Taxikurier · Ausgaben und ArchivArchiv durchsuchen

TAXIKURIER · TEXTANSICHT EINER HISTORISCHEN AUSGABE

Taxikurier August 2005

Diese Ausgabe stammt aus dem Jahr 2005. Angaben zu Preisen, Terminen, Kontakten und Angeboten beziehen sich auf den damaligen Erscheinungszeitpunkt.

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August 2005
Foto: www.atelier-tacke.de I Tantris, München
➜ Die besten Restaurants in unserer Stadt
➜ Basiswissen Taxi
Der Taxifunk
➜ Taxi-Szene Havanna 
Von legal bis illegal – alles ist möglich
➜ Die Polizei bittet um Ihre Mithilfe …
Gespräch mit Hans-Jürgen Notka, Polizeidirektor
München’s
Top-Gastronomie
Taxi Kurier | 45. Jahrgang | Offizielles Organ der Taxi München eG | www.taxi-muenchen.de
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Inhalt
Diese Ausgabe finden Sie auch im Internet | www.taxi-muenchen.de 
TAXI-MÜNCHEN eG
Haus des Taxigewerbes
Engelhardstraße 6
81369 München
Taxizentrale-Taxiruf:
Tel.: (089) 19 410 und (089) 21 61-0
Fax: (089) 74 70 260 
Chef vom Dienst:
Alfred Huber 
Tel.: (089) 21 61-351
e-mail: info@taxi-muenchen.de
Stellvertreter:
Norbert Laermann 
Tel.: (089) 21 61-352
e-mail: info@taxi-muenchen.de
Verwaltung:
Tel.: (089) 77 30 77
Fax: (089) 77 24 62
Neue Öffnungszeiten:
Mo.–Fr. 07.30 - 12.00 Uhr
Mo.–Do. 12.30 - 15.30 Uhr
Reklamationsservice:
Fax: (089) 77 24 62
Buchhaltung/Kasse:
e-mail: jaeger@taxi-muenchen.de
Verwaltung:
e-mail: choleva@taxi-muenchen.de
Schulungen/Lehrgänge:
Unternehmerkurs
Elke Choleva, Tel.: (089) 21 61-367
Führerscheinlehrgänge:
Tony Doll
Infotelefon: (089) 76 42 70
Mo.–Mi. 18.00–21.30 Uhr
Anmeldung ab 17.00 Uhr
Editorial | Nur Arena, keine Allianz 4
Recht um’s Taxi | Totalschaden 5
Top-Termine | Hier glüht der Taxameter 6
Messe München aktuell | 7
Pausenfüller | Endlich wieder Bundesliga 7
Die Genossenschaft | Bericht von der Generalversammlung u. andere Infos 8 
Der Landesverband | AUDI driving experience 13
Leserbriefe | 14
Münchner Straßen-Namen | Warum heißt …? – diesen Monat das „K“ 16
Keine Extrawurst | Im Gespräch mit der Polizeidirektion 20
Bin so Frey | Der Opel Vectra Caravan im Taxitest 22
Der Mensch hinter der Stimme | Eva-Maria Irlinger 25
Die besten Restaurants in unserer Stadt | 26
Schrotti’s Fiaker-ABC | Das „O“ 31
Basiswissen Taxi | Der Taxifunk 32
Taxi-Check-München | Wie gut sind Münchens Taxler? 34
Rettung Beck-Stand | Nicht locker lassen 35
Geschichte und Geschichten | Freie Fahrt für freie Taxler 36
Norberts Weltreise | Havanna 38
Hier spricht der Doc | Das Thema Rauchen 39
Anno dazumal | Die Spitznamen der Taxler – Teil III 41
Witz des Monats | 41
Essen auf Rädern | Wabula, Trudering, Trudering Bahnhof, Schatzbogen 42
Rose des Monats | Ein Polizeibeamter! Peter Heilmeyer 44
Auflösung Bilderwitz | Der Gewinner der letzten Ausgabe 44
Kurioses aus der Zentrale | Amüsantes aus dem Alltag 44
Zitrone des Monats | Franz Locher 45
Taxameter des Monats | Biergärten 45
Promi-Talk | Joachim Fuchsberger 46
Ohne Worte | Glosse von Dreißigneundrei 47
Pinnwand | Das schwarze Brett der Branche 48
Gewinnspiel | Texten und gewinnen! 49
Dauerbrenner | Bedarfsstandplätze 50
Vorschau Ausgabe September | 51
Impressum | 51
Kfz-Unfallgutachten und Zeitwertschätzungen
Rund um die Uhr auch an Sonn- und Feiertagen
RAINER KLOTZ
● Haftplicht- und Kaskogutachten ● Aggregat- und Motorschaden-Analysen ● Beweissicherungen ● Wertermittlungen
● unfallanalytische Gutachten ● Brandgutachten ● Kaufberatungen ● auf Wunsch Abrechnung mit der gegnerischen Versicherung
Moosacher Str. 13, 80809 München
Tel. 089 / 35 73 18 73
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Tel. 089 / 65 98 37 od. 0172 /890 1807
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 Taxi_08-05 26.07.2005 11:11 Uhr Seite 3

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Editorial
Eine Diskussion um Vorzüge oder
Nachteile der Arena findet meiner
Meinung nach nicht wirklich statt.
Nachdem es mir bisher zweimal gestattet war, an Veranstaltungen in der
Arena teilzunehmen, wundert es
schon, dass keinerlei Diskussion zu
folgenden Problemen stattfand:
➜ fehlende Hinweisbeschilderung 
im Innern
➜ deprimierende Farbgebung an den
Wänden – graues grau
➜ unattraktive Bodenflächen – 
grober Asphalt
➜ ein großer Teil der Sitzplätze 
wird beregnet
➜ Verletzte durch rutschige 
Bodenbeläge
➜ Verkehrsmängel – unerreichbar 
für Kleinmotorradfahrer und 
Radfahrer
➜ kein Platz zum Absetzen und 
Abholen von Fahrgästen.
Bestimmt ist diese Auflistung nicht
vollständig und abschließend. 
Trotzdem beschleicht einen Beklemmung ob der Sprachlosigkeit der
Presse zur Allianz Arena. Kann es
daran liegen, dass die Allianz als 
Namensgeber jegliche Diskussion zu
unterbinden versucht, ihre Wirtschaftskraft ausspielt, z. B. bei der
Vergabe von Anzeigenaufträgen. 
Vielleicht ist dies der Grund, warum
die Landeshauptstadt München nur
von der Arena und nicht von der 
Allianz-Arena spricht und dies auch
in der Hinweis-Beschriftung dokumentiert.
Nur, wem nutzt dies? – Unseren Fahrgästen und dem Taxigewerbe nicht!
Wieder einmal haben die Planer versagt, wichtige Verkehrsträger, wie
den Taxiverkehr völlig vergessen und
damit Behinderte und alle Besucher,
die ihr eigenes Auto zu Hause lassen.
Kein Mensch kümmert sich, obwohl
die Polizei und wir mit unseren 
Problemen wie viele andere im Regen
stehen.
Ihr Hans Meißner
Nur Arena, keine Allianz
Liebe Taxler,
ein herzlicher Dank dafür,
dass Ihr unsere Gäste immer
so zuverlässig und freundlich
zum Bus und nach Hause bringt.
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 Taxi_08-05 26.07.2005 11:11 Uhr Seite 4

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Recht um’s Taxi
Totalschaden
Rechtsanwalt Dr. Jürgen Stahlberg – 55 Jahre, Kanzlei zusammen mit Taxiunternehmer und RA Dieter Stephan, spezialisiert auf Straßenverkehrsrecht
und Familienrecht – gibt Rechtsauskunft über Taxi-relevante Themen.
5TAXIKURIER
Es hat mal wieder gekracht. Unser
Auto sieht schlimm aus, die Reparaturkosten sind vielleicht höher als der
Wert unseres Autos vor dem Unfall,
also möglicherweise Totalschaden.
Wenigstens gibt der Unfallgegner seine Alleinschuld zu, er haftet also zu
100 %. Dennoch wirft der Fall zwei
Fragen auf: Erstens, Können wir die
gesamten Reparaturkosten (RK) ersetzt verlangen oder nur den Wiederbeschaffungswert (WbW) minus
Restwert (RW)? Zweitens, bekommen
wir die durch Gutachten geschätzten
Reparaturkosten auch dann, wenn
wir selbst das Auto reparieren oder
durch eine dem Taxigeschäft zugehörige Werkstatt reparieren lassen? (Zu
den weiteren Schadensposten, z.B.
entgangener Gewinn: ein andermal).
Das folgende Schema basiert auf der
neuesten Rechtsprechung des
Bundesgerichtshofs. 
Reparaturkosten liegen
1a
über 130% des WbW
RW spielt hier keine Rolle
z. B. RK = 7.500, WbW = 5.500, RW = 1.000
2a
zwischen 100% und 130% des WbW
z. B. RK = 6.500, WbW = 5.500, RW = 1.000
3a
zwischen WbW und „WbW minus RW“
z.B. RK = 5.000, WbW = 5.500, RW = 1.000
4a
unter „WbW minus RW“
z. B. RK = 4.000, WbW = 5.500, RW = 1.000
Geschädigter erhält
1b
- nur WbW minus RW;
- höhere RK nur dann, wenn nach dem Gutachten nicht absehbar, dass Schaden über
130% liegen wird und Fahrzeug tatsächlich
repariert wie unter 2.)
4.500 (7.500)
2b
RK, aber nur wenn, wenn Reparatur a) tatsächlich erfolgt, b) vollständig ist (ungenügend:
bloße Fahrbereitschaft), c) fachgerecht ist
(erlaubt aber auch Eigenreparatur) und 
d) nachgewiesen mit Rep.rechnung oder 
Extra-Gutachten (das fachgerecht usw.)
6.500 + Wertminderung
3b
- RK, wenn tatsächlich repariert
(hier ist Fahrbereitschaft genügend)
- WbW minus RW, wenn keine Rep.
5.000 + Wertminderung (4.500)
4b
RK, abzurechnen mit Rep.rechnung oder mit
Gutachten (= fiktiv ermittelter Rep.aufwand)
4.000 (+ Wertminderung)
Rechtsanwalt Stephan u. Dr. Stahlberg
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 Taxi_08-05 26.07.2005 11:11 Uhr Seite 5

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6 TAXIKURIER
Montag, 15. August (Feiertag)
➜ Atomic Cafe, The Posies
Dienstag, 16. August
➜ 20.30 Uhr, Lustspielhaus, Die Katze
im Sack
➜ Atomic Cafe, Eddie’s Elvis Band
Mittwoch, 17. August
➜ 20.30 Uhr, Lustspielhaus, fastfood
improtheater
➜ Backstage, Gate
Donnerstag, 18. August
➜ 20.30 Uhr, Lustspielhaus, Shri
➜ Atomic Café, Rio Grande
➜ Muffathalle, Last Emperor
➜ Zerwirk, Lampshade
➜ Backstage, MXPX
Freitag, 19. August
➜ 20.00 Uhr, BUGA-Gelände, Gianna
Nannini
➜ Muffathalle, Madera Limpia
Samstag, 20. August
➜ 14.00 – 22.00 Uhr, Hans-Sachs- und
Ickstattstraße, Schwules Straßenfest
➜ 18.00 Uhr, BUGA-Gelände, Italienische Nacht
➜ 21.30 Uhr, 4004, Hawaii Beach Party
➜ Backstage, No use for a name
Sonntag, 21. August
➜ Flughafen, Flughafen live
➜ Backstage, Another Breath
Dienstag, 23. August
➜ Garage, Jeff Scott Soto
Mittwoch, 24. August
➜ Backstage, Dwarves
➜ Atomic Café, Battle of the Bands
Donnerstag, 25. August
➜ Elserhallen, Social Distortion 
Freitag, 26. August
➜ Atomic Cafe, United
➜ ICM, Mary Kay
Samstag, 27. August
➜ 15.30 – 17.15 Uhr, Allianz-Arena,
FC-Bayern – Hertha BSC
➜ 20.30 Uhr, Elserhallen, Ligabue
➜ 21.30 Uhr, 4004, Studio 54 Party
Sonntag, 28. August
➜ 18.30 Uhr, Eisstadion, 
EHC – Straubing
➜ 20.30 Uhr, Lustspielhaus, Albert C.
Humphrey
➜ Backstage, Cosmic Casino
Montag, 29. August
➜ Backstage, be Nuts
Dienstag, 30. August
➜ 20.00 Uhr, Olympiahalle, 
Handball Supercup
➜ Backstage, Hoods
➜ Elserhallen, Social Distortion
Mittwoch, 31. August
➜ Elserhallen, Me First & The Gimme
Gimmers
➜ Backstage, June Sex
Top-Termine August ’05
Montag, 1. August 
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, The Musical
Starlights
➜ 20.00 Uhr, Lach- und Schießgesellschaft, Lisa und Nepo Fitz
Dienstag, 2. August
➜ Backstage, Slimjim Phantom
➜ Brunnenhof, Orientalisch-
Andalusische Nacht
Mittwoch, 3. August
➜ 20.00 Uhr Olympiastadion, U2
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, A Gospel
Summer Celebration
Donnerstag, 4. August
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, Fly me to the
Moon
➜ Backstage, Black Moon
➜ Zerwirk, La Minor
Freitag, 5. August
➜ 19.00 Uhr, BUGA-Gelände, Maybehop
und Viva voce
➜ 20.00 Uhr, Lach- und Schießgesellschaft, Piano Paul
➜ 20.30 – 22.15 Uhr, Allianz-Arena,
FC-Bayern – Borussia Mönchengladbach
➜ 20.30 Uhr, Elserhallen, Ü-30-Fete
➜ Brunnenhof, Klaus Doldingers Passport
Samstag, 6. August
➜ 17.00 – 22.00 Uhr, BUGA-Gelände,
Beats im Beet
➜ 20.00 Uhr, BUGA-Gelände, Fool Moon
➜ 20.30 Uhr, Herkulessaal, Blackmore’s
Night
➜ 21.30 Uhr, 4004, Model-Nacht
Sonntag, 7. August
➜ 19.00 Uhr, Praterinsel, Tanznacht
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, Moonlight
Serenade
➜ 20.00 Uhr, Lach- und Schießgesellschaft, Klaus Peter Schreiner
➜ BUGA, FC Bayern auf der BUGA
Montag, 8. August
➜ 19.00 Uhr, Tonhalle, SKA-P
➜ 20.00 Uhr, Lach- und Schießgesellschaft, Lisa und Nepo Fitz
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, Lyambiko &
Band
Dienstag, 9. August
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, Die Nacht der
Musicals
Mittwoch, 10. August
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, Una noche di
Tango
➜ Backstage, The Slackers
Donnerstag, 11. August
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, Cuba-Party
➜ BUGA-Gelände, Reggae am Badesee
➜ Prager Frühling, The Jessica Fletchers
Freitag, 12. August
➜ 19.00 – 20.45 Uhr, Allianz-Arena,
TSV 1860 – Hansa Rostock
➜ 22.30 Uhr, Hard Rock Café, 
Gerry & Gary
Samstag, 13. August
➜ 13.00 Uhr, BUGA-Gelände. Junge
Philharmoniker München
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, Nabucco
➜ 21.00 Uhr, Elserhallen, Forever Young
➜ 21.30 Uhr, 4004, China Wild Night
➜ BUGA-Gelände, Sommerträume
➜ Atomic-Cafe, Tokyo Sex Destruction
Sonntag, 14. August
➜ 15.00 Uhr, BUGA-Gelände, Und wenn
es Liebe wär´
➜ 17.00 Uhr, Optimol, 
Optimol Sommer Air
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, Carmen
➜ 21.30 Uhr, 4004, Las Vegas Night
➜ Galopprennbahn Riem, Open Air Rave
➜ Muffathalle, Candy Kitchen 27
➜ TSV 1860, Tag der offenen Tür
Feste Termine
Location Mo Di Mi Do Fr Sa So
2 Rooms ••••••
4004 • •
8 Seasons • • • •
Alabama-Gelände • •
A t o m i c C a f è •••••
Babylon • •
Backstage ••••
Badeanstalt •
Crowns Club • ••
Hansa 39 • •
Kultfabrik • • • •
Lenbach •
max Suite • ••••
M i a ••••
Nachtgalerie • •
Nachtwerk • •
N a c h t c a f é ••••••
O p t i m o l w e r k e •••••••
P 1 •• •••
Palais • •••
Pappasitos • •
Parkcafé • •
Prager Frühling •• ••
Prinzip • ••
Pulverturm • •
Reitschule • • •
Schlachthof • • •
Skyline •• •••
Soul City • • •
The Garden • • ••
Titanic City • • •
Woanders Club •
RECHTSANWÄLTIN
BARBARA HÖRLIN
consulenza legale in lingua italiana
Maximiliansplatz 17
D-80333 München
Telefon (0 89) 2 42 16 66
Telefax (0 89) 29 63 84
e-mail: RAe@Kanzlei-Schiffer.de
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:11 Uhr Seite 6

