern mit Funk erschienen 
gerade einmal 80 Mitglieder. Herr Kuffer 
berichtete über die Erfahrungen aus anderen Städten. In der Sitzung von Vorstand 
und Aufsichtsrat vom 19. Dezember 1973 
wurde schließlich der Beschluss zur Einführung des Selektivrufs im Funkverkehr gefasst. Die Genossenschaft vermittelte 1973 
in München insgesamt 891.448 Fahrtaufträge, davon 496.084 über Funk und den 
Rest über die Rufsäulen, die an 102 Standplätzen installiert waren. Zum Ende des 
Jahres gab es in Bayern 5.105 Taxis, eine 
Zunahme um 3.625 Fahrzeuge oder 345 % 
in 13 Jahren.
Am 1. Mai 1974 wurde in Deutschland 
weltweit erstmals ein Punktesystem für 
Verkehrsverstöße eingeführt. Die Taxivereinigung konnte vermelden, dass der Taxistand am Flughafen Riem endlich in die 
„1. Reihe“ verlegt werden konnte. Bei der 
Genossenschaft tauchten immer mehr gefälschte Auftragsscheine auf, die zur Auszahlung kamen. Es entstand ein erheblicher 
Schaden. In der ordentlichen Generalversammlung vom 29. Oktober 1974 musste 
der Vorstand erstmals seit Kriegsende ein 
negatives Geschäftsergebnis in Höhe von 
150.000 DM vermelden. Die Mitglieder beschlossen, sämtliche Unternehmer mit 
mehr als drei Taxis aus der Genossenschaft 
auszuschließen, wie dies in der etwas überholten Satzung auch vorgeschrieben war. 
In weiser Voraussicht drohte der Vorstand 
Taxi-München eG ⁄ Archiv
Taxikurier (1967)
 Standplatztelefon (70er Jahre)
Taxameter (1973)
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100 JAHRE TAXI-MÜNCHEN EG

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unter Josef Kuffer den über 100 betroffenen Unternehmern den Ausschluss nur an. 
So konnten sie Rechtsmittel in Anspruch 
nehmen, was gleichzeitig spätere Regressansprüche vermeiden würde. Der BGH wies 
den Rechtsstreit, der sich über drei Jahre 
hinzog, zurück an das Oberlandesgericht 
München. Das verpflichtete die Genossenschaft, alle Münchner Unternehmen mit 
 einer Genehmigung zum Taxiverkehr unabhängig von ihrer Größe aufzunehmen.
1975
Wegen der Fehlbeträge fasste der Vorstand 
der Genossenschaft in der Sitzung vom 
10. Januar 1975 den Beschluss über eine 
Gebührenerhöhung. Pro Fahrzeug war für 
Funk, Telefon und Standplatznutzung eine 
Pauschale in Höhe von 495,80 DM netto 
jährlich inklusive der Werbekosten fällig. 
Nach einigen Verzögerungen konnte 1975 
endlich begonnen werden, den Funkverkehr 
über Kennungsgeber zu steuern. Die Teilnehmer blieben nicht mehr anonym, mit 
Auftasten wurde die Ordnungsnummer des 
Taxis übertragen. Die Zahl der Münchner 
Funkfahrzeuge ging daraufhin auf 750 zurück. In der ordentlichen Generalversammlung vom 15. September 1975 wurde Herr 
Hans Meißner in den Aufsichtsrat gewählt. 
Der geschäftsführende Vorstand Josef Kuffer erhielt den Bayerischen Verdienstorden. 
Zu Jahresbeginn 1976 trat die allgemeine 
Anschnallpflicht auf den Vordersitzen in 
Kraft, die aber nicht für Taxifahrer während 
der Fahrgastbeförderung galt. Ab Januar 
1976 beauftragte der ADAC die Genossenschaft mit der Durchführung von Starthilfen. In der Generalversammlung vom 
13. Oktober 1976 wurde Herr Max Herzinger 
in den Vorstand der Genossenschaft berufen. Zum Jahresende gab es nur noch 
94 Telefonrufsäulen in München. 
1977
In Bezug auf die gefälschten Auftragsscheine gab es am 31. Januar 1977 vor 
dem Amtsgericht München eine Verhandlung, in der sich herausstellte, dass der 
 Beklagte nicht einmal einen gültigen Personenbeförderungsschein besaß. Wegen 
fortgesetzten Betrugs und Urkundenfälschung verurteilte ihn das Gericht zu 
 eineinhalb Jahren ohne Bewährung. Die 
wegen Einführung des Kennungsgebers 
 verlorenen Fahrzeuge kehrten zurück. Im 
Februar 1977 gab es wieder 1.157 Funkteilnehmer. Das Vorstandsmitglied Herzinger 
übernahm die undankbare Aufgabe, eine 
neue Funkdienstordnung zu erstellen, die 
nach kontroverser Diskussion am 11. Juli 
1978 beschlossen wurde. In diesem Jahr 
kostete die Teilnahme an den Leistungen 
der Genossenschaft 585,80 DM zzgl. 12 % 
MwSt. pro Jahr und Fahrzeug. Am 4. September 1977 wurden in München die ersten 
400 Taxis mit Außenwerbung versehen. 
Für jedes beklebte Fahrzeug erhielten die 
Unternehmer einen monatlichen Obolus 
in Höhe von 100 DM inklusive Mehrwertsteuer. 
1978
Ab 1. Oktober 1978 mussten angehende 
Unternehmer einen Fachkundenachweis 
 erbringen, um eine Verkehrsgenehmigung 
zu erhalten. Die Sache hatte einen Haken: 
Es gab keine Prüfungen. Die Durchführungsverordnung trat erst am 1. April 1979 
in Kraft. Der Bayerische Landesverband 
 begann im Januar 1979 mit den bis heute 
stattfindenden Unternehmerschulungen. 
Laut Bundesverband wurden 1979 deutschlandweit rund 268 Mio. Fahrgäste von 
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Wir gratulieren der Taxi-München eG zum 100-jährigen Jubiläum 
und freuen uns weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.
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35.450 Taxis befördert. In der Münchner 
Genossenschaft nahm im Dezember eine 
neue Telefon- und Vermittlungsanlage den 
Dienst auf. Herr Alfred Huber wurde stellvertretender Leiter der Funkdienststelle.
1980
In der ordentlichen Generalversammlung 
vom 10. Juli 1980 wurde die Erhöhung des 
Eintrittsgeldes von 800 auf 2.000 DM beschlossen. Die 10-jährige Übergangsfrist 
zur Umstellung auf die Taxifarbe Hellelfenbein endete am 1. September 1980. In der 
Gaststätte „Salvatorkeller“ fand am 21. Oktober 1980 eine weitere Generalversammlung mit nur einem Tagesordnungspunkt 
statt. Wegen des vom Gericht aufgehobenen Verbots zur Teilnahme an den genossenschaftlichen Leistungen mit mehr als 
drei Fahrzeugen war eine Satzungsänderung notwendig. Versammlungsleiter war 
der am 17. Juli 1980 zum Vorsitzenden des 
Aufsichtsrates gewählte Hans Meißner. Die 
 erforderliche Mehrheit für die Änderung 
konnte erneut nicht gefunden werden. 
1981
1981 wurde Josef Kuffer, Vorsitzender des 
Landesverbandes bayerischer Taxi- und 
Mietwagenunternehmer sowie Präsident des 
Bundesverbandes, durch Ministerpräsident 
Franz Joseph Strauß mit dem Bayerischen 
Verdienstorden ausgezeichnet. 
In der Generalversammlung vom 24. Juni 
1981 kam es zum Eklat. Der turnusgemäß 
zur Wahl stehende Aufsichtsratsvorsitzende 
und Versammlungsleiter Hans Meißner 
 wurde mit nur einer Stimme Unterschied 
nicht mehr in den Aufsichtsrat gewählt. 
Zum 31.12.1981 gab es 1.948 Funktaxis. 
Insgesamt waren 3.117 Fahrzeuge der 
 Genossenschaft angeschlossen. 98 Telefonrufsäulen waren im Stadtgebiet an den 
 Halteplätzen aufgebaut, von denen innerhalb eines Jahres drei Stück umgefahren 
wurden. 
1982
In Deutschland stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung. Die Fahrtaufträge gingen 
1982 in München um 25 % zurück. Im Mai 
wurde die erste Telefonrufsäule der neuesten Generation mit außenliegendem Freisprecher am Goetheplatz aufgestellt – von 
den hiesigen Taxifahrern als „Pilz“ bezeichnet. Im gleichen Monat, am 13. Mai 1982, 
wurde Herr Hans Meißner zum 2. Vorsitzenden der Taxivereinigung gewählt. Daraufhin 
traten der Vorsitzende, Herr Walter Funk, 
und vier weitere Vorstandsmitglieder zurück. Einen Monat später, am 23. Juni 
1982, wurde Herr Hans Meißner mit deutlichem Zuspruch wieder in den Aufsichtsrat 
der Münchner Taxigenossenschaft und kurz 
darauf auch zu dessen Vorsitzendem gewählt. Am gleichen Tag konnte die Klage 
eines Mitgliedbetriebes gegen den eingeführten Mehrwagenzuschlag gewonnen 
werden. Am 5. Dezember 1982 beschloss 
der Deutsche Bundestag die 5. Novelle zum 
Personenbeförderungsgesetz. Josef Kuffer 
konnte im Dezember ein Doppeljubiläum 
feiern: Er wurde 65 Jahre alt und leitete 
die Münchner Taxigenossenschaft seit 25 
Jahren als geschäftsführender Vorstand.
1983
Dem schlechten Geschäft geschuldet gingen die Anträge auf neue Taxigenehmigungen in München deutlich zurück. Allein im 
1. Halbjahr 1983 verzichteten über 100 Bewerber auf ihre Vormerkung. Für eine Beförderungsverweigerung wurde inzwischen 
ein Bußgeld zwischen 100 und 250 Mark 
fällig. In 1983 musste ein erneuter Rückgang der Fahrtaufträge um 11 % verzeichnet werden. Der Unternehmer des Taxis 
2247, Herr Praml, gab ungeachtet der 
schlechten Geschäftslage im Herbst 1983 
eine gefundene Geldbörse mit 350 DM zurück. Am 3. November 1983 wurde ein 
Münchner Taxiunternehmer verurteilt, der 
in mindestens einem Fall Patienten einer 
Dialysestation mit dem Wohnmobil befördert hatte. Kläger war die Taxivereinigung 
unter Herrn Hans Meißner. Den Vorsitz 
 hatte er Mitte 1983 übernommen. 
1985
Das Jahr 1985 begann mit einer Kostenexplosion. Das Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen hatte Kfz-Haftpflichttarife 
mit einer Steigerung von über 40 % genehmigt. In der Genossenschaftsversammlung 
vom 26. Juni 1985 konnte im fünften Anlauf endlich der unglückliche Satzungsbestandteil über Ausschluss und Aufnahme 
von Mitgliedern mit mehr als drei Taxis 
 abgeändert werden. Gleichzeitig wurde 
das genossenschaftliche Eintrittsgeld von 
2.000 auf 3.500 DM erhöht. Für die Auftragsvermittlung waren inzwischen vier 
Funkkanäle nötig. Am 21. November 1985 
legte Herr Josef Kuffer sein Amt als Vorsitzender des Bayerischen Landesverbandes 
nach 27 Jahren nieder. Sein Nachfolger 
wurde der stellvertretende Vorsitzende des 
Landesverbandes, Herr Hans Meißner. 
1986
1986 informierte sich Vorstandsmitglied 
Max Herzinger über den neusten Stand der 
Vermittlungstechnik bei der Nürnberger 
 Taxigenossenschaft. In München waren 
über 2.200 Taxis am Funk angeschlossen. 
Pro Jahr erhielten diese rund 1,2 Millionen 
Aufträge. Die seit Jahren vorgetragene 
 Kritik über zu wenige Taxistellflächen 
am Flughafen München-Riem wurde nach 
Umbaumaßnahmen gegenstandslos. Nach 
Willen des Betreibers sollten die Kosten 
für diese Umbaumaßnahmen vom Taxigewerbe getragen werden. Oberbürgermeister 
Georg Kronawitter schaltete sich ein: Die 
Kosten trug die Flughafengesellschaft. Seit 
1. Juli 1986 gab es Bußgelder, wenn sich 
Fahr gäste auf Rücksitzen nicht anschnallten. München hatte die größte Taxidichte 
aller Großstädte Deutschlands. Die Genossenschaft musste ein negatives Betriebsergebnis von 287.000 DM hinnehmen, 
das überwiegend durch die Tankstellen 
 verursacht wurde. 
1987
Am 27. Juli 1987, kurz vor Vollendung seines 70. Lebensjahres, trat Josef Kuffer in 
den Ruhestand. Die Generalversammlung 
bedankte sich bei Herrn Kuffer für seine 
engagierte Arbeit und die erbrachten Leistungen für das Taxigewerbe mit langanhaltendem Applaus. Ihm war es gelungen, auf 
Taxi-München eG ⁄ Archiv
Josef Kuffer, Franz Joseph Strauß (1981)
 Max Herzinger, Hans Meißner (1985)
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100 JAHRE TAXI-MÜNCHEN EG

