Taxikurier · Ausgaben und ArchivArchiv durchsuchen

TAXIKURIER · TEXTANSICHT EINER HISTORISCHEN AUSGABE

Taxikurier August 2004

Diese Ausgabe stammt aus dem Jahr 2004. Angaben zu Preisen, Terminen, Kontakten und Angeboten beziehen sich auf den damaligen Erscheinungszeitpunkt.

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foto: www.atelier-tacke.de
Service – Unsere Serviceteams sind gerne für Sie da:
Ingolstädter Str. 28 • Landsberger Str. 382 • Arnulfstr. 61 •Kidlerstr. 36
Otto-Hahn-Ring 20 • Gauting, Julius-Haerlin-Str. 39 • Grünwald, Südliche
Münchner Str. 29 • Wolfratshausen, Pfaffenrieder Str. 2
Verkauf – Unsere Taxibeauftragten beraten Sie gern:
Helmuth Schlenker 0 89/12 06-13 24
Michele J. Cocco 0 89/12 06-14 48
Wilfried Lener 0 89/12 06-53 71
Mercedes-Benz Niederlassung München der DaimlerChrysler AG
Auto-Henne GmbH – Ein Unternehmen der DaimlerChrysler AG
Infoline: 0 89/12 06-0, Faxline: 0 89/12 06-15 61 • www.muenchen.mercedes-benz.de
/L50776 Wenn es um Ihr Taxi geht,
kommen wir Ihnen gern entgegen: 
mit attraktiven Modellen und umfassenden Serviceleistungen. Überzeugen Sie sich von unserer großen
Mercedes-Fahrzeugauswahl. Ob -
kompakte A-, komfortable C- oder
luxuriöse S-Klasse – bei uns finden
Sie genau das Taxi, das Ihren Vorstell ungen entspricht. So kommen
Ihre Gäste immer sicher und bequem
an. Darüber hinaus bieten wir Ihnen
perfekten Rundum-Service: vom Unfall- bis zum Werkstattservice, von
verlängerten Öffnungszeiten bis zu
guter Teileverfügbarkeit. Kundenorientiert, freundlich und zuverlässig. Das verstehen wir unter Service
mit Stern. 
Taxis kommen wie gerufen. 
Und von uns.
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:19 Uhr Seite 36

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Mitternacht
August 2004
Taxi Kurier | 44. Jahrgang | Offizielles Organ der Taxi München eG | www.taxi-muenchen.com 
➜ Wo Ihre Fahrgäste nachts satt werden!
➜ Münchens Taxler sind die Besten!
➜ Ein Lotse tritt ab – 
Die Max-Herzinger-Story 
foto: www.atelier-tacke.de
Essen nach 
Mitternacht
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 1

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Traumcar-Autovermietung und T axiverleih GmbH
Richelstraße 6 (direkt an der Donnersberger Brücke) 80634 München
Tel.: (089) 167 54 40 · Fax: (089) 167 96 02
Wir helfen sofort und unbürokratisch!
Die Situation ist Ihnen sicher bestens bekannt:
Gerade wenn das Geschäft einigermaßen läuft,
geht das T axi kaputt - V erkehrsunfall, Getriebeoder Motorschaden, die Elektronik streikt, oder
was auch immer.
Meist trifft einen zwar selbst keine Schuld, trotzdem hat man jede Menge Ärger und Unannehmlichkeiten. Festfahrten gehen verloren oder müssen an Kollegen abgegeben werden, Probleme
mit Stammkunden oder Fahrern, die weiterbeschäftigt werden wollen, Streit mit der V ersicherung um den meist ohnehin zu niedrigen V erdienstausfall. Mit einem Leihtaxi lassen sich diese
und weitere Probleme relativ leicht in den Griff
bekommen. 
✗Wir sind 24 Stunden für Sie erreichbar (auch
an Sonn- und Feiertagen und am W ochenende).
✗Ihr Ersatztaxi steht binnen kürzester Zeit für
Sie bereit bzw . wird bei Ihnen angeliefert.
Selbstverständlich sind sowohl Funk als auch
Taxa meter entsprechend Ihren Erfordernissen
programmiert.
✗Sämtliche Fahrzeuge sind mit Handyfreisprechanlage ausgerüstet (Klima, Automatik,
Schiebedach etc. verstehen sich von selbst).
✗Fast alle Fahrzeuge verfügen über Navigationssystem.
✗Zahlreiche Autohäuser wickeln auch die
Taxi-Mobilitätsgarantie über uns ab
(DaimlerChrysler, BMW , Opel, VW , Citroen).
✗Im Bedarfsfall kümmern wir uns um die
erforderlichen behördlichen Formalitäten.
✗Bei unverschuldeten V erkehrsunfällen rechnen wir die Miettaxirechnung direkt mit der
gegnerischen V ersicherung ab
(Rahmenabkommen mit vielen V ersicherern). 
Überbrückungstarife, wenn Sie Ihr altes Fahrzeug verkauft haben, das neue noch nicht
ausgeliefert wurde.
✗Unser Ersatztaxen- und Mietwagenfuhrpark
besteht aus den neuesten Limousinen, Kombis,
Vans und T axibussen fast aller namhaften
Hersteller (DaimlerChrysler, BMW , Opel,
VW ...)
✗Wir sind offizieller Partner der Daimler-
Chrysler-Niederlassung in München.
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 2

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Verwaltung Taxi-München eG
Taxizentrale
Telefon: 089-2 16 10 und 
Telefon: 089-1 94 10
Büro Taxizentrale
Öffnungszeiten: 
Mo-Fr 09.00 – 17.00 Uhr
Leiter Taxizentrale 
Herr Alfred Huber
Telefon: 089-2 16 13 51 
e-Mail: 
huber@taxi-muenchen.com
Stellv. Leiter Taxizentrale 
Herr Norbert Laermann
Telefon: 089-2 16 13 52
e-Mail: 
laermann@taxi-muenchen.com
Kundenberater/Funkausbildung
Herr Hans Stein
Telefon: 089-2 16 13 72
e-Mail: 
stein@taxi-muenchen.com
Hauptkasse
Öffnungszeiten: 
Mo-Fr 07.30 – 12.00 Uhr 
Mo, Di, Do 12.30 – 15.00 Uhr
Telefon: 089-77 30 77
Taxishop
Öffnungszeiten: 
Mo-Do 09.00 – 12.30 Uhr und 
13.00 – 17.00 Uhr 
Fr 09.00 – 15.00 Uhr
Telefon: 089-77 05 50
Taxischule
Lehrgänge: Mo + Mi 
jeweils 18.00 – ca. 21.00 Uhr
Telefon: 089-76 42 70
Inhalt
Diese Ausgabe finden Sie auch im Internet | www.taxi-muenchen.com 
Top-Termine | Hier glüht der Taxameter 4
Feste Termine | Alle Regulars 4
Editorial | Grußworte des Chefredakteurs 5
Essen nach Mitternacht! |Wo man nachts satt wird 6
Mein heißer Tipp | „Geheime Adressen“ 8
Die Genossenschaft | Wichtiges aus der Zentrale 9
Messesplitter | Infos zum Kardiologen-Kongress 12
Dauerbrenner | Was ist beim Thema „Tiere“ zu beachten 13
Was macht die Taxistiftung Deutschland? | Hintergründe zur Organisation 14
Grausamer Überfall auf Johannes Bachus | Schilderung des Vorfalls 14
Schrotti’s Fiaker-ABC | „Amüsantes mit B 15 
Rose des Monats | Kür der Person des Monats 17
Zitrone des Monats | „Bestrafung“ der Un-Behörde des Monats 17
Der Mensch hinter der Stimme | Interview mit Mathilde Piser 18
Lokaltermin | Mittagessen beim „Wallner“ 19
Ein Lotse geht von Bord | Die Max-Herzinger-Story 20
Essen auf Rädern | Wo gibt’s die beste Curry-Wurst 22
Promi-Talk | Eduard Reinbold über seine Erlebnisse im Taxi 24
Hier spricht der Doc | Wasser – Elixier des Lebens 24
Ohne Worte | Glosse von Dreißigneundrei 25
Bin so Frey … | Taxitest/Nissan X-trail 2,2 dCi 26
Münchens Taxler sind die Besten | Gespräch mit Tony Doll 28
Kurioses aus der Zentrale | Originelle Erlebnisse aus dem Alltag 30
Taxameter des Monats | Das Branchen-Barometer 31
Gewinnspiel | Texten Sie sich um 100 Euro reicher 31
Gewinner | aus der Juli-Ausgabe 31
Leserbriefe | 32
Gesprächsstoff | Die Schrannenhalle 34
Impressum | 34
Der Witz des Monats | 35
Vorschau | Die Hauptthemen des nächsten Heftes 35
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 3

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4 TAXIKURIER
Sonntag, 1. August
➜01.08. - 31.08. 
Theatron, Theatron Musiksommer
➜27.07. - 03.08.
Königsplatz, Kino Open Air
➜20.00 Uhr
Prinzregententheater,
Abschlußkonzert Eurogames
➜21.07. - 15.08.
Ungerer Bad, Kino am Pool
➜01.07. - 30.10.
Circus Krone, Saturday Night Fever
➜29.07. - 01.08.
Olympiagelände, EuroGames
Schwulen- und Lesbenolympiade
➜24.07. - 01.08.
Mariahilfplatz, Jakobidult
➜20.00 Uhr
Brunnenhof, All you need is love
➜Galopprennbahn Riem,
Großer Dallmayr-Preis
Montag, 2. August
➜20.00 Uhr
Brunnenhof, American Classics
Dienstag, 3. August
➜03.08. - 22.08.
Prinzregententheater, Schwanensee
➜Brunnenhof, A Tribute to Louis Armstrong
Mittwoch, 4. August
➜Brunnenhof, Madame Butterfly
Donnerstag, 5. August
➜05.08. - 22.08,
Olympiapark-Sommerfest,
➜Brunnenhof, La Traviata
Freitag, 6. August
➜Schlachthof,
Bluespower plays Pink Floyds „The Wall“
➜Zooziez, Sommerfest
Samstag, 7. August
➜Brunnenhof, Vivaldis Jahreszeiten
Sonntag, 8. August
➜Schlachthof, Woodstock Open Air
➜15.00 Uhr
60er Stadion,
TSV 1860 – SpVgg Unterhaching
Montag, 9. August
➜20.00 Uhr
Brunnenhof, Fiesta Flamenca
➜20.00 Uhr
Backstage, Mother Tongue
Dienstag, 10. August
➜10.08. - 15.08.
Deutsches Theater, Die lustige Witwe
➜20.00 Uhr
Brunnenhof, A Gospel Summer Celebration
Mittwoch, 11. August
➜Atomic Café, The Divine Cmedy
Donnerstag, 12. August
➜19.30 Uhr.
Backstage, Bloodhound Gang
➜Elser Halle, Dashboard Confessiomal
Freitag, 13. August
➜Beginn Olympische Spiele, Athen
(13.08.-29.08.)
Samstag, 14. August
➜Backstage, Freak Out Sommerfest
Sonntag, 15. August
➜15.08. - 16.08.
MOC, ABC-Salon
➜12.00. - 22.00 Uhr
Galopprennbahn Riem, Open Air 
mit Sven Väth
Freitag, 20. August
➜Atomic Café, The Crash
➜Muffathalle, Monaco Franze
➜20.08. - 21.08.
Messe/ICM, Mary Kay
Samstag, 21. August
➜Hans-Sachs-Straße, „Rosa“ Straßenfest
➜Chinesischer Turm,
Summer-Tour, Party von SZ u. Radio Gong
➜Backstage, Freak Out Sommerfest
Sonntag, 22. August
➜22.08. - 25.08.
Muffathalle, Monaco Franze
Montag, 23. August
➜Tonhalle, The Offspring
Dienstag, 24. August
➜24.08. - 25.08.
MOC, Talents
➜20.00 Uhr
Backstage, Everlast
Mittwoch, 25. August
➜Elserhallen, Velvet Revolver
Donnerstag, 26. August
➜26.08. - 29.08.
Eichenried, BMW Golf International
➜20.00 Uhr
Backstage, Slackers
Freitag, 27. August
➜Der neue TAXIKURIER erscheint
Samstag, 28. August
➜28.08. - 01.09.
Messe/ICM
Kardiologen-Kongress
Sonntag, 29. August
➜29.08. - 12.09.
Backstage, Free & Easy Festival
Montag:
Optimolwerke
Nachtcafé
P1
Prager Frühling
Schlachthof
Dienstag:
Alabama-Gelände
Hansa 39
Max Suite
Nachtwerk
P1
Pacha
Prager Frühling
Pulverturm
Skyline
Soul City
The Garden
Mittwoch:
Alabama-Gelände
Backstage
Erste Liga
Lenbach
Nachtwerk
Optimolwerke
Max Suite
Pacha
Prager Frühling
Skyline
The Garden
Donnerstag:
Babylon
Backstage
Erste Liga
Optimolwerke
Max Suite
Muffathalle
P1
Pacha
Parkcafé
Palais
Prager Frühling
Prinzip
Reitschule
Skyline
Soul City
The Garden
Titanic City
Freitag:
4004
Alabama-Gelände
Atomic Cafè
Babylon
Backstage
Erste Liga
Fortuna
Kultfabrik
Nachtgalerie
Nachtwerk
Nightflight
Optimolwerke
P1
Pacha
Parkcafé
Pulverturm
Reitschule
Schlachthof
Skyline
Soul City
The Garden
Titanic City
Samstag:
4004
Alabama-Gelände
Atomic Cafè
Babylon
Backstage
Erste Liga
Hansa 39
Fortuna
Kultfabrik
Max Suite
Nachtgalerie
Nachtwerk
Optimolwerke
P1
Pacha
Parkcafé
Prager Frühling
Pulverturm
Reitschule
Schlachthof
Skyline
Soul City
The Garden
Titanic City
Sonntag:
Erste Liga
Optimolwerke
P1
Parkcafé
Skyline
Feste Termine
Top-Termine August ’04
Hier glüht der Taxameter!
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 4

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Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
die Reaktionen auf den neuen TAXIKURIER waren durch die Bank positiv.
Natürlich gab es kritische Anmerkungen, die wir aufarbeiten werden.
Sogar Kollegen, die seit Jahren mit harter Kritik an der Genossenschaft nicht
hinter dem Berg hielten waren so fair, dem Taxikurier in der Generalversammlung ein Lob auszusprechen.
Das positive Echo ist allen, die am TAXIKURIER mitarbeiten, Ansporn 
manches noch besser zu machen, um auch in Zukunft die Attraktivität des 
Taxikuriers zu steigern.
Dass Münchens Taxler die Besten sind, beweist in diesem Heft ein Bericht
über die wohl schwerste Ortskundeprüfung Deutschlands, beim TÜV München. Schade ist nur, dass den wenigen unglücklichen Exemplaren in unserer
Zunft eine Bedeutung zugemessen wird, die diesen Unholden gar nicht zusteht. Sicher ärgern sich Profis am Steuer über geschäftsschädigende Strolche
– doch wir müssen sie bekehren oder ausmerzen, das bringt uns weiter und
stärkt das Selbstvertrauen. 
Die Versammlung am 06. Juli war ein Einschnitt für die Taxi-München eG.
Der jugendliche Kollege Herzinger trat in den Ruhestand und hinterlässt eine
beachtliche Lücke. Die Anerkennung für sein über 30jähriges Engagement für
das Taxigewerbe war ungeteilt. Seiner Nachfolgerin, Frau Carmen Roithmeier,
wünscht der TAXIKURIER eine glückliche Hand und Stehvermögen, um in die
Fußstapfen von Max Herzinger zu treten.
Die „Abstauber“ am Marienplatz und weiteren Plätzen sollten sich überlegen
ob sie es auf die Spitze treiben wollen und ihre illegalen Zusatzeinkünfte als
Bußgelder verwenden werden. Wer nicht hören will, muss zahlen. 
Haben sie als Tagfahrer gewusst, dass in unserem Millionendorf nach Mitternacht so viele Lokale auch Essen anbieten? Ich nicht!
Die gesamte Redaktion wünscht Ihnen beim Lesen der Augustausgabe viel
Spaß und auch nützliches. Wir hoffen mit Ihnen auf einen heißen August, 
damit hitzegeplagte Fahrgäste in unseren Taxis Zuflucht nehmen und Urlauber bei uns Spaß haben.
Bis nach dem Urlaub grüßt Sie herzlich
Ihr Hans Meißner 
Chefredakteur
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 5