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7TAXIKURIER
Mehrtägige Termine
➜ 28.04. - 09.10.
BUGA-Gelände, BUGA
➜ 14.07. – 13.08.05, Mi – Sa, 20.00 Uhr
Lustspielhaus, Occams Rache Nr. 8
➜ 20.07. – 14.08.05
Ungererbad, Kino am Pool
➜ 26.07. – 01.08.05
Königsplatz, Kino Open Air
➜ 26.07. – 06.08.05 (außer 1. und 15.08.) 20.00 Uhr
Lach- und Schießgesellschaft, Werner Koczwana
➜ 30.07. – 01.08.05
Mariahilfplatz, Jakobi-Dult
➜ 01.08. – 28.08.05, ab 19.00 Uhr
Olympiapark, Theatron, Musiksommer
➜ 01.08. – 03.09.05, Di – So, 20.00 Uhr
Komödie im Bayerischen Hof, Der Priestermacher
➜ 01.08. – 09.10.05
Deutsches Theater, Ludwig II.
➜ 02.08. – 07.08.05
Prinzregententheater, Marcel Marceau
➜ 02.08. – 20.08.05, Di – Sa, 20.30 Uhr
Fraunhofer, Sugardaddy
➜ 03.08. – 13.08.05
Muffathalle, Tanzwerkstatt
➜ 04.08. – 23.08.05
Westpark, Kino, Mond und Sterne
➜ 04.08. – 21.08.05
Olympiapark, Olympiapark-Sommerfest
➜ 05.08. – 07.08.05
BUGA-Gelände, Voices pur
➜ 07.08. – 08.08.05
MOC, Braut- und Abendmode
➜ 09.08. – 13.08.05, 20.00 Uhr
Lach- und Schießgesellschaft, Christian Überschall
➜ 09.08. – 21.08.05
Prinzregententheater, Tango Passion
➜ 13.08. – 14.08.05
Allerheiligenhofkirche, Klassiktage
➜ 14.08 – 15.08.05, 20.30 Uhr
Lustspielhaus, Gardi Hulter
➜ 16.08. – 20.08.05, 20.00 Uhr
Lach- und Schießgesellschaft, Michael Altinger
➜ 18.08. – 04.09.05
Olympiapark, Lilalu
➜ 19.08. – 20.08.05, 20.30 Uhr
Lustspielhaus, Hagen Rether
➜ 21.08. – 22.08.05, 20.30 Uhr
Lustspielhaus, Bernhard Ludwig
➜ 22.08. – 27.08.05
Muffathalle, Open Air Filme
➜ 23.08. – 25.08.05
MOC, Talents 2005
➜ 23.08. – 27.08.05, 20.00 Uhr
Lach- und Schießgesellschaft, Die Buschtrommel
➜ 23.08. – 27.08.05, 20.30 Uhr
Lustspielhaus, Hagen Rether
➜ 23.08. – 17.09.05, Di – Sa, 20.30 Uhr
Fraunhofer, Der Scheißhaus-Sepp
➜ 25.08.- 28.08.05
BMW Open
➜ 28.08. – 11.09.05
Backstage, Free & Easy Festival
➜ 30.08. – 03.09.05, 20.00 Uhr
Lach- und Schießgesellschaft, Lars Reichow
➜ 30.08. – 10.09.05, 20.30 Uhr
Lustspielhaus, Django Asül
Münchens Taxler freuen sich schon auf die umsatzstarke Wiesn. 
In diesem Jahr ist schon eine Woche vorher der Bär los. 
Vom 12. bis 17.9. findet in der Neuen Messe München die „drinktec 2005“
statt. Die Weltmesse für Getränke- und Liquid Food Technology sorgt
dafür, dass unsere Stadt von einem kaufkräftigen und taxi-intensivem
Publikum besucht wird. Exakte Infos zu diesem München-Highlight im
nächsten TAXIKURIER. 
Pausenfüller
Endlich beginnt sie wieder – vor 42 Jahren wurde sie gegründet:
Am Samstag, dem 24. August 1961, um 15.30 Uhr fanden in der 
Bundesrepublik Deutschland die ersten Spiele der neuen Bundesliga statt, damals noch mit 
16 Mann-schaften. Die Begegnungen und ihre Ergebnisse:
Der 1. Spieltag der 1. Bundesliga-Saison
Werder Bremen – Borussia Dortmund 3:2 (1:1)
Hertha BSC Berlin – 1. FC Nürnberg 1:1 (0:1)
Preußen Münster – Hamburger SV 1:1 (0:0)
Eintracht Frankfurt – 1. FC Kaiserslautern 1:1 (1:1)
Karlsruher SC – Meidericher SV 1:4 (0:3)
1. FC Saarbrücken – 1. FC Köln 0:2 (0:2)
TSV 1860 München – Eintracht Braunschweig 1:1 (1:0)
Messe München aktuell
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8 TAXIKURIER
Die Genossenschaft
Generalversammlung 2005
Am 06. 07. 2005, 10.00 Uhr, begrüßte die Aufsichtsratvorsitzende, Frau Stefanie Marsig, die
Gäste. Repräsentanten der Firmen Daimler-
Chrysler/AUDI und anderer wurde für ihr
großzügiges Sponsoring gedankt. Anschließend übergab Frau Marsig Herrn Meißner das
Mikrophon, der den Bericht des Vorstandes
vortrug.
Das Münchner Taxigewerbe ist von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Freistaat
Bayern in hohem Maße abhängig. Im Jahre
2004 nahm das Bruttoinlandsprodukt in Bayern preisbereinigt um 2,3 % zu. Im Vorjahr
waren es nur 0,1 %. Damit erzielte Bayern unter den deutschen Bundesländern das höchste
Wirtschaftswachstum, zusammen mit Sachsen.
In Deutschland stieg das Bruttoinlandsprodukt
nur um 1,6 %.
Die Entwicklung war in den einzelnen Wirtschaftssektoren recht unterschiedlich. Im verarbeitenden Gewerbe stiegen die Umsätze um
cirka 7,5 % . Schlusslicht ist nach wie vor die
Baubranche. Der Konsum der Bevölkerung hat
sich im Großen und Ganzen konsolidiert. Zwar
setzte der Einzelhandel 1,6 % weniger als im
Vorjahr um, der Großhandel konnte dagegen
ein Plus von 4,1 % erzielen.
Nach wie vor stützt sich der Erfolg der bayerischen Wirtschaft auf steigende Exporte, die in
2004 cirka 11 % stiegen. Hier sehen Wirtschaftsbeobachter ein gewisses Risiko.
Die Verbraucherpreise stiegen in Bayern um
cirka 2 %. Dies spielt für unser Gewerbe, das
in hohem Umfang von Lohnkosten geprägt ist,
eine erhebliche negative Rolle. 
Die Zahl der Arbeitslosen nahm in 2004 in
Bayern um 0,5 % zu, sodass insgesamt 6,9 %
Arbeitslose zu verzeichnen sind. Die Zahl der
Arbeitslosen in München ging um cirka 2,5 %
nach unten. 
Die Zahl der Arbeitslosen in Verbindung mit
den Auswirkungen von Hartz IV führen im Taxigewerbe zu einer Steigerung des Dienstleistungsangebotes, ohne dass die Nachfrage entsprechend ansteigt. Die Vermittlungszahlen der
Taxizentrale im Jahre 2004 wiesen zwar eine
Zunahme von 3,15 % aus. Dieser Zunahme an
Fahrtaufträgen steht wie oben angeführt einer
erheblich größere Menge an Dienstleistungen
gegenüber. So waren zum Jahresende 2004.
1.400 Taxigenehmigungen im Besitz von
selbstfahrenden Einzelunternehmern. 1.900
Genehmigungen wurden von 305 Mehrwagenunternehmern gehalten. Dies bedeutet, dass in
München eine statistische Betriebsgröße von
2,0 Fahrzeuge pro Taxibetrieb festzustellen
sind. Im Vergleich dazu, teilten sich vor 30
Jahren 2.600 Unternehmer 3.450 Taxis, so dass
die damalige Betriebsgröße bei 1,3 Fahrzeugen
lag.
Vorstehende Zahl zeigt ganz klar die Überbesetzung des Münchner Taxigewerbes mit Fahrpersonal auf. Es ist allgemein bekannt, dass
der Betrieb einer Taxikonzession in einem
Mehrwagenunternehmen zumindest die doppelte Auslastung haben muss, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen. So ist davon
auszugehen, dass derzeit täglich cirka 5.000
Schichten angeboten werden.
Zu der erhöhten Auslastung der Münchner Genehmigungen kommt der Fahrtenverlust an
auswärtige Taxis, die am Flughafen Franz-
Josef-Strauß bereit stehen und vermehrt Fahrgäste, die sie in die Stadt bringen, wieder
abholen. Natürlich unter Umgehung der gesetzlichen Tarifvorschriften.
Einen gewissen Lichtblick bedeuten die Tourismuszahlen im abgelaufenen Jahr. Das Fremdenverkehrsamt München berichtete, dass die
Ankünfte um 8,2 %, was aber für uns wichtiger ist, die Zahl der Übernachtungen um
8,9 %, gestiegen. Nach wie vor führen bei den
ausländischen Besuchern US-Amerikaner vor
Italienern und Briten die Statistik an. Im Tourismus-Index, d. h. der Anzahl der Übernachtungen pro hundert Einwohner liegt München
in Deutschland weit vor Berlin und belegt im
europäischen Vergleich nach London und Prag
die dritte Stelle. 
Das Taxigewerbe profitiert in erster Linie von
Kongressbesuchern, die immerhin 12 % aller
Touristen ausmachen. Bedeutende Veranstaltungen wie die BUGA oder auch die Fußball-
WM 2006 werden mit gemischten Gefühlen erwartet. Bei der BUGA können wir uns an die
noch berühmtere IGA erinnern, die nahezu
keine Geschäftsbelebung mit sich brachte.
Nachdem bisher die ersten Besprechungen im
Bezug auf die WM 2006 stattgefunden haben
und die Anforderungen der FIFA bekannt sind,
steht zu befürchten, dass die Spiele selbst für
das Taxigewerbe unerreichbar sind, nämlich
aus Sicherheitsgründen, sodass wir lediglich
auf das sogenannte „Windfallgeschäft“ im
Rahmen der Vorbereitung oder Aktivitäten
rund um die WM rechnen können.
Gewerbeintern ist zu berichten, dass die wirtschaftliche Lage der einzelnen Betriebe höchst
angespannt ist. Dabei sind größere Betriebe
besonders betroffen. Ursache für die nicht hinreichenden Umsätze ist die Überbesetzung der
Konzessionen. 500 Schichten pro Tag mehr
bringen für den einzelnen Fahrer 10 % weniger Umsatz. Einige Gruppen von Mehrwagenunternehmern versuchen derzeit die Löhne der
Fahrer unter den Tariflohn von 45 % des Nettoumsatzes zu drücken und zum Ausgleich alle
möglichen steuerfreien Zuschläge zu installieren, um Sozialversicherungsbeiträge zu sparen.
Dabei geht die Naivität soweit, dass unterschiedliche Grundlöhne für Tag- und Nachtschichten bezahlt werden sollen, was kein
Mensch glaubt und nicht üblich ist. Meine sehr
verehrten Damen und Herren, ich muss davor
warnen, denn genau aus diesem Grunde sitzt
seit über einem Jahr und sicher noch für weitere Jahre ein Vorzeigeunternehmer ein.
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Die Genossenschaft
Sämtliche Spiele und Spielereien im Bezug auf
die Lohnkosten helfen nicht weiter, wenn die
Umsätze fehlen. Monatslöhne für festangestellte Fahrer die 25 Schichten im Taxi sitzen, also
260 und mehr Stunden pro Monat arbeiten, in
Höhe von Euro 1.200,–, meine Herrschaften,
sind nicht glaubwürdig. Bei einem Bruttolohn
von Euro 1.200,– ergeben sich Nettolöhne in
der Größenordnung zwischen Euro 700,– und
800,– und davon kann in München kein
Mensch leben und es wird auch ehrlicherweise
dafür keiner arbeiten. Bei den letzten Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di haben
wir auf Grund der schlechten wirtschaftlichen
Lage, die Mindestlöhne für die nächsten drei
Jahre auf dem Niveau des Jahres 2004, nämlich Euro 1.610,– Brutto, festschreiben können. 
Die Fehlentwicklung in unserem Gewerbe ist
die Tatsache, dass immer mehr Genehmigungen immer intensiver ausgelastet werden, so
dass für den Einzelnen, der Fahrdienst leistet,
das Existenzminimum nicht mehr übrig bleibt.
Pleiten werden unweigerlich sein, da hilft es
auch wenig, wenn die Taxi-München eG nach
wie vor die geringsten Teilnehmergebühren in
Deutschland hat und es uns Jahr für Jahr
gelingt bei der Stadt München einen Beobachtungszeitraum, d. h. Konzessionsstop einzuführen. Es wird zwar die Zahl der Genehmigungen niedrig gehalten, die Menge an
Dienstleistungen wird durch mehrschichtige
Auslastung aber ausgeweitet. Das heißt, für
den Einzelnen bleibt immer weniger übrig.
Würde das System der Ausweitung der Mehrwagenunternehmen funktionieren, wäre das
Taxigewerbe das einzige auf der Welt, dass bei
Steigerung des Angebotes bei gleichbleibender
Nachfrage existieren könnte.
Wie Sie wissen, befassen wir uns seit Jahren
mit der Einführung eines neuen Vermittlungssystems. Zwischenzeitlich müssen wir davon
ausgehen, dass unser bewährter Betriebsfunk
in den nächsten acht bis zehn Jahren ausläuft
und von modernen Techniken ersetzt wird.
Die Einführung eines reinen Datenfunks bei einer Größenordnung unserer Zentrale ist nicht
sachgerecht, da es jederzeit möglich sein muss,
sämtliche Funkteilnehmer durch Rundrufe zu
erreichen. Beim reinen Datenfunk gibt es auch
Probleme mit der Verbesserung der Ortskunde
bzw. Ortskenntnis für Anfänger wie für erfahrene Kollegen. Ohne jede Sprache werden Veränderungen an Fahrzielen, Adressen, Straßen
und Verkehrsführung nicht mehr bekannt. Wir
haben eine Vermittlungstechnik ausschließlich
über GPRS mit Satellitenortung überprüft und
für unsere Verhältnisse als nicht sinnvoll erkannt.
Versuche über ein eigenes Funknetz, auf der
Basis von Tetra oder Tetrapol, scheitern nach
dem Stand der Dinge am fehlenden Netz. Dieses Netz müssen wir uns selbst errichten und
würden das gesamte Risiko auf uns, bzw. Sie
nehmen. Hier haben wir mit drei Anbietern
verhandelt, Testversuche gefahren und kamen
zu dem Schluss, dass die Kosten für das Netz
und dessen Pflege und Unterhaltung im Moment zu hoch sind. Nachdem wir im Verbund
mit mehreren Zentralen arbeiten, läuft die Tendenz derzeit darauf hinaus, dass wir den
Sprachfunk belassen und daneben eine GPRS-
Datenfunkvermittlung mit GPS-Ortung in einem geschlossenen System präferieren. Sobald
uns die Kosten pro Fahrzeug letztendlich vorliegen, werden wir Sie informieren. Wir gehen
dabei davon aus, dass pro Auto rund Euro
1.000,–, wenn möglich etwas darunter, zu investieren sind. Diese Lösung erscheint uns am
kostengünstigsten für Sie und verschließt uns
für die Zukunft keine Option in eine andere
Richtung, ob es nun UMTS oder Tetra sein
wird. Wie gesagt, diese Aussage ist nicht letztendlich, nähert sich aber dem Machbaren und
Notwendigen für uns alle. 
Im abgelaufenen Jahr hatte der Vorstand, auf
Grund unüberbrückbarer Probleme mit dem
Aufsichtsrat, keine andere Möglichkeit, als Gerichte zur Klärung zu bemühen. Eine notwendige Entscheidung wird Ihnen, sehr verehrte
Mitglieder, heute in die Hände gelegt. Dies ist
notwendig, da wir in der letzten Jahreshauptversammlung von einem Aspiranten zum Aufsichtsrat, der später auch ausreichend Stimmen
erhielt, belogen wurden.
Allen Mitarbeitern und Mitgliedern, danken
wir für die kooperative und erfolgreiche Zusammenarbeit, durch die es gelang, Geschäftsfelder zu festigen und auszuweiten, wie z. B.
Dialysefahrten oder auch die MVG-Fahrten, für
die der Vorstand in den letzten Jahren erheblich gescholten wurde.
Nachdem das Betriebsergebnis im abgelaufenen Jahr mit einem Gewinn von 497 TEUR zufriedenstellend ausfiel, würde es uns sehr freuen, wenn Sie als Mitglied bei den anstehenden
Wahlen die Weichen für eine für Sie erfolgreiche Zukunft stellen würden.
Unter TOP 3 trug Frau Marsig den in der Einladung abgedruckten Aufsichtsratsbericht vor.
Zu TOP 4 berichtete Herr Stern vom Genossenschaftsverband über die gesetzliche Prüfung.
➜ Auftrags- und Umsatzentwicklung
Siehe untenstehende Tabelle!
Die Steigerung der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Mitgliedsgebühren zum 01.01.2004 zurückzuführen. Die
Gesamtumsätze erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 936 TEUR oder 21,8 % deutlich.
Miet- und Pachteinnahmen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind,
verminderten sich im Berichtsjahr um 38 TEUR
(-2,8 %) auf 1.288 TEUR.
Auftragsentwicklung der über die Zentrale vermittelten Aufträge
2004 2003 2002 2001
vermittelte Aufträge 1.449.239 1.404.959 1.349.976 1.669.952
Umsatzentwicklung 5.236 4.300 3.518 5.029
(in TEUR) 
Der Umsatz der Dienstleistungssparten entwickelte sich wie folgt:
Dienstleistungserlöse 2004 2003 2002 2001 Veränderung
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR %
Taxi-Gebühren 3.388 2.746 2.648 2.569 642 23,4
Dialysefahrten 1.313 1.190 - - 123 10,3
Telefonabrechungen 182 10 - - 172 1.720,0
sonstige Umsatzerlöse 353 354 870 2.460 -1 -0,3
5.236 4.300 3.518 5.029 936 21,8
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10 TAXIKURIER
➜ Lagerwirtschaft
Durch die Aufgabe der Tankstellenbetriebe und
der Waschstraße hat sich die Lagerwirtschaft
erheblich reduziert. Sie beschränkt sich auf gewerberelevante Artikel, wie z. B. Taxameter,
Funkgeräte und ähnlichem in unbedeutendem
Umfang. 
➜ Investitionen
Im Geschäftsjahr wurden 119 TEUR investiert.
Die Investitionen betrafen Anzahlungen auf
die Datenfunkanlage (104 TEUR) und die Betriebs- und Geschäftsausstattung (14 TEUR). 
Die Telefonvermittlungsanlage wurde im Geschäftsjahr 2001 erneuert und das Betriebssystem umgestellt. Die Anlage ist geleast.
Die vermieteten Wohn- und Geschäftshäuser
werden bei Mieterwechsel laufend modernisiert. 
➜ Finanzierungsmaßnahmen
Die durchgeführten Investitionen wurden wie
in den letzten Geschäftsjahren durch Eigenmittel finanziert.
Die in früheren Jahren angeschafften Gebäude
und Grundstücke sind mit langfristigen Krediten finanziert. Größere Investitionen sind derzeit nicht geplant. 
➜ Personal- und Sozialbereich
Der Vorstand besteht aus zwei hauptamtlichen
und einer nebenamtlichen Person.
Im Jahr 2004 waren 33 vollzeitbeschäftigte
und 27 teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer sowie
durchschnittlich 36 geringfügig Beschäftigte
angestellt. Altersvorsorgeverpflichtungen bestanden im Berichtszeitraum nicht.
➜ Sonstige wichtige Vorgänge des
Geschäftsjahres
Wesentliche Rechtsstreitigkeiten waren im Geschäftsjahr 2004 nicht zu verzeichnen. Ein
Rechtsstreit, der sich mit der Zusammensetzung des Aufsichtsrates befasste, endete mit
einem Vergleich.
Der Dienstleistungssektor „bargeldloser Zahlungsverkehr (Fahrtaufträge)“ erreichte in 2004
einen Umsatz in Höhe von 8,38 Mio. Euro; im
Vorjahr 8,53 Mio. Euro. Auffällig ist der Rückgang bei den Behindertenfahrten um 726
TEUR oder 25,5 %.
Seit Juni 2002 werden Dialyse-Sammelfahrtenabrechnungen mit diversen Sozial-versicherungsträgern durchgeführt. Die geplanten Umsatzzahlen und Erträge wurden in 2004 weiter
ausgebaut und führten erstmals zu einem positiven Rohergebnis. 
Im Geschäftsjahr 2004 wurde auf Grund einer
drohenden Nutzungsuntersagung eine Teilwertabschreibung in Höhe von 224 TEUR auf
das Grundstück (Parkplatz) Karwendelstraße/
Engelhardstraße gebildet. 
➜ Beurteilung der Entwicklung durch 
den Vorstand
Die negativen Betriebsergebnisse der einzelnen
Betriebssparten konnten im Geschäftsjahr 2004
durch die vorgenommene Gebührenerhöhung
abgestellt werden, so dass sich ein Jahresüberschuss von 497 TEUR errechnet. Das Ergebnis
aus den vermieteten Wohn- und Geschäftshäusern blieb stabil und ist positiv. 
Durch die Einstellung des Tankstellenbetriebes
wurde ein Risikobereich bereinigt. Trotz der
angespannten Vermietungslage im gewerblichen Bereich in München, ergibt sich eine
nicht wesentlich veränderte Kapazitätsauslastung unserer Gewerbeobjekte.
Lage der Genossenschaft
1. Vermögens- und Finanzlage
Der Anteil des Sachanlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 73,8 %. Im Vergleich zu
anderen Dienstleistungsunternehmen ist dieser
Wert überdurchschnittlich hoch.
Die Betriebsgrundstücke sind im Eigentum der
Genossenschaft. Neben den notwendigen Betriebsgrundstücken sind weitere Geschäftsund Wohnhäuser vorhanden, die vermietet
sind. Auf ein Betriebsgrundstück wurde wegen
drohender Nutzungsuntersagung eine Teilwertabschreibung von 225 TEUR vorgenommen.
Am Kapital der Münchener-Stadtrundfahrten
OHG ist die Genossenschaft eG mit 15,3 TEUR
beteiligt. Das gesamte Kapital der Gesellschaft
beläuft sich auf 61,4 TEUR. Im Geschäftsjahr
2004 konnte bei einem Umsatz von 1,796 Mio.
Euro ein Jahresüberschuss von 363 TEUR erzielt werden.
Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital
beträgt 17,3 % und liegt damit über dem Vorjahr.
Die Rücklagen decken den Bilanzverlust nur
56,1 % ab. Die Geschäftsguthaben sind damit
zur Deckung des Bilanzverlustes notwendig.
Das Anlagevermögen ist zu 23,7 % durch eigene
Mittel finanziert. Die Restfinanzierung erfolgt
über lang- und mittelfristiges Fremdkapital.
Die liquiden Mittel haben sich um 463 TEUR
erhöht. Der Anstieg ist auf einen erheblichen
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit
vorangegangen.
2. Ertragslage
Siehe nebenstehende Tabelle auf rechter Seite!
Die positive Rohergebnisentwicklung aus dem
Dienstleistungsgeschäft ist durch die höhere
Gebührenfestsetzung hervorgerufen. Das Vermietungsergebnis ist bei geringfügig geringeren Einnahmen (-2,9 %) durch spürbar niedrigere Instandhaltungsaufwendungen geprägt
und hat sich damit insgesamt um 4,9 % verbessert.
Insgesamt hat sich das resultierende Rohergebnis um 850 TEUR auf 4.148 TEUR im Berichtsjahr verbessert. 
Der Betriebsaufwand veränderte sich nur
unwesentlich um 10 TEUR und beträgt 3.397
TEUR. 
Das Betriebsergebnis I verbessert sich von 72
TEUR auf 1.000 TEUR.
Das negative Finanzergebnis von -250 TEUR
und das negative neutrale Ergebnis von -253
TEUR verminderten das Jahresergebnis entsprechend auf 497 TEUR. 
Damit hat sich das Jahresergebnis um 825
TEUR verbessert.
3. Besondere Darstellung zur Entwicklung und
Lage des Unternehmens
Die Haupterträge resultieren aus der Vermittlungszentrale und den Dialysefahrten.
Darüber hinaus tragen die Wohn- und Geschäftshäuser zur positiven Ertragslage bei. 
In den nicht betriebsbedingten Grundstücken
sind stille Reserven enthalten.
Risikobericht
1. Bestandsgefährdende Risiken
Es sind in Ansätzen organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen damit den
Fortbestand der Genossenschaft gefährdende
und sonstige wesentliche Risiken der künftigen
Entwicklung erkannt werden. Diese soll weiter
ausgebaut werden.
Aus den vorliegenden Informationen aus dem
System haben sich keine bestandsgefährdenden und sonstigen Risiken mit wesentlichen
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft ergeben. 
Risiken für die Genossenschaft ergeben sich
durch mögliche altersbedingte Sanierungsmaßnahmen bei den Mietobjekten und der allgemeinen Mietsituation für gewerbliche Räume. 
Die Genossenschaft
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11TAXIKURIER
2. Finanzielle und wirtschaftliche Risiken
Die Unternehmensfortführung ist gesichert,
weder rechtliche noch wirtschaftliche Hindernisse sind erkennbar. Die bestandsgefährdenden Risiken wurden in den letzten Jahren begrenzt, insbesondere durch die Schließung von
Geschäftsbereichen. 
Durch die Steuerung der Höhe der Gebühren
können die finanziellen und wirtschaftlichen
Risiken aktiv beeinflusst werden.
Das Vermietungsrisiko ist begrenzt. 
3. Sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertraglage
Weitere Risiken von nennenswertem Umfang,
die sich nachteilig auf die Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft auswirken, sind
nicht erkennbar.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht)
Der Vorstand hat Investitionen im Bereich
neuer Datenfunksysteme in 2004 begonnen.
Eine abschließende Entscheidung, welches Datenfunksystem letztlich eingeführt wird, steht
noch aus. Darüber hinaus soll ein weiteres
Vorstandsmitglied als Ersatz für ein ausscheidendes Mitglied gewählt werden. Eine Nachfolgeregelung für das in den nächsten Jahren
ausscheidende Vorstandsmitglied Hans Meißner wird angestrebt. Eine abschließende Meinungsbildung ist in den zuständigen Gremien
ist noch nicht erfolgt.
Prognosebericht
Nach der Umsatzplanung für das Jahr 2005
wird eine gleichgerichtete Absatzentwicklung
in allen Betriebssparten erwartet.
Die Mieten im gewerblichen und privaten Bereich werden sich voraussichtlich auf Vorjahreshöhe bewegen. 
Vorschlag für die
Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 496.897,79 Euro, mit dem
Verlustvortrag aus den Vorjahren in Höhe von
1.819.016,61 Euro zu verrechnen. Der ausgewiesene Bilanzverlust in Höhe von
1.322.118,82 Euro wird auf neue Rechnung
vorgetragen.
Beschlüsse
a der Jahresabschluss wurde genehmigt
b der Bilanzverlust wurde auf neue Rechnung
vorgetragen 
c der Vorstand wurde entlastet
d der Aufsichtsrat wurde entlastet
Durch die Entlastung schied Frau Marsig aus
dem Aufsichtsrat aus, so dass Herr Herzinger
die Versammlungsleitung durch den Aufsichtsrat übertragen wurde.
Unter TOP 7 wurde die Aufnahme des Geschäftsführers der off-road GmbH, Herrn Burak
Bolat als Mitglied durch Mehrheitsbeschluss
der Mitglieder abgelehnt.
Wahlen:
a Bei den Wahlen zum Vorstand erhielt keiner
der beiden Kandidaten die notwendige
Mehrheit.
b Für die Dauer von drei Jahren wurden in
den Aufsichtsrat gewählt:
Herr Gerhard Kroiß Taxi 23
Herr Paul Rusch Taxi 3093
Herr Reinhold Siegel Taxi 2476
c Für die Dauer von zwei Jahren wurde in den
Aufsichtsrat gewählt:
Herr Alfred Lehmair Taxi 1586
Satzungsänderung
Der Vorschlag des Genossenschaftsverbandes
die Kreditsumme ohne Genehmigung durch
den Aufsichtsrat von Euro 50.000,– auf Euro
500.000,– zu erhöhen, wurde mit den notwendigen 75 % beschlossen.
Gegen 17.15 Uhr schloss Herr Herzinger als
Versammlungsleiter die gut besuchte Versammlung und wünschte den Teilnehmern
einen guten Nachhauseweg. Über weitere Einzelheiten berichten wir aus redaktionellen
Gründen in der nächsten Ausgabe.
Über weitere Einzelheiten zur Generalversammlung berichten wir aus redaktionellen
Gründen im nächsten TAXIKURIER.
Von Taxler ausgeraubt?
In der Abendzeitung vom 11. Juli war zu lesen,
dass am Samstag, den 02. Juli 2005 gegen
2.30 Uhr die Frau des MdB Dr. Axel Berg, mit
einem Taxi nach Hause fuhr. Nach einer kleinen Auseinandersetzung bat sie den Fahrer
beim Ausladen ihres Gepäckes behilflich zu
sein. Sie stieg aus und musste mit ansehen,
wie der Fahrer samt Gepäck ohne Bezahlung
des Fahrpreises wegfuhr. In der Aufregung
merkte sie sich weder Taxinummer noch amtliches Kennzeichen.
Wieder einmal eine Rufschädigung durch
einen schrägen Fahrer?
Der Vorstand der Taxi-München eG, Hans
Meißner, setzte sich mit Herrn Axel Berg in
Verbindung, entschuldigte sich und versprach
die Suche zu unterstützen. Bereits nach wenigen Stunden gab der Unternehmer Ben R. die
Gepäckstücke an Frau Berg zurück.
Der Bundestagsabgeordnete Berg rief in der
Genossenschaft an, freute sich über die doch
braven Taxler und versprach die Anzeige zurück zu nehmen.
Natürlich war die Überschrift „Von Taxler ausgeraubt“ maßlos überzogen, aber jetzt ist sie
auch noch falsch.
Die Genossenschaft
Dienstleistungsroherträge 2004 2003 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Funkzentrale inkl. Werbung 2.921 2.335 586 25,1
Dialysefahrten 37 -150 187 -124,7
Telefonabrechnung Handy 21 14 7 50,0
sonstige Roherträge 200 175 25 14,3
Rohergebnis Geschäftsbetrieb 3.179 2.374 805 33,9
Vermietungserträge 1.288 1.326 -38 -2,9
Hausaufwendungen (Sachaufwand) -319 -402 83 -20,6
Rohergebnis aus Vermietung 969 924 45 4,9
Rohergebnis insgesamt 4.148 3.298 850 25,8
sonstige ordentliche Erträge 249 122 127 104,1
Erträge 4.397 3.420 977 28,6
Personalaufwand -2.430 -2.452 22 -0,9
Sachaufwand -617 -480 -137 28,5
Abschreibungen -315 -381 66 -17,3
Betriebssteuern -35 -35 - -
Betriebsaufwand -3.397 -3.348 -49 1,5
Betriebsergebnis I 1.000 72 928 1.288,9
Finanzergebnis -250 -286 36 -12,6
neutrales Ergebnis -253 -114 -139 121,9
Jahresergebnis 497 -328 825 251,5
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12 TAXIKURIER
Die Genossenschaft
Verdistraße gesperrt
Von Mittwoch, den 27. Juli bis Sonntag, den
31. Juli ist nachts von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr
früh, die Verdistraße zwischen der Freseniusstraße und der Bauseweinallee wegen Brückenbauarbeiten gesperrt.
Taxistand Baumkirchnerstraße
Seit Jahren betreibt der Bezirksausschuss Berg
am Laim, Trudering, die Verlegung des Taxistandes an der Baumkirchnerstraße mit der Begründung, dass massive Verunreinigungen
durch die Verrichtung der Notdurft durch Taxler nicht hinnehmbar sind. Wir berichteten bereits im TAXIKURIER darüber. Nunmehr teilt
auch das KVR diese Auffassung. In einer Begehung beschloss man, den Standplatz in die
Neumarkterstraße 78, vor ein Wohnhaus, zu
verlegen. 
Nach massivem Einspruch konnte ein Platz in
der Nähe der U- und Straßenbahn gefunden
werden, an dem wir wenigstens vom Publikum
bemerkt werden – Kreillerstraße, stadtauswärts,
zwischen der U-Bahnhaltestelle und der Schildensteinstraße. Wir werden wohl die Auftragsvergabe etwas verändern müssen, da die
innere Berg-am-Laim-Straße schwieriger zu
erreichen ist. Wir bitten deshalb, den Anlauf
des Standplatzes zu beobachten und uns Ihre
Erfahrungen mitzuteilen.
PX-Stand
Der Name diese Standplatzes ist nach dem
2. Weltkrieg entstanden. Die Amis richteten im
heutigen Staatsministerium für Wirtschaft,
Infrastruktur, Verkehr und Technologie ein
Kaufhaus für Militärangehörige ein. Diese
Kaufhäuser trugen weltweit den Namen
Personal Exchange, kurz PX.
Münchner Taxifahrer beluden ihre Kofferräume geduldig mit ganzen Batterien von offenen,
braunen Papiertüten, die mit Delikatessen gefüllt waren, die sich „Eingeborene“ in den
50ern kaum leisten konnten. An Stelle des
Fahrpreises wechselte manche Stange „Viceroy“
oder „Pall-Mall“ den Besitzer, auch eine Flasche
Whisky der einfacheren Sorte, wie „Golden
Wedding“ oder „Smirnoff-Wodka“ fanden in
den Kreislauf des Münchner Geschäftslebens.
Vor wenigen Wochen erreichte uns die
Schreckensmeldung – der Standplatz muss
weg. Bereits am 30. Juni weiht unser MP –
nein, nicht Maschinenpistole, sondern Ministerpräsident, eine neue Grünanlage vor dem
Bayerischen Nationalmuseum ein. Aber ein
Wunder geschah, es tat sich nichts bis Anfang
Juni. Dann wurde es hektisch.
Hinter vorgehaltener Hand war zu hören, dass
die Fläche für die Grünanlage dem Freistaat
gar nicht gehört, sondern der Landeshauptstadt. 
Innerhalb weniger Wochen gab es einen
Grundstückstausch und innerhalb weniger Tage eine Baugenehmigung durch die Lokalbaukommission – so schnell halt wie immer.
Trotz der Bauverzögerung konnten wir keinen
idealen Ersatztaxistand finden, der auch die
Bestellungen über Telefon durchführen lässt.
Einzige Alternative war der sehr ruhige Platz
in der Alexandrastraße, mit einer Hinweistafel
auf der Prinzregentenstraße. Einsteiger werden
hier wohl Mangelware sein, aber die wären
durch den Wegfall der Parkmöglichkeiten auch
am alten Platz seltener geworden.
Schaun wir mal.
Aufdringlich
versucht der Fahrer des Taxis 2961 seine Fahrgäste mit einem dummen Spruch zur Trinkgeld-Großzügigkeit zu animieren. Die üblen
Duftbäume im Cockpit werden zusätzlich dafür
sorgen, dass die ganze Aktion ins Gegenteil
umschlagen wird. (Gesehen und fotografiert
am Odeon-Stand.)
Suchmeldung: Gesprächspartner
Eine Kundin aus der Schweiz fuhr am Ostersamstag, den 26. März 2005, gegen 23:15 Uhr
vom Max-Joseph-Platz zum Hotel Carmen in
die Hansastraße. Sie hatte sich angeregt mit
dem Fahrer über das Thema „Globalisierung“
unterhalten und möchte gerne zur Gesprächsfortsetzung Kontakt mit dem Fahrer aufnehmen. Der Fahrer möge sich bitte bei uns melden unter Tel. 2161-361. Danke.
(HM)
Konstituierung des Aufsichtsrates
Am 12. Juli konstituierte sich der in der Generalversammlung vom 06. Juli neugewählte
Aufsichtsrat. Die Sitzung fand wie üblich im
Konferenzraum der Taxi-München eG statt.
Durch geheime Wahl wurden bestimmt:
Aufsichtsratsvorsitzender:
Herr Alfred Lehmair Taxi 1562
stellv. Aufsichtsratsvorsitzender:
Herr Max Herzinger vormals Taxi 41
Schriftführerin:
Frau Christa Reindl Taxi 582
stellv. Schriftführer:
Herr Reinhold Siegel Taxi 2476
Des Weiteren hatte sich der Aufsichtsrat mit
den Vorwürfen und dem Vorgehen des Vorstandsmitgliedes Frau Carmen Roithmeier vor
und während der Generalversammlung am 06.
Juli 2005 zu befassen. Nach Anhörung der
Frau Roithmeier und eingehender Beratung
kam die Mehrheit des Aufsichtsrates zu der
Überzeugung, dass Frau Roithmeier konkret
gegen die Bestimmungen der Geschäftsordnung für den Vorstand nach § 4 Absatz 1,7
und 8, sowie nach § 5 Absatz 1 verstoßen und
der Genossenschaft erheblichen Schaden zugefügt hat. Durch ihr Vorgehen sieht der Aufsichtsrat die notwendige Vertrauensbasis für
eine weitere Führungsarbeit im Vorstand und
mit dem Aufsichtsrat als nicht mehr gegeben
an. Darüber hinaus bekundeten alle leitenden
Angestellten und der weit überwiegende Teil
der Mitarbeiter ein massives Vertrauensdefizit
gegenüber Frau Roithmeier. 
Frau Roithmeier wurde mit einer Mehrheit von
6 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung, gemäß §
40 Genossenschaftsgesetz und § 19 der Satzung bis zur endgültigen Entscheidung durch
die Generalversammlung, einstweilig ihres
Amtes enthoben.
Über eine kommissarische Vertretung bis zur
außerordentlichen Generalversammlung wurde
bis zum Redaktionsschluss vom Aufsichtsrat
noch nicht entschieden. 
Die außerordentliche Generalversammlung
wird anberaumt, wenn die Überprüfungen der
Aussagen von Frau Roithmeier abgeschlossen
sind.
gez. Alfred Lehmaier
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13TAXIKURIER
Seit Jahren bietet Audi verschiedenste
Lehrgänge an, die die Sicherheitsaspekte und Fahrtechniken beinhalten, aber auch den Fahrspaß erhöhen.
Die Teilnahme an solch einem Kurs
ist jedem Berufsfahrer, als auch den
Taxlern zu empfehlen.
Unter www.audi.de/driving oder Telefon 0841/89-32900 sind exakte Infos
abrufbar. 
Vom 15. bis 17. Juni hatten die Vorstände des BZP, hochrangige Taxi-
Funktionäre aus ganz Deutschland
sowie Journalisten von der Taxi-
Fachpresse Gelegenheit, ihre eigenen
Fahrkenntnisse zu überprüfen und zu
optimieren.
Herr Gerhard Otto, Taxibetreuer der
Ingolstädter, lud ca. 20 Personen zu
einer hervorragenden Veranstaltung.
Inhalte des Fahrerlehrgangs sowie
das attraktive Rahmenprogramm waren bestens organisiert und wurden
professionell durchgeführt.
Selbst die „Fahr-Profis“ waren überrascht, dass man auch nach vielen
Jahren und Kilometern sein Auto
immer noch nicht beherrscht und
innerhalb eines solchen Kurses enorm
viel dazu lernen kann. (PR)
Der Landesverband
Audi driving experience
Servus Rosi
Im Jahre 1969 begann eine junge Dame ihre
Karriere in der Taxizentrale, damals natürlich
noch in der Utzschneiderstraße 6 – es war unsere, leider nun ehemalige, Kollegin
Rosemarie Pohl.
Die vielen Jahre, die sie in der Zentrale gearbeitet hat, wurden nur durch eine relativ kurze
Periode unterbrochen, als sie sich zusammen
mit ihrem Mann Willi selbstständig gemacht
hatte. Seit 1976 bis zum 30. Juni 2005 war uns
allen die „Rosi“, wie wir sie der Einfachheit
halber kurz nannten, eine stets verlässliche,
liebenswürdige und vor allem auch hilfreiche
Kollegin.
Nun ist sie also zusammen mit ihrem Mann
Willi, mit dem sie seit 40 (!) Jahren verheiratet
ist, in den wohlverdienten Ruhestand gegangen und kann sich jetzt in aller Ruhe ihrem
größten Hobby, dem Reiten, widmen.
Sicher wird sie sich gerne an eine erkleckliche
Anzahl von heiteren Episoden, die sich in den
vielen Jahren im Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen zugetragen haben, erinnern,
man denke nur an den eigentlich tragischen
Überfall auf einen Kollegen vor 10 Jahren, bei
dem dieser einen Bauchschuss erlitt und die
Rosi einen Polizeibeamten erklären musste,
dass ein Mensch mit einem Bauchschuss verletzt ist.
Für noch viele ruhige und beschauliche Jahre
zusammen mit ihrem Mann wünschen ihr alle
Kolleginnen, vor allem die aus unzähligen gemeinsamen Nachtschichten, aber auch alle anderen, alles Liebe und Gute, vor allem auch die
nötige Gesundheit. (RB)
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Seite 14

