TAXIKURIER · TEXTANSICHT EINER HISTORISCHEN AUSGABE
Taxikurier August 2017
Diese Ausgabe stammt aus dem Jahr 2017. Angaben zu Preisen, Terminen, Kontakten und Angeboten beziehen sich auf den damaligen Erscheinungszeitpunkt.
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PREMIUMZIEL WARUM ES GÄSTE AUS ALLER WELT AN DIE ISAR ZIEHT AUFGEPASST WARNUNG VOR FALSCHEN POLIZISTEN UMGEZOGEN DER NEUE TAXISTANDPLATZ AM BEETHOVENPLATZ ➔ TOURISMUS ALS WIRTSCHAFTSFAKTOR REISEZIEL MÜNCHEN OFFIZIELLES ORGAN DER TAXI-MÜNCHEN EG ⁄ 57. JAHRGANG ⁄ WWW.TAXI-MÜNCHEN.DE MONATLICHES MAGAZIN FÜR DAS MÜNCHNER TAXIGEWERBE ⁄ AUSGABE AUGUST 2017
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IMPRESSUM TAXIKURIER, offizielles Organ der Taxi-München eG Herausgeber: Taxi-München eG Genossenschaft der Münchner Taxi-Unternehmen Engelhardstraße 6, 81369 München Tel.: (0 89) 77 30 77, Fax: (0 89) 77 24 62 E-Mail: info@taxi-muenchen.de Internet: www.taxi-muenchen.de Chefredakteur: Frank Kuhle (FK) Autoren im TAXIKURIER: Birgit Heller (BH), Werner Hillermann (WH), Thomas Kroker (TK), Frank Kuhle (FK), Norbert Laermann (NL), Rainer Männicke (RM), Michael Schrottenloher (MS), Benedikt Weyerer (BW) Gestaltung und Art Direktion: Bernhard Andreas Probst Formenreich, Büro für Gestaltung Ringseisstraße 4 (Rgb), 80337 München Tel.: (0 89) 44 49 97 88, Fax: (0 89) 44 49 97 89 E-Mail: probst@formenreich.de Internet: www.formenreich.de Fotografie: Dirk Tacke Ringseisstraße 4 (Rgb), 80337 München Tel.: (0 89) 54 40 40 69, Fax: (0 89) 54 40 40 68 E-Mail: info@atelier-tacke.de Internet: www.atelier-tacke.de Druck: Peradruck GmbH Hofmannstraße 7, 81379 München Tel.: (0 89) 8 58 09-0, Fax: (0 89) 8 58 09 36 E-Mail: jessica.schwertberger@peradruck.de Online-Auftritt: Norbert Laermann Anzeigenverwaltung: Taxi-München eG Engelhardstraße 6, 81369 München Anzeigen TAXIKURIER Ansprechpartner: Frau Birgit Heller Tel.: (0 89) 21 61-877 E-Mail: anzeigen@taxi-muenchen.de Vertrieb: Michelle Moultrie, Telefon: (0 89) 21 61-368 E-Mail: michelle.moultrie@taxi-muenchen.de Bezugspreise: Einzelheft 2,50 Euro + Versandkosten Abonnement Inland 30,00 Euro inkl. MwSt. und Versand Erscheinungsweise: monatlich Bezugszeit: Das Abonnement gilt zunächst für ein Jahr. Es verlängert sich, wenn es nicht drei Monate vor Ablauf dieses Jahres schriftlich gekündigt wird. Darüber hinaus sind Kündigungen jeweils drei Monate vor Ende des folgenden Quartals schriftlich mitzuteilen. Nachdruck und Vervielfältigungen: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme. Die Einsender von Beiträgen übertragen dem Verlag das Recht, die Genehmigung zum Fotokopieren zu erteilen. Die namentlich oder mit Initialen gekennzeichneten Artikel stellen nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr übernommen. Bei Nichtlieferung durch höhere Gewalt besteht kein Anspruch auf Ersatz. Inhaber der Beteiligungsverhältnisse: Taxi-München eG 100% Vorstand: Frank Kuhle, Reinhard Zielinski, Alfons Haller AUSBILDUNG ➔ AUGUST 2017 Grundkurs Montag, 07.08., 21.08., jeweils von 17.30 bis 19.30 Uhr Mittwoch, 02.08., 09.08., 16.08., 23.08., 30.08., jeweils von 17.30 bis 19.30 Uhr Samstag, 05.08., 12.08., 19.08., 26.08., jeweils von 10 bis 13 Uhr Leistungskurs Montag, 07.08., 14.08., 21.08., 28.08., jeweils von 20 bis 22 Uhr Mittwoch, 09.08., 16.08., 23.08., 30.08., jeweils von 20 bis 22 Uhr ➔ Teilnahme nur nach erfolgreichem Besuch des Grundkurses möglich! ➔ Anmeldung zum Ortskunde-Kurs direkt in der Taxischule! Infoveranstaltung für angehende Taxifahrer Samstag, 05.08., von 8.30 bis 10 Uhr Montag, 14.08., von 17.30 bis 19 Uhr Samstag, 19.08., von 8.30 bis 10 Uhr Montag, 28.08., von 17.30 bis 19 Uhr Funkkurs für Taxifahrer (mit Funkunterweisung) Funkkurs, Teil 1: Donnerstag, 17.08., von 13 bis 16 Uhr Funkkurs, Teil 2: Freitag, 18.08., von 13 bis 16 Uhr ➔ Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung im Datenfunk-Büro, Rückgebäude 2. Stock, während der Bürozeiten möglich! Fortbildung für Fahrer von Taxibus und Großraumtaxi Mittwoch, 16.08., von 15 bis 17 Uhr ➔ Keine Anmeldung erforderlich, aber pünktliches Erscheinen! ➔ Teilnahmegebühr: 10 Euro Ausbildung zum Taxiunternehmer ➔ Kurs 5 ⁄ 2017 vom 26. September bis 26. Oktober 2017 ➔ Kurs 6 ⁄ 2017 vom 7. November bis 05. Dezember 2017 Die Kurse finden im Schulungsraum der Taxi-München eG in der Engelhardstraße 6, Vordergebäude, 1. Obergeschoss statt. Anmeldung bei Frau Elke Choleva in der Verwaltung, 1. Obergeschoss Telefon: (089) 21 61 - 367, E-Mail: choleva@taxi-bayern.de Besuchen Sie uns auch im Internet: www.taxi-muenchen.de www.taxikurs-münchen.de 2 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017
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Taxi-München eG Haus des Taxigewerbes Engelhardstraße 6 81369 München Taxizentrale-Taxiruf: Tel.: (089) 19 410 oder (089) 21 61-0 Fax: (089) 74 70 260 Leitung der Zentrale: Norbert Laermann Tel.: (089) 21 61-352 Thomas Kroker Tel.: (089) 21 61-396 E-Mail: info@taxi-muenchen.de Fax: (089) 74 70 260 Verwaltung: Tel.: (089) 77 30 77 Fax: (089) 77 24 62 E-Mail: choleva@taxi-muenchen.de Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 7.30–12.00 Uhr Mo.–Do. 12.30–15.30 Uhr Buchhaltung / Kasse: E-Mail: jaeger@taxi-muenchen.de Schulungen / Lehrgänge: Unternehmerkurs Elke Choleva, Tel.: (089) 21 61-367 E-Mail: choleva@taxi-muenchen.de Taxischule: Infotelefon: (089) 21 61-333 E-Mail: schule@taxi-muenchen.de www.taxikurs-münchen.de ➔ INHALT Diese Ausgabe finden Sie auch im Internet: www.taxi-münchen.de Titelmotiv: atelier-tacke.de Impressum 02 Ausbildungstermine ⁄ August 2017 02 Die Genossenschaft ⁄ Aktuelle Informationen 04 Der Landesverband ⁄ Aktuelle Informationen 10 ➔ Reiseziel München ⁄ Tourismus als Wirtschaftsfaktor 12 ➔ Wussten Sie schon, dass … ⁄ Übernachtungen in Deutschland 17 ➔ Tourismus in München ⁄ Wichtige Daten 18 Stadtinfo München ⁄ Impark Sommerfest 20 Stadtinfo München ⁄ Auer Jakobidult 20 Stadtinfo München ⁄ Kocherlball 21 Die Kriminalpolizei informiert ⁄ Warnung vor falschen Polizisten 21 Wissenswertes ⁄ NS-Dokumentationszentrum 22 Unterhaltsames ⁄ Taxler-Lexikon – Schrotti erklärt die Taxi-Welt 24 Stadtkunde München ⁄ MTU und MAN – zwei wichtige Adressen 26 VIP im Taxi ⁄ Jeanette Biedermann 28 Künstlerhaus München ⁄ Veranstaltungshinweise August 2017 29 Service ⁄ Veranstaltungskalender August 2017 30 atelier-tacke.de ➔ ZWEI KLICKS – EIN TAXI! ➔ JETZT KOSTENLOS DOWNLOADEN! DIE BUNDESWEITE BESTELL-APP DER DEUTSCHEN TAXIZENTRALEN! TAXI DEUTSCHLAND AUGUST 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 3
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➔ DIE GENOSSENSCHAFT Zukunftskongress des BZP am 21.06.2017 in Berlin Der Taxi-Zukunftskongress des BZP am 21.06.2017 in Berlin im Rahmen der Kampagne „Verlässlich ist modern“ war eine spannende und mit über 200 Teilnehmern sehr gut besuchte Bestandsaufnahme des Gewerbes. Im zweiten Teil setzten die im Bundestag vertretenen Parteien wichtige Signale für eine Reform des PBefG mit Augenmaß. Im Rahmen einer Experten-Gesprächsrunde wurde der digitale Ist-Zustand des Taxigewerbes analysiert. So berichtete die Berliner Taxiunternehmerin Sabine Ernst (auch Motiv der Kampagne „Verlässlich ist modern“!) sehr anschaulich, wie der digitale Datenfunk ihren Alltag im Taxi veränderte und Abläufe durch Digitaltechnik wie z.B. dem Fiskaltaxameter vereinfacht werden. BZP-Vizepräsident Hermann Waldner schilderte, dass die gewerbeeigen betriebenen Taxizentralen trotz sehr weitgehender Aufrüstung mit digitalen Vermittlungssystemen und Vermittlung-Apps bewusst den analogen Weg einer Vermittlung durch Menschen als Operator offen halten werden, die persönliche Beziehung und Empathie werde als wertvolles Dienstleistungsmerkmal von vielen Kunden sehr geschätzt. In aller Regel sei der Telefonservice sogar schneller als eine Bestellung per App. Thomas Sell von der Telekom bescheinigte dem Taxigewerbe einen bereits sehr hohen Digitalisierungs-Level. Aus Kundensicht sei besonders wichtig, was eigentlich mit den gesammelten digitalen Daten passiert. Während diese anderswo z.B. für wirtschaftlich nutzbare Sozial- und Bewegungsprofile der Kunden missbraucht und verkauft werden, werden die Daten im Taxigewerbe nur sehr kurzfristig für das interne Qualitätsmanagement genutzt und dann gelöscht. Der Datenschutz für den Kunden sei hier oberstes Gebot, die strengen Vorgaben des nationalen Rechts werden umgesetzt. Quintessenz der mit Videosequenzen ergänzten Gesprächsrunde: Die in der Branche bereits in den achtziger Jahren einsetzende Digitalisierung hat aktuell bereits ein hohes Niveau erreicht, das traditionelle Gewerbe sei hier mindestens auf dem Stand der „neuen digitalen Wettbewerber“, teilweise sogar in seiner Erreichbarkeit sowie nationalen und internationalen Vernetzung deutlich voraus. BZP-Präsident Michel Müller stellte dann die acht Leitlinien zur Gestaltung der Digitalisierung der Taxiund Mietwagenbranche vor. Hauptaussage: Hier erfolgt die Digitalisierung nicht zum Selbstzweck, sondern stellt den Menschen in den Mittelpunkt und gewährleistet ökologische Mobilität für alle. Im zweiten Teil galt es dann auf der nachfolgenden Podiumsdiskussion „Zukunft Taxi – politische Gestaltung der Personenbeförderung“ für die Verkehrspolitiker des Bundestages im Hinblick auf eventuelle Änderungen des PBefG und die hierauf abzielenden Wahlprüfsteine des BZP Farbe zu bekennen. In den wichtigsten Punkten waren sich Michael Donth (CDU), Kirsten Lühmann (SPD), Stephan Kühn (Grüne) und Sabine Leidig (Linke) weitgehend einig: An Betriebs-, Beförderungs- und Tarifpflicht des Taxis wollte keiner von ihnen rütteln. Auch bei einem modernisierten PBefG müsse der ÖPNV der Daseinsvorsorge gerecht werden, hier gehöre das Taxi zwingend dazu. (FK) 4 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017 AKTUELLE INFORMATIONEN
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Deswegen sprachen sich auch alle Verkehrspolitiker für eine weiterhin klare Abgrenzung zwischen Taxis und Mietwagen aus. Der BZP-Vorschlag einer rechtssicher definierten Abgrenzung von privatem Mitfahren und gewerblicher Beförderung durch fixe Entgeltgrenzen fand bei den Politikern viel Zustimmung. Sharing höre da auf, wo angefangen wird, Geld zu verdienen („Ride selling“). Lebhaft diskutiert wurde auch mit den anwesenden Unternehmern und Fahrern die Sicherung der Taxi-Versorgung im ländlichen Raum. Der Bürger in der Lüneburger Heide sei auf Beförderungssicherheit genauso angewiesen wie der Großstadtbewohner mit einer guten öffentlichen Infrastruktur. Dies sei bereits heute ein drängendes und in Zukunft eines der zentralsten Probleme der Verkehrspolitik und staatlichen Daseinsfürsorge. Hier müsste auch über neue Wege nachgedacht werden, so könnte die Bereitstellung von Mobilität durch das Gewerbe ggf. auch durch öffentliche Mittel finanziell kompensiert werden, ähnlich wie dies bei Ärzten auf dem Lande bereits heute erfolgt. Gewerbevertreter forderten, statt auf nicht funktionierende Good-Will-Privatmodelle („Rentner fährt Rentner“) zu setzen besser das vorhandene Know-how und Ressourcen des Gewerbe zu nutzen und dieses viel intensiver einzubinden, so z.B. bereits bei der Erstellung von Nahverkehrsplänen. Einigkeit bestand auch bei der Notwendigkeit, dass Taxiangebote wesentlicher Bestandteil von internetbasierten Mobilitätsplattformen sein müssen, um attraktive verkehrsmittel-übergreifende Mobilität in allen Facetten als Alternative zum Privat- Pkw anbieten zu können. Angesichts der zahlreichen Hürden auf dem Weg zur Elektromobilität von der Reichweite bis zur Frage der Lade-Infrastruktur sprachen sich alle Politiker für Subventionen bei der Anschaffung der teureren Fahrzeuge und höheren Betriebskosten von Elektro-Taxis aus, das Taxigewerbe könnte hier eine sehr wichtige Vorreiterrolle übernehmen und vielbeachtete Signale setzen. Am Ende konnte ein positives Fazit gezogen werden, so Präsident Müller: „Alle vier Parteien haben sich heute dazu bekannt, dass Taxis Teil der Daseinsvorsorge sind. Wir hoffen, dass die Politik auch nach der Wahl dazu steht. Wir jedenfalls werden auch in Zukunft verlässlich und modern unsere Dienstleistung anbieten und erbringen.“ Video-Mitschnitte der Veranstaltung und weiteres Material wie die Digitalisierungs- Leitlinien stehen auf den Internet-Angeboten www.bzp.org und www.verlaesslichist-modern.taxi zur Verfügung. Wir dürfen noch einmal in Erinnerung bringen, dass die Taxi-München eG zur Unterstützung der Kampagne Mitgliedsfahrzeuge mit werbefreien Türflächen sucht. Die Kosten für Erstellung und Anbringung der Folien wird übernommen. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit Frau Choleva, Tel. (089) 21 61-367 auf. Neue Straßennamen ➔ Auguste-Kent-Platz Auguste Kent, geboren als Auguste Nappenbach am 02.09.1929 in Landshut, gestorben am 20.10.1992 in Cincinnati, Dolmetscherin, Direktorin und Gründerin der Tri-State German American School; als Mitglied des Cincinnati-Munich Sister City Committee war Auguste Kent die treibende Kraft für die Besiegelung der Städtepartnerschaft zwischen München und Cinci nnati. Straßenverlauf: Platz zwischen S-Bahnhof Fasangarten und Cincinnatistraße. ➔ Constanze-Hallgarten-Straße Constanze Hallgarten, geboren 12.09.1881 in Leipzig, gestorben 25.09.1969 in München, eine der führenden Frauen der deutschen Friedensbewegung, Frauenrechtlerin. Constanze Wolff-Arndt stammte aus gutem Hause und heiratete bereits im Jahr 1900 in Leipzig den Germanisten und Juristen Robert Hallgarten. Später lebte sie in München, leitete dort ab 1919 die örtliche Gruppe der „Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit“ (IFFF) und engagierte sich intensiv im Völkerbund. 1932 organisierte sie in München eine Friedenskundgebung. Nach der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten emigrierte sie zunächst in die Schweiz, dann nach Frankreich und schließlich, 1941, nach Amerika. Im Jahr 1955 kam Constanze Hallgarten nach Deutschland zurück und war bis zu ihrem Tod in der IFFF aktiv. Straßenverlauf: Von der Drygalski-Allee aus erst circa 137 Meter nach Südosten und im weiteren Verlauf nach Süden abbiegend bis zur Kistlerhofstraße ➔ Eleonore-Romberg-Straße Eleonore Romberg, geboren 19.06.1923 in München, gestorben 25.08.2004 in München, Soziologin, Aktivistin der Friedensbewegung. Eleonore Hagspiel besuchte die Handelsschule und arbeitete bis 1946 in einer Buchdruckerei. Danach war sie Sekretärin des damaligen CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Alois Hundhammer, ohne selbst Parteimitglied gewesen zu sein. 1953 heiratet sie Ernst-Heinrich Romberg und wurde Mitglied in der „Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit“ (IFFF). Nachdem sie 1961 das Begabtenabitur abgelegt hatte, studierte sie Soziologie, Philosophie und Psychologie an der Universität in München. Ab 1966 war Romberg Dozentin an der Ellen- Ammann-Schule, später Professorin an der Katholischen Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen in München. 1972 bis 1974 und von 1986 bis 1992 war sie Präsidentin der deutschen Sektion der IFFF, darüber hinaus von 1986 bis 1990 Abgeordnete im Bayerischen Landtag. Unsere Fahrzeuge sind sowohl mit Isarfunk als auch mit EG Datenfunk ausgestattet. Mercedes E-Klassen 24 Stunden Service Tel: 089/ 90 16 40 87 Mobil: 0160/ 187 22 88 AUGUST 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 5