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6 TAXIKURIER
Jeder Münchner Nachttaxler kennt das
Problem: Kaum ist es 2 Uhr morgens,
plagt die meisten Fahrgäste ein unglaubliches Hungerfühl. Wer jetzt einen guten Tipp hat, dem ist ein guter
Tip sicher. Dieser kleine Guide soll dafür sorgen, dass Sie noch ein paar
Adressen mehr drauf haben, als die
üblichen Verdächtigen…
Nachts am Hauptbahnhof noch einen
labbrigen Burger reinpfeifen oder dafür extra zu McDonald’s in den Euro-
Industriepark düsen? Letzteres
schlägt zwar umsatzmäßig zu Buche,
ansonsten aber auf den Magen. Damit bleiben Sie den wenigsten Fahrgästen im Gedächtnis. Aber wer um 2
Uhr morgens einen frischen Kaiserschmarrn will und Sie bringen ihn
ins “R 1 Radlsteg”, das vergisst er Ihnen nie. Von Montag bis Samstag
gibt es im “R 1” von 17.00 Uhr bis
6.00 Uhr morgens durchgehend warme Küche. Da kommt nix aus der
Mikrowelle, da wird alles frisch gemacht. Der Genuss steht dabei im
Vordergrund, auch am frühen Morgen. Wer um die Uhrzeit seinen Fahrgästen noch ein wenig bayerische
Gastlichkeit ans Herz legen möchte,
der kommt am “Wirtshaus zur Brez’n” nicht vorbei. Wenn die im Dirndl
gewandete hübschen Bedienung ein
Knödelgröstl auftischt, ist das rundrum eine runde Sache.
Fast eine Institution in Sachen spat
und preiswert Speisen ist der “Atzinger” in der Schellingstraße. Manch
potenter Professor hat hier zu seinen
Studentinnen weit nach Mitternacht
intensiven Kontakt gepflegt. Ein Beweis, dass im Optimolgelände nicht
nur die total Ausgeflippten unterwegs sind, ist die “Marktwirtschaft” .
Da kann man im bayerischen Biotop
bei mexikanischen Nachos zu später
Stunde den ganz normalen Wahnsinn
beim Brunftverhalten studieren. So
eine Mischung können Sie ihrem
Fahrgast sonst nirgends bieten. Logischerweise fahren Sie keinen Fahrgast, der im Münchner Osten Hunger
verspürt bis nach Neuhausen – außer
auf eigenen Wunsch. Aber wenn Sie
rund um den Rotkreuzplatz unterwegs sind, empfehlen Sie ruhig 
“Rick’s Café”, besonders jungen Leuten. An einen Klassiker ist zu erinnern, der oft ungerechter Weise in
Vergessenheit gerät, ist “Master’s 
Home” . Dabei ist die Küche vorzüglich und das Ambiente äußerst romantisch. 
Erstaunlich, in einer Stadt, von der es
immer heißt “nachts ist nix mehr
los”, dass es jede Menge Lokalitäten
gibt, die nach Mitternacht noch groß
auftischen, und das in teilweise bester Qualität. Natürlich können wir
hier nicht alle aufzählen. Einige, die
uns so bekannt erschienen wie das
“Nachtcafe” haben wir bewusst weggelassen. Bei anderen war es uns
wichtig, wieder einmal daran zu erinnern.
Sollten Sie, liebe Kolleginnen und
Kollegen noch Tipps für das “Essen
nach Mitternacht” haben, sind wir
für jede Anregung dankbar.
Essen nach Mitternacht
Titelthema | Von Peter Gabler
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 6

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7TAXIKURIER
Hier nun der TAXIKURIER-Guide in
alphabetischer Reihenfolge:
ADRIA
Adresse: Leopoldstr. 19, Schwabing, 
Tel. 39 65 29
Öffnungszeiten: Tgl. 10.30 Uhr – 3.00 Uhr
Essen: Pizza und Pasta in passabler Qualität
Besonderheiten: Wer die Pizza im Straßenverkauf runterkriegt, muss wirklich Hunger
haben
Gästeprofil: Treffpunkt der Nachtnasen und
Fiaker
Flirtfaktor: Wer noch keine hat, kriegt auch
keine mehr
Taxistand: Ainmillerstraße
Fazit: Seit 1972 Versorgungsstation der
Schwabingheimkehrer
ATZINGER
Adresse: Schellingstr. 9, Schwabing, 
Tel. 28 28 80
Öffnungszeiten: Tgl. 10.00 Uhr – 3.00 Uhr, 
So bis 1.00 Uhr, Küche bis 1.00 Uhr 
Essen: Preiswerte Atzung
Besonderheiten: Trotz hohem Geräuschpegel ist
die Kneipe fast immer voll
Gästeprofil: Studenten, Professoren, 
Alt-Akademiker
Flirtfaktor: Hoch, weil permanent süße Mädels
anwesend sind
Taxistand: Amalienstraße
Fazit: Die Mutter aller Studentenkneipen
BERGWOLF
Adresse: Fraunhoferstr. 17/Ecke Klenzestr.,
Gärtnerplatzviertel, Tel. 23 25 98 58
Öffnungszeiten: Mo – Do 11.00 Uhr – 2.00 Uhr,
Fr/Sa 11.00 Uhr – 3.00 Uhr
Essen: Currywurst in allen Variationen, 
Besonderheiten: Fleischpflanzerl heißen hier
Frikadellen
Gästeprofil: Ruhrpott-Aussiedler
Flirtfaktor: Hier sind nicht nur die Würstchen
heiß
Taxistand: Papa-Schmid
Fazit: Ein Stück Ruhrpott in München
EAT THE RICH
Adresse: Heßstraße 90, Maxvorstadt, 
Tel. 18 59 82
Öffnungszeiten: Mo – Sa 19.00 Uhr – 3.00 Uhr,
Küche bis 2.30Uhr
Essen: Tex-Mex, Pasta , Currywurst
Besonderheiten: Cocktails im eiskalten 
0,5 l Pitcher
Gästeprofil: Die Reichen und die Schönen
Flirtfaktor: sehr hoch
Taxistand: Nordbad
Fazit: Hier geht die Party ab
FISCHERSTÜBERL
Adresse: Lindwurmstraße 111, Ludwigsvorstadt,
Tel. 76 35 77
Öffnungszeiten: Mo – Sa 19.00 Uhr – 7.00 Uhr,
So 22.00 Uhr – 7 Uhr, Küche durchgehend
Essen: Solide Hausmannskost zu wirklich reelen
Preisen, wenn’s Muscheln gibt, unbedingt bestellen
Besonderheiten: Die wahrscheinlich südlichste
Seemannskneipe Deutschlands
Gästeprofil: Kollegen, die mit Heribert Kandler,
dem Wirt plaudern, Vorstadt-Desperados,
Mädels à la Lale Andersen mit der Fernwehromantik in den Augen
Flirtfaktor: Comme-Ci, comme-ca
Taxistand: Fischerstüberl Bedarfsstand, 
22.00 Uhr – 6.00 Uhr
Fazit: Ein schöner Platz für schlaflose Nächte
FRAUNHOFER SCHOPPENSTUBE
Adresse: Fraunhoferstr.4, Gärtnerplatzviertel,
Tel. 201 49 02
Öffnungszeiten: Tgl. 21.00 Uhr – 3.00 Uhr und
länger
Essen: Vom Fleischpflanzerl bis zu den
Weinbergschnecken, alles total lecker
Besonderheiten: Kein Isarfunk
Gästeprofil: Sangesfreudig, besonders wenn
Wirt Werner zur Quetsche greift
Flirtfaktor: A bisserl was geht allaweil
Taxistand: Falken
Fazit: Wo die Säufersonne niemals untergeht
LAMM’S
Adresse: Sendlinger-Tor-Platz 11, Zentrum, 
Tel. 59 19 63
Öffnungszeiten: 0.00 Uhr – 24.00 Uhr
Essen: Weißwürscht mit Brezn und Senf, alles
andere auf eigene Gefahr
Besonderheiten: Die Mischung der Gäste
Gästeprofil: Prolos und Professoren, Püppis
und Pupen
Flirtfaktor: Last Chance
Taxistand: Sendlinger Tor
Fazit: Wer um 5.00 Uhr die Stufen hinabsteigt,
weiß worauf er sich einlässt
MARKTWIRTSCHAFT
Adresse: Friedenstraße 10, Haidhausen, 
Tel. 45 09 08 45
Öffnungszeiten: Mo – Do. 11.00 Uhr – 1.00
Uhr, Küche bis Mitternacht, Fr und 
Sa 11.00 Uhr – 4.00 Uhr, Küche bis 3.00 Uhr
Essen: Mexikanische Magentratzerl, Nudeln
und Börger
Besonderheiten: Nachtbiergarten und Kuhstall
Gästeprofil: In erster Linie junges Publikum
Flirtfaktor: Hoch, besonders im Kuhstall
Taxistand: Friedenstraße
Fazit: Der Quotenbayer in den Optimolwerken
MASTER’S HOME
Adresse: Frauenstraße 11, Zentrum, 
Tel. 22 99 09
Öffnungszeiten: Tgl. 18.30 Uhr – 4.00 Uhr,
Küche bis 1.00 Uhr
Essen: Ob Wachteln, Hummer oder Rehmedaillon, die Küche ist immer auf Zack
Besonderheiten: Romantischer Kolonialstil
Gästeprofil: Beautiful People
Flirtfaktor: Niedrig, da meist Paare
Taxistand: Reichenbachstraße
Fazit: Schon ein Klassiker
PAPATAKIS
Adresse: Leopoldstr. 43, Schwabing, 
Tel. 38 99 88 88
Öffnungszeiten: Tgl. 16.00 Uhr – 3.00 Uhr
Essen: Griechische Köstlichkeiten
Besonderheiten: Do und Fr Live Musik inkl.
Tellerwerfen
Gästeprofil: Junge Griechen
Flirtfaktor: Hoch, aber Vorsicht wg. Eifersucht
Taxistand: Feilitzschplatz
Fazit: Sind wir nicht alle ein bisschen Griechen
Bier, Bar & PartyserviceBayerische Küche,
Geöffnet täglich von 10 Uhr bis 3 Uhr früh
Leopoldstraße 72 • 80802 München
Tel.: 0 89 /39 00 92 • www.ZurBrezn.de
50 m von der Münchner Freiheit entfernt
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 7

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8 TAXIKURIER
R 1 RADLSTEG
Adresse: Radlsteg 1, Zentrum, Tel. 29 98 84
Öffnungszeiten: Mo – Sa 17.00 Uhr – 6.00 Uhr
Essen: Steaks, Spare –Ribs, Nudeln aller Art,
Schnitzel und Kaiserschmarrn und ein Saisongericht
Besonderheiten: 22.00 Uhr – 24.00 Uhr Happy
Hour, Montag Scampi satt für 19,90 Euro,
Dienstag und Donnerstag Karaoke
Gästeprofil: Von 17 bis 60, Hunger kennt kein
Alter 
Flirtfaktor: hoch
Taxistand: Tal
Fazit: Unvermutet köstliche Küche
RICK’S CAFE
Adresse: Wendl-Dietrich-Str. 5, Neuhausen, 
Tel. 16 04 43
Öffnungszeiten: Tgl. 10.00 Uhr – 1.00 Uhr,
Küche bis Mitternacht
Essen: Vom Riesenschnitzel übers Pfeffersteak
bis zu Kässpätzle
Besonderheiten: Aktionskarte mit tollen Preisen, jeden Mittag das “All you can eat-Buffet”
Gästeprofil: Viel junge Leute wegen der
Jugendherberge nebenan
Flirtfaktor: Hoch, internationale Anbandlungsmöglichkeiten
Taxistand: Rotkreuzplatz
Fazit: Für den großen Hunger
SCHMALZNUDEL
Adresse: Prälat-Zistl-Str. 10, Zentrum, 
Tel. 26 82 37
Öffnungszeiten: Mo – Sa 5.00 Uhr – 14.00 Uhr,
Sonntag geschlossen
Essen: Auszog’ne, Rohrnudeln, Kaffee, alles
immer frisch
Besonderheiten: Gibt’s schon rund 100 Jahre
Gästeprofil: Die letzten Nachteulen treffen auf
die ersten Frühaufsteher
Flirtfaktor: Gering 
Taxistand: Viktualienmarkt
Fazit: Auszog’ne machen glücklich
SCHUMANN’S
Adresse: Odeonsplatz 6-7, Zentrum, 
Tel. 22 92 68
Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 Uhr – 3.00 Uhr,
Sa u. So 17.00 Uhr – 3.00 Uhr 
Essen: Wechselndes Tagesgericht, Roastbeef auf
Brot oder mit Bratkartoffeln ist nach wie vor
der Klassiker
Besonderheiten: Seit kurzem auch Samstag
geöffnet
Gästeprofil: Viele Stammgäste, gutes Publikum 
Flirtfaktor: sehr hoch, weil z.T. Klasseweiber
auf Männerfang
Taxistand: Odeonsplatz
Fazit: Seit 20 Jahren die beste Bar in der Stadt
TRADER VIC’S
Adresse: Promenadeplatz 2–6, im Bayerischen
Hof, Zentrum, Tel. 212 09 95
Öffnungszeiten: Tgl. 17.00 Uhr – 3.00 Uhr,
Küche bis 1.00 Uhr, kleine Karte bis 3.00 Uhr
Essen: Alle Köstlichkeiten der polynesischen
Küche
Besonderheiten: Der beste Mai Tai außerhalb
Polynesiens, z.Zt. Jubiläumspreise
Gästeprofil: Promis, Schickis, Normalos,
Stammgäste in der 3. Generation, Hotelgäste
Flirtfaktor: außer an der Bar gering
Taxistand: Promenadeplatz
Fazit: Regelrecht zauberhaft
WIRTSHAUS ZUR BREZ’N
Adresse: Leopoldstraße 72, Schwabing, 
Tel. 39 00 92
Öffnungszeiten: Tgl. 10.00 Uhr – 3.00 Uhr,
Küche bis 2.30 Uhr
Essen: Bayerische Küche mit modernem Touch,
attraktive Wochenkarte mit saisonalen
Gerichten
Besonderheiten: Barcharakter im EG, diverse
Aktionen im Haus
Gästeprofil: Viele Stammgäste und Business-
Publikum, die ihren Gästen gern ein “Stück
München” zeigen möchten
Flirtfaktor: sehr freundliche und fesche
Bedienungen
Taxistand: Feilitzschplatz
Fazit: Cocktail trifft Schweinsbraten
Mein 
heißer Tipp!
Münchens Taxifahrerinnen und
Taxifahrer verraten ihre Lieblingsadressen. Bitte nicht weitersagen!
Hartmut Kraft, 68 Jahre, seit 1960 
im Gewerbe, seit 1981 Taxi-Unternehmer. Wohnort: Fürstenried
„Ganz besonders gerne und regelmäßig besuche ich ›Nico`s Café‹ in
der Forstenrieder Allee 243. Ausgezeichnete Balkan-Küche, aber auch
bayrische Kost. Am liebsten esse ich
dort ein Schnitzel – wunderbar!
Master’s Home
Gaststätten GmbH
Frauenstraße 11 · 80469 München
Telefon 089/229909
Fax 089/298855
täglich geöffnet von 
10 Uhr bis 1 Uhr
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(am Rotkreuzplatz)
80634 München 
tel: 16 04 43
fax: 16 48 45
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ESSEN TRINKEN KULTUR
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München
Tel. 28 28 80
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 10.00 Uhr bis 03.00 früh
Sonntag bis 01.00
durchgehend warme Küche
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9TAXIKURIER
TOP 1 Begrüßung
Um 10.20 Uhr eröffnete der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr
Alfred Lehmair die Versammlung
und stellte fest, dass die Ladung
form- und fristgerecht erging.
Widerspruch erhob sich nicht.
Zum Protokollführer bestimmte
Herr Lehmair, Herrn Huber, Mitarbeiter der Taxi-München eG.
Widerspruch wurde nicht eingelegt.
Im Anschluss begrüßte Herr Lehmair die Ehrengäste aus Politik,
Verwaltung und Industrie. Besonders dankte Herr Lehmair den
Herren der DaimlerChrysler AG,
Niederlassung München, vertreten
durch Herrn Dämmig und Herrn
Merl, für die Einladung zum Mittagessen. Desgleichen sprach Herr
Lehmair, Herrn Meyer-Günderoth
und Herrn Hubauer vom Audi
Zentrum München aus der Hochund Albrechtstraße sowie Herrn
Otto von der Audi AG in Ingolstadt, seinen Dank für die Übernahme der Kosten für Kaffee und
Kuchen zur Kaffeepause aus.
Im Anschluss bat der Versammlungsleiter alle Anwesenden sich
zum Zeichen der Trauer von den
Plätzen zu erheben. Es musste
zehn Kollegen gedacht werden,
die seit der letzten Jahreshauptversammlung verstorben waren.
Herr Lehmair gab die Namen der
fünf Kollegen bekannt, die sich
bereit erklärten, im Wahlausschuss mitzuwirken. Herr Alfons
Haller wurde zum Wahlausschussvorsitzenden bestimmt.
TOP 2 Bericht des Vorstands
Herr Meißner trug nachstehenden
Bericht des Vorstands vor:
„Das Wirtschaftswachstum in
Bayern stagnierte im Jahr 2003.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
hat real um 0,1 Prozent zugenommen (im Vorjahr 0,6 Prozent), die
schwächste Zunahme seit 1993 (-
2,2 Prozent) und der dritte Rükkgang der Wachstumsrate in Folge. In Gesamtdeutschland
stagnierte das BIP ebenfalls (-0,1
Prozent), in der Europäischen
Union ergaben sich 0,5 Prozent
Zuwachs.
Der Zuwachs bei den für Sie
wichtigen Leistungen der Taxi-
München eG war wesentlich höher:
a) 0,7 % Gesamtaufträge
b) 8,7 % bargeldloser Zahlungsverkehr
c) zusätzlich 1,2 Mio. Euro Umsatz Dialysefahrten
Dieses Ergebnis muss vor dem
Hintergrund der Gesamtwirtschaft
als sehr gut bezeichnet werden.
Die unbefriedigende Wirtschaftslage schlug sich in allen Sektoren
der Wirtschaft nieder. Im verarbeitenden Gewerbe erreichte die
Bruttowertschöpfung immerhin
noch einen Zuwachs von 0,4 Prozent, die Umsätze blieben gegenüber dem Vorjahr mit + 0,7 Prozent
stabil. Entscheidende Stütze war
dabei der Auslandsumsatz mit einer Zunahme um 1,2 Prozent. Die
Umsätze im Handwerk blieben
stabil, allerdings gab es hier ein
Minus bei den Investitionen von 4
Prozent. Der Einzelhandel setzte
1,4 Prozent weniger um als im
Vorjahr. Die bayerischen Exporte
stiegen bis November um 3,6 Prozent, obwohl die Verkäufe in die
USA als wichtigstem Abnehmerland mit einem Exportanteil von
13,3 Prozent um 6,5 Prozent zurückgingen. Die Ausfuhren in die
15 EU-Staaten nahmen hingegen
mit 4,4 Prozent überdurchschnittlich zu und machten damit über
die Hälfte der bayerischen Exporte
aus. Die Exporte werden zu 63,6
Prozent von der Fahrzeugindustrie, dem Maschinenbau und der
Elektroindustrie getragen. Die Exportquote der bayerischen Industrie stieg auf 44Prozent. Zehn
Jahre vorher waren es noch 30,6
Prozent gewesen.
Die Zahl der Erwerbslosen ist in
ganz Bayern deutlich um 15,7
Prozent angestiegen. Im Jahresdurchschnitt waren 447.100 Menschen arbeitslos gemeldet, 60.600
mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote nahm von 6,0 auf
6,9 Prozent zu, liegt aber weiterhin deutlich unter dem westdeutschen Durchschnitt von 10,5 Prozent. Besonders betroffen von der
Zunahme waren Regionen im Süden des Freistaats und damit
München. Die Bandbreite der Arbeitslosenquoten ist mit 4,3 Prozent in Freising und 11,8 Prozent
in Hof noch immer recht groß.
Die Verbraucherpreise stiegen in
Deutschland mit 1,1 konjunkturbedingt weiterhin deutlich schwächer als in der gesamten Euro-Zone mit durchschnittlich 2 Prozent.
In Bayern ermittelte die amtliche
Statistik 1,3 Prozent. 
Die Zahl der in München zugelassenen Taxis ist leicht rückläufig.
Eingezogene bzw. abgelaufene
Genehmigungen werden vom
Kreisverwaltungsreferat nicht neu
ausgegeben. Allerdings schreitet
die Konzentration bei den Betriebsgrößen fort. Die Folge ist eine intensivere Auslastung der zugelassenen Genehmigungen.
Durch die wirtschaftliche Lage ist
allerdings festzustellen, dass gerade bei Mehrwagenunternehmen
die Zahl von Befreiungen von der
Betriebspflicht zunimmt. Dadurch
werden Betriebsteile stillgelegt.
Entgegen dem bundesdeutschen
Trend konnte bei der Taxizentrale
München die Zahl der vermittelten Aufträge im Vergleich zum
Vorjahr mit + 0,7 Prozent gehalten werden.
Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage der Mitglieder
konnte für das Jahr 2004 eine
spürbare Gebührenanhebung
nicht vermieden werden. Der
Kampf um zusätzliche Aufträge zu
Gunsten der Mitglieder ist mit einem erheblichen Arbeitsaufwand
verbunden. Insgesamt ist bei den
Dialysefahrten festzustellen, dass
die notwendige Zahl von Patienten zur Koordinierung mit ca. 460
Fahrgästen und rund 1.200 Fahrten pro Monat erreicht ist und Bearbeitungsrückstände aufgearbeitet sind. 
Zum ausgewiesenen Bilanzverlust
von Euro 328.000,– ist anzumerken, dass rund Euro 150.000,–
nach betriebswirtschaftlichem Ergebnis weniger Verlust entstanden
sind. So wurden Euro 47.000,–
Ausbuchungen zwischenzeitlich
beigebracht, cirka Euro 110.000,–
Bilanzverlust entstanden praktisch
auf dem Papier, durch Änderungen der Erfassung der Forderung
aus dem Dezember für das Folgejahr – also eine Verschiebung. Das
Rohergebnis von Euro 175.000,–
entspricht dem tatsächlichen Betriebsergebnis. Berücksichtigt man
die Abschreibungen in Höhe von
Euro 380.000,–, muss jeder zustimmen, dass wir im letzten Jahr
sparsamst gearbeitet haben. Nicht
unerwähnt darf dabei bleiben,
dass unsere Mitarbeiter trotz steigender Belastung mit einer Lohnnullrunde einverstanden waren
und merklich weniger in der
Lohntüte hatten. Auch für dieses
Jahr werden wir weitere Kosteneinsparungen vornehmen – so
wird der Verlust aus dem Taxishop
zukünftig entfallen. Die ursprünglich angedachte Erweiterungsund Umbaumaßnahme rechnet
sich nicht – so dass wir nach
Wegen suchen, den Shop ohne
große Kosten fortzuführen.
Der Personal- und Finanzaufwand
ist im Interesse aller Mitgliedsunternehmen unvermeidlich. Investitionen im Bezug auf die Auftragsvermittlung wurden bei der
Erstellung neuer Rufsäulen mit
Solartechnik erforderlich, auch
vorbereitende Maßnahmen für die
Einführung eines neuen Funkübermittlungssystems mussten getätigt werden. Eine endgültige
Entscheidung, welche Technik den
Anforderungen der Taxi München
eG am besten entspricht, ist noch
nicht gefallen. 
➜
Taxi-München eG | Dienstag, den 06. Juli 2004
Protokoll zur ordentlichen Generalversammlung der Taxi-München eG
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 9