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das Erbe seines Vorgängers aufzubauen, 
durch unternehmerisch mutige Entscheidungen die Genossenschaft zu stärken und 
durch Weitsicht und Integrationskraft die 
Einheit des Münchner Taxigewerbes zu 
wahren. Im Verlauf der Versammlung wurde 
der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende 
Hans Meißner mit großer Mehrheit in den 
Vorstand gewählt, während Kuffer in den 
Aufsichtsrat wechselte. Der Prüfverband 
kritisierte die steigenden Verluste aus den 
Tankstellenbetrieben. Über 2.300 Funktaxis 
waren bei der Genossenschaft angeschlossen. Der bargeldlose Zahlungsverkehr nahm 
um 50 % zu. Nach langer Diskussion wurde 
in der Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft am 1. Dezember 
1987 der Beschluss gefasst, das Grundstück 
Markt- ⁄ Ecke Haimhauserstraße mit einem 
Wohn- und Geschäftshaus zu bebauen. 
Pro Taxi wurde bei der Genossenschaft eine 
jährliche Vermittlungsgebühr in Höhe von 
960 DM netto fällig, ohne Mehrwagenzuschlag und ohne Rabatt. Die Haftpflichtversicherung für Taxis kostete 1987 bei 
 einem Beitragssatz von 100 % und jährlicher Zahlungsweise stolze 3.500 DM. Neue 
Dachzeichen auf Magnetträgern waren für 
140 DM plus Mehrwertsteuer erhältlich.
1988
Am 1. Februar 1988 führte die Stadt den 
kommunalen Parküberwachungsdienst ein. 
In Bezug auf zugeparkte Taxistandplätze 
wurde Besserung erwartet. In zwei Fällen 
verhängte die Münchner Ordnungsbehörde 
Bußgelder von jeweils 2.000 DM wegen 
 Beförderungsverweigerung. Insgesamt 
mussten 26 Fälle in einem Jahr geahndet 
werden. Wegen der Strukturreform im Gesundheitswesen gab es eine Sternfahrt 
nach Bonn. Kritisiert wurden die dem Taxigewerbe weggefallenen Krankenfahrten. 
Am 23. März 1988 stellte der Vorsitzende 
der Taxivereinigung, Herr Hans Meißner, 
nach sechsjähriger Tätigkeit sein Amt zur 
Verfügung. Grund war die hohe Belastung 
als geschäftsführender Vorstand der Genossenschaft und Vorsitzender des Bayerischen 
Landesverbandes. Das Münchner Taxiunternehmen Mayer feierte sein 100-jähriges 
Bestehen. Die Familie betrieb das Geschäft 
somit bereits in vierter Generation.
Mit der veränderten Marktlage sah sich die 
Genossenschaft gezwungen, die defizitären 
Tankstellenbetriebe nach und nach zu 
schließen. Aus den Bedürfnissen der 
1950er und 1960er Jahre heraus gebaut, 
entsprachen diese nicht mehr den Anforderungen. Im April 1988 wurde der Standort 
Marktstraße aufgelassen, um Platz für eine 
Neubebauung zu schaffen. Die Generalversammlung vom 20. Juli 1988 beschloss die 
Namensänderung in „Taxi-München eG“, 
unter dem die Münchner Taxigenossenschaft bis heute auftritt. Herr Josef Kuffer 
übernahm den Vorsitz im Aufsichtsrat. In 
der außerordentlichen Generalversammlung 
vom 13. Oktober 1988 erhoben sich alle 
Anwesenden von ihren Plätzen, um den 
verstorbenen Ministerpräsidenten Franz- 
Josef Strauß zu ehren. Die gleiche Versammlung beschloss die Erhöhung des 
 Geschäftsanteils von 1.200 auf 2.000 Deutsche Mark. Am Ende des Jahres 1988 
tauchten bei der Genossenschaft erste 
Fehlbeträge auf, die trotz intensiver Bemühungen nicht nachvollzogen werden konnten. Gemeinsam mit Herrn Richard Jäger 
aus der Buchhaltung deckte Vorstandsmitglied Hans Meißner am Sonntag 2. Juli 
1989 die Ursache der verschwundenen 
 Gelder auf: Angestellte fälschten Rechnungen in großem Stil. Es wurde umgehend 
Strafanzeige gestellt. In der Generalversammlung vom 17. Juli 1989 wurde Herr 
Erst- und Verlängerungsuntersuchung Taxi-Mietwagen-Lkw-Bus
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100 Jahre Taxi-München eG
Ich gratuliere der Taxi-München eG 
zu Ihrem einhundertjährigen Jubiläum 
und danke für die langährige 
angenehme Zusammenarbeit.
Mit den besten Wünschen für die Zukunft
Dr. Hans Bake v. Bakin
DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 17

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Reinhard Zielinski in den Aufsichtsrat gewählt. Zum Ende der 80er Jahre waren in 
München erstmals mehr als 500.000 PKW 
zugelassen.
1990
Im Mai 1990 konnte das Wohn- und Geschäftshaus Markt-/Ecke Haimhauserstr. 
mit über 70 Tiefgaragenplätzen fertig 
 gestellt werden. Sofort waren alle 43 
Wohneinheiten, sechs Ladengeschäfte und 
ein Teil der Gewerberäume vermietet und 
brachten Mehreinnahmen für die Genossenschaft. In der Generalversammlung vom 
26. Juni 1990 berichtete Vorstandmitglied 
Herzinger über notwendige Investitionen in 
die Technik. Die 64. Rufsäule der neuen 
Generation war in Betrieb. In der Zentrale 
wurde die Zettelwirtschaft auf eine EDVgestützte Vermittlung umgestellt. Fehlfahrten wegen undeutlicher Schrift gehörten 
damit der Vergangenheit an. In dieser 
 Sitzung teilte Herr Josef Kuffer den Anwesenden mit, dass er für weitere Aufgaben 
nicht mehr zur Verfügung stehe. Der ehemalige geschäftsführende Vorstand stellte 
sich nicht zur Wiederwahl und schied 
nach 3-jähriger Tätigkeit auch aus dem 
Aufsichtsrat aus. Max Herzinger hielt eine 
umfassende Laudatio und dankte Josef 
 Kuffer für seine Verdienste für das Münchner, das Bayerische und Bundesdeutsche 
Taxigewerbe. Einstimmig wurde Herr Josef 
Kuffer zum Ehrenaufsichtsratsvorsitzenden 
der Genossenschaft ernannt.
1991
Seit 1. Mai 1991 galt eine neue Berufszugangsverordnung. Die Taxistiftung Deutschland wurde in Stuttgart gegründet. In der 
Zentrale der Münchner Genossenschaft 
 löste Herr Alfred Huber den langjährigen 
Funkdienststellenleiter Kurt Hetzel ab, der 
in den Ruhestand ging. Mit Unterstützung 
der Taxi-München eG wurde die Dresdner 
Taxigenossenschaft erstmalig mit Funk ausgestattet. Ein Sprechfunkgerät der Marke 
Grundig war damals zum Vorzugspreis von 
1.385 DM plus Mehrwertsteuer erhältlich. 
Die Europäische Gemeinschaft (EG) bemühte sich, die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu fördern. Dafür wurden in mehreren 
Programmen Mittel in mehrstelliger Millionenhöhe vergeben. Auf Grund negativer 
Betriebsergebnisse musste im Oktober 1991 
auch in der Corneliusstraße die Tankstelle 
geschlossen werden. Das über sieben Jahrzehnte verfolgte Ziel der Münchner Taxigenossenschaft, optimale Dienstleistungen 
bei minimalem Aufwand zu erbringen, 
muss bis in die heutige Zeit unter anderen 
Voraussetzungen erfüllt werden. Herr Hans 
Meißner wurde Vizepräsident im Bundes- 
Zentralverband der Deutschen Personenverkehrsunternehmer mit PKW e.V. (heute: 
Deutscher Taxi- und Mietwagenverband).
1992
Am 17. Mai 1992 konnte der Flughafen 
München II, heute Flughafen Franz-Josef-
Strauß, im Erdinger Moos eingeweiht werden. Im Einvernehmen mit der zuständigen 
Ordnungsbehörde durften sich Münchner 
Taxis dort bereithalten. Für die Auftragsvermittlung musste ein eigener Funkkanal 
installiert werden. Die Zahl der Fahrten 
von und zum neuen Flughafen ging seit 
der Eröffnung aber um 25 % zurück. Die 
1989 aufgedeckten Betrugsfälle führten 
am 7. Mai 1992 zu einer Verurteilung der 
Haupttäterin: Zwei Jahre und vier Monate 
ohne Bewährung. Eine Umstellung bei der 
Telekom verursachte erhebliche Störungen 
im Rufsäulensystem. Vorstandsmitglied 
Max Herzinger ließ sich mit einem anwesenden Mitarbeiter verbinden, der auch 
nach 45 Minuten Dauerläuten nicht 
abhob. Am 13. November 1992 fand 
eine bescheidene Feier anlässlich des 
75-jährigen Bestehens der Taxi-München eG 
im „Pschorr-Keller“ statt. Ende des Jahres 
1992 hatte die Genossenschaft 2.140 Mitglieder.
1993
1993 gewann der Streit mit den Hilfsorganisationen wieder an Fahrt. Als Vorsitzender des Bayerischen Landesverbandes nahm 
Hans Meißner den Fehdehandschuh auf. 
Das genossenschaftliche Verwaltungsgebäude in der Engelhardstraße wurde Mitte des 
Jahres um ein Stockwerk erhöht. Die Kosten betrugen 1,4 Mio. DM. Im gleichen 
Jahr konnte das benachbarte, an das Betriebsgelände angrenzende Grundstück, 
günstig erworben werden. In der Generalversammlung vom 29. Juni 1993 wurden 
Stimmen laut, die eine Umstellung der Vermittlungstechnik auf digitaler Basis forderten. Eine Erhebung zeigte, dass am neuen 
Flughafen nur noch 30 % ein Taxi nutzen, 
im Vergleich zu den Taxifahrten vom ehemaligen Standort in München Riem. Wegen 
eines vom Hotel Sheraton durchgeführten 
Shuttle-Services zum Flughafen blieb der 
am Hotel befindliche Taxistand tagelang 
verwaist. Zwischen 20. und 29. November 
1993 wurden bei 15 bestellten Taxis die 
Scheiben eingeschlagen und die Geldbörsen entwendet, während das Fahrpersonal 
an der Haustür klingelte. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei konnten die Täter 
am 1. Dezember dingfest gemacht werden. 
Der Rädelsführer war Sohn eines Münchner 
Taxiunternehmers. Die Pflicht zur Abgasuntersuchung für Dieselfahrzeuge trat am 
1. Dezember 1993 in Kraft.
1994
1994 scheiterte die Einführung des Sammeltaxis zum Flughafen. Der kalkulierte 
Idealzustand, drei bis vier Fahrgäste mit 
wenig Gepäck, trat zu selten auf. Das 
 Bayerische Staatsministerium des Innern 
begleitete ein Schiedsverfahren mit dem 
Bayerischen Roten Kreuz. Gegen den 
 Malteser Hilfsdienst wurden vom Landesverband unter Hans Meißner mehrere 
 Klagen eingereicht. Degressive Taxitarife 
wurden erstmals angedacht. Am 21. Juni 
1994 konnte die Vermittlungszentrale der 
Taxi-München eG von der Utzschneiderstraße in den 2. Stock des Verwaltungsgebäudes Engelhardstraße verlegt werden. 
1995 suchte eine Welle der Gewalt das 
deutsche Taxigewerbe heim. In den ersten 
vier Monaten des Jahres mussten bereits 
acht Kollegen im Fahrdienst ihr Leben 
 lassen. Der technische Fortschritt bei den 
Mobiltelefonen begünstigte eine direkte 
Akquise von Kunden durch Unternehmer 
und Fahrer. Am 31. Mai 1995 wurde Herr 
Hans Meißner zum Präsidenten des Bundeszentralverbandes Personenverkehr mit 
PKW (BZP) gewählt.
1996
In der Genossenschaftsversammlung vom 
26. Juni 1996 wurde über den Beschluss 
von Vorstand und Aufsichtsrat berichtet, 
zukünftig verstärkt gewerbepolitische 
 Aufgaben zu übernehmen. Im September 
kündigte die Kassenärztliche Vereinigung 
Bayern (KVB) den Vertrag über die Durchführung des ärztlichen Notfalldienstes. Seit 
1. November 1996 gab es das „Bahntaxi“: 
Zugreisende sollten in Sammelfahrten kostengünstig von und zu Bahnhöfen transportiert werden. Anfang 1997 meinte ein 
Münchner Kollege: „Ich fahre jetzt seit 
30 Jahren und mir geht’s seit 30 Jahren 
gleichmäßig schlecht.“ Eine Wirtschaftsrezession führte zu miserablen Geschäften 
und langen Wartezeiten. In mehreren 
 Fällen wurden Rufsäulen geöffnet und 
alle Kabel abgezwickt. Die Genossenschaft 
setzte eine Belohnung von 1.000 DM aus. 
Insgesamt gab es 110 Standplatztelefone 
mit rund 160 Anschlüssen. Wegen Mietausfällen und erhöhten Kosten entstand 
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der Genossenschaft 1997 ein Jahresfehlbetrag von über 1 Mio. Mark. Die Vermittlungsgebühren mussten nach neun Jahren 
um 27 % erhöht werden. Eine zweite Vermittlungszentrale entstand in München. 
Zum Schulbeginn 1997 erhielt die Genossenschaft den Zuschlag der Landeshauptstadt München für die Beförderung von 
Schülerinnen und Schülern.
1998
Am 1. Januar 1998 trat im Taxiverkehr die 
bis heute unglückliche Kindersicherungspflicht in Kraft. Die Messe München GmbH 
nahm am 12. Februar 1998 den Betrieb 
am neuen Standort, dem ehemaligen Flughafengelände in Riem, auf. Unter Feder
-
führung von Hans Meißner konnte die 
 Genossenschaft die Disposition und Durchführung von Personalfahrten für die 
Münchner Verkehrsbetriebe gewinnen. In 
der Generalversammlung vom 24. Juni 
1998 kritisierten Mitglieder die zum Anfang 
des Jahres in Kraft getretene Bearbeitungsgebühr im bargeldlosen Zahlungsverkehr 
von 5 % brutto vom Fahrpreis. 
1999
Die Nutzungsverträge für die Bereitstellung 
von Taxis auf Bahngrund gingen ab dem 
1. Januar 1999 auf die Münchner Genossenschaft über. Der Euroführerschein wurde 
bundesweit eingeführt. Wegen erheblicher 
Verzögerung bei der Ausgabe mussten viele 
Kollegen unfreiwillige Auszeiten nehmen. 
Das neue Dokument war Voraussetzung für 
die Verlängerung oder Erteilung einer Fahrerlaubnis zur Personenbeförderung. Im 
Münchner Stadtteil Neuperlach gab es Ende 
1999 mehrere Diebstähle von Taxigeldtaschen. Die Täter lockten die Fahrer mit 
Anrufen an der Rufsäule aus dem Auto, 
griffen schnell zu und machten sich eilig 
davon. Das „Bahntaxi“ wurde wieder eingestellt. Kostendeckend wären zwei Fahrgäste 
pro Tour gewesen, was nur bei 30 % aller 
Beförderungen gelang. 
2000
Nach kurzer Krankheit verstarb am 5. März 
2000 völlig unerwartet Josef Kuffer mit 
82 Jahren. Das Taxigewerbe verabschiedete 
den am 15. Dezember 1917 geborenen 
Münchner mit einer riesigen Trauergemeinde. Für Fahrzeugwerbung wurden 100 DM 
plus Mehrwertsteuer geboten. Zur Erinnerung: 23 Jahre früher gab es 100 DM 
 inklusive MwSt. Der Bayerische Landesverband unter Hans Meißner veranstaltete 
am 21. November 2000 einen „Taxi- 
Infotag“, der ganz der Einführung von 
 bargeldlosen Zahlungen über das Mobiltelefon gewidmet war. Der Rohertrag 
der genossenschafts eigenen Tankstelle 
in der Engelhardstraße ging im Vergleich 
zum Vorjahr um 223.000 DM zurück.
2001
Am 1. Januar 2001 trat eine neue Berufszugangsverordnung in Kraft, wesentliche 
Änderung war die Einführung der Fallstudie. Die Generalversammlung legte 
am 28. Juni 2001 das Eintrittsgeld auf 
2.000 Euro fest, mit Wirkung ab dem 
 Kalenderjahr 2002. Nachdem im Geschäftsjahr 2001 erneut erhebliche Verluste 
im Tankstellen- und Werkstattbereich 
auftraten, beschloss der Vorstand der 
Die Situation ist Ihnen sicher best ens bekannt: Gerade wenn das Geschäft
einigermaßen läuf t, geht das T axi k aputt - V erkehrsunfall, Getriebe- oder
Motorschaden, die Elektronik streikt, oder was auch immer. Meist trifft
einen zwar selbst keine Schuld, trotzdem hat man jede Menge Ärger und
Unannehmlichkeiten. Festfahrten gehen verloren oder müssen an
Kollegen abgegeben werden, Probleme mit Stammkunden oder Fahrern,
die weiterbeschäftigt werden wollen, Streit mit der V ersicherung um den
meist ohnehin zu niedrigen V erdienstausfall. Mit einem Leihtaxi lassen sich
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Taxi-München eG am 17. Dezember 2001 
diesen Geschäftsbereich endgültig 
 aufzugeben. 
2002
Mit Einführung des Euro als Zahlungsmittel 
in 2002 gingen die Umsätze im Münchner 
Taxigewerbe schmerzhaft zurück. Der 
 Einbruch war der stärkste Rückgang seit 
25 Jahren. Allgemein stiegen in den ersten 
Monaten die Preise deutlich, mit Ausnahme 
der genossenschaftlichen Vermittlungsgebühren. Am 22. Februar 2002 gegen 
23.30 Uhr wurde ein Münchner Kollege 
von zwei Fahrgästen besonders schwer mit 
einem Messer verletzt. Eine Anwohnerin 
nahm mit ihrem Bruder die Verfolgung 
auf und holte einen der Täter ein. Dieser 
rammte ihr das Messer in den Bauch, 
 während der Bruder mit einer Schusswaffe 
in Schach gehalten wurde. Die Taxistiftung 
Deutschland, die Taxivereinigung und die 
Münchner Genossenschaft leisteten den 
Opfern nennenswerte finanzielle Unterstützung. Ab dem 1. März 2002 übernahm 
die Firma Helmut Glas in der Engelhardstraße den Wartungs- und Reparaturdienst 
sowie die Waschanlage in eigener Verantwortung. Wegen der schlechten Betriebsergebnisse fand sich kein Interessent für 
die Tankstelle, die geschlossen werden 
musste. Daraufhin wurde am 25. März 2002 
eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, in der die Mehrheit den 
Weiterbetrieb der genossenschaftseigenen 
Tankstelle am Stammhaus forderte. Vom 
Aufsichtsrat wurde verlangt, das bisher 
für Werkstatt, Waschstraße und Tankstelle 
zuständige Vorstandsmitglied Kroiß 
hauptamtlich anzustellen. Zur Mitte des 
Jahres konnte die Genossenschaft unter 
Hans Meißner den Kampf um die Dialyseaufträge gewinnen. Auf der ordentlichen 
Generalversammlung vom 19. Juni 2002 
wurde ein Gutachten vorgestellt, nach dem 
die Fortführung bzw. Wiedereröffnung des 
Tankstellenbetriebes wirtschaftlich nicht 
vertretbar sei. Über 600 Kollegen meldeten 
sich in wenigen Monaten für das von der 
Genossenschaft eingeführte „Seniorentaxi“ 
an, bei dem Fahrer vertraglich für das Verständnis und die notwendige Geduld bei 
Beförderungen von älteren oder kranken 
Mitbürgern verpflichtet wurden.
2003
In der Landeshauptstadt wurden bis März 
2003 fünf neuentwickelte Telefonrufsäulen 
installiert, die ausschließlich mit Solarenergie betrieben wurden. In der Taxizentrale der Taxi-München eG nahm die 
neue Vermittlungssoftware der Firma GefoS 
den Betrieb auf. Das erste vollautomatisierte Bestellsystem ging unter dem Begriff 
 „Autobooking“ an den Start. Ab dem 
29. Juni 2003 wurden die Taxistandplätze 
am Flughafen München von einem örtlichen Vermittler verwaltet. Neben weiteren 
Interessenten hatten sich auch die Genossenschaft und der bisheriger Vertragspartner, die Taxivereinigung München, 
 beworben. 1.924 Unternehmer betrieben 
3.430 Konzessionen. Über 55 % der Fahrzeuge waren jünger als vier Jahre. Das 
 älteste noch im Dienst stehende Taxi in 
München stammte von 1971. Am 10. und 
11. Oktober 2003 führten 2.000 Beamte 
eine bundesweite Kontrollaktion im 
Taxi gewerbe durch. In Bayern wurden 
1.400 Angestellte bei über 1.070 Betrieben 
überprüft. In 30 Fällen (2,1 %) konnte 
Leistungsbetrug nachgewiesen werden. 
2004
Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband 
e.V. (BZP) beklagte die am 1. Januar 2004 
in Kraft getretene Gesundheitsreform: „Jeder schiebt jedem den schwarzen Peter zu. 
Patienten und Schwerkranke bleiben gnadenlos auf der Strecke“, so BZP-Präsident 
Hans Meißner. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage musste die Genossenschaft ab 2004 die Nutzungsgebühren für 
ihre Leistungen erhöhen. Die Vermittlung 
an den Standplatztelefonen kostete nun 
38 Euro pro Monat, für die Teilnahme am 
Funksprechverkehr wurden zusätzlich 
40 Euro netto fällig. Im April 2004 implodierte der Fernseher eines Mieters in der 
Utzschneiderstraße. Die Fassade musste 
 renoviert werden. Nach über 40 Jahren bekam das genossenschaftliche Mitteilungsorgan TAXIKURIER ein neues Gewand. In 
der Generalversammlung vom 6. Juli 2004 
schied Herr Max Herzinger altersbedingt 
aus dem Vorstand aus. Der sympathische 
Repräsentant des Gewerbes war 28 Jahre 
als Vorstandsmitglied für die Münchner 
 Genossenschaft tätig gewesen. In Anerkennung seiner Dienste um das bayerische Genossenschaftswesen erhielt er die silberne 
Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes. 
Goldene wurden laut Aussagen des Prüfverbandes nicht verteilt. Max Herzinger 
blieb der Taxi-München eG vorerst als Mitglied des Aufsichtsrates erhalten. Eine 
 große Zeitung mit Bild bot am Isartorplatz 
jedem Taxifahrer 50 Euro für eine gestellte 
Schlägerei an. Geplante Schlagzeile: 
 „Taxikrieg in München“ . Die Kollegen 
 lehnten verdutzt ab.
2005
Tatsächlich rumorte es, aber nur hinter 
den Kulissen. Seit der letzten Generalversammlung gab es Streit um die rechtmäßige Wahl eines Aufsichtsratsmitgliedes. 
Am 30. Mai 2005 wurde in München die 
„Allianz-Arena“ eingeweiht. Nach dem 
 Eröffnungsspiel hagelte es Kritik, da die 
Aufstellfläche für Taxis viel zu klein bemessen war. Ein Umstand, auf den die Vertreter 
des Münchner Taxigewerbes frühzeitig hingewiesen hatten. Als Präsident des Bundesverbandes konnte Herr Hans Meißner der 
Politik das Versprechen abringen, zur Fußballweltmeisterschaft 2006 keine weiteren 
Konzessionen auszugeben. Die Münchner 
Taxivereinigung geriet in Schieflage. Trotz 
weggebrochener Einnahmen aus dem Flughafengeschäft wurde dem neuen Vorsitzenden ein Gehalt von 1.000 Euro pro Monat 
bezahlt. In der Generalversammlung der 
Genossenschaft vom 6. Juli 2005 erhob das 
im Vorjahr gewählte Vorstandsmitglied 
Roithmeier massive Anschuldigungen gegen Herrn Meißner, ohne die Ergebnisse 
 einer in Auftrag gegebenen Sonderprüfung 
abzuwarten. Es bestünde Verdacht auf 
 Sozialversicherungsbetrug, Steuerhinterziehung, Veruntreuung und persönliche 
Vorteilnahme des geschäftsführenden Vorstandes. Der Genossenschaftsverband bestätigte ein laufendes Prüfverfahren, dessen Ergebnis nach erster Einschätzung aber 
keine wesentliche Auswirkung auf das Jahresergebnis haben konnte. Die Aufnahme 
des streitigen Aufsichtsratsmitgliedes in 
die Genossenschaft wurde von der Generalversammlung mit 95 % abgelehnt. Herr 
Kroiß schied aus dem Vorstand aus. Bei der 
folgenden Vorstandswahl erhielt keiner der 
vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten die Mehrheit. Die Position blieb 
 unbesetzt. Eine außerordentliche Generalversammlung war auch notwendig, da 
der Aufsichtsrat am 12. Juli 2005 das Vorstandsmitglied Roithmeier mit Dreiviertelmehrheit und sofortiger Wirkung vom 
Dienst suspendiert hatte. Nach Einreichung 
einer Strafanzeige gegen den geschäftsführenden Vorstand und der Benachrichtigung 
der Presse darüber, war der Genossenschaft 
ein erheblicher Schaden in der Öffentlichkeit entstanden. Auch der Vorsitzende der 
Taxivereinigung reichte eine Klage gegen 
die Genossenschaft ein, wonach Vorstand 
und Aufsichtsrat nicht ordentlich besetzt 
und die Verwaltung nicht arbeitsfähig sei. 
Die Taxi-München eG kündigte daraufhin 
das genossenschaftseigene Ladengeschäft 
in der Corneliusstraße, das der Taxivereinigung seit Jahren für ortsunübliches, 
20 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
100 JAHRE TAXI-MÜNCHEN EG