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Straßenverlauf: Von der Boschetsrieder Straße circa 117 Meter nach Süden und als Sackgasse endend ➔ Georg-Riedmeier-Weg Georg Riedmeier, geboren am 03.02.1917 in München, gestorben am 07.03.1974 in Haar, Friseur; Mitglied in der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ), er hatte Kontakt zur Widerstandsgruppe um Johann Fried; wegen „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens“ wurde er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, nach Verbüßung der Haftstrafe wurde er im KZ Dachau von 1937 bis 1939 wegen seiner politischen Gesinnung auf Betreiben der Gestapo in „Schutzhaft“ genommen. Straßenverlauf: Vom Paulanerplatz zunächst in nördlicher Richtung, parallel zum Auer Mühlbach, dann nach Westen bis zur Lilienstraße ➔ Mirjam-David-Straße Mirjam David, geboren am 25.11.1917 in München, gestorben am 07.02.1975 in Garmisch-Partenkirchen, Chemikerin, engagiert im Widerstand der „Weißen Rose“; 1942 und 1943 Tätigkeit am Chemisch-Physikalischen Institut der Universität München; im November 1943 Verhaftung und anschließende Inhaftierung u.a. im Konzentrationslager Ravensbrück; aufgrund der Folgen der Inhaftierung konnte Mirjam David nach 1945 ihre wissenschaftliche Karriere nicht fortsetzen. Straßenverlauf: Verbindungsstraße zwischen Agnes-Pockels-Bogen und Georg-Brauchle-Ring, parallel zur Hanauer Straße. ➔ Paula-Hahn-Weinheimer-Weg Paula Hahn-Weinheimer, geboren am 08.03.1917 in Nürnberg, gestorben am 02.12.2002 in München, Geochemikerin, Mineralogin; sie studierte in Nürnberg Chemieingenieurwesen und arbeitete während des Zweiten Weltkriegs als Chemietechnikerin. 1943 Promotion in Frankfurt, ab 1964 Leiterin der Forschungsstelle Geochemie an der TU München; 1970 erhielt sie dort eine Professur, damit war sie die erste ordentliche Professorin an der TU München; sie verfasste mehr als 50 Fachveröffentlichungen, ihr Fachgebiet war die Weiterentwicklung und geochemische Anwendung der Röntgenfluoreszenzanalyse. Straßenverlauf: Von der Bauschingerstraße aus nach Südwesten bis zum Fuß- und Radweg Gerberau. ➔ Christel-Küpper-Platz Sibylla Hubertine Christine Küpper, geborene Göbbels, geboren 16.09.1906 in Bonn, gestorben 20.04.1995 in München, Psychotherapeutin, Politikerin, Friedensaktivistin. Christel Küpper erlernte nach ihrer Schulzeit den Beruf Bibliothekarin und arbeitete bis zu ihrem Berufsverbot 1934 in Leipzig bei der deutschen Zentralstelle für Büchereiwesen. 1937 begann sie Psychologie zu studieren und praktizierte ab 1942 als Psychotherapeutin in München. Bereits vor 1933 engagierte sie sich in der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit und arbeitete ab 1948 als Vertreterin der deutschen Friedensverbände beim Internationalen Peace Institut in Genf. 1952 hat sie zusammen mit Gustav Heinemann die Gesamtdeutsche Volkspartei (GUV), die für die deutsche Einheit und gegen die Wiederbewaffnung eintrat, gegründet. Später war sie zusammen mit Franz Wuesthoff Gründungsmitglied der Forschungsgesellschaft für Friedenswissenschaft in Genf und arbeitete bis in die späten 1980er Jahre in verschiedenen Friedensorganisationen und außerparlamentarischen Oppositionsgruppen mit. Straßenverlauf: Platz im Südosten der Einmündung der Drygalski-Allee in die Boschetsrieder Straße. ➔ Mathilde-Berghofer-Weichner-Straße Mathilde Berghofer-Weichner, geborene Weichner, geboren 23.01.1931 in München, gestorben 29.05.2008 ebenda, Juristin und Politikerin in Bayern. Mathilde Berghofer- Weichner wuchs im Würmtal auf, studierte nach dem Abitur in München Rechtswissenschaften und promovierte 1957. Nachdem sie als Staatsanwältin und Ministerialrätin in München tätig war, wurde sie 1968 als erste Frau stellvertretende Parteivorsitzende der CSU. Ab 1970 fungierte sie als Staatssekretärin im bayerischen Kultusministerium und war damit die erste Frau in einem bayerischen Kabinett. Von 1986–1993 war Berghofer-Weichner bayerische Justizministerin und darüber hinaus von 1988-1993 stellvertretende Ministerpräsidentin. Straßenverlauf: Von der Hedwig-Kämpfer- Straße nach Nordosten in die Fritz-Bauer- Straße mündend. ➔ Hedwig-Kämpfer-Straße Hedwig Kämpfer, geboren 23.01.1889 in München, gestorben 07. oder 08.01.1947 in Paris, Kontoristin und Politikerin in der Weimarer Republik. Hedwig Kämpfer wird früh mit Otto Graf, Franz Auweck und der Münchner Räterepublik in Verbindung gebracht. 1917 heiratete sie den jüdischen Journalisten Richard Kämpfer und war Mitgründerin der USDP in München. Sie war Mitglied im Revolutionären Arbeiterrat und des Provisorischen Nationalrates (November 1918 – Januar 1919) und Mitgründerin des „Bundes sozialistischer Frauen“ . Im Jahr 1919 wurde sie anlässlich der Kommunalwahlen auf Grund ihres politischen Engagements verhaftet, jedoch kurz darauf wieder auf freien Fuß gesetzt. Von 1919 bis 1924 war sie für die USPD⁄ SPD Stadträtin in München. 1933 floh sie mit ihrem Ehemann nach Paris und wurde 1940 in das Internierungslager Gurs deportiert. Nach Kriegsende kehrte sie nach Paris zurück und verstarb dort kurz vor ihrer geplanten Rückkehr nach München. Straßenverlauf: Von der Kreuzung Centa- Hafenbrädl-Straße und Ria-Burkei-Straße nach Norden und dann nach Osten bis zur Mathilde-Berghofer-Weichner-Straße und Fritz-Bauer-Straße. ➔ Fritz-Bauer-Straße Fritz Bauer, geboren 16.07.1903 in Stuttgart, gestorben 01.07.1968 in Frankfurt am Main, war ein deutscher Jurist und als Generalstaatsanwalt in Hessen und maßgeblich an den Frankfurter Auschwitzprozessen beteiligt. Fritz Bauer, aus einem jüdischen Elternhaus stammend, studierte nach dem Gymnasium in Heidelberg, München und Tübingen Rechtswissenschaften. 1928 wurde Bauer Gerichtsassessor beim Amtsgericht Stuttgart und zwei Jahre später jüngster Amtsrichter in der Weimarer Republik. Bereits 1933 wurde er wegen politischer Aktivitäten gegen das nationalsozialistische Regime festgenommen und acht Monate interniert. 1936 emigrierte er nach Dänemark und 1943 nach Schweden. Dort gründete er mit Willy Brandt die Zeitschrift „Sozialistische Tribüne“ . 1949 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde 1956 in das Amt des hessischen 6 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017
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Generalstaatsanwaltes berufen. Er war 1953 Ankläger bei dem aufsehenerregenden Prozess gegen den ehemaligen Kommandeur des Berliner Wachbataillons Otto Ernst Remer, in dessen Verlauf die Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944 rehabilitiert wurden. Ab 1959 war er maßgeblich an den Frankfurter Auschwitz-Prozessen beteiligt. Deren Durchführung leitete ab Mitte der 1960er Jahre die zunehmende Auseinandersetzung der Öffentlichkeit mit der Holocaust-Thematik ein. Es war Fritz Bauers Initiative zu verdanken, dass die israelitische Justiz mit Adolf Eichmann einen der Hauptverantwortlichen für den Judenmord zur Verantwortung ziehen konnte. Fritz Bauers Lebenswerk galt dem Aufbau einer demokratischen Justiz, der konsequenten strafrechtlichen Verfolgung nationalsozialistischen Unrechts und der Reform des Straf- und Strafvollzugsrechts. Straßenverlauf: Von der Hedwig-Kämpfer- Straße erst nach Osten, später nach Nordosten bis zur Kreuzung Papinstraße und Kravogelstraße (TK ⁄ RM) Standplätze für Taxis aus der Gemeinde Oberding Die Taxistandplätze am Flughafen München befinden sich auf dem Gebiet der Gemeinde Oberding. In § 4 der Vereinbarung zwischen den Landratsämtern Erding, Freising und München und der Landeshauptstadt München vom 12.06.1991 über das Bereithaltungsrecht von auswärtigen Taxis am Flughafen München erklärte die Landeshauptstadt München ihr Einvernehmen gemäß § 47 Abs. 2 PBefG, dass das Landratsamt Erding für mit Betriebssitz Oberding zugelassene Taxis das Bereithalten in der Landeshauptstadt München auf mindestens drei „Spezialstandplätzen, an denen überwiegend Fahrten zum Flughafen zu erwarten sind“, gestattet. Mit verkehrsrechtlicher Anordnung vom 15.11.1993 wurden 3 dieser Standplätze am Hauptbahnhof Mitte, Hotel Sheraton Arabellapark und Hotel Holiday Inn Nord eingerichtet. Der letztgenannte musst wegen Schließung des Hotels 2012 durch einen neuen Standplatz am Nordfriedhof ersetzt werden. Mit Schreiben vom 20.02.2014 hat das Landratsamt Erding entsprechend § 4 der genannten Behördenvereinbarung wegen der erhöhten Anzahl von Taxiunternehmern mit Betriebssitz in der Gemeinde Oberding einen Bedarf von vier weiteren Spezialstandplätzen an folgenden Örtlichkeiten angemeldet. Als geeignet für die Einrichtung eines Taxistandplatzes speziell für Taxis aus der Gemeinde Oberding wird bislang nur der Standort Messe München betrachtet. Die Messe München GmbH hat der Einrichtung des Taxistandplatzes zugestimmt und wird die Anbringung der erforderlichen Verkehrszeichen übernehmen. Die genaue Lage ist am Haupteingang West in der Straße „Am Messesee“ . Hier wird unmittelbar nördlich des Vordachs des Eingangs Klimaanlage maximal auf sechs Grad Differenz einstellen Bei 30 Grad im Schatten flüchtet sich so mancher ins Auto, um mit Hilfe der Klimaanlage kühle Temperaturen zu genießen. Autofahrer sollten den Innenraum aber nicht zum Eisschrank werden lassen. Maximal sechs Grad Differenz zur Außentemperatur empfiehlt der Tüv Süd. Das sei ein guter Kompromiss zwischen Wohlbefinden und Sparsamkeit. Eine Klimaanlage auf voller Leistung erhöht den Spritverbrauch. Die Anlage aber ganz auszuschalten und dafür etwa lieber die Fenster zu öffnen, ist keine gute Idee. Das erhöht den Luftwiderstand und damit wieder den Verbrauch. Kurz vor Fahrtende sollte man die Kühlfunktion ausschalten und nur das Gebläse weiterlaufen lassen. Auf diese Weise kann der Anlage Feuchtigkeit entzogen werden, die ansonsten auch zu Pilzbefall und fauligem Geruch führen kann. (BH) West auf sieben Meter Länge Richtung Norden ein Taxi standplatz für „1 Taxi mit Betriebssitz in der Gemeinde Oberding für Fahrten zum Flughafen und in den Landkreis Erding“ eingerichtet und mit Zeichen 229 StVO (Taxistandplatz) und den Zusatzzeichen „nur für Fahrten zum Flughafen München oder in den Landkreis Erding“ und „Aufstellrecht nur für Taxis aus der Gemeinde Oberding“ beschildert. Wir halten Sie über die weiteren Anträge zu den beantragten Standorten im Tal, am Promenadeplatz und in der Ludwigstraße auf dem Laufenden. (TK) Der Standplatz „Beethoven“ ist nun an neuer Stelle in der Goethestraße an der Nußbaumstraße beschildert. Nach der spontanen Auflösung des Ziemssen-Stand im Mai 2017 ist diese Umsetzung einfach sensationell, so schnell wurde noch nie ein Taxi stand neu eingerichtet. Hier sei unser herzlicher Dank an die beteiligten Referate und Stellen der Landeshauptstadt München ausgesprochen, ohne deren Zutun dieser Kraftakt nicht möglich gewesen wäre. Nachdem anfangs noch Falschparker den Betrieb störten, hat sich der neue Stand inzwischen eingespielt und wird gut angenommen. (TK) Kein Desaster im Klinikviertel: der neue Beethoven-Stand ist in Betrieb AUGUST 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 7
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Datenfunk-Tipps Kassenschnitt bei den neuen ingenico-Kartenterminals Wie inzwischen allgemein bekannt, können seit 1. Juni 2017 keine Kreditkarten mehr über den Magnetstreifen abgerechnet werden. Der Grund hierfür ist eine Vorschrift für alle Kreditkarten Acquirer von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die besagt, dass eben Kredit- und EC-Karten aus Sicherheitsgründen nicht mehr über den Magnetstreifen abgerechnet werden dürfen. Die Taxi-München eG bietet deshalb allen Mitgliedern bereits seit Anfang April 2017 neue Kartenterminals der Firma ingenico kostenfrei an. Allerdings können diese Kartenterminals aus technischen Gründen nur zusammen mit den neuen Datenfunk- Geräten der Firma HALE (TT-01) verwendet werden. Die neuen Karten terminals verfügen neben dem bisherigen Magnet streifen auch über einen Chip-Kartenleser, der entscheidend für die vorschriftsmäßige Annahme von Kredit- und jetzt auch EC-Karten ist. Im praktischen Einsatz dieser neuen Terminals stellte sich heraus, dass diese Geräte täglich um 23 Uhr einen „sogenannten“ Kassenschnitt machen, der dafür verantwortlich ist, dass die Unternehmer für durchgeführte Fahrten, die mit Kredit- oder EC-Karten bezahlt wurden, von der Taxi-München eG auch ihr Geld dafür bekommen können. Dieser Kassenschnitt wird im Regelfall automatisch jeden Tag um 23 Uhr vom Gerät selbständig durchgeführt. Sollte das Gerät allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht im Betrieb (online) sein, wird der Kassenschnitt am nächsten Tag automatisch durchgeführt, sobald das Gerät online ist. Allerdings muss es hierfür zumindest einige Minuten im Betrieb sein! Die ordnungsgemäße Durchführung des Kassenschnitts erkennt man daran, dass zum Abschluss ein entsprechender Beleg ausgedruckt wird. Wenn allerdings der Kassenschnitt ent weder nicht automatisch ausgeführt wird, oder ein Taxi im Anschluss über einen längeren Zeitraum nicht im Betrieb ist, kann die Taxi-München eG aufgrund des fehlenden Kassenschnitts Gelder nicht an die diese Mitglieder überweisen, weil eben nicht bekannt ist, welches Kartenterminal die entsprechenden Transaktionen durchgeführt hat. In diesem Ausnahmefall, oder wenn das Mitglied weiß, dass das Taxi im Anschluss wegen Reparatur oder Urlaub länger Zeit steht, muss der Kassenschnitt vorher unbedingt manuell ausgeführt werden, damit die ausstehenden Gelder auch überwiesen werden können! Der manuelle Kassenschnitt kann wie folgt ausgeführt werden: 1. Drücken Sie die F-Taste so oft, bis im Display die Anzeige „Funktionscode“ erscheint. 2. Geben Sie den Funktionscode 4 ein und drücken Sie die OK-Taste. 3. Geben Sie Ihr Händler-Passwort „12345“ ein und drücken Sie die OK-Taste. 4. Drücken Sie die OK-Taste zum Start des Kassenschnitts. Das Terminal führt nun den Kassenschnitt durch. 5. Weitere Anzeige im Display während der Durchführung des Kassenschnitts. 6. Sie erhalten nun den ausgedruckten Kassenschnitt-Beleg mit den Transaktionen. Quelle der dargestellten Durchführung des Kassenschnitts ist ein YouTube-Video, dass uns die Firma „ingenico Payment services“ dankenswertweise zur Verfügung gestellt hat. Sie können sich das Video unter folgendem Link auch ansehen: www.youtube.com/watch?v=yg-RX2NO67Q (NL) 8 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017
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Touran Taxi Wochen. Nur solange der Vorrat reicht. Bernd Obkirchner Tel. /zero.lf/eight.lf/nine.lf / /four.lf/eight.lf/zero.lf/zero.lf/one.lf-/one.lf/six.lf/six.lf Johannes Huber Tel. /zero.lf/eight.lf/nine.lf / /four.lf/eight.lf/zero.lf/zero.lf/one.lf-/five.lf/seven.lf/eight.lf /one.lf Das Angebot gilt nur bei gleichzeitiger Inzahlungnahme Ihres Gebrauchtwagens (ausgenommen Audi, Porsche, SEAT, ŠKO- DA) mit mindestens /four.lf Monaten Zulassungsdauer auf Ihren Namen. Nähere Informationen erhalten Sie bei uns. /two.lf Ein Angebot der Volkswagen Bank GmbH, Gifhorner Str. /five.lf/seven.lf, /three.lf/eight.lf/one.lf/one.lf/two.lf Braunschweig, für die wir als ungebundener Vermittler gemeinsam mit dem Kunden die für die Finanzierung nötigen Vertragsunterlagen zusammenstellen. Das Angebot gilt für gewerbliche Einzelabnehmer mit Ausnahme von Sonderkunden für ausgewählte Modelle. Bonität vorausgesetzt. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.volkswagenbank.de und bei uns. Abbildung zeigt Sonderausstattungen gegen Mehrpreis. Touran Trendline /two.lf./zero.lf TDI SCR, /eight.lf/one.lf kW (/one.lf/one.lf/zero.lf PS), /six.lf-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, DSG Kraftstoffverbrauch, l//one.lf/zero.lf/zero.lf km: innerorts /five.lf,/six.lf/außerorts /four.lf,/three.lf/kombiniert /four.lf,/seven.lf/CO₂-Emissionen, g/km: kombiniert /one.lf/two.lf/four.lf. Ausstattung: /seven.lf-Sitzer, Gepäckraumklappe mit elektrischer Öffnung und Schließung, Geschwindigkeitsregelanlage inkl. Geschwindigkeitsbegrenzer, Nebelscheinwerfer und Abbiegelicht, Parklenkassistent „Park Assist“ inkl. ParkPilot, Scheibenwaschdüsen vorn automatisch beheizt, Scheinwerfer-Reinigungsanlage, Seitenscheiben hinten und Heckscheibe abgedunkelt, zu /six.lf/five.lf % abgedunkelt, Vordersitze beheizbar, Warnleuchte für Waschwasserstand, LED-TAXI-Dachzeichen (Fa. Hale) ohne stillem Alarm, Lederlenkrad, Radio „Composition Media“ , Taxi-Mietwagen-Sitzpaket Kunstleder, /two.lf Kindersitze mit Seitenhalt und Seitenkopfstütze, Sitzbezüge in Kunstleder, Vorbereitung für Taxameter, USB-Schnittstelle und Multimediabuchse AUX-IN u. v. m. Das Finanzierungsbeispiel basiert auf einer jährlichen Fahrleistung von /four.lf/zero.lf./zero.lf/zero.lf/zero.lf km. Hauspreis (brutto): /two.lf/five.lf./four.lf/zero.lf/zero.lf,/zero.lf/zero.lf € inkl. Selbstabholung in der Autostadt Wolfsburg Anzahlung: /six.lf./nine.lf/nine.lf/nine.lf,/zero.lf/zero.lf € Nettodarlehensbetrag: /one.lf/eight.lf./four.lf/zero.lf/one.lf,/zero.lf/zero.lf € Sollzinssatz (gebunden) p. a.: /one.lf,/nine.lf/seven.lf % Effektiver Jahreszins: /one.lf,/nine.lf/nine.lf % Laufzeit: /four.lf/eight.lf Monate Schlussrate: /zero.lf,/zero.lf/zero.lf € Gesamtbetrag: /two.lf/six.lf./one.lf/five.lf/zero.lf,/five.lf/two.lf € /four.lf/eight.lf mtl. Finanzierungsraten à /three.lf/nine.lf/eight.lf,/nine.lf/nine.lf € /one.lf,/two.lf Ihre Ansprechpartner:www.mahag.de taxi@mahag.de MAHAG Automobilhandel und Service GmbH & Co. oHG Volkswagen Zentrum München Schleibingerstr. /one.lf/two.lf-/one.lf/six.lf, /eight.lf/one.lf/six.lf/six.lf/nine.lf München Zusätzliche Wechsel-/ Loyalitätsprämie: /five.lf/zero.lf/zero.lf,– €. /one.lf