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14 TAXIKURIER
Taxikurier Ausgabe Juni 05
Wie jeden Monat habe ich wieder intensiv den
TAXIKURIER gelesen und musste leider feststellen, dass bis auf den Artikel über die Tarifzonen wenig Informatives gefunden werden
konnte. 
Das Top-Thema dieses Monats hätte doch wohl
die Allianz-Arena sein sollen. Schmerzlichst
habe ich Informationen über Anfahrtswege,
Taxistände und einen Plan des Stadions vermisst. Selbstverständlich gibt es auch im neuen Stadion keine Taxispuren, wonach man den
OB Ude im Interview auch gerne fragen hätte
können. Als Taxi-Profi hätte er bestimmt eine
Antwort darauf gewusst. Wichtiger als Bananen gerade machen erscheint mir zurzeit die
Diskussion über die 45 %-Frage, die bei vielen
Unternehmen ja gerade richtig beliebt ist. Es
macht sich offensichtlich niemand Gedanken
darüber, dass die Taxifahrer schließlich auch
Miete zahlen und evtl. auch Familien zu ernähren haben. Wie das Niveau des Taxigewerbes dabei zugrunde geht, scheint auch niemanden zu interessieren. Bei einigen Unternehmen
hat man das Gefühl, sie würden es geradezu
herausfordern, dass das Taxigewerbe zugrunde
geht. Sie schauen sich die Fahrer noch nicht
einmal mehr an. Egal, wie stinkig und verdreckt die Klamotten sind, wie schlecht der
Fahrer deutsch spricht und welch miserabler
Autofahrer er ist – geschweige denn ortskundig – jeder wird auf die Kundschaft losgelassen. Hauptsache, die Taxis sind am Laufen.
Da wird dann schon wieder mal der Taxi-
Check durchgeführt und sich gewundert, warum die Taxifahrer nicht gleich aus dem Wagen springen und sich auf den Boden werfen
um denselbigen zu küssen, den gerade ein
Touri betreten hat, der nur ein paar Fragen hat,
den Ersten blockiert und hinter ihm ein Taxi
nach dem anderen den Taxistand verlässt.
Man kann zwar die BILD-Zeitung für die
Wortschöpfung „Taxikrieg in München“ verantwortlich machen, doch für den Krieg an
sich sind doch die Kollegen und Kolleginnen
schuld, die sich nicht an die Regeln halten.
Wir verdanken den Taxikrieg denjenigen
Unternehmen, die mit Lohn-Dumping begonnen haben, das sich nun wie ein Virus durchs
Gewerbe schlängelt. Der alteingesessene Fahrer
wird nur zu gern für den Neuling ausgetauscht, der von Anstandsregeln und Kollegialität nichts weiß und auch nichts lernen kann,
da er es einfach den Unanständigen der Branche gleichtut. Und davon gibt es nur zu viele!
Es ist natürlich nicht schön, dass es existiert.
Doch was ich mit Sicherheit behaupten kann:
Es liegt nicht nur an den Inländern. 
Wenn sich Fahrgäste darüber beschweren, dass
sie es leid sind von Taxifahrern chauffiert zu
werden, die sie nicht verstehen und dann noch
nicht einmal so fahren, wie man es ihnen sagt,
wenn sie den Zielort nicht kennen, dann frage
ich mich schon, warum wir da nicht etwas
unternehmen können. Das hat nichts mit
dumpfen Ressentiments zu tun, sondern ganz
einfach mit der Realität. Die türkischen, genauso wie die griechischen oder italienischen
oder sonstigen ausländischen Mitbewohner
dieser Stadt bleiben gerne unter sich. Sie wollen nicht unbedingt den Kontakt zu den Deutschen. Wir Deutsche sind ja an und für sich alle Rassisten und böse und egoistisch und in
keinster Weise tolerant.
Mein Schwager ist aus Gambia, mein bester
Freund aus Malaysia. Eine gute Freundin ist
aus Korea, eine andere aus Kanada, ich kenne
sehr nette Kollegen aus Togo, Amerika, der
Türkei, aus Griechenland, Russland und und
und. Die Liste ist lang. Als rassistisch oder intolerant bezeichne ich mich nicht. 
Doch mir wird Rassismus entgegen gebracht.
Rassismus und Sexismus gegen den ich mich
wehre. Ich lasse es nicht zu, dass man sich als
Inländer alles gefallen lassen muss, nur weil
andere sich nicht mit der Realität auseinander
setzen wollen, weil sie Angst davor haben, was
dann passieren könnte.
Wenn diese intoleranten ausländischen Mitbürger mit Toleranz und Verständnis uns
gegenüber anfangen würden und sich den Regeln und Sitten und Gebräuchen in dieser
Stadt auch nur ansatzweise anpassen würden,
würde es diesen Brief nicht geben. 
Ich fahre hauptberuflich Taxi und nicht nur so
zum Spaß. Wenn ich einen gut bezahlten festen Job hätte und mich nur ab und zu ins Taxi
setzen bräuchte um ein wenig Ablenkung zu
haben, könnte ich vielleicht auch so daherreden.
Ich halte mich an die Regeln und möchte –
auch in diesen schlimmen Zeiten – meinen
Anstand und mein Ehrgefühl nicht verlieren.
Da kann es schon mal vorkommen, dass man
eine Flughafenanfahrt nicht bekommt, nur
weil man dem Portier des Hotels keine 10 Euro
in die Hand drückt. Es kommt genauso vor,
dass man sich am Taxistand einen abwartet,
nur weil die dreisteren, unverschämteren Kollegen so lange vor den Passanten gegenüber
„parken“ bis diese bei ihm einsteigen. 
Was kann ich tun? Nichts. Weil: Vielleicht war
es ja ein ausländischer Mitbürger. Da soll man
Verständnis zeigen. Weil er hat bestimmt einen
Grund, sich so unkollegial zu verhalten. Und
wir müssen´s Maul halten. Wie auch auf K6
seit einiger Zeit viele deutschsprachige Kollegen ihr Maul halten, weil sie vor lauter Sheinim Sheinim Bruda Bruda uschmalu ischöläbrö
gar nicht mehr durchkommen. 
Rassismus ist eines der schlimmsten Gefühle,
die man anderen Menschen gegenüber aufbringen kann. Noch schlimmer ist es, wenn
man nicht rassistisch denkende Menschen so
rassistisch behandelt, dass sie sich über dieses
Thema Gedanken machen müssen.
Ich bin sehr traurig über diese Entwicklung im
Taxigewerbe. Es wäre sehr schön, wenn wir alle an einem Strang ziehen würden. Doch das
bleibt ein Traum. In der heutigen Zeit, in der
sich jeder selbst der nächste ist, kann man
nicht erwarten, dass man auch noch Verständnis gegenüber Menschen zeigt, die einem
selbst nur Ignoranz entgegen bringen.
Noch kurz erwähnt sei, dass sich viele Fahrgäste über einen einheimischen Fahrer freuen,
der hier aufgewachsen ist und „WIRKLICHE“
Tipps geben kann, wo „WIRKLICH“ was los ist
uns wo man „WIRKLICH“ gute Trachten bekommt. Ich finde es schon fast einen Skandal,
dass einem nichts anderes als der Angermeier
zum Thema Tracht einfällt. 
Neu ist mir auch, dass das Hofbräuhaus jetzt
rund um die Uhr geöffnet hat. Eine tolle Sache.
Ich werde mir bei der nächsten Taxischicht
nachts um 3 dort gerne einen Schweinebraten
bestellen, wenn es bei der Gerti keinen mehr
geben sollte.
Und zum Thema „schlechtes Geschäft“ wäre
noch kurz anzumerken, dass es mir nicht allzu
selten als Fahrgast passiert, dass ich viel zu
lange in der Warteschleife der Taxizentrale
München festgehalten werde, obwohl auf der
Straße nichts los ist. Bis zu 30 Minuten durfte
ich mehr als einmal auf ein Taxi warten, da es
unmöglich war, in der Zentrale durchzukommen. Als ich dann im Taxi saß und den Taxifahrer fragte, was denn los sei, dass es heute
so schwierig war ein Taxi zu bekommen,
schaut er mich mit großen Augen an, lässt
mich den Funk hören – Stille – und glaubt mir
nicht, was ich ihm da gerade erzählt habe. 
Traurig, sehr traurig.
Josefa Hubl, München
Leserbriefe 
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 Taxi_08-05 26.07.2005 11:12 Uhr Seite 14

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15TAXIKURIER
Essen auf Rädern - Maiheft
In Ihrer Mai-Ausgabe haben Sie die „Münchner Weißwürste“ getestet.
Unter anderem auch die Gaststätte Gaßner im
Schlachthof. Leider ist die Bewertung der beiden Bedienungen (unkontrolliertes Umherhüpfen, sowie die Dauer der Bestellaufnahme) etwas negativ beurteilt worden.
Mein Kollege 2216 und ich (1559) sind schon
seit längerer Zeit Stammgäste im Gaßner und
wurden immer zuvorkommend und freundlich
bedient, ferner ist uns auch nie irgendetwas
Negatives an den Bedienungen aufgefallen.
Ebenso sind wir der Meinung, dass die Weißwürscht auch immer im Wasser (ich denke
auch in heißem!) serviert wurden. 
Man muss in München wirklich eine solch gemütliche Wirtschaft finden, wo noch wirklich
gute als Hausfrauenkost gekocht wird (es gibt
das beste „Boef a la Mode“ in München). Ein
Taxifahrer sollte doch auch mal froh sein,
wenn der gemütlich ohne Stress zum Essen gehen kann, ohne dass schon die Bedienung mit
der Rechnung in der Hand wartet, bis der Gast
endlich zahlt und geht. 
Es wundert uns nur, dass jeden Tag das Lokal
voll ist, wenn der Service so schlecht ist. Unter
uns Gästen findet man Schauspieler, Metzger,
Berufsschüler und jeden, der weiß, wo´s was
G´scheits zum Essen gibt. 
Wir geben der Gaststätte Gaßner und den beiden Mädels Traudl und Petra die Note „1“ .
Stefan Göbl, München
1559 und 2216
TAXIKURIER – Juni-Ausgabe
Letzte Woche ist mir Euer letzter Taxikurier in
die Hände gekommen, sehr schön aber ich vermisse einige Fragen bzw. Anregungen:
1. Frage an den Oberbürgermeister, ob er weiß,
wie viele KWh Strom in den letzten Jahren
nachts an unnötigen „Schikane-Ampeln“ vergeudet wurden.
2. Wieso kommt niemand auf den Gedanken,
die leidige Situation am Beck-Marienplatz-
Stand abzustellen, indem man den Rindermarkt-Stand als Nachrückplatz ins Spiel
bringt.
3. Beispiel 5, zu den Tarifzonen: Du stehst vor
einem Münchner Hotel und „brennst“ seit
Stunden, plötzlich kommt ein Taxi aus dem
Umland (FS, ED, Ismaning etc.) und holt Gäste
ab, das Ziel MUC ist zu hören, der Taxameter
wird vor dem Hotel angestellt. Was ist zu tun?
4. Wann kommt man dazu, die Bereitstellungszeit am „Optimol“ den Erfordernissen (Samstag, Sonntag auch tagsüber) anzupassen? 
Für Eure Geduld dankt der Unternehmer 114
und 1901 au den achtziger Jahren, der 997 aus
den Neunzigern, der nunmehrige Gelegenheitstaxler mit verschiedenen Nummern bei Taxi
Haidhausen. 
Roland Arnberger, München
Jetzt red I – 08/05
keine Ausgabe des neuen Taxikuriers habe ich
bisher ausgelassen, und von Ausgabe zu Ausgabe hatte ich mehr das Gefühl, das hier etwas
falsch läuft. Die neue Kolumne machte es
deutlich, wo der Fehler im System liegt - nicht
ein Fehler des Taxikuriers, der bildet das nur
ab.
Ich beginne also mit der Lektüre von "Jetzt
red' i" und lese "… sein gepflegtes Erscheinungsbild und ebenso tiptop ist sein Taxi 163,
ein Chrysler 300M." Den kenne ich doch, denke ich, das ist doch einer von denen, die regelmäßig, wenn sie alleine in ihrem Taxi sitzen
rauchen, obwohl es vorbildlich mit Nichtraucherschildern beklebt ist. Außerdem habe ich
schon einmal mitbekommen, wie der Kollege
sich nicht viel, aber doch ein gutes Stück näher für einen freigegebenen Auftrag gemeldet
hat (Wasserburger Land/Ecke Feldberg gemeldet mit Mitterfeld für den Willy-Brandt-Platz).
Das täte nun weiter wenig zur Sache - schließlich hätte ich diese Vorkommnisse ja melden
können - wenn nicht dieser Kollege hier in der
üblichen Selbstgerechtigkeit der Einzelunternehmer und als ehemaliger Aktivist der TV eigentlich ein Beispiel geben sollte.
Zu meiner Person, ich fahre seit mehr als
zwanzig Jahren beim mittlerweile dritten
Unternehmer als Aushilfsfahrer, habe also gut
2500 Nachtschichten hinter mich gebracht. 
Auch mir scheinen manche Entwicklungen im
Gewerbe problematisch und ehrlich gesagt
wundert es mich immer wieder, dass es noch
immer so viele Menschen gibt, die sich ein Taxi leisten. Meine seltenen Erfahrungen als
Fahrgast stimmen mich eher traurig. Aber anzunehmen, dass die deutschen Einzelunternehmer den Karren aus dem Dreck ziehen könnten, halte ich für eine Illusion. Denen gelingt
es vielleicht mit Stammgästen ihr eigenes
Schäfchen ins Trockene zu bringen, aber ansonsten fehlt es auch da sehr oft an Kollegialität und Gemeinschaftsgefühl. Ich erinnere
nur an diesen rätselhaften Trick, mit ausgeschalteter Reklame an den Standplatz zu fahren und ähnliche Dinge mehr. Nein, wenn sich
der durchschnittliche Einzelunternehmer so
verhält wie der Herr Lorenz, wird es dem Gewerbe nicht besser gehen, da kann er schimpfen wie er mag. Ich glaube, das einzige, was
uns außer dem Erhalt des Sprechfunkes auf der
Straße weiterbringen würde, wären gemeinschaftsbildende Aktionen. Aber ehrlich gesagt
bei mehr als 10000 Fahrern kann ich mir auch
nicht vorstellen, wie das gehen soll.
mfg
Ulrich Schall, München 
(zur Zeit bei Taxi Müller in der Kreillerstraße)
Die Redaktion behält sich vor, 
Leserbriefe – bitte mit Anschrift und Telefonnummer – gekürzt
zu veröffentlichen.
Der Inhalt der Leserbriefe ist Meinung der Verfasser und muss
mit der Redaktions-Linie nicht übereinstimmen.
Dr. Cichon & Partner
Rechtsanwaltskanzlei
Tätigkeitsschwerpunkte
Dr. J. Cichon H. J. Michael K.H. Dollinger M.Werther-Nicolas Dr.B. Schreiner
Unfallschadenregulierung Familienrecht Arbeitsrecht Verkehrsrecht Strafrecht
Straf-/Bußgeldsachen Erbrecht Mietrecht Reiserecht Führerscheine
Johann-von-Werth-Straße 1, 80639 München
Tel.: 089 / 13 99 46 - 0, Fax: 089 / 16 59 51
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Münchner Straßen-Namen
Stadtrat seit 1919, 1. Bürgermeister der Stadt
München von 1925 bis 1933 (ab 1926 Oberbürgermeister) und (als CSU-OB) von 1945 bis
1948: von 1948 bis 1949 war er 2. Bürgermeister; Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes;
während des Nationalsozialismus lebte er zurückgezogen in Glonn.
Karl-Schmid-Straße, Trudering *1981: Karl
Schmid (1883-1958), Buchbindermeister; von
1945 bis 1954 war er Präsident der Handwerkskammer und von 1946 bis 1954 Abgeordneter
der CSU im Bayerischen Landtag; er hat maßgeblich am Aufbau der Handwerksorganisation
nach dem Zweiten Weltkrieg mitgewirkt.
Karlsplatz (Stachus, 1792 noch Neuhausertorplatz), Altstadt *1997: Nach Kurfürst Karl
Theodor (1724-1799), der die Festungswerke
vor dem Neuhauser Tor niederlegen, das Tor
renovieren und links und rechts im Halbrund
Häuser anbauen ließ: der Platz wird von den
Münchnern „Stachus“ genannt; diese Bezeichnung geht etwa seit 1747 auf die damalige
Gastwirtschaft „Stachus-Garten“ (auch „Stachus-Wirt“) des Eustach(i)us Föderl zurück, die
an der Südwestecke des jetzigen Karlsplatzes
(heute Kaufhof), an der Ecke Sonnenstraße/
Bayerstraße stand.
Karlstraße, Maxvorstadt *um 1808: Prinz Karl
Theodor Maximilian August von Bayern
(1795-1875), zweiter Sohn des späteren Königs
Max I., Joseph und Bruder König Ludwigs I.,
nahm 1814 unter Fürst Wrede an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil und befehligte 1866 die bayerische Armee am Main; Prinz
Karl war auch ein großer Wohltäter der Armen.
Karl-Theodor-Straße, Schwabing *1892: Karl
Theodor (1839-1910), Herzog in Bayern, Sohn
von Herzog Max in Bayern, Augenarzt und
Philanthrop; gründete 1896 in München die
nach ihm benannte Augenklinik; Ehrenbürger
der Stadt München.
Karl-Weinmair-Straße, Schwabing *1988; Karl
Weinmair (1906-1944), Maler; seine Werke
fallen besonders durch sein sozialkritisches
Engagement auf, das Kleinbürgertum münchnerischer Prägung war sein bevorzugtes
Thema: sein letztes Werk, das „Skizzenbuch
aus dem 1000-jährigen Reich“, ist eine harte
Abrechnung mit dem Naziregime.
Karolinenplatz, Maxvorstadt *1809: Nach Königin Karoline Friederike Wilhelmine, geborene
Prinzessin von Baden (1776-1841), der zweiten
Gemahlin von König Max I. Joseph von Bayern.
Kathi-Kobus-Straße, Schwabing-West *1962:
Kathi Kobus (1854-1929), Gastwirtin; seit 1890
in München als Wirtin der Trinkstube „Dichtelei“; 1897 Gründung der „Neuen Dichtelei“ in
der Türkenstraße, deren Namen 1903 in „Simplicissimus“ geändert wurde, im Einvernehmen
mit Albert Landen, dem Verleger der gleichnamigen Zeitschrift; Kathi Kobus machte den
„Simplicissimus“ zum Treffpunkt der Schwabinger Künstlerkreise; sie zeigte sich stets
hilfsbereit gegen arme Künstler und Studenten;
während des Ersten Weltkrieges verkaufte sie
das Lokal, kehrte allerdings von 1922 bis zu
ihrem Tod nochmals als künstlerische Leiterin
dorthin zurück.
Kaufingerstraße, Altstadt *seit vor 1316: Nach
dem „Chufringer Tor“ benannt, einem Torturm,
der einst diese Straße abschloss und der wiederum nach der Patrizierfamilie Kaufringer benannt ist; Namensgeber wahr wohl der Münchner Bürger Chunradus Choufringer, der in einer
Urkunde vom 28. Mai 1239 als Zeuge genannt
ist und wohl in der Straße ein repräsentatives
Haus besaß; der Name Kaufingerstraße wird im
Volksmund ebenso wie der der westlich anschließenden Neuhauser Straße langsam durch
die Bezeichnung „Fußgängerzone“ verdrängt,
die mit deren Einrichtung ab 1972 immer mehr
als Straßenname angewandt wird; die Kaufingerstraße (1379 fällt erstmals das „r“ aus dem
Namen) ist mit dem Rindermarkt wahrscheinlich der älteste Straßenname Münchens.
Kaulbachstraße (bis 1883 Obere Gartenstraße),
Maxvorstadt/Schwabing *1883: Wilhelm von
Kaulbach (1805-1874) Maler; lebte ab 1826 in
München, war ab 1837 Hofmaler König
Ludwigs I; ab 1839 Direktor der Akademie der
Bildenden Künste, er schuf effektvoll-theatralische Decken- und Wandgemälde mit historischen, allegorischen und mythologischen Motiven (in den Hofgartenarkaden, 1827, zerstört;
„Die Zerstörung Jerusalems“, 1842-1847, heute
Neue Pinakothek München) sowie zahlreiche
Portraits; herausragend sind seine Illustrationen zu Werken der Weltliteratur wie z.B. zu
Goethes „Reineke Fuchs“ (1845-1863).
Kazmairstraße, Westend *1878: Kazmair hieß
ein reiches Münchner Patriziergeschlecht des
14. und 15. Jahrhunderts; Jörg Kazmair, seit
1386 im Inneren Rat der Stadt tätig, war bis zu
seinem Tod 1417mehrmals Bürgermeister; er
hinterließ Aufzeichnungen über die Bürgerunruhen in München zwischen 1397 und 1403;
schon die ersten namentlich bekannten Familienmitglieder erwarben auch Besitzungen im
Umland; um 1535 starb die Familie aus.
Kellerstraße, Haidhausen *1856: Nach den
schon seit Jahrhunderten zahlreichen Bierkellern dieser Straße.
Kidlerstraße, Sendling *1959: Johann Georg
Kidler (Khidler, Küttler) war ein Weinwirt im
Tal, der wie sein Freund, der Jägerwirt (s. Jägerwirtstraße) als einer der Anführer des Auf-
K
16 TAXIKURIER
Immer wieder hören und befahren wir sie. Die Herkunft und Bedeutung vieler
Straßennamen sind uns jedoch häufig unbekannt …
Kaiser-Ludwig-Platz, Ludwigsvorstadt *1886:
Ludwig IV., der Bayer (1282-1347), Herzog von
Oberbayern, deutscher König (seit 1314) und
römischer Kaiser (seit 1328): residierte in München in der ehemaligen Ludwigsburg (jetzt
Alter Hof), deren Ausbau er veranlasste; erster
Wittelsbacher auf dem deutschen Königs- und
Kaiserthron; während seiner Regierungszeit
heftige Konflikte mit dem Papsttum, die
schließlich zu seiner Exkommunikation führten; Ausdehnung der wittelsbachischen Hausmacht auf Brandenburg, Holland, Hennegau,
Seeland, Friesland und Tirol; alle Gebiete gingen nach seinem Tod für die Wittelsbacher
wieder verloren; Grab in der Frauenkirche.
Kaiserstraße, Schwabing *1893: Zur Erinnerung
an die Proklamierung des zweiten deutschen
Kaiserreichs am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal des Schlosses Versailles.
Kaltenbachstraße, Neutrudering *1933: Josef
Kaltenbach (1876-1963), Bildhauer: er stiftete
für die Siedlungsgemeinschaft Trudering den
von ihm selbst geschaffenen so genannten
Drudenbrunnen.
Kanalstraße, Lehel *vor 1823: Nach dem Kanal
(einem Überrest des ehemaligen äußeren Stadtgrabens), der unter dieser Straße verläuft und
beim Englischen Garten in den großen Stadtbach mündet.
Kapuzinerstraße, Isarvorstadt *1867: Nach dem
zweiten in München eingerichteten Kapuzinerkloster St. Anton, dessen Bau 1846/47 bei der
Schmerzhaften Kapelle errichtet, 1850/52 erweitert und 1854/56 mit dem Nordtrakt vollendet wurde.
Kardinal-Faulhaber-Straße (um 1375 ein Teil
davon Barts-Gassen, Ende des 18. Jahrhunderts Graf-Portia-Prangers-Gasse, von 1818 bis
1952 Promenadestraße), Altstadt *1952:
Michael von Faulhaber (1869-1952), Kardinal
(seit 1921); er wurde 1917 Erzbischof der
Erzdiözese München-Freising; stellte sich in
Predigten gegen die Kirchenfeindlichkeit der
Nationalsozialisten.
Karl-Preis-Platz, Ramersdorf *1946: Karl Sebastian Preis (1884-1946) war berufsmäßiger
Stadtrat in München von 1920 von 1933 und
von 1945 bis zu seinem Tod; hat große Verdienste um das Wohnungs- und Siedlungswesen.
Karl-Scharnagl-Ring, Altstadt/Lehel *1964: Karl
Scharnagl (1881-1963), Bäckermeister und Politiker; Landtagsmitglied für die BVP seit 1911,
T
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:12 Uhr Seite 16