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geringes Entgelt zur Verfügung gestellt 
worden war.
Kurz nach dem Oktoberfest sollten wie 
„Beim Schichtl“ die Köpfe rollen. Die 
 außerordentliche Generalversammlung 
vom 6. Oktober 2005 war mit 440 Mitgliedern gut besucht. Der Genossenschaftsverband berichtete über das Ergebnis 
der abgeschlossenen Sonderprüfung: In 
mehreren Fällen waren Mitarbeiter der 
 Taxi-München eG nicht ordnungsgemäß 
 angemeldet. Nachzuzahlen wären zwischen 
5.000 und 8.000 Euro, bei Gesamtabgaben 
an Sozialbeiträgen in Höhe von knapp 
400.000 Euro, jeweils pro Jahr. Hinweise 
auf Steuerverkürzung, Veruntreuung oder 
Bereicherung des geschäftsführenden 
 Vorstands wurden nicht festgestellt. In 
der folgenden Beschlussfassung über die 
Amtsenthebung des Vorstandsmitgliedes 
Roithmeier sprachen sich 257 Mitglieder 
dafür und 176 dagegen aus. Als nächster 
Tagesordnungspunkt stand die von der Gegenfraktion beantragte Abwahl von Herrn 
Hans Meißner an. Von 421 abgegebenen 
und gültigen Stimmen stimmten 141 Mitglieder für den Antrag. Mit 280 Gegenstimmen wurde das Ansinnen von der Generalversammlung deutlich abgelehnt. Ein 
Antrag auf Abwahl von mehreren Aufsichtsratsmitgliedern fand ebenfalls nur geringen 
Zuspruch. In dieser Generalversammlung 
wurde der zwischenzeitlich ausgeschiedene 
Herr Reinhard Zielinski wieder in den 
 Aufsichtsrat gewählt. Trotz hochbrisanter 
Versammlung und fortgeschrittener Stunde 
nahmen noch über 100 Mitglieder an 
der Vorstellung des geplanten Datenfunksystems teil. Die Präsentation von Herrn 
Naumann, Geschäftsführer von GefoS, 
wurde äußerst positiv aufgenommen.
2006
Die Zunahme der Landtaxi-Konzessionen 
bereitete 2006 nicht nur am Flughafen 
 zunehmend Probleme. In der Nacht von 
4. auf 5. März 2006 fielen in München innerhalb weniger Stunden 40 cm Neuschnee. 
Straßenbahnen sprangen aus den Gleisen, 
Omnibusse fuhren nicht mehr und auch der 
S-Bahn-Verkehr musste wegen umgestürzter Bäume eingestellt werden. Taxifahrer 
waren einer Streifenwagenbesatzung beim 
Anschieben am Sendlinger Berg behilflich. 
Der Bayerische Landesverband feierte sein 
60-jähriges Bestehen. Die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland war sportlich ein 
Erfolg, in München blieben die erhofften 
Umsätze deutlich hinter den Erwartungen 
zurück. In der turbulenten Generalversammlung vom 20. Juli 2006 standen die 
hohen Kosten des neuen TAXIKURIER zur 
Diskussion. Neben gerechtfertigter Kritik 
gab es auch viele unsachliche Beiträge, 
teilweise unter der Gürtellinie, die die Genossenschaft im Gesamten und besonders 
den geschäftsführenden Vorstand Hans 
Meißner zum Ziel hatten. Durch Wahlabsprachen konnten neue Mitglieder im Aufsichtsrat installiert werden. Im Herbst 2006 
urteilte das OLG München, dass im Mietwagenverkehr keine Sammelfahrten durchgeführt werden dürfen. Das neue Datenfunksystem der Taxi-München eG lief im 
Probebetrieb in mehr als 30 Fahrzeugen 
äußerst zufriedenstellend.
2007
Das Jahr 2007 begann mit einer kontroversen Entscheidung. Nachdem Herr Meißner 
seinen Einspruch zurückgezogen hatte, 
wurde ein gegen ihn gerichtetes Urteil 
des Landesgerichts München rechtskräftig. 
Daraufhin beschloss der wenige Monate 
8
9
99
95
96
8
94
92
94
93
Pfaffenhofen
Gerolsbach
Aichach
Friedberg
Königsbrunn
Schwabmünchen
Mindelheim
Kaufbeuren
Marktoberdorf
Roßhaupten
Mittenwald
Kreuth
Ruhpolding
Bergen
Traunstein
Waging a. See
Traunreut
Trostberg
Tacherting
Garching
WaldkraiburgSt. Wolfgang
Dorfen
Taufkirchen
Bruckberg
Rudelzhausen
Wolznach
Hilgertshausen
Odelzhausen
Mering
Hurlach
Buchloe
Steingaden
Garmisch-Partenkirchen
Rottach-Egern
Kufstein
Kiefersfelden
Kössen
Reit im Winkl
Nußdorf
Seebruck
Obing
Schnaitsee
Babensham
Gars
Haag
Lengdorf
Wartenberg
Moosburg
Unterwössen
Marquartstein
Übersee
Petershausen
Markt Indersdorf
Mammendorf
Landsberg am Lech
Peißenberg
Spatzenhausen
Murnau Lenggries
Bad Wiessee
Schliersee Fischbachau
Bad Feilnbach
Oberaudorf
Niederndorf
Graussau
Eggstätt
Wasserburg
Ebersberg
Markt-Schwaben
Erding
München-Flughafen
Freising
Dachau
Fürstenfeldbruck
Olching
Geltendorf
Penzing
Dießen
HerrschingStarnberg
Tutzing
Seehaupt
Penzberg
Benediktbeuren
Bad Tölz
Sachsenkam
Warngau
Holzkirchen
Geretsried
Wolfratshausen
Bruckmühl
Feldkirchen-Westerham
Grafing
Neufahrn
Sulzemoos
Weilheim
Irschenberg
Hausham
Bad Aibling
Tuntenhausen
Rott
Riedering
Prien
Rimsting
Bad Endorf
Miesbach
Brannenburg
Flintsbach
Raubling Aschau
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Seite 22