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Taxi-Branche warnt vor radikalen Veränderungen beim Personen - beförderungsgesetz In der Diskussion um Veränderungen beim Personenbeförderungsgesetz hat der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband BZP vor radikalen Schritten gewarnt. „Wir haben klare drei Säulen: Betriebspflicht, Beförderungspflicht und Tarifpflicht. Wer eine dieser Säulen aufgibt, opfert zwangsläufig die Verlässlichkeit“, sagte BZP-Präsident Michael Müller auf einem Forum des Verbands mit Verkehrspolitikern aller im Bundestag vertretenen Parteien. Eine Freigabe der Tarife würde unweigerlich zu Schwarzarbeit führen. „Wenn nur der billigste Unternehmer den Auftrag erhalten kann, wird gespart bis es knackt. Der Spielraum bei Anschaffung und Betrieb für den Wagen ist denkbar klein, also können nur die Personalkosten gedrückt werden.“ Die Rechnung dafür müssten dann alle zahlen, da die „Dumpingfahrer“ laut Müller vom Staat alimentiert werden müssten. Zugleich machte der BZP-Präsident deutlich, dass nur Profis hinterm Steuer eine sichere Beförderung gewährleisten. „Dazu gehören zwei zentrale Kompetenzen: Fahrsicherheit und Ortskunde. Ein guter Taxifahrer sollte jederzeit die kürzeste Route kennen. Diese Kompetenz kann man durch Navigationssystem ergänzen, aber nicht ersetzen.“ Taxis und Mietwagen bieten faire Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und verlässliche Besteuerung, solange der örtliche Markt funktioniert. „Wo der Markt in eine Schieflage gerät, machen sich unseriöse Anbieter breit, die sich nicht an die Regeln halten. Berlin ist dafür ein unschönes Beispiel“, betonte Müller. Daher sei die Begrenzung der Anzahl der Taxis der beste Weg, Qualität und Wirtschaftlichkeit auf dem Taxi-Markt zu sichern und Fehlentwicklungen zu verhindern. Anders als Berlin betreibe Hamburg einen hohen Aufwand für Überprüfung und Überwachung des Taxi-Gewerbes und sorge damit für einen funktionierenden Markt. „Wir empfehlen deshalb weiterhin die Kontingentierung der Taxi-Genehmigungen“, bilanzierte Michael Müller. (Quelle: BZP) Längere Förderung von Erdgas und Autogas Der Deutsche Bundestag hat entgegen dem Beschluss vom Februar des Jahres nun doch eine Verlängerung des Steuervorteils für Autogas und Erdgas über 2018 hinaus beschlossen. Danach wird Erdgas als Kraftstoff über eine verringerte Energiesteuer bis 2026, Autogas bis 2022 gefördert. Die Ermäßigung kommt Autofahrern direkt an der Zapfsäule zugute, durch niedrigere Steuerbelastung. Aktuell seien zirka 500.000 Autogas-Fahrzeuge sowie über 100.000 Erdgasautos auf Deutschlands Straßen unterwegs. Der CO 2-Ausstoß dieser Fahrzeuge ist gegenüber Benzin um 15 Prozent reduziert. (FK) Verschleiernde Geschäftsführerbestellung Wenn der angebliche Geschäftsführer zwar über die erforderliche fachliche Eignung verfügt, aber keinen Schlüssel für den Zugang zum Betriebssitz hat, ist das schon merkwürdig. Wenn er dann auch noch zugibt, dass er erstmals diese Räumlichkeiten betritt und ebenso erstmals in die wenigen dort aufgefundenen Unterlagen Einsicht nimmt, erhärtet das die Zweifel. Für das Gericht bestanden danach gewichtige tatsächliche Anhaltspunkte dafür, dass der keine fachliche Eignung besitzende Unternehmer es zugelassen hat, dass sein Unternehmen über mehrere Monate ohne Vorliegen der Genehmigungsvoraussetzung betrieben wurde. Damit war der Widerruf der Genehmigung rechtens. (OVG NRW, Beschluss vom 10.3.2017, AZ: 13 B 94/17) Autofahrer darf Handy zwecks Anschließen zum Laden aufnehmen Nimmt ein Autofahrer während der Fahrt sein Handy auf, um es zum Laden anzuschließen, verstößt er nicht gegen das Benutzungsverbot gemäß § 23 Abs. 1a StVO. Dies hat das Amtsgericht Landstuhl mit Urteil vom 06.02.2017 (Az: 2 OWi 4286 Js 12961/16) entschieden. In dem zugrunde liegenden Fall wurde einem Autofahrer vorgeworfen, während einer Fahrt im September 2016 sein Mobiltelefon verbotswidrig genutzt zu haben. ➔ DER LANDESVERBAND AKTUELLE INFORMATIONEN Unfallregulierung Versicherungsrecht Straf- und Bußgeldsachen Herzogstraße 60 · 80803 München Telefon: 330 66 20 · Fax: 330 66 210 Hohenzollernplatz/ Münchner Freiheit/L57543 AUTO-ANKA UF - gebraucht - Unfallfahrzeuge (auch Totalschaden) - Motorschaden - Taxi TSL GmbH München Landsberger St r. 455 Tel: 0179/14 15 280 Fax: 089/57 86 94 21 Bei uns brauchen Sie keine Reklamationen zu befürchten. 10 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017
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Diesen Vorwurf wies der Autofahrer jedoch zurück. Er führte an, sein Handy nur aufgenommen zu haben, um es in die Ladeschale zu stecken. Das Amtsgericht Landstuhl konnte im dem Verhalten des Autofahrers keinen Verstoß gegen das Verbot zur Benutzung eines Mobiltelefons gemäß § 23 Abs. 1a StVO sehen. Soweit das Oberlandesgericht Oldenburg in seiner Entscheidung vom 07.12.2015 (Az: 2 Ss OWi 290/15) eine andere Auffassung vertrat, folgte das Amtsgericht dem nicht. Das Gericht in Landstuhl sah den Wortlaut der Vorschrift vom OLG Oldenburg als unzulässig erweitert. Es wäre eine unzulässige Analogie zum Nachteil des Betroffenen. So könnte auch jede Ortsveränderung eines Mobilfunktelefons unter die Vorschrift des § 23 Abs. 1a StVO fallen, da der neue Ablageort einen einfacheren Zugriff auf das Telefon und seine Funktionen böte. Dem widerspricht aber eine Entscheidung des OLG Stuttgart mit Beschluss vom 25.04.2016 (Az: 4 Ss 212/16), nachdem der Autofahrer bei Nutzung eines Headsets oder der Freisprechanlage telefonieren und dabei das Telefon sogar in die Hand nehmen darf. (BH) Kein Anspruch auf Einrichtung von Taxistandplätzen Ein angestellter Taxifahrer begehrte die Einrichtung zweier Plätze zur Bereitstellung von Taxis zur Nachtzeit in der Münchner Innenstadt. Ein bei der Behörde gestellter Antrag wurde abgelehnt. Der Fahrer sah dies als erheblichen Eingriff in seine Berufsfreiheit an, da ihm hierdurch hohe Umsätze entgingen und er ständig der Gefahr eines Bußgelds ausgesetzt sei, wenn er trotzdem sein Taxi für die Gäste vor Ort bereitstelle. Das Verwaltungsgericht wies eine entsprechende Klage mit Urteil vom 6. April 2016 ab. Sie sei bereits mangels Klagebefugnis (§ 42 Abs. 2 VwGO) unzulässig. Ein Antrag des Klägers auf Zulassung einer Berufung beim Verwaltungsgerichtshof hatte ebenfalls keinen Erfolg. Einen Anspruch auf Einrichtung von einzelnen, begehrten Taxibedarfsstandplätze ergebe sich aus den Regelungen des Personenbeförderungsgesetzes nicht, so das Verwaltungsgericht. Zwar sind die Gemeinden im öffentlichen Interesse verpflichtet, ausreichende Taxistandplätze einzurichten, daraus lässt sich aber weder für einen Taxiunternehmer noch für einen angestellten Taxifahrer ein subjektives Recht ableiten, dass an einer bestimmten Stelle ein Taxistand Platz errichtet wird oder bestehen bleibt. (VG München, Beschluss vom 06.04.2016 – M 23 K 14.5849) D r . H a n s B a k e v. B a k i n 85 60 9 A s c h h e i m ·T a s s i l o s t r a ße 23 Taxi, Mietwagen, Bus, LKW Erst- und Verlängerungs US T . 0 89/ 37 0 65 6 90 Mo bi l : 0 172 / 6 5 2 3 8 0 5 Bakin_Tassilostrasse_Juli_2015_56x30mm 09.06.1 Die Situation ist Ihnen sicher best ens bekannt: Gerade wenn das Geschäft einigermaßen läuf t, geht das T axi k aputt - V erkehrsunfall, Getriebe- oder Motorschaden, die Elektronik streikt, oder was auch immer. Meist trifft einen zwar selbst keine Schuld, trotzdem hat man jede Menge Ärger und Unannehmlichkeiten. Festfahrten gehen verloren oder müssen an Kollegen abgegeben werden, Probleme mit Stammkunden oder Fahrern, die weiterbeschäftigt werden wollen, Streit mit der V ersicherung um den meist ohnehin zu niedrigen V erdienstausfall. Mit einem Leihtaxi lassen sich diese und weitere Probleme relativ leicht in den Griff bekommen. /x7Wir sind 24 Stunden für Sie erreichbar - (auch an Sonn-/F eiertagen, Wochenende). /x7Ihr Ersatztaxi steht binnen kürzest er Zeit für Sie bereit bzw . wird bei Ihnen angelie fert. Traumcar A utovermietung und T axiverleih GmbH · Richelstraße 6 · 80634 München T el.: (089) 167 54 40 · Fax: (089) 167 96 02 /x7Selbstverständlich sind sowohl Funk als auch T axameter entsprechend Ihren Erfordernissen programmiert. /x7Alle Fahrzeuge v erfügen über Na vigationss ysrem. /x7Zahlreiche Autohäuser wick eln auch die T axi-Mobilitätsgarantie über uns ab. /x7Im Bedarfsfall kümmern wir uns um die erf orderlichen behör dlichen Formalität en. /x7Bei unverschuldet en Verkehrsunfällen rechnen wir die Miettaxirechnung dir ekt mit der gegnerischen V ersicherung ab (R ahmenabkommen mit vielen V ersicherern). Überbrückungstarif e, wenn Sie Ihr altes Fahrzeug v erkauft haben, das neue noch nicht ausgeliefert wurde. /x7Unser Ersatztaxen- und Mietw agenfuhrpark best eht aus den neuesten Limousinen, K ombis, Vans und Taxibussen fast aller namhaften Hersteller. Wir helfen sofort und unbürokratisch! TaxiAnzeigeA5querNEU 05.05.2015 17:31 Uhr Seite 1
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Nicht nur die stetig wachsende Einwohnerzahl unterstreicht das eindrucksvoll. Auch die hohen Besucherzahlen belegen dies jedes Jahr aufs Neue. Mit gegenwärtig über 14 Millionen Übernachtungsgästen und geschätzten 100 Millionen Tagesbesuchern spielt München in Deutschland ganz vorne mit. Gründe genug, sich des Themas Tourismus ausführlicher zu widmen. Ziehen wir zunächst wieder den guten alten Brockhaus zu Rate. Die 21. Auflage dieses Lexikons von 2006 hält „Tourismus“ für so bedeutsam, dass er ihm den Rang eines Schlüsselbegriffs zumisst, der ausführlicher zu erläutern ist. Einleitend wird Tourismus als ein aus dem englischen stammendes Wort „tourism“, sprich „Ausflug“ (= Tour) definiert, das „im engeren Sinne eine verbreitete Freizeitaktivität, die mit Erholung und Vergnügen verbunden ist und für die sich eine tour. Dienstleistungswirtschaft herausgebildet hat.“ Im Weiteren wird erläutert, dass Tourismus als „Erscheinungsform der entwickelten Industriestaaten zu betrachten ist, dessen spezifische Entwicklung erst ab dem 19. Jahrhunderts entstanden ist und gegen Ende des 20.Jahrhunderts. einen gewissen Höhepunkt erreicht hat“ . Anschließend folgen noch fünfeinhalb Seiten weiterführender Informationen. Unter anderem wird definiert, dass ein Kennzeichen für Tourismus „mindestens eine Übernachtung, aber nicht mehr als ein Jahr weg von zu Hause“ sei. Zumindest für München lässt sich festhalten, dass der angesprochene Höhepunkt der Entwicklung noch längst nicht erreicht scheint. Anfänge des Tourismus und Entwicklung bis heute Bezieht man in den Begriff Tourismus auch den aus wirtschaftlichen Gründen hervorgerufenen Verkehr ein, kann im weiteren Sinn die Gründungsgeschichte Münchens als ein Paradebeispiel dafür angesehen werden. Die Salzhändler des Mittelalters haben nicht völlig freiwillig hier Station gemacht. Aufgrund entsprechender Spielregeln waren sie gehalten, drei Tage in der Stadt zu bleiben, bevor sie weiterziehen durften. Dies war zwangsläufig mit den Notwendigkeiten des täglichen Lebens verknüpft: Essen, Trinken, Schlafen. Das verschaffte den Einwohnern der Stadt eine sichere Einnahmequelle und kann gewissermaßen als Ursprung der Tourismuswirtschaft in München betrachtet werden. Noch heute reihen sich im Tal viele Hotels und Gaststätten aneinander und erinnern so an die Ursprünge der Stadt. Und nicht von ungefähr befindet sich gleich beim Isartor seit 1490 mit dem Torbräu das älteste Hotel der Stadt. Eröffnet zwei Jahre vor der Entdeckung Amerikas – was US-Gäste immer sehr beeindruckend finden. Nachdem München 1280 auch noch Hauptstadt des damaligen Herzogtums Baiern wurde (das „y“ gab es erst durch eine Anordnung König Ludwigs I. im 19. Jahrhundert), entstand weiterer, diesmal politisch begründeter Reiseverkehr. Zahlreiche Gesandtschaften besuchten notwendigerweise den herzoglichen, später kurfürstlichen und schließlich königlichen Hof. Nicht immer, aber häufig in friedlicher Absicht. Etwa ab dem 18. Jahrhundert begannen Menschen in größerer Anzahl, nicht mehr nur aus wirtschaftlichen Gründen zu reisen, sondern auch zum eigenen Vergnügen. Eine Reise sollte nun auch den Zweck erfüllen, Kenntnisse von Land und Leuten zu gewinnen. Damals war dies naturgemäß nur einer kleinen, begüterten Schicht möglich. Insbesondere der Adel pflegte seinen Nachwuchs zu Bildungszwecken auf eine sogenannte „Grand Tour“ zu schicken. Eine ähnliche Form war die „Kavalierstour“, mit der vornehm das Kennenlernen anderer Menschen umschrieben wurde. Auf die heutige demokratische Zeit drastisch übertragen, könnte man das mit den berüchtigten „Ballermann-Touren“ in Verbindung bringen. Wobei es dabei wohl weniger ums Kennenlernen geht … Einen ersten richtigen Aufschwung nahm der Reiseverkehr mit dem Bau der Eisenbahnen, die das relativ rasche Überwinden größerer Entfernungen deutlich erleichterten und aufgrund einigermaßen erschwinglicher Preise nun auch breiteren Bevölkerungsschichten das Reisen ermöglichten. Schon 1841 gründete der Engländer Thomas Cook das erste Reisebüro der Welt. Noch heute ist zumindest der Name erhalten und Eugen Roth (1895 – 1976), der scharfsinnig und humorvoll beobachtende Dichter und Lyriker menschlicher Eigenheiten hätte die Zuneigung zu seiner Heimatstadt kaum besser ausdrücken können als mit dem unnachahmlichen Vers: „Vom Ernst des Lebens halb verschont, ist der schon, der in München wohnt.“ Treffender lässt sich die Attraktivität der bayerischen Landeshaupt – und manchmal auch Weltstadt kaum in Worte fassen. ➔ REISEZIEL MÜNCHEN – TOURISMUS ALS WIRTSCHAFTSFAKTOR istockphoto 12 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017 TITELTHEMA