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standes der bayerischen Bauern 1705 gegen
die Österreicher auf dem Münchner Marienplatz (damals Schrannenplatz) von den Österreichern enthauptet und gevierteilt wurde.
Kieferngartenstraße, Freimann *1950: Nach
dem früher durch Kiefern geprägten Landschaftscharakter dieses Gebietes.
Kiem-Pauli-Weg, Laim *1960: Kiem Pauli
(1882-1960), Musiker, Pädagoge; der aus München stammende Paul Kiem spielte als Musiker
an der Tegernseer Bauernbühne („Tegernseer
Trio“); zusammen mit Professor Kurt Huber
setzte er ab 1923 die nichtkommerzielle
Wiederbelebung des oberbayerischen Volksliedes durch und betätigte sich als Sammler
von Volksliedern.
Kirschstraße, Untermenzing *1952: Theodor
Kirsch (1881-1946), war ein Fabrik- und
Sägewerksbesitzer, der sich um die Gemeinde
Allach verdient gemacht hat. 
Kistlerhofstraße, Obersendling *1914: Kistlerhof
war der Hausname eines ehemaligen Anwesens
in Obersendling.
Klarastraße, Neuhausen *um 1890: Nach Prinzessin Klara Eugenie von Bayern (1874-1941),
der jüngsten der drei Töchter des Prinzen
Adalbert (1828-1875): sie wurde Äbtissin des
Würzburger Damenstifts St. Anna.
Klenzestraße, Isarvorstadt *1830: Franz Karl Leo
von Klenze (1784-1864), Baumeister, Maler,
Zeichner; ab 1816 Hofarchitekt, ab 1819 Hofbauintendant des späteren Königs Ludwig I. in
München, wo er den Königsplatz und die Glyptothek (1816-1830), den Südteil der Ludwigstraße, den Odeonsplatz und Teile der Brienner
Straße, den Königsbau (1825-1835) und den
Festsaal der Residenz, die Allerheiligen Hofkirche (1826-1837), die Alte Pinakothek (1826-
1836), die Ruhmeshalle (1834-1854) und die
Propyläen (1846-1860) baute, ferner bei Regensburg die Walhalla (1830-1842) und bei
Kelheim die von Gärtner begonnene Befreiungshalle (1842-1863) vollendete; er war in
München der bedeutendste Vertreter des Klassizismus und hinterließ zahlreiche Zeichnungen
und Landschaftsbilder mit architektonischen
Motiven; Ehrenbürger der Stadt München.
Klingsorstraße, Bogenhausen *1933: Klingsor
ist der mächtige Zauberer in Wolfram von
Eschenbachs Verdichtung „Parzival“ (um 1210)
und in Richard Wagners Oper „Parsifal“ (1877).
Klopstockstraße, Schwabing-West *1963: Friedrich Georg Klopstock (174-1804), Dichter,
sein biblischer Dichtzyklus „Der Messias“ in
zwanzig Gesängen (1748-1773) stellt das erste
große Epos der neuhochdeutschen Literatur
dar, seine gesammelten Oden (1771) sind Themen wie Liebe, Freundschaft und Vaterland
gewidmet; bedeutend ist auch sein unvollendetes Prosawerk „Die deutsche Gelehrtenrepublik“ (1774); künstlerische Form und Ausdrucksmittel seines Gesamtwerkes markieren
den Übergang vom Spätbarock zur Klassik. 
Klugstraße, Gern *vor 1891: Ludwig Peter von
Klug (1838-1913), Geheimrat; er war Kassier
am Königlichen Hoftheater, seit 1886 Vorstand
der Königlichen Hofkasse, Administrator des
Privatvermögens und Vertrauter von Prinzregent
Luitpold; geriet 1895 wegen einer Grundstücksspekulation in Bogenhausen ins Zwielicht.
Knappertsbuschstraße, Englschalking *1965:
Hans Knappertsbusch (1888-1965), Dirigent;
kam 1922 als Generalmusikdirektor an die
Münchner Staatsoper, während der NS-Zeit
entlassen, übernahm er 1936 die kommissarische Leitung der Wiener Staatsoper, wurde
nach 1945 von der amerikanischen Militärregierung mit einem einjährigen Dirigierverbot
belegt, dann als Gastdirigent in München und
Bayreuth tätig; sein Repertoire reichte von 
der Wiener Klassik bis Richard Strauss mit
Schwerpunkt Wagner und Bruckner; Ehrenbürger der Stadt München.
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18 TAXIKURIER18 TAXIKURIER
Knöbelstraße, Lehel *um 1800: Knöbel hieß eine Gelehrten- und Beamtenfamilie, die sich im
17. Jahrhundert durch eine bedeutende Kulturstiftung für München verdient gemacht hat.
Knorrstraße, Milbertshofen *1913: Knorr hieß
eine Münchner Bürgerfamilie, aus der vor
allem bekannt wurde: Ludwig Knorr (1859-
1921), Chemiker, Professor für organische
Chemie in Würzburg und Jena, der 1883 das
Antipyrin herstellte, das erste fiebersenkende
Arzneimittel.
Kobellstraße, Ludwigsvorstadt *1887: Franz
Ritter von Kobell (1802-1882), Mineraloge und
Schriftsteller; wirkte in München seit 1834 als
Professor für Mineralogie an der Universität,
seit 1849 als Konservator der mineralogischen
Staatssammlungen; erfand die Galvanografie
(ein Tiefdruckverfahren) er schrieb auch Gedichte in hochdeutsch und oberbayerischer
und pfälzischer Mundart sowie Volksstücke
(„Die G´schicht vom Brandner Kaspar“, 1871),
aber auch humorvolle Jagdgeschichten („Wildanger“, 1959); Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Königinstraße, Lehel/Maxvorstadt/Schwabing
*1808: Zur Erinnerung an die Erlangung der
Königswürde der bayerischen Herrscher im
Jahre 1806 (s. auch Königsplatz).
Königsplatz, Maxvorstadt *1808: Der Platz
wurde 1808 entsprechend der zu ihm hinführenden Königinstraße (seit 1826 Briennerstraße) und zur Erinnerung an die 1806 erlangte
Königswürde der bayerischen Herrscher so
genannt (s. auch Königinstraße).
Kolosseumstraße, Isarvorstadt *um 1875: Nach
dem in dieser Straße von Franz Kol eröffneten
Lokal „Kolosseum“, das der Wirt auch als
Singspielhalle führte; neben vielen anderen
trat hier auch Karl Valentin auf; im Zweiten
Weltkrieg wurde der Saalbau schwer beschädigt, dennoch konnte der Betrieb bis 1958
weiterlaufen.
Kolumbusstraße, Au *1916: Nach dem Entdecker
Amerikas Christoph Columbus (span. Cristobal
Colon 1451-1506), dem genuesischen Seefahrer in spanischen Diensten, der 1492 auf der
Suche nach einem Seeweg nach Indien auf der
Bahama-Insel Guanahani (San Salvador oder
Samana Cay) landete; erst nach seinem Tode
wurde die Tragweite seiner Entdeckungsreisen
erkannt.
Konrad-Celtis-Straße, Mittersendling *1956:
Konrad Celtis (Celtes, eigentlich Pickl; 1459-
1508), führender deutscher Humanist, Dichter
und Philosoph; Celtis lehrte ab 1491 an der
Universität Ingolstadt als Professor der Poetik
und Rhetorik, beeinflusste seine Zeit weniger
durch seine Schriften als vielmehr durch seine
Ideen: Konrad Celtis regte mit einer Beschreibung der Stadt Nürnberg die Erforschung der
alten deutschen Geschichte an und führte das
Musiktheater am Kaiserhof ein.
Konrad-Dreher-Straße, Kleinhadern *1953:
Konrad Dreher (1859-1944), Schauspieler und
Schriftsteller; 1881 kam er ans Gärtnerplatztheater nach München, spielte Jugend- und
Charakterkomikerrollen: 1881 gründete er das
Schlierseer Bauerntheater und machte mit diesem Gastspielreisen bis nach Russland und
Amerika, 1892 wurde er in München Hofschauspieler, 1939 Staatsschauspieler.
Konrad-Zuse-Platz, Messestadt-Riem *1999:
Konrad Zuse (1910-1995), Bauingenieur und
Erfinder; gilt als „Vater des Computers“; 1940
Fertigstellung des Z2, des ersten voll funktionsfähigen elektromechanischen Rechners
der Welt (1941 folgte Z3), ab 1949 Entwikklung weiterer programmgesteuerter elektromechanischer Rechengeräte in Röhren- und
Transistortechnik.
Korbinianstraße, Milbertshofen *1925: Nach
dem heiligen Korbinian (um 680 – zwischen
720/730), fränkischer Bischof; gründete
709/710 ein Kloster bei Meran, wurde vom
Papst zum Bischof geweiht und als Missionar
ins Frankenreich geschickt: ließ sich in Freising nieder und gilt als erster Bischof von
Freising.
Kraepelinstraße, Schwabing-West *1927: Emil
Kraepelin 18??-1926), Psychiater, ab 1904 Professor an der Universität München (Emeritierung 1922); baute ein psychiatrisches Zentrum
auf (Münchner Schule); gründete 1917 die
„Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie“;
entwickelte Methoden zur „Wiedertauglichmachung“ von so genannten Kriegsneurotikern.
Kreillerstraße, Berg am Laim/Trudering *1913:
Nach der Brauerei- und Grundbesitzerfamilie
Kreiller aus Haidhausen, die um die Jahrhundertwende in Berg am Laim zahlreiche Grundstücke und kleinere Anwesen erwarb.
Kreittmayrstraße, Maxvorstadt *1894: Wiguläus
Xaverius Aloysius Freiherr von Kreittmayr
(1706-1790), Staatsmann; zuerst Reichshofrat
unter Kaiser Karl VII, dann im bayerischen
Staatsdienst (ab 1745); seit 1758 Geheimer
Ratskanzler, seine bedeutendste Leistung war
die Reformierung des Rechtswesens in Bayern,
er schuf u. a. auch ein neues Kriminal-, Strafund Zivilrecht durch den Codex luris Bavarici
ludicarii (bis 1870 in Kraft) und den Codes
Civilis (1900 durch das BGB abgelöst).
Kreppeberg, Maria Einsiedel *1951: Kreppe
bedeutet tiefer, hohlwegartiger Geländeeinschnitt.
Kreuzerweg, Straßtrudering *1933: Nach dem
Kreuzer, der kleinen silbernen Groschenmünze;
die zuerst in Meran (Tirol) ab 1274 geprägt
wurde; den Kreuzer gab es in Österreich bis
zur Einführung der Kronenwährung (1892).
Kreuzhofstraße, Kreuzhof *1927: Der Kreuzhof
war ein bis 1890 bewirtschafteter Bauernhof
an der Kreuzung der fünf Straßen nach München, Gauting, Laim, Sendling und Forstenried,
der früher zur Hofmark Boschetsried gehörte;
dann eine Ausflugswirtschaft für die Münchner war und 1963 abgebrochen wurde.
Kriegerheimstraße, Großhadern *1947: Nach
dem Krieger-(Wald)Heim, einer Gründung des
Krieger- und Veteranenvereins von 1866 und
1870/71, heute eine Gaststätte.
Kriemhildenstraße, Nymphenburg *1900: Nach
Kriemhild, der Hauptheldin des Nibelungenepos, Tochter des Burgunderkönigs Dankrat,
zuerst mit Siegfried und nach dessen Ermordung mit dem Hunnenkönig Etzel vermählt.
Kristallstraße, Siedlung Ludwigsfeld *1952: Kristall (griech. krystallos, Eis) ist heute eine allgemeine Bezeichnung nur für die natürlichen,
regelmäßigen Formen aller festen Körper.
Krünerstraße, Westpark *1922: Nach Krün, dem
Ort nördlich von Mittenwald am Fuße der
Schöttelkarspitze (2049 m), eine der ältesten
Siedlungen in Bayern, in keltischen Urkunden
als Caruna erwähnt.
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Krumbadstraße, Berg am Laim/Ramersdorf *1925: Nach Krumbad, dem
Heilbad bei der Stadt Krumbach in Bayerisch-Schwaben; früher österreichisch (Markgrafschaft Burgau, seit 1805 bayerisch).
Kühbachstraße, Untergiesing *1877: Nach dem Verlauf der Straße, die
zum so genannten Kühbächel führt.
Kürnbergstraße, Mittersendlung *1950: Kürnberg (Kürenberg) war um
1150 ein Ritter in der damaligen bayerischen Ostmark; einer der ältesten namentlich bekannten mittelhochdeutschen Lyriker und Vorläufer
der Minnesänger; sein bekanntestes Lied ist das zweistrophige „Falkenlied“, wahrscheinlich die Klage einer Frau um den verlorenen Geliebten; in der Manessischen Handschrift sind von ihm 15 Strophen
überliefert.
Kuglerstraße, Haidhausen *1899: Nach dem Landwirt Kugler, der dort
um 1835 ein Anwesen besaß.
Kunigundenstraße, Schwabing *1897: Nach der Herzogin Kunigunde
von Bayern (1465-1520), einer Tochter Kaiser Friedrichs III., Gemahlin
Herzog Albrechts IV. des Weisen von Bayern, sie war Mutter von sieben Kindern, darunter die späteren Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig
X. von Bayern sowie Ernst, Erzbischof von Salzburg.
Kunihohstraße, Daglfing *1930: Kunihoh war ein in Daglfing geborener Bischof, der den Domherren zu Freising seine Daglfinger Kirche
zum Geschenk machte, die dann 837 als „basilica ad Tagolfingas geweiht wurde.
Kurfürstenstraße, Schwabing-West *1915: Nach Kurfürst Max Emanuel
II. von Bayern (1678-1726); beteiligte sich an den Türkenkriegen: half
1683 mit, den Belagerungsring vor Wien zu sprengen und eroberte
1688 die seit 1521 türkische Festung Belgrad; betrieb eine wechselnde
Bündnispolitik zwischen den Kontrahenten Habsburg-Österreich und
Frankreich; in verschiedenen Kriegen wollte er seine Großmachtträume verwirklichen verlor aber schließlich 1704 Bayern an die Österreicher und konnte erst 1715 zurückkehren, in seine Regierungszeit fiel
der Ausbau von Schloss Nymphenburg, einiger Räume der Residenz
sowie der Bau der Schleißheimer Schlösser; die wittelsbachischen
Schlösser wollte er mit einem Kanalsystem verbinden lassen, das jedoch nicht fertig gestellt werden konnte; einer der dafür hergestellten
Gräben, der so genannte Türkengraben lag im Verlauf der heutigen
Kurfürstenstraße.
Kurt-Eisner-Straße, Neuperlach *1969: Kurt Eisner (1867-1919),
Schriftsteller, Journalist, Politiker: war von 1898 bis 1905 Redakteur
der SPD-Zeitung „Vorwärts“, lebte seit 1905 als freier Schriftsteller in
München, schloss sich 1917 der USPD an und war einer der Führer im
Munitionsarbeiterstreik (Januar 1918), von Januar bis Oktober 1918 in
Haft; er rief am 8. November 1918 in München die Republik aus und
erklärte Bayern zum Freistaat: vom 8. November 1918 bis zu seiner
Ermordung durch Graf Arco am 21. Februar 1919 war er der erste
republikanische bayerische Ministerpräsident nach 738 Jahren Herrschaft durch die Wittelsbacher. 
Kurzstraße, Harlaching *1915: Johann Nepomuk von Kurz (1783-
1865), Mitarbeiter des Königlich Topografischen Bureaus; gründete
und leitete in München eine Anstalt für missgebildete Kinder; er
erwarb sich Verdienste um eine allgemeine frühe Sozialfürsorge in
Bayern.
Kyreinstraße, Sendling *1906: Johann (Hans) Christoph Kyrein war
einer von vier Tölzer Bürgermeistern, die die Bürger von Tölz bei
Androhung des Verlustes der Bürgerrechte 1705 zu den Waffen riefen;
etwa 600 Mann, darunter 150 Reiter, größtenteils Tölzer Schützen,
stellten sich für den Aufstand der bayerischen Bauern gegen die österreichische Besatzung zur Verfügung, die meisten der Aufständischen
kamen vor Sendling in der Nacht vom 24./25. Dezember 1705 zu Tode.
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Hans-Jürgen Notka, Münchens oberster Verkehrspolizist, ist ein Freund
der klaren Worte und kommt deshalb
gleich zur Sache: „Eigentlich braucht
man sich und manchmal geht man
sich furchtbar auf den Keks“ . Der
Mann ist kein Bürohengst, sondern
Pragmatiker. Und er weiß, wovon erspricht. Erstens ist er zusammen mit
Herrn Bauer ständiges Mitglied der
Taxikommission München und zweitens hat er selbst einmal mit dem Taxi
Geld verdient. Das ist zwar schon
mehr als 30 Jahre her, aber die Problematik hat sich nicht groß geändert.
Nur der Umgangston zwischen Polizist
und Taxler war damals herzlicher. Wie
hat Hans Öttl, der Poinger-Hans, im
TAXIKURIER 9/2004 geschwärmt:
„Das waren echte Seelenverwandtschaften.“ Davon merkt man heute
leider nichts mehr. Unumwunden gibt
Polizeidirektor Notka zu, dass bei Verstößen gegen die Verkehrsregeln von
Taxlern, die Polizei früher viel öfter
weggesehen hat als heute. „Das ist
aber längst nicht mehr zeitgemäß. Ich
dränge darauf, dass wir eben nicht
wegsehen, sondern hinschauen.“ Was
ihn dabei am meisten ärgert, ist, dass
sich viele bewusst über grundlegende
Regeln hinwegsetzen. „Auch wenn es
ein Trend in dieser Gesellschaft ist,
dass jeder Regeln und Gesetze so
interpretiert, wie es ihm gerade in den
Kram passt. Und das geht im Straßenverkehr los. Aber es steht eben nicht
in der Beliebigkeit des Verkehrsteilnehmers, die Verkehrsregeln nach
Uhrzeit, Tageszeit und Wochentag zu
interpretieren. Und gerade von Berufskraftfahrern erwarte ich, dass sie die
Regeln befolgen. Denn jedes Privileg,
das sich eine Gruppe herausnimmt
und das ihr nicht zusteht, geht auf
Kosten der anderen. In einer Stadt
müssen sich alle vernünftig bewegen
können. Wir sind da nur die Schiedsrichter.“ Und die Statistik gibt ihm
recht. 1965 gab es in München
279.000 zugelassene Fahrzeuge und
heute, 2005, sind es ca. 788.000. Dabei ist der Verkehrsraum, auf dem sich
alle bewegen nicht größer geworden.
Noch krasser zeigt es ein Blick auf die
Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer.
220 waren es noch 1965 und 2004
„nur noch“ 21. Selbst wenn man Umstände wie bessere KFZ-Technik, Verkehrsdichte, Geschwindigkeits-beschränkungen, etc. mit einbezieht,
trägt die Polizeipräsenz ihren Teil dazu bei. Eine Präsenz, die in ihrer Auffälligkeit gerade bei Touristen sehr
häufig auf Unverständnis und Skepsis
trifft. Damit hat der oberste Verkehrssheriff aber kein Problem. Notka: „Es
stimmt, da sind wir präsenter als andere Städte und deshalb auch besser.“
Imageschäden wie „Polizeistaat“ u.ä.
sieht er keine. Das ist gefühltes Unbehagen einzelner. Denn: „Wir sind
nicht überall, können nicht überall
sein und wollen auch nicht überall
sein.“
Trotz Fingerspitzengefühl 
stoßen wir oft auf
Unverständnis
Hans-Jürgen Notka, für den Polizist
ein Traumberuf war und immer noch
ist, wäre im Gegensatz zu seinen Kollegen noch viel radikaler. „Wenn ich
am Promenadeplatz oder am Hofbräuhaus vorbeigehe, da muss ich mich
zwingen wegzuschauen, wie sich da
die Taxler oft aufstellen. Aber scheinbar haben das meine Kollegen ganz
kommod im Griff.“
Weg mit dem 
Beck-Stand?
Das Überdehnen der Standplätze im
allgemeinen gehört neben unerlaubtem Wenden und Abbiegen, Geschwindigkeits- und Rotlichtverstößen, zu den größten Problemen, die es
mit Taxlern gibt. „Da beweisen wir
schon viel Fingerspitzengefühl und
stoßen trotzdem jedes Mal auf Unverständnis, wenn wir einschreiten müssen.“ So hätte Hans-Jürgen Notka und
seine Kollegen auch nichts dagegen,
wenn der „Beckstand“ aufgelöst wird.
„Da hätten wir ein Problem weniger
und die Fahrgäste würden es wahrscheinlich gar nicht merken.“ Auch
den Vorwurf der Untätigkeit, wenn es
um die Belange der Taxifahrer geht,
kann er entkräften und belegen. 5738
Münchens Taxifahrer und Münchens Polizisten – das ist für den einen ein Drama
in unendlichen Aufzügen und für den anderen der Beweis einer wunderbaren
Freundschaft. Das ist beides genauso falsch, wie es umgekehrt auch richtig ist.
Über das Verhältnis untereinander diskutierten mit dem TAXIKURIER der Leiter
der Verkehrsabteilung des Polizeipräsidiums München, Polizeidirektor Hans-
Jürgen Notka, Polizeioberrat Dieter Bauer, Polizeihauptkommissar Clemens Funk
und Erster Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Menk.
Keine Extrawurst 
für Taxler!
Menk, Funk, Notka, Bauer – 
die „Beamten der Taxler“ (vlnr)
20 TAXIKURIER20 TAXIKURIER
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:12 Uhr Seite 20

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21TAXIKURIER
Strafzettel wurden 2004 für das Parken auf Taxi-Standplätzen verteilt.
Das sind 29 Prozent oder 1290 mehr
als im Jahr zuvor und entspricht 15
Stück pro Tag. Wenig Unterstützung
können wir von seiner Seite allerdings
erwarten, wenn es um Sonderspuren
für Taxis geht. Die sind ihm eigentlich
ein Dorn im Auge. Da wird er glatt
zum Sozialisten: „Verkehrsraum ist so
begrenzt, dass niemand priviliegiert
werden kann, auch keine Taxis.“ 
Und noch etwas droht er jetzt schon
an: „Während der Fussball-WM 
werden wir rund um das Stadion 
außer in den dafür vorgesehenen Bereichen jegliche, ich betone ausdrükklich jegliche, Fahrgastaufnahme und
auch das Aussteigen von Fahrgästen
unterbinden und rigoros verfolgen.
Das wird chaotisch genug, da brauchen wir keine zusätzlichen Bremspunkte.“ Dass es auch schwarze 
Schafe in Uniform gibt und nicht nur
Ministranten, die niemals mit Blaulicht zum Brotzeitholen fahren würden, ist ihm auch klar. „Sind doch 
alles nur Menschen. Und bei nachgewiesenen Schikanen würden wir einschreiten.“ Na also! Funktioniert doch!
Das Verhältnis Taxifahrer und Polizist. 
(PG, HM, PR)
850.000 300
250
200
150
100
50
0
800.000
750.000
700.000
650.000
600.000
550.000
500.000
450.000
400.000
350.000
300.000
250.000
200.000
150.000
100.000
Zugelassene KFZ Verkehrsunfälle/Getötete
1960
1962
1964
1966
1968
1970
1972
1974
1976
1978
1980
1982
1984
1986
1988
1990
1992
1994
1996
1998
2000
2002
2004
222
215
250
220
199
246 248
193
133
157
117 119
122
81
72
56 58
39
16
31 28
22 21
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Bin so Frey …
Lange hatte Opel keine konkurrenzfähigen Dieselmotoren anzubieten. Die Autos selbst genossen durchaus einen guten Ruf, spätestens
seit der Ölkrise und seither stetig steigenden
Spritpreisen waren Benziner im Taxigewerbe
aber nur mehr eine Randerscheinung. Mittlerweile hat Opel hart an der Entwicklung zeitgemäßer Selbstzündermotoren gearbeitet. Die
neueste Errungenschaft ist der in zwei Leistungsstufen erhältliche 1,9 l ECOTEC-Diesel.
Beide zeichnen sich durch akzeptablen Durst
bei gleichzeitig attraktivem Leistungsangebot
aus. Als Vorteil vor den japanischen Mitbewerbern in diesem Preissegment kann gelten, dass
alle Dieselmotoren auch mit Automatikgetriebe
lieferbar sind. Opel bietet als Garantie zwei
Jahre ohne Kilometerbegrenzung sowie 12
Jahre gegen Durchrostung.
Bei der ersten Begegnung fällt die betont sachliche Formensprache ins Auge. Die derzeit üblichen Schwellungen haben kaum Eingang ins
Design gefunden. Hier dominiert eindeutig die
Funktion über die Form; dabei kann man dem
Vectra eine gewisse Zeitlosigkeit nicht absprechen. Die nur unwesentlich abgeschrägte
Heckpartie setzt sich wohltuend von den Life-
Style-Kombis ab und läßt auf einen gut nutzbaren Laderaum hoffen, die langen Türausschnitte wecken die Erwartung, in diesem
Automobil auch hinten die Beine ausstrecken
zu können. Die lackierten Stoßfänger werden
hier (wie mittlerweile bei fast allen Wagentypen) bei Folienbeschichtungen öfters Nachbeklebungen erfordern, zumindest ist aber die
Ladekante schwarz und damit nicht so kratzempfindlich. Die zulässige Reifenbreite reicht
von (gerade im Winter) vernünftigen 195ern
bis zu (für ein Taxi eigentlich unnötigen)
215ern. Als Reserverad gibt es leider nur eine
Notausführung, ein Platten beendet damit unweigerlich die Schicht. Der Austausch mit einem vollwertigen Rad ist wegen der zu kleinen
Reserveradwanne nicht möglich. Integrierte
Kindersitze sind nicht lieferbar, Opel verweist
auf das für den Taxibetrieb aus Platzgründen
untaugliche Isofix-System.
Die vier großen Seitentüren öffnen weit und ermöglichen rundum bequemen Einstieg. Der im
Vergleich zur Limousine um 13 cm verlängerte
Radstand und die um fast 23 cm längere Karosserie läßt den Vectra Caravan in die Dimension
des ehemals in der Modellhierarchie höher angesiedelten, inzwischen aber nicht mehr gebauten Omega wachsen. In Verbindung mit der
quer eingebauten Maschine (warum soll immer
der Motor bequemer reisen als die Passagiere?)
ergibt sich eine
wirklich großzügige Innenraumlänge. Auch die
Innenbreite kann
sich durchaus mit
Fahrzeugen der
oberen Mittelklasse
messen. Der Laderaum ist zwar nicht
ganz so üppig wie
beim preislich in
ganz anderen Dimensionen rangierenden Stuttgarter
Referenz-T-Modell,
fasst aber klaglos
auch größeres Reisegepäck und ist
aufgrund seiner
Glattflächigkeit und steilstehenden Heckklappe
gut zu beladen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist
die Tatsache, dass der Kofferraum sich immer
wieder automatisch verriegelt und vor dem Beladen erst mittels Zündschlüssel-Fernbedienung
oder Knopf in der Fahrertüre entriegelt werden
muss.
Die Vordersitze sind angenehm straff gepolstert und vermitteln einen guten Seitenhalt.
Der Fahrersitz (serienmäßig mit Lendenwirbelstütze) ist höhenverstellbar, so dass in Verbindung mit der höhen- und axial verstellbaren
Lenksäule eine angenehme Sitzposition gefunden werden kann. Leider ist die Armlehne der
Mittelkonsole zu tief angesetzt, um dem Arm
wirklich eine Stütze zu bieten. Für gehobene
Ansprüche ist ein klimatisierter „MultiContour-Fahrersitz“ (elektrisch mit Memory-Funktionen) erhältlich. Auch eine Kunstlederausstattung ist lieferbar. Die Fondpassagiere
loben einhellig die bequemen hinteren Sitze
und das üppige Platzangebot.
Beim Thema Motor sind wir an dieser Stelle
auf Vermutungen angewiesen. Mangels Verfügbarkeit des aktuellen 1,9 l-Triebwerkes kam
in unserem Testfahrzeug noch die inzwischen
nicht mehr gebaute 2,2 l-Maschine (mit nominell weniger Leistung, aber früher einsetzendem maximalem Drehmoment) zum Einsatz.
Der Papierform nach ist bei den 1,9 l-Versionen mit zwar insgesamt wirklich ausreichender
(88 kw-Version) bis üppiger (110 kw) Leistungsentfaltung zu rechnen, die aber einhergeht mit einer (dem kleineren Hubraum geschuldeten) Antrittsschwäche im unteren
Drehzahlbereich („Turboloch“). Dies drückt
Kai-Georg Frey, Funker und Fahrer, testet für den TAXIKURIER 
und Sie „elfenbeinfarbige Automobile“ .
Autotest | Opel Vectra Caravan
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 Taxi_08-05 26.07.2005 11:12 Uhr Seite 22

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sich in der Tatsache aus, dass das maximale
Drehmoment erst ab 2000 Umdrehungen zur
Verfügung steht. Vermutlich ist das der Grund
für den Einsatz von 6-Gang-Getrieben, mit denen durch einen „kurzen“ 1. Gang diese Charakteristik etwas überspielt werden kann. So ist
auch zu erklären, dass sich die Automatikversion wohl aufgrund der häufigeren Schaltvorgänge (und damit größeren Wandlerverluste)
im reinen Stadtbetrieb laut Datenblatt fast 2
Liter mehr Diesel genehmigt als das handgeschaltete Modell. Im gemischten Betrieb dürfte
der Mehrverbrauch bei 1 Liter und damit an
der oberen Grenze des Üblichen liegen. Es ist
zu hoffen, dass die 6-Gang-Automatik genauso butterweich und praktisch ohne Zugkraftunterbrechungen schaltet wie das 5-Gang-Pendant im Testtaxi.
Das Fahrwerk ist straff abgestimmt und behält
in jeder Situation den Boden unter den Füßen.
Allerdings sind kurze Wellen und Querfugen
für die Insassen deutlich zu spüren. Beim
(manchmal nicht zu vermeidenden) Überfahren
von Bordsteinkanten und Baustellenrampen
kratzt gerne der sehr tief heruntergezogene
Frontspoiler (der Manta lässt grüßen!) deutlich
hörbar über den Boden. Dafür liegt der Vectra
brav in der Spur und läßt sich auch durch seitliche Windböen nicht aus der Ruhe bringen.
Die Bremsen (leider ohne Verschleißanzeige)
verrichten wirkungsvoll und unspektakulär ihren Dienst.
Der Arbeitsplatz des Chauffeurs ist von Opeltypischer Sachlichkeit geprägt. Die chromgefaßten Rundinstrumente sind gut ablesbar,
auch wenn beim Tacho die 50 km/h-Marke
nicht hervorgehoben ist. Die Lenkstockhebel
lassen sich intuitiv bedienen (verstellbarer
Wischintervall serienmäßig), ihr reiner Tippschalter-Charakter erfordert allerdings etwas
Gewöhnung. Der Druckpunkt zwischen Kurzund Normalblinken könnte genauer definiert
sein. Die Klimaanlage ist gut regelbar und arbeitet effektiv. Die beiden Fensterheber (serienmäßig nur vorne, hinten gegen Aufpreis) sind
mit Einklemmschutz ausgestattet. Das Bedienfeld für Fensterheber und Spiegelverstellung in
der Fahrertür liegt nicht nur etwas ungünstig,
es ist auch kaum profiliert, so dass man zur
Bedienung der Fenster immer wieder einmal
den Blick von der Fahrbahn abwenden muss.
Die relativ unübersichtliche Heckpartie stellt
die Bestellung eines „Parkpiloten“ zur Diskussion. In dem bei der Preisangabe zugrundegelegten Angebot ist folgende Ausstattung an
Bord: Dynamisches Fahrsystem mit ESP, Klimaautomatik mit zusätzlicher Belüftung hinten, Funk-Zentralverriegelung, Nachleuchten
der Scheinwerfer (Follow-Me-Home), Radio
mit MP3-CD und Lenkradfernbedienung, Nebelscheinwerfer sowie eine Taxibasisausstattung, bestehend aus Alarmanlage, Verkabelung
für Dachzeichen und Taxameter. Als Zusatzausstattung stehen u.a. zur Wahl: Schiebedach,
Gepäcksicherungssystem, Navi, adaptives
Fahrlicht mit Bi-Xenon-Scheinwerfern, Reifendruck-Kontrollsystem, elektrische Heckklappe,
Zusatzheizer oder Standheizung.
Leider ist auch für die Taxiausführung keine
verstärkte Batterie lieferbar, obwohl vom Einbauplatz her eine Nummer größer möglich wäre. Dafür soll ein serienmäßiger Entladeschutz
ein Liegenbleiben verhindern. Als für den Taxibetrieb großer Pluspunkt sind trotz des teilweisen Einsatzes eines Can-Bus-Systems die
Verbraucher herkömmlich verkabelt, so dass
Nachrüstungen mit vertretbarem Aufwand
möglich sind. Auch erlaubt der hier vorhandene Doppel-DIN-Radioschacht die Nachrüstung
handelsüblicher Auto-HiFi-Anlagen. Die im
Testtaxi verbauten Lautsprecher lieferten einen
angenehmen, vollen Klang.
Die Ablagemöglichkeiten hinterlassen einen
zwiespältigen Eindruck: Es gibt ein wirklich
großes Handschuhfach, in dem Kreditkartenleser, CDs, Reservequittungen und anderes Platz
finden. Die beiden vorderen Türfächer sind
vernachlässigbar klein und das zweiteilige
Fach in der Mittelkonsole hat eher Alibicharakter. So bleibt für Stadtplan und Buchplan
Oberbayern nur die Sitzlehnentasche (und reizt
damit manche Fahrgäste zu neckischen Spielchen). Ein Europaatlas muss in den Kofferraum
ausweichen. Der ebenfalls in der Mittelkonsole
befindliche Getränkehalter faßt lediglich
Dosen. Im Laderaum finden wir seitlich zwei
Staufächer und im Kofferraumboden ein
längliches Fach für Privatutensilien.
Das Innenlicht, bestehend aus vorderem
Raumlicht und vier kleinen Leseleuchten ist
gerade mal ausreichend für nächtliche Zahlvorgänge, zum Zeitunglesen nehmen wir lieber die Taschenlampe zu Hilfe. Hier führt wohl
kein Weg an der Nachrüstung einer vernünftigen Innenleuchte vorbei.
Der Opel Vectra Caravan ist ein ehrliches, ausgewachsenes Taxi mit einem interessanten
Preis-/Leistungsverhältnis, das zwar bei den
Kollegen keine Emotionen weckt, von den
Fahrgästen aber wegen des großzügigen Platzangebotes gerne angenommen wird. In dieser
Disziplin spielt der Vectra Caravan erfolgreich
in der prestigemäßig (und preislich) deutlich
höher angesiedelten „oberen Mittelklasse“ mit.
Aufgrund der konventionellen Verkabelung der
Verbraucher sind Nachrüstungen ohne die bei
den Bus-Systemen regelmäßig auftretenden
Probleme möglich. Wirklich problematisch
sind nur die Innenbeleuchtung und das (auch
bei anderen Herstellern anzutreffende) Reserve-Notrad.
Opel Vectra Caravan
Edition 1,9 DTI ECOTEC, 110 kw / 150 PS
Preis (UPE) Euro 30.630,00 
(Basispreis mit 6-Gang-Automatik
inkl. MwSt.)
Euro 24.746,60 
(„Hauspreis“ mit 6-Gang-Automatik
inkl. MwSt.)
Motor 1,9 l Vierzylinder ECOTEC-Diesel,
Common-Rail-Technik mit Abgas-
Turbolader
Leistung 110 kw/150 PS
Max. 
Drehmoment 320 Nm bei 2000–2750 U/min
Abgasnorm Euro 4 (Partikelfilter serienmäßig)
Getriebe serienmäßig 6-Gang manuell, 
gegen Aufpreis: 6-Gang-Automatik
Antrieb Vorderräder
Lenkung Servolenkung
Wendekreis 11,95 m
Kofferraum 530 l (bis Gepäckraumabdeckung)
1850 l (vorgeklappte Rücksitzlehne,
Beladung bis zum Dach)
Zuladung 605 kg (inkl. Fahrer)
Tankinhalt 60 l
Verbrauch 6-Gang: manuell Automatik 
(ECE-Norm) Innerstädtisch 7,9 l 9,8 l
l / 100 km Außerstädtisch 5,2 l 5,7 l
Gesamt 6,2 l 7,2 l
Höchstgeschw. 210 km/h (manuell)
208 km/h (Automatik)
Batterie 70 Ah / 450 A (mit Entladeschutz)
23TAXIKURIER
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:12 Uhr Seite 23