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10 TAXIKURIER
In der letzten Augustwochen ist
ein „Echttest“ vorgesehen. Die
Sendeanlage wird auf dem Fernsehturm installiert.
Derzeit verhandeln wir mit 2
Hauptanbietern. Am gesamten System werden mehrere Firmen beteiligt werden müssen. Von einem
GPRS-gestütztem System haben
wir uns abgewandt und zwar aus
drei Gründen:
1) Ist langfristig die Kostenentwicklung nicht überschaubar.
2) Wollen wir auf Spracheinsätze
nicht gänzlich verzichten. 
Bei GPRS wäre dies nur mit
Mobiltelefonie und den damit
verbundenen Kosten möglich.
3) Wären wir von Mobilnetzen
abhängig, deren Entwicklung
derart rasant Änderungen erfahren, sodass eine langfristige
kalkulierbare Amortisation
nicht sicher ist.
Neben den Kosten für die Zentrale, sind für uns die Hardwarekosten für Sie als Unternehmer letztendlich entscheidend.
Auf Grund der derzeitigen Wirtschafts- und Auftragslage ist ein
Zeitdruck nicht gegeben. In jedem
Falle wird die Auftragsvergabe
über Betriebsfunk keine Zukunft
haben. Es ist heute schon unmöglich neuen Antennenstandorte zu
bekommen und durchzusetzen.
Alle Einzelheiten des Geschäftsberichts wurden bereits im Taxikurier Heft Mai abgedruckt, so dass
ich Wiederholungen vermeiden
möchte.
Probleme der Genossenschaft liegen derzeit nicht im wirtschaftlichen Bereich. Hier sind die Weichen gestellt, dass die nächsten
Jahre effektiv gearbeitet werden
kann und muss. 
Ein wichtiger Schritt gelang bereits in der Darstellung des neuen,
modernen und sehr ansprechenden TAXIKURIERs, den Sie bereits
erhielten. 
Bisher habe ich den „alten“ Kurier
alleine geschrieben und gestaltet –
zugegeben die Aufmachung war
etwas „hausbacken“ . Über ein Jahr
ist es her, dass der Kollege 3093
meinte, man muss das Heft anders
und besser machen. Der Kollege
Rusch bringt seine Erfahrungen
aus der Medienbranche ein und
übernimmt die Aufgabe des Koordinator. Die erste Ausgabe war eine Menge Arbeit. Das erste Heft
haben Sie in Händen, sicher kann
noch manches verbessert werden
– unser Ziel ist nicht nur Information, sondern auch praktischer
Nutzen durch den TAXI-KURIER.
Die Folge wird auch ein verbesserter Werbeauftritt für uns sein.
Sehr gut angenommen wurde die
Kopfstützenwerbung. Diese Aktion wurde maßgeblich von Frau
Christa Reindl durchgeführt. Sie
kümmerte sich um einen Produzenten und günstige Kosten. Auch
andere Auftritte in werblicher
Hinsicht unterstützte Frau Reindl.
Bei allen Erfolgen trotz der miesen Zeit, muss ich das Hauptproblem der Taxi-München eG ansprechen. Wir müssen uns für die
Zukunft personell verstärken –
wir brauchen Leute im Vorstand
die für die Genossenschaft leben
und arbeiten. Der Aufsichtsrat
muss mit aktiven und engagierten
Personen besetzt sein, die sich ohne wenn und aber hinter die Ziele
der Taxi-München stellen.
Unternehmer, die etwas unternehmen, gemeinsam arbeiten und teamfähig sind.
Dies sage ich nicht, weil heute
Max Herzinger, eine der wesentlichen Stützen des Münchner Gewerbes ausscheiden will.
Das sage ich, weil sich schon
mehrfach die dafür vorgesehenen
Personen der Verantwortung entzogen.
Letztes Beispiel ist die mangelnde
Kontinuität in personeller Hinsicht bei der Taxivereinigung und
die daraus resultierenden katastrophalen Folgen.
Wir, und damit meine ich alle
Münchner Taxiunternehmer, die
auf eine starke Genossenschaft
angewiesen sind, unabhängig ob
Ein- oder Mehrwagenbetreiber,
können es uns nicht mehr leisten
uns selbst schlecht zu reden. 
Ich denke hier z. B. an die Ventil-
Schreiber oder auch ein paar
TVD-Jünger.
Wer meint, es ginge alles besser
wenn die Taxi-München eine von
vielen Zentralen in München wäre, hat im Aufsichtsrat nichts zu
suchen. Ebenso Leute, die Landkonzessionen betreiben, sich in
den Aufsichtsichtsrat setzen und
mit ihren Erkenntnissen gegen die
Taxi-München eG und damit 
gegen Sie ihr eigenes Süppchen
kochen. Meine Hoffnung ist, dass
Sie Personen wählen die rückhaltlos für Ihre Genossenschaft arbeiten und kämpfen, damit eine
Nachfolge für den Kollegen Herzinger heranwächst, die in einigen
Jahren, wenn ich ausscheide, das
Münchner Gewerbe in eine sichere 
Zukunft führt. 
Der Vorstand dankt allen Mitgliedern und auch Mitarbeitern für
ihre Anstrengungen zur Verfolgung des gemeinsamen Ziels – der
Förderung der Mitgliedsunternehmen und der Verbesserung der
wirtschaftlichen Lage des Münchner Taxigewerbes.
TOP 3 Bericht des Aufsichtsrates
Herr Lehmair trug den bereits in
der Einladung abgedruckten Bericht des Aufsichtsrates vor:
Den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen entsprechend hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung laufend geprüft.
In den Geschäftsbereichen der Genossenschaft wurden die in der
Satzung vorgeschriebenen Revisionen durchgeführt. Satzungsgemäß wirkten Mitglieder des Aufsichtsrats an der Jahresinventur
mit. In 6 Aufsichtsratssitzungen
und 8 gemeinsamen Sitzungen
wurden die Belange der Genossenschaft diskutiert, der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend
unterrichtet und die erforderlichen
Beschlüsse gefasst. 
In der Sitzung vom 09.06.2004
wurde von den Prüfern des Genossenschaftsverbandes Bayern
e.V., Herrn Gärtner und Herrn
Stern, der Bericht über die gesetzliche Prüfung vorgetragen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und
den Vorschlag für die Behandlung
des Jahresfehlbetrages geprüft, für
in Ordnung befunden, befürwortet
den Vorschlag des Vorstand, den
Jahresfehlbetrag in Höhe von
328.387,07 Euro auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen. Der Verlustvortrag erhöht sich dadurch
auf 1.819.016,61 Euro. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften
der Satzung.
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei
den Mitgliedern für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen und Ihre
Treue, weiterhin bedanken wir uns
bei den Vorständen Herrn Meißner, Herrn Herzinger und Herrn
Kroiß für die gute Zusammenarbeit. Wir bedanken uns auch bei
unserem Rechtsbeistand Herrn
von Véver und allen Mitarbeitern
der Taxi-München eG. Unser
Dank gilt auch allen Mietern,
Kunden und Geschäftspartnern
für das der Taxi-München eG entgegengebrachte Vertrauen.
Turnusgemäß scheiden nach der
Satzung der Taxi-München eG
aus dem Vorstand und Aufsichtsrat aus:
Vorstand: Herr Max Herzinger,
Taxi 41
Aufsichtsrat: Herr Erich Richartz,
Taxi 1233
TOP 4 Bericht des Prüfers
Der Oberrevisor des Bayerischen
Genossenschaftsverbandes, Herr
Heinrich Gärtner, trug den Prüfungsbericht vor. Im Wesentlichen
beschränkte er sich auf das zusammengefasste Prüfungsergebnis, das hier abgedruckt wird. 
TOP 5 Aussprache zu den Berichten
Insgesamt meldeten sich 13 Kollegen und brachten Fragen, Anmerkungen und Meinungen zu den
bisher abgegebenen Berichten ab.
Einige traten mehrmals ans Podium. Herr Pollner stellte den Antrag, den Punkt 6, d), wie folgt
abzuändern:
Entlastung des Vorstandsmitglieds
Max Herzinger bis 30.06.2004. 
Dieser Vorschlag wurde von einem weiteren Diskussionsteilnehmer abgelehnt, da nach seiner
Auffassung Herr Herzinger bis
zum Tag der Wahl in den Aufsichtsrat zu entlasten sei. 
Vor Beendigung des Tagesordnungspunkts 6, wurde die
zwischenzeitlich eingetroffene
Vorsitzende der Taxikommission
des Stadtrats der Landeshauptstadt München, Frau Barbara
Scheuble-Schäfer, gebeten in Vertretung des Oberbürgermeisters einige Grußworte an die Versammlung zu richten. Dies tat Frau
Scheuble-Schäfer unverzüglich
und berichtete über einige Verkehrsmaßnahmen, wie z. B. Petuelring, City-Maut und stellte
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 10