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steht gewissermaßen als Inbegriff für das moderne (Pauschal-)Reisen. Auch Bayern und seine Hauptstadt profitierten davon und erkannten frühzeitig Möglichkeiten der Vermarktung von Brauchtum, Lebensart, Landschaft, Bier und Oktoberfest. Dazu kommen Kunst und Kultur: speziell München mit seinen heute über 50 Museen und zahllosen Veranstaltungen hat gegenüber vielen anderen Orten einen geradezu unermesslichen Standortvorteil. Hinzu kommen die „üblichen Verdächtigen“ an Sehenswürdigkeiten: Marienplatz, Viktualienmarkt, Odeonsplatz, Ludwigstraße, Residenz, Englischer Garten mit Eisbachwelle, Olympiagelände. Die Aufzählung ist – wie immer – völlig unvollständig und die weiteren kleineren Dinge wie Glockenspiel, Denkmäler aller Art oder Biergärten gehören schließlich auch noch dazu. Aus diesen Anfängen heraus hat sich der Tourismus zu einem wesentlichen und bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Mittlerweile werden 10 % des weltweit erzielten Bruttoinlandsprodukts damit erwirtschaftet. Gleichzeitig arbeiten etwa 10 % der weltweit Beschäftigten in diesem Bereich. Dass diese Werte bezogen auf unsere Stadt erkennbar höher sind, ist keine wirkliche Überraschung. Mit dazu beigetragen haben längere Urlaubszeiten (1950 waren es 12 Tage, heute rechnet man mit etwa 31 Tagen im Jahr) und gestiegene Löhne. Hiervon wird im Durchschnitt mittlerweile ein Monatseinkommen als Aufwendungen für Reisen ausgegeben. Hotels, Pensionen und Herbergen – die unverzichtbare Infrastruktur In München beeindrucken schon die Basisdaten. Im Jahr 2015 gab es über 410 Beherbergungsbetriebe aller Kategorien mit etwa 66.000 Betten – Tendenz steigend. Kaum ein Wunsch bleibt unerfüllt. Angefangen vom Luxushotel bis herunter zur Jugendherberge bietet sich zu fast zu allen Zeiten ein umfangreiches Angebot. Zahlreiche Hotels konzentrieren sich auf die Gegend um den Hauptbahnhof mit seinem pulsierenden Leben. Insbesondere im südlichen Bahnhofsviertel rund um Bayer-, Schwanthaler- und Landwehrstraße ist ein riesiges Angebot aller Nächtigungskategorien entstanden. Und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Dies unterstreicht die erhebliche Attraktivität Münchens – auch wenn dieser Fortschritt mancherorts kritisch gesehen wird. Hier gilt aber der alte Grundsatz, dass „Stillstand gleich Rückschritt“ ist – und wem wollte man womöglich ernstlich verbieten, hierher zu kommen? Denn davon leben wir – aufzupassen ist, dass Übertreibungen Einhalt geboten wird. Die Übernachtungspreise umfassen verständlicherweise eine sehr weite Spanne. Deshalb ist es nur schwer möglich, einen korrekten Durchschnittspreis hierfür anzugeben. Bedingt durch unsere fast überbordende Elektronik-Info-Welt ändern sich Hotelpreise in immer kürzerem Rhythmus und es stellt sich die Frage, ob da immer der angegebene Preis auch die entsprechende Nachfrage widerspiegelt. Natürlich können während der Nebensaisonzeiten auch in Luxushotels durchaus Schnäppchen gemacht werden. Doch wandelt sich das Bild zu Messe- und Oktoberfestzeiten erheblich. Dann scheint es in München und Umgebung ausschließlich 5-Sterne-Häuser zu geben. Ein Umstand, den das Taxigewerbe einerseits zu Recht beklagt, da uns die Tarifpflicht nicht ermöglicht, hier mitzuziehen und mögliche Mehreinnahmen zu generieren. Andererseits ist genau das ein wichtiger Gradmesser für Verlässlichkeit – und damit lässt sich punkten! Eine äußerst bedenkliche Konkurrenz in jüngerer Zeit ist das zunehmende Auftreten privater Vermieter, die regulären Wohnraum im Rahmen der neumodischen sharedeconomy (zum Beispiel „Airbnb“) als kurzzeitige Übernachtungsmöglichkeit vermieten. Natürlich lassen sich damit höhere Einnahmen erzielen, als es durch normale Vermietungen möglich wäre. Gerne wird dabei jedoch schlicht „vergessen“, dass es sich nunmehr um eine gewerbliche Nutzung handelt, die aus guten Gründen nicht überall gewünscht und darüber hinaus entsprechenden Steuern und Abgaben unterworfen ist. Ganz abgesehen davon, dass ein solches Vorgehen, nicht nur dem hiesigen eh schon überhitzten Wohnungsmarkt schadet, ist dieses Verhalten schlichtweg unsozial bzw. kriminell. Zweifellos ist es zu begrüßen, dass der Staat nicht in jeden Lebensbereich lenkend eingreift. Hier jedoch ist es dringend geboten, denn mit Wirtschaftsliberalismus hat das Ganze nichts mehr zu tun. Es handelt sich ausschließlich um Egoismus zum Schaden der Allgemeinheit nach dem Motto „jedem das Seine – mir das meiste“ . An dieser Stelle sei der Verweis aufs Taxigewerbe erlaubt. Dessen neo-anarchistische Konkurrenten setzen jede Art von Regellosigkeit als oberste Maxime für ihr Handeln. Sie werben mit irrealen unwirtschaftlichen Dumpingpreisen – die aber gerade bei UBER in Starklastzeiten um ein Vielfaches höher sind als Taxipreise – und führen sich generell so auf, als hätten sie das Personenbeförderungswesen neu erfunden. Dass wir unser Geschäft mit einem liebevollen Augenzwinkern nicht ganz grundlos als das zweitälteste Gewerbe der Welt bezeichnen und vielleicht doch ein kleines bisschen Ahnung haben, wie es geht bzw. warum Regulierungen eben doch manchmal sinnvoll sind, wischen diese Herrschaften kurzerhand vom Tisch. Den Beweis, dass ihre kruden Geschäftsmodelle wirtschaftlich tragfähig und sozialkonform sind, bleiben sie schuldig. Sie werden ihn auch niemals liefern können. Wirtschaftliche und geographische Fakten In München arbeiteten 2015 von gut 800.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten etwa 146.000 im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr. Der Jahreswirtschaftsbericht Münchens spricht dabei von „soliden Steigerungsraten bei den im Gastgewerbe Beschäftigten“ . Hoffentlich schließt das auch die Lohnentwicklung ein. Dieser Wirtschaftbereich liegt in München an zweiter Stelle. Spitzenreiter ist übrigens – wen wundert’s – der Bereich „Grundstückswesen, Beratung, Dienstleistung für Unternehmen“ . AUGUST 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 13
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Etwa ein Viertel der gesamten wirtschaftlichen Wertschöpfung der bayerischen Landeshauptstadt von gut 85 Milliarden Euro entfällt auf „unseren“ Bereich. Durch den unmittelbaren Tourismus werden etwa 7,6 Milliarden Euro Umsatz ausgelöst. Hiervon entfallen je etwa 3,1 Mrd. auf den Einzelhandel sowie auf Beherbergung und Gaststätten. Etwa 1,45 Mrd. Euro werden für Dienstleistungen ausgegeben. Der Anteil des Münchner Taxigewerbes (ohne Flughafen) daran dürfte bei etwa 220 Millionen Euro liegen. Ein Betrag, der ausbaufähig erscheint. Die gute Erreichbarkeit Münchens und seine zentrale Lage in Europa spielen eine wesentliche Rolle für die positive Entwicklung der Besucherzahlen. Eisenbahn und Auto stellen die klassischen Möglichkeiten der Anfahrt dar und die sternförmig auf die Stadt zulaufenden Strecken bieten beste Möglichkeiten, nach München zu kommen. Auch als Flugziel ist MUC top: die Reisezeit von fast allen bedeutenden europäischen Zentren und Metropolen hierher liegt bei deutlich unter 2 Stunden. London ist mit 2,5 Stunden Flugzeit fast schon eine Ferndestination … Gäste aus aller Welt – und aus Deutschland! Sehr gerne schmückt sich die Tourismuswirtschaft mit prominenten Gästen. München machte und macht da keine Ausnahme. So soll Martin Luther hier gewesen sein – nicht in einem Hotel, sondern im seinerzeitigen Augustinerkloster in der Neuhauser Straße. Johann Wolfgang Goethe verbrachte einige Nächte im „Schwarzen Adler“ ganz in der Nähe. Zu unserem Leidwesen fiel sein Urteil über die Stadt nur mäßig enthusiastisch aus. Er berichtet zwar von „trefflichen Sachen“, die er gesehen habe und lobte mit Einschränkungen die seinerzeit vorhandenen Museen. Weitere Sehenswürdigkeiten fielen ihm aber eher nicht auf. Es sei ihm verziehen – München war ja für ihn auch „nur“ Zwischenstation auf dem Weg nach Italien. Viele weitere Prominente, Halbpromis und Adabeis waren und sind Gäste der Stadt. Über sehr lange Zeit war es eine gute Tradition der heutigen Boulevardzeitungen, sie mit einem „Grüß Gott! In München trafen ein …“ willkommen zu heißen. In den heutigen Zeiten des Datenschutzes ist das nur noch zum Teil möglich. Geht man jedoch mit offenen Augen durch die Stadt und legt sich insbesondere an den sogenannten großen Hotels auf die Lauer, wird man ganz sicher fündig. Unvergessen sind Aufenthalte großer Popstars, wie z.B. Michael Jackson, dessen Besuche regelmäßig zum Kreischalarm am Promenadeplatz führten. Schauspieler, Opernsänger, Fernsehstars und -sternchen – männlich wie weiblich – zelebrierten ihre Auftritte auch außerhalb von Theater- und Sängerbühnen oder vor den TV-Kameras in den Hotels ihrer Wahl. Die Fußballmannschaft von Real Madrid wohnt bei ihren Aufenthalten gerne in der Nähe des Hofbräuhauses. Doch auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel: viele dieser Damen und Herren verstehen es sehr gut, eben nicht permanent in der Öffentlichkeit aufzutreten und sind daher in kleineren, nicht ganz so prominent erscheinenden Hotels zu finden. Insbesondere seit dem zweiten Weltkrieg erlebte München einen weiteren deutlichen Aufschwung im Tourismussektor. Ein erster Kulminationspunkt waren die Olympischen Spiele 1972. Sie machten die Stadt noch internationaler und bekannter, als sie es eh schon war. Dieser Schwung, gefördert durch entsprechende Werbemaßnahmen hielt mit kleinen Aufs und Abs weiterhin an. Besonders erfolgreich waren die Jahre von 2002 an. Ab da konnten in jedem weiteren Jahr höhere Gästezahlen registriert werden. Nach dem 13 Jahre dauernden Anstieg wurde 2015 erstmals die Zahl von 14 Millionen Übernachtungen überschritten und auch im letzten Jahr gab es trotz der bekannten und unerfreulichen Sicherheitslage keinen nennenswerten Rückgang. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass München unverändert als eine der sichersten Großstädte weltweit gilt. Dieser Faktor kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Er ist zwar nicht der offensichtliche Hauptgrund für die hohe Anzahl der Gäste, spielt bei denen aber untergründig eine ganz entscheidende Rolle für die Entscheidung, an einen Ort zu reisen – oder eben nicht! Im April 2017 wurden deutschlandweit über 37 Millionen Übernachtungen gezählt, von denen 6,6 Millionen auf ausländische Gäste entfielen. Bayern selbst war mit über einem Drittel Anteil daran das mit Abstand beliebteste deutsche Urlaubsland – wie übrigens schon seit Jahrzehnten. Wie wichtig gerade die ausländischen Gäste für München sind, wird deutlich, wenn man bedenkt, dass deren Anteil bei uns über 45 % liegt. So teilten sich in 2016 die Übernachtungen auf 7,325 Mio. deutsche und 6,717 Mio. ausländische Gäste auf. Noch mehr Beweise gefällig? Von Januar bis März 2017 wurden in Deutschland gut 81 Millionen Übernachtungen gezählt. Davon entfielen 65,3 Mio. auf deutsche Gäste, 15,4 auf ausländische. Auf München entfielen davon im gleichen Zeitraum 2.931.000 Übernachtungen. 1.613.000 davon waren deutsche, 1.318.000 ausländische Gäste. Dieser hohe Ausländeranteil unterstreicht nochmals sehr deutlich die Attraktivität Münchens nicht nur aus deutscher sondern auch aus internationaler Sicht. Es gilt, sie zu pflegen. Gästegruppen Die größte Gruppe ausländischer Gäste stellen allen Reisewarnungen zum Trotz unverändert und bereits seit längerer Zeit US-Amerikaner (2016 waren es 835.000). 14 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017 TITELTHEMA
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Gründe für eine Reise in die Alte Welt über oder nach München dürften hauptsächlich darin zu sehen sein, dass Erinnerungen aus der Nachkriegs- und Besatzungszeit auf gefrischt werden sollen. Dazu gehört häufig auch ein Besuch der Gedenkstätte in Dachau. Ferner ist das Auffinden der ursprünglichen Herkunftsorte der Auswanderervorfahren ein Grund, den Reiseweg über München zu wählen. Sehr viele Gäste speziell dieser Besuchergruppe machen das beliebte „Europa-in 5-Tagen- Spiel“ . Dabei ist München gerne Anfangsoder Endpunkt einer solchen „Tour de Force“ . Man muss ja wenigstens einmal im Hofbräuhaus gewesen sein … Besucher aus den arabischen Golfstaaten sind die zweitgrößte Besuchergruppe (2016 waren es 591.000). Hier steht neben der Flucht vor den klimatischen Bedingungen insbesondere in den Sommermonaten der Aspekt der medizinischen Betreuung im Vordergrund. Diese Gäste haben im Unterschied zu anderen Besuchern meist sehr lange Aufenthaltszeiten. Sie sind deshalb allein schon aufgrund der hierdurch generierbaren Umsätze für Hotels gehobener Provenienz attraktiv. Nebenbei halten sie die Maximilianstraße und ihre Geschäfte auf Trab. Als Kunden durchaus anspruchsvoll können sie aber auch dem Taxigewerbe von Nutzen sein. Neben der normalen Stadtfahrt fällt öfter einmal der Trip nach „Sälmsä“ an. Hat man verstanden, dass damit Zell am See gemeint ist, lässt sich ein erfreulicher Umsatz machen. Im letzten Jahr schoben sich die Briten mit 504.000 auf den dritten Platz der Rangliste. Ob und inwieweit hier mögliche Folgen des drohenden Brexits der Anlass gewesen sein mögen, nach München zu kommen, kann nur vermutet werden. Vielleicht spielten mögliche Erkundungen des hiesigen Immobilienmarktes eine starke Rolle. Ansonsten dürfte für diese Gruppe immer noch das Erforschen von bayerischem Essen und Trinken nicht unwichtig sein. Auch wenn das alte Vorurteil nicht mehr völlig stimmt, zum Essen bestimmte Lebensmittel würden in Großbritannien durch Kochen ungenießbar gemacht, so ist zweifellos im Bereich Trinken das Testen unserer Biere eine wesentliche Motivation für einen Besuch. Überwiegend kulturbeflissen zeigen sich Gäste aus Italien. 496.000 Besucher aus dem Land, wo die Zitronen blühen, fanden ihren Weg in die bayerische Metropole und sehr häufig stehen dabei Kirchenbesichtigungen und Museumsbesuche auf dem Programm. Auch Italiener probieren gerne bayerisches Bier – allerdings meist erfolglos. Die nicht gar so angenehmen Erscheinungen lassen sich alljährlich in konzentrierter Form am mittleren Wiesnwochenende besichtigen. Sagen wir so: es handelt sich dabei um ein Missverständnis der Kulturen. Bleiben noch die unmittelbaren südlichen Nachbarn. Schweizer mit 434.000 und Österreicher mit 363.000 Gästen stellten im letzten Jahr ebenfalls sehr große Gästegruppen. Hier dürften die Gründe für einen Besuch auch aufgrund der relativen Nähe Münchens zu beiden Ländern zu sehen sein. Dazu kommt, dass nicht allzu viele sprachliche oder kulturelle Hürden zu überwinden sind – jedenfalls meistens. Reiseanlässe, Dauer des Aufenthaltes, Taxirelevanz Neben der äußeren Attraktivität der Stadt aufgrund ihrer Sehenswürdigkeiten und der Sicherheit ist der Wohlfühlfaktor zu nennen. Zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten lassen kaum Wünsche offen. Die bei aller zunehmenden Hektik immer noch gelassen wirkende bajuwarische Lebensart tut ihr Übriges. Die Stadt ist den Umgang mit Gästen gewohnt und lebt das auch. So wird – wenn auch häufig nur gefühlt – dem Urlauber eine Teilhabe am Leben der Stadt ermöglicht – das ist ein starker Anreiz für Wiederholungsbesuche. Dazu kommt eine große Anzahl unterschiedlichster Veranstaltungen. Allen voran natürlich die Wiesn. Sie gilt für viele immer noch als geradezu magnetisch wirkender Inbegriff eines bayerischen Volksfestes. Seien wir ehrlich: wenn es nach außen hin so aussieht, dass in München die entscheidende und wichtigste Frage des Jahres die nach der Höhe des Bierpreises auf der Wiesn ist, dann hat man offenbar nicht wirklich viele Probleme. AUGUST 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 15