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Antworten auf die häufigsten Fragen
am Rückfragefunk:
➜ Die Alarmanlage wird per Druckknopf an der Lenksäule aktiviert. 
Einen „Stillen Alarm“ bietet Opel in der Werksvorrüstung nicht an.
Ausgeschaltet wird der Alarm unter der Motorhaube an einem
Druckknopf neben dem Federdom auf der Fahrerseite.
➜ Abschlepphaken sind nicht fest montiert, eine Einschrauböse liegt im
Bordwerkzeug unter dem Notrad und wird im Bedarfsfall in die vorgesehenen Gewinde unter der Stoßstange geschraubt, die durch runde
Plastikabdeckungen in der Stoßstange erreichbar sind.
➜ Es gibt drei Sicherungskästen. Die Verbraucher sind entweder hinter
einer Klappe in der linken Seitenfläche der Armaturentafel(nur bei
geöffneter Fahrertüre zugänglich) oder im linken Kofferraum-Staufach
hinter der Filzverkleidungabgesichert. Die General- und Motorsicherungen befinden sich in einem Kasten zwischen Batterie und Federdomunter
der Motorhaube. Die Belegung der Sicherungen ist nur aus der Betriebsanleitung ersichtlich. Vorsicht: Opel hat eine eigene Sicherungsgröße 
eingeführt, die üblichen Flachstecksicherungen sind nicht verwendbar!
➜ Einen Notrufservice gibt es von Opel nicht.
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 Taxi_08-05 26.07.2005 11:12 Uhr Seite 24

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Ein echtes Münchner „G’wachs“ ist
sie, die Eva-Maria Irlinger. Kompromisslos im Denken, klar in der Ansage. Fast schon eine Ausnahme in der
Welt des ganz normalen Wahnsinns.
Sich in den Vordergrund schieben, ist
ihre Sache nicht. Und deshalb sitzt
sie lieber in der Annahme am Telefon
und auch schon mal am Rückfragekanal 2. Immer Montag bis Freitag
von 6 bis 14 Uhr, „damit man vom
Tag auch noch was hat.“
Erkennt 70 
Stammkunden am
Schnaufen
Seit 1991 ist sie jetzt in der Genossenschaft, auf Veranlassung ihrer
Freundin Petra (Ausgabe 7/05), und
hat immer noch großen Spaß an der
Arbeit. Einen eigenen P-Schein hat
sie zwar keinen, aber akribisch wie
sie ist, kennt sie sich wahrscheinlich
besser aus als viele Kollegen auf der
Straße. Rund 70 Stammkunden hat
sie in ihrem Kopf gespeichert und die
„kennst’ schon am schnaufa.“ Vielleicht wäre das ja mal eine neue Wette für Thomas Gottschalk. Auf jeden
Fall kennt sie von ihren Stammkunden Straße, Hausnummer, Taxiwunsch und auch persönliche Wehwehchen. Deshalb geht es Eva-Maria
Irlinger auch deutlich gegen den
Strich, wie wenig zuvorkommend gerade ältere Leute in unserem Gewerbe
behandelt werden. Ihr Lieblingskunde
ist übrigens „der Pförtner von der
Chirurgischen“ . Scheint wohl ein
Interview | Der Mensch hinter der Stimme
„Bloß nicht wichteln!“
charmantes Bürschchen zu sein! Dass
gerade Stammkunden auch nicht immer leicht zu händeln sind, erlebt natürlich auch Eva-Maria Irlinger. „Die
meisten bestellen ihr Taxi viel zu
knapp und bedenken nicht, dass wir
und die Fahrer auch eine Karenzzeit
brauchen. Da kann’s in Stoßzeiten
schon mal hektisch werden .“ Besonders auch deswegen, weil die Kollegen „inzwischen alles und jedes
über den Funk erfragen.“ Ein Phänomen, dass auch schon Mike Ettler
(Ausgabe 6/05) kommentiert hat.
„Dabei,“ so Frau Irlinger, „sind wir ja
wirklich hilfsbereit, wenn sich manche bloß nicht so wichtig nehmen
würden. Dieses ‘Rumwichteln’ ist
schon ziemlich unangenehm. Und
außerdem würde es nix schaden,
wenn wir öfters mal ein ‘Danke’ zu
hören bekommen.“
Liebe Kollegen, das wir sich doch
wohl machen lassen … (PG, PR)
Mini-Steckbrief:
Name: Irlinger
Vorname: Eva-Maria
Alter: 38
Sternzeichen: Löwe
Familienstand:
Nicht verheiratet, 1 Kind 
Geburtsort: München
Aufgewachsen: Harthof
Wohnviertel: Giesing
Hobbies: Essen gehen, Urlaub
Musik: Soul, Funk
Urlaub: Sonne, Strand, Meer
Jeder Taxler, für den Funkaufträge zum
täglichen Broterwerb gehören, kennt
ihre Stimmen. Die Menschen dahinter
sind allerdings nur den wenigsten
bekannt. Das gilt gleichermaßen für
Wort & Bild. Und das muss anders
werden. Die Kolleginnen und Kollegen
in der Funkzentrale haben einen genauso harten 8-Stunden-Job wie die
Kollegen auf der Straße. Ihre Aufträge
sind für jeden von uns bares Geld
wert. Mit diesem Beitrag will der
TAXIKURIER eine Brücke schlagen zwischen Fahrern und Funkern. In jeder
Ausgabe wird eine „Stimme” vorgestellt, mit ihren Hobbies, Leidenschaften und Wünschen. In dieser Ausgabe:
Eva-Maria Irlinger
25TAXIKURIER
att
de
-70
.de
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:12 Uhr Seite 25

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TAXIKURIER26
Top-Gastronomie in München
Titelthema I Interview
Die Nr. 1 in Sachen Top-Gastronomie
ist München in Deutschland leider
nicht mehr. Vorbei die Zeiten, als der
Glaubenskrieg zwischen den beiden
genialen 3-Sterne-Köchen Eckart
Witzigmann (“Aubergine”) und Heinz
Winkler (“Tantris”) die Gourmet-Nation zwischen Garmisch-Partenkirchen und Flensburg in zwei Lager
spaltete. Dass es dabei oft nur um
Saucenvarianten ging, spielte um der
großen Sache willen wohlweislich
keine Rolle. Längst haben die Protagonisten andere Betätigungsfelder
(Heinz Winkler die “Residenz in
Aschau”, 3-Sterne, und Eckart Witzigmann, der Jahrhundertkoch, berät
und konzipiert weltweit), die kulinarischen Ansprüche haben sich ebenso
gewandelt wie die wirtschaftliche Situation. Trotzdem ist die Bereitschaft
zum Geldausgeben für das entsprechende Segment vorhanden.
Einer, der sich tagtäglich diesen Anforderungen stellt, ist Hans Haas. Der
48-Jährige steht mittlerweile seit 14
Jahren am Herd im “Tantris” und ist
damit der am längsten agierende
Koch (Witzigmann 7 Jahre, Winkler
13 Jahre) in diesem Haus, seit der
Unternehmer Fritz Eichbauer sich vor
über drei Jahrzehnten diesen Gourmet-Tempel als Treffpunkt für Genießer geleistet hat. Wobei das Wort
Tempel oft falsche Assoziationen
weckt. Die Zeit, als man Spitzengastronomie noch als quasi sakrale
Handlung zelebrierte, bei der sich der
Auch wenn die Zeiten nicht so rosig sind, die Spitzengastronomie in München hat nachweislich ihre Anhänger
und ist ein entsprechender Wirtschaftsfaktor. Auch für
das Taxigewerbe. Mit Münchens Bestem, Hans Haas, 2-
Sterne-Koch im “Tantris”, unterhielt sich der TAXIKURIER
Vom Pommes-Topf zur Großen Küche
Gast kaum zu Schnaufen traute, vom
Schmatzen ganz zu schweigen, sind
längst vorbei. Schwellenangst
braucht heute niemand mehr zu haben und keinen interessiert es, ob
man das falsche Messer benutzt. Der
Gast muss sich wohlfühlen, wobei es
nichts schaden kann, wenn er gute
Manieren mitbringt.
Wir sind nicht
preiswert, aber den
Preis wert
Wer das “Tantris” betritt, ist von einer auf die andere Sekunde in einer
anderen Welt. Längst ist der rote Teppich an den Wänden Kult und auch
EINE WELT FÜR SICH
Sobald Sie unser Haus betreten, werden Sie zwei Dinge bemerken: Zum einen die Atmosphäre eines führenden Luxushotels. Prominent gelegen in der Münchner
Altstadt. Mit einer Auswahl von 395 luxuriösen Zimmern inklusive 58 Suiten, einer Vielzahl an Konferenzräumen. 
Kulinarische Vielfalt verwöhnt den anspruchsvollen Gaumen. Drei Restaurants unter einem Dach – polynesische Küche im Trader Vic ’s, gehobene mediterrane Küche
im Garden-Restaurant oder bayerische Schmankerl im Palais Keller. Bei sechs Bars fällt die Auswahl schwer: genießen Sie einen köstlichen Cocktail in der falk’s Bar
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servieren wir erlesene Kreationen aus unserer Spa Küche, die harmonisch und schonend zubereitet werden. Unser Team heißt Sie he rzlich willkommen.
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Fotos: www.atelier-tacke.de
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:13 Uhr Seite 26

Seite 27

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27TAXIKURIER
an der Form und Farbgebung hat
sich die letzten 30 Jahre kaum etwas
geändert, trotz erst kürzlich erfolgter
Renovierung. “Das Tantris war noch
nie so jung wie jetzt”, sagt Hans
Haas. Das gilt gleichermaßen für die
Küche und das Ambiente, wie für die
Servicemannschaft unter Maître Dominique Metzger, dem Botschafter
zwischen Gast und Küche, und es gilt
auch für die Gäste. “Logischerweise”,
sagt Hans Haas, “sind wir nicht preiswert. Aber wir sind unseren Preis
wert. Betrachtet man unsere 8-Gänge, dann zahlt man pro Gang ca. 16,-
Euro und bekommt allerbeste Qualität. Das bezahlt man woanders
schon für ein halbes Hendl. Wir haben auch Mittagsmenüs mit drei bzw.
fünf Gängen, aber nicht für 25,- Euro. Da mach ich nicht mit. Weil die
Qualität immer gleich hoch ist und
gute Ware eben etwas kostet. Außerdem würde die Geiz-ist-geil-Masche
unserem Image schaden und auch
nicht zu uns passen.” Äußerst beliebt
bei den Gästen ist das Samstagmittag-Menü. Vier Gänge für 93,- Euro,
inklusive der verschiedenen Weine.
Und Paula Bosch, Deutschlands bekannteste Sommeliere, lässt sich beim
Nachschenken auch nicht lumpen.
“Der Gast”, so Haas, “hat bei uns eine
Erwartungshaltung, egal ob er aus
Miesbach kommt oder aus Singapur.”
Man muss mit Leib
und Seele dabei sein
Mit einer Erwartungshaltung ist der
Tiroler auch in diesen Beruf gekommen. “Schuld war eigentlich mein
Bruder”, erzählt er. “Der hat im Gasthof Kellerwirt in Oberau ausgeholfen
und mich zum Kartoffelschälen und
Salatputzen manchmal mitgenommen. Damals war ich 11. Da konnte
ich mir ein paar Schillinge dazuverdienen. Es hat mir auch Spaß gemacht in großen Töpfen Pommes für
viele Leute zu machen. Aber irgendwann war es mein Ziel, einfach gut
kochen zu lernen. Und dafür musste
ich aus Oberau weg. Meine erste 
Auslandsstelle war ‘Bachmair’ am Tegernsee. Da hab’ ich mich zuerst gar
nicht reingetraut. Und dann bin ich
2
1/2 Jahre geblieben. Dann kam der
‘Erbprinz’ in Ettlingen, dann ‘Häberlin’ im Elsass und danach Eckart Witzigmann. Ich war eigentlich überall
lange. Und das Komischste war, dass
ich mich nie getraut habe zu fragen,
was ich überhaupt verdiene. Hauptsache, ich habe ein Zimmer gehabt
und konnte dort arbeiten. Da muss
man schon mit Herz und Seele dabei
sein.”
Und dieses Engagement lebt Hans
Haas auch heute noch seinen Leuten
vor. “Das schafft Glaubwürdigkeit.”
Und die vermittelt er auch in seinen
Kochkursen in der Amalienpassage.
Donnerstags und freitags, jeweils von
9 bis 16 Uhr, weiht er die Hobbyköche zusammen mit seiner Frau Ina
und Daniel Kill in die Geheimnisse
der guten Küche ein. “Nix verrücktes,
sondern einfaches perfekt gemacht.
Mit normalen Töpfen, auf normalen
Herden. Eben wie zuhause. Es gibt
nix besseres, als wenn die einfachen
Dinge gut gemacht sind. Einer meiner
Kochschüler kommt schon zum sechsten Mal.” Eine stolze Leistung, denn
der Kochkurs ist mit 380 Euro auch
nicht gerade ein Schnäppchen. Dafür
kann man den Meister die ganze Zeit
auf die Finger schauen und mit Fragen löchern. Denn das ist für Hans
Haas selbstverständlich, dass er auch
persönlich anwesend ist. Währenddessen vertritt ihn im Tantris sein
Souschef Armin Leitgeb.
Jetzt ein kleiner, kostenloser, praktischer Tipp von Meister Haas für kochende Taxifahrer: Beim Einkochen
von Saucen oder beim Kochen von
Blaukraut niemals einen Deckel auf
den Topf. Das Kondenswasser verwässert sonst das Ergebnis. (PG, PR)
Zu Münchens Top-Gastronomie zählen natürlich auch Restaurants, die
nicht mit 2-Sternen dekoriert sind
und trotzdem immer wieder ihre Gäste zufriedenstellen. Egal ob es das
“Garden-Restaurant” im Bayerischen
Hof ist mit seinem neuen gastronomischen Leiter Claus Kratzeisen oder
das Conti Bistro an legendärer Stelle
mit Chefkoch Jürgen Weingarten. Sie
alle sind auch im Taxigeschäft eine
feste Umsatzgröße und haben logischerweise meist auch eine anspruchsvolle Kundschaft. Denn ob
man einen angenehmen Abend verbringt hängt auch damit zusammen,
ob man mit dem Hin- bzw. Abtransport zufrieden ist.
e
ar
u
n 
Mini-Steckbrief:
Name: Haas
Vorname: Hans
Alter: 48
Sternzeichen: Widder
Familienstand: Verheiratet, 2 Kinder 
Geburtsort: Oberau/Wildschönau/
Tirol
Aufgewachsen: Oberau
Hobbies: Sport, Ski- und Radlfahren
Musik: Stimmungsabhängig
Urlaub: Meistens in der Tiroler
Heimat, muss aber immer mit
Aktivität verbunden sein
Fotos: www.atelier-tacke.de
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:14 Uhr Seite 27

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28 TAXIKURIER
Auch wegen der folgenden kleinen
Auswahl kommen Gastro-Touristen in
die Landeshauptstadt (in alphabetischer Reihenfolge).
Acquarello: Mühlbauerstr. 36, Bogenhausen, Tel. 4 70 48 48. Geschlossen:
Samstagmittag, Sonntagmittag,
Feiertagmittag.
Wer das Acquarello, Münchens einziger 1-Sterne-Italiener, aufgrund seines Erfolges beim feinen Münchner
Publikum als Restaurant des Luxus
und der Moden einordnet, ignoriert
völlig die so leicht wirkende, in
Wirklichkeit aber harte Arbeit des
immer freundlichen Mario Gamba
und seiner Brigade. Die fällt bloß in
dem Chic des heiter-verspielten Ambiente mit der großartigen Tromp-l’-
oeil-Malerei an den Wänden und den
Lichtspielen an der Decke nicht so
auf. Aber das ist neben der Kochkunst eben auch eine Kunst. 
Austernkeller: Stollbergstr. 11, Zentrum, Tel. 29 87 87. Kein Ruhetag.
Wenn es je eines Beweises bedurft
hätte, das konstante Qualität, hohes
Niveau, charmantes, individuelles
Ambiente, und außergewöhnliche
Köstlichkeiten immer wieder neues
Vergnügen bereiten können – Viktor
Heptings Austernkeller ist dieser
Beweis. In den siebziger Jahren eröffnet, ist dieser Hort für Austern, Hummer und anderes frisches Meeresgetier bis heute etwas Besonderes, was
man sich leider nicht täglich leisten
kann. Aber vielleicht ist es ja gerade
das, was die kulinarische Zeitreise so
besonders macht.
Conti Bistro im Haus der Bayerischen
Wirtschaft:
Max-Joseph-Straße 5,
Zentrum, Tel. 5 51 78 540. Ruhetag:
Samstag und Sonntag.
Am altehrwürdigen Standort des ehemaligen Conti Hotels befindet sich
heute das Haus der Bayerischen
Wirtschaft. In dieser Location der
Extraklasse können Tagungen und
Veranstaltungen bis zu 250 Personen
abgehalten werden. Im Conti Bistro
mit seinem hellen, modernen Ambiente, genießen die Gäste vom schnellen
Business-Lunch bis zum ausgewählten
Menü die ambitionierte Küche von
Küchenchef Jürgen Weingarten. In separaten Kochkursen, bis zu 12 Personen, verrät er seine Kochtipps. Sehr
beliebt sind die “after-work” Veranstaltungen, die von der Inhaberin Andrea Schelhorn immer unter ein Motto
aus den Bereichen Kunst, Kultur und
Wein gestellt werden. 
Ederer: Kardinal-Faulhaber-Str. 10,
Zentrum, Tel. 24 23 13 10. Ruhetag:
Sonn- und Feiertag.
Karl Ederer beherrscht die Große Küche und deren Klassiker rauf und
runter. Als Witzigmann-Schüler kann
er das Credo des Meisters, “Der Star
ist das Produkt”, wahrscheinlich auch
im Tiefschlaf aufsagen. Elegant die
Einrichtung, geradezu idyllisch die
kleine Innenhofterrasse.
Garden Restaurant im Hotel Bayerischer
Hof:
Promenadeplatz 2-6, Zentrum,
Tel. 2 12 00. Kein Ruhetag.
Der italienisch anmutende Innenhof
Jo
Te
Int
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:14 Uhr Seite 28

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gehört zu den schönsten Restaurantambientes in München. Niemand
kommt auf die Idee, dass es sich hier
um ein Hotelrestaurant handelt. Und
so drücken auch die Gerichte die
Heiterkeit des Seins aus. Der neue
Küchenchef des Garden-Restaurants
ist Steffen Mezger, den Gastronomieleiter Claus Kratzeisen wegen seines
dynamischen Kochstils schätzt.
Hunsinger’s Pacific: Maximiliansplatz
5, Zentrum, Tel. 55 02 97 41. Ruhetag: Samstagmittag und Sonntag.
Angesagtes Lokal mit Crossover-Küche, die sich in erster Linie auf Fisch
konzentriert. Und darin ist Werner
Hunsinger auch ein Meister seines
Faches. Besonderen Wert legt er darauf, dass bei ihm kein Zuchtfisch in
die Küche kommt.
Königshof: Karlsplatz 25, Zentrum,
Tel. 55 13 61 42. Geschlossen: Sonnund Feiertag, Montag, 31. Juli bis
29. August.
Hierher kommt man um etwas Wichtiges zu feiern oder standesgemäß zu
tafeln, Und zwar stets nach dem Motto “Noblesse oblige” . Dass der neue
Chefkoch Martin Fauser Vize bei
Hans Haas war, offenbart sein Kochstil: Die Kraft des Produktes muss ohne teuere Veredelung auskommen.
Dazu ein Service, der allem gerecht
wird.
Landersdorfer & Innerhofer: Hackenstr. 6-8, Zentrum, Tel. 26 01 86 37.
Ruhetag: Samstag u. Sonntag.
Nach wie vor gibt es nur ein Menü,
bei dem man vorher nicht erfährt,
was es gibt, das aber immer 44 Euro
kostet. Und der Erfolg scheint den
beiden Recht zugeben. Auch wenn die
Qualität nicht mehr die Konstanz der
Anfangszeit hat. Vielleicht kommen
einfach zu viele Gäste, weshalb man
inzwischen so eng sitzt, dass es schon
fast ungemütlich ist. Ein bisschen
“back to the roots” würde hier nicht
schaden. Durchdacht ist die Auswahl
an österreichischen Weinen.
Romans: Romanstr. 1, Neuhausen,
Tel. 168 98 98. Kein Ruhetag.
Das schicke Szenelokal in dem schönen Eckhaus bietet gehobene italienische Küche in stimmigen Kombinationen. Der freundliche und flinke
Service serviert von 10 bis 16 Uhr
Frühstück.
Tantris: Johann-Fichte-Str. 7, Schwabing, Tel. 36 19 59 0. Geschlossen:
Sonn- und Feiertag, Montag.
Es ist ein Ort der Lebensfreude. Ob
bretonischer Hummer auf Kohlrabi-
Gemüse, geschmorte Rinderbackerl
mit Lauchpüree, marinierter Thunfisch mit Kalbsrücken, Hans Haas
kocht erfrischend natürlich und verführerisch raffiniert. Warum er immer
noch keinen dritten Stern hat, bleibt
das Geheimnis der Tester. Eine Klasse
für sich: Paula Bosch und ihr Weinkeller.
Restaurantführer in
Deutschland
Die beiden großen Gourmetführer
sind der Gault Millau und der Michelin. Daneben gibt es jede Menge regionaler, überregionaler, gesponserter
und küchenspezifischer Führer, die
sich in diesem Segment des Buchmarktes tummeln. Alle Jahre wieder
wird viel Wind um die Neuausgaben
der Restaurantführer gemacht. Wozu
das Tamtam und warum braucht der
Mensch überhaupt Restaurantführer?
Ganz einfach: Für den Gourmet ist
ein Spitzenlokal immer eine Reise
wert.
Gault Millau – 
Punkte und Kochmützen
Er wurde von den Pariser Journalisten
Henri Gault und Christian Millau gegründet und erschien 1969 zum erstenmal in Frankreich. Die erste deutsche Lizenzausgabe kam 1983 heraus.
Der Gault Millau urteilt mach dem
französischen Schulnotensystem von
0 bis 20 Punkten. Die vergebenen Noten würdigen ausschließlich die Küchenleistung. Service, Ambiente,
Weinkultur werden nur symbolisch
Johann-Fichte-Straße 7 · 80805 München
Telefon 089/3619 59- 0 · Fax 089/3619 59-22
Internet: www.tantris.de · E-Mail: info@tantris.de
Wir bedanken uns
bei den
Münchner Taxifahrerinnen
und -fahrern für die gute
Zusammenarbeit!
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:14 Uhr Seite 29

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30 TAXIKURIER
ce, Ambiente, Weinangebot etc . wird
genauso Wert gelegt und werden
auch mit bewertet.
Aral – wer zahlt ist drin
Leider keine Ausnahme. In den Aral
Schlemmer- bzw. Schlummeratlas
kommt man in erster Linie gegen Bezahlung. Hauptsächlich dann, wenn
man nicht zur “Crème de la crème”
von Deutschlands Gastronomie und
Hotellerie gehört. Das muss bei renomierten Häusern kein Nachteil sein,
kann bei weniger bekannten Restaurants durchaus zu Irritationen führen.
Absurd wird es allerdings, wenn
manche gute und auch bekannte
Adresse einfach nicht stattfindet und
unerwähnt bleibt. Für eine objektive
Beurteilung können da durchaus
Zweifel angebracht werden. (PG)
gewürdigt. Die Idealnote 20 wurde
übrigens noch nie vergeben. Die Hauben gibt es für die Kreativität. Wobei
vier Hauben die höchste Auszeichnung sind. Dabei wird kein Kochstil
bevorzugt, egal, ob jemand klassisch,
modern, regional, vegetarisch oder
exotisch kocht. Lob und Kritik werden
in amüsanter, manchmal derber, aber
immer anschaulicher Sprache präsentiert. Dass Fabulierkunst manchmal
vor Neutralität kommt, soll dabei keineswegs verschwiegen werden. Es
gibt mehr Lesestoff als bei seinen
Konkurrenten.
Guide Michelin – der mit den Sternen
Unter Köchen und Gourmets ist die
rote Fibel immer noch das Maß aller
Koch-Dinge. Die Sterne wurden 1926
von André Michelin eingeführt, um
die Qualität in den sogenannten Suppenküchen, dem Schnellimbiss von
damals, zu verbessern. Jeder Stern ist
eine Auszeichnung und für den Koch
sehr wichtig. Ein Drei-Sterne-Koch
ist bekannt in der Republik und hat
das entsprechende Renommee. Der
Stern sagt aus, dass man in Relation
zur Klassifizierung des Hauses überdurchschnittlich gut ist. Es wird auf
die Qualität des Produktes Wert gelegt, nicht auf den Luxus. Auch ein
Schweinebraten kann durchaus für
einen Stern in Frage kommen. Das ist
allerdings nur die halbe Wahrheit,
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Conti Bistro & Catering
Max-Joseph-Strasse 5
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 Taxi_08-05 26.07.2005 11:15 Uhr Seite 30