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11TAXIKURIER
klar, dass eine Vermietung oder
Bewirtschaftung der Taxistandplätze an der Allianz-Arena nicht
im Gespräch seien. 
Die Ausführungen von Frau
Scheuble-Schäfer wurden mit Applaus bedacht. 
TOP 6 Beschlussfassung der 
Generalversammlung
a) Der Jahresabschluss 2003 wurde per Akklamation bei 4
Gegenstimmen genehmigt. 
b) Der Bilanzverlust wurde wie
vom Vorsichtsrat vorgeschlagen
auf neue Rechnung vorgetragen. In der Abstimmung per
Akklamation ergab sich 1
Gegenstimme.
c) Der Vorstand wurde einstimmig
entlastet.
d) Entsprechend des Änderungsantrages wurde das Vorstandsmitglied, Max Herzinger bis
zum Tag der Generalversammlung für das Jahr 2004 entlastet. Die Abstimmung per Akklamation ergab 9
Gegenstimmen.
e) Herr Meißner beantragte die
Entlastung des Aufsichtsrats.
Der Aufsichtsrat wurde per Akklamation mit 2 Gegenstimmen
entlastet.
Anzumerken ist, dass ein Kollege
gegen die Änderung der Ziffer 6,
d), Einspruch erhob. Dazu ist festzustellen, dass die Änderung des
Tagesordnungspunktes 6, d), von
der Versammlung mehrheitlich
beschlossen wurde. 
Ein weiterer Kollege beschwerte
sich darüber, dass bei den Abstimmungen per Akklamation, Enthaltungen nicht abgefragt wurden.
Der Versammlungsleiter hielt dem
entgegen, dass nach der allgemeinen Rechtsprechung Enthaltungen
ohnehin nicht mitzählten und auf
Grund der geringen Gegenstimmen oder einstimmigen Beschlüssen dies entbehrlich sei und das
Abstimmungsergebnis nicht verändert hätte.
Nach diesen Abstimmungen
unterbrach Herr Lehmair die Versammlung und schlug eine Mittagspause von 12.45 Uhr bis 13.45
Uhr vor.
Nach der Mittagspause verabschiedete Herr Meißner den entlasteten und aus dem Vorstand ausgeschiedenen Max Herzinger, der
der Genossenschaft insgesamt 31
Jahre, davon 28 Jahre als Vorstand diente. Er bedankte sich
sehr herzlich für die kooperative
und herzliche Zusammenarbeit
und bescheinigte Herrn Herzinger,
dass er ein hervorragender Repräsentant des Gewerbes war und ist. 
Herr Oberrevisor Heinrich Gärtner
überreichte Herrn Herzinger in
Anerkennung um seine Verdienste
um das bayerische Genossenschaftswesen die silberne Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes nebst einer Urkunde.
Herr Herzinger bedankte sich dafür, dass es ihm möglich war,
Dank der Mithilfe und Unterstützung von Mitgliedern, Mitarbeitern, Vorstand- und Aufsichtsratskollegen über 30 Jahre für die
Genossenschaft wirken zu können. 
TOP 7 Wahlen
a) Vorstand
Der Aufsichtsrat schlug Frau Carmen Roithmeier als Kandidatin für
die Wahl zum Vorstand vor. Frau
Roithmeier stellte sich vor und
berichtete über die bisherige berufliche Tätigkeit und Ausbildung.
Vor der Wahl fragte ein Mitglied
ob es einen Gegenkandidaten gäbe. Herr Herzinger erklärte, dass
der Aufsichtsrat hier das Vorschlagsrecht habe und ein Ersatzkandidat, nämlich Herr Alfred
Lehmair, zur Verfügung stünde. 
Die anschließende geheime Wahl
ergab folgendes Ergebnis:
–r egistrierte Mitglieder 279,
–a bgegebene Stimmen 265,
– davon entfielen auf Frau Roithmeier 184 Stimmen,
– 75 Stimmen lauteten „nein“,
–b ei 5 Enthaltungen und einer
ungültigen Stimme.
Frau Roithmeier nahm die Wahl an.
b) Nach 13jähriger Tätigkeit im
Aufsichtsrat schied Herr Erich
Richartz, Taxi 1233, mit der Entlastung aus. Er stellte sich aus Altersgründen keiner Wiederwahl.
Der geschäftsführende Vorstand
bedankte sich bei Herrn Richartz
für die loyale und gleichzeitig kritische Zusammenarbeit in den zurückliegenden 13 Jahren. Er
wünschte Herr Richartz für die
Zukunft alles Gute und überreichte ihm als kleines Zeichen der Anerkennung eine Münchner Stadtansicht. Herr Richartz bedankte
sich für die Ehrung. 
Vor Eintritt in die Wahlen zum
Aufsichtsrat erklärte Herr Gärtner,
dass die Satzung nach dem Wortlaut eine Abstimmung über jedes
Amt und jede Person einzeln verlangt. Die bisherige Blockwahl für
jeweils alle Personen, die für ein
Amt zur Verfügung stehen, entspräche nicht der Satzung. Er regte an, die Mitgliederversammlung
darüber abstimmen zu lassen,
welcher Wahlmodus ergriffen
werden solle. Die anschließende
Abstimmung, ob per Einzel- oder
Blockabstimmung über jedes Amt
abgestimmt werden soll, ergab
folgendes Ergebnis:
–f ür Einzelabstimmung: 
153 Stimmen
–f ür Blockabstimmung:
105 Stimmen.
Somit musste die Aufsichtsratswahl in 5 Einzelabstimmungen 
erfolgen.
Für die 5 zu wählenden Aufsichtsratsmandate kandidierten 15 
Damen und Herren - gewählt
wurden für die Amtszeit 2004 bis
2007:
Herr Herzinger Max, Taxi 41:
96 Stimmen von 240
Herr Bolat Burak, 
Taxi 1214 + 1275:
75 Stimmen von 216
Herr Fischer Robert, Taxi 912:
73 Stimmen von 201
Nachwahl für das ausgeschiedene
Aufsichtsratsmitglied Frau Roithmeier, für die Zeit von 2004 bis
2006 - gewählt wurde:
Herr Arikan Nazim, Taxi 1964:
48 Stimmen von 194
Nachwahl für ein zurückgetretenes Aufsichtsratsmitglied, Amtszeit 2004 bis 2005 - gewählt wurde:
Herr Kuntz Franz-Joseph, 
Taxi 1393: 56 Stimmen von 161
Insgesamt 7 Mitglieder legten
schriftlichen Widerspruch dagegen ein, dass nicht bei jedem
Wahlgang das Stimmenergebnis
aller einzelnen Kandidaten bekanntgegeben wurde, sondern lediglich das Stimmenergebnis der
Kandidaten die gewählt wurden.
TOP 8 Verschiedenes
Zwei Kollegen hatten Fragen an
den Vorstand die auch beantwortet wurden. Der Versammlungsleiter, Herr Alfred Lehmair, schloss
um 17.25 Uhr die Versammlung.
IHRE TAXI-AUTOSATTLEREI
• Schonbezüge
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Rückenproblemen
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Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 11