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Der Fußball ist ebenfalls ein bedeutender Anziehungspunkt. Eine sehr große Anzahl von Gästen – hier speziell aus dem deutschen Raum – besucht die Stadt für ein verlängertes Wochenende, bei dem neben einer Stippvisite in der Säbener Straße der Besuch eines Spiels in der Allianz-Arena der zentrale Höhepunkt ist. Oh, wie schön wäre es, wir hätten zwei erfolgreiche Fußballvereine in der Stadt. Dies wird jedoch bekanntermaßen auf längere Sicht ein Wunsch traum bleiben. Konzerte, Kulturveranstaltungen und die Oper runden das Angebot ab. Sie sind häufig Anlass für eine bis drei Übernachtungen in München. Ziemlich genau dazwischen liegt denn auch mit zwei Tagen die durchschnittliche Dauer einer Reise hierher. Insbesondere der Wochenend-Trip ist eine sehr beliebte Reiseform. Dies erklärt auch, warum die Auslastungszahlen der Münchener Hotels tatsächlich „nur“ 32 % betragen. Im Übrigen tun es diesbezüglich die Münchner ihren Gästen gleich. Die auswärts führenden Staus gerade an Freitagnachmittagen sprechen Bände. Einen erheblichen Anteil an Besuchern generiert das Messe- und Kongresswesen. Viele Großveranstaltungen dokumentieren dies. Dabei kommt es nicht zwangsläufig auf die Gesamtzahl der Besucher an. Entscheidend ist vielmehr die Qualität einer Veranstaltung. „expo-real, BAU, bauma, ispo, IFAT“ als sogenannte Welt-Leitmessen seien hier beispielhaft genannt, gefolgt von Kongressen aller Art (häufig aus dem medizinischen Sektor). Aus all dem Vorgenannten ergibt sich zwangsläufig die hohe Relevanz des Tourismus und der ihn flankierenden Veranstaltungen, nicht nur für die Stadt im Allgemeinen sondern besonders für unser Gewerbe. Professionelle Freundlichkeit und offenes Zugehen auf Fahrgäste sind sehr hilfreich, um beiderseits Zufriedenheit herzustellen. Der ein oder andere gute Tipp für den Fahrgast – wer von uns hätte da nicht was in petto – und schon stimmt in der Regel auch der Tip (Wer’s wirklich nicht weiß: gemeint ist das Trinkgeld). Im Übrigen ist gerade hier die Möglichkeit gegeben, aus einem Einmalgast einen Dauergast zu machen. Auch wenn er nicht gleich in der nächsten Woche wieder anruft. Hauptsache, er tut es! Anbieter, Vermarktung Noch vor etwa zwanzig Jahren war der sogenannte Incoming-Tourismus sehr ausgeprägt. Das bedeutet, dass „Reiseangebote für Endkunden für einen örtlich begrenzten Markt durch Veranstalter und Agenturen (sehr oft Reisbüros oder Tourismus-Verbände) erstellt“ und gleichsam als Paket an den Reisegast gebracht wurden. Hier haben die Online-Portale kräftig Marktanteile erobert, sodass man sich mittlerweile sehr häufig seine individuelle Reise selbst zusammenstellt. Mit dem Nachteil, dass Expedia, opodo, Ab-in-den-Urlaub und wie sie sonst noch heißen, trotz gegenteiliger Beteuerungen eben nicht immer den besten Preis, die beste Verbindung, die beste Unterkunft, die besten Konditionen bieten. Da ist das Reisebüro oder die Agentur häufig immer noch die bessere Wahl. Das fängt übrigens mit Kleinigkeiten auch bei Google an. Gibt man da das Stichwort „München“ ein, erhält man zwar jede Menge Treffer. Das freundliche München-Bild als „Aufreißer“ jedoch zeigt das Kloster Benediktbeuern. Stimmt zwar irgendwie, denn zwei Türme hat die Klosterkirche auch und es liegt ja – aus amerikanischer Sicht – quasi ums Eck. Aber ganz ehrlich: verlässlich, bzw. richtig ist dann doch etwas anderes. Oder man glaubt „drüben“ allen Ernstes, dass die Frauenkirche in ihrem Backsteinkleid noch nicht fertig ist – und somit womöglich nicht schön genug. Die LH München bietet mit „München Tourismus“, dem früheren Fremdenverkehrsamt, einen kompetenten Ansprechpartner für nahezu alles rund ums Thema. Hier und in den Touristeninformationen am Hauptbahnhof und im Rathaus sind Hilfen zu Hotelbuchungen ebenso möglich wie das Buchen von Touren und Führungen für nahezu jeden Geschmack. Es geht los mit Stadtrundgängen, bei denen je nach Wunsch die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt entdeckt werden können. Zahlreiche Themenführungen erweitern das Angebot: das Rathaus, die Großmarkthalle, der Viktualienmarkt im Rahmen einer Probiertour, Bier, Wiesn, Auer Dult, die Residenz, verschiedene Stadtteilrundgänge, wie Schwabing oder Haidhausen sind buchbar. In der Adventszeit ist selbstverständlich der Christkindlmarkt ein beliebtes Ziel. Per Bus im Rahmen einer Stadtrundfahrt lässt sich die Stadt ebenfalls hervorragend erkunden. Hier ist sowohl eine komplette Tour mit eigenem Gästeführer möglich, wie auch – bei den Fahrten ab dem Hauptbahnhof mittels hop-on-hop-off-System, das Entdecken der Stadt in eigener Regie. Noch individueller geht es natürlich mit dem Taxi. Hier bieten sich mit „Taxi Guide“ oder „München erfahren“ vielerlei Möglichkeiten, die Stadt und ihre Geheimnisse aufzuspüren. Natürlich gilt das auch für Fahrten ins Umland. Cinderella-Castle, also Neuschwanstein lässt grüßen. Allgemeine Informationsangebote finden sich zuhauf. Wer es klassisch mag, nimmt den guten alten Reiseführer und arbeitet sich hier entsprechend durch. Das Angebot an Büchern, Prospekten und Informationsschriften ist nahezu unübersehbar. Eine gute Planungshilfe bietet immer noch das „Monatsprogramm“, mittlerweile ergänzt durch das elektronische Stadtportal „muenchen.de“ . Neben allgemeinen Hinweisen zu Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen finden sich viele Veranstaltungshinweise und Tourenvorschläge. In den Hotels stehen natürlich die Rezeptionen bzw. die Concierges zur Verfügung, die alles Wissenswerte an den interessierten Gast vermitteln. Auf Tourismus-Messen, wie zum Beispiel der ITB (Internationale Tourismus-Börse Berlin) werden die Vorzüge Münchens präsentiert. Ferner gibt es Repräsentanzen der Stadt in der ganzen Welt, deren Aufgabe es ist, die Stadt bekannt zu machen und zu einem Besuch zu animieren. 16 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017 TITELTHEMA
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Plus und Minus Das Gesamtpaket „München“ bietet eine solche Attraktivität für die Gäste, dass der Wunsch nach einem Wiederholungsbesuch fast zwangsläufig aufkommt. Insofern ist ein dickes Pluszeichen gerechtfertigt. Wünschenswert wären jedoch an einigen Stellen kleine Verbesserungen. Oft beklagt wird die Toilettensituation. Es gibt zu wenig öffentliche Häuschen und die vorhandenen sind nicht immer in einem einladenden Zustand. Viele Gäste kommen mit dem Reisebus und sind nicht immer gut zu Fuß. Die Möglichkeit ausreichender, sicherer und nah zur Innenstadt befindlicher Halteplätze und schließlich auch Parkmöglichkeiten sind bestenfalls als übersichtlich zu bezeichnen. Natürlich sind Busse vor der Oper nicht schön. Aber nur einfach zu sagen „Die Busse müssen weg“, ohne Lösungen anzubieten – wohlgemerkt: es geht um Gäste und Busse – ist ideen- und konzeptionslos. Es dokumentiert letztlich, dass man Gäste nicht haben will. Die empfinden das so und sagen das auch. Insofern: ein sehr ironisches „Danke“ für die Negativwerbung. Das kann es ja nun auch nicht sein. Für uns als Taxigewerbe ist in punkto Erreichbarkeit ähnliches zu beobachten. Zum Beispiel den Marienplatz kompromisslos zu sperren, führt in die gleiche unerfreuliche Richtung: Gäste können nicht oder nur schwer an ihr eigentliches Ziel gebracht werden. Auch fürs Wegfahren gilt das Gleiche. Taxis müssen sichtbar und nach nur kurzen Laufwegen erreichbar sein. Wohlbemerkt: Es geht dabei nicht nur um unser tatsächliches oder vermeintliches Recht, uns überall auszubreiten. Wir haben ja schließlich auch die Pflicht, unsere Betriebe aufrecht zu erhalten. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass uns dazu die räumlichen Möglichkeiten gegeben werden müssen – sonst schaut‘s mit den Einnahmen trübe aus. Der Tourismus ist ein zentraler Bestandteil des Münchener Wirtschaftslebens. Daher sollte alles, was damit zusammenhängt, auch von „der Stadt“ im Blick behalten und von ihr geführt werden. Andere Städte haben das erkannt und handeln danach. In Hamburg beispielsweise wurden sogar auf Senatsebene entsprechende organisatorische Maßnahmen getroffen. Als Begründung wurde u.a. angeführt, dass man das Thema Tourismus als so wichtig betrachte, dass es sehr hoch „aufgehängt“ werden müsse. Was uns zeigt, dass die Konkurrenz nicht schläft. Darum der Appell an die städtischen Entscheidungsträger, dieses Feld nicht von sich weg zuschieben. Ausblick In vielerlei Weise ist München aus touristischem Blick sicherlich ein Selbstläufer. Die Gästezahlen sind ordentlich und es bedarf nicht allzu vieler Anstrengungen, die positive Entwicklung der letzten Jahre fortzusetzen. Einen Freibrief, sich auf den so errungenen Lorbeeren auszuruhen, bedeutet dies nicht. Wir werden uns immer wieder auf ein Neues anstrengen müssen, unser hohes und gutes Niveau zu halten, damit auch weiterhin gilt: München ist – mindestens – einen Besuch wert, denn es ist vielleicht nicht die schönste Stadt Deutschlands, aber ganz sicher die schönste Stadt der Welt.“ (WH) Quellen: Brockhaus-Enzyklopädie, 21. Auflage, Band 27, Schlüsselbegriff „Tourismus“ – Wikipedia: Stichworte „Eugen Roth“, „Incoming-Tourismus“ – muenchen.de: „Gäste- und Übernachtungszahlen, Bettenauslastung 2016“ – google: Stichwort „Tourismus“ – Statisches Bundesamt (destatis.de): „Monatserhebung im Tourismus“, „Beherbergungsstatistik“ Monate Januar – März, bzw. April 2017 – Publikation: „Jahreswirtschaftsbericht München 2016“ und „Der Wirtschaftsstandort, Fakten und Zahlen 2016“, für beide: Hrsg. Stadt München – BZP-Jahresgeschäftsbericht 2016, Hrsg. BZP, Frankfurt am Main WUSSTEN SIE SCHON, DASS … … von den 420 Millionen Übernachtungen in Deutschland pro Jahr 11 Millionen von Niederländern gebucht werden. Unsere holländischen Nachbarn stellen mit Abstand die größte Gruppe unter den internationalen Gästen in Deutschland dar. (BH) Stimmer & Sohn GmbH L in dber gh str aß e 2 0 · 8 0 9 3 9 Mü n ch en A n n ah m e 0 8 9 / 3 4 8 4 4 0 · B ür o 0 8 9 / 3 2 1 9 9 2 9 -3 Taxiwerkstätte • Un fallin stan dsetz un g • Kfz-R epar atu r wer kstätte • spon tan e Hilfe 60 Jahre Stimmer 56x60_neu:60-Jahre 19.05.2011 Schillerstraße 21 80336 München MICHAEL BAUER Fachanwalt Verkehrsrecht ANWALTSKANZLEI MICHAEL BAUER SILVIA KOBER Schwerpunkt Strafrecht Tel: 089-515569-30 Fax: 089-515569-55 Unfallabwicklung Personenbeförderungsrecht Strafsachen Bußgeldsachen kanzlei@anwalt-bauer.de www.anwalt-bauer.de AUGUST 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 17
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Tourismuszahlen sind immer auch ein Indikator für die Umsatzentwicklung im Taxi. Volle Hotels sorgen für volle Kassen im fahrenden Gewerbe. Nebenstehende Grafiken zeigen eine Entwicklung, die auch an der Taxibranche nicht spurlos vor übergegangen ist. (TK) ➔ WICHTIGE DATEN Die angekommenen Gäste und deren Übernachtungen 2006 bis 2015 Jahr Gäste Übernachtungen Verweildauer … Nächte insgesamt dar. ausländische Gäste insgesamt von ausl. Gästen insgesamt von ausl. Gästen 2006 4.371.322 1.925.236 8.858.818 4.183.177 2,0 2,2 2007 4.701.717 2.097.521 9.533.035 4.522.759 2,0 2,2 2008 4.830.393 2.100.394 9.847.122 5.584.559 2,0 2,2 2009 4.983.632 2.107.002 9.908.774 4.448.687 2,0 2,1 2010 5.572.955 2.440.404 11.095.710 5.169.928 2,0 2,1 2011 5.931.052 2.554.355 11.738.112 5.421.929 2,0 2,1 2012 6.132.786 2.757.772 12.366.261 5.924.393 2,0 2,1 2013 6.302.954 2.858.338 12.894.504 6.329.045 2,0 2,2 2014 6.593.883 3.009.971 13.448.024 6.650.914 2,0 2,2 2015 6.957.469 3.210.015 14.066.212 6.980.503 20, 2,2 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, 2016. Statistisches Amt München Entwicklung des Beherbergungsangebotes Geöffnete Beherbergungsbetriebe (2009 bis 2015) Angebotene Gästebetten (2009 bis 2015) 450 90.000 400 80.000 350 70.000 300 60.000 250 50.000 200 40.000 150 30.000 100 20.000 50 10.000 387 53.924 394 55.058 396 57.550 399 59.218 398 59.794 399 62.333 407 65.734 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, 2016. Statistisches Amt München 18 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017 TITELTHEMA
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Beherbergungsstatistik München (Berichtszeitraum: Januar bis Dezember 2016, Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung) Regierungsbezirk – Kreis – Gemeinde – Herkunftsland (ständiger Wohnsitz) Ankünfte Übernachtungen Durchschnittliche AufenthaltsdauerInsgesamt Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum Insgesamt Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum Anteil Anzahl % Anzahl % % Tage Deutschland 3.908.932 4,4 7.324.507 3,4 52,2 1,9 Ausland Europa Belgien 31.565 4,9 58.819 5,0 0,9 1,9 Bulgarien 7.983 –6,0 17.537 –1,0 0,3 2,2 Dänemark 27.123 12,4 55.641 14,5 0,8 2,1 Estland 3.366 –22,2 6.548 –23,7 0,1 1,9 Finnland 27.435 6,0 59.242 4,1 0,9 2,2 Frankreich 107.286 4,8 207.859 6,2 3,1 1,9 Griechenland 17.049 –6,9 41.747 –5,9 0,6 2,4 Großbritannien, Nordirland 246.536 –5,0 504.171 –4,9 7,5 2,0 Irland, Republik 23.038 –1,0 48.388 –2,1 0,7 2,1 Island 3.999 19,1 9.290 26,3 0,1 2,3 Italien 240.079 –12,0 495.985 –11,9 7,4 2,1 Kroatien 12.770 11,9 25.380 8,3 0,4 2,0 Lettland 3.152 –13,7 6.654 –10,2 0,1 2,1 Litauen 4.010 –0,2 8.421 2,7 0,1 2,1 Luxemburg 16.930 4,4 34.201 3,7 0,5 2,0 Malta 2.350 –15,3 6.559 –14,9 0,1 2,8 Niederlande 92.840 12,0 174.314 10,6 2,6 1,9 Norwegen 19.865 4,4 41.493 4,4 0,6 2,1 Österreich 213.843 –0,5 362.968 –2,3 5,4 1,7 Polen 35.656 0,7 76.384 –0,1 1,1 2,1 Portugal 14.929 19,5 33.595 16,8 0,5 2,3 Rumänien 22.386 3,0 50.472 1,8 0,8 2,3 Rußland 109.383 –8,1 268.206 –11,7 4,0 2,5 Schweden 35.429 8,6 70.648 8,8 1,1 2,0 Schweiz 233.853 –1,9 434.338 –2,6 6,5 1,9 Slowakische Republik 9.715 –6,8 20.091 –6,1 0,3 2,1 Slowenien 11.090 2,9 21.196 8,7 0,3 1,9 Spanien 131.632 3,0 277.869 1,6 4,1 2,1 Tschechische Republik 24.138 –14,6 43.443 –12,4 0,6 1,8 Türkei 32.821 12,4 72.707 13,8 1,1 2,2 Ukraine 17.286 4,2 39.780 0,6 0,6 2,3 Ungarn 20.884 –8,5 49.177 7,3 0,7 2,4 Zypern 1.868 –70,0 4.509 –62,8 0,1 2,4 Sonstiges Europa 39.097 –16,3 82.080 –16,3 1,2 2,1 Zusammen 1.841.386 –2,4 3.709.712 –2,9 55,2 2,0 Afrika Republik Südafrika 23.461 –8,3 39.277 –5,0 0,6 1,7 Sonstiges Afrika 22.134 12,1 56.554 1,7 0,8 2,6 Zusammen 45.595 0,6 95.831 –1,2 1,4 2,1 Asien Arabische Golfstaaten 200.170 –2,7 591.005 –13,5 8,8 3,0 China, Volksrep./Hongkong 141.456 –0,5 297.625 3,2 4,4 2,1 Indien 27.139 18,9 79.892 6,5 1,2 2,9 Israel 26.049 6,6 59.455 9,1 0,9 2,3 Japan 78.239 –14,5 156.136 –14,3 2,3 2,0 Südkorea 47.741 –6,7 99.059 –6,9 1,5 2,1 Taiwan 25.471 0,5 49.004 –0,4 0,7 1,9 Sonstiges Asien 113.337 6,9 259.118 10,3 3,9 2,3 Zusammen 659.602 –1,4 1.591.294 –4,9 23,7 2,4 Amerika Kanada 41.599 –12,3 91.212 –18,8 1,4 2,2 USA 378.513 –1,6 835.145 –1,7 12,4 2,2 Mittelamerika und Karibik 15.797 16,6 34.594 14,9 0,5 2,2 Brasilien 41.959 –17,5 107.386 –20,0 1,6 2,6 Sonstiges Südamerika 29.081 17,8 66.384 15,3 1,0 2,3 Sonstiges Nordamerika 3.913 39,8 8.497 31,6 0,1 2,2 Zusammen 510.862 –2,5 1.143.218 –3,9 17,0 2,2 Australien 57.929 –3,7 137.639 –4,0 2,0 2,4 Neuseeland, Ozeanien 7.695 –7,0 17.241 –6,8 0,3 2,2 Zusammen 65.624 –4,1 154.880 –4,3 2,3 2,4 Ohne Angabe 10.486 –37,2 21.648 –39,8 0,3 2,1 Ausland zusammen 3.133.555 –2,4 6.716.583 –3,7 47,8 2,1 Inland/Ausland insgesamt 7.042.487 1,3 14.041.090 –0,1 100,0 2,0 AUGUST 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 19
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STADTINFO STADTINFO ➔ IMPARK SOMMERFESTIVAL ➔ AUER JAKOBIDULT Das impark Sommerfestival verströmt vom 3. bis 27.8.2017 Sommerfeeling im Olympiapark. Mit Fahrgeschäften, Buden, Feinschmeckergasse, Strandbar und Wakeboarding ist es ein Festival für die ganze Familie. Höhepunkt ist im wahrsten Sinne des Wortes das Riesenrad, das einen Blick über den Olympiapark und den Münchner Norden ermöglicht. Mit dabei sind auch die Sommerfestival-Klassiker: So kann in der Budenstraße nach Herzenslust gestöbert und eingekauft werden und auch die Schausteller sind mit ihren Ständen und Fahrgeschäften beim Festival im Olympiapark vertreten. Die Feinschmeckergasse bietet wie immer verschiedene Köstlichkeiten aus aller Herren Länder. Am 10. und 24. August kracht’s am Himmel über dem Olympiapark bei den grandiosen Feuerwerken und am 08.,15. und 22. August können sich die Jüngsten über die großen Kindertage der Schausteller freuen. Öffnungszeiten Sommerfestival ➔ Montag bis Mittwoch 12 bis 22 Uhr ➔ Donnerstag und Freitag 12 bis 23 Uhr ➔ Feuerwerk Donnerstage 12 bis 23.30 Uhr ➔ Samstag 11 bis 23 Uhr ➔ Sonntag 11 bis 22 Uhr Theatron Musiksommer 2017 ➔ 3. August bis 27. August 2017, täglich ab 19 Uhr, Eintritt frei! Seebühne Theatron im Olympiapark München Öffnungszeiten Foodgasse ⁄ Gastronomie: ➔ Montag bis Sonntag 11 bis 1 Uhr (Quelle: muenchen.de) Pünktlich mit dem Start der großen Schulferien findet auf dem Münchner Mariahilfplatz vom 29. Juli bis zum 6. August 2017 die Jakobidult statt. Als 1796 Kurfürst Karl Theodor dem Münchner Vorort Au östlich der Isar das Recht verlieh, zweimal im Jahr eine Dult abzuhalten, hatte die Jakobidult in München bereits eine fast 500 jährige Tradition. Bereits 1310 wurde auf dem heutigen Sankt-Jakobs- Platz die Dult abgehalten. Dabei handelte es sich um Jahrmärkte im ursprünglichen Sinne. Von 1791 an fand sie in der Kaufingerund Neuhauser Straße statt. Auf den Erlass des Kurfürsten ging der heutige Name „Auer Dult“ hervor. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts findet die Auer Dult dreimal im Jahr statt, Maidult, Jakobidult und Kirchweihdult. Nur in den Jahren 1943 bis 1946 wurde auf die Ausrichtung verzichtet. Zur Auer Jakobidult (Sommerdult) in München werden wieder zahlreiche Schausteller mit Ihren Fahrgeschäften erwartet. An neun Tagen drehen sich die Karussells. Am Dienstag, den 2. August, ist Familientag auf der Jakobidult. Große und kleine Volksfest-Fans können bei ermäßigten Fahrpreisen im Wellenflug und im Autoscooter, in der Schiffschaukel und im Kasperltheater die Dult richtig auskosten. Mehr als 300 Marktkaufleute gestalten einen bunten Jahrmarkt mit allerlei Angeboten. Am ersten Samstag findet die Auer Dult Nacht (bis 23 Uhr geöffnet) statt. Eine Besonderheit ist der Geschirrmarkt, der der größte Europas ist. (BH) Taxameterdienst & Taxiausrüstung Frankfurter Ring 97 • 80807 München Tel.: 089 - 307 480 47 kontakt@er-tax.de - Dachzeichen Kienzle - Magnet Dachzeichen - Sprechfunkgeräte - Datenfunk - Spiegeltaxameter - MCT-05 und MCT-06 (Neu) - Cey-System - Quittungsdrucker Alles aus einer Hand ! Kundendienst Kundendienst AUTOGLAS-KRAFT Sonderkonditionen für Taxis Versicherungsabwicklung • Soforteinbau und Steinschlag-Reparatur Während einer Kaffeepause bei uns wechseln wir Ihre Scheibe. Albert-Schweitzer-Str. 68 • 82008 Unterhaching (Agip-Tankstelle) www.autoglaskraft.de Wir sind umgezogen Telefon 089 / 6 90 87 82 20 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017