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Schrottis Fiaker-ABC
O
Das ABC der Taxler. Bierernst, aber heiter.
Doppelzüngig, meist erinnernd. Amüsierend, manchmal lehrreich.
In jedem Falle hilfreich. Interessant für Anfänger und für Profis. 
In diesem Monat das O …
Ohne Dachreklame – Das beleuchtete „Taxi“-
Schild wird auch als „Reklame“ oder „Werbung“ bezeichnet, ist hier aber nicht gemeint.
Hier geht es um die Taxis im Irokesenlook, die
auf dem Dach eine in Längsrichtung angebrachte Werbetafel haben und so manchem
Fahrgast das Gefühl vermitteln, in einer fahrenden Plakatwand zu sitzen. Wahrscheinlich
wird eines Tages der Fiaker selbst auch noch
als Werbefigur entdeckt und darf wie Michael
Schuhmacher, nur für etwas weniger Geld, in
einem gesponserten knallroten Overall als
Marlboro-Mann die Fahrgäste erschrecken (der
Aha-Effekt wäre im Nichtrauchertaxi besonders groß), Kollege Frey könnte glaubwürdig das Michelin-Manderl darstellen, Schrotti
für die Anonymen Alkoholiker werben, Rainer
Blum für Nikotinkaugummis (die stinken aber
so beim Anzünden) usw. usw. Kurzum, weniger
ist oft mehr (5 Mark in die Sprüche-Dose) und
verhindert Auswüchse wie die eingangs genannten Werbeschilder, die vielen Fahrgästen
so auf die Nerven gehen, dass sie schon bei der
Bestellung solche Taxis kategorisch ausschließen.
Oktoberfest – Ob die damalige Hochzeitsfeier
heute noch ein Fest ist oder das weltgrößte
internationale Kampftrinkerhappening, bleibt
Ansichtssache. Unter der Woche bis zum
Nachmittag ist es auf der Wiesn durchaus noch
gemütlich: die Wege und die Zelte sind noch
längst nicht überfüllt, die Blaskapellen spielen
brave Landler und sind noch nicht zum x-fach
verstärkten Discoprogramm übergegangen,
man kann sich in Ruhe die Fahrgeschäfte anschauen und den Schichtl-Sprüchen lauschen
(„Bei uns wird´ a jeder köpft, ob Mensch, ob
Preiß“), die Maß wird noch schnell und
freundlich serviert und die unvermeidlichen
Landhausmode-Kasperln stehen noch daheim
vorm Spiegel und überlegen, ob sie die oktoberfestliche Fantasieuniform von vor zwei Jahren jetzt schon wieder ausführen dürfen, ohne
von den Gleichgesinnten als vermeintlich verarmter Wiederholungstäter(„können sich wohl
nix Neues mehr leisten“) entlarvt zu werden.
Aber unabhängig von der persönlichen Ansicht zur Wiesn ist sie nun mal ein Wirtschaftsfaktor, der auch dem Taxigewerbe ein
paar zusätzliche Nutscherln in die Tasch´n
spült. Wenn man samstags gegen Abend schon
vom Einatmen der Bierzeltluft einen Rausch
bekommt, die ersten Maßkrüge das Fliegen lernen, die ersten Aushilfsfahrer die Kollegen mit
Durchsagen wie „Brausebad paar hundert mal“
beglücken und prompt die Antwort kommt:
„Kannst mei Nummer durchsagen“, dann rührt
sich was im Karton und letztlich auch in der
Geldtasche.
Und allen Unkenrufen zum Trotz ist die überwiegende Mehrheit der Fahrgäste auch dann
noch problemlos zu haben und nicht auf Streit
oder Magenentleerung aus. Letzteres kann
übrigens auch ein wenig vom Fahrstil abhängen. Nicht jeder verträgt es, nach ein paar Maß
von einem hauptberuflichen Viehtransporter in
Achterbahnmanier durch die Stadt gepeitscht
zu werden.
Optimol – Die jüngste Nöth´sche 
Discomeile beinhaltet neben problematischen
Lokalen (genauer gesagt: deren Gäste sind problematisch) auch gut geführte Läden, wie z. B.
das „K41“, die nicht jeden Dahergelaufenen
abfüllen, Hauptsache, er hat ein Geld. Da aber
zum Schluss alle beim selben Ausgang 
rauskommen, ist halt, „das Optimol“ schuld,
wenn sich alkoholisch und hormonell übersäuerte Deppen die obligatorische Klopferei leisten
müssen. Das Aufstellen am Optimol-Stand ist
übrigens keine schlechte Übung für die Wiesn.
Optitax – Heißt das Computerprogramm, welches zum „Autobooking“ gehört. Also beim
Autobooking-Anschluss, muss der Anrufer nur
mehr eine bestimmte, ihm zugewiesene Nummer, wählen, damit der Auftrag ohne Annahme durch einen Telefonisten direkt an den
Funk kommt. Der Anrufer bekommt nur mehr
die Computeransage „Wir danken für ihre Bestellung“ und weiß dadurch, dass der Auftrag
registriert wurde. Hotelportiers, Gastwirte usw.
wissen es sehr zu schätzen, dass sie unter Umständen zu bestimmten Zeiten nicht mehr geraume Sekunden in der Leitung hängen müssen, bis wieder ein Telefonist frei ist.
Eine schnell steigende Zahl von Hotels und
Gaststätten hat diesen Autobooking-Anschluss
bereits. Bei Sonderwünschen (z.B. Combi) muss
freilich noch auf altem Wege von Mensch zu
Mensch telefoniert werden.
Ostumgehung – Für manche Kollegen heute
noch das Synonym für den kürzesten Weg von
Grünwald zum Flughafen. Ein oberschlauer
„Kollege“ aus Waldperlach fuhr kurz nach der
Eröffnung des MUC von Perlach über die
„Salzburger“, Brunnthaldreieck“ und die A99
zum Hafen und stellte dem misstrauischen
Fahrgast sicherheitshalber noch eine mit erfundener Taxinummer gefälschte Quittung aus.
Bei der späteren Beschwerde konnte der geprellte Kunde den Unternehmer aber so gut beschreiben, dass jeder damit Befasste sofort sagte: „Net scho wieder der 1222“ . Zu einiger
Berühmtheit brachte es unser Hugo S., als er
beim Zeitungsklau erwischt wurde und dem
auf der Lauer liegenden Aufsteller unter Anwendung körperlicher Gewalt zu entkommen
versuchte. Auf diese kostenlose Werbung in
den Münchner Tageszeitungen hätten wir damals freilich gerne verzichtet.
31TAXIKURIER
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32 TAXIKURIER
Dem Autor sei verziehen, wenn er in diesem Zusammenhang aber hautsächlich
Schreckensvisionen über die zunehmende
Verblödung von Taxifahrern entwickelt.
Schon jetzt wurden vereinzelt „Kollegen“
beobachtet, die nach Nennung des 
Fahrzieles durch den Fahrgast ins Navi
eingeben: 
„A-u-g-u-s-t-e-n-s-t-r-a-ß-e“ .
Wie ein im Datenfunk integriertes Notrufsystem dem Schicksal entgehen kann,
angesichts der zu erwartenden permanenten Fehlalarme genauso wie der „stille
Alarm“ einfach nicht mehr ernst genommen zu werden, ist sicher nur eine der
Fragen, die uns noch Kopfschmerzen bereiten werden.
Im Interesse einer erfolgreichen Teilnahme an der Funkvermittlung lohnt es sich
schon, neben sorgfältiger Fahrerschulung,
die Technik „in Schuss“ zu halten. Dies
fängt bei einem qualifizierten Einbau an
(Plus- und Minusleitung anschließen ist
relativ einfach, die Antenne richtig einmessen kann nur die Funkwerkstatt) und
verlangt einen gewissen Wartungsaufwand.
Viele Probleme haben ihre Ursache in einem unzureichenden Massekontakt der
Antenne. Hier lohnt ein regelmäßiger
Blick auf die Kontaktflächen auf der Karosserieinnenseite. Korrosion und nachlassende Spannkraft der Antennenverschraubung beim Ersten am Stand haben
schon manchem Hintermann einen unvermuteten Auftrag eingebracht, wenn
Nach dem Standplatztelefon und den Einsteigern ist das Funktelefon die effektivste Möglichkeit, an Aufträge zu kommen.
Die Taxi München e.G. benutzt analogen
Sprechfunk im 2-Meter-Band auf 7 Kanälen. Obwohl die Funkgeräte seit der Einführung des Funkverkehrs 1959 wesentlich kleiner geworden sind und durch die
Umstellung von Röhren- auf Transistortechnik die Heizleistung (und damit der
Stromverbrauch stark nachgelassen hat,
ist die Technik seither im Prinzip unverändert. Sie ist nicht duplexfähig, d. h.
Senden und Empfangen gleichzeitig (wie
beim Telefon) ist nicht möglich. Ein Horror für Funksprecher sind Funkteilnehmer, die ohne zwischendurch die Taste
loszulassen, minutenlang ihre Lebensgeschichte über die Rückfragekanäle verbreiten. Wenn denn auch noch die
Sprechzeitbegrenzung des Funkgerätes
(normalerweise sollte sich dieses nach einer ununterbrochenen Sendezeit von 30-
40 Sekunden automatisch ausschalten)
nicht funktioniert, bleibt nur noch die
Möglichkeit, pinkeln zu gehen, bis der
Märchenerzähler freiwillig den Kanal
freigibt. 1975 wurde der Einbau eines
Kennungsgebers Pflicht, um eine zuverlässige Identifizierung der Taxis und das
Herausfischen von Störern zu ermöglichen 1).
Analoger Sprechfunk ist eine unschlagbare, kostengünstige und flexible Form
der Auftragsvermittlung aber, wie wir regelmäßig miterleben können, vergleichsweise anfällig für Probleme wie Überreichweiten, unautorisierte Mitfunker,
atmosphärische und wetterbedingte Störungen. Das große Plus dieser Technik ist
der Funker als menschliche Schnittstelle,
der Fehlbedienungen und unsachgemäße
Handhabung erkennen und auch bei
nicht normgerechten Notrufen reagieren
kann. Nicht umsonst verwenden Funker
mit mehreren, darunter auch „fortschrittlichen“ Datenfunksystemen in Notfällen,
bei Rückfragen und Nachbestellungen
(auch aus dem Auftragsbestand konkurrierender Datenfunkzentralen, z.B. für Patienten des ärztlichen Notdienstes) regelmäßig „rückständigen“ e.G.-Analogfunk.
Nebenbei informiert der Sprechfunk alle
Fahrer, wo gerade das Geschäft läuft oder
wo neue Hotels oder Gaststätten eröffnet
wurden.
Selbstverständlich hat auch Datenfunk
Vorteile wie Vermeidung von Hörfehlern,
Ruhe im Taxi, Übermittlung von Plan-
Koordinaten bei Aufträgen und sogar
Koppelung von Navigationssystemen.
Wir haben uns alle schon (mehr oder weniger intensiv) mit den Grundlagen
des Taxigewerbes beschäftigt. Am Standplatz prallen oft unterschiedliche
Wissensstände und Meinungen aufeinander. Ab sofort wollen wir uns über
unser Handwerkszeug und die einschlägigen Vorschriften Gedanken machen.
Manches ist eindeutig geregelt, über manches wird es unterschiedliche Auffassungen geben. Wir freuen uns auf eine rege Diskussion. 
Basiswissen Taxi
Heute: Der Taxifunk
Foto: www.atelier-tacke.de
RECHTSANWALTSKANZLEI
KLAUS HAGEN
Schwerpunkte:
Unfallschadenregulierung,
Verkehrsordnungswidrigkeiten
und Strafsachen, 
Vertretung bei ärztlichen
Kunstfehlern
Franz-Joseph-Straße 26
80801 München
Tel.: (089) 33 39 55
Fax: (089) 3 39 71 11
E-Mail: khagen9013@aol.de
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vom Ersten keine Wiederholung mehr ankam. Auch die Kontaktfläche zwischen
Antennenfuß und –stab ist eine empfindlich Stelle, die nach dem Waschen sorgfältig getrocknet und mit Sprühöl oder
Kontaktspray gepflegt sein will. Besonders im Winter sorgt gefrierendes
Wasser im Antennenfuß gerne für nachlassende Sende- und Empfangsleistung.
Ablagerungen, wie Reif oder Eis auf dem
Antennenstab verschlechtern die Funkeigenschaften zusätzlich. Legende ist jener
Funksprecher, der vor etlichen Jahren in
einer neblig-frostigen Winternacht, durch
die kaum noch verständlichen Funkmeldungen und Wiederholungen genervt, auf
K1 anordnete: „So jetz´ steig´n ma alle
amoi aus und kratz´ ma des Eis von de
Antennen....“ Eine intelligente Anbringung des Mikrofons bzw. der Sendetaste
bei Freisprechern kann die Funkstörung
durch funkende Fahrgäste weitgehend
minimieren. Ein Handmikrofon hat (auch
für den Fall, dass bei einer Auseinandersetzung mit dem Fahrgast ein Hilferuf
nötig wird) grundsätzlich nichts in der
Reichweite von Fahrgästen verloren. Wer
bei vielen Taxis das Mikrofon an der
Mittelkonsole (oder in einzelnen Fällen
sogar am Handschuhfachdeckel) hängen
sieht, wundert sich nicht, dass immer
wieder angeheiterte Fahrgäste „ihre“ Version eines gerade auf der Wiesn gehörten
Schlagers oder irgendwelche kryptischen
Funkmeldungen in selbiges Mikrofon
grölen. Auch eine Sendetaste gehört prinzipiell an einen Platz, wo eine versehentliche Bedienung ausgeschlossen ist. 
Traurige Berühmtheit erlangt in dieser
Beziehung die neue E-Klasse, bei der die
Sendetaste auf der Mittelkonsole rechts
hinter dem Schalt- bzw. Automatikwählhebel angebracht ist. Fahrgäste mit 
erweiterter Spurbreite, nicht mehr ganz
aufrechter Sitzhaltung oder mit umgehängtem Handtäschchen legen regelmäßig den Arbeitskanal lahm und lassen die
Allgemeinheit an den hoch interessanten
Gesprächen im Taxi teilhaben. Generell
gilt: Wenn bei eingeschaltetem Funkgerät
die Zentrale längere Zeit nicht zu hören
ist, sollte man überprüfen, ob die Sende-
Diode leuchtet. (KGF)
1) Quellen: Funkkursbroschüre der Taxi
München e.G.
In der nächsten Ausgabe wollen wir uns
mit der Alarmanlage beschäftigen.
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Der TAXIKURIER mit freundlicher
Unterstützung der AUDI AG testet
Münchens Taxifahrerinnen und Taxifahrer. Jeden Monat ist unser anomymer Taxi-Scout mit einer besonderen
Aufgabenstellung auf Münchens Straßen und Standplätzen unterwegs und
berichtet über seine Erfahrungen und
Erlebnisse. Die nächsten Monate werden zeigen, wie sowohl die Pflichtaufgaben als auch freiwillige Leistungen
und Wünsche unserer Fahrgäste erfüllt
werden. Unser Aktionspartner, die
AUDI AG, prämiert jeden Monats-
Sieger mit einem Preis und lobt zudem
einen tollen Jahrespreis für den
„Besten“ des Jahres 2005 aus.
✷✷✷✷ grandios
✷✷✷ sehr gut
✷✷ gut
✷ befriedigend
– nicht überzeugend
Unser Monatsthema:
Essen nach
Mitternacht 
Im Augustheft 2004 hat der Taxikurier einen vielseitigen und detaillierten Guide mit vielen Lokal-Vorschlägen zum Thema „Essen nach
Mitternacht“ herausgegeben. Wieviel
und welche Adressen haben Münchens Nachttaxler wirklich drauf und
was antworten sie auf die Frage „Wo
gibt es um diese Zeit noch was Gutes
zum Essen“?
Taxi 1: –
Münchner Freiheit 
(Nr. 177, 4. Juni, 1.15 Uhr)
Dieser türkische Möchtegern-Kojak
kapiert eigentlich überhaupt nicht,
was downtown abgeht. Mein Hunger
ist ihm Wurscht und er gibt die Frage
an seine Komplizen in den umliegenden Taxis weiter. Einsilbig und sogar
einstimmig wird mir das „Lamm’s“
am Sendlinger Tor als die einzige und
gute Nachtadresse an der Isarmetropole genannt.
Sind Münchens Taxler wirklich die Besten?
Taxi-Check München
Foto: www.atelier-tacke.de
34 TAXIKURIER
Taxi 2: ✷✷
Odeonsplatz 
(Nr. 563, 4. Juni, 1.30 Uhr)
Was ich an diesem Taxistand aufgetischt bekomme, macht aus Hunger
Appetit. Mein auserwählter Taxler
weiß nämlich, wo es auf der Leopoldstraße ab geht. Engagiert und ausführlich durch Insider-Tipps seines
jungen Kollegen unterstützt, empfiehlt er mir griechische Küche im
Papatakis oder Pizza und Pasta im
„Adria“ . Am besten soll es aber im
„Wirtshaus zur Brez’n“ schmecken …
Taxi 3: -
Oper (Nr. 1959, 4, Juni, 1.50 Uhr)
München leuchtet, möchte man meinen und wird gegenüber der Bayerischen Staatsoper eines besseren
belehrt. Während dieser Mann genüsslich einen Apfel schält und sein
nächtliches Mahl gleich ungestört verspeisen möchte, muss ich erneut hinnehmen, das in der Stadt München
nur das „Lamm’s“ durchgehend alles
bietet, was mein nächtliches Hungergefühl stillen könnte. Da gibt es keine
Alternative, jetzt um diese Zeit …!
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35TAXIKURIER
„Beck-Stand“ Aktion bleibt der Dauerbrenner!
Unzählige Funkdurchsagen, Hinweise beherzter Kollegen, Appelle im TAXI-
KURIER haben bei einem Teil der Kollegen nichts bewirkt. Der Beck-Stand ist
nach wie vor das eklatanteste Beispiel von unerlaubter Bereitstellung und Diebstahl an Kollegen. Deshalb wurde eine Aktion gestartet, um den wichtigen
„Beck-Stand“ zu retten, der in großer Gefahr ist. Werden Sie nicht müde, diese
„Unkollegen“ an den Pranger zu stellen. Es kann nicht angehen, dass ein kleiner
Prozentsatz von Dummköpfen und Betrügern den so wichtigen „Beck-Stand“
und somit die Durchfahrt Marienplatz in Frage stellt.
1. Steigen Sie oder Ihre Verwandten oder Bekannten (Voraussetzung 
voll geschäftsfähig) in ein an der Fußgängerzone am Marienplatz
unerlaubt bereitgestelltes Taxi.
2. Nennen Sie das Fahrziel.
3. Lassen Sie sich eine Quittung aushändigen, vergleichen Sie die
Konzessions-Nummer der Quittung mit der Konzessions-Nummer am
Fahrzeug, bezahlen Sie den Fahrpreis, notieren Sie das Kfz-Kennzeichen, sowie Datum und Uhrzeit.
4. Schicken Sie eine Anzeige an den Vorstand der TAXI München eG.,
Engelhardstraße 6, 81369 München mit folgendem Wortlaut: 
„Nachdem ich über die Folgen einer falschen Versicherung an Eides 
statt informiert wurde, versichere ich folgendes an Eides statt:
1. Zur Person:
Vorname: _______________ Name: ________________________
geboren am: _____________ geboren in: ____________________
wohnhaft in: ____________________________________________
2. Zur Sache:
Am (Datum) _____________ (Uhrzeit) ______________________
stand am Marienplatz, Ende Fußgängerzone, unerlaubt das Taxi 
Nr. _________, Kfz-Kennzeichen _________ und wartete auf Fahrgäste. Ich stieg ein und nannte das Fahrziel _________. Der Fahrer
schaltete das Taxameter ein. Am Fahrziel zeigte das Taxameter 
Euro _________. Ich bezahlte Euro _________ und erhielt beiliegende Quittung über Euro _________.
München, den ___________ Unterschrift ___________________
5. Legen Sie die Quittung Ihrem Schreiben bei, geben Sie Ihre Bankverbindung bekannt. Sie erhalten bis zu Euro 15,– pro Quittung ersetzt.
6. Die Anzeige an das KVR wird vom Vorstand der TAXI eG vollzogen. 
Für die unerlaubt bereit gestellten Taxis entstehen Kosten von 
Euro 150,– (bisher Euro 75,–).
Somit wird ein Schichtwechsel am Marienplatz oder ein Einkaufsbummel in der Fußgängerzone attraktiv.
Kopieren Sie dieses Formblatt und geben Sie es an Freunde, Bekannte
und Verwandte weiter. 
Taxi 4: -
Tal (Nr. 3074, 4. Juni, 2.00 Uhr)
„Was gutes zum Essen?“, gezacktes
Lächeln und dann „Lamm’s“ . Ich
hätte schwören können, dass dieser
Taxifahrer etwas mehr Stil und was
anderes auf Lager hat! Sicher hätte er
mir auch anbieten können, 10 Meter
weiter einen Hamburger runter zu
würgen, aber wieso folgen denn alle
dem Herdentrieb in das Etablissement
am Sendlinger Tor?
Taxi 5: ✷✷✷ Testsieger!
Odeonsplatz 
(Nr. 845 25. Juni, 1.15 Uhr)
In der Hitze der Nacht wird die
Wartezeit in der Taxikolonne hier
bevorzugt stehend, neben dem Taxi
verbracht. Deshalb bestätigen auch
gleich 2 weitere Frischluft-Fanatiker
die Empfehlung des griechischen
Kollegen. „Wirtshaus zur Brez’n“ und
„Lamm’s“ . Nachdem meinerseits eine
gewisse Unschlüssigkeit spürbar wird,
schickt mich der kommunikative
Adonis ins nur einige Schritte entfernte „Schumann’s“, wo es nach seinen Angaben und Erfahrungen um
diese Zeit die besten Teller mit feinen
Roastbeef- und Schinken-Broten und
sogar noch gutes Publikum gibt. 
Der Gewinner!
Karras Dimitri
Rathausstr. 19
85757 Karlsfeld
… erhält von der AUDI AG ein Präsent.
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36 TAXIKURIER
Wer kennt nicht aus meist einseitig
vom Beifahrersitz her geführten Gesprächen mit Fahrgästen die alte Leier,
früher sei alles besser gewesen? Damals konnte man sich noch auf die
Mitmenschen verlassen, Hilfsbereitschaft gab es auch noch im Gegensatz
zu heute und die Autofahrer verhielten sich viiiiel rücksichtsvoller als
jetzt. Überhaupt gab es nur ganz wenige Autos und alles war viel gemütlicher als heutzutage, da von überall
her die Menschen ausgerechnet nach
München strömen, hier die Mieten
hochtreiben, die Arbeitsplätze wegnehmen und sogar den bayerischen
Dialekt verdrängen. Wer da differenzierterer Meinung ist, provoziert am
besten keine Diskussion, sondern begleitet den Monolog lediglich ab und
zu mit einem gegrummelten und geheuchelten „hmhm“ in der Hoffnung,
diese Schein-Zustimmung bewirke ein
erweitertes Trinkgeld. Die Erfahrung
lehrt allerdings, dass diese Pessimisten
mit dem schlechten Langzeitgedächtnis ihre Geldbeutel fest zuhalten,
wahrscheinlich weil die Zeiten gerade
heute so schlecht wie überhaupt noch
nie sind.
1948 gab es in
München bei 20.000
Fahrzeugen 220
Tote zu beklagen 
Hier nun die Fakten aus der guten, alten Zeit des Münchner Straßenverkehrs: Im Jahr 1948 beispielsweise
waren in der Stadt rund 20.000 Fahrzeuge, davon 24 Prozent Personenwagen, zugelassen, also ungefähr 1 Fahrzeug auf 40 Bewohner. Den Lenkern
dieser paar Fahrzeuge gelang es in jenem Jahr tatsächlich, bei geschlagenen 4.420 Unfällen 2.506 Verletzte
und 220 Tote zu hinterlassen – oft natürlich auch in Gestalt der eigenen
Person. Rein statistisch war also jedes
4,53ste Auto jedes Jahr in einen Unfall verwickelt. Damals lebten 800.000
Menschen in München, heute sind es
Geschichte und G’schichten
Benedikt Weyerer, Jahrgang 1951, studierte Englisch und Geschichte für das Lehramt an
Gymnasien. Nach Ende seiner Ausbildung begann die Arbeitslosigkeit und er machte
1981 den Taxischein. Seitdem ist er im Gewerbe aktiv, arbeitet aber seit langem auch
halbtags in der Hausaufgabenbetreuung für Gymnasiasten. Sein besonderes Interesse gilt
der Historie und er hat inzwischen vier Bücher und eine Vielzahl von Zeitungsartikeln
und Beiträgen in Publikationen zur Geschichte Münchens verfasst und veröffentlicht. 
Freie Fahrt für freie Taxler!
1.300.000 mit rund 730.000 Fahrzeugen. Hochgerechnet auf der Basis von
1948 würde dies bedeuten: Jährlich
würden 161.330 Unfälle mit 91.469
Verletzten sowie 8.030 Toten zu beklagen sein! Tatsächlich hat sich die
Zahl der Unfälle seit Jahren auf
50.000 eingependelt mit immerhin
7.800 Verletzten und 60 Getöteten.
Also: Wann war es gemütlicher: Damals oder heute? 
Wie sah es denn damals konkret auf
Münchens Straßen aus? Am 3. Dezember 1949 berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ unter der Überschrift
„Der Tod fährt durch die Straßen der
Stadt“: „Die Verkehrsunfallstatistik
und die Beobachtung unseres Straßenverkehrs lassen einen fortschreitenden
Zusammenbruch jeglicher Verkehrsordnung und -sicherheit erkennen.
Um das völlige Chaos abzuwenden, ist
eine Lösung dieses anarchischen Zustandes, der allen Stadtbewohnern,
den motorisierten wie den Fußgängern, nach dem Leben trachtet, die
vordringliche Aufgabe aller am Straßenverkehr Beteiligten und aller für
seine Regelung Zuständigen.“ 
Und wie sah es beispielsweise am Stachus aus, von wo sich bis ins Jahr
1968 noch der Verkehr durch die heutige Fußgängerzone zum Marienplatz
wälzte – im Jahr 1960 rund 75.000
Kraftfahrzeuge und 1.400 Trambahnen, und das täglich: „Hinter dem
Karlstor entgehen zwei Fußgänger nur
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37TAXIKURIER
knapp dem Überfahrenwerden. Am
Stachus rasen Fußgänger in allen
Richtungen und an allen Stellen todesverachtend über den Platz. Am Justizpalast stauen sich die Straßenbahnen. An der Stelle Prielmayerstraße /
Bahnhofplatz biegen ein paar Radfahrer nicht nur verkehrswidrig, sondern
auch lebensgefährlich in die Schützenstraße ab. Bei der Ausfahrt aus der
Bayerstraße zum Stachus stößt eine
Schlange von Autos und Radfahrern
dem Hauptverkehr in die Flanke.“
Bei diesen Zuständen kam mancherorts die Vermutung auf, nach der
Diktatur des Dritten Reiches würden
Viele die neue Demokratie und Freiheit falsch verstehen und meinen,
Freiheit sei gleichzusetzen mit dem
Faustrecht des Stärkeren. Später
formulierte der ADAC als Interessenvertretung der Autofahrer diese
Chaotenhaltung in seiner bekannten
Forderung: „Freie Fahrt für freie
Bürger!“ 
Nachdem das große Sterben auf den
Straßen nicht nachlassen wollte, trat
am 23. Januar 1953 das vom Bundestag in Bonn verabschiedete „Gesetz
zur Sicherung des Straßenverkehrs“ in
Kraft, des Straßenverkehrs, der auch
als „das unheimliche Gespenst“ bezeichnet wurde. Und jetzt heißt es
aufgepasst und tief Luft geholt, denn
das Gesetz verfügte Folgendes: Die
bisherige Tempobeschränkung innerhalb geschlossener Ortschaften von 40
km/h wurde aufgehoben und jede Beschränkung innerhalb und außerhalb
von Ortschaften überhaupt vollständig
abgeschafft! Aus dem Polizeipräsidium kam bei dieser Gelegenheit der
erhobene Zeigefinger: „Aber auch die
Rücksichtnahme gegenüber den übrigen Verkehrsteilnehmern sollte gerade
wegen der eingeräumten Erleichterungen zur besonderen Vorsicht mahnen.
Für Fußgänger und Radfahrer hängt
die Sicherheit jetzt mehr denn je von
ihrer äußersten Aufmerksamkeit und
Verkehrsdisziplin ab. Alle Verkehrsteilnehmer aber werden aufgerufen,
gegenseitig Rücksicht zu üben und auf
diese Weise mitzuhelfen, die Zahl der
Opfer des Verkehrs zu vermindern.“ 
Wie nicht anders zu erwarten, nahm
das Blutvergießen dramatisch zu.
Nach Ansicht einiger besonders heller
Köpfe waren daran auch die Straßenbäume schuld und nicht die Autofahrer, die sich in rasender Fahrt, ohne
Sicherheitsgurte oder gar Airbags um
sie wickelten. Man kennt diese Argumentation aus dem Gerichtssaal, wenn
der Angeklagte behauptet, sein Opfer
sei ihm in das zufällig vor die Brust
gehaltene, offene Messer gelaufen. 
Bald erkannten die Kommunalpolitiker den Wahnsinn der ungehemmten
Raserei und beschlossen, an besonders
gefährlichen Straßenabschnitten die
Geschwindigkeit probeweise auf 50
km/h zu begrenzen. Am 21. April
1954 wurden die ersten entsprechenden Verkehrsschilder aufgestellt, in
München an der Forstenrieder Straße
zwischen Harras und Luise-Kiesselbach-Platz. Forstenrieder Straße?!
Richtig! Seit 1962 heißt die nämlich
Albert-Roßhaupter-Straße nach dem
SPD-Politiker (1878-1949). Nebenbei
bemerkt, starb Roßhaupter nicht auf
der Straße, sondern im Bett. 
In den zehn Jahren zwischen 1945
und 1955 starben in Westdeutschland
schätzungsweise 50.000 Menschen
den Verkehrstod und 570.000 wurden
verletzt. Unter diesen Verhältnissen
erfreuten sich verständlicherweise die
kirchlichen Fahrzeugweihen großer
Beliebtheit, etwa die am 10. Juli 1955
in der Maximilianstraße, von der der
„Münchner Merkur“ berichtete: „Die
Beteiligung übertraf alle Erwartungen.
Die kilometerlange Autokolonne, die
sich in der Auenstraße bildete, wuchs
weit bis über den Baldeplatz hinaus.“
Folgende Teilnehmer und Teilnehmerinnen konnte die Zeitung ausmachen:
„Die kleine Hilde mit ihrem Puppenwagen, die Mütter mit den Kinderwägen, kleine Buben und Mädel mit sauber geputzten Kinderrädern,
Radlrutsch und Dreiradlern, Taxis und
Omnibusse der Verkehrsbetriebe, ein
nagelneues städtisches Müllfahrzeug,
ein Wagen des diplomatischen Corps,
uralte Dixi, die Lieferwagen eines
Kaufhauses, mehrere Fahrschulen,
schwere Lastwagen.“
Erst 1957 wurde
eine Geschwindigkeitsbegrenzung
eingeführt
Erst nach mehr als drei Jahren und
Tausenden von Toten und Verletzten
allein in München – am 1. September
1957 – wurde eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung von
50 km/h im gesamten Stadtgebiet
wirksam. Diese schönen Zeiten von
vor 1957, als das Taxeln noch Spaß
machte und im Gegensatz zu heute
goldene Nasen wachsen ließ, sind leider lange vergangen und keinem jetzt
noch aktiven Kollegen mehr persönlich bekannt, vorausgesetzt es gab
überhaupt überlebende Kollegen. Ach,
wenn diese Zeiten doch immer noch
währen würden! 
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Havanna
Norberts Weltreise
38 TAXIKURIER
Ein Verkehrsmittel gibt es überall auf
der Welt –nämlich das Taxi. Norbert
Laermann recherchiert und berichtet,
wie und wo auf diesem Erdball die
Taxibranche funktioniert.
Assoziationen zu Kuba gibt es unzählige: türkisfarbenes Meer, weiße
Strände, Rum, berühmte Zigarren,
Zuckerrohrfelder, Ernest Hemingway,
kaffeebraune Schönheiten. 
Man denkt an Havanna, die wohl
schönste Stadt der Karibik, an amerikanische Straßenkreuzer, an Rhythmen, die um die Welt gingen. 
Auf Kuba klappt so
manches nicht, …
… aber es macht Spaß, es dennoch immer wieder zu versuchen … 
Kuba ist ein faszinierendes Land, das
sich von anderen Ländern in Lateinamerika stark unterscheidet. Das ist
vor allem darin begründet, dass
durch das Zusammentreffen kommunistischen Kollektivdenkens mit hedonistischem Individualstreben Spannungen entstehen. Dazu kommen die
Widersprüche, die sich durch die zwei
geltenden Währungen ergeben, ehemals den Dollar (jetzt Euro) und den
Peso. Das Land mit seiner leidvollen
Geschichte fasziniert durch sein Jahrhunderte langes Streben nach Freiheit, das 1959 seinen Höhepunkt erreichte, als die „Rebellion der
Bärtigen“ unter der Führung von Fidel Castro versuchte, Schluss mit
Korruption, Misswirtschaft und Mafiafilz zu machen. Für viele Europäer
wurde sein Mitstreiter „Che“ Guevara
zum Idol ihrer Jugend. All diese
Aspekte machen die Einzigartigkeit
Cubas aus. Man erlebt die Mangelwirtschaft, bekommt aber gleichzeitig
die überschäumende Lebenslust zu
spüren, die vielen von uns längst
verloren gegangen ist. Hier erlebt
man, dass das Leben auch Lust, Musik und Tanz ist. 
Havanna liegt im westlichen Teil
Cubas und ist mit fast drei Millionen
Einwohnern die größte Stadt der
westindischen Inseln. Havanna ist
eine riesige Stadt und jeder Stadtteil
erstreckt sich über Kilometer. Das
Zentrum selbst kann man sehr gut zu
Fuß erkunden. Busfahren in Havanna
kann zum reinen Abenteuer werden
und sollte den Einheimischen überlassen werden. Der Taximarkt jedoch
ist kurios und allzeit verfügbar. 
Ortskundeprüfung
oder ähnliches kennt
man in Cuba nicht.
Wer Eigner eines Fahrzeugs ist – sei
es auch noch so merkwürdig – kann
sich ein Taxischild aufs Dach schrauben und seine „Karriere“ beginnen. Es
gibt aber auch offizielle Taxis, leicht
daran zu erkennen, dass sie neu und
gut gepflegt sind (Transgaviota, OK
Taxi, Turistaxi, Fenix, Habanataxi,
Transtur, Panataxi). Taxis können
entweder per Telefon angefordert oder
auf der Straße angehalten werden.
Taxistände gibt es an großen Hotels,
Flughafen und großen Plätzen. Für
Touristen wurden die Cocotaxis eingeführt, ein eiförmiger gelber Roller,
der 2 Personen plus Fahrer befördern
kann. Diese sind genauso im Preis wie
Taxis. Etwas langsamer sind die bicitaxis, bei uns als Rikschas bekannt. 
Von legal bis illegal
– alles ist möglich
Die Bandbreite ist also groß - von privat illegal über privat legal und von
staatlich illegal bis staatlich legal. Die
Preise sind günstig, Preisvereinbarungen vor Fahrtbeginn jedoch sinnvoll,
bei weiteren Fahrten sollte man sich
vergewissern, ob genügend Sprit im
Tank ist. Wohl nirgends auf der Welt
kommt man in den Genuss in einem
Chevrolet-Taxi mit Lada-Motor auf
vier verschiedenen Reifen von einem
freundlich lächelnden Fahrer kutschiert zu werden. 
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:15 Uhr Seite 38