Seite 13

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Vorsichtig …
… sollten Sie sein, wenn bei Ihnen
eine 25jähriger, 180 cm großer,
schlanker Mann ins Taxi steigt
und nach Innsbruck gefahren
werden will. 
Der braunhaarige Mann spricht
Tiroler Mundart, trägt meist einen
Rucksack und steigt häufig am
Hauptbahnhof oder in unmittelbarer Nähe ein. Der junge Mann
kann nicht bezahlen. Wir empfehlen Vorkasse. Zur Zeit hinkt der
junge Mann!
Warnung vor Fahrgast
Ein junger Mann, Mitte 20, cirka
170 cm groß, normale Statur, kurze dunkle Haare, Dreitagebart und
deutscher Nationalität, ließ sich
am 14.06. um 2.00 Uhr nachts
vom ICM-Stand zur Motorstraße
64 in eine Pension fahren. Dort
bat er den Fahrer kurz zu warten,
da er seinen Bruder holen müsse
um dann weiterzufahren. Der Fahrer bat um ein Pfand für den aufgelaufenen Fahrpreis. Der Mann
ließ sein Handgepäck zurück. Er
kam nicht wieder – das Handgepäck war völlig wertlos.
Wir empfehlen in derartigen Fällen
eine Vorauszahlung inklusive der
avisierten Wartezeit.
Standplatznachrichten
Hanauer-Stand endlich fertig
Nach mehrjähriger Bauzeit ist nun
die Kraterlandschaft vor dem OEZ
(Olympia Einkaufs Zentrum) Vergangenheit. 
Die von uns bei den Planungsbesprechungen eingebrachten Forderungen nach einem ausreichenden Standplatz direkt vor dem
Haupteingang zum OEZ wurden
erfüllt. Die Rufsäule müsste bis
zum Erscheinen dieser Ausgabe
auch schon funktionieren. Der
Hanauer-Standplatz ist ein positives Beispiel der Bauplanung.
Sonstiges
Schreiben vom Holiday Inn München-Süd an die Taxi eG.
Verhalten der Taxifahrer vor dem
Holiday Inn München Süd:
Sehr geehrte Damen und Herren,
um weiterhin gut mit Ihrem Taxiunternehmen zusammenarbeiten
zu können, möchten wir Sie bitten, Ihre Mitarbeiter in Bezug auf
deren Verhaltensweisen anzusprechen.
In letzter Zeit ist es vermehrt vorgekommen, dass Ihre Fahrer direkt
vor unserem Hotel Ihr Geschäft
erledigt haben. Dieses Verhalten
kann von uns nicht akzeptiert
werden und muss von Ihnen umgehend eingestellt werden.
Es stehen Ihren Fahrern hierfür
unsere Gästetoiletten zur Verfügung, die sie gleich im Eingangsbereich vorfinden können.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten Sie, dies an Ihre Mitarbeiter weiterzuleiten, um solche
Vorfälle ausschließen zu können.
Sollten Sie noch Fragen haben,
stehen wir Ihnen gerne unter der
Telefonnummer … zur Verfügung.
Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Hoteldirektion
„Bild“ war dabei
Fotografen der Bildzeitung versuchten Taxifahrer am Isartor zu
veranlassen für Euro 50,– pro Person eine Schlägerei zu mimen,
Zeuge Taxi 2885 – Fahrer lehnten
unisono ab!
Behindertenfahrdienst
Seit einiger Zeit ist der Kostenträger für Behindertenfahrten eines
Teils der Berechtigten der Bezirk
Oberbayern. Der Bezirk verzichtete auf Fahrtickets und reicht Bargeld aus.
Die behinderten Fahrgäste müssen
durch Taxiquittungen den Nachweis für Taxifahrten erbringen.
Diese Taxiquittungen werden nur
anerkannt, wenn sie vollständig
ausgefüllt wurden. Den Behinderten wird also das Geld nur ersetzt,
wenn sie ordnungsgemäße Quittungen bei der Regierung von
Oberbayern vorlegen.
Die Fahrgäste erhielten persönliche Aufkleber für Taxiquittungen.
Wenn von den Fahrgästen diese
Aufkleber nicht mitgebracht werden, müssen Sie den Namen des
Fahrgastes eintragen.
Helfen Sie mit, dass diese Fahraufträge nicht verloren gehen.
Suchmeldungen der Kripo
Serientäter
Ein Taxiräuber schlug bereits
zweimal zu. 
Zuletzt wurde der 58jährige Kollege Kochs mit einem Messer verletzt und beraubt.
Der Täter ist cirka 180 cm groß,
schlank und etwa 25 Jahre alt.
Beim letzten Überfall trug er
einen Blouson und eine Strickmütze.
Der Spezialist für Taxiüberfälle,
Herr Kriminalhauptkommissar
Schrödel, ist auch in diesem Fall
wieder mit der Aufklärung des
Verbrechens betraut.
Die Taxi-München eG setzte für
Hinweise die zur Ergreifung des
Täters führen eine Belohnung in
Höhe von Euro 500,– aus.
Wir hoffen, dass der Täter gefasst
wird bevor die nächste Kollegin
oder Kollege zu Schaden kommt.
Meldungen KHK Schrödel Tel.
089/2910-3711
Brutaler Überfall
Am Samstag, den 29. Juni gegen
0.45 Uhr kam es am Busbahnhof
Studentenstadt zu einer Schlägerei
zwischen fünf Jugendlichen (2
Burschen und 3 Mädchen) und einem Mädchen. Dem Mädchen
sollte die Tasche entrissen werden.
Sie wurde zu Boden geschlagen
und getreten.
Ein unbekannter Taxifahrer vom
Standplatz Studentenstadt kam
dem Mädchen zu Hilfe.
Gesucht wird der hilfsbereite Fahrer und weitere Zeugen. Meldungen bitte an KHK Krautenbacher
Tel. 089/2910–3715.
Dringender Aufruf zur Selbsthilfe
Der letzte Beobachtungszeitraum
lief am 29. Juni 2004 ab.
Das KVR muss nun die Funktionsfähigkeit des Münchner Taxigewerbes überprüfen um die Voraussetzungen gemäß § 13 Abs. 4
PBefG zu schaffen über einen 
erneuten Beobachtungszeitraum
zu entscheiden.
An der letzten Überprüfung nahmen nur 37,4 % der Münchner
Taxiunternehmer teil. Diese geringe Zahl an Rückmeldungen reichte gerade noch aus, um ein repräsentatives Bild zu erstellen. 
Wir fordern alle Unternehmer auf
nicht nur über die lausige Ertragslage zu jammern, sondern auch
etwas zu tun. Es ist doch wohl
nicht zuviel verlangt, einmal im
Jahr die letzten vier Umsatzsteuervoranmeldungen zu kopieren
und mit dem Vordruck an das
KVR zu schicken. 
„Wer sich nicht helfen lässt, dem
ist nicht mehr zu helfen.“
Vermischtes
Messesplitter 
Kardiologen-Kongress ist absolutes Highlight 
für München und die Taxibranche
Vom 28.8. bis 1.9.2004 ist München Gastgeber für 30.000 Mediziner.
Obwohl Busse eingesetzt werden, ist dieser Kongress ein warmer 
Regen für die Taxibranche. Hier die Facts:
European Society of Cardiology (ESC)
Medizinischer Fachkongress (Kardiologie)
Kongress findet statt im ICM und in den Hallen A1, A2, B1, B2, C1, C2
Registrierung: im Eingang West, Neue Messe München
Erwartete Teilnehmerzahl: knapp 30.000
Eröffnung: 28.8.2004 um 16.30 Uhr im ICM
Täglich werden ca. 250 Busse erwartet.
Teilnehmer kommen mit Bussen, U-Bahn oder Taxi. Der S-Bahn-
Betrieb ist während diesen Tagen wegen Bauarbeiten eingestellt.
Die Besucher werden in Hotels in ganz München untergebracht.
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Der Landesverband
Flughafen-News
Schreiben des Landratsamtes Erding an den
Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen e.V.
Das Landratsamt Erding erließ:
Personenbeförderungsrecht (PBefG); Taxiverkehr am Flughafen München – Beobachtungszeitraum für den Betriebssitz Oberding
Sehr geehrte Herren,
zu Ihrer Information teilen wir mit, dass wir
für den Betriebssitz Oberding ab 17.05.2004
einen „Zulassungsstop“ für die Vergabe von
Taxikonzessionen verfügt haben.
Folgende Gründe haben uns zu dieser Maßnahme bewogen:
In der Gemeinde Oberding sind derzeit 44 Taxikonzessionen ausgegeben. Im Jahr 2004
wurden in den ersten vier Monaten 10 neue
Taxigenehmigungen, in den drei Jahren zuvor
insgesamt 11 Konzessionen erteilt. Auf Grund
der überproportionalen Zunahme und der
Erkenntnis, dass der Flughafen München mit
Taxen teilweise überfüllt ist die sehr lange
Wartezeiten verursachen, haben wir uns entschlossen einen Beobachtungszeitraum für den
Betriebssitz Oberding einzulegen, um anschließend überprüfen zu können, ob durch die erteilten Genehmigungen die öffentlichen Verkehrsinteressen beeinträchtigt werden. 
Mit freundlichen Grüßen
Neudecker
Kommentar:
Der Schritt des Landratsamtes Erding ist sicher
gut gemeint - ob diese Maßnahme etwas nützt,
muss bezweifelt werden. Beim Betriebssitz
Oberding handelt es sich zwar um die für den
Flughafen räumlich zuständige Kommune, solange aber im Landkreis München und in vielen übrigen Gemeinden des Landkreises Erding
Taxikonzessionen erteilt werden, ohne dass, zumindest nachträglich, überprüft wird, ob diese
Taxis gemäß § 47 PBefG in der beantragten Betriebssitzgemeinde auch bereitgestellt werden,
wird die Zahl der Taxis am Flughafen weiter
ansteigen. Das Bereithalten dieser Taxis am
Flughafen ist ein Ausnahmetatbestand. Wird
ein Taxi ausschließlich am Flughafen bereitgestellt ist der tatsächliche Betriebssitz Oberding
und die zuständige Genehmigungsbehörde das
Landratsamt Erding. So müsste das nach dem
PBefG ablaufen – dann hätte der Beobachtungszeitraum für Oberding einen Sinn.
TAXI-EDITION von DaimlerChrysler
Mehr als Euro 4.350,– Preisvorteil
Vor dem Hintergrund des weiterhin schwierigen Marktumfelds im Taxibereich unterstützt
DaimlerChrysler in diesem Jahr die Taxi- und
Mietwagenunternehmer mit besonders attraktiven Aktionen. Wir freuen uns deshalb, Sie
über die neuen Verkaufsmaßnahmen des Automobilherstellers im Taxi- und Mietwagenbereich informieren zu können. Zusätzlich zu
den bisherigen Vorteilen sind zwei neue und
besonders hervorzuhebende Aktionen dieser
Tage gestartet:
1. „Taxi-Edition“
Kurzfristig ist es der DCVD gelungen, ein Kontingent von Fahrzeugen des Typs E 200 CDI
Limousine mit taxigerechten und fest definierten Ausstattungen (3 Ausstattungsvarianten)
als „Taxi-Edition" bereitzustellen. Die sich unter anderem durch die Produktion der identischen Ausstattungen ergebenden Kostenvorteile werden in Verbindung mit einem weiteren
Preisvorteil von DaimlerChrysler an die Taxiunternehmer weiter gegeben:
Der Preisvorteil im Rahmen der „Taxi-Edition“
beträgt 1.810,76 Euro inkl. MwSt. und wird zusätzlich zu den bekannten Taxikonditionen
(1. 12 % Verwerterrabatt, 2. aktuelle Taxiaktion im Wert von 1.154,20 Euro inkl. MwSt.,
3. ohne Berechnung: Leder Twin, Integrierte
Kindersitze, Durchlademöglichkeit und Taxidachzeichenanschluss im Gesamtwert von
1.386,20 Euro inkl. MwSt.) gewährt. Der E 200
CDI ist als „Taxi-Edition" je nach Ausstattungsvariante ab 30.990 Euro inkl. MwSt. bei
allen autorisierten Mercedes-Benz Vertriebspartnern erhältlich. Die Zahl der verfügbaren
Fahrzeuge ist begrenzt, sodass Sie sich schnell
informieren und entschließen sollten.
2. Türenwerbung beim Kauf eines E 200 NGT
Insbesondere vor dem Hintergrund der
anhaltend hohen Kraftstoffkosten fördert
DaimlerChrysler darüber hinaus die Nutzung
einer ökologisch und zugleich wirtschaftlich
sinnvollen Alternative - dem Erdgasfahrzeug.
Daher bietet DaimlerChrysler ab sofort beim
Kauf des neuen E 200 NGT als Taxi oder Mietwagen eine attraktive Förderung von monatlich 92,80 Euro inkl. MwSt. über einen Zeitraum von einem Jahr an. Als Gegenleistung
ist exklusiv und ausschließlich eine zur Verfügung gestellte Türenwerbung für diesen Zeitraum am neuen E 200 NGT anzubringen. Diese Maßnahme gilt für Fahrzeugbestellungen ab
dem 01.07.2004 und Fahrzeugübernahme bis
Ende 2004.
Diese Aktion ist insbesondere für Taxi- und
Mietwagenunternehmer aus Regionen interessant, in denen es weder eine öffentliche noch
private Förderung gibt. Bei einer gleichzeitigen
Förderung durch andere Institutionen (Überblick: www.erdgasfahrzeuge.de oder www.gibgas.de) wird eine ausschließliche Fahrzeugbeklebung mit der durch DaimlerChrysler zur
Verfügung gestellten Türenwerbung vorausgesetzt.
Nähere Informationen zu allen Maßnahmen
rund um das Thema Taxi/Mietwagen können
die Unternehmer bei allen autorisierten Mercedes-Benz Partnern in Deutschland erhalten.
Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband
(BZP) erwartet, dass diese neuen und zusätzlichen Maßnahmen, welche die starke Verbundenheit der Marke Mercedes-Benz zum deutschen Taxigewerbe unterstreichen, bei den
Taxi- und Mietwagenunternehmern auf große
Resonanz stoßen.
BZP AR 33/04
Jeder kennt es, alle wissen es. Oder
doch nicht? Zumindest wird immer
darüber diskutiert, manchmal auch gerätselt. Wir bringen Licht ins Dunkel.
Heute: Tiere
Rechtlich werden Tiere wie eine Sache behandelt. Man darf nach gültigem Taxitarif pro Tier einen Zuschlag
von 0,50 Euro erheben. Dies gilt
meist für Hunde, da Katzen, Vögel
Dauerbrenner 
etc. meist in Käfigen transportiert
werden. Somit ist es nicht statthaft,
beispielsweise 4,00 Euro für einen
Vogelkäfig mit acht Kanarienvögel zu
verlangen, sondern nur 0,50 Euro.
Tiere dürfen nicht auf Sitzen transportiert werden. In der Praxis werden
z.B. große Hunde im Fußraum des
Beifahrersitzes oder der Ladefläche
eines Kombifahrzeuges untergebracht. In diesem Fall ist es ratsam,
die mitgeführte Brotzeit während dieser Fahrt sicherheitshalber zu entfernen. Tiere kann man nur dann von
der Beförderung ausschließen, wenn
sie Sicherheit oder Ordnung der Beförderung nicht gewährleisten (§ 13
BO Kraft). In Ausnahmefällen kann
die Beförderung auch bei Existenz eines Allergiepasses, der eine Tierhaarallergie ausweist, verweigert werden.
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Der Beruf des Taxi- und
Mietwagenfahrers gehört
aufgrund der langen Arbeitszeit, aber auch wegen
der mit dem ständig steigenden Individualverkehr
in den Großstädten verbundenen Hektik zu einem
der anstrengendsten Berufe. Leider gehört er auch zu
einem der gefährlichsten,
Raubüberfälle auf Taxifahrerinnen und Taxifahrer
gehören zur Tagesordnung.
Zwar war 2003 erfreulicherweise das erste Jahr
seit 1985 (!), in dem kein
ermordeter Taxifahrer zu
beklagen war. Jedoch wurde mit 498 bei Überfällen
und Tätlichkeiten verletzten Kolleginnen und Kollegen ein neuer, trauriger
Höchststand erreicht. 
Eine Entwarnung bei der
Sicherheitslage wäre also
blauäugig: 2002 wurden 
3 Taxifahrer durch Verbrecherhand getötet, 385 verletzt. Im Jahr 2003 waren
498 Verletzte zu beklagen.
Seit 1985 wurden 73 Taxifahrerinnen und Taxifahrer
ermordet und 6.840 bei
Überfällen und Tätlichkeiten verletzt.
Es gibt zur Verbesserung
der Sicherheit im Taxi gute
Ansätze, andererseits ist
niemand so vermessen zu
glauben, dass es einen absoluten Schutz geben kann
und wird. Überfälle werden
leider auch in Zukunft
nicht zu verhindern sein,
deren Zahl zu verringern
ist aber eine zu bewältigende Aufgabe.
Im Jahre 1991 gründeten
Vorstand und Aufsichtsrat
der Taxi Auto Zentrale
Stuttgart e.G. die Taxistiftung Deutschland, deren
Aufgabe es ist, unschuldig
in Not geratenen Opfern
von Gewaltverbrechen aus
dem Taxi- und Mietwagengewerbe zu helfen und deren finanzielle Not zu lindern. Großen Auftrieb
erhielt die Stiftungstätigkeit durch den Beitritt zum
Bundesverband im Jahre
1993. Im Zusammenwirken
mit der Stuttgarter Taxizentrale wurde auch die
Sitzverlegung der Taxistiftung Deutschland von
Stuttgart nach Frankfurt
am Main zur Geschäftsstelle des BZP beschlossen. Der
Vorstand der Stiftung setzt
sich zusammen aus den jeweils 3 gewählten Präsidiumsmitgliedern und dem
Geschäftsführer des BZP
sowie den 3 Mitgliedern
des Vorstandes der Taxi
Auto Zentrale Stuttgart e.G.
Die Taxistiftung Deutschland bedankt sich bei allen
Spendern für die Unterstützung.
Was macht die Taxistiftung Deutschland?
Taxifahrer und Taxifahrerinnen als Opfer von Überfällen
Jahr 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003
Verletzte 253 365 290 276 261 260 323 361 384 389 337 302 208 305 298 435 412 385 498
Tote 23415344261 0 42735530
Am 20.03. wurde der Taxiunternehmer Michael Nowak,
Taxi 455, in der Nähe des Deutschen Museums von mehreren Personen bedrängt. Er rief über Funk um Hilfe.
Diesem Hilferuf kam der 55jährige Taxifahrer Johann
Bachus nach. Als er einen der Täter festhielt, wurde er
mit einem massiven Gegenstand niedergeschlagen und
liegend durch Tritte und Schläge mit einem harten
Gegenstand am Kopf schwerstverletzt. 
Herr Bachus war über längere Zeit bewusstlos. Der Kollege Bachus war insgesamt mehr als 30 Tage arbeitsunfähig
Grausamer Überfall auf den Taxifahrer Johann Bachus
und erlitt erhebliche Verletzungen. Unter anderem Platzund Risswunden am Schädel und einen Knorpelabriss des
linken Ohres. Auf Antrag des Landesverbandes reichte die
Taxistiftung Deutschland an
Herrn Bachus Euro 2.000,–
für seine vorbildliche Hilfsbereitschaft aus. Die Übergabe
der Zuwendung nahm der
Vorsitzende der Taxistiftung,
Hans Meißner, selbst vor.
Michael Nowak, Johannes Bachus, Hans Meißner
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Schrottis Fiaker-ABC
B
Das ABC der Taxler. Bierernst, aber heiter. 
Doppelzüngig, meist erinnernd. Amüsierend, manchmal lehrreich. 
In jedem Fall hilfreich. Interessant für Anfänger und Profis. 
Heute, der Buchstabe B …
Bahnhof: „Bahnhof“ verstehen insbesondere Funk-Neulinge, wenn sie die
Spezialsprache noch nicht intus haben. An „Augerl Blut“, „Medi-Pforte“,
Kinsi Empfang“ oder „Geht zum Hafen“ muß man sich wirklich erst gewöhnen. Aber auch schon mancher
Funksprecher war mindestens vorübergehend desorientiert, wenn er
rief „Anhalten“ (statt „Anhalter“), „Im
Raum Sendling wird eine 80jährige
Dame verwirrt“, „Für einen Kollegen
mit Abschleckstange“ .
Bargeldlos: So ist mancher Fahrgast
tatsächlich unterwegs. Am Funk
führt das dann zum bekannten Begriff „Zahlungsschwierigkeiten“ . Von
Fiakern, die auch so unterwegs sind
und auf die einfachsten Beträge nicht
herausgeben können, sei nicht die
Rede. Wir meinen hier aber die Bezahlung mit Plastikgeld. Der Zusatz
beim Standplatzruf „mit Visa“, „mit
AMEX“ usw. führt schlagartig zu erhöhter Abnahmebereitschaft der Fiaker, obwohl dadurch keineswegs ein
besserer Stich garantiert ist. Aus dem
Nähkästchen: so mancher Funksprecher hat schon ansonsten“unverkäufliche“ Aufträge losgebracht, indem er
nach etlichen vergeblichen Freigaben
„Tal-Stand mit Visa“ oder „Falken
mit AMEX“ rief … ➜
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16 TAXIKURIER
Beförderungspflicht: Kann bei Liegendtransporten von einschlägingen
„Restaurants“ u.U. entfallen, nicht jedoch bei als zu kurz empfundenen
Fahrten. Das Anmeckern von Fahrgästen bei kurzen Fahrstrecken ist katastrophal für unser Image. Wer im
Wirtshaus ständig angeschnauzt
wird, weil er Wasser bestellt statt
Champagner, wird Gaststättenbesuche irgendwann ganz einstellen. Lieber kurz mit dem Taxi als lange mit
der U-Bahn!
Behilflich: Kleinere Handreichungen,
Türe-Aufhalten usw. sollten selbstverständlich sein. Bevor die Zentrale
aber jemanden erwischt, der sich
nicht mal selber helfen kann, ruft sie
lieber „behilflich“ dazu. Gelegentlich
sind sich die Kollegen gegenseitig behilflich, nämlich beim Abtransport
schon auf der Straße stehender Besteller, während der angeforderte Wagen noch auf Anfahrt ist.
Bereitstellung: An beschilderten sowie Bedarfsstandplätzen sehr gerne
gesehen. Aber nur da. Überzählige 
(z. B. Beck-Stand) oder illegale (z. B.
Blumenstraße, Schumann`s Bar) Bereitstellung kann teuer werden.
Berufsauffassung: Den „Fiaker aus
Leidenschaft“ gibt es noch. Vielleicht
sogar mehrere. Aber die zunehmende
Zahl von „Spezialisten“, die mit Tunnelblick an winkenden Aufhaltern
vorbeifahren und am Standplatz lieber mit Kollegen über das schlechte
Geschäft schimpfen oder Zeitung lesen, als Funkaufträge anzunehmen,
muss verblüffen. Freilich: die Kolleginnen und Kollegen, die sich das
„dauernde Gequatsche der Zentrale“
(Originalzitat) dennoch antun und
mit offenen Augen durch die Stadt
fahren, profitieren von der Laschheit
der taxifahrenden Blindgänger.
Beschwerden: Im Taxigewerbe unbekannt.
Besorgung: Wer hat nich schon mal
ein „Blut“ von der Herzog-Heinrich 4
in die Nußbaum 20 zu Fuß ‘rübergetragen? Aber auch Fahrten nach Regensburg, Nürnberg usw. sind verbürgt. Wie auch immer:
Blutkonserven, Briefumschläge, Pakete oder lauwarme Speisen haben den
Vorteil, dass sie keine Lebensgeschichten erzählen und nie an Flatulenz oder eruptiven Magenproblemen
leiden. Bei Speisen höchstens die
Empfänger.
Bestechung: Mehrere Fälle sind verbürgt, in denen Hotelportiers gegen
„Handaufhalten“ Flughafenstiche an
bestimmte Fiaker-Spezl’n verschachern. Der Schlaueste aus der Hotel-
Zunft bestellte in den Morgenstunden
in der Zentrale ein Taxi, weil er keinen seiner Sponsoren erreicht hatte,
und fragte die Telefonistin, von wem
er jetzt seine Provision bekomme … 
O sancta simplicitas!
Bewegungsmangel: Viereckige Räder
korrespondieren mit ebensolchen Gesäßpartien der Fiakergemeinde.
Aber: Alles wird gut!
Beziehungen: „Der 1115, der früher
mit der 1049 zusammen war, hat die
1242 geheiratet, die sich vom 974 hat
scheiden lassen, und zusammen haben sie jetzt eine entzückende 756“ …
Bei solchen Beziehungskisten sind
selbst Fliege und Kallwas machtlos.
Blinker: Wie bei der Mehrheit aller
Autofahrer auch im Taxigewerbe
ziemlich verpönt. Blinkerloses Slalomfahren auf mehrspurigen Straßen
zeugt jedoch nicht von besserem
Können und ist allenfalls geeignet,
bekannte Vorurteile über den Fahrstil
„der Taxifahrer“ zu bestätigen.
Blitz: Leerfahrt,weil der Fahrgast
schon weg ist oder es sich anders
überlegt hat. Im Straßenverkehr
kommt der B. gelegentlich in roter
Farbe vor. Das Donnerwetter erfolgt
dann einige Wochen später in Form
eines Briefes der Bußgeldstelle.
Bock: Bei schlechtem Geschäft hat
man keinen zum Arbeiten; früher saß
man drauf, als man den vierbeinigen
Navigationsgeräten noch getrost die
Zielfindung überlassen konnte.
Brausebad: Namensgeber für den Taxistand am Wies’n-Haupteingang.
Neben Schyrenstraße, Hesseloherstraße und anderen damals tatsächlich
öffentliches Brause- und Wannenbad,
als sich Spaß- und Erlebnisbäder in
Privatwohnungen meist noch auf
Etagenklos reduzierten.
Bustaxi: Im Gegensatz zum Combi
mit Notsitzen ein Wagen mit maximal acht vollgültigen Fahrgastplätzen. Für die Einführung der Bustaxis
wurde die BOKraft insofern geändert,
als dann auch ein dreitüriger Wagen
als Taxi zugelassen werden konnte
(vorher nur viertürig).
Rechtsanwalt Stephan 
und Dr. Stahlberg
Umfassende Rechtsvertretung in Straßenverkehrssachen
●Unfallregulierung 
●Ordnungswidrigkeiten und Strafsachen
Als Mitglied der Taxi München eG, sind Rechtsanwalt Stephan die Probleme der Taxiunternehmen bestens vertraut.
Kanzlei · Linprunstr. 23 · 80335 München
Tel.: 089/52 40-21 od. 22 
Fax: 089/52 61 12
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17TAXIKURIER
Als Gegenpart zur Rose „bestrafen“ wir monatlich Zeitgenossen, Institutionen, Behörden sowie leider auch Kollegen
und Kolleginnen für Handlungen und Aktionen, die unserem Gewerbe schaden. Als Symbol dafür haben wir die 
saure Zitrone ausgewählt.
Blut-Transporte von und zu den Münchner Krankenhäusern sind verantwortungsvolle und eilige Aufträge. Oft ist
das Rotkreuzkrankenhaus am gleichnamigen Platz die
Ziel-Adresse. Die Lust am Blut kann einem allerdings hier
vergehen. Besonders diensteifrige Beamte der Polizeiinspektion Erzgießereistraße lauern regelmäßig auf die
Autos in Elfenbein, um um diese aufzuschreiben, wenn
diese vor dem Krankenhaus parken. Ausführliche Diskussionen mit diesen „Hütern“ von Recht und Ordnung
waren bisher vergebens, sodass wir diese Hatz auf die
Taxler mit der Zitrone an die Polizeiinspektion Erzgießereistraße „küren“ .
Unternehmerkurse
Termine: 
Jeden Dienstag und Donnerstag
18.00 – 20.30/21.00 Uhr
Anmeldung bei Frau Choleva,
Verwaltung
Kurs 6/2004: 07.09. – 05.10.04
Kurs 7/2004: 12.10. – 09.11.04
Kurs 8/2004: 16.11. – 14.12.04
Ort für alle Ausbildungen Kursraum der Taxi-München eG | Engelhardstraße 6 | 81369 München (U3/Harras)
Fotos: www.atelier-tacke.de
Rose des 
Monats
Zitrone des 
Monats
Mo Bekkour, der sympathische 
Türsteher von der maxSuite.
Taxifahrerausbildung
Termine: Jeden Montag und Mittwoch
18.00 - ca. 21.30
Anmeldung im Taxishop oder bei 
Herrn Tony Doll 
(30 Min. vor Kursbeginn) 
Funkausbildung
Termine: 17. und 19. August 2004
14.30 - 17.30 Uhr
Keine Anmeldung nötig (kostenlos)
AUSBILDUNG 
IM AUGUST 2004
Jeden Monat küren und belohnen wir Personen, Institutionen oder auch Kollegen und Kolleginnen für besonders 
taxifreundliche Aktionen. Die Rose sozusagen als Symbol
und Dank für die Zuneigung gegenüber dem Taxi-Gewerbe. 
Belohnt wird die jeweilige sympathische Geste mit einem
kleinen Geschenk.
Türsteher stehen im allgemeinen in keinem besonders
guten Ruf. Eine löbliche Ausnahme ist Mo Bekkour, der
doorman von der maxSuite. Der taxifreundliche Marokkaner mit deutschem Pass hütet seit letztem August die
Tür des In-Treffs. Wenn sich dann im Morgengrauen der
Club langsam leert, die Zahl der wartenden Taxis die der
Gäste aber übersteigt, gibt er diese Informationen stets
an die Taxifahrer. Diese überaus freundliche Geste des
26-jährigen würdigen wir mit der „Rose des Monats“ und
überreichen ihm 5 Taxigutscheine. Kürzlich hat Mo übrigens bei einer Langnese-Party ganz spontan während des
Events alle Taxifahrer mit Eis versorgt!
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18 TAXIKURIER
Die „Lilly”, wie sie von den Routiniers der Taxi-Gilde genannt wird,
saß schon am Funk, als die Aufträge
noch per Handzettel von der Auftragsannahme an den Funker gereicht wurden. „Da hatte natürlich jeder seine eigene Handschrift und es
gab ganz individuelle Abkürzungen
für Straßen und Standplätze. Das war
deutlich anstrengender als mit der
heutigen Technik”, erinnert sie sich. 
Seit 1965 ist das geborene Münchner
Kindl – aufgewachsen in der Fasanerie Nord – im Taxigeschäft. Von 1970
bis 1991 ist sie als Unternehmerin
noch selbst gefahren und hat sich mit
ihrem Mann das Taxi geteilt. Wenn
die Lilly ins Erzählen kommt, merkt
man, dass der Fiakerberuf noch nie
ein Honigschlecken war, auch wenn
heute vieles amüsant klingt. Als es
am „Wasserburger Land” noch kein
Telefon gab, “waren ‘Brennzeiten’
von vier bis sechs Stunden normal”,
so die Lilly. „Da bin ich oft zu Fuß
mit dem Kinderwagen hin, hab’ geschaut ob mein Mann noch dort steht
und hab’ ihm eine Brotzeit gebracht.
Denn damals haben noch alle in Trudering am Standplatz angerufen, die
ein Taxi brauchten.” Auch die “Persönlichkeiten” unter den Kollegen
haben sich scheinbar in manchen
Stadtvierteln bis heute kaum wesentlich verändert. Wenn die Sitten auch
nicht mehr ganz so streng sind. 
„In Pasing,“ weiß die Lilly noch ganz
genau, „hat doch jeder Fiaker Aufenthaltsverbot gehabt, der da draußen nicht in dritter Generation seinen
Stammbaum nachweisen konnte. Am
Pasinger Marienplatz sind die Nichtansässigen doch jedesmal verschickt
worden.”
„Rüpel gab’s schon
immer“
Am Mikrofon sitzt die Mathilde Piser
seit Januar 1971. Da waren viele, die
heute meinen, sie müßten sich etwas
uingebührlich benehmen, noch gar
nicht geboren. Aber das sieht unsere
routinierte Funkerin ganz gelassen.
“Rüpel hat es schon immer gegeben.
Nur kann man sie heute gleich identifizieren. Wenn einer gschert wird,
hat man ihn gleich am Wickel. Früher hat man seine Kandidaten an der
Stimme erkannt.” So wie man sie selber an ihrem äußerst angenehmen
Tonfall sofort identifizieren kann.
„Die Stimme muss man draussen mögen. Die darf einen nicht aggressiv
machen, sonst ist doch der ganze Tag
versaut oder du drückst gleich auf
den Ausschaltknopf.“
„Resolut 
und geduldig“
Seit Januar 2003 kann man sie nur
noch dreimal im Monat hören –
montags oder freitags von 6 Uhr bis
14 Uhr – im Gegensatz zu früher, da
war sie 10 mal auf Schicht. „Damals
wie heute ist die Lilly vom Stress fasziniert. Das Tempo, das man am Funk
hinlegen muss, das hat mir immer
gelegen. Sekundenschnelle Entscheidungen zu treffen, die auch akzeptiert werden.” Und das ist auch Teil
ihres Images: Resolut und geduldig.
„Manche sind einfach überfordert
Interview | Der Mensch hinter der Stimme
Faszination Stress
Jeder Taxler, für den Funkaufträge zum
täglichen Broterwerb gehören, kennt
ihre Stimmen. Die Menschen dahinter
sind allerdings nur den wenigsten bekannt. Das gilt in Wort & Bild gleichermaßen. Und das muss anders werden. Die Kolleginnen und Kollegen in
der Funkzentrale haben einen genauso
harten 8-Stunden-Job wie die Kollegen auf der Straße. Ihre Aufträge sind
für jeden von uns bares Geld wert. Mit
diesem Beitrag will der TAXIKURIER
eine Brücke schlagen zwischen Fahrern
und Funkern. 
In jeder Ausgabe wird eine „Stimme“
vorgestellt, mit ihren Hobbies, 
Leidenschaften und Wünschen. 
In dieser Ausgabe: 
Mathilde Piser 
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:21 Uhr Seite 18