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Warnung vor falschen Polizisten Der Enkeltrick war gestern – heute kommt der falsche Polizist. Mehrere Millionen Euro ergaunerten professionelle Enkeltrick- Betrüger in den vergangenen Jahren bei ihren Beutezügen alleine in München. Mustergültige Polizeiarbeit hat diesen Banden inzwischen das Handwerk gelegt, sodass der Enkeltrickbetrug momentan in München auf Eis gelegt ist. Arbeitslos geworden ist die Ermittlungsgruppe Enkeltrick aber deshalb trotzdem nicht, denn mittlerweile hält eine neue Masche des Betrugs Einzug: Der falsche Polizeibeamte. Mit verschiedenen Mustern versuchen organisierte Banden das Vertrauen der späteren Opfer zu gewinnen. In fast allen Fällen erfolgt die Kontaktaufnahme mit taktisch ausgeklügelten Telefonanrufen. Die Auswahl der späteren Opfer erfolgt anhand von Telefonbucheinträgen oder anderer Adressverzeichnisse. Dabei liegt das Augenmerk der Täter auf Vornamen, die überwiegend in der Altersgruppe 65 bis 90 Jahre zu finden sind. (zum Beispiel Hans, Helga, Elfriede, Josef, Therese, Hedwig …) Im Jahr 2017 gab es bereits mehr als 750 solcher betrügerischen Anrufe, in einigen Fällen ist auch ein zum Teil erheblicher Schaden entstanden. Die Opfer werden mit verschiedenen Methoden von falschen Polizeibeamten oder angeblichen Staatsanwälten unter Druck gesetzt und werden dazu bewegt, ihre Ersparnisse bei der Bank abzuheben. In manchen Fällen werden die Opfer dazu veranlasst, Gelder bei Finanzdienstleistern wie „Western Union“ oder „Moneygram“ einzuzahlen. Teilweise müssen sie für mehrere 100 Euro Guthabenkarten (zum Beispiel von Amazon, iTunes, Steam, Paysafe …) erwerben und dafür bestimmte Geschäfte aufsuchen. Den Opfern wird oft am Telefon erzählt, dass es bei den Ermittlungen der Polizei um Falschgeld oder Einbrecher geht bzw. ein Haftbefehl in der Türkei vorliegt. Manchmal geben sich die Betrüger aber auch als Gewinnspielfirma aus und verlangen Gebühren für angebliche Gewinne, die oft mit den Guthabenkarten bezahlt werden. Deshalb richtet sich auch die Bitte an alle Taxifahrer, im Gespräch mit vor allem älteren Fahrgästen achtsam zu sein und auf Hinweise oder Bemerkungen, die auf eine oben genannte Straftat hindeuten könnten, zu reagieren. Es gab bereits einige Fälle, wo es der Aufmerksamkeit des Taxifahrers zu verdanken war, dass ältere Bürger nicht um ihre Ersparnisse gebracht wurden. Im Zweifel fragen Sie ihre Gäste, ob sie in letzter Zeit einen komischen/ dubiosen/merkwürdigen Anruf erhalten haben von der Polizei oder einer Gewinnspielfirma angerufen wurden. Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt, verständigen Sie bitte umgehend die 110. Kriminalpolizei München, KFD 3 – AG Phänomene ➔ AUFGEPASST! DIE KRIMINALPOLIZEI INFORMIERTSTADTINFO ➔ KOCHERLBALL Um 1880 hatte man als Hausangestellter auch in München nicht viel Freizeit. Darum trafen sich die Bediensteten schon im Morgengrauen, um vor Beginn der täglichen Arbeit zu tanzen und zu feiern. Bis zu 8.000 Dienstmädchen, Hausdiener, Soldaten, Köchinnen und Köche schwangen damals ihr Tanzbein beim Kocherlball. Heute muss keiner am Sonntagmorgen um 10 Uhr noch nach Hause zur Herrschaft, sondern kann das Fest in der Vormittagssonne am Chinesischen Turm ausklingen lassen. Am 23.7.2017 ist es wieder Zeit für den Kocherlball am Chinesischen Turm. Zwischen 6 und 10 Uhr sind die Besucher aufgerufen, zu allerlei Volksweisen ihre Tanzkünste zu zeigen. Ein alljährlicher Höhepunkt ist traditionell wieder die „Münchner Francaise“ . Die Tanzfläche rund um den Chinesischen Turm ist während des Kocherlballs gut gefüllt, spätestens wenn die „Fledermaus-Quadrille“ von Johann Strauss' Sohn erklingt, gibt es kein Halten mehr. Früh da zu sein lohnt sich übrigens, denn nur so gibt es einen der begehrten Sitzplätze im Biergarten am Chinesischen Turm. Da sich der Termin vom 16. auf den 23.7.2017 verschoben hat, gibt es keinen Ersatztermin bei Regen. Für das Taxigewerbe bringt diese traditionelle Veranstaltung an diesem Sonntagvormittag wieder sehr viele zusätzliche Fahrten von und zum Englischen Garten. (BH) AUGUST 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 21
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Seit dem 1. Mai 2015 bietet die Landeshauptstadt allen Interessierten auf dem ehemaligen Gelände des „Braunen Hauses“ eine Bildungsstätte der besonderen Art. Das geschichtsträchtige Areal beherbergt nicht nur das Museum. Gleich dahinter befindet sich das Israelische Generalkonsulat. Nachdem bereits 1947 die Reste der Villa, die von 1930 bis 1945 die NSDAP-Parteizentrale beherbergte, gesprengt worden waren, blieb das Areal unbebaut. Hitler hatte nicht nur den Umbau des Hauses geplant, sondern auch die unmittelbare Umgebung mit Granitplatten zur Kultstätte umfunktioniert. Dass hier der Samen für Terror und Grauen gelegt wurde, ist dabei bald in Vergessenheit geraten. Gerade deshalb ist es schon fast eine Ironie der Geschichte, dass sich am „Geburtsort der Bewegung“ (Hitler) heute nicht nur eine Bildungsstätte gegen das Vergessen, sondern auch eine diplomatische Vertretung des Staates, dessen Bewohner eigentlich der vollständigen Vernichtung anheimfallen sollten, befindet. Ich betrete das Gebäude und befinde mich in einer großen Halle, die trotz des Baustils sehr hell ist. Von außen wirkt der Bau eher bunkerartig. An der Kasse wurde mir erklärt, dass die Ausstellung in der oberen Etage beginnt. Mit dem Lift fahre ich in den 4. Stock. Hier wurde die Zeit von 1918 bis 1933 thematisiert. Neben großen Schautafeln sind die Exponate und Erklärungen in Vitrinen arrangiert. Filmprojektionen zum Zeitgeschehen ergänzen die Szenerie. Vor den Schautafeln sitzen Schüler und lassen sich von Museumspädagogen einzelne Themen erläutern. Die Darstellungen sind sehr fundiert und geschichtliche Hintergründe werden mit Hilfe der Darstellung von Einzelschicksalen dem Besucher nahe gebracht. Mir fällt auf, dass hier auf Nüchternheit wert gelegt wurde. Die Einzelschicksale sprechen für sich. Personenbezogene Dokumente wechseln sich mit Wahlplakaten, Zeitungsseiten und Fotos ab. Großen Raum nimmt Kurt Eisner, der erste Ministerpräsidenten Bayerns, ein. Leider fällt wenigen dieser Name ein, wenn von Hitlerattentätern die Rede ist. Mich befällt eine gewisse Genugtuung, dass die Darstellung der Rätezeit auch die leider nur sechs Tage währende „Baierische Räterepublik“ nicht verschweigt und die darauf folgende zweite Räterepublik als das bezeichnet, was sie war, nämlich eine Diktatur. Die Antwort folgte rasch und die politische Rechte gewann an Boden. Ich steige die breite Treppe in die nächste Etage herunter und befinde mich in der Zeit von 1933 bis 1939. München als „Hauptstadt der Bewegung“, das Ende der Demokratie und der Terror gegen Regimegegner sind die hauptsächlichen Themen dieses Teils der Ausstellung. Besonders berührend sind die Bilder von Menschen, die öffentlicher Demütigung ausgesetzt wurden. Demgegenüber stockt einem fast der Atem, wenn ich lese, dass ein Arzt, in diesem Falle Josef Limmer, das Münchner Gesund heits amt 1937 übernahm, nachdem er 1933 in die NSDAP eintrat und für die sogenannte Erbgesundheit, also für die Zwangssterilisationen und Deportationen Behinderter zuständig war. Dieser Arzt wurde 1946 als Mitläufer deklariert und arbeitete dann bis zur Pensionierung als Gutachter für die Landesversicherungsanstalt. Solche Bespiele gibt es hier viele. Es bewahrheitet sich auch hier, dass es keiner Demokratie bisher gelungen ist, eine Diktatur rechtsstaatlich aufzuarbeiten. Auch die Deutschen im Osten der Republik müssen bis heute diese Tatsache schmerzlich spüren. Hinabgestiegen in die 2. Etage empfängt mich das Thema Kriegsjahre. Die Zeit von 1939 bis 1945 wird sicherlich vielen Münchner in schmerzlicher Erinnerung geblieben sein. Einen besonderen Stellenwert nehmen die Tausenden von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter ein. Ihr Schicksal und das der KZ-Gefangenen zeigt mit aller Deutlichkeit die Brutalität dieser Zeit. Besonders berühren die Darstellungen der Einzelschicksale und die Verstrickungen unserer großen ortsansässigen Firmen. Auch die nüchtern anmutenden Zahlen der Münchner Juden, die praktisch vollständig deportiert wurden, lassen erschauern. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass heute München wieder ein Zentrum jüdischen Lebens in Deutschland ist, mit eigenem Gemeindezentrum und Synagoge. Erschreckend sind die dargestellten Um fragen, bei denen z.B. 16,5 % aller Befragten der Meinung sind, dass Juden in Deutschland zu viel Einfluss hätten und das im Jahre 2010. Dies und viele andere Meinungsäußerungen werden im Abschluss der Dokumentation, dem Zeitrahmen von 1945 bis zur Gegenwart, dargestellt. Dabei wird sowohl auf verschiedene Anschläge der rechtsradikalen Szene, aber auch Demonstrationen und Reaktionen der Münchner eingegangen. Das NS-Dokumentationszentrum München ist eine sehenswerte Ausstellung, die ihrem hohen pädagogischen Anspruch gerecht wird. Was mich persönlich etwas stört, sind die manchmal fehlenden ergänzenden Erklärungen, wie zum Beispiel, dass die befreiten russischen Kriegsgefangenen vom Stalinregime entweder erschossen oder nach Sibi rien deportiert wurden, da sie als Verräter galten. Vielleicht ist das ja nicht Aufgabe dieser Ausstellung, aber der Hinweis, dass Diktaturen – egal welcher Couleur – durchaus frappierende Ähnlichkeiten aufweisen, ist für mich wichtig. Gerade in dieser Ausstellung ist mir wieder einmal deutlich geworden, wie viel von der Nazidiktatur im täglichen Leben einer kommunistischen Diktatur übernommen wurde. Auch das sollte nicht vergessen werden. Abschließend kann ich die Ausstellung nur empfehlen, die Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet ist. Der Eintrittspreis ist mit 5 Euro sehr moderat. Kinder unter 18 Jahren und Schulklassen sind davon befreit. Bei einem Besuch sollte jeder auch den etwas versteckt im Erdgeschoss liegenden Museumsshop, der eigentlich eine Buchhandlung ist, erkunden. Die angebotene Literatur lädt unbedingt zum Stöbern ein. (BH) ➔ NS-DOKUMENTATIONSZENTRUM Zwischen Königsplatz und Karolinenplatz fällt der Blick beim Befahren der Brienner Straße unweigerlich auf ein quaderförmiges, modernes Gebäude. Hier befindet sich das NS-Dokumentationszentrum München. Lange Zeit tat sich die Stadt München schwer mit ihrer Erinnerungskultur. Foto: formenreich.de WISSENSWERTES 22 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017
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➔ TAXLER-LEXIKON ➔ ABSURDISTAN oder AVENIO – Im Dezember 2013 wurden die ersten acht Trambahnzüge der Baureihe „Avenio“ durch die Firma Siemens an die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ausgeliefert. Zu deren Einsatz musste freilich noch die Regierung von Oberbayern (Reg. v. Obb) ihre Genehmigung geben – was sie nicht tat. Nicht etwa, dass die Kisten verkehrsunsicher gewesen wären, nein. Aber in den Zulassungsunterlagen der Siemensianer gab es Unklarheiten – zumindest aus Sicht des Technischen Prüfdienstes der Reg. v. Obb. So war z.B. nicht klar festgelegt, welches Reinigungsmittel für die Scheiben der Bahnen genehmigt war. Donner keil! Und so durften die ersten Garnituren erstmal ein knappes Jahr im Depot vor sich hinrosten, bis sie im November 2014 auf die Piste geschickt wurden. Allerdings wieder nur vorübergehend. Kurzum, die MVG klagte zwischenzeitlich erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht gegen zwei Bescheide der Reg. v. Obb. und erstritt sich damit die Genehmigungen. Kostet ja alles kein Geld. Der Heilige Bürokratius, er lebe hoch, hoch, hoch! ➔ APASSIONATA – Am 5. November soll in Fröttmaning neben dem dortigen Busbahnhof der „Apassionata“-Showpalast eröffnen. Um den Namen gibt es noch juristischen Streit, aber das kann uns wurscht sein. Gut 1.700 Zuschauer wird die 55 Millionen Euro teure Spielstätte beherbergen können, finanziert ohne Steuergelder und in Rekordzeit hochgezogen. Münchner Merkur vom 29.6.17: „Die Bühne ist 40 Meter breit und mit modernster Technik ausgestattet. Die Wände und der Boden können mit Videos bespielt werden (...)“ . Mit der Pferde-Show „Equila“ soll der Betrieb begonnen werden. Da muss also eine Privatfirma herkommen, um der Stadt und dem Freistaat, die sich seit anno tobak um den neuen Konzertsaal streiten, vorzumachen, wie man in kürzester Zeit sowas auf die Beine stellt. Der Heilige Bürokratius, er lebe … ➔ DIESEL-FAHRVERBOTE – Zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe (Anfang Juli) ist ein Spitzengespräch zwischen der Stadt, dem Freistaat und der bayerischen Autoindustrie für den 2. August in Planung. Bei einem ersten Treffen hatten Audi und BMW bereits eine neue Software (Computersteuerung) angekündigt, mit der Dieselautos der älteren Euro-5-Norm zugunsten eines geringeren Schadstoffausstoßes nachgerüstet werden können. Schrottis Anmerkung: vielleicht genügt es, die bestehende Betrugs- Software einfach zu deaktivieren … Münchens OB Dieter Reiter droht weiterhin mit dem Schwert eines Fahrverbotes für Dieselfahrzeuge, freilich nicht aus Gaudi, sondern weil die Stadt bei weiterer Überschreitung der Grenzwerte für Stickoxide demnächst mit heftigen Geldbußen rechnen muss. Und die werden von mal zu mal nicht geringer ausfallen. Aber noch eine generelle Anmerkung dazu: Schrotti, geb. 1959, wuchs in den ersten Jahren seiner fernen Jugend in einem Reihenhaus (Willibaldstraße 217) auf, welches – wie damals durchaus üblich – noch eine Kohlenheizung hatte. Die neue Heimstatt in der Herterichstraße hatte immerhin schon Ölheizung. Aber auch da interessierte sich niemand für das, was aus dem Kamin kam. Bei den Autos war es nicht anders, der Kamin heißt dort nur Auspuff. Alternative Energien (Wind usw.) waren ein Fremdwort. Im Ruhrpott nebelten sich die Kohlekraftwerke gegenseitig zu; im Rhein konnte man an der Angelschnur allenfalls einen Film entwickeln, denn die letzten Fische in dieser trüben Chemiepampe konnten gar nicht anbeissen, hatten sie doch alle eine Gasmaske vorm Maul. Die Stickoxid- und Feinstaubwerte von damals, wenn sie je einer gemessen hätte, würden heute bestimmt jede Skala sprengen. Kurzum: es ist vieles seither besser geworden. Neben etlichen anderen Gründen trägt vielleicht auch dies dazu bei, dass unsere statistische Lebenserwartung immer höher Schrotti erklärt die Taxi-Welt istockphoto GLASI´S TAXISHOP Engelhardstr. 6, Tel. 77 05 50 Gesamtes Formularwesen Autopflege/KFZ-Bedarf Taxizubehör/Taxibedarf Brotzeiten/Getränke... ...alles, was der Taxler braucht Montag bis Freitag 9-16 Uhr Dr. Manfred Hingerle Seit 1979 Führerscheinuntersuchungen zu besonders fairen und freundlichen Bedingungen Bitte k ommen Sie ohne Anmeldung währ end den Untersuc hungszeiten. W enn Sie die Reaktionstests benötigen, k ommen Sie bitte mind. 2 Std. vor Ende der Untersuc hungszeiten. Am Brunnen 17, Kir c hheim b . Münc hen Tel.: 089/903 6110 od. 99 18 80-18 www .verk ehrsmedizin-dr .hingerle .de Mo . - Fr . 08:00 bis 12:00 Mo . / Do . 14:00 bis 18:00 NACHTFAHRER GESUCHT Biete 500 Euro Belohnung bei Einstellung eines Taxinachtfahrers in München. Bewerbungen unter: 0172 / 8631917 Anzeige_Ngasa Tchao.indd 1 03.07.17 12:36 24 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017 UNTERHALTSAMES