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zuvor gewählte Aufsichtsrat am 24. Januar 
2007 die vorläufige Amtsenthebung des 
 geschäftsführenden Vorstandes, mit einer 
hauchdünnen Mehrheit von 5 zu 4 Stimmen. Die Sitzung dauert über 11 Stunden 
und endete um 22.30 Uhr. Am nächsten 
Morgen waren Informationen über den Sitzungsverlauf in der Süddeutschen Zeitung 
nachzulesen, verbunden mit dem Hinweis: 
„Bei Redaktionsschluss noch kein Ergebnis 
bekannt.“ Am 13. März 2007 sollte die dafür zuständige Generalversammlung über 
die weitreichende Entscheidung des Aufsichtsrates urteilen. Auf dem Gehweg vor 
dem „Augustiner Keller“ standen noch über 
150 Mitglieder, als die Veranstaltung wegen 
Überfüllung abgebrochen werden musste. 
Um Schaden vom Bundesverband fernzuhalten trat Hans Meißner am 17. April 
2007 als Präsident des BZP zurück. In der 
zweiten außerordentlichen Generalversammlung der Taxi-München eG vom 
19. April 2007 war das Ergebnis eindeutig: 
486 Mitglieder (73,5 %) stimmten im 
 „Löwenbräukeller“ gegen die Amtsenthebung von Herrn Hans Meißner, bei 660 gültigen Stimmen. Die beantragte Abwahl des 
gesamten Aufsichtsrates wurde mit 79,2 % 
der Stimmen begrüßt. Durch eine Neukonstitution sollte die Genossenschaft wieder 
in ruhiges Fahrwasser geführt werden. Am 
8. Mai 2007 entschied der BGH über die 
Klage eines Münchner Unternehmers, der 
ohne Mitgliedschaft an den Leistungen der 
Genossenschaft teilnehmen wollte. Das 
 Gericht bestätigte die Vorgehensweise der 
Münchner Taxigenossenschaft und das für 
eine Mitgliedschaft notwendige Eintrittsgeld. Wenige Monate später hatte sich der 
geschäftsführende Vorstand in der ordentlichen Generalversammlung vom 11. Juli 
2007 erneut dem Votum der Mitglieder zu 
stellen. Turnusgemäß schied Herr Hans 
Meißner aus dem Vorstand aus und wurde 
mit 299 Stimmen bei drei Gegenstimmen 
auf die Dauer von 4 Jahren wiedergewählt. Der Aufsichtsratsvorsitzende der 
 Genossenschaft, Herr Reinhard Zielinski, 
wechselte in den Vorstand. Bei der anschließenden Nachwahl wurde Herr Frank 
Kuhle in den Aufsichtsrat gewählt. Seit 
dem 1. September 2007 gilt ein absolutes 
Rauchverbot in bundesdeutschen Taxis 
und Mietwagen. 
2008
Die Probephase des Datenfunks endete. 
Seit dem 1. Juli 2008 wurden alle Serienfahrten nur noch über das neue System 
vermittelt. Gleichzeitig sank bei der Taxi- 
München eG die Bearbeitungsgebühr für 
bargeldlose Fahrten auf 4 % brutto. In der 
Generalversammlung vom 16. Juli 2008 
 beschlossen die Mitglieder eine Satzungsänderung, mit der Wahlabsprachen erschwert wurden. 2008 konnten 1,65 Mio. 
Fahrtaufträge über die Zentrale und 
etwa 3 Mio. über die Standplatztelefone 
vermittelt werden. 
2009
Am 4. Februar 2009 nahm am Harras die 
erste Rufsäule der neuesten Generation 
den Betrieb auf. Wie beim Vorgängermodell wurde der Betriebsstrom aus 
 Sonnenenergie gewonnen, wegen der installierten Mobilfunktechnik gab es keine 
erdgebundenen Telefonleitungen mehr. 
Rufsäulen konnten nun zeitnah versetzt 
werden. Die Taxi-München eG investierte 
rund 1,3 Mio. Euro in das System. Ab 
dem 1. Mai 2009 übernahmen Genossenschaftstaxis probeweise die Beförderung 
von Fahrgästen bei Störungen im Straßenbahnverkehr (SEV). In der ordentlichen 
 Generalversammlung vom 14. Juli 2009 
kündigte der geschäftsführende Vorstand 
Hans Meißner sein Ausscheiden zum März 
nächsten Jahres an. Er wünschte der Genossenschaft weiterhin wirtschaftliche 
 Stabilität und Erfolg. Herr Frank Kuhle 
 wurde in den Vorstand gewählt. Die Mitglieder beschlossen mit deutlicher Mehrheit 
den Verzicht auf Werbung außerhalb der 
seitlichen Fahrzeugtüren mit Wirkung ab 
30. Juni 2010. Hintergrund waren die aufkommenden Dachwerbeträger, die verächtlich als Dachpappen bezeichnet wurden. 
Der Datenfunk eliminierte den berüchtigten 
Flaschenhals bei der Vergabe von Fahrtaufträgen. Die Vermittlungszahlen stiegen. 
Die Leuchtwerbung am Stammhaus in der 
Engelhardstraße wurde mit LED-Lampen 
ausgerüstet. Ersparnis: Pro Jahr 80 % 
Stromkosten und vier Tonnen CO
2. Nach 
 einer Terrordrohung richteten die Sicherheitsbehörden eine Sperrzone um das 
Münchner Oktoberfest ein. Zu Beginn der 
zweiten Wiesn woche waren alle Taxistände 
rund um die Wiesn aufgelöst. Im letzten 
Quartal 2009 nahmen rund 2.500 Fahrzeuge am Datenfunk der Genossenschaft 
teil. Erste Probleme mit dem Netzbetreiber 
tauchten auf. Am 19. November 2009 
legte der Vorsitzende Hans Meißner sein 
Amt im Bayerischen Landesverband nach 
32-jähriger Tätigkeit nieder. Zuvor reichte 
er noch eine Strafanzeige gegen einen 
BRK–Kreisverband ein, der ein Fahrzeug 
ohne Genehmigung für eine Fahrt nach 
Trier einsetzte. Seine Nachfolge trat Herr 
Frank Kuhle an. Einstimmig ernannte 
die Versammlung Herrn Hans Meißner 
zum Ehrenvorsitzenden des Landesverbandes und dankte ihm die Verdienste für 
das Gewerbe mit lang anhaltendem 
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Taxi-München eG ⁄ Archiv
22 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
100 JAHRE TAXI-MÜNCHEN EG

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2010
Anfang 2010 brachte die Taxivereinigung 
München eine Neuauflage des Wo-Buches 
heraus, das auf Grund der inzwischen 
 verbreiteten Navigationsgeräte zum Ladenhüter wurde. Eine vermeintliche Innovation 
für das Taxigewerbe, aufblasbare Kindersitze, erleidete das gleiche Schicksal bei 
der Genossenschaft. Nach einem Jahr Probezeit wurde der Schienenersatzverkehr 
(SEV) zum 1. Mai 2010 in den Regelbetrieb 
überführt. Die Taxi-München eG richtete 
abgesicherte Internetzugänge für Mitglieder und Fahrer ein, mit denen viele 
 Arbeiten von zu Hause aus erledigt werden 
konnten. In Zusammenarbeit mit dem 
 Systemausrüster GefoS ging im Mai 2010 
die Bestell-App „DEIN TAXI“ an den Start. 
In der Generalversammlung vom 13. Juli 
2010 wurde der im März ausgeschiedene 
Herr Hans Meißner zum Ehrenvorsitzenden 
der Taxi-München eG ernannt. Der Genossenschaftsverband verlieh ihm die silberne 
Ehrennadel. Goldene Abzeichen gab es 
 immer noch nicht. Die Umrüstung des 
Rufsäulensystems auf die neueste Generation wurde im August abgeschlossen. 
Der Ausrüster des Vorgängersystems drängte auf Erfüllung des laufenden Vertrages 
über Wartung und Reparatur. Aus ungeklärter Ursache gab es beim letzten noch in 
Betrieb befindlichen Rufsäulenmodell „Pilz“ 
eine kleine technische Störung, die der 
Wartungsdienst auf Grund mangelnden 
Fachwissens nicht beheben konnte. Die 
 Taxi-München eG wurde um Reparatur 
 gebeten, der Wartungsvertrag kurz darauf 
beendet. Im letzten Quartal des Jahres 
führte der Vorstand Renovierungsmaßnahmen am Vordergebäude und bei den 
 Zufahrten zum Anwesen Engelhardstraße 
durch. Das Erscheinungsbild der Genossenschaft am Stammhaus wurde verbessert. 
Gewerbepolitisch konnte in 2010 der 
 erneute Versuch der Farbfreigabe für Taxis 
in Bayern verhindert werden. Auch die 
 Pläne zum Einsatz von Fahrzeugen mit 
nur einem Fahrgastsitzplatz oder für 
 unterschiedliche Tarife je nach Fahrzeuggröße blieben nur auf dem Papier 
 geschrieben.
2011
In der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes vom 19. Mai 2011 beschlossen die Mitglieder auf Anraten des Vorsitzenden Kuhle einstimmig, den Vertrag 
mit den Ersatzkassen zum Jahresende zu 
kündigen. Vorausgegangen waren Verhandlungen über die Vergütung der Krankenbeförderungen mit einem für die Mitglieder 
unwirtschaftlichen Angebot. Seit Juni 2011 
konnten Taxibestellungen über die eigene 
App der Taxi-München eG vorgenommen 
werden. Max Herzinger erklärte in der Generalversammlung vom 13. Juli 2011 seinen endgültigen Abschied von allen gewerblichen Aufgaben. Der gebürtige Sollner 
war insgesamt 38 Jahre für die Genossenschaft tätig, davon im Aufsichtsrat von 
1973 bis 1976 und von 2004 bis 2011 sowie im Vorstand in den Jahren 1976 bis 
2004. Die Versammlung verabschiedete ihn 
mit minutenlangen Ovationen und ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden der Genossenschaft. 
In der Engelhardstraße konnten die Leistungen mit dem Angebot von verkehrsmedizinischen Untersuchungen ausgeweitet 
werden. Zum 31. Oktober 2011 gab es in 
München 636.900 gemeldete Personenkraftwagen. Die Mitglieder des Deutschen 
Taxi- und Mietwagenverbandes wählten 
Herrn Frank Kuhle am 10. November 2011 
in den Vorstand des BZP.
2012
Zum Jahreswechsel auf 2012 fand der 
 Umzug der genossenschaftseigenen 
 Taxischule in größere und hellere Räume 
im Vordergebäude statt. Im Mai trat die 
 Taxi-München eG einem wirtschaftlichen 
Zusammenschluss der deutschen Taxizentralen bei, der Taxi Deutschland Servicegenossenschaft mit Sitz in Frankfurt. Das 
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DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 23

Seite 24

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für die Finanzmittel zuständige Vorstandsmitglied Reinhard Zielinski konnte in der 
Generalversammlung vom 11. Juli 2012 
von einer weiteren Steigerung der Eigenkapitalquote und Ertragslage der Genossenschaft berichten, trotz erhöhter Ausgaben 
für Betriebs ausstattung und Werbung. 
Im August 2012 wurde eine neue Telefonanlage der Firma GefoS installiert. Zuvor 
musste die gesamte Netzwerktechnik im 
Verwaltungsgebäude der Genossenschaft 
auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Neben den technischen 
 Anforderungen erneuerte der Vorstand seit 
2010 schrittweise die Arbeitsplätze und 
Büroräume der Mitarbeiter. Im November 
2012 gab es ein Jubiläum der besonderen 
Art: Die Taxi-München eG begrüßte mit 
Frau Haas das 10.000 Mitglied. Ende 
des Jahres waren 3.001 Taxis bei der 
 Genossenschaft angeschlossen, davon 
1.261 Mitglieder mit einem Fahrzeug 
und 297 Mehrwagenbetriebe. Die Kosten 
für das hauseigene Magazin TAXIKURIER 
stiegen deutlich an. 
2013
Im Februar 2013 musste das veraltete 
Stromnetz am Stammsitz erneuert werden. 
Die Ausweitung des Geschäftsbetriebes und 
eine Aufstockung der Kapazitäten machten 
die Maßnahme notwendig. Seit Mai gab es 
Heimarbeitsplätze für Mitarbeiter der Telefonzentrale. Das genossenschaftseigene 
Rufsäulensystem wurde ab Jahresmitte gegen unberechtigte Nutzung von Trittbrettfahrern gesichert. Nun sollte wieder einmal 
an den Stühlen gesägt werden. In der 
 Generalversammlung vom 10. Juli 2013 
versuchte der Aufsichtsrat die Wiederwahl 
von Herrn Reinhard Zielinski zu verhindern, 
der seit 2007 im Vorstand der Genossenschaft tätig war. Die vorgetragenen Gründe 
waren für die Mitglieder nicht nachvollziehbar. Die turbulente Versammlung 
mit vielen Redebeiträgen endete mit der 
Wahl des bisherigen Vorstandsmitgliedes 
Zielinski, der von der Versammlung mit 248 
der 262 anwesenden Stimmen bestätigt 
wurde. Ab dem 2. Halbjahr 2013 wurde 
in München ein neues, vom Taxameterhersteller Hale entwickeltes Datenfunkgerät 
getestet. Das System entstand in enger 
 Zusammenarbeit mit Taxizentralen aus 
Hamburg, Frankfurt und München. Bundesweit waren seit 1985 insgesamt 84 Kolleginnen und Kollegen ermordet und über 
9.200 bei Überfällen und Tätlichkeiten verletzt worden. Das deutsche Taxigewerbe 
forderte den Einsatz von Überfallschutzkameras in den Fahrzeugen, was aber von 
den Datenschutzbehörden in fast allen 
Bundesländern verhindert wurde. 
2014
Das durch Immobilien-, Banken- und Eurokrise freigewordene Kapital suchte sich 
neue Wege. Internationale Konzerne und 
Investorengruppen drängten 2014 verstärkt 
in den Personenbeförderungsmarkt. Das 
deutsche Taxigewerbe reagierte und schuf 
eine Schnittstelle zu den unterschiedlichen 
Vermittlungssystemen. Die Taxi-München eG 
schloss sich der App „Taxi Deutschland“ an, 
eine bundesweite Bestellsoftware, die alle 
Annehmlichkeiten einer örtlichen Taxizentrale bot. Das Datenfunkgerät TT-01 der 
 Genossenschaft wurde mit einer Navigationssoftware erweitert. Wegen anhaltender 
Netzausfälle beschloss die Geschäftsführung im Juni 2014 alle 2.500 Datenfunkkarten auszutauschen. Zusammen mit dem 
ADAC wurde in München das Umwelttaxi 
eingeführt. Der Vorstand unter Herrn Frank 
Kuhle übernahm mit der Augustausgabe 
2014 des TAXIKURIER wieder die Objektleitung sowie die Anzeigenverwaltung 
des Magazins im eigenen Haus. Weitere 
 automatische Buchungssysteme, wie ein 
sprachgesteuertes Bestellmodul, wurden im 
September eingeführt, ebenso wie der elektronische Brief- und Rechnungsversand. 
Seit dem 30. November 2014 mussten sich 
Taxifahrer während der Beförderung von 
Fahrgästen anschnallen und der langjährige 
Dienstellenleiter Alfred Huber hatte seinen 
letzten Arbeitstag. Er war 42 Jahre für die 
Münchner Genossenschaft tätig gewesen 
und trat im Dezember seinen verdienten 
Ruhestand an.
2015
Zum Beginn des Jahres 2015 trat der gesetzliche Mindestlohn in Kraft. DTA, der 
elektronische Datenträgeraustausch mit den 
Krankenkassen, wurde in Bayern als letztem 
Bundesland eingeführt. Die Genossenschaft 
erweiterte das Datenfunkgerät durch neue 
Kartenterminals, mit denen erstmals auch 
die Annahme von Girokarten möglich wurde. 
Am 31. März 2015 wütete das Sturmtief 
Niklas in Deutschland. Der Orkan schleuderte ein 50 Quadratmeter großes Stück Kupferdach vom Gebäude Engelhardstraße 6 auf 
parkende Autos. Der 1,5-millionste Bürger 
wurde am 8. Mai in München geboren. Im 
Juli 2015 begehrten der Landesverband und 
die Taxi-München eG gegen die Verlegung 
der Münchner Eichdienststelle auf. Ein Treffen im Bayerischen Wirtschaftsministerium 
wurde anberaumt. Die Genossenschaftsmitglieder beschlossen am 29. Juli 2015 mehrere Satzungsänderungen, die vielfach wegen Wegfall oder Neufassung von Gesetzen 
 