Seite 39

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Dr. Rüdiger Neitzel, 41, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin betreibt zusammen mit
Dr. Christian Jessel im Airport-Center die Orthopädische Praxisklinik. Er war über 10 Jahre
Bundesliga-Handballspieler, mehrfacher deutscher Meister, Pokalsieger und Europacupsieger, hat 124 Länderspiele und 1984 in Los Angeles die Silbermedaille errungen. 
Rüdiger Neitzel gibt regelmäßig Tipps im TAXIKURIER zu berufsrelevanten Themen.
Hier spricht der Doc
Der Raucheranteil ist in einigen Branchen
noch immer sehr hoch. Auch unter den Taxifahrer/innen überwiegt die dampfende
Mehrheit. Jährlich sterben in Deutschland
ca. 140.000 Menschen an den Folgen des
Rauchens, in ganz Europa sind es 550.000
pro Jahr. Man büßt durch das Rauchen etwa 20 Jahre seiner normalen Lebenserwartung ein. Ebenso weiß jeder, wie schädlich
das Rauchen in der Schwangerschaft ist
und welche unwiederbringlichen Folgen es für
die Entwicklung und Reifung eines Embryos
hat. Diese Zahlen sind hinlänglich bekannt
und durch gezielte Kampagnen weit verbreitet.
Was macht also die Attraktivität des Rauchens
aus, dass so viele Menschen bereit sind, dieses
Gesundheitsrisiko einzugehen. 
Nun Nikotin ist ein raffiniertes Nervengift, das
seine Wirkung im zentralen Nervensystem entfaltet. Dort dockt es an Rezeptoren im Suchtzentrum des Gehirns an und entfaltet seine
Wirkung. Das Ungewöhnliche ist, dass es
sowohl stimulierend, also antidepressiv
wirkt, als auch dämpfende Wirkung im Gehirn verbreitet. Damit wirkt es beruhigend
und sedierend auf unseren Organismus. 
Alle Raucher kennen das Gefühl, dass bei
stressigen Situationen „erst mal eine Zigarette zur Beruhigung“ gebraucht wird. 
Andrerseits regt bei Langeweile der Griff
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zur Zigarette die Unternehmenslust an. Diese Wirkung hat sich die Werbung knallhart
zu eigen gemacht. In Werbespots und Anzeigen wird der Griff zur Zigarette immer
mit Attributen wie cool sein, abenteuerlustig, gesellig, freiheitsliebend und aufregend verknüpft. Daher gilt das berühmte
Nachahmerprinzip, man möchte auf jeden
Fall dazu gehören und nicht als Außenseiter gelten. Dies ist sicher einer der Gründe,
warum das Rauchen unter Jugendlichen so
weit verbreitet ist. 
Mittlerweile haben die Frauen die Männer
in den Statistiken der Gesundheitsforscher
eingeholt, war deren Häufigkeit an Erkrankungen und Reduktion der Lebenserwartung angeht. Wichtig ist für alle Raucher,
sich den Grund ihrer Rauchgewohnheit bewusst zu machen und somit nach gezielten
Wegen aus der Sucht zu suchen. 
Dabei hat sich vor allem das Buch von Allen
Karr „Endlich Nichtraucher“ als Wegbegleiter
für viele Aussteiger als hilfreich bewährt. 
Ferner hat eine Vielzahl von Studien belegt,
dass ein Ausstieg aus der Sucht nicht ohne
Substitution zu bewerkstelligen ist. Dies bedeutet, dass man das Gehirn mit Nikotin füttern
muss, um drohenden Entzugserscheinungen
vorzubeugen. 
Das kann auf vielfältige Art und Weise geschehen: Nikotinpflaster, die den Wirkstoff über die
Haut abgeben; Kaugummi, Lutschbonbons;
Stäbchen und auch Nasensprays werden eingesetzt, um den Heißhunger auf die Zigarette zu
bändigen. Auch muss ein Nachsorgeprogramm
eingerichtet werden, um den Rückfall in alte
Gewohnheiten zu verhindern, denn es ist bekannt, dass Raucher auch nach über zehnjähriger Abstinenz wieder rückfällig werden können. Einige alternative Verfahren wie
Akupunktur oder Hypnose sollen sich positiv
auf die Entwöhnung auswirken, hierzu gibt es
jedoch noch keine gesicherte Datenlage zu
deren Wirksamkeit. Deshalb rate ich nicht
dazu, sein durch das Nichtrauchen gesparte
Geld gleich in zweifelhafte Therapien zu
investieren. 
Es gibt im Internet einige interessante 
Programme, die kostenlos genutzt werden
können und die mit einer Nikotinsubstitution auch erfolgreich sind. Beispiele sind
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41TAXIKURIER
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Witz des 
Monats 
Ein Mann kommt zum
Kiosk und verlangt eine
Schachtel Zigaretten. 
Als er die Packung überreicht bekommt, liest er
die Aufschrift auf der
Schachtel: „Rauchen
macht impotent.“ 
Daraufhin sagt er zum
Verkäufer: „Ich hätte 
doch lieber die mit dem
Krebs.“
AnnodazumalAmüsantes aus der Taxi-Historie
Anno dazumal
Spitznamen der
Taxler I Teil 3
Droschkenkutscher bedienen sich einer Wortwahl, die gelinde gesagt deftig oder auch grob
sein kann. Nicht nur der „Urvater“ der Münchner Lohnkutscher, Xaver Krankl, ist durch seine
groben Anekdoten bekannt, sondern in jeder
Generation der Fiaker sind Spitznamen, die der
Betroffene meist nicht so gerne hört, zur
allgemeinen Belustigung an der Tagesordnung.
Spott und Schadenfreude halten nur die besonders Harten aus. Deshalb haben wir in unserer Aufzählung von Spitznamen nur in Ausnahmefällen auf lebende Zeitgenossen
zurückgegriffen. Grundsätzlich sind Bezüge zu
aktiven Kollegen rein zufällig.
Der „Schwiegersohn“
hat in den 50er Jahren in eine Familie mit einer „Altnummer“ unter 400 eingeheiratet. Er
bekam nach dem Fall der Bedarfsprüfung und
der damit verbundenen Konzessionsschwemme
eine eigene Konzession, die Nummer 1113. Der
Hans, so hieß der stets freundliche kleinwüchsige Kollege aus Schwabing, war ein Multitalent, das unheimlich fleißig war. Böse Zungen
behaupten, dass er sich zu Hause nicht sehr
wohl fühlte, was überhaupt nicht stimmen
kann, da er in den sechziger und siebziger
Jahren in seiner geräumigen Altbauwohnung
im 3. Stock sogar Motoren und Getriebe seines
180er Ponton-Mercedes zerlegte und natürlich
wieder zusammenbaute. Dem Risiko ein Montagsauto mit Macken zu erwischen, entging er
dadurch, dass er meistens aus zwei Autos eines
zusammenschraubte. Seine Meisterleistung war
der Eigenumbau einer Barock-S-Klasse im vorgerückten Alter auf Gasbetrieb. Durch die
Gastanks entfiel der Kofferraum fast ganz. 
Das spielte aber keine Rolle, da er sich zu einem virtuosen Notdienstgeier entwickelte. So
wurde die Clique von Fahrern tituliert, die mit
Tricks und manchmal halbseidenen Methoden
das Monopol auf lukrative Notdienstfahrten
hatten.
Während der Wartezeiten packte der „Schwiegersohn“ seine Miniwerkstätte unter den Sitzen
hervor und bastelte Kunststoffbehälter, Kalenderhalter und Ordnungsnummerntaferl nach
Sonderwünschen, Hinweisschilder et cetera. 
Der Bau von Kunststoffbehältern war neben
dem Taxi das zweite Standbein des „Schwiegersohns“ . Viele ältere Kollegen benutzen heute
noch Produkte dieser Kunststoffbehälterfirma.
Der liebenswerte „Schwiegersohn“ war etwas
blass um die Nase und muss wegen niedrigen
Blutdrucks leicht gefroren haben. 
Er trug nämlich Sommer wie Winter einen, wie
man auf Münchnerisch sagt „persernen Fischgrätmantel“ .
Der „Taubenwastl“
ein mittelgroßer Kollege der in Gronsdorf
wohnt, nur nachts fuhr, weil dann seine heißgeliebten Reisetauben oder vulgo Brieftauben
schliefen.
Der Wastl hatte im Krieg ein Bein verloren,
war trotzdem schlank und beweglich und verfügte über eine mächtige Bassstimme. 
Wenn man den Wastl hörte und erst später
sah, erschrak man, dass zu dieser mächtigen
Stimme nur eine 1.70 Meter große Figur gehörte.
Seine Passion für Geflügel, im besonderen natürlich Tauben, führte der Wastl zur Perfektion
in jeder Hinsicht. 
Durch seine hervorragenden Kenntnisse auf
dem Gebiet der Geflügelkrankheiten wurde unser Wastl an das Veterinärmedizinische Institut
der LMU als Dozent berufen. 
In vorgerücktem Alter hatte er durch seinen tiefen Bass bei langen Vorträgen Stimmprobleme.
Am meisten erregte den Wastl, dass bei der 
Eröffnung der Olympischen Spiele 1972 beim
Taubenflug keine einzige Münchner Taube
mitflog. 
Es hatte wegen einer Forderung des Organisationskomitees, der sich der Wastl der Tauben
wegen nicht beugte, Zoff gegeben, so dass die
Münchner Tauberer ihre Tiere zurückzogen.
(HM)
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42 TAXIKURIER
1. Das Brotzeitstand’l 
Brotzeitstand’l
Stahlgruberring 53/Ecke Schatzbogen
Mo. - Fr. 7.30 - 18.30 Uhr
Telefon 0176-29 64 45 18
Seit Januar 2005 betreibt Franz
Strahle dieses Stand’l, das in unmittelbarer Nähe zum Taxistand liegt.
Alle Speisen werden täglich frisch zubereitet. So wird z.B. der Kartoffelsalat ebenso selbst gemacht wie die
Fleischpflanzerl, die Schaschlik-Spieß
(ohne Innereien) oder der Wurstsalat.
Am Testtag gab es z.B. folgendes Angebot: Zwei Fleischpflanzerl mit Kartoffel-Salat und 0,5 Liter Cola für
5,70 Euro. Alles auch zum Mitnehmen. Eine Toilette ist vorhanden.
2. Die Metzgerei
Metzgerei Kastenhuber
Kreuzerweg 51/Ecke Kreillerstraße
Mo. - Fr. 7.00 – 18.00 Uhr, 
Sa. 7.00 – 12.00 Uhr
Telefon 42 11 40
Thomas Kastenhuber leitet diesen Familienbetrieb mit seiner Frau auf hohem Niveau, was sich auch in einem
meist vollen Laden zeigt. Im Imbissteil gibt es verschiedene Mittagsmenüs neben den Dauer-Rennern:
Schweinsbraten, Schnitzel, Fleischpflanzerl, Salate, Käse usw. Natürlich
ist alles selbst zubereitet und auch die
angebotenen Wurstwaren stammen zu
ca. 80 % aus eigener Produktion. Bei
schönem Wetter kann man im Vorgarten dinieren, obwohl der Laden
selbst so hübsch und appetitlich ist,
dass man gar nicht mehr heraus mag.
Der berüchtigte „Charme“ der Fliesenausstellung mit Wurstverkauf ist hier
wirklich nicht mehr zu finden. Natürlich alle Brotzeiten auch zum Mitnehmen.
3. Die Bäckerei / Das Stehcafé
Der kleine Laden
Backwaren, Stehcafé und 
„Tante-Emma“-Laden
Solalindenstraße 102
Mo., Di., Do., Fr. 7.00 – 13.00 Uhr
und 15.00 – 18.00 Uhr
Mi. 7.00 – 13.00 Uhr
Sa. 7.00 – 12.00 Uhr
Telefon 430 25 25
Rupert Krause und seine Frau haben
hier ein Biotop geschaffen, das lange
als ausgestorben galt: Ein Tante
Emma-Laden in dem es Back- und
Wurstwaren gibt, Butter, Margarine,
Pralinen, Waschmittel, Obst und Gemüse, Kaffee und und und …
Brot und Semmeln werden von einer
kleinen Bäckerei geliefert; Kuchen
und Torten sind von Frau Krause
selbst gebacken Der (Steh-)Kaffee ist
von Dallmayr oder (Espresso) von
Segafredo, die Brotzeit ist absolut
günstig, z.B. 1 Paar warme Wiener
1,10 Euro, die üppige Wurstsemmel
1,30 Euro, mit Schinken und Käse
überbacken 2,- Euro usw.
Erstklässler mit dem Schulranzen am
Buckel kaufen sich hier auf dem
Heimweg ihren Lutscher und werden
dabei namentlich begrüßt (und umgekehrt). Die Mütter kommen 15 Minuten später, weil ihnen beim Kochen
die Butter ausgegangen ist. Und neben allem gibt es noch die aktuellsten
Truderinger und Waldtruderinger
Nachrichten, gegen die selbst BILD eine lahme Schnecke ist.
4. Das Gasthaus
S’Truderinger Wirtshaus
Kirchtruderinger Straße 17
Täglich 10.30 – 1.00 Uhr, 
kein Ruhetag
Telefon 42 15 32
Ein Wirtshaus mit einer gewissen Patina an den Wänden und einem echten Biergarten – „echt“ weil das Mitbringen eigener Brotzeiten erlaubt ist.
Augustiner, Hell 2,80 Euro, Edelstoff
3,00 Euro und Unertl Weißbier, 3,00
Euro lassen den Bierkenner mit der
Zunge schnalzen. Der Fiaker im
Dienst – und nicht nur der – freut
sich darüber, dass (vorbildlich) alkoholfreie Getränke in gleicher Menge
billiger sind, also z.B. Tafelwasser
0,5 l, 2,60 Euro; Cola 0,5 l, 2,70 Euro
usw. Das Haferl Kaffee gibt es für
2,90 Euro und täglich „von 14.14 Uhr
bis 17.17 Uhr“ ist die Tasse Kaffee mit
einem Stück Kuchen, Torte oder Donut für 2,99 Euro zu haben. Tagesgerichte 6,99 Euro, z.B. Cordon Bleu mit
Bratkartoffeln und Salat (alternativ
ein Stück Kuchen statt Salat).
Die Standardkarte weist den
Schweinsbraten mit handgeriebenem
Kartoffelknödel und Speck-Krautsalat
Die monatliche Orientierungshilfe 
durch den Brotzeit-Dschungel
Wir beginnen die Fortsetzung unserer Serie im „outback“: 
Wasserburger Land, Trudering, Trudering-Bahnhof, Schatzbogen.
Tipps für Sie und Ihre Fahrgäste.
EssenRädern!
auf
Foto: www.atelier-tacke.de
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mit 8,90 Euro aus, ein Preis, der angesichts der Größe und Qualität völlig
in Ordnung ist. Wie überhaupt das
Preis-/Leistungs-Verhältnis hier definitiv stimmt.
Ziemlich typisch die Entschuldigung
eines Herren am Nachbartisch, als
sein nicht ganz geleerter Teller abserviert wurde: Guat war’s, aber z’vui“ .
Das Speisenangebot legt den Schwerpunkt eindeutig auf bayerische Küche
– und der lustige „Leibspeislblad’l“-
Schreiber leider auch auf die Bayerische Sprache – oder das, was er dafür
hält. Es ist schlicht und einfach grausam, wie die Wirte Christian Croon
und Benno Herrmann hier mit dem
Hintern (oder der Schreibfeder) das
wieder einreißen, was sie mit guter
Leistung zuvor aufgebaut haben. Einige Beispiele zum Abgewöhnen:
„Schweinsbrod’n mit Gadoffegnödl“,
Zwoaweißwürstmitbreznundamsenf“
(übrigens 3,90 „Oiroh“), „A 
g’schmackig guade Tafelspitzsülz’n
mit Radieserlsoß’, ang’machte Salatbladl und würzigen Bratgadoffe dazua“, „Tomatensupperl mit gnofelten
Krutongs (mmmmm)“ . Es handelt sich
hier wirklich um wörtliche Zitate und
nicht um die Arbeit eines Legasthenikers aus Hamburg oder Berlin, der die
ohnehin undankbare Aufgabe hatte
mal so richtig „bayerisch“ zu schreiben – oder doch???
Wer es schafft über „Lecker“-Baby-
Spareribs und andere sprachliche/
orthografische Ausraster hinweg zu
sehen und bereit ist, Freunde oder
Fahrgäste darüber aufzuklären, dass
für gute Satire in Bayern immer noch
Gerhard Polt zuständig ist, kann diese
Lokal guten Gewissens empfehlen.
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9,8 innerorts, 5,7 außerorts. CO2-Emissionen:
(g/km): 194 nach 80/1268/EWG
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Fotos: www.atelier-tacke.de
Rose des 
Monats
Jeden Monat küren und belohnen wir Personen, Institutionen oder auch Kollegen und Kolleginnen für besonders
taxifreundliche Aktionen. Die Rose sozusagen als Symbol
und Dank für die Zuneigung gegenüber dem Taxi-
Gewerbe. Belohnt wird die jeweilige sympathische Geste
mit einem kleinen Geschenk.
Peter Heilmeyer, Polizeioberkommisar, PI 27 (Haar)
Mit besonderer Freude haben wir die Rose des Monats
an einen Polizeibeamten überreicht. Kollege Eschenlohr aus Trudering beförderte einen Fahrgast vom Ostbahnhof-Stand nach Heimstetten. Wie so oft wurde ein
Zwischen-Stop am Bankomat eingelegt. Der männliche
Fahrgast betrat eine Bank in Heimstetten. Als er das
Geldinstitut verließ, hat er, jedoch nicht etwas seine
Fahrt bezahlt, sondern das Weite gesucht. Unternehmer
Eschenlohr erstattete Anzeige bei der zuständigen Polizeiinspektion in
Haar. POK Heilmeyer, mit viel
Herz für Taxler,
nahm sich der Sache an und erreicht
mit staatsanwaltlicher Mithilfe,
dass die erwähnte
Bank die Daten des
Fahrpreisprellers mitteilte. Der junge Mann hat mittlerweile ausgesagt, gestanden und bezahlt. Im Nachhinein
erfuhr unser Kollege, dass schon mehrmals Kollegen
Opfer einer Fahrpreis-Prellung zwischen Ostbahnhof
und Heimstetten waren. Die PI 27 bittet die Betroffenen, sich unter (0 89) 46 23 05 40 zu melden. Der Taxikurier bedankt sich bei Herrn Heilmeyer und würde
gerne öfter Rosen an Polizeibeamte überreichen. (PR)
Amüsantes aus der telefonischen Auftragsaufnahme
der Taxizentrale:
Funksprecher versucht Auftrag über Standplatztelefon zu
vermitteln und ruft dafür am Standplatz an …
Funksprecher: „Grüß Gott – Zentrale, Platz 31“ (1. Versuch)
Taxifahrer 1: meldet sich am Standplatztelefon ohne Taxinummer und sagt „komme gleich zu Zentrale Platz“
Funksprecher: ruft nochmals an
„Grüß Gott – Zentrale Platz 31“ (2. Versuch)
Taxifahrer 2: meldet sich korrekt mit Taxinummer und erhält
Auftrag 
Taxifahrer 2: meldet ca. 3 Minuten später auf Kanal 4 und teilt
mit, dass Taxifahrer 1 immer noch am Standplatz
verzweifelt im Stadtplan den ‚Zentrale Platz’ sucht
Taxifahrer 1: meldet sich weitere ca. 3 Minuten später auf
Kanal 2 und teilt mit, dass er den ‚Zentrale Platz’
nicht finden könne
Zentrale: versucht Fahrer über seinen Irrtum aufzuklären
Taxifahrer 1: „Gut, ich habe verstanden; ich hole Auftrag in
Zentrale ab.“ 
Kurioses aus der Zentrale
Anmerkung: Namen und Adresse der Kundin wurden aus datenschutzrechtlichen 
Gründen abgeändert
44 TAXIKURIER
Bilderwitz aus der Juli-Ausgabe:
AND THE WINNER IS …
„Der hat wohl Fiaker mit Vieh-Acker verwechselt“
Peter Hörl (Taxi 1445), älteren Semestern als „Dreivierteldrei-Peter“
bekannt, aus München/Gronsdorf, hat mit diesem Text den Vogel 
abgeschossen und kann sich über 2 Freikarten für das Automobilmuseum in Amerang sowie eine Oldtimer-Cabrio-Tour freuen.
Herzlichen Glückwunsch!
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:17 Uhr Seite 44

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45TAXIKURIER
Als Gegenpart zur Rose „bestrafen“ wir monatlich Zeitgenossen, Institutionen, Behörden sowie leider auch 
Kollegen und Kolleginnen für Handlungen und Aktionen,
die unserem Gewerbe schaden. Als Symbol dafür haben
wir die saure Zitrone ausgewählt.
Franz Locher
Taxiunternehmer und Beiratsmitglied der Taxivereinigung verteilte am 6. Juli zur Generalversammlung der
TAXI MÜNCHEN eG vor dem Augustiner Keller eine 4seitige Hetzschrift mit demagogischen Inhalten. Trotz
Pressefreiheit und der Möglichkeit der freien Meinungsäußerung waren der oder die Autoren zu feige, mit ihrem Namen zu zeichnen und sind anonym aufgetreten.
Zu den „Brunnen-Vergiftern“ sind auch Personen zu
zählen, die derartiges unter die Leute bringen und sich
zu einem „Verteiler-Job“ degradieren lassen. Als Herr
Robert Fischer, Taxiunternehmer, stellv. Vorsitzender der
Taxivereinigung und Aufsichtsratmitglied der Taxi-Genossenschaft von dieser Aktion erfuhr, hat er Herrn Locher in seiner Funktion als Vereinigungsmitglied die
Verteilung untersagt. Die Versammlung verurteilte die
infarme Anonymität aufs Schärfste. Hoffentlich überlegt
sich Herr Locher als Inhaber der „Zitrone“, vor welche
zwielichten Karren er sich in Zukunft spannen lässt. (PR)
Fotos: www.atelier-tacke.de
Zitrone des 
Monats
Taxameter des Monats
Augustiner Keller – Hier verkehren keine armen Schlucker. Nach dem Genuss des Münchner Kultbieres und den prima Hendln
sehr taxifahrfreundlich. Bayrisch sprechende Fahrer haben es hier leichter. Neuerdings rasches Abschleppen der Polizei bei 
zugeparktem Standplatz.
Waldwirtschaft – Manche finden noch immer nicht hin oder zurück in die Wolfratshauser. Betuchtes Publikum, das immer einen
Schein fürs Taxi locker hat. Schöne Stiche. Heitere Atmosphäre.
Hofbräuhaus – Zwar eher kleiner Biergarten (400 Plätze), dafür idyllisch. Trotz hohem China- und Japan-Anteil Heimstatt von
Stammtischen aus München und der Region. Bis 22.00 Uhr lukrativer Stand.
Seehaus – Komplizierter Stand. Bei „Seehaus sofort“ ist man garantiert immer 2. Sieger. Landhaus-Publikum. Läuft nur gut bei
Veranstaltungen. Lange Wartezeiten zwischen den Büschen.
Paulanerkeller – Nach dem Umbau läuft nichts mehr. Hochpreisig drinnen und draussen. Das Publikum hat keine Mittel mehr 
fürs Taxi. Entwickelt sich immer mehr zum Biergarten für Fremde. Die 2 Plätze für uns Taxler sind fast zuviel.
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:17 Uhr Seite 45