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wird. Aber, wie üblich in Deutschland und wahrscheinlich nicht nur bei uns, muss alle paar Jahre eine neue Sau durchs Dorf getrieben werden – und diesmal hat es unter tätiger Mithilfe der Milliardenbetrüger aus der Autoindustrie („Schummel“-Software) die Dieselfahrer erwischt. Wogegen die Benzinfahrer trotz höheren Spritverbrauchs derzeit fast schon als Umweltengel erscheinen. Spannend bleibt es allemal. ➔ FUNKKANÄLE – Nach der Änderung einiger Antennenstandorte ist die Versorgung mit Sprechfunk im Osten auf Kanal 3 am besten, im Süden und Südwesten auf Kanal 5, und im Rest der Welt auf Kanal 1. Aber das müssen Sie nicht auswendig lernen! Auf dem Datenfunkbildschirm steht auf der Standplatzliste in der jeweiligen Gegend z.B. „K 3 Trudering“ oder „K 5 Solln“, woraus Sie ersehen können, welcher Funkkanal hier der beste ist. Steht nichts davor, gilt Kanal 1. A propos Sprechfunk: ➔ MITARBEIT – „Die Mitarbeit des Schülers ist nicht zufriedenstellend“, las der Schreiber, ähm, mancher von Ihnen eventuell mal im Zwischenzeugnis. Das muss der heutige Oberlehrer Schrotti leider auch vom Sprechfunk sagen. Zwei Beispiele: am Mittwoch 28.6. morgens gegen vier Uhr beschäftigte ein der Polizei einschlägig bekannter 66-jähriger uns alle, weil er nach einem Fluchtmanöver mit seinem Auto am Isarring (etwa Kennedybrücke) gegen die Leitplanke gekracht war. Warnschüsse der Polizei, Großeinsatz, Hubschrauber, Staatsanwalt. Das ganze Programm. Nach vielleicht einer Stunde, dann also gegen fünf Uhr, fragte Schrotti als diensthabender Funksprecher mehrmals das fahrende Gewerbe, ob ihm jemand sagen könne, ob die Totalsperre noch besteht? – Schweigen im Walde. Nichts. Gar nichts. Beispiel zwei: anlässlich einer Nachtbaustelle und Totalsperre an der Garmischer Autobahn ab dem Luise-Kiesselbach-Platz (selbe Nacht wie vorher) gab es trotz mehrerer Fragen um Auskunft auf Kanälen 1, 3 und 5 wiederum keinerlei (!) Mitteilung seitens der Kollegenschaft. Das ist schon traurig. Scheinbar fahren viele Herrschaften unserer Zunft das Funkgerät nur mehr zu dem Zweck spazieren, um nach einem ausverkauften Konzert im Olympiastadion und etlichen diesbezüglichen Durchsagen der Zentrale „Olimpia sofort“ ins Mikro zu plärren. Oder natürlich „dringend“, und da wird von diesen Verbalautisten dann schon erwartet, dass alle anderen den Funk eingeschaltet haben. Mitarbeit mangelhaft. Ungenügend. Fragt der Vater beim Elternabend den Lehrer „Warum ham sie meim Buam an Sechser gebn?“ – Sagt der Lehrer „weils no koan Siema net gibt“ . ➔ VERSTÄNDIGUNGSPROBLEME – So manches Gespräch mit der Kundschaft am Telefon erweist sich als schwierig, wie wir Zen tralisten immer wieder leidvoll feststellen müssen. Ein Beispiel: In der Nacht vom 1.7. (Sa.) auf 2.7. gab es neben dem üblichen Sommer-Tollwood noch ein ausverkauftes Olympiastadion mit der Austropop- Schmalzbacke Andreas Gaballier und so ganz nebenbei eine Freiluftveranstaltung (neudeutsch: Open Air) in der Riemer Galopprennbahn. Auch noch ein paar tausend Leute. Wir Zentralisten gingen bereits mit Todesverachtung in die Leitungen, wohl wissend, dass es sich zu 90 Prozent um nicht vermittelbare Bestellungen zum Olympiastadion oder der Galopprennbahn handeln würde. Die meisten Leute sind ja einsichtig, wenn man ihnen erklärt, dass gerade nichts geht, aber manche … „Sie haben Beförderungspflicht“, „Sie werden ihren Namen morgen in der Zeitung lesen“, „Ich bin Anwalt und verklage Sie vor Gericht“ usw. sind noch die jugendfreien Äusserungen, die wir da zu hören bekommen. Aber auch bei „normalen“ Bestellungen kann es schwierig werden: eine Kundschaft hatte in die XY-Straße 47 ein Taxi bestellt; der angegebene Name war laut Taxifahrer nicht an der Klingel. Rückruf beim Kunden. Der Stimme nach jüngere Frau: „das sind zwei Häuser nebeneinander. Eins steht neben dem anderen. Und wir sind in dem anderen“ . (Vermutlich die Urenkelin von Karl Valentin) Andere Kostprobe gefällig? – „Ich stehe in der XY-Straße“ . Frage Zentrale: „Welche Hausnummer?“ – Antwort Kundin: „rechts von mir ist der Tengelmann“ . Zentralist Marco Ugler: „und wenn sie sich umdrehen, ist er links von ihnen!“ Manchmal kann man es nur mehr mit Humor nehmen. ➔ VERKEHRSPROBLEME – hat „Uber“-Chef und -Mitgründer Travis Kalanick innerhalb der eigenen Firma, wird ihm doch von einigen Mitarbeiterinnen Sexismus und sexuelle Belästigung vorgeworfen. Jetzt ist der Trump-Verschnitt als Firmenchef zurückgetreten, bleibt aber Mitglied im Verwaltungsrat. Eine Untersuchungskommission hatte zahlreiche Beschwerden über das Arbeitsklima aufgelistet, übermäßigen Alkoholkonsum bei Firmenpartys (des gabats bei uns in Bayern net) sowie „das Ausmaß der Mängel in Ubers Unternehmensführung“ (Münchner Merkur vom 22.6.17). Ob uns Fiakern das außer ein bisserl Schadenfreude einen echten Vorteil bringt, kann bezweifelt werden. Vielleicht wird der forsche Travis dann halt nächster Präsident der USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wen würde das noch wundern. (MS) Dr. Cichon & Partner* Rechtsanwaltskanzlei T ät i g k e i t s s c h w e r p u n k t e M. W erther * Fachanwältin für Verkehrsrecht Zivilrecht A. Friedmann Gewährleistungsrecht Reiserecht S. v . Kummer * Fachanwalt für Familienrecht Sozialrecht J. Buchberger * Fachanwalt für Strafrecht / Bußgeldsachen Dr . J. Cichon Unfallschadenregulierung Fahrerlaubnisrecht Erbrecht J o h a n n - v o n - W e r t h - S t r a ße 1 , 8 0 6 3 9 Mün c h e n , T e l.: 0 8 9 / 13 99 4 6 - 0 , Fa x: 0 8 9 / 16 59 51 N. Nöker Fachanwältin: Arbeitsrecht Verwaltungsrecht M. W underlich-Serban Fa chanwältin: Mietrecht Privatinsolvenzen AUGUST 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 25
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➔ MTU UND MAN Zwei wichtige Adressen und ihre Geschichte MTU an der Dachauer Straße 665 und MAN an der Dachauer Straße 667 Die Bayerischen Motorenwerke nahmen 1913 ihren Anfang als Flugmotorenwerk, das direkt dem damaligen Militärflugplatz auf dem Oberwiesenfeld benachbart lag, nämlich an der Moosacher Straße 66. Später kaufte die Knorr-Bremse das Areal und BMW zog an seine jetzige Adresse, ebenfalls gleich beim Oberwiesenfeld entlang der Lerchenauer Straße. Im Jahr 2016 kehrte BMW wenigstens teilweise in sein ursprüngliches, inzwischen denkmalgeschütztes Gebäude zurück und eröffnete hier seine Abteilung BMW Classic. Seitdem prangt am historischen Eingangstor der ursprüngliche Schriftzug „Bayr. Motoren Werke“ . Doch dies nur zur allgemeinen Information am Rande. Aufrüstung und Produkte Heute noch gegenwärtig ist die militärische Vergangenheit der Firma im BMW-Logo, dem weiß-blauen Bewegungsschatten eines Propellers. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten im Jahr 1933 begann das große Aufrüsten für den Zweiten Weltkrieg und die Kapazitäten für den Bau von militärischen Flugmotoren stießen an der Lerchenauer Straße an ihre Grenzen. Ab 1936 entstanden neue Werkhallen in Allach an der Dachauer Straße 665 bis 667. Zur Tarnung gegen die zu erwartenden Luftangriffe im Rahmen des geplanten Krieges wurden die Gebäude in Streubauweise in den nördlichen Allacher Forst gesetzt und zusätzlich die Dächer mit einem grün-braunen Tarnanstrich versehen, der den gegnerischen Piloten einen durchgehenden Wald vortäuschen sollte, offenbar erfolgreich, denn während des gesamten Krieges wurde kein einziger gezielter Angriff auf das extrem kriegswichtige Werk geflogen. Im Jahr 1938 nahm man die Produktion von Flugmotoren auf und mit Beginn des Krieges 1939 erfuhr das Werk eine Vergrößerung um das Vierfache, wodurch eine weitere Rodung des nördlichen Allacher Forstes notwendig wurde. Zu den kriegswichtigen Produkten des neuen BMW- Werkes gehörten hoch entwickelte Flugmotoren und bis Kriegsende 1945 waren rund 21.000 BMW-Flugmotoren produziert worden. Im Jahr 1944 begann BMW mit der Herstellung von Düsentriebwerken und Raketentriebwerken. Im April 1945, wenige Tage vor Kriegsende, lief ein U-Boot mit den Konstruktionsunterlagen für diese Triebwerke zum faschistischen Verbündeten Japan aus. Genutzt hat dies allerdings nicht mehr viel, denn während die deutsche Wehrmacht am 8. Mai 1945 ihre bedingungslose Kapitulation unterzeichnen musste, war es bei der japanischen Armee am 2. September 1945 so weit. Belegschaft und Zwangsarbeiter Die Belegschaft wuchs seit 1938 bis auf 11.000 an, von denen gegen Kriegsende rund 8.000 Menschen Zwangsarbeiter waren. Seit 1941 unterhielt BMW ein firmeneigenes Zwangsarbeiterlager östlich der Dachauer Straße auf dem Gelände der heutigen LKW-Auslieferung mit der Adresse Dachauer Straße 570 und seit 1943 ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau auf dem Areal der heutigen Siedlung Ludwigsfeld. Die rund 8.000 Häftlinge aus vielen von der Wehrmacht besetzten Nationen lebten dort unter schlimmsten Bedingungen. Die Häftlinge mussten entweder in der Produktion von Flugmotoren oder auf den Baustellen im Werksgelände unter katastrophalen und brutalen Bedingungen arbeiten. Öffentliche durchgeführte Prügelstrafen und Hinrichtungen wegen angeblicher oder tatsächlicher Sabotage gehörten als Abschreckung zur Tagesordnung, die Sterblichkeit infolge Unterernährung und Überarbeitung war extrem hoch. Die Toten wurden entkleidet, auf Lastwagen geworfen und in das KZ Dachau geschafft, wo sie im dortigen Krematorium verbrannt wurden. Am 30. April 1945 erreichte die US-Armee das Lager und befreite die Überlebenden, die aber das Lager noch nicht verlassen durften, bis die weit verbreiteten Krankheiten Fleckfieber und Typhus abgeklungen waren. Während an der heutigen LKW-Auslieferung eine auf dieses dunkle Kapitel der BMW-Geschichte hinweisende Tafel fehlt, befindet sich seit 1997 eine Gedenktafel an der Granatstraße mit dem deutschen und französischen Text: „Zur Erinnerung an die vielen Tausend Häftlinge des Dachauer KZ-Außenlagers Allach-Karlsfeld, die vom 19. März 1943 bis zur Befreiung am 30. April 1945 für die Rüstungsproduktion arbeiten mussten.“ Die Granatstraße ist als Straßenname inzwischen aufgelassen, istockphoto 26 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017 STADTKUNDE MÜNCHEN
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aber als Straßenzug noch erkennbar: Sie liegt östlich parallel zur Smaragdstraße. Karlsfeld Ordnance Depot Die US-Armee beschlagnahmte am 30. April 1945 das nahezu unzerstört gebliebene BMW-Flugmotorenwerk und benannte es geografisch falsch in „Karlsfeld Ordnance Depot“, also „Waffen-Nachschublager Karlsfeld“ um. Unter der verbleibenden Regie von BMW wurden nun Militärfahrzeuge instand gesetzt und das Werk wandelte sich bald zum größten Reparaturwerk der Welt für US-Panzer, Geschütze und Lastkraftwagen. Um Abstellplatz zu schaffen, wurden die noch vorhandenen Bäume zwischen den Hallen gefällt und der nördliche Teil des Allacher Forstes damit endgültig abgeholzt. Der Kalte Krieg, der insbesondere im Koreakrieg von 1950 bis 1953 seinen heißen Ausdruck fand, sorgte dafür, dass für die rund 6.500 deutschen und anderen Arbeitskräfte die Arbeit für die US-Armee in Allach nicht zu Ende ging. Die früheren BMW- Arbeitslager fanden Verwendung als werksnahe Unterkünfte für die deutschen Angestellten der Amerikaner und für einen Teil der 47.000 in München gestrandeten Flüchtlinge aus Ostdeutschland und dem Sudetenland. Viele Ausländer, die nicht in den inzwischen sowjetisch kontrollierten Teil Europas zurückkehren wollten oder konnten, lebten ebenfalls hier und arbeiteten auf der anderen Straßenseite. BMW, MAN, Daimler-Benz und MTU Am 5. Mai 1955 endete für die Bundesrepublik Deutschland das Besatzungsstatut. Westdeutschland wurde dadurch ein souveräner Staat, durfte also wieder eine Armee und eine Luftfahrtindustrie aufbauen. Zum 30. Juni 1955 räumte die US-Armee das Werk und übergab die ausgedehnten Anlagen der Firma BMW zur freien Verfügung. Während sich BMW damals in einer heute kaum vorstellbaren, schweren finanziellen Krise befand, expandierte ein anderer bayerischer Fahrzeughersteller: Die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN) fand in dem Allacher Werk Anlagen, Maschinen und Personal, mit denen sich die Produktion von Lastkraftwagen problemlos beginnen ließ. Da BMW dringend Kapital benötigte, konnte MAN den nördlichen Teil des Werkes an der Dachauer Straße 667 kaufen und seine LKW-Herstellung von Nürnberg nach München verlegen. Fahrzeuge für zivile wie auch militärische Zwecke, beide bald auch für den Export, verließen seit 1955 in großer Zahl die Fabrik. Im südlichen Teil des Werksgeländes an der Dachauer Starße 665 stiegen BMW und MAN 1955 gemeinsam in das Geschäft mit Flugmotoren ein. Die Firma BMW-Triebwerkbau stellte Motoren in amerikanischer Lizenz her, unter anderem für den Starfighter. Die weiterhin anhaltende Talfahrt von BMW ermöglichte es MAN, 1965 alle Anteile der numehrigen MAN Turbo GmbH zu übernehmen. Da die eigene Entwicklung von Flugmotoren, Strahltriebwerken und Kraftfahrzeugmotoren aber immer höhere Investitionen erforderte, übernahm im Jahr 1969 die Daimler-Benz AG die Hälfte der Firma. Die paritätische Tochter der beiden großen Konzerne erhielt nun den Namen Motoren- und Turbinen-Union (MTU). Im Jahr 1985 erwarb Daimler-Benz AG auch die noch fehlenden 50 Prozent von MAN. MTU: Dachauer Straße 665 Die MTU Aero Engines in München ist heute Deutschlands führender Triebwerkshersteller und einer der großen der Welt mit einem Gesamtumsatz von 4,5 Milliarden Euro, deren Geschäftsfeld die Herstellung und Instandhaltung von Triebwerken verschiedener Schub- und Leistungsklassen für die zivile und militärische Luftfahrt ist. Nach einigem Hin und Her in den Besitzverhältnissen befinden sich jetzt 100 Prozent der Aktien im Streubesitz. Heute ist die MTU an fast jedem modernen Triebwerk in der zivilen Luftfahrt als Partnerin beteiligt. Auch im militärischen Bereich gibt es in Deutschland kaum ein bemanntes Fluggerät, bei dem das Unternehmen nicht in irgendeiner Form am Antrieb mitgewirkt hat. Neben München als Hauptstandort gibt es weitere Niederlassungen in Hannover, Berlin, Kanada und der Volksrepublik China, insgesamt weltweit 14 Standorte, wobei sich der gesamte Umsatz hälftig auf das militärische und das zivile Triebwerksgeschäft verteilt. Interessant dürfte sein, dass seit 2009 das firmeneigene Museum an einigen Tagen im Jahr auch für die Öffentlichkeit geöffnet wird. Dies ist pro Quartal an einem Sonntag von 13 bis 18 Uhr der Fall sowie während der Langen Nacht der Münchner Museen – wann genau ist im Internet zu ermitteln. Das Museum verfügt über eine Sammlung von Weltruf: Auf knapp 850 Quadratmetern sind über 30 Ausstellungsstücke zu sehen, die einen Überblick über die Geschichte des Motorflugs geben. Unter den wertvollen historischen Flugmotoren befinden sich auch weltweite Unikate, die perfekt restauriert sind. Doch auch im Alltag können zwei Exponate bewundert werden: Eine Turbine hinter Glas im Anfahrtsbereich plus ein Kampfflugzeug der Bundeswehr links neben dem Haupteingang. MAN: Dachauer Straße 568, 570 u. 667 Die sich MAN Truck & Bus AG nennende Firma mit Hauptsitz in München ist das größte Unternehmen des MAN-Konzerns und einer der führenden internationalen Nutzfahrzeughersteller. Im letzten Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen mit insgesamt rund 34.000 Beschäftigten und 75.000 verkauften Lastkraftwagen sowie 5.500 verkauften Omnibussen einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro. Produktionsstätten befinden sich in Kassel, Nürnberg, Plauen, Salzgitter, Indien, Mexiko, Österreich, Polen, Russland, Südafrika und der Türkei. Im Münchner Stammwerk entstehen auf einer Fläche von 1.000.000 Quadratmetern schwere Lastkraftwagen der Gewichtsklasse 18 bis 41 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, produziert von 9.000 Mitarbeitern und auch Mitarbeiterinnen. Darüber hinaus werden hier Fahrerhäuser und angetriebene Achsen und Verteilergetriebe für den gesamten Werksverbund gebaut. Wie bei MTU, sieht man von der Straße stadtauswärts links wechselnde Produkte der Fabrik, seit dem Jahr 2000 unter dem einprägsamen Schlagwort „Trucknology“ vermarktet werden. Eine Attraktion für Einheimische wie auch Touristen ist das Bus-Forum an der Dachauer Straße 568 mit einigen entsprechenden Fahrzeugen, die allerdings in Salzgitter und in der Türkei gefertigt werden. Ein richtiger Hingucker ist dann das sich anschließende Truck-Forum und die Auslieferung an der Dachauer Straße 570, denn hier warten Hunderte von schweren Lastkraftwagen auf ihre Abholung in alle Welt. Spätestens jetzt kann man verorten, woher diese Fahrzeuge kommen, und Aha- und Oho-Momente sind vorprogrammiert. Taxi-Relevanz Man möchte gar nicht glauben, dass ein scheinbar abgelegener Standplatz wie der Kristall eine derartige Taxi-Relevanz aufweist. Nicht nur Aufträge aus dem Münchner Norden, Karlsfeld oder Dachau werden hierher vermittelt, sondern auch Fahrten für MAN, MTU und auch T-Systems mit den Adressen Dachauer Straße 661 und 665, also ein Gesamtstandort von enormer wirtschaftlicher Wichtigkeit. Und diese Stiche gehen oft genug zum Hauptbahnhof oder zum Flughafen. (BW) AUGUST 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 27