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Taxi-München eG ⁄ Archiv
Frau Haas, Reinhard Zielinski (2012)
24 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
100 JAHRE TAXI-MÜNCHEN EG

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und Verordnungen der letzten 40 Jahren 
notwendig wurden. Zum Oktoberfest 2015 
fiel in München ein Hamburger Taxi auf. Mit 
Hilfe der Taxizentrale konnte das Fahrzeug, 
inzwischen mit Münchner Kennzeichen, 
nach mehreren Versuchen von der Polizei 
gestoppt werden. Der Täter hatte Fahrzeug 
und Kennzeichen gestohlen, einen Unfall 
verursacht und keinen Führerschein. In 
 seinem Hotelzimmer befanden sich größere 
Drogen- und Bargeldmittel. Mehrere 
 Kollegen erhielten Auszeichnungen vom 
Münchner Polizeipräsidium, da sie Enkeltrickbetrugsfälle verhindern konnten. 
Die Münchner Genossenschaft begann den 
Verein „WEISSER RING“ zu unterstützen.
2016
Am 18. Januar 2016 wurde eine Beteiligungsgesellschaft zusammen mit der 
 Frankfurter Taxigenossenschaft gegründet, 
die die Mehrheit an GefoS übernahm. Die 
Taxi-München eG arbeitete seit 25 Jahren 
mit dem Softwarehaus zusammen. Das Datenfunkgerät der Genossenschaft wurde mit 
der nächsten Ausbaustufe erweitert, einem 
Ersatz für den antiquierten Sprechfunk. Ab 
dem 21. Juli 2016 erhielten Kunden SMS 
über die Fahrzeugankunft. Seit September 
konnten die Verkehrsdienstleistungen von 
den Fahrgästen über Smartphone bewertet 
werden. Die gewerbepolitischen Verbände 
widersprachen einstimmig der Monopolkommission, die auf behördliche Tarife im 
Verkehr mit Taxis verzichten wollte. Der 
„Fiskaltaxameter“, den es noch gar nicht 
gab, wurde im Oktober 2016 zur Pflicht. Es 
durften nur noch Eichgeräte mit nicht rückstellbaren Zählwerken in den Verkehr gebracht werden. Die Genossenschaft gewann 
mehrere Klagen gegen private Beförderer, 
der BGH stimmte auch einer gleichlautenden Klage der Taxi Deutschland Servicegenossenschaft grundsätzlich zu. Wegen 
der Umtriebe gewerbefremder Vermittler 
sanken 2016 die Auftragszahlen bei der 
Münchner Taxizentrale um 2,7 %. Zum 
31.12.2016 waren 2.890 Taxis bei der 
 Genossenschaft angeschlossen. 
2017
Ab dem 1. Januar 2017 wurden die Bearbeitungsgebühren für den bargeldlosen 
Zahlungsverkehr bei der Taxi-München eG 
um rund 10 % gesenkt. Die Beiträge für 
die Auftragsvermittlung blieben seit 
13 Jahren stabil. Im April verhinderten die 
Landesverbände der bayerischen Personenbeförderer und des Transportgewerbes die 
schlimmsten Auswirkungen einer österreichischen Gesetzesänderung im grenzüberschreitenden Verkehr. Mit Blick auf die 
Bundestagswahl 2017 startete der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband die Aufklärungskampagne „Verlässlich ist modern“ . 
Ohne jegliche Anhörung kippte das Bundesverkehrsministerium am 23. August 
2017 die seit 1969 geltende Ortskundeprüfung für Mietwagenfahrer und ein neues 
Versicherungsgesetz machte dem von 
Zunftgenossen vor 267 Jahren gegründeten 
„Krankenunterstützungs- und Sterbeverein 
der Lohnkutschergehilfen“ den Garaus. 
Ab dem 1. September 2017 wurde von der 
Stadt München der Betrieb von Elektro- 
Taxis gefördert. Vor der Bundestagswahl 
überschlugen sich angeblich neue Ideen 
rund um den Personenbeförderungsmarkt. 
Für das Taxigewerbe waren die Vorschläge 
in Bezug auf Elektromobilität, Sammelverkehre oder Digitalisierung aber nicht neu, 
wie ein Blick in diese Chronik hätte zeigen 
können. Am 17. November 2017 feierte die 
Taxi-München eG ihren 100. Geburtstag.
Zum Zeitpunkt der Niederlegung blicken 
manche mit sehr gemischten Gefühlen in die 
Zukunft. Vermittler drängen in großer Zahl 
auf den Markt, neue Mobilitätskonzepte werden wie am Fließband erfunden und Dieselfahrverbote schweben über den Köpfen der 
Verkehrsunternehmer. Seit 2010 setzt sich 
der Vorstand der Münchner Taxigenossenschaft unverändert aus den Herren Frank 
Kuhle, Reinhard Zielinski und Alfons Haller 
zusammen. Gemeinsam wurden und werden 
die Aufgaben des digitalen Zeitalters in Angriff genommen. Künftige Vorstandsmitglieder werden sich anderen Herausforderungen 
stellen müssen. An dieser Stelle wollen wir 
allen nachfolgenden Generationen viel Glück 
und Erfolg wünschen und dürfen daran 
 erinnern, dass die Zeiten im Münchner Taxigewerbe niemals einfach waren, wie dem 
vorliegenden Bericht zu entnehmen ist.
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DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 25

Seite 26

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Im zusammenbrechenden Osmanischen 
Reich wird der Völkermord durch muslimische Truppen und Zivilisten an den 
 Armeniern, einem der ältesten christlichen 
Völker der Welt, zum ersten Pogrom an 
Christen im 20. Jahrhundert. 
In Russland tobt die Revolution. Am 
3. März kommt es in Brest-Litowsk zum 
 Friedensschluss zwischen der russischen 
Revolutionsregierung und dem Deutschen 
Reich. Zwölf Wochen später wird Zar Nikolaus II. mit seiner Familie verhaftet und 
nach Internierung in Zarskoje Selo nach 
 Sibirien verbannt. Drei Monate später ermorden Bolschewiki auf direkten Befehl 
von Lenin den Zaren, seine Frau und seine 
fünf Kinder.
In Frankreich wird die niederländische 
Nackttänzerin und Doppelagentin Mata Hari 
verhaftet, kurze Zeit später der Doppelspionage für schuldig befunden und am 
15. Oktober in den Festungsanlagen des 
Schlosses Vincennes erschossen.
Im kanadischen Hafen von Halifax explodiert der französische Sprengstofffrachter 
„Mont Blanc“ am 6. Dezember. Die Folge 
waren 2.000 Tote, mehr als 2.000 Vermisste, 9.000 Verletzte und 25.000 Obdachlose, 
womit diese Explosion zur größten und 
verheerendsten von Menschen gemachten 
Katastrophe vor dem Abwurf der ersten 
Atombombe über Hiroshima wurde.
Der 2. November wird zum Hoffnungstag 
aller von Pogromen betroffenen Juden in 
Europa und der Welt. Zur Gründung einer 
zionistischen „nationalen Heimstätte“ sagt 
der britische Außenminister Arthur Earl 
of Balfour dem Vertreter der zionistischen 
 Bewegung, Lord Rotschild, Land in Palästina in der Balfour-Deklaration zu. 1922 
folgt ein Völkerbundmandat. Damit war die 
Grundlage für die Gründung des Staates 
 Israel 1948 geschaffen.
1917 – Wirtschaft unter 
schwierigen Bedingungen
Im April wird in Basel die erste Mustermesse abgehalten. Firmen müssen nicht 
mehr Unmengen ihrer Produkte zu den 
 Messeorten schaffen. Die Kunden besichtigen an den Messeständen nur Muster 
und Bestellen dann für ihren Bedarf. Damit 
ist das moderne Messewesen geboren.
Das Gründungsjahr der Taxi-München eG fällt in eine Zeit der großen geschichtlichen Umbrüche. Seit 1914 tobt in Deutschland 
der Erste Weltkrieg. Tausende deutsche Soldaten sterben in den Schützengräben in Frankreich und Belgien ohne die geringste 
Aussicht auf ein Ende des Stellungskrieges. Kaiser Wilhelm II. gibt drei Jahre nach Kriegsbeginn den Befehl zum uneingeschränkten U Boot- und Gaskrieg, was die USA zum Kriegseintritt bringt. Am 6. April 1917 erklärt der amerikanische Präsident 
Woodrow Wilson den Achsenmächten den Krieg.
➔ 1917 – DIE WELT IM KRIEG
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26 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
WAS DAMALS WAR

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Der französische Ingenieur Lucien Levy 
meldet ein Patent für ein Überlagerungsverfahren für Funksignale an. Sein Schaltungsprinzip setzt sich in der Folge gegen 
andere durch und legt die Grundlage für 
spätere Entwicklungen der Funktechnik, 
von der auch unsere Genossenschaft heute 
profitiert.
In Deutschland wird am 22. Dezember der 
Vorläufer des DIN, der Normenausschuss 
der deutschen Industrie, gegründet. 
Der US-Amerikaner Eugene Clark stellt den 
ersten Gabelstapler her.
Das griechische Thessaloniki wird am 
18. August Opfer eines verheerenden Großbrandes, der erst am folgenden Tag gelöscht werden kann. Mehr als 30 % der 
 Gebäude der Stadt sind zerstört. Tausende 
Einwohner wurden obdachlos.
1917 – Was sonst noch geschah
➔ Portugal steht ab 13. Mai im Fokus der 
katholischen Welt. In Fatima erscheint 
die Jungfrau Maria drei Schäferkindern. 
Danach kommt es zu mehreren Marienerscheinungen die am 13. Oktober mit 
dem Sonnenwunder vor 30.000 Menschen enden. 
➔ Der Pulitzer-Preis wird erstmals verliehen und der Lions Club International 
wird gegründet.
➔ Indira Gandhi wird am 19. November 
geboren. Heinrich Böll erblickt das Licht 
der Welt, ebenso John F. Kennedy und 
Dean Martin.
➔ In München tritt Kurt Eisner aus der SPD 
aus und in die im April in Gotha gegründete USPD ein. Damit legt Eisner 
ohne es zu ahnen die Grundlage für seine spätere Wahl zum ersten bayerischen 
Ministerpräsidenten. (FK ⁄ BH)
1917 Gründung „Einkaufsgenossenschaft der Kraft- und 
Pferdedroschkenbesitzer Münchens“
1921 Ankauf Anwesen Utzschneiderstraße 11 (heute 6) und 
Aufstellung der ersten Telefonautomaten
1928 Erwerb Anwesen Utzschneiderstraße 12 (heute 8)
1929 Namensänderung „Ein- und Verkaufsgenossenschaft 
für das Droschkengewerbe München"
1937 Namensänderung „Genossenschaft der Münchner Droschkenunternehmer“
1951 Ankauf Anwesen Markt-/Haimhauserstraße 
1953 Eröffnung des Tankstellen- und Reparaturbetriebes Markt-/Haimhauserstraße
1958 Inbetriebnahme der Vermittlungszentrale in der Utzschneiderstraße
1959 Aufnahme Auftragsvermittlung über Funk
1959 Namensänderung „Autoruf Genossenschaft der Münchner Taxiunternehmer“
1959 Erwerb Anwesen Corneliusstraße 44
1962 Eröffnung Tankstelle Corneliusstraße
1963 Ankauf Anwesen Engelhardstraße 6
1965 Eröffnung der Tankstelle mit Autowaschstraße in der Engelhardstraße
1975 Funkvermittlung mit Kennungsgeber
1982 Installation erste Rufsäule „Pilz“
1985 Auftragsvermittlung über 4 Funkkanäle
1988 Namensänderung in „Taxi-München eG“
1990 Fertigstellung Neubau Markt-/Haimhauserstraße mit Geschäftsund Wohnhäusern
1992 Einführung der EDV-Auftragsvermittlung
1993 Neubau 2. Stock Verwaltungsgebäude Engelhardstraße und 
Erwerb Nachbargrundstück
1994 Umzug Taxizentrale zur Engelhardstraße
2003 Inbetriebnahme erste Solarrufsäule
2007 Einführung digitale Auftragsvermittlung
2009 Solarrufsäulen der nächsten Generation werden installiert
2010 Erste Bestell-App auf dem Markt
2012 Installation digitale Telefonanlage in der Taxizentrale
2013 Absicherung Rufsäulensystem gegen Missbrauch
2014 Umstellung auf App „Taxi Deutschland“ und Erweiterung 
automatischer Buchungssysteme
2016 Gründung Beteiligungsgesellschaft und Übernahme Softwarehaus
2016 Einführung eines Bewertungssystem für Taxifahrten
2017 Die Taxi-München eG wird 100 Jahre alt
➔ ZEITTAFEL TAXI-MÜNCHEN EG
CHRONOLOGIE
Dr. Hans Bake v. Bakin
Erst- und Verlängerungsuntersuchung Taxi-Mietwagen-Lkw-Bus
Tassilostr. 23, 85609 Aschheim
Tel.: 089/37065690 
Mobil 0172/6523805
e-mail: bakebakin@gmx.de
• Mo-Fr: 8-12 Uhr
 Mo, Di, Do: 15-19 Uhr
 und nach Vereinbarung
• telefonische Terminvergabe möglich
 
DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 27

Seite 28

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➔ DIE PARTNER GRATULIEREN DER TAXI-MÜNCHEN EG
Wir gratulieren der
Taxi München e.G.
herzlich zum
100-jährigen
Jubiläum.
Als alter und verlässlicher Partner gratuliert die VdK Versicherung der Kraftfahrt 
ganz herzlich und freut sich auf die nächsten 100 Jahre angenehme und konstruktive 
Zusammenarbeit.
Versicherungsbüro Crasselt GmbH
Machtlfinger Straße 26, 81379 München
Telefon 089 742872-10, Fax 089 742872-20
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Der Erfolg der Taxi-München eG ist das Resultat der persönlichen Einsatzbereitschaft 
und des fachlichen Könnens aller Menschen, die sich während der zurückliegenden zehn 
Jahrzehnte bis in die Gegenwart für „ihre“ Genossenschaft eingesetzt haben. Wir nehmen 
 unseren 100. Geburtstag zum Anlass, unseren Mitgliedern und Mitarbeitern, insbesondere 
auch den ehemaligen, für ihren Einsatz und ihre Treue zum Unternehmen zu danken. 
 Daneben gilt der Dank unseren Kunden und Geschäftspartnern sowie allen Vertretern 
von Behörden, Politik und Wirtschaft, die die Geschicke unseres Gewerbes konstruktiv 
 begleitet haben. 
So ist zwar vieles einfacher und schneller geworden, dafür aber auch hektischer. Der 
Wunsch unserer Kunden nach Dienstleistungen aus einer Hand und das von uns selbst 
 gesteckte Ziel, hier einen maximalen Erfüllungsgrad zu erreichen, werden auch weiterhin 
eine Herausforderung bleiben, der wir uns gerne stellen wollen. Hieran hat sich auch in 
einhundert Jahren nichts geändert.
Ein Jubiläum ist immer ein Grund zur Besinnung, zum Rückblick und zur Vorausschau. In dieser Ausgabe des TAXIKURIERs haben 
wir eine kleine Festschrift für Sie zusammengestellt, die inhaltlich die Taxi-München eG mit bedeutsamen Ereignissen der Zeit- und 
Regionalgeschichte verknüpft und tiefe Einblicke in das Taxigewerbe bietet. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.
Am 7. November 1917 ging die Taxigenossenschaft aus Vorgängerorganisationen der Münchner Droschkenunternehmer hervor, 
deren Geschichte bis weit in das 18. Jahrhundert reicht. Eine lange Zeit, besonders heutzutage, wo alles, was gestern noch galt, 
morgen schon vergessen sein kann und täglich Neues entsteht.
28 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
 
GLÜCKWUNSCH

Seite 29

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Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München
Vor 100 Jahren wurde die Taxi-München eG als „Einkaufsgenossenschaft der Kraft- und Pferdedroschkenbesitzer“ gegründet. Wie 
 dieser Name schon ausdrückt, gab es in unserer Stadt seinerzeit 
sogar noch Pferdedroschken und Lohnkutscher. Inzwischen ist 
München bundesweit die Stadt mit der höchsten Taxidichte und 
die Taxi-München eG eine der größten Taxizentralen in ganz 
Deutschland. Und als größter Zusammenschluss des Münchner 
 Taxigewerbes ist sie selbstverständlich auch zu einer wichtigen 
Ansprechpartnerin der Stadt geworden, wenn es um aktuelle 
 Fragen und Themen rund um das Taxigewerbe geht. 
Auf Münchens Straßen sind heute rund 3.500 Taxis unterwegs, die 
jedes Jahr Millionen Fahrgäste befördern und damit einen wichtigen Beitrag zum Mobilitätsmix und Nahverkehrsangebot leisten. 
Die Stadt München ist daher über das Kreisverwaltungsreferat und 
die städtische Taxikommission stets in intensivem Kontakt und 
Austausch mit dem Taxigewerbe und dessen Vertretern, um die 
Leistungsfähigkeit des Münchner Taxigewerbes sicherzustellen. Für 
diese gute und erfolgreiche Zusammenarbeit danke ich insbesondere auch der Taxi-München eG sehr herzlich. 
Um zur Luftreinhaltung in München beizutragen, fördert die Stadt 
zudem E-Taxis als weiteren Baustein im Rahmen unserer Förderinitiative für Elektromobilität. Wir bieten Taxi-Unternehmen in 
München nun eine attraktive finanzielle Unterstützung, um auf 
 abgasfreie und leise Elektro Fahrzeuge umzusteigen. Ich würde 
mich freuen, wenn auch möglichst viele Mitgliedsunternehmen der 
Taxi-München eG mitmachen und damit ein Zeichen für saubere, 
moderne Mobilität in München setzen. 
Der Taxi-München eG gratuliere ich daher sehr herzlich zum stolzen 100-jährigen Jubiläum und wünsche ihr einen erfolgreichen 
Start ins nächste Genossenschaftsjahrhundert.
Dieter Reiter
Kreisverwaltungsreferat der Landeshauptstadt München
Als die Genossenschaft vor hundert Jahren gegründet wurde, sah 
das Münchner Stadtbild noch ganz anders aus: Fiaker und Kraftdroschken beförderten die Kundinnen und Kunden anstelle der 
heutigen modernen Fahrzeuge. Auch die formalen Voraussetzungen, die für die Ausübung des Taxigewerbes gelten, haben sich in 
diesen hundert Jahren stark verändert. Unverändert geblieben ist 
die Nachfrage der Münchnerinnen und Münchner und aller Gäste 
nach einem qualifizierten, persönlichen Beförderungsservice.
Gewährleistet wird die geforderte Qualität in Zusammenarbeit 
mit dem Kreisverwaltungsreferat der Landeshauptstadt München. 
Wir sind in etlichen Zusammenhängen involviert: Wer gewerblich 
Personen mit einem Taxi befördern möchte, braucht eine entsprechende Genehmigung und muss das anmelden. Um hinter dem 
Steuer seines Taxis sitzen zu können, benötigt man dafür eine 
spezielle Fahrerlaubnis, den Personenbeförderungsschein, den die 
Münchner Taxifahrerinnen und Taxifahrer ebenfalls von uns erhalten. Außerdem nehmen wir die erforderliche detaillierte Ortskundeprüfung ab. Nicht zu vergessen sind die Fahrzeugzulassungen 
und die Einrichtung von Taxistandplätzen. Wer als Fahrgast bei 
 einer Taxifahrt leider einmal unangenehme Erfahrungen gemacht 
hat, kann sich an das Taxibüro im KVR wenden. Auch die Fahrzeugkontrollen und die Betriebsprüfungen im gewerblichen 
 Kraftverkehr führen wir durch. Im Sinne gleichbleibend hoher 
 Qualität und Sicherheit. Bei unserer Arbeit war und ist uns die 
 Taxi-München eG immer ein kompetenter Ansprechpartner.
Ich wünsche Ihnen allen weiterhin viel Erfolg 
und natürlich allzeit gute Fahrt.
Dr. Thomas Böhle 
Kreisverwaltungsreferent
Schnell. Preiswert. Kompetent.
DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 29

Seite 30

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Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München
Liebe Mitglieder der Taxi-München eG,
die Taxi-München eG feiert ihr hundertjähriges Bestehen und das 
ist ein hervorragender Grund, einen Blick zurück, aber auch in 
die Zukunft zu werfen! Die Pferdekutscher sowie die ersten Automobilisten im Münchner Droschkengewerbe schlossen sich 1917 
zusammen, um die Beschaffung von Kraftstoffen, Reifen und Ölen 
zu verbessern. Damit beginnt die hundertjährige Erfolgsgeschichte 
der Taxi-München eG. 
Diese belegt, dass Mobiliätsserviceangebote und das Teilen von 
Fahrzeugen, welches heute unter dem modernen Namen „Sharing- 
Economy“ firmiert, kein neuartiger Trend, sondern schon lange 
ein wichtiger Bestandteil des städtischen Lebens sind und auch in 
Zukunft sein werden.
Als Gesundheits- und Umweltreferentin liegt mir die Gesundheit 
der Münchnerinnen und Münchner besonders am Herzen – und somit auch eine leise und abgasarme Mobilität. Ein Taxi zu benutzen 
heißt teilen von Fahrzeugen anstatt sie zu besitzen. Dies spart 
Platz und ermöglicht zugleich individuelle Mobilität - unabhängig 
von Fahrplänen und angepasst an spezielle Bedürfnisse. Damit 
 Taxis in München bald besonders lärm- und emissionsarm unterwegs sein können, hat die Landeshauptstadt München zum 1. September 2017 ein E-Taxi-Förderprogramm aufgelegt und wir freuen 
uns auf Ihre Beteiligung. Jeden mit einem E-Fahrzeug gefahrenen 
Fahrgastkilometer fördern wir nun mit 20 Cent. Die Förderung der 
Fahrgastkilometer kann sich auf bis zu 40 % der Anschaffungskosten summieren! Insgesamt stehen zwei Millionen Euro bereit. 
Das reicht für 250 Erdumrundungen mit Münchner E-Taxis! 
Zudem werden wir Schnellladesäulen an speziell für den Taxiverkehr ausgelegten Standorten errichten.
Übrigens: Auch der Umstieg auf Elektromobilität ist nicht ganz 
neu, denn schon 1908 gründeten Graf Pappenheim und Oskar von 
Miller mit einigen Mitgesellschaftern eine Elektromobilgesellschaft 
mit 10 Elektrofahrzeugen. Schon damals lobte man, dass diese 
 leise und sauber fuhren.
Bei der Elektromobilität heißt es also auch: Zurück in die Zukunft!
In diesem Sinne wünsche ich der Taxi-München eG und dem 
TAXIKURIER weitere erfolgreiche Jahre und Ihnen allzeit gute 
Fahrt!
Ihre Stephanie Jacobs 
Referentin
IHK für München und Oberbayern
Seit 1917 – was für eine lange Zeit – hat sich für uns alle sichtbar 
die Taxibranche gewandelt. Von der Droschke bis zum E-Taxi 
spannt sich ein weiter Bogen mit täglich neuen Herausforderungen. Aktuell sind Car Sharing, Elektromobilität, neue Plattform- 
Anbieter oder die diskutierten Dieselverbote die Themen, welche 
die Taxibranche „in Fahrt“ bringen. Doch egal in welcher Epoche, 
das Taxi ist aus dem Stadtbild einer Metropole wie München nicht 
wegzudenken. Auf die Taxler ist einfach Verlass: Immer fahrbereit 
bringen sie ihre ständig wechselnde und oft anspruchsvolle Kundschaft sicher und schnell ans richtige Ziel – eine wahrlich große 
Leistung, die Sie seit 100 Jahren täglich erbringen. Dafür ein 
 großes Kompliment!
Trotz Konkurrenzdruck und ständigem Wandel steht die Branche 
heute stolz und erhobenen Hauptes da – manche würden sagen, 
es geht ihr besser denn je. Das ist auch ein Verdienst der Taxi- 
München eG, die ihre Mitglieder in 100 Jahren erfolgreich durch 
so manche Höhen und Tiefen geführt hat. Die IHK schätzt seit 
 jeher den Austausch, seit 2010 an erster Stelle mit Vorstand Frank 
Kuhle. Es ist mir eine große Freude, der Taxi-München eG zum 
 Jubiläum im Namen der IHK für München und Oberbayern und 
auch ganz persönlich zu gratulieren. Wir wünschen der Taxi- 
München eG, ihren Mitarbeitern und allen Taxlern viel Erfolg in 
den täglichen Aufgaben sowie allzeit unfallfreie Fahrt. 
Sehr geehrter Herr Kuhle, trotz Ihrer zahlreichen beruflichen 
 Verpflichtungen bringen Sie sich ehrenamtlich bei uns im IHK- 
Verkehrsausschuss und in der Vollversammlung ein. Dafür auch an 
Sie persönlich mein herzlicher Dank! Auch dem TAXIKURIER als 
stets informativem Sprachrohr der Taxi München eG und buntem 
Kaleidoskop der Branche wünscht die IHK alles Gute für die Zukunft.
Peter Driessen 
Hauptgeschäftsführer
30 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
GLÜCKWUNSCH

Seite 31

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Autobus Oberbayern GmbH
Autobus Oberbayern und die Taxi-München eG verbindet eine 
 langjährige Partnerschaft. Vor rund 20 Jahren haben wir mit dem 
„Taxikreis“ – ein Zubringerservice für Busreisen – unser erstes gemeinsames Mobilitätsprojekt ins Leben gerufen. Auch heute ist die 
Taxi-München eG ein verlässlicher Partner. Unsere Fahrgäste schätzen den Taxiruf auf der Flughafenlinie, um schnell von der Haltestelle weiter durch die Stadt zu Ihrem Ziel zu kommen. Bei den 
Münchener Stadtrundfahrten arbeiten wir als Gesellschafter schon 
seit vielen Jahrzehnten sehr erfolgreich zusammen. Und in Zukunft? Die Mobilitätsbranche befindet sich mitten im Wandel. 
Die Digitalisierung und neue Akteure auf dem Mobilitätsmarkt 
 erfordern eine Anpassung der Geschäftsmodelle. Die eigene Weiterentwicklung bietet dabei neue Chancen und Potentiale in der 
 Zusammenarbeit. Eine noch engere Verknüpfung von Bus und 
Taxi erscheint da denkbar.
Mit freundlichen Grüßen 
 