Seite 20

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sich eine Adresse beim erstenmal zu
merken. Da muss der Fahrer sich
selbst gegenüber mehr Ehrlichkeit an
den Tag legen und ruhig mal nachfragen.“
Ansonsten ist für die Lilly, die von
sich behauptet „auch mal bissig zu
sein“, Funken reine Nervensache. Besonders bei dem deutlich gestiegenen
Auftragsvolumen. „Früher”, sagt sie,
„ist es schon mal vorgekommen, dass
fünf bis zehn Minuten kein Auftrag
gekommen ist.”
Leider, liebe Lilly, passiert das an
schlechten Tagen heute auch schon
wieder!
Mini-Steckbrief:
Name: Piser
Vorname: Mathilde
Bekannt als: Lilly
Alter: 62
Sternzeichen: Löwe
Familienstand: verwitwet
Geburtsort: München
Wohnviertel: Waldtrudering
Hobbies: Autofahren/Radfahren/Kochen (bayerisch und italienisch) 
und Urlaub in Südtirol
Musik: Musical + Operette
Kein Laster:
Hat mit dem Rauchen aufgehört
19TAXIKURIER
Lokaltermin
Unsere Stadt ist reich an Lokalen, Restaurants und Wirtshäusern aller Art.
Und es gibt Führer aller Art. Der TAXIKURIER stellt Ihnen in jeder Ausgabe
ein Haus mit „Charakter“ vor.
Gaststätte Wallner und Walter
(Großmarkthalle)
Über die legendären Weißwürste, die viele für die Krönung halten, Worte
und Zeilen zu verlieren, ist wohl überflüssig. Deshalb haben wir uns bei
der Bestellung auch auf andere Abteilungen konzentriert. Ein edles
Münchner Wirtshaus mit ehrlicher Tradition. Die Speisekarte liest sich wie
ein Heimatroman, ohne in Holzhammer-Folklore abzugleiten. Hier erhält
der Liebhaber altbayerischer und bayerischer Küche eine große Auswahl
typischer Gerichte. Eine kreative Tageskarte und die Standardkarte mit
den klassischen Wurstwaren und Brotzeiten. Allein die Milzwurst wird in
fünf Varianten angeboten. Alle, für die Gicht ein Fremdwort ist, werden
sich an der Innereien-Palette erfreuen. 
➜Der Schweinsbraten – 
bei unserem Testbesuch das 
einzige Manko – 
hatte kein Rammerl.
➜Das Preisniveau ist höchst 
fair, die resoluten und 
freundlichen Bedienungen 
haben alles im Griff. 
Gaststätte Großmarkthalle
Wallner und Walter GmbH
Kochelseestraße 13
81371 München
Tel: 089/76 45 31
Mo – Fr 7.00 – 17.00 Uhr,
Sa 7.00 – 13.00 Uhr,
Sonn- und Feiertag geschlossen
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:22 Uhr Seite 19