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➔ JEANETTE BIEDERMANN Jeanette Biedermann steht mit Hugo Egon Balder vom 16. August bis zum 10. September 2017 in dem Stück „Der Aufguss“ auf der Bühne der Komödie im Bayerischen Hof. Die Schauspielerin wurde 1980 in der damaligen DDR geboren. Als ihre Eltern mit ihr in die Deutsche Botschaft in Prag flüchteten, war das für die Neunjährige ein großes Abenteuer, deren Tragweite und Bedeutung sich erst im Laufe ihrer Jugend erschloss. Ihre Eltern gaben Jeanette Biedermann mit diesem Schritt eine Lebenseinstellung mit auf den Weg, die vielen jungen Menschen heute leider fehlt: Sich gegen Unterdrückung auflehnen, mutig zu sein und für seine Einstellungen kämpfen ist ihr bis heute wichtig. Die beliebte Sängerin wurde früh für das deutsche Fernsehen entdeckt und spielte sich in vielen Filmen und Serien in die Herzen ihrer Fans. Nachdem sie im Berliner Dom die Buhlschaft im „Jedermann“ gespielt hatte, traf sie bei einem Interview Hugo Egon Balder. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine Freundschaft unter Kollegen. Da der Autor des Stücks „Der Aufguss“ ein Freund Hugo Egon Balders ist, bot er ihr eine Rolle darin an, die sie gern annahm. Die Schauspielerin freut sich besonders auf die Zeit in München. Sie gastierte bereits mehrmals in München, musste aber nach den Auftritten jeweils sofort in die nächste Stadt. Nun endlich kann sie München genießen. Da sie in allen Städten, die sie besucht, das Taxi als Verkehrsmittel gern und häufig benutzt, wird sicher der eine oder andere Münchner Taxler sie als Fahrgast begrüßen können. Immer wenn sie mit Kollegen oder Freunden ein Glas Wein getrunken hat, lässt sie selbstverständlich das Auto stehen und ordert ein Taxi. Dabei legt sie besonderen Wert auf saubere Fahrzeuge und diskrete Fahrer. Jeanette Biedermann ist sehr anspruchsvoll, da sie erblich vorbelastet ist. Ihr Vater war Taxifahrer bis zur Flucht der Familie 1989. Sie ist schon als Kleinkind auf dem Schoß ihres Vaters im Hinterhof Taxi gefahren. Der Vater war ein sehr penibler Mensch, der sein Taxi peinlich sauber hielt. Noch heute schwärmt sie vom Wohlgeruch seines Fahrzeugs. Später arbeitete Biedermanns Papa als Kraftfahrer für die Brauerei Schultheiss. Daher ist auch das Verständnis der passionierten Weintrinkerin für die bayerische Liebe zum Gerstensaft zu erklären. Prominente berichten über ihre Erfahrungen VIP IM TAXI Foto: Nicole Brühl Das Stück Ein gemütliches Wochenende im Wellness-Bereich des Hotels Klostermühle sieht wahrlich anders aus: Dieter, erfolgreicher Waschmittelhersteller und Selfmade-Man, möchte seiner Lebensabschnittsgefährtin ein ganz besonderes Geschenk machen, das verlangt allerdings einige Überredungskünste. Und Lothar, linkischer Chef einer florierenden Kinderklinik, möchte ein ganz besonderes Geschenk bekommen, das erfordert jedoch diplomatisches Geschick und Diskretion. Zur Tarnung begleitet ihn seine Assistentin und rechte Hand, Emelie. Zwischen Sauna, Dampfbad und Kühltauchbecken kreuzen sich die Wege der beiden Paare, und mit jedem Aufguss steigert sich die Zahl der Missverständnisse, bis niemand mehr genau weiß, wer was eigentlich will. Als dann auch noch ein geheimnisvoller Fremder auftaucht, steigt die Temperatur deutlich über den Siedepunkt: Wer ist er? „The Brain“, wie er im Fitness-Studio genannt wird oder doch „The Body“, wie man den Matheprofessor an der Uni nennt? Oder ist er doch nur ein weiterer harmloser Saunagänger? (BH) ➔ 16. August bis 10. September 2017, Montag bis Samstag 20 Uhr, Sonntag 18 Uhr Weitere Informationen unter www.komoedie-muenchen.de Schnell. Preiswert. Kompetent. 28 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017
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KÜNSTLERHAUS MÜNCHEN AM LENBACHPLATZ ➔ VERANSTALTUNGSHINWEISE Besonderer Esprit, traditionelles Ambiente und Geschichte machen das Münchner Künstlerhaus zu einem faszinie renden Ort für Veranstaltungen jeder Art. 11.7.2017 bis 3.9.2017 ⁄ Große Ausstellung Salvador Dalí – Biblia Sacra August 2017, Lithografiewerkstatt des Münchner Künstlerhauses: Druckgrafik-Workshops für Kinder und Erwachsene im Rahmen der Ausstellung Salvador Dalí – Biblia Sacra Do. 10.08. 20.30 Uhr, 3. Münchner Pianistenfestival Fr. 18.08. 19.30 Uhr, Rafaelito y su Tumbao – Noche de Salsa Mi. 23.08. 19.30 Uhr, Schauplatz Bibel: Liebe – Lesung mit Prof. Dr. C Bernd Sucher Mi. 30.08. 19.30 Uhr, Schauplatz Bibel: Geld – Lesung mit Prof. Dr. C Bernd Sucher Mo. 07.08. 20.00 Uhr, Kino: Das goldene Zeitalter / Ein andalusischer Hund – Film von Luis Bunuel & Salvador Dalí Mo. 14.08. 20.00 Uhr, Kino: Der Name der Rose – Film von Jean-Jacques Annaud Mo. 21.08. 20.00 Uhr, Kino: Salvador Dalí – A Soft Self Portrait – Film von Salvador Dalí Mo. 28.08. 20.00 Uhr, Kino: Saint Jacques … Pilgern auf Französisch – Film von Coline Srreau Weitere Informationen unter: www.kuenstlerhaus-muc.de Wir bieten Ihnen für T axen und Mietwagen: Preisgünstige Sondertarife für Taxen und Mietwagen Besondere Flottenkonditionen ab 3 Konzessionen Sondereinstufungen für Neueinsteiger Rechtschutz- und Betriebshaftpflichtkonzepte NEU: Taxi-Schutzbrief inkl. Leistung für Leihtaxi Carl-Zeiss-Str. 49 85521 Riemerling/Ottobrunn T elefon 089 / 58 90 96-70 TAXIVERSICHERUNG Web www.fvo-finanz.de E-Mail info@fvo-finanz.de Wir sind eines der führenden Einzelunternehmen der Hotellerie und suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt oder nach Vereinbarung für unsere hoteleigene Garage Mitarbeiter (m/w) für unsere Garage Weitere Informationen zu den ausgeschriebenen Positionen finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik Karriere. Geben Sie bei Ihrer Bewerbung bitte die Referenznummer TAX_1708_460_GAR an. Hotel Bayerischer Hof Gebrüder Volkhardt KG Personalabteilung • Lydia Stiegelmayr Promenadeplatz 2 – 6 • D – 80333 München Telefon: 089 – 21 20 965 • www.bayerischerhof.de Rainer Spitzenberger AUGUST 2017 ⁄ TAXIKURIER ⁄ 29
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➔ VERANSTALTUNGSKALENDER AUGUST 2017 (Änderungen der Veranstalter vorbehalten) Dienstag, 01. August ➔ 21.00 Uhr, Kafe Kult, Sheer Mag Mittwoch, 02. August ➔ 20.00 Uhr, Garage Deluxe, Ovum, Thurm ➔ 20.00 Uhr, Galli Theater Amalienpassage, Seele oder Silikon ➔ 20.30 Uhr, Circus Krone, Feist Donnerstag, 03. August ➔ 20.00 Uhr, Galli Theater Amalienpassage, Die 7 Typenshow ➔ 20.00 Uhr, Krist & Münch, Magie – Live & hautnah 2 ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Munich String Band ➔ 20.00 Uhr, Schloss Nymphenburg, Roby Lakatos & Ensemble ➔ 21.00 Uhr, Kafe Kult, Viva Belgrado Freitag, 04. August ➔ 19.30 Uhr, Schloss Nymphenburg, Federspiel ➔ 20.00 Uhr, Galli Theater Amalienpassage, Ehekracher ➔ 20.00 Uhr, Krist & Münch, Magie – Live & hautnah 2 ➔ 20.00 Uhr, Pepper Theater, Und Trompeten preisen den Totschlag ➔ 20.00 Uhr, Pasinger Fabrik, Warten auf William Samstag, 05. August ➔ 16.00 Uhr, Dantestadion, American Football (Herren): Munich Cowboys – Stuttgart Scorpions ➔ 19.00 Uhr, Schloss Nymphenburg, Vivaldi ➔ 19.00 Uhr, Theater-Platz Wirtshaus am Hart, Die Moritat vom Mord ➔ 20.00 Uhr, Olympiastadion Mü. Aida – The Stadium World Tour ➔ 20.00 Uhr, Galli Theater Amalienpassage, Eheurlaub ➔ 20.00 Uhr, Krist & Münch, Magie – Live & hautnah 2 ➔ 20.00 Uhr, Pepper Theater, Und Trompeten preisen den Totschlag ➔ 20.00 Uhr, Pasinger Fabrik, Warten auf William Sonntag, 06. August ➔ 15.00 Uhr, Dantestadion, American Football (Herren): Munich Rangers – Landsberg X-Press ➔ 15.00 Uhr, Krist & Münch, Magie – Live & hautnah 1 ➔ 19.00 Uhr, Galli Theater Amalienpassage, Ehejubel ➔ 19.00 Uhr, Schloss Nymphenburg, Italienische Nacht ➔ 19.30 Uhr, Krist & Münch, Magie – Live & hautnah 2 ➔ 20.00 Uhr, Pasinger Fabrik, Warten auf William ➔ 21.00 Uhr, Unterfahrt, David Murray Montag, 07. August ➔ 20.00 Uhr, Lach und Schieß, Ludwig Müller ➔ 21.00 Uhr, Kafe Kult, Birds in Row, Mercy Ties Dienstag, 08. August ➔ 20.00 Uhr, Metropoltheater, Draußen vor der Tür ➔ 20.30 Uhr, Backstage, The Afghan Whigs Mittwoch, 09. August ➔ 20.00 Uhr, Galli Theater Amalienpassage, Belladonna ➔ 20.00 Uhr, Metropoltheater, Draußen vor der Tür ➔ 20.00 Uhr, Deutsches Theater, Mythos Coco – Das Leben der Coco Chanel ➔ 20.00 Uhr, Backstage, Sacred Reich Donnerstag, 10. August ➔ 20.00 Uhr, Metropoltheater, Draußen vor der Tür ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Honky Tonk Five ➔ 20.00 Uhr, Deutsches Theater, Mythos Coco – Das Leben der Coco Chanel ➔ 20.00 Uhr, Galli Theater Amalienpassage, Männerschlussverkauf – Wie man den Mann kriegt ➔ 20.30 Uhr, Feierwerk, Turnstile Freitag, 11. August ➔ 20.00 Uhr, Deutsches Theater, Ballet’n’Blues – Der Tanz mit dem Teufel ➔ 20.00 Uhr, Metropoltheater, Draußen vor der Tür ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Hillbilly Deluxe ➔ 20.00 Uhr, Galli Theater Amalienpassage, Männerschlussverkauf – Wie man den Mann kriegt ➔ 20.00 Uhr, Feierwerk, Plug in Beats Samstag, 12. August ➔ 19.00 Uhr, Theater-Platz Wirtshaus am Hart, Die Moritat vom Mord ➔ 20.00 Uhr, Deutsches Theater, Ballet’n’Blues – Der Tanz mit dem Teufel ➔ 20.00 Uhr, Münchner Marionettentheater, Carmina Burana ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Pat Capocci & Band ➔ 20.00 Uhr, Garage Deluxe, Peter Karp Band ➔ 21.00 Uhr, Strom, M. Ward Sonntag, 13. August ➔ 19.30 Uhr, Lach und Schieß, Schwabinger Schaumschläger auf Sommerfrische ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, The Wild Ridez Montag, 14. August ➔ 20.00 Uhr, Lach und Schieß, Ludwig Müller Dienstag, 15. August ➔ 20.30 Uhr, Muffatwerk, Band of Horses Mittwoch, 16. August ➔ 20.00 Uhr, Lach und Schieß, Massimo Rocchi ➔ 20.30 Uhr, Muffatwerk, Daniel Lanois Donnerstag, 17. August ➔ 20.00 Uhr, Lach und Schieß, Massimo Rocchi ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Race Cats Freitag, 18. August ➔ 20.00 Uhr, Garage Deluxe, Dirty D’Sire ➔ 20.00 Uhr, Lach und Schieß, Massimo Rocchi VERANSTALTUNGEN ÜBER MEHRERE TAGE IM AUGUST 2017 ➔ 01.-31.08. täglich 21.30 Uhr, Westpark, Kino, Mond & Sterne ➔ 01.-31.08. täglich 21.15 Uhr, Olympiapark, Kino am Olympiasee 2017 ➔ 01.-20.08. täglich 21.00 Uhr, Alter Viehhof, Viehhof-Kino ➔ 01.-13.08. Mo-Sa 20.00 Uhr, So 18.00 Uhr, Komödie im Bayerischen Hof, Das Lächeln der Frauen ➔ 01.-12.08. Di-Sa 20.00 Uhr, Lach und Schieß, Werner Koczwara ➔ 01.-06.08. Di-Fr 19.30 Uhr, Sa 14.30 Uhr, So 14.00 Uhr, Deutsches Theater, Cats ➔ 02.-30.08. Mi 19.00 Uhr, Dom Zu Unserer Lieben Frau, Orgelkonzert ➔ 02.-20.08. Mi-So 20.00 Uhr, Pasinger Fabrik, La Cenerentola ➔ 03.-31.08. Mi-Fr 20.00 Uhr, Sa 17.30 Uhr, So 14.30 Uhr, GOP, Impulse ➔ 03.-31.08. Mo+Do 18.00 Uhr, Westpark, Volleyball im Park ➔ 03.-31.08. Do-Sa 20.00 Uhr, Theater in der Pasinger Fabrik, Ben Hur ➔ 03.-27.08. täglich 19.00 Uhr, Theatron im Olympiapark, Theatron Musiksommer 2017 ➔ 12.-17.08. Di-Do+Sa 20.00 Uhr, So 19.00 Uhr, Metropoltheater, Schuld und Schein – Ein Geldstück ➔ 15.-31.08. Mo-Sa 20.00 Uhr, So 18.00 Uhr, Komödie im Bayerischen Hof, Aufguss ➔ 18.-26.08. Mi-Sa 20.00 Uhr, Teamtheater Tankstelle, Die Möwe ➔ 22.-31.08. Di-Sa 20.00 Uhr, Lach und Schieß, Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft ➔ 22.-31.08. Di-Sa 20.00 Uhr, Blutenburg-Theater, Lust auf Mord ➔ 22.-27.08. Di-Fr 20.00 Uhr, Sa 14.30 Uhr, So 17.00 Uhr, Deutsches Theater, Alvin Ailey 30 ⁄ TAXIKURIER ⁄ AUGUST 2017 SERVICE
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➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Rock ́n Rodeo ➔ 22.00 Uhr, Muffatwerk, Crux Summer Jam 2017 Samstag, 19. August ➔ 20.00 Uhr, Münchner Marionettentheater, Die Zauberflöte ➔ 20.00 Uhr, Lach und Schieß, Massimo Rocchi ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Rock ́n Rodeo Sonntag, 20. August ➔ 14.00 Uhr, Rotkreuzplatz, Bluesfest auf dem Rotkreuzplatz ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Randy Thompson & Band Montag, 21. August ➔ 20.00 Uhr, Lach und Schieß, Ludwig Müller Dienstag, 22. August ➔ 21.00 Uhr, Muffatwerk, Beach Fossils Donnerstag, 24. August ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Munich String Band Freitag, 25. August ➔ 19.00 Uhr, Olympia-Eissportzentrum, EHC Red Bull München – Comarch Cracovia ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Hee Haw Pickin Samstag, 26. August ➔ 19.00 Uhr, Theater-Platz Wirtshaus am Hart, Die Moritat vom Mord ➔ 19.00 Uhr, Königlicher Hirschgarten, Die sündigen Nonnen von Santa Clara ➔ 19.30 Uhr, Garage Deluxe, Soylent Gelb ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Britta T & Band ➔ 20.00 Uhr, Münchner Marionettentheater, Die Zauberflöte Sonntag, 27. August ➔ 18.00 Uhr, Olympia-Eissportzentrum, EHC Red Bull München – IFK Helsinki ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, Midnightflyer Donnerstag, 31. August ➔ 20.00 Uhr, Rattlesnake Saloon, The Woodsidejumpers ➔ 22.00 Uhr, Crux Club, Crux Summer Jam 2017 SIGHTSEEING? TAXIGUIDE!! Geprüfte Taxi Guides der Stadt München Offizielle Gästeführer der Stadt München Offizielle Guides für die Gedenkstätte Dachau Servicetelefon: 0175 4812848 Kfz-Meisterbetrieb für aller Fabrikate gut • preiswert • schnell • zuverlässig Sonderpreis Reparatur/Inspektion Unfallinstandsetzung TÜV & AU, und vieles mehr EURO-TAXI Handels GmbH München Schießstättstr. 12 • 80339 München • Tel. 089 7470145 Öffnungszeiten Montag-Freitag 8.00-18.00 Uhr INFORMATION WERBEN IM TAXIKURIER WIR UNTERBREITEN IHNEN GERNE EIN ANGEBOT … Anzeigenverwaltung: Taxi-München eG Engelhardstraße 6 81369 München Ansprechpartner: Frau Birgit Heller, Telefon: (089) 21 61- 877 E-Mail: anzeigen@taxi-muenchen.de Internet: www.taxi-muenchen.de HIER KÖNNTE IHRE ANZEIGE STEHEN!
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