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46 TAXIKURIER
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Promi-Talk
Das monatliche Gespräch mit bekannten Zeitgenossen
aus unserer Stadt über ihre Erlebnisse im Taxi.
„Blacky“ fährt täglich Taxi. Ob zum Flughafen oder zu und von seinen 
„Arbeitsplätzen“, den Theatern, den Fernseh- und Filmstudios.
Seit einigen Jahren hat er ein Münchner Original, den Peter Rünz, engagiert.
Ein hilfsbereiter Taxler, immer gut gekleidet und keinem verbalen Streit abgeneigt. Er gehört schon fast zur Familie, fährt ja auch seine Frau und seinen
Sohn. Wenn sein Auto mal kaputt ist, leiht er sich ein Kollegen-Gefährt, das
aber schon mal penetrant nach Zigarren-Konsum stank. Manchmal fährt er
auch ein bisserl zu langsam, kennt aber jeden Schleichweg in München. 
Wenn er mal verhindert ist und Joachim Fuchsberger auf ein anderes Taxi
ausweicht, sind seine Erfahrungen mit Münchner Taxlern ebenfalls durchwegs
positiv, obwohl sie nicht alle des „Rünzschen“ Bayrischen mächtig sind.
Joachim Fuchsberger
Joachim Fuchsberger, 78, Schauspieler, 
wohnt seit fast 50 Jahren in München. 
Vom 1. August bis 3. September (Di - So, 20.00 Uhr)
besetzt er die Hauptrolle in „Der Priestermacher“ 
in der Komödie im Bayerischen Hof. 
Foto: Rabanus, München
Foto: Rabanus, München
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47TAXIKURIER
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Ohne Worte
Das Ende des Alpenrock
Wer heute mit offenen Augen
durch die Landschaft fährt und die
Neubauten studiert, erkennt, dass
der Abschied von Karl Moik überfällig war. Kein halbwegs vernünftiger Häuselbauer, auch kein „Zugroaster“ in Baldham oder Solln
baut noch alpenländisch. Das Alpenbarock mit seinen Jodlerschnitzereien, Stahlbetonrüscherln
ist sowas von überholt, dass man
vor lauter Glück fast schon Mitleid
mit jenen bekommen könnte, die
durch das Ende der Geschmacksverirrung in den wirtschaftlichen
Ruin getrieben werden.
So sehr ich überzeugt bin, dass
sich jeder seine Kunst aussuchen
soll, die er zu verdienen glaubt, und
sosehr ich allen jenen original Oberländer und Hinterwäldler Musikanten
ihre Eigenheime gönne, die sie durch
die Vermarktung ihres Liedguts und
Verarschung des Publikums bauen
haben können, so steht doch fest,
dass es Zeit wird, dass wir von dieser
miserablen Musik erlöst werden. Einer Berieselung, deren Texte so bodenlos blöd sind, dass sie nur mit einer Überdosis Antidepressiva
überstanden werden können.
So sehr die Art von „Musikantenstadl“ und sonstigen Stadln ein Geschäft war, so sicher ist es, dass sie
dem Image Bayerns als einer Volldeppenregion mächtig geschadet hat.
Es ist so nicht verwunderlich, dass
kein junger Mensch – die Wies’n
ausgenommen – bereit ist, in eine
Tracht zu schlüpfen um den Alpenaborigine zu spielen. 
Der Verfall und das nahende Ende
dieser musikalischen Umweltverschmutzung sollte auch für uns
Taxler ein Signal sein, unsere
Radiokanäle umzuprogrammieren
und jegliche Alm-Öhi-Idylle aus
unserem Kleiderschrank zu entlassen. Nichts spricht gegen Tracht
und alpenländische authentische
Berufskleidung, idealerweise zur
Wies’n. Sie muss jedoch mit der
Sprache des Trägers kompatibel
sein und darf nicht dem Holzhammer-Bavarismus entsprechen.
3093
Verkehrsmedizinisches Untersuchungszentrum – Dr. Hingerle
Partner des Landesverbandes Bayerischer Taxi- und Mietwagen-Unternehmer e.V. • seit 25 Jahren im Dienst der Münchner Taxifahrer
Ärztliche oder „augenärztliche“ Untersuchung (keine Anmeldung erforderlich): je 20 €
Ärztliche un d „augenärztliche“ Untersuchung (keine Anmeldung erforderlich): 30 €
Reaktionsuntersuchung (wenn möglich kurze Voranmeldung erbeten): 55 €
Reaktionsuntersuchung + ärztliche + „augenärztliche“ Untersuchung zusammen: 80 €
Wir sprechen Ihre Sprache, kennen Ihre Sorgen und helfen auch bei Problemfällen.
Am Brunnen 17, 85551 Kirchheim bei München 
(Nähe: „Neue Messe Riem“, – A 99) 
Telefon: 089/9 03 61 10 oder 089/9 03 33 66
www.verkehrsmedizin-dr.hingerle.de
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:17 Uhr Seite 47

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48 TAXIKURIER
Hackerhaus-Aktion
In der Juni-Ausgabe des TAXIKURIER wurde innerhalb einer
halbseitigen Anzeige vom „Hackerhaus“ für Münchens Taxler ein
„Schmankerlteller“ ausgelobt. Die Wirtsleute Jutta und Paul Pongratz haben unseren muslimischen Kollegen und allen Vegetariern
zuliebe die Aktion, die bis zum 15.9. läuft, ausgeweitet: Gesottene
Rinderbrust bzw. Käsespätzle.
F&B im Mercedes-Benz-Center
Im Mercedes-Benz Center München wurde am Samstag, 18. Juni
2005 die neue B-Klasse den Münchner Taxiunternehmern und Taxifahrern unter dem Veranstaltungsmotto „Italienischer Taxi-
Frühschoppen“ vorgestellt.
Mehr als 450 Besucher nutzten trotz sonnigen Traumwetter die
Möglichkeit, das vielseitige Programm zu genießen. Vor Ort waren
Gesprächspartner aus dem PKW-Verkauf, Service und Finanzierung bei Mercedes-Benz München so wie viele Kooperationspartner rund ums Taxigewerbe. Neben drei neuen B-Klasse in der Taxi-Version waren unter anderem auch ein E200 NGT und ein Vito
ausgestellt. Die Möglichkeit der Probefahrt der Produktneuheit B-
Klasse in der Taxi-Version und E 200 NGT (Erdgas) wurde rege
angenommen. Gerade die neue B-Klasse als Taxiversion setzt als
eigenständige Symbiose aus Limousine, Kombi und Van neue
Maßstäbe in Dynamik, Design und Variabilität.
Die Gäste konnten das italienische Ambiente ganz nach dem Veranstaltungsmotto bei italienischen Schmankerl genießen. Die
Band von Salvatore Grillo sorgte mit bekannten italienischen Liedern für eine mediterrane Stimmung.
Diese Veranstaltung war ein Dankeschön an die Taxiunternehmer
und –fahrer von Mercedes-Benz München.
Schwarzes Brett der Branche
Pinnwand
2 x 2 Karten für die Komödie im Bayrischen Hof zu gewinnen! 
Vom 1. August 2005 bis 3. September 2005 läuft das Schauspiel 
„Der Priestermacher“:
Der altgediente Priester Johannes Fabricius ist ein liebenswürdigautoritärer Manager Christi mit kirchlichem Sex-Appeal, der alle
Techniken des Beliebtseins beherrscht, den Menschen nie mehr
predigt, als sie verstehen wollen, die Predigt als sonntägliche
Wahlveranstaltung begreift und die Kollekte als Qualitätskontrolle.
Routiniert betreibt der Star der Diözese seine geistliche Hof- und
Seelenhaltung, bis ein junger Priesterkandidat unter seine Fittiche
gerät und mit seiner kompromisslosen Aufrichtigkeit, seinen bohrenden Fragen und seiner unangenehm wörtlich verstandenen
Nächstenliebe, den Gemeindemanager Fabricius zu einem Neuanfang im Leben und im Amt zwingt. Der junge Rebell, den Fabricius ins Priesteramt führen sollte, resigniert – und macht gleichzeitig seinen Mentor zum richtigen Priester und zum Kämpfer
gegen das moderne Pharisäertum.
Der amerikanische Autor hat mit seinem Stück keine schwerblütige oder zynische Abrechnung mit der Institution Kirche 
geschrieben, sondern einen brillanten satirischen Diskurs von angelsächsischer Leichtigkeit und Schärfe. „Der Priestermacher“ ist
sowohl schafsinnige Komödie und packendes theologisches Drama
als auch ein theologischer Krimi, bei dem sich die Besucher abwechselnd als Gemeinde unter der Kanzel und als faszinierte Beobachter eines ebenso leidenschaftlichen wie ironischen Duells um
die Seele des Menschen fühlen. 
Zwei Traumrollen für zwei exzellente Schauspieler. 
Die ersten beiden Leser, die uns unter Telefon (0 89) 46 50 21 
sagen, wer die Hauptrolle in diesem Stück spielt, erhalten je 2
Karten für die Vorstellung am 11.08.2005, 20.00 Uhr.
Jetzt auch Leasing bei Auto Much
Ab sofort können junge Gebrauchttaxis von Auto Much bis zu 
42 Monate geleast werden.
z. B. Mercedes Benz E 200 CDI Limousine Baujahr 2003 für nur
9.-Euro*) pro Tag!
Das Besondere am Taxileasing bei Auto Much:
- keine Kilometerbegrenzung, im Gegensatz zu anderen Leasingverträgen!
- das Fahrzeug kann nach Ablauf der Leasingzeit auf Wunsch zum
festen Restwert übernommen werden.
Die Abwicklung erfolgt wie gewohnt schnell und unkompliziert. 
Weitere Informationen unter www.taxileasing.de
*) Kaufpreis netto 16.000,- Euro, Laufzeit 42 Monate, Anzahlung
30 %, Restwert 30 %.
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:17 Uhr Seite 48

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TAXISTIFTUNG DEUTSCHLAND
Sie kann auch für 
dich sein – die Spende
für die Taxistiftung!
Stiftungskonto:
BZP – Hauptgeschäftsstelle
Zeisselstraße 11 
60318 Frankfurt am Main
Bankverbindung:
Frankfurter Volksbank eG
Konto-Nr. 373 311
BLZ 501 900 00
Taxischule Info-Ansage (0 89) 76 42 70
Der Kursteilnehmer / Taxischein-Bewerber kann tagsüber in die 
Verwaltung, 1. Stock bei Frau Zeiler (bis 15.30 Uhr) oder vor
Kursbeginn im Schulungsraum (Rückgebäude) den Kursbetrag
von 120,- Euro für den Taxikurs bezahlen. Mitgliedsunternehmen
können selbstverständlich auch ihre Interessenten mit Rechnungsstellung zum Monatssende bei der TAXI-MÜNCHEN eG
ausbilden lassen. Vordrucke dafür erhältlich bei Frau Zeiler im 
1. Stock (Verwaltung). Der Kursteilnehmer muss jedoch den abgestempelten Handzettel mit Lageplan auf der Rückseite (mit Taxiunternehmer-Stempel) zum Besuch der Taxischule München bei
der TAXI-MÜNCHEN eG mitbringen.
Der Firmenstempel gilt als Gewähr, dass der Kursteilnehmer bereits beim angeschlossenenen Mitgliedsunternehmen bezahlt hat
und zum Kursbesuch berechtigt ist.
Ort für alle Ausbildungen: Kursraum der TAXI-MÜNCHEN eG | Engelhardstraße 6 | 81369 München | Taxistiftung Deutschland
Taxifahrerausbildung
Termine: Jeden Montag und Mittwoch
18.00 - ca. 21.30
Anmeldung im 1. Stock 
bei Frau Zeiler oder 30 Minuten vor
Kursbeginn im Schulungsraum bei Herrn
Tony Doll
Info-Ansage: (089) 76 42 70 
AUSBILDUNG 
IM AUGUST 2005
49TAXIKURIER
Funkausbildung
Termine: 16. und 18. August 2005
14.30 - 17.30 Uhr
Keine Anmeldung nötig (kostenlos)
Unternehmerkurse
Termine: Jeden Dienstag und Donnerstag
18.00 – 20.30/21.00 Uhr
Anmeldung bei Frau Choleva, Verwaltung
Kurs 6/2005: 06.09. – 04.10.2005
Kurs 7/2005: 11.10. – 10.11.2005
Kurs 8/2005: 15.11. – 13.12.2005
Kleinanzeigen
EHRLICH WÄHRT AM LÄNGSTEN!!! – 
FAHRER UND UNTERNEHMER AUFGEPASST!!!
Mit unserer Hilfe bleibt Ihnen unter Ausnutzung der gesetzlichen
Vorgaben zum guten Gewissen auch noch mehr Geld. 
Kompletter Lohnservice ab 19 Euro/Monat · Mehr muss gute 
Beratung nicht kosten. Tax-Assist GmbH · 089 / 7 4 99 66 77 
Kleinanzeigen geben Sie bitte direkt an der Hauptkasse in der
Englhardstraße 6 / 1. Stock, bei der TAXI-MÜNCHEN eG auf.
Anzeigenschluss ist der 12. August 2005!
Kleinanzeigen-Annahme
Eine Übernachtung für zwei Personen 
im Wert von über 200,- Euro im Maritim
Hotel München zu gewinnen.
Sogar unseren „Freunden und Helfern“, 
der Polizei, geben wir Starthilfe. 
WennSie zur Karikatur von Manfred Kraus bis 
spätestens 12.08.05 einen passenden Text an den 
Taxikurier senden, können Sie gewinnen. 
Der witzigste Beitrag wird prämiert.
Viel Spaß und Erfolg!
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
 Taxi_08-05 26.07.2005 11:17 Uhr Seite 49

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50 TAXIKURIER
Es gibt in München ca. 320 Taxistandplätze;
davon sind ca. 120 mit Taxirufsäulen der Taxi-
München eG ausgestattet. 
Von den restlichen ca. 200 Taxistandplätzen,
sind ca. 120 sogenannte „Funkstandplätze“ .
Dies bedeutet, dass sie dauerhaft (24h am Tag)
gültig sind und von der Taxizentrale der Taxi-
München eG als vollwertige Standplätze (je
nach örtlicher Zuständigkeit) gerufen werden.
Bei den restlichen ca. 80 Taxistandplätzen
handelt es sich um sogenannte Bedarfsstandplätze.
Bedarfsstandplätze sind meist zeitlich beschränkt und werden in der Regel am Funk
nicht gerufen.
Ein Funkruf eines Bedarfsstandplatzes erfolgt
nur für das entsprechende Anwesen selbst,
wenn dieser Bedarfsstandplatz zeitlich auch
zuständig ist.
Wichtig ist auch, dass Bedarfsstandplätze nicht
immer mittels Taxitafeln (Zeichen 229 StVO)
als Taxistand beschildert sein müssen. 
Bei der Nutzung von Bedarfsstandplätzen ist
darauf zu achten, dass das Bereitstellen von
Taxis auf der Fahrbahn erlaubt ist, soweit dort
nicht uneingeschränktes Halteverbot (Zeichen
283 StVO) besteht. 
Die Aufstellung von Taxis in zweiter Reihe ist
untersagt; eine Aufstellung ausserhalb der
Geltungsdauer ist ebenfalls untersagt.
Da sich – wie in jeder Großstadt – der Bedarf
an Taxistandplätzen permanent verändern
kann, werden Sie immer aktuell von der 
Taxi-München eG über Neuerungen oder
Änderungen informiert.
➜ „Alter Simpl“ (22-6 h)Türkenstr. 57, vor Gaststätte Alter Simpl ➜ „Allianz Arena – Nord“nördl. der Allianz Arena, im Bereich des Parkplatzes (Mitte)
➜ „Allianz Arena – Süd“ parallel zum Parkhaus (P&R) in Fröttmaning auf der Nordseite ➜ „Arri-Kino“ (22-6 h) Türkenstr. 89 / Akademie, vor Arri-
Kino ➜ „Aumeister“ (12-24 h) Sondermeierstr. 1, Gaststätte Aumeister ➜ „Brienner 10“ (22-6 h) Brienner Str. 10, vor Gaststätte ➜ „Camparihaus“ 
(22-6 h) Maximilianstr. 38, vor Camparihaus ➜ „Charivari“ (22-6 h) Türkenstr. 92, vor Gaststätte Charivari ➜ „Dance and Dine“ (22-6 h) Sonnenstr.
5, vor „Dance and Dine“ ➜ „Detmold“ (22-6 h) Detmoldstr. 2, vor Gaststätten ➜ „Deutsches Museum“ Boschbrücke, Deutsches Museum ➜ „Dostler“
Dostlerstr., vor BMW-Werk Tor 1 ➜ „Elserhallen“ (20-6 h) Rosenheimer Str. 143, vor Elserhallen ➜ „Kosttor“ (22-5 h) Am Kosttor 2, vor Diskothek
➜ „Feierwerk“ (22-6 h) Hansatr. 39-41, vor Feierwerk ➜ „Fischer-Stüberl“ (22-6 h) Lindwurmstr. 111, vor Gaststätte Fischer-Stüberl ➜ „Forum am
Deutschen Museum“ (22-24 h) Ludwigsbrücke, auf der Vorderseite des Deutschen Museums ➜ „Frankfurter Ring 228“ (22-6 h) Frankfurter Ring 228,
vor Diskothek ➜ „Galopprennbahn-Riem“ Graf-Lehndorff-Str. 36, Galopprennbahn ➜ „Gärtnerplatz-Theater“ (22-24 h) Gärtnerplatz, vor Theater
➜ „Gasteig“ Rosenheimer Str. 1, bei Ausfahrt Parkgarage Gasteig ➜ „Optimol-Gelände“ (22-6 h) Friendenstr. ggü. 10, Optimol-Gelände ➜ „Backstage“
(22-6 h) Wilhelm-Hale-Str. / Birketweg, vor Backstage ➜ „Hirschgarten“ Hirschgarten 1, vor Gaststätte Hirschgarten ➜ „Hofbräukeller“ (22-6 h)
Innere Wiener Str. 19, vor Gaststätte Hofbräukeller ➜ „Hotel Königshof“ Karlsplatz 25, vor Hotel Königshof ➜ „Nymphenburger 145“ (22-6 h)
Nymphenburger Str. 145, vor Gaststätte ➜ „Sonnen 25“ (22-6 h) Sonnenstr. 25, vor Diskothek ➜ „Mia“ (22-6 h) Herzogspitalstr. 6, vor Diskothek Mia
➜ „Kammerspiele“ (22-24 h) Maximilianstr. 26, vor Kammerspielen ➜ „Kleine Komödie“ (22-24 h) Maximilianstr. 47, vor Kleiner Komödie ➜ „Kleine
Komödie im Bayerischen Hof“ (22-24 h) Promenadeplatz, vor Kleiner Komödie im Bayerischen Hof ➜ „Löwenbräu-Keller“ (22-5 h) Dachauer-/
Nymphenburger Str., vor Gaststätte Löwenbräu ➜ „Max-Emanuel“ (22-5 h) Adalbertstr. 33, vor Gaststätte Max-Emanuel ➜ „Maximilians“ (22-6 h)
Maximiliansplatz 16, vor Diskothek ➜ „Messe-Ost“ Am Messeturm, vor östlichem Eingang Neue Messe ➜ „Messe-West“ Am Messesee, vor westlichem
Eingang Neue Messe ➜ „Messe-Nord“ Messegelände Taxivorfahrt Nord, vor Halle C3 ➜ „Muffathalle“ (22-6 h) Zellstr. 4, vor Muffathalle ➜ „M.O.C.“
Lilienthalallee 40, M.O.C. vor Halle 3 (bei Cafe) ➜ „Nationaltheater“ (22-6 h) Maximilianstr., Nordseite östl. Max-Joseph-Platz ➜ „Neue Pinakothek“
Theresienstr. / zwischen Barer- und Arcisstr. ➜ „Pinakothek der Moderne“ Barer Str. 40, vor Pinakothek der Moderne ➜ „Nightflight“ Wartungsallee
Flughafen-München, vor Diskothek Nightflight ➜ „Olympia.Parkharfe“ Parkharfe Olympiastadion ➜ „Willy-Gebhardt-Veranstaltungsarena“ Willy-
Gebhardt-Ufer, vor Arena ➜ „Olympiastadion Ehrengastbereich“ Olympiastadion Ehrengastbereich ➜ „Otto“ (22-6 h) Ottostr. 6, vor Gaststätte 
➜ „Otto-Hahn“ Otto-Hahn-Str. 6, vor Firma Siemens ➜ „P1“ Prinzregentenstr. 1, im Bereich der Bushaltestelle ➜ „Panzerhalle“ (22-6 h) Domagkstr. /
Panzerhalle (ehemaliges Bundeswehrgelände) ➜ „Parkcafe“ (22-5 h) Sophienstr. 1, vor Parkcafe ➜ „Paulaner“ Hochstr. 77, Vor Paulaner am Nockherberg ➜ „Pschorr-Keller“ (22-6 h) Theresienhöhe, vor Pschorr-Keller ➜ „Reithalle“ Heßstr. 132, vor Reithalle ➜ „Musikpalast“ (22-6 h) Wilhelm-Hale-
Str. 44, vor Musikpalast ➜ „Riem S-BHF“ Leibengerstr., S-BHF Riem ➜ „Rudi-Sedlmayr-Halle“ Siegenburger Str. 45, vor Rudi-Sedlmayr-Arena
➜ „Schloß Nymphenburg“ Südliches Schlossrondell, vor Schloß Nymphenburg ➜ „Schrammer“ Schrammerstr., vor Betten-Rid ➜ „Siemens-Hofmann“
Kistlerhof-/Hofmannstr., vor Firma Siemens ➜ „Soul-City“ (22-6 h) Max-Joseph-Str., vor Diskothek Soul-City ➜ „Pacha“ (22-6 h) Rosenheimer Str.
145, vor Diskothek Pacha ➜ „Sunset“ (22-6 h) Leopoldstr. 69, vor Diskothek Sunset ➜ „Thekla“ (22-6 h) Blumen-/Theklastr. ➜ „Theresienwiese“ 
(18-24 h) Theresienwiese im Bereich der Parkplätze (gilt nicht bei Veranstaltungen auf der Festwiese) ➜ „Tierpark Neuer Haupteingang“ Tierparkstr.,
Haupteingang Tierpark ➜ „Tierpark Alter Haupteingang“ Tierparkbrücke / Schlichtweg ➜ „Tollwood“ Sommer-Tollwood: Spridon-Louis-Ring 100,
Winter-Tollwood: Bavariaring ggü. St.-Paul-Str. ➜ „Trabrennbahn Daglfing“ Rennbahnstr. 35, vor Trabrennbahn ➜ „Volkstheater“ (22-24 h) Brienner
Str. 50, vor Volkstheater ➜ „Waschkuchl“ (22-6 h) Karl-/Luisenstr. ➜ „Zenith-Halle“ (22-6 h) Lilienthalallee 40, vor Zenithhalle ➜ „Zirkus-Krone“
Marsstr., vor Haupteingang Zirkus-Krone ➜ nur während Oktoberfest: Theresienhöhe / südl. Bavaria · Bavariaring / Beethovenstr. · Theresienhöhe /
Alter Messeplatz (auf Theresienwieseseite) · „Brausebad“ Haupteingang Oktoberfest · „Esperantoplatz“ Esperantoplatz / Bavariaring.
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 Taxi_08-05 26.07.2005 11:17 Uhr Seite 50

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TAXIKURIER, offizielles Organ der TAXI-MÜNCHEN eG
Herausgeber: TAXI-MÜNCHEN eG
Genossenschaft der Münchner Taxi-Unternehmen
Engelhardstraße 6, D-81369 München
Tel: (0 89) 77 30 77, Fax: (0 89) 77 24 62
e-mail: choleva@taxi-muenchen.de
Internet: www.taxi-muenchen.de
Chefredakteur: Hans Meißner (HM)
Objektleiter: Paul Rusch (PR), Tel: 0172 - 5 37 37 31
Fax: (0 89) 46 88 55, e-mail: rusch.e@t-online.de
Mitarbeiter an dieser Ausgabe:
Rainer Blum (RB), Peter Gabler (PG), 
Kai Georg Frey (KGF), Norbert Laermann (NL), 
Dr. Rüdiger Neitzel (RN), 
Michael Schrottenloher (MS), Dr. Jürgen Stahlberg (JS), 
Benedikt Weyerer (BW) 
Gestaltung und Art Direktion: Bernhard Probst
formenreich, visuelle kommunikation und design
Ringseisstraße 4, D-80337 München
Tel: (0 89) 44 49 97 88, Fax: (0 89) 44 49 97 89
e-mail: probst@formenreich.de
Druck: Druckhaus Fritz König GmbH
Stahlgruberring 24, D-81829 München
Tel: (0 89) 42 74 10-0, Fax: (0 89) 42 74 10-28
ISDN: (0 89) 42 74 10-27
e-mail: koenig@druckhaus-koenig.de
Online-Auftritt: Norbert Laermann
Anzeigenverwaltung und Anzeigengeneralvertretung:
Münchner Verlagsvertretung
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Vertrieb: Göbel + Lenze Direktmarketing GmbH
Stahlgruberring 22, D-81829 München
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Bezugspreise: Einzelheft E 2,50 + Versandkosten
Abonnement Inland E 25,00 incl. Mwst. und Versand
Erscheinungsweise: monatlich
Bezugszeit: Das Abonnement gilt zunächst für ein Jahr. 
Es verlängert sich, wenn es nicht drei Monate vor Ablauf
dieses Jahres schriftlich gekündigt wird. 
Darüber hinaus sind Kündigungen jeweils drei Monate vor
Ende des folgenden Quartals schriftlich mitzuteilen. 
Nachdruck und Vervielfältigungen: Die Zeitschrift und alle
in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind
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Die Einsender von Beiträgen übertragen dem Verlag das
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Die namentlich oder mit Initialen gekennzeichneten Artikel
stellen nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion dar. 
Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr
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Inhaber der Beteiligungsverhältnisse:
TAXI-MÜNCHEN eG 100 %
Vorstand: Hans Meißner
Impressum
Liebe Leser und Wähler,
die kürzliche Generalversammlung war trotz ihrer Turbulenz ein Erfolg. 
Ein Mitverdienst des TAXIKURIER war die enorm hohe Anzahl der Anwesenden. Nahezu 500 Personen sind der Einladung gefolgt. Gerade Unternehmer, die schon jahrelang keine Versammlungen mehr besucht haben,
wurden durch die leidenschaftlichen Appelle im TAXIKURIER überzeugt,
wie wichtig dieses Treffen ist. Mehrere Redner und Anwesende betonten,
wie interessant und verbessert das Medium unserer Genossenschaft sich
entwickelt hat.
Hoffentlich entspricht auch diese Ausgabe Ihren Wünschen.
Paul Rusch, Objektleiter
Der nächste TAXIKURIER erscheint am 26. August mit spannender Thematik!
Vorschau Ausgabe September 2005
➜ „Sinnvolle Versicherungen“
… Von der Haftpflichtversicherung bis zur Altersvorsorge 
➜ Senioren
… Seid nett zu unserer wichtigsten Zielgruppe
➜ Essen auf Rädern
… Wo lohnt sich die Pause im Raum Pasing?
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Foto: www.atelier-tacke.de I Tantris, München
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Auto-Henne GmbH – Ein Unternehmen der DaimlerChrysler AG
Infoline: 0 89/12 06-0, Faxline: 0 89/12 06-15 61 • www.muenchen.mercedes-benz.de
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mit Stern. 
Taxis kommen wie gerufen. 
Und von uns.
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