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DANK
20 TAXIKURIER
Wer auf 30 Jahre Berufsleben zurückblickt, hat jede Menge erlebt.
Erst recht, wenn es sich um eines der
spannendsten Gewerbe überhaupt
handelt, das Taxigewerbe. Bei Leberknödelsuppe, Kalbsleber sauer (“Ich
heiß schon Herzinger, da muas I jetzt
nicht auch noch a Herz essen”) und
einem dunklen Weißbier (innerhalb
von 2 Stunden) zieht der Max Herzinger Bilanz. Amüsant und kritisch,
stolz und mahnend. 
In 30 Jahren wurden Weichen gestellt, ohne die das Taxigeschäft heute nicht funktionieren würde. Entscheidungen mussten getroffen
werden, denen lange Kämpfe und Diskussionen vorausgingen. Studiert
hat der Max Maschinenbau am Politechnikum und hatte eigentlich eine
“Karriere” als Ingenieur bei Siemens
im Auge. Zum Taxi kam er eigentlich
mehr durch Zufall. Einer seiner Kommilitonen, der schon zweimal am Politechnikum durch die Prüfung gefallen war, verkündete dem Max, dass
er beim nächsten Prüfungsflop Taxiunternehmer wird. 
Sein Vater und sein Onkel waren
nämlich auch Taxiunternehmer.
Allerdings sei auch die Taxiprüfung
wahnsinnig schwierig. Damals schon,
1962. 
Das interessierte den jungen Herzinger. Der sich daraufhin zur Prüfung
in der Utzschneiderstraße anmeldete
und prompt bestand. Für einen, der
aus Solln kam, damals quasi vom
Land, eine Ungeheuerlichkeit. Ab da
fuhr er dann Samstag und Sonntag
beim Onkel des Kommilitonen Taxi,
für 18 Prozent vom Umsatz. 
“30 Fahrten”, erinnert sich der Max,
“hab’ ich da pro Schicht runtergeradelt, im Schnitt für 3 Mark. Ein Stich
von Solln zum Hauptbahnhof hat ja
damals bloß 6 Mark gekostet.” Während der Woche hat er bei Siemens
gearbeitet. 
In dieser Zeit war der Bursche schon
sehr aktiv. Als Sollner war es ihm
nämlich ein Dorn im Auge, dass es in
Solln keinen Taxistand mit Telefon
gab. “Die letzte Bastion vor dem Niemandsland”, so Max Herzinger, “war
damals der Harras und später der 
Bosche-Stand” . Also hat er zwei Jahre
lang den damaligen Vorstand Josef
Kuffer traktiert und Überzeugungsarbeit geleistet, bis 1964 auch Solln
taximäßig “eingemeindet” wurde.
1965 wurde er selbst Unternehmer,
Taxikonzession
1364. “Da hab’ ich
dann bei Siemens
aufgehört, weil
ich zuwenig verdient hab’” . Obwohl das Taxigeschäft in dieser Zeit
nicht sehr lukrativ war, haben plötzlich alle reingedrängt. “Explosionsartig stieg die Anzahl der Konzessionen
von ca. 500 auf 790.” Noch schlimmer wurde es 1966, als die Bewerbung für die Olympischen Spiele in
München 1972 feststand. “Da haben
alle schon die Dollarzeichen im Auge
gehabt und die Zulassungswelle kam
ins Rollen. Wer einen Antrag gestellt
hat, bekam auch eine Konzession. Ich
auch. Die Nummer 2952 im Dezember 1966. Dass die Olympiade der
Tiefstand des Gewerbes war, konnte
damals noch niemand ahnen” . Woran
lag’s? ”Für uns gab es nix, aber auch
gar nix zu fahren. Von den großen
Automobilfirmen wurden Fahrzeugkolonnen zur Verfügung gestellt und
mit Fahrern besetzt, die Soldaten in
Zivil waren. 
Ein Lotse geht von Bord. 
In einer Münchner Traditionsgaststätte an der Großmarkthalle zog 
Max Herzinger für den TAXIKURIER ein Resumée seiner 28jährigen Tätigkeit 
als Vorstand der Taxi München eG
„Mit Abitur wäre ich Pfarrer 
geworden, nach Möglichkeit
Kardinal …“
„Mit meiner Freizeit 
bin ich die letzten 30 Jahre 
zu kurz gekommen“
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KE!
21TAXIKURIER
Nur diese Fahrzeuge durften vor den
großen Hotels stehen. Die Taxisstandplätze wurden einfach versetzt. Daran
konnte nicht mal unser Josef Kuffer
etwas ändern. Ich glaube, das war eine Verpflichtung, die die Stadt München gegenüber dem IOC eingegangen ist.” 
Damals begannen die großen gewerbepolitischen Diskussionen. Der Beobachtungszeitraum für Neukonzessionen wurde in dieser Zeit ins Leben
gerufen und Max Herzinger wurde
Mitglied des Aufsichtsrates. Wahrscheinlich mit richtig viel Power ob
der vielen zu lösenden Probleme?
“Ich glaube,” so der Max, “dass wir
unser Aufgabengebiet sehr viel ernster genommen haben als das heute
der Fall ist. Wir haben uns um alles
gekümmert und der Josef Kuffer hat
uns alle werkeln lassen.” 1976 kam
der Max in der Vorstand und da ist er
bis zum 30.7.2004, seinem letzten
Arbeitstag. In diesen fast 30 Jahren
ist sein Name untrennbar verbunden
mit den technischen Highlights der
Genossenschaft. So hat er als erster
in Deutschland die Einführung der
Rufsäulen an den Standplätzen vorangetrieben. 
Die Idee dazu kam ihm – wie soll es
anders sein – in Solln, als er die erste
Polizeinotrufsäule von München gesehen hat. 1979 wurde die erste Taxi-
Rufsäule am Goetheplatz aufgestellt,
die sog. Neumann-Säule. Sämtliche
Genehmigungen, und es waren unzählige, hat der Max besorgt. Ebenso
ist es mit den heutigen Solar-Säulen.
Eine weitere technische Errungenschaft seiner Vorstandskarriere ist der
Kennungsgeber in den Funkgeräten.
“Da war echte Überzeugungsarbeit zu
leisten. Unterstüzt haben mich dabei
nur ganz wenige. 1.400 Funkfahrzeuge haben wir damals ausgerüstet
und als 450 ihren
Funk deswegen
abgemeldet haben, da sah ich
mich eigentlich am Ende. Was die
450 aber nicht überrissen hatten, und
ich auch nicht, war, dass sich die anderen Funker vor Aufträgen nicht
mehr retten konnten, als die 450
weggefallen sind. Uns so sind sie alle
wieder zurückgekommen.”
Und was ihm stinkt, dem Max, das
hat er dem TAXIKURIER auch erzählt. “Das rigorose Verhalten sogenannter Kollegen untereinander war
früher kein Thema. Das Kommerzdenken war nicht so verbreitet, auch
in schlechten Zeiten, die es früher genauso gegeben hat. 
Und das Desinteresse vieler Mitglieder, das macht mir echt Sorgen. 
Dass man nicht einmal im Jahr Zeit
hat, sich um die Belange der Genossenschaft, die ja auch seine eigenen
sind, zu kümmern. Wo hat man den
noch die Möglichkeit Einfluss zu
nehmen, mit seiner Stimme zu gestalten und zu bestimmen um Strömungen entgegenzuwirken, die weder dem Gewerbe noch der
Genossenschaft gut tun. Die letzte
Versammlung hat’s ja gezeigt. Es ist
ein Trugschluss zu glauben, das alles
so weiter läuft wie immer. Aufsichtsräte sind immer in der Lage ein ziemliches Chaos zu verursachen, weil
viele nicht verstehen wollen, dass es
nicht um die eigenen Interessen geht,
sondern um die Gesamtheit. Das erwarten schließlich die Mitglieder
draußen.”
Am Freitag, den 30.7. ist sein letzter
Arbeitstag und am nächsten Tag ist
Max Herzinger Rentner. Kann man
sich das vorstellen? 
“Ich kann mir das sehr gut vorstellen”, sagt er. “Schließlich bin ich die
letzten 30 Jahre mit meiner Freizeit
zu kurz gekommen. 16 Jahre hab’ ich
nur eine Woche Urlaub im Jahr genommen. Da können sich sogar Japaner noch ein Beispiel nehmen.
Jetzt mach’ ich Urlaub, solange ich
mag!”
Also dann, Max: Viel Spaß, 
alles Gute und vielen Dank für alles!
„Wenn’s Ernst wurde, war 
ich nicht der Max, sondern der 
Herr Herzinger“
Name: Herzinger
Vorname: Max
Alter: 64
Sternzeichen: Stier
Familienstand: verheiratet
Geburtsort: München-Solln
Aufgewachsen: Solln
Wohnviertel: Solln
Hobbies: Reisen nach Südtirol,
Bergsteigen, Radfahren, Lesen
Musik: Klassik, Schlager, 
österreichische Liedermacher
Laster: Früher das Rauchen, 
Zigaretten, Zigarren und Pfeife
am liebsten alles gleichzeitig
Mini-Steckbrief
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22 TAXIKURIER
Essen auf Rädern
Die monatliche Orientierungshilfe durch den Brotzeit-Dschungel
Die Taxischichten werden immer länger. Trotz Tupper-Ware und Brotzeitbeutel gilt es, den Heißhunger zu befriedigen. In jeder Ausgabe testen wir
für Sie eine typische Taxifahrer-Brotzeit. Die Auswahl der Kandidaten ist
natürlich rein subjektiv und zufällig,
stellt aber in jedem Fall eine kleine
Orientierungshilfe im großstädtischen
Brotzeit-Dschungel dar. 
Im August-Heft für Sie der
Curry-Wurst-Test!
Geschmack Größe Souce Wahl (Rot/Weiß) Wartezeit Preis
Alles Wurscht ••• •• •• • ••• ••
Leopoldstraße 41 E 2,60
BergWolf ••• •• ••• •• •
Fraunhoferstraße 17 E 2,90
Grillpfanne •• ••• •• ••• •••
Kaufhof-Stand, Stachus E 2,40
Schmankerl-Imbiß ••• •• ••• • ••• •
Ludwigshafener Straße 5 E 2,95
(Zulassungsstelle)
Schwabinger Imbiß ••• •• •• • ••• •
Feilitzschstraße 2 E 3,00
Workers Deli •• •• •• • ••
Nymphenburger Straße 69 E 2,80
Zum Würstlkönig ••• •• ••• • ••• •
Lindwurmstraße 77 E ,3,00
Fotos: www.atelier-tacke.de
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Platz 1 (13 Punkte)
Schmankerl-Imbiß
Hinter der Zulassungsstelle der alte
Autohändler-Treff.
Auf Wunsch warme, selbstgemachte Schaschliksoße.
Platz 1 (13 Punkte)
Grillpfanne 
Eine große Portion (ca. 50% mehr
als bei allen anderen) für den
geringsten Preis! 
Solide Qualität mit Sonnentrassen-
Charme.
Platz 5 (12 Punkte)
Schwabinger Imbiß
Multikulturelle Mannschaft, 
professionell und schnell. Riesiges
Angebot an sonstigen Steh-Speisen.
Platz 6 (11 Punkte)
BergWolf 
Ein witziger Laden Ecke Frauenhofer/Klenzestraße. Leider war’s am
Testtag etwas chaotisch und dauerte zu lange. Fiaker haben’s schließlich eilig … aber das Warten rentierte sich und wurde bei dem
bunten Völkchen im Lokal nicht
langweilig.
Platz 7 (9 Punkte)
Workers Deli
Trotz Straßenwerbung mit 
Currywurst zum Mitnehmen war 
man auf den „Ansturm“ durch den
Tester nicht vorbereitet. Endlose 
Wartezeit, aber sonst ordentlich.
Fazit
Platz 1 (13 Punkte)
Zum Würstlkönig
Der alte Klassiker direkt neben
dem Goetheplatz. Grundsolide,
freundlich, schnell.
Platz 1 (13 Punkte)
Alles Wurscht 
Der klassische Imbisswagen mit
Bierbänken direkt an der Leopoldstraße. Ein Kleingarten-Idyll mitten
in Schwabing
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24 TAXIKURIER
Dr. Rüdiger Neitzel, 41, Facharzt
für Orthopädie und Sportmedizin
betreibt zusammen mit Dr. Christian Jessel im Airport-Center die
Orthopädische Praxisklinik. 
Er war über 10 Jahre Bundesliga-
Handballspieler, mehrfacher
deutscher Meister, Pokalsieger
und Europacupsieger, hat 124
Länderspiele und 1984 in Los
Angeles die Silbermedaille errungen. Rüdiger Neitzel gibt regelmäßig Tipps im TAXIKURIER zu
berufsrelevanten Themen. 
Wasser – Elixier des Lebens. Auch
für Taxifahrer/innen
Wasser bedeckt nicht nur 3/4 unserer Erdoberfläche, sondern macht
auch 55 - 60 Prozent des Körpergewichtes eines Erwachsenen aus und
ist damit Hauptbestandteil des
menschlichen Körpers. Wasser befindet sich in allen Regionen des Körpers, sowohl in den Zellen, zwischen
den Geweben und im Blut.
Wassergehalt und Verteilung stehen
in enger Beziehung zur Körperoberfläche, und bildet ein feines sensibles
Gleichgewicht. Der Körper führt eine
eigene Wasserbilanz durch, wie den
Wasserverlust durch Atmung und
Schweißabsonderung, und die Einfuhr über Nahrung, d. h. die Trinkmenge im Gleichgewicht zu halten.
Hierfür sorgen auch feinste Rezeptoren, die die Konzentration an
Elektrolyten im Körper messen und
über Hormonausschüttung eine Regulation der Wasserabgabe durch die
Nieren betreiben. ➜
Hier spricht der Doc
Ratschläge zu Gesundheit, Ernährung 
und Bewegung.
Promi-Talk
Das monatliche Gespräch mit bekannten Zeitgenossen 
aus unserer Stadt über ihre Erlebnisse im Taxi.
Eduard Reinbold
Das Taxi ist für mich Basis-Verkehrsmittel, um zwischen meinen Betrieben
(Zum Franziskaner, Hotel Drei Löwen, Drei Löwen Residenz, Hotel Regent,
Schützen-Festhalle Oktoberfest) zu pendeln. Die täglichen Fahrten sind für
mich immer „Münchner Marktforschung“, weil ich die Taxler gerne nach allem möglichen ausfrage. Die positiven Erfahrungen überwiegen bei weitem.
Kürzlich habe ich mein Handy mit 600 gespeicherten Nummern – eine Katastrophe – im Taxi liegen gelassen. Nur ein paar Minuten später brachte mir
der Münchner Taxifahrer dieses zurück.
Eduard Reinbold, sympatischer Gastronom, Hotelier, 
Präsident der Filser-Buam, Träger des Bundesverdienstkreuzes 
und Taxi-Vielfahrer.
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25TAXIKURIER
Obwohl der heurige Sommer mit dem
letztjährigen nicht vergleichbar ist,
ist das wohl beliebteste Ausstattungs-
Merkmal für Taxifahrer die Klimaanlage. Der Sommer bringt Laune in die
Stadt. Alle, auch wir profitieren davon. München feiert seine Feste, die
Biergärten sind voll, Touristen bevölkern die Stadt, die Nacht wird zum
Tag, die Testosteron-Werte steigen,
fernsehen kann man wieder bei den
Wetter-Tiefs. Und was für ein Augen-
Balsam, der durch die Sommerzeit
noch eine Stunde verlängert wurde.
Die freche Sommermode macht den
Taxi-Beruf zum Traumjob. Ultra-Mini’s, Spaghetti-Tops, bauchfreie und
gepiercte Beauties erfreuen den
männlichen Taxifahrer mehr als der
beste Tip. Wenn unser Kanzler übrigens in diesem Jahr wieder sein 
italophiles Vakuum verspüren sollte,
ist ihm der Kurztrip nach München
empfohlen, der einzigen Stadt in Italien, wo auch die Telefone funktionieren.
Leider sind auch manche Kollegen
der Meinung, sich von dieser Urlaubsatmosphäre anstecken lassen zu
müssen. In teilweise abenteurlichen
Outfits verwechseln sie Beruf und
Ohne Worte
Summer in the City
Freizeit. Ein Taxler hat Profi-Dienstleister zu sein und als solcher seine
Tätigkeit in adäquater Kleidung auszuüben. Kurze Hosen sind absolut tabu, es sei denn sie werden als modisches Accessoire eingesetzt, was in
unserer zu Krampfadern neigenden
Branche wohl nur zu einem Promillesatz zutrifft. Die 16tägige Ausnahme
stellt die Wies’n dar – dann aber nur
in Leder ohne Landhaus-Zusatz. Gerade Kollegen mit Waschbär statt
Waschbrettbauch begehen den größten Fehler der Schicht bei der Auswahl der Klamotten. Muscle-Shirts,
Jesus-Latschen sowie sonstige Textil-
Todsünden wie weiße Socken, Jogginghosen und weit aufgeknöpfte
Hemden, sind eindeutige Beweise für
mangelnden Berufs-Ethos und nicht
vorhandenem Respekt gegenüber
dem Fahrgast.
Gott sei Dank hat „König Kunde“ die
Wahl. Er kann sich Fahrer und Fahrzeug aussuchen und ist keinesfalls an
eine Reihenfolge gebunden. Am
Standplatz und per Telefon. Und sogar mit Klima – ohne Aufpreis.
Wievie Wasser braucht der Körper?
Wieviel sollen wir ihm zuführen?
Im Durchschnitt verliert der Körper 2,5
l Flüssigkeit am Tag, das ist abhängig
im wesentlichen auch durch die Körpertemperatur und kann z. B. bis auf
das 20fache unter tropischen Bedingungen ansteigen. Der Körper selbst
produziert 350 ml Flüssigkeit, d. h., wir
brauchen noch ungefähr 2 - 2,5 l an
Flüssigkeit, um ein Gleichgewicht zu
halten. Besondere Beachtung muss
man äußeren Bedingungen stellen:
vermehrte Hitze verlangt natürlich
mehr Wasser, bestimmte Erkrankungen
wie z. B. die Zuckererkrankung (Diabetes), Durchfall oder Fieber stehen mit
vermehrtem Wasserverbrauch in Verbindung. Zu viel an Wasser kann jedoch auch schädlich sein, dies gilt insbesondere für Patienten mit Nierenoder Herzerkrankungen.
Mein Tipp:
Flüssigkeitsaufnahme sollte bei gesunden Taxlern mindestens bei 1,5 l liegen, an warmen oder heißen Tagen 2,5
bis 3 l. Hier sollten gemischte Säfte,
ungesüßte Tees oder Mineralwasser im
wesentlichen zur Anwendung kommen. Natürlich bringt auch ein gesundes Weissbier oder eine Maß Bier die
Rasserregulation, gegen einen guten
Rotwein ist aus medizinischer Sicht in
Maßen nichts einzuwenden, selbstverständlich nach der Schicht …
3093
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26 TAXIKURIER
Kai-Georg Frey, Funker und Fahrer,
testet für den TAXIKURIER und Sie 
„elfenbeinfarbige Automobile“ .
Es mag verschiedene Motive geben, in München einen Geländewagen als Taxi zu fahren:
➜lukrative Stammkunden 
auf dem Großglockner oder in anderen 
Höhenlagen
➜häufiger Hängerbetrieb in schwerem 
Gelände
➜oder der Betrieb als Winter-Einsatzfahrzeug
zum Freischleppen von Taxis, deren Unternehmer die Investition „Winterreifen“ 
gescheut haben
➜die Hoffnung, als „reiferer Herr“ beim
abendlichen Flanieren auf der Leopoldstraße bei den Damen Rabatt aufs eigene Alter
zu bekommen
➜einfach nur der Wunsch, ein Taxi zu fahren, wie es in München sicher nicht oft
vorkommen wird.
Um Nissan war es lange Jahre sehr still, im 
Taxigewerbe wie überhaupt. Jetzt, unter der
Regie von Renault, kommt die Marke langsam
wieder und versucht auch einen Einstieg beim
Taxi. Der würde wahrscheinlich effektiver
ausfallen, wenn sich Nissan entschließen
könnte, seine Dieselmotoren in Kombination
mit Automatik-Getriebe anzubieten.
Die Garantieleistungen sind nicht schlechter
als anderswo (3 Jahre (bei durchschnittlicher
Taxi-Kilometerleistung eher unerheblich)/max.
100.000 km Fahrzeuggarantie (gegen Aufpreis
verlängerbar), 3 Jahre Lack- und 12 Jahre
Durchrost-Garantie sowie 2 Jahre auf vom
Händler eingebaute Originalteile).
Inwieweit die Verschleißteile im normalen
Autoteilehandel und nicht nur beim Vertragshändler erhältlich sind, konnte hier nicht näher untersucht werden.
Im Zuge der „Taxi Offensive“ sind bei allen
Modellen ein paar „Bonbons“ im Preis bereits
enthalten:
➜Folienbeschichtung in RAL 1015
➜Taxameter-Vorrüstung und -Halterung
➜Funkvorrüstung
➜Dachzeichenvorrüstung
➜Alarmanlage und „Stiller Alarm“
➜Zentrale Innenlichtschaltung
Der erste Eindruck entspricht den Erwartungen
an einen Geländewagen: Hochbeinig, relativ
kantig, kurze Überhänge. Die Türen öffnen
weit, vorne steigt man durch einen großen
Türausschnitt bequem ein, auch wenn für kleinere Zeitgenossen etwas Kletterarbeit angesagt
ist. Die hinteren Türausschnitte sind hoch (der
Windkanal war bei der Formgebung nur unwesentlich beteiligt), aber kurz. Die Sitze sind
eher weich gepolstert, die vorderen vermitteln
ausreichenden Seitenhalt, wobei die Seitenwangen nur aus Schaumstoff ohne stabilisierenden Unterbau bestehen. Es wäre interessant,
nach einem Jahr Taxibetrieb zu überprüfen, ob
diese Seitenwangen noch vorhanden sind.
Die Vordersitze sind in Längsrichtung, Lehnenund Sitzkissenneigung verstellbar, für den
Fahrersitz gibt es eine verstellbare Lendenwirbelstütze. Die Längsverstellung dürfte bis zu
einer Körpergröße von 1,85m ausreichen, darüberhinaus gilt es, die Knie anzuwinkeln. 
Das Lenkrad ist in der Höhe einstellbar.
Die Beine haben vorne und hinten ausreichend
Platz, bei Belegung der hinteren Bank mit drei
Erwachsenen kommt es unfreiwillig zu intensivem körperlichem Kontakt. Der Sinn der in
verschiedenen Neigungen rastbaren Rückbanklehne erschließt sich nicht ohne weiteres, die
steilste Stellung ist gerade angenehm zum Sitzen. Möglicherweise wurde hier eine Marktnische als mobile Liebeslaube mit hinteren Liegesitzen angepeilt. Die hinteren Kopfstützen
sind nicht höhenverstellbar, bezüglich der
sinnvollen Körpergröße der Hintersassen gilt
darum dasselbe wie für den Fahrersitz. Integrierte Kindersitze sucht man (auch gegen
Aufpreis) vergeblich.
Auf allen 5 Sitzplätzen gibt es Dreipunktgurte,
die Vordersitze sind über Belegungserkennung
an eine „Anschnall-Warnanlage“ angeschlossen, die durch einen penetranten Alarmton
nervt und nicht abgeschaltet werden kann.
Nachdem der Taxifahrer sich bei Besetztfahrt
nicht anschnallen muß und dies gerade in
brenzligen Momenten auch nicht sinnvoll ist,
und weil wir auch Fahrgäste befördern, die
sich aus gesundheitlichen Gründen nicht anschnallen können, ist einer der ersten Schritte
vor dem Taxieinsatz das Abklemmen der Belegungserkennung.
Der Nissan X-trail ist ganz offensichtlich als
Nichtraucherauto konzipiert, Aschenbecher
existieren hinten gar nicht (dafür gibt es in der
Mittelkonsole hinten ausfahrbare Becherhalter,
die einer der ersten Fahrgäste beim Ein- oder
Aussteigen versehentlich demontieren wird,
weshalb man sie besser von vorneherein ausbaut bzw. dauerhaft verschließt), der vordere
ist relativ klein und in der Mittelkonsole ganz
unten links vom Schalthebel versteckt. Angeheiterte Fahrgäste werden ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit verfehlen, aber auch bei voll intakter Feinmotorik wird manches „Abstauben“
von rechts zu einem ungewollten Gangwechsel
führen. 
Der Kofferraum ist kombitypisch über eine
große Heckklappe zugänglich, die weit genug
öffnet, daß sich der bereits erwähnte „Ideale
Insasse bis 1,85m“ nicht den Kopf anschlägt.
Er ist relativ kurz, läßt sich aber durch komplettes Umlegen der Rückbank, wozu die Kopfstützen ausgebaut werden müssen, zu einer
ebenen, aber ziemlich hoch angesetzten Ladefläche vergrößern. Reisegepäck für vier Fahrgäste sollte nicht zu üppig bemessen sein, das
Anforderungsprofil „Großer Kombi“ wird nicht
erfüllt. Die Laderaumabdeckung verläuft
wegen der Rücksitz-Lehnenverstellung als Balken mitten durch den Gepäckraum und verhindert konsequent das Beladen.
Glücklicherweise ist sie mit zwei kräftigen
Schlägen von unten schnell ausgebaut, worauf
sie bis zur Beendigung des Taxieinsatzes im
Keller verschwinden darf.
Auf dem vom Raumgefühl her großzügigen
„Fahrerthron“ fällt als erstes das mittig angeordnete 3-fach Kombiinstrument mit Drehzahlmesser, Tacho und Temperatur/Tankanzeige auf, das beim Fahren immer wieder zum
Abwenden des Blickes von der Fahrtrichtung
zwingt. Die Instrumente selbst sind gut ablesbar, die digitale Kombianzeige zeigt Totalkilometer und wahlweise Uhrzeit, Außentemperatur und zwei Tageskilometerzähler an.
Mancher würde sich vielleicht wünschen, zumindest Uhrzeit und Außentemperatur gleichzeitig zu sehen, ohne dauernd umschalten zu
müssen. Daß die Uhrzeit ausschließlich im
amerikanischen 12-Stunden-Format angezeigt
wird, besteht als Ärgernis, seit japanische
Fahrzeuge in Deutschland verkauft werden.
Zum besseren Erkennen der Fahrzeugaußendimensionen sollte über „Prophetie-Fortbildungen“ nachgedacht werden.
Klimaanlage und Lenkstockhebel mit Licht/
Blinkerbetätigung links und Scheibenwischer
rechts (sehr gut und für deutsche Hersteller zur
Nachahmung empfohlen: Verstellbarer Wischintervall vorne) sind intuitiv bedienbar, die
Außenspiegel- und Scheinwerferhöhenverstellung sowie der Dachzeichenschalter sind im
unteren linken Fußraumbereich versteckt und
nicht beleuchtet. Von den vier elektrischen
Fensterhebern bietet nur der in der Fahrertür
einen Einklemmschutz. 
Autotest ı Nissan X-trail 2,2 dCi
Bin so Frey …
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 26