Nico Schoenecker 
Geschäftsführer
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, 
Energie und Technologie
Als vor einhundert Jahren die Taxi-München eG gegründet wurde, 
war das Leben durch den 1. Weltkrieg von Mangel geprägt. Der 
Futtermangel für die Droschkenpferde führte dazu, dass die 
Droschkenkutscher am 17. November 1917 eine Wirtschaftsgenossenschaft gründeten. Daraus entwickelte sich eine der bedeutendsten Taxigenossenschaften Europas. Heute gehören 1.850 Taxiunternehmer mit ihren 3.480 Taxis der Taxi München eG an. Mit 
10.000 sicheren Arbeitsplätzen stellt die Genossenschaft einen 
 bedeutenden Teil des Münchner Wirtschaftsstandortes dar.
An 365 Tagen im Jahr sorgen die Taxifahrer der Genossenschaft für 
eine sichere Personenbeförderung, die unabhängig von Fahrgastaufkommen und Uhrzeit ist. Bei jedem Wetter können sich die 
Münchner auf ihre Taxler verlassen. Die Taxi-München eG als starker Partner des ÖPNV garantiert die sichere Personenbeförderung 
und ist der Mobilitätsgarant für Schüler, Behinderte und Senioren, 
beson-ders auch in den Randzonen des Ballungsgebietes. Als Ergänzung bietet die Taxi-München eG ein leistungsfähiges Verkehrsmanagement bei Schienenersatzverkehren und Zubringerdiensten. 
Der Münchner kann sich darauf verlassen, dass der Privatchauffeur 
am Taxistand an der nächsten Ecke schon wartet. Die einst aus der 
Not des Weltkriegs geborene Genossenschaft hat über alle Fährnisse der Geschichte Bestand gehabt und ist ein Stabilitätsanker für 
die mittelständischen Taxiunternehmen Münchens. Ich gratuliere 
der Taxi-München eG ganz herzlich zum 100-jährigen Jubiläum!
Ilse Aigner 
Stellvertretende Ministerpräsidentin
Dr. Cichon & Partner*
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DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 31

Seite 32

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Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales
100 Jahre Taxi-München eG! Das ist wahrlich ein Grund zum 
 Feiern! Für Bayern und München, vor allem aber für die vielen 
Menschen, die Sie seit einem Jahrhundert von A nach B befördern. 
Das Leben der Menschen in Bayern hat sich seit der Zeit Ihrer 
Gründung grundlegend verändert – die Bedeutung von Taxis für 
die Mobilität hat hingegen nichts von ihrer Aktualität verloren. 
Gerade Menschen mit Behinderung, aber auch ältere Menschen 
sind im Alltag darauf angewiesen, Taxis zu nutzen. Mobilität ist 
eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in einer 
inklusiven Gesellschaft, die niemanden ausschließt. Deshalb freut 
es mich ganz besonders, dass wir den Landesverband Bayerischer 
Taxi- und Mietwagenunternehmen e. V. als engagierten Partner an 
unserer Seite haben. Gemeinsam verbessern wir Stück für Stück die 
Barrierefreiheit in Bayern.
Mit dem Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen habe ich im vergangenen Jahr eine Vereinbarung für die Barrierefreiheit getroffen. Mitgliedsunternehmen des Landesverbands 
können sich im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung zu 
Zielen der Barrierefreiheit bekennen und an Verhaltensregeln binden. Als Zeichen ihres besonderen Engagements für Barrierefreiheit 
erhalten die unterzeichnenden Unternehmen für ihre Taxis und 
Mietwagen über den Landesverband einen Aufkleber mit dem 
 Signet „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei!“
Bayern soll barrierefrei werden. Das ist das erklärte Ziel der 
 Bayerischen Staatsregierung. Sie hat dazu das Programm „Bayern 
barrierefrei“ aufgelegt. Die Staatsregierung investiert viel Geld in 
den Abbau von Barrieren, allein von 2015 bis 2018 stellt sie ein 
Investitionsvolumen von fast 430 Millionen Euro zur Verfügung. 
Barrierefreiheit gelingt jedoch nur mit starken Partnern, die sich 
vor Ort für Barrierefreiheit einsetzen.
Ich danke deshalb noch einmal sehr herzlich für den Einsatz des 
Landesverbands und aller Taxiunternehmen, die sich unserer Vereinbarung bereits angeschlossen haben. Das ist ein großer Gewinn 
für die Barrierefreiheit in Bayern! Für die Zukunft wünsche ich der 
Taxi München eG alles Gute und uns allen, dass noch zahlreiche 
weitere Taxiunternehmen diesem beispielhaften Engagement folgen, um gemeinsam für die Menschen in Bayern Barrieren weiter 
abzubauen.
Mit den besten Wünschen für die kommenden 100 Jahre! 
 
Ihr Johannes Hintersberger 
Staatssekretär
Polizeipräsident München
Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Münchner Taxiunternehmer,
im November 2017 werden es 100 Jahre, dass die Taxi-München eG 
von ihren Gründungsvätern aus der Taufe gehoben wurde. Gegründet als Wirtschaftsgenossenschaft zur gemeinschaftlichen, kostengünstigen Beschaffung von Pferdefutter für Droschken, stellt die 
Genossenschaft der Münchner Taxiunternehmer heute eine der 
größten Taxigenossenschaften in Europa dar und ist als verkehrliche Institution in der bayerischen Landeshauptstadt nicht mehr 
wegzudenken. 
In diesen 100 Jahren entwickelte sich ein stetes Miteinander 
 zwischen dem Münchner Taxigewerbe und der Münchner Polizei, 
das vor allem von gegenseitiger Unterstützung im beruflichen 
 Alltag geprägt ist. Während jeder Taxifahrer und jede Taxifahrerin 
in allen Notsituationen, angefangen bei Streitigkeiten bis hin zu 
Überfällen, auf die sofortige Hilfe der Münchner Polizei vertrauen 
darf, unterstützen uns ihre Taxifahrer und Taxifahrerinnen im Rahmen von Fahndungen nach Straftätern und vermissten Personen.
Viele Straftäter und Vermisste konnten dadurch in den vergangenen Jahrzehnten ermittelt bzw. gefunden werden.
Ich gratuliere der Taxi-München eG zum 100. Firmenjubiläum und 
freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.
Ihr Hubertus Andrä 
Polizeipräsident
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32 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
GLÜCKWUNSCH

Seite 33

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Allianz Arena München Stadion GmbH
Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Taxifahrerinnen und Taxifahrer,
zum 100-jährigen Jubiläum der Taxi-München eG will ich Ihnen 
sehr herzlich gratulieren und mich für die seit vielen Jahren 
 bestehende ausgesprochen gute und konstruktive Zusammenarbeit 
bedanken.
Es ist zugegeben nicht immer einfach, unsere Fußballgäste an den 
Spieltagen zur Allianz-Arena – und vor allem – nach Abpfiff von 
dort wieder nach Hause zu bringen. Umso mehr wissen wir Ihren 
großen Einsatz seit der Eröffnung im Jahr 2005 zu schätzen.
Wir freuen uns sehr auf die Fortführung unserer Partnerschaft und 
bedanken uns dafür sehr.
Viele Grüße 
 
Jürgen Muth 
Geschäftsführer
HM Sittenauer GmbH
Zum 100-jährigen Bestehen der Taxi-München eG möchte ich 
 Ihnen ganz herzlich gratulieren und meine besondere Hochachtung 
für Ihr beachtliches Arbeits- und Leistungswerk zum Ausdruck 
bringen. 
Der Erfolgsweg der Taxi-München eG stellt eine starke wirtschaftliche Heimat für alle Unternehmer aus dem Münchner Taxigewerbe dar. 
Aber auch für die Firma Sittenauer ist die Taxi-München eG seit 
vielen Jahren ein wichtiger und zuverlässiger Partner zur Beförderung der Reisegäste von der Haustür zum Bus, getreu unserem 
Motto: „Urlaub von Anfang an!“
Taxi-München eG ist eine Erfolgsgeschichte, die aus der vereinten 
Zusammenarbeit erwächst und von Mitarbeitern getragen wird, die 
gemeinsam an einem Strang ziehen. So haben Sie nun 100 Jahre 
alle nur denkbaren Herausforderungen souverän gemeistert. 
Mit meinen besten Glückwünschen zum Firmenjubiläum freue ich 
mich mit Ihnen auf viele weitere, gemeinsame Jahre.
Herzlichst 
 
Michael Sittenauer 
Geschäftsführer 
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DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 33

Seite 34

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WEISSER RING, Bayern-Süd
Sehr geehrter Herr Kuhle, 
sehr geehrtes TAXIKURIER-Redaktionsteam,
ich möchte es nicht versäumen, der Taxi-München eG zu ihrem 
100. Gründungsjubiläum herzlich zu gratulieren.
Für die Unterstützung durch Werbung im TAXIKURIER bedanke 
ich mich im Namen der von unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern 
unterstützten Kriminalitätsopfer. Es ist gar nicht hoch genug 
 anzuerkennen, wenn sich eine Firma oder eben Genossenschaft in 
der heutigen Zeit, die leider viel zu oft von Gewinnmaximierung 
und Egoismus geprägt ist, sozial engagiert.
Dieses Verantwortungsbewusstsein verdient unser aller Anerkennung.
Für die Zukunft wünsche ich Ihnen, Ihren Vorstands- und Aufsichtsratskollegen, den Mitarbeitern der Redaktion, Zentrale und 
Verwaltung weiterhin viel Erfolg und allen Genossenschaftsmitgliedern möglichst viele Fahraufträge und allzeit gute Fahrt.
Mit freundlichen Grüßen 
 
Franz J. Pabst 
Landesvorsitzender
Mobil in Deutschland e.V.
Zum 100-jährigen Jubiläum möchte ich der Taxi-München eG als 
Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V. herzlich 
 gratulieren. Ein ganzes Jahrhundert sorgt das Taxi-Unternehmen 
schon dafür, dass man in München zuverlässig sein Ziel erreicht. 
Es ist eine Erfolgsgeschichte der Mobilität: 1.650 aktive Unternehmer, 3.000 Taxis und 9.000 festangestellte Fahrer sorgen dafür, dass 
Nachtschwärmer, Touristen, Geschäftsleute und Einheimische in 
der bayerischen Landeshauptstadt von A nach B befördert werden. 
Das Taxi ist eines der ältesten Personenbeförderungsmittel und 
 integraler Bestandteil des Stadtbildes. Vorteile gibt es viele: Es ist 
rasch, komfortabel und verlässlich. Wenn man vom Taxi spricht, 
muss natürlich auch die Rolle des Taxifahrers angesprochen werden. 
Diese kennen nicht nur jeden Winkel der Stadt wie den eigenen 
 Inhalt ihrer Hosentasche, sondern bringen uns sicher nach Hause, 
tragen unser schweres Gepäck, haben meist ein offenes Ohr für 
 unsere Alltagssorgen und erteilen nicht selten weise Ratschläge. 
Doch wie lange bleibt uns dieser mobile Vorzug noch erhalten? 
Dem Taxigewerbe droht durch die geplanten Dieselverbote im 
 städtischen Raum eine Gefahr. Die Entwicklung und Beständigkeit 
des Taxis hängt stark von der Zukunft des Automobils und dem 
Ausbau des städtischen Straßennetzes ab. Dabei hat das Taxi im 
städtischen Raum schon eine lange Tradition. Anfangs waren es 
Pferdekutschen, dann die ersten motorisierten Droschken. Es gab 
viele Veränderungen und Entwicklungen, die das Taxigewerbe im 
Laufe der Jahre durchlaufen hat und bestimmt noch durchlaufen 
wird. Aber das Taxi bleibt das schnelle, bequeme und komfortable 
Verkehrsmittel in München. Es ist ein fester Bestandteil im 
 Straßenbild und wird das auch die nächsten 100 Jahre bleiben. 
Wir von Mobil in Deutschland e.V. – als Verein selbst gerade 
erst 25 Jahre alt geworden – sagen herzlichen Glückwunsch zum 
runden herrlichen Jubiläum. Auf die nächsten 100 Jahre!
Dr. Michael Haberland
Präsident
Wenn alle den Verbrecher
jagen, wer bleibt dann
eigentlich beim Opfer?
Ge me i n n ützi g e r V e r e i n zu r Un te rstü tzu n g v o n Kri mi n a l i tä tso p fe r n
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AZ_Opfer_176x40mm :Opfer 23.09.2015 13:01 Uhr Seite 1
34 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
GLÜCKWUNSCH

Seite 35

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Stadtwerke München ⁄ MVG
Liebe Mitglieder der Taxi-München eG, 
sehr geehrte Damen und Herren,
München ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ganz einfach 
mobil. Schon vor mehr als 140 Jahren fuhr die erste Tram – eine 
Pferdebahn – durch unsere Stadt. Auch den Motorbus gibt es 
 bereits seit 120 Jahren in München. Damit befindet sich die MVG 
seit jeher in bester Gesellschaft! Denn das Taxi ist mindestens 
 genauso alt. Um die Jahrhundertwende zählte München rund 
500 Pferdedroschken. Und die erste „Automobildroschke“ wurde 
am 18. Januar 1906 in Betrieb genommen.
Taxis ergänzen den Bus- und Bahnverkehr auf die individuelle Art 
– und können auch dann im Einsatz sein, wenn der ÖPNV vorübergehend nicht zur Verfügung steht. Herausragende Bespiele für die 
enge und gute Zusammenarbeit zwischen MVG und Taxi-München 
eG sind vor allem der Schienenersatzverkehr (SEV) und der „Holund Bringservice“ für unserer Fahrerinnen und Fahrer Nachts und 
am frühen Morgen bestellen wir Taxis für unser Fahrpersonal, 
wenn es noch zu früh oder schon zu spät ist, um Bus- oder Bahnverbindungen nutzen zu können. Die Fahraufträge werden in 
 unserem Haus automatisch disponiert und elektronisch an die 
Taxi-München eG übermittelt. Rund 100 Taxifahrten kommen so 
pro Tag zusammen. Unsere Fahrgäste profitzieren von Taxis, wenn 
insbesondere die Tram nicht mehr weiterfahren kann, weil zum 
Beispiel ein Falschparker auf den Schienen steht. Dann ordert 
 unsere Leitstelle kurzfristig Taxis, die den Schienenersatzverkehr 
für die Straßenbahn übernehmen und die Mobilität unserer Kunden 
sicherstellen. Rund 200 Mal pro Jahr kommen Taxis im SEV zum 
Einsatz. 
Die Mobilität ist im Wandel. Wichtig ist unseren Fahrgästen heute 
vor allem, dass sie möglichst unkompliziert und schnell von A 
nach B kommen. Dafür nutzen sie nicht mehr nur ein bestimmtes, 
sondern schlicht und einfach das passende Verkehrsmittel – mal 
Bus, mal Bahn, das Fahrrad oder ein Auto. Die Vernetzung nimmt 
immer mehr zu. Die Grenzen zwischen individuelle Mobilität und 
Massentransport verblassen oder sie werden unwichtig. Für die 
MVG und die Taxi-Genossenschaft werden sich daher auch in 
 Zukunft vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit bieten. 
 Darauf freuen wir uns. Denn wir wissen: Auf die Taxi-Unternehmer 
können wir in München zählen!
Die MVG gratuliert zum Jubiläum!
Ingo Wortmann 
Vorsitzender
Stimmer & Sohn GmbH
Lindberghstraße 20 • 80939 München
Annahme 089/34 84 40 • Büro 089/321 99 29-3
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100 Jahre 
Taxi-München eG
-
eine 
Erfolgsgeschichte
Wir gratulieren 
der TAXI-MÜNCHEN eG 
ganz herzlich 
und bedanken uns für die 
langjährige erfolgreiche 
Zusammenarbeit!
DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 35

Seite 36

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Untrennbar verbunden mit dem Genossenschaftswesen in Deutschland ist der Name Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Mit der 
 Gründung des „Heddesdorfer Darlehnsverein“ im Jahr 1864 legte der Sozialreformer den Grundstein für das heutige Genossenschaftswesen, der Verein gilt als die erste Genossenschaft im Raiffeisenschen Sinne. Die Definition einer Genossen schaft ist 
der Zusammenschluss von natürlichen oder juristischen Personen zum Zwecke der wirtschaftlichen und so zialen Förderung der 
Mitglieder durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb. Die Rechtsgrundlage für das Genossenschafts w esen bildet das Genossenschaftsgesetz. Gesetzliche Voraussetzung zur Gründung einer Genossenschaft ist eine Satzung mit vorgeschriebenen Mindestinhalt. Diese Regelung hatte bereits vor 100 Jahren bestand, und so legten sich die Gründungsväter der Taxi-München eG 
 folgende Satzung zugrunde. 
➔ SATZUNG – DER STATUT ZUM ZEITPUNKT DER GRÜNDUNG 
Taxi-München eG ⁄ Archiv
36 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017

Seite 39

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Das Feiern geht weiter!
Wir selbst sind eben volljährig geworden 
und nun ein Jahrhundert 
Taxi-München eG.
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DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 39

Seite 40

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Bereits im 12. Jahrhundert gab es erste 
Vereinbarungen über die Nutzung der Marken, allgemeine Regelungen für Organisation, Umfang und Nutzung eines Gebiets, 
woraus später das Markenrecht für Produkte 
entstand. 
Mit „marc“ war aber auch das Zeichen der 
Herrschenden gemeint, das in Barren und 
Münzen eingeprägt wurde. Später ging der 
Ausdruck auf das Edelmetall selbst über 
und bezeichnete schließlich ein Geldstück 
von bestimmtem Gewicht. Die ersten 
Mark-Silbermünzen tauchten im 16. Jahrhundert in Norddeutschland auf. 1759 
 entsteht in Wien das erste Papiergeld der 
deutschen Länder. Zwischen 1792 und 
1834 beträgt das Wertverhältnis 1:15 für 
eine Goldmünze zu einer Silbermünze 
beim amerikanischen Dollar. 
1871 wird das Münzwesen mit Gründung 
des Deutschen Kaiserreichs vereinheitlicht. 
Bis dahin gab es viele unterschiedliche 
Währungen, wie Taler, Groschen, Kreuzer, 
Heller und Gulden. Nur der Silbertaler kann 
sich noch halten und wird erst 1907 außer 
Kurs gesetzt. Die neue Geldwährung basiert 
auf der Goldmark. Der Aufteilung der Währung in Mark und Pfennige lag das Dezimalsystem zugrunde. 
Seit 1909 wurden in Deutschland Banknoten als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert und konnten bis zum Ausbruch des 
ersten Weltkrieges jederzeit in Goldmark 
umgetauscht werden. Ab 1922 beginnt in 
Deutschland die Hyperinflation. Die Bundesbank gibt im November einen Geldschein über 100 Billionen Mark aus. Daher 
trat am 15. November 1923 eine neue 
Währungsordnung in Kraft. Die Rentenmark 
wird Zahlungsmittel, die in dem Wert einer 
Goldmark entspricht. Die Papiermark ist 
nichts mehr wert, für ein Dollar erhält man 
4,2 Billionen Papiergeld. In den nächsten 
Monaten gelingt es der Regierung den 
Kurs der neuen Währung zu stabilisieren. 
Im Anschluss wird am 30. August 1924 
die Reichsmark zum gesetzlichen Zahlungsmittel.
Die Deutsche Mark (DM oder D-Mark) löst 
am 21. Juni 1948 die Reichsmark als gesetzliche Währungseinheit ab. Aus zehn 
Reichsmark wurden eine D-Mark, die „Bank 
deutscher Länder“ hatte das Münzausgaberecht inne. Weitere Prägeanstalten kommen 
1950 hinzu, die Münzen tragen nun den 
Aufdruck „Bundesrepublik Deutschland“ . 
Der eingeprägte Buchstabe verrät, wo die 
Münze das Licht der Welt erblickt hat: München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G) und 
Hamburg (J). Ab 1990 wurde auch in Berlin 
(A) geprägt. In der Sowjetischen Besatzungszone werden Mark als gesetzliches 
Zahlungsmittel ab 1948 von der Deutschen 
Notenbank und ab 1968 von der Staatsbank der DDR herausgegeben. 
Die D-Mark war gesetzliches Zahlungsmittel 
in der Bundesrepublik Deutschland bis 
zur Einführung des Euro am 1.1.2002. Für 
zwei Mark bekam man ungefähr einen Euro. 
Heute sind noch knapp 13 Milliarden 
D-Mark im Umlauf, weil das Geld gehortet 
oder einfach vergessen wurde. Kein anderes 
Volk besitzt so viele alte Münzen und 
Scheine einer alten Währung. Die D-Mark 
kann noch immer bei allen Filialen der 
Bundesbank umgetauscht werden. Klüger 
ist es allerdings, sich bei Sammlern zu erkundigen, denn Mark- und Pfennigstücke 
mit gewisser Prägung haben einen erheblichen Wert. (FK)
Der Name Mark geht auf das germanische „marka“ zurück und bezeichnete im Mittelalter unterschiedliche Gewichtseinheiten. 
Zum Beispiel wog die Kölner Mark 233,856 Gramm, die Nürnberger oder Wiener Mark dagegen 237,52 bzw. 280,664 Gramm. Verwendet wurde der Begriff ebenfalls für Gebiete (Steiermark), für Grenzzeichen (Markstein) und die Grenze selbst (Grenzmark). 
➔ DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN MARK
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40 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017
 
WISSENSWERTES

Seite 41

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1930 Berlin Hamburg Köln München 
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1 Droschke je Einwohner 483 901 1.149 1.460
Droschken gesamt 8.483 1.271 642 500
➔ davon Pferdedroschken 121 – 1 –
Unternehmer gesamt 3.318 694 451 414
➔ mit 1 Fahrzeug 1.627 387 297 349
➔ mit 2–3 Fahrzeugen 1.288 281 148 60
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Wartezeit pro Stunde 3,00 2,00 3,00 3,00
Zuschlag für Gepäck ⁄ Hunde 0,35 0,50 0,50 0,50
Am 11. Juni 1931 reichte Diplom-Kaufmann Josef Hüls seine 
 Arbeit bei der Technischen Universität München zur Erlangung 
der Würde eines Doktors der Technischen Wissenschaften ein. 
Im Folgenden einige ausgewählte Daten der Erhebung aus den 
vier größten deutschen Städten im Jahr 1930. Zum 1. Juli 1930 
waren in Deutschland 26.819 öffentliche Droschken vorhanden. 
Im Bundesdurchschnitt entfiel eine Kraftdroschke auf 3.030 
 Einwohner. Die Doktorarbeit kritisiert die unterschiedliche 
 Kenntlichmachung der Droschken, in Beziehung auf Farbe der 
 Karos serie, des Aufbaus und der Aufschriften: „so dass es im 
 Interesse des reisenden Publikums sehr zu begrüßen wäre, 
wenn durch Zusammenarbeit des Reichsinnenministeriums mit 
dem Verband des deutschen Kraftdroschkengewerbes eine 
 einheitliche Regelung erfolgt.“ (FK)
➔ UNTERSUCHUNG DES DEUTSCHEN KRAFTDROSCHKENGEWERBES
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Mobil: 0160/ 187 22 88
Wir gratulieren 
der Taxi München eG 
zum 100. Jubiläum und 
wünschen weiterhin 
viel ERFOLG.
Unsere Fahrzeuge sind sowohl mit 
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DEZEMBER 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 41

Seite 42

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➔ MEILENSTEINE
➔ TAXIORGANISATIONEN
LANDESHAUPTSTADT MÜNCHEN
INFORMATION
1158 Gründung durch Heinrich den Löwen (14.6.)
1214 München wird zum ersten Mal urkundlich als Stadt bezeichnet
1255 München wird Residenzstadt der Wittelsbacher
1494 Einweihung der Frauenkirche, dem Wahrzeichen Münchens
1589 Eröffnung des Münchner Hofbräuhauses
1789 Der Englische Garten wird der Öffentlichkeit übergeben
1806 München wird Hauptstadt des Königreichs Bayern
1810 Erstes Oktoberfest (17.10.)
1818 Bayern erhält eine Verfassung
1825 König Ludwig I. wird inthronisiert
1848 München wird zu einer Kunststadt mit Weltruf
1839 Die erste Eisenbahn fährt von München nach 
Augsburg (1.9.)
1848 König Max II. regiert Bayern
1864 Ausbildung des „Maximilianstils“ in der Architektur
1864 König Ludwig II. tritt seine Regentschaft an
1886 Blüte des Musiklebens und des Kunsthandwerks
1901 München hat 500.000 Einwohner
1917 Gründung der heutigen Taxi-München eG
1918 Kurt Eisner ruft die Republik aus (7.11.)
1923 Der Hitler-Putsch scheitert (9.11.)
1933 Machtergreifung der Nationalsozialisten (9.3.)
1939 Missglücktes Attentat auf Hitler im Bürgerbräukeller
1945 Der Einmarsch der Amerikaner bedeutet das 
Kriegsende (30.4.)
1957 Am 15. Dezember hat München eine Million Einwohner
1972 XX. Olympische Sommerspiele in München (26.8. – 11.9.)
1974 Fußballweltmeisterschaft
1983 Internationale Gartenbauausstellung (IGA)
1992 Eröffnung des neuen Münchner Flughafens (17.5.)
1998 Eröffnung des neuen Messegeländes in Riem (12.2.)
2002 Eröffnung der Pinakothek der Moderne (17.9.)
2005 Eröffnung der Allianz-Arena (30.5.)
2006 Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft (9.6.)
2006 Einweihung der Synagoge und des Jüdischen 
Gemeindezentrums (9.11.)
2008 Festsommer zum 850-jährigen Stadtjubiläum
2010 200-jähriges Jubiläum des Oktoberfestes mit 
„Historischer Wiesn“
2012 40-jähriges Jubiläum des MVV und des Olympiaparks
2015 Eröffnung des NS-Dokumentationszentrum München (1.5.)
2015 Am 8. Mai hat München 1,5 Millionen Einwohner
2017 Die Münchner Taxigenossenschaft wird 100 Jahre alt
2017 wird die Taxi-München eG 100 Jahre alt. Doch wie alt sind 
die anderen Taxiorganisationen in der Bundesrepublik?
Taxi-Ruf Bremen 1894
Taxi-München eG 1917
Taxi Frankfurt 1919
Taxi Nürnberg 1925
Taxi Stuttgart 1928
Taxi Düsseldorf eG 1928
Taxi Köln 1937
Taxi Berlin WBT 1938
Taxi Chemnitz 1946
Taxi Dresden 1946
Taxi Bonn 1960
Taxi Hamburg 1962
INFORMATION
Anzeigenverwaltung: 
Taxi-München eG 
Engelhardstraße 6 
81369 München
 
Ansprechpartner: 
Frau Birgit Heller, Telefon: (089) 21 61- 877
E-Mail: anzeigen@taxi-muenchen.de
Internet: www.taxi-muenchen.de
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42 ⁄ TAXIKURIER ⁄ DEZEMBER 2017

Seite 43

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Seite 44

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Hauspreis (inkl. MwSt.) 
24.890 €
Monatl. Finanzierungsrate 1) 379 €
Anzahlung in Höhe der MwSt. 4.269,84 €
Nettodarlehensbetrag 20.620,16 €
Bearbeitungsgebühr 0,00 €
geb. Sollzins p.a. 3,92%
Eff ektiver Jahreszins 3,99%
Laufzeit 60 Monate
Prius+ MPV Hybrid Comfort
1.8 VVT-i Hybrid (Elektro- und Verbrennungsmotor), 
Systemleistung 100 kW (136 PS), stufenloses Automatikgetriebe
Ausstattungs-Highlights:
- T axi-Paket „Intax“
- Scheinwerfer (LED-Abblendlicht)
- Ledersitze (mit Sitzheizung Fahrer/Beifahrer)
- Rückfahrkamera
- T oyota T ouch & Go 2
- Geschwindigkeitsregelanlage, elektronisch
- Smart-Key System 
- Klimaautomatik 
Hauspreis (inkl. MwSt.) 
30.690 €
Monatl. Finanzierungsrate 1) 469 € 
Anzahlung in Höhe der MwSt. 5.173,03 €
Nettodarlehensbetrag 25.516,97€
Bearbeitungsgebühr 0,00 €
geb. Sollzins p.a. 3,92%
Eff ektiver Jahreszins 3,99%
Laufzeit 60 Monate
Kraftstoffverbrauch und Energieeffizienz: Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert 3,9/3,9/3,5 l/100 km, CO2-Emissionen komb. 81 g/km. Energieffizienzklasse A+.
1) Ein Finanzierungsangebot der T oyota Kreditbank GmbH, T oyota-Allee 5, 50858 Köln. Das Angebot entspricht dem Beispiel nach §6a Abs. 3 PAngV. Unser Autohaus vermittelt Darlehensverträge mehrerer bestimmter 
Darlehensgeber. Abbildungen zeigen Sonderausstattungen.
HALLO TAXI!
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DIESE PREISE KOMMEN WIE GERUFEN
3 x in München 
T axi-Kompetenz-Center:
80687 München I Landsberger Str. 222
T axi-Service-Stützpunkte:
80807 München I Frankfurter Ring 166
81673 München I Neumarkter Str. 80
Ihr T axi-Ansprechpartner 
(Landsberger Straße):
Peter Szitar
T el.: 089 / 547177-27
peter.szitar@toyota-dit.de
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