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27TAXIKURIER
Das Radiogerät verfügt über Cassetten-Laufwerk und intergrierten 6fach-CD-Wechsler, der
CD-R, aber keine MP3-CDs lesen kann. Die
wichtigsten Funktionen können am Lenkrad
bedient werden. Die sechs Lautsprecher erzeugen einen angenehm kräftigen Sound, der keine Probleme hat, mit dem Fahrgeräuschpegel
im Innenraum fertig zu werden.
Der 2,2-Liter-Dieselmotor nagelt nach dem
Start kräftig, richtig leise wird er auch im warmen Zustand nicht. In Anbetracht der Lärmbelästigung bei laufendem Motor am Taxi-Standplatz ist eine Standheizung sicher ein
sinnvolles Zubehör, das aber mit der eher sparsam dimensionierten Autobatterie kollidieren
wird. Eine halbe Stunde nächtlicher Fachsimpelei unter Kollegen bei eingeschalteter Innenbeleuchtung und Radiobetrieb reichte aus, um
zum Starten die Hilfsdienste eines Taxikollegen
in Anspruch nehmen zu müssen. Das läßt für
längere Standzeiten Übles befürchten, besonders, weil der Einbauraum für eine größere
Batterie nicht ausreicht.
Die Frage nach Leistung, Drehmoment und
Höchstgeschwindigkeit beantworten wir mit
„Ja“ . Der Motor zieht aus niederen Drehzahlen
kräftig an, das serienmäßige und ausschließlich lieferbare Sechsgang-Getriebe mit sehr
eng nebeneinander liegenden Schaltebenen
verleitet zum Überspringen einzelner Schaltstufen, hält aber das Motorgeräusch auch bei
zügiger Autobahnfahrt auf nahezu Normalniveau. 
Das Fahrwerk konnte im normalen Verkehrsgeschehen zu keiner physikalischen Grenzverletzung provoziert werden, klärt die Fahrzeuginsassen aber detailliert über den Zustand der
kommunalen Straßenbauetats auf. Auch auf
geraden Straßen sind immer wieder Lenkkorrekturen nötig, aufgrund der hohen Silhouette
findet der Seitenwind reichlich Gelegenheit
zum Zupacken. Ein Test der Geländetauglichkeit mußte unterbleiben, da die benachbarten
Landwirte ihre Äcker bedauerlicherweise schon
bestellt hatten.
Die Ablagen sind eher wahllos verstreut und
insgesamt nicht üppig. Ein Kompassplan hat
im Türfach Platz, beim ADAC-Buchplan Oberbayern wird es schon eng. Fahrten deutlich
außerhalb des Pflichtfahrgebietes geben wir
besser an einen Kollegen mit „Navi“ oder Platz
für einen Europaatlas ab. 
Der „Armlehnenkasten“ auf der Mittelkonsole
ist zum Aufstützen viel zu kurz und als Staufach kaum der Rede wert. Schon ein Kreditkartenleser oder Imprinter („Ritsch-Ratsch“) wird
hier zum Problem. Ein netter Gag ist das
Kühlfach in der Mittelkonsole und die kühlbaren Getränkefächer auf beiden Seiten der Armaturentafel. 
Die jeweiligen Plastikdeckel wecken Befürchtungen bezüglich Klapperneigung mit zunehmendem Alter.
Das zentrale Innenlicht im Dachhimmel ist
ausreichend für Zahlungsvorgänge bei Nacht,
die vorderen „Lese“leuchten sind wohl in Absprache mit der Optiker-Innung entworfen
worden; anscheinend ist Nissan irgendwie an
Brillenumsätzen beteiligt. 
Für den morgendlichen Fahrgast zum Flughafen, der während der Fahrt die Zeitung oder
Geschäftsunterlagen durchsehen möchte, wären zusätzliche Leseleuchten über den Fahrgastplätzen wünschenswert.
Zusammenfassend kann man sagen: Die Taxitauglichkeit rangierte beim Nissan X-Trail im
Lastenheft sicher nicht auf den vorderen
Plätzen. Man bekommt natürlich eine ganze
Menge Auto für´s Geld, die meisten „Features“ sind aber außer bei Vorliegen eines Tatbestandes aus dem ersten Absatz nicht unbedingt taxirelevant. Für diese wenigen
Ausnahmen kann man in Anlehnung an ein
baierisches Sprichwort feststellen: „Für den,
der´s mag, waar´s an Blick wert“ .
Nissan X-trail 2,2 dCi
Preis Euro 25.320,-
Motor 2,2l Viertakt 4-Zylinder 
Turbo-diesel, Direkteinspritzung 
mit Ladeluftkühlung
Leistung 100 kw/136 PS
Max. 
Drehmoment 314 Nm bei 2000 U/min
Abgasnorm Euro 3
Getriebe 6-Gang, mechanisch
Antrieb wahlweise Front oder Allrad (wählbar entweder automatische variable
Kraftverteilung oder permanent),
elektronisches Sperrdifferential
durch Bremseingriff gegen Aufpreis
Lenkung drehzahlabhängige Servo-unterstützung
Wendekreis 11,0 m
Kofferraum 410l (Rückbank stehend)
1841l(Rückbank umgeklappt)
Zuladung 421 - 510 kg (je nach Ausstattg.
Tankinhalt 60l
Testverbrauch 9,5 l lt. DIN (Drittelmix)
Höchstgeschw. 180 km/h
Bullige Erscheinung:
Der Nissan X-trail 2,2 dCi
Modernes Cockpit
ASCON - Mobile Kommunikation
Ihr Spezialist in München für Taxifunkgeräte:
- Neugeräte, Einbau und Reparaturen
- externer Kennungsgeber
- verdeckter Einbau in die neue E-Klasse mit
 Lenkradbedienung und Anzeige im Multidisplay
ASCON Elektronik GmbH - Lena-Christ-Strafle 50 - 82152 Planegg-Martinsried - Tel.: 089-857008-0 - Fax: 089-857008-38 - Email: info@ascon.de
Wir beraten Sie gerne...
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 27

Seite 29

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28 TAXIKURIER
Münchens Taxifahrer haben ein gutes
Image. Und einen riesigen Vertrauensbonus. Kein Mensch würde je auf
die Idee kommen, nachts in ein fremdes Auto zu steigen und sich einem
fremden Menschen anvertrauen, der
ihn anständig nach Hause bringt.
Außer zu einem Taxifahrer.
Aber sind die Münchner Fiaker wirklich so toll, wie immer behauptet
wird?
Einer, der es wissen muss ist Tony
Doll. Seit vielen Jahren bildet er in
seiner Taxischule München den
“Nachwuchs” aus. Jedes Jahr bestehen zwischen 250 und 300 Damen
und Herren die Prüfung. Und die hat
es nun wirklich in sich. Auf 1658
Fragen und Aufgaben ist der Prüfungsstoff inzwischen angewachsen.
Nur zwischen den Jahren 1993 und
1995 war er noch größer, als es ein
noch weiter reichendes Pflichtfahrgebiet gab. Seit ’95 ist er wieder etwas
reduziert worden. “Aber schwierig”,
so der TÜV-Prüfungsleiter Alois Sagstetter, 61, “war die Prüfung schon
immer” . Und er muss es wissen. Zusammen mit seinen 10 Kollegen,
prüft Herr Sagstetter seit 33 Jahren.
“Den Schwierigkeitsgrad legen sowieso die Gewerbeverbände fest. Wir
vom TÜV achten nur auf einen fairen
und ordnungsgemäßen Ablauf der
Prüfung”, sagt er. Da stellt er jetzt
sein Licht etwas unter den Scheffel,
denn als Experte stellt er natürlich
den Prüfungsstoff mit zusammen,
was aufgrund seiner großen Erfahrung auch Sinn macht. Zudem aktualisiert das KVR (Kreisverwaltungsreferat) München laufend die
Ortskundeprüfung und setzt einen
strengen Maßstab, um die Qualität
der Taxifahrer auf einem hohen Niveau zu halten.
„Wer die Prüfung
besteht, kann stolz
auf sich sein“
Wer die Prüfung bestehen will, muss
540 Straßen, 107 Ortschaften und 90
Fahrtziele wissen. Von 120 Fragen
müssen mindestens 100 richtig beantwortet werden. Schön, wenn man
alle Prüfungsfragen aus dem Fixbereich beantworten kann (dazu zählen
u.a. Adressen, Plätze, Tariffragen),
aber nach wie vor sind die Fahrtstrecken das Salz in der Prüfungssuppe. Der Vorbereitungsstoff zur Ortskundeprüfung von Tony Doll scheint
bei den Prüfungsaspiranten in München ein echter Hit zu sein. “Leider”,
so Doll, “werden meine Prüfungsunterlagen oft kopiert” . 90 Prozent
der Leute, die seinen Kurs besuchen
kommen auf Empfehlung. Die Taxischule ist ein Angebot der Genossenschaft. “Wir sind absolut neutral, keiner muss sich für irgendetwas
verpflichten, niemand wird irgendwohin vermittelt”, so Tony Doll. Zu
jeder Prüfung können sich bis zu 24
Teilnehmer melden, davon bestehen
zwischen 20 und 30 Prozent. “In den
letzten Jahren haben wir im Schnitt
nur noch zehn Prozent Deutsche und
auch kaum noch Studenten”, bilanziert Tony Doll den Trend der letzten
Münchens Taxler
sind die Besten!
Der Taxifahrer muss sich jeden Tag aufs Neue behaupten. Gegenüber jedem
Fahrgast legt er gleichsam eine neue Prüfung ab. Und die meisten bestehen
diese “Prüfung” . Denn die Fahrgäste stellen den Taxlern ein gutes Zeugnis
aus. Besonders die Ortskunde wird dabei lobenswert erwähnt.
Titelthema | Von Peter Gabler
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 28

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Zeit. Wie kommt es dann, dass so
viele fremdsprachige Kollegen, die
manchmal der Deutschen Sprache
nicht mächtig sind, eine so schwere
Prüfung bestehen? Ein Phänomen,
dass für Tony Doll keines ist. “Die
lernen einfach fleißiger als die anderen. Jeder muss mindestens 6 bis 8
Wochen intensiv lernen. Und dann
gibt es eben Ausländer, die lernen ein
halbes Jahr. Und dann kommen noch
die Besonderheiten der jeweiligen
Prüflinge hinzu. Asiaten, z.B. haben
ein fotografisches Gedächtnis. Die
können sich Sachen viel leichter einprägen. Zudem kann man die Prüfung unbegrenzt wiederholen.”
Auch Alois Sagstetter hat mit ausländischen Prüflingen “nur gute Erfahrung gemacht” . Im übrigen ist er der
Meinung, dass “das Taxigwerbe froh
sein kann, dass es die Ortskundeprüfung noch gibt, die in manchen Städten ja längst weggefallen ist” .
Nun macht eine bestandene Prüfung
natürlich noch keinen Top-Taxler aus.
„Der Fahrgast soll
die Taxifahrt in
guter Erinnerung
behalten“
Taxifahrer sind das Aushängeschild
einer jeden Stadt. Manche Fragen
kann eben nur ein Taxifahrer beantworten. Höflichkeit und Zuvorkommenheit müssen erstes Gebot für jeden Taxifahrer sein. Dazu gehört eine
gute Menschenkenntnis und Spaß an
der Dienstleistung. Man muss die
Launen und die Nöte der Fahrgäste
akzeptieren und man muss auch damit umgehen können. Schon der
Querdenker Karl Valentin hat erkannt: “Wir müssen die Menschen so
nehmen, wie sie sind, es gibt keine
anderen” . Wer als Taxifahrer nicht
genügend Selbstbewusstsein besitzt,
anderen Mitmenschen eine unverbindliche Höflichkeit entgegenzubringen, der ist hinter dem Steuer eines Taxis fehl am Platz. “Jeder
Fahrgast”, so Tony Doll, “bemerkt
nach 500 Metern ob Sie ein richtiger
Taxifahrer sind oder ob Sie den Job
nur als Notnagel zum Geldverdienen
machen” . Deshalb lehnt er auch Navigationssysteme im Taxi ab. “Der Taxifahrer sollte gerade seinen persönlichen Service in die Waagschale
werfen, den Fahrgast mit seiner Leistung überzeugen und zufrieden zu
stellen und nicht mit Automatisierung konfrontieren. Der Fahrgast soll
die Taxifahrt in guter Erinnerung behalten. Wenn wir unseren Service
durch elektronische Systeme ersetzen,
werden wir bald nicht mehr in Anspruch genommen” .
Wollen Sie selbst wieder mal Ihr
Wissen überprüfen? Alois Sagstetter
lädt alle Kollegen, gestandene und
langjährige Taxler ein, einmal eine
aktuelle Prüfung mitzumachen. Da
dürfen Sie ihn auch kritisieren oder
positive Vorschläge machen, was sich
verbessern lässt. Sie müssen sich nur
vorher anmelden, ob auch Platz ist.
Denn schließlich wollen Sie doch
auch unter Beweis stellen, dass Münchens Taxifahrer wirklich die Besten
sind. Sollten Sie wirklich nicht bestehen – Ihren Schein dürfen Sie natürlich behalten!
29TAXIKURIER
Kein Schnittmusterbogen –
sondern „harte Realität“ . 
An dieser „Prüfung“ kommt keiner vorbei – 
Tony Doll leitet seit vielen Jahren die Taxischule München
Dr. Cichon & Partner
Rechtsanwaltskanzlei
Tätigkeitsschwerpunkte
Dr. J. Cichon H. J. Michael K.H. Dollinger
Unfallschadenregulierung Familienrecht Arbeitsrecht
Straf-/Bußgeldsachen Erbrecht Mietrecht
M. Werther-Nicolas Dr. B. Schreiner
Verkehrsrecht Strafrecht
Reiserecht Führerscheine
Johann-von-Werth-Straße 1, 80639 München
Tel.:089/1 39 94 6-0 ,F a x :0 8 9/1 6595 1
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 29

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30 TAXIKURIER
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Bitte nur persönlich an der Hauptkasse gegen Vorauszahlung abzugeben.
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Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen. Leerzeichen beachten.
Anzeigenschluss: 13. August 2004
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Fahrer mit, wir kennen uns hier nicht aus.“
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Telefon: 089/746 31 80 · Fax: 089 /74 63 18 18
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 30

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31TAXIKURIER
Taxameter des Monats
TAXISTIFTUNG DEUTSCHLAND
Sie kann auch für 
dich sein – die Spende
für die Taxistiftung!
Sternenhimmel – Jetzt ist es ratifiziert. Man muss nicht mehr in die Sternwarte, 
um drehende Sterne zu beobachten. Der Mercedes-Stern bleibt.
Münchner Stadtrat – will endlich etwas gegen das Kampftrinken der Jugendlichen auf der Wies´n
unternehmen. Wir können nur empfehlen, sich unterm Jahr schon mal in der Alabamahalle einen Anschauungsunterricht zu gönnen.
23.000 Griechen – wohnen in München und haben sich unheimlich über den EM-Auftritt 
ihrer Nationalmannschaft gefreut. Und sie sind bald wieder unheimlich traurig, wenn sie die 
WM-Qualifikation nicht schaffen. 
Diskussion 40-Stunden-Woche – Lachhaft für unser Gewerbe. 
Das ist ungefähr die wöchentliche Schlafzeit.
Geiz – Es hat sich ausgegeizt. Schluss mit den Super-Super-Sonderangeboten. 
Kein Mensch hat mehr Lust drauf!
Stiftungskonto:
BZP – Hauptgeschäftsstelle
Zeisselstraße 11 
60318 Frankfurt am Main
Bankverbindung:
Frankfurter Volksbank eG
Konto-Nr. 373 311
BLZ 501 900 00
GUTSCHEIN FÜR EIN
Essen nach Mitternacht 
im Wert von 100,- Euro 
zu gewinnen!
Auch in diesem Monat suchen wir wieder den 
passenden Text zum Bilderwitz des unvergessenen
Hürlimann. Wir prämieren die beste Idee mit einem
Gutschein über 100,- Euro!
Ihre Text-Vorschläge senden Sie bitte bis spätestens 13. August 2004 direkt an den TAXIKURIER 
(Adresse siehe Impressum) Viel Erfolg!
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Siegerzeile von Karl Siegemund aus der Ausgabe Juli.
AND THE WINNER IS …
„Na, net zum 
Flughafen – zum 
Feldmochinger 
See wolln ma“
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 31

Seite 33

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32 TAXIKURIER
Leserbriefe
Glückwunsch und Vorschlag
Zu dem neuen Erscheinungsbild des Taxi-Kuriers
kann man die Redaktion nur beglückwünschen.
Jetzt wenn der Chefredakteur auch noch wüsste,
dass unser Gewerbe nicht in einer, wie in seinem
Editorial behauptet, angeblichen, sondern in einer
tatsächlichen, und zwar in einer so noch nie da
gewesenen Misere steckt, dann könnten wir uns
vielleicht gemeinsam überlegen, was zu tun wäre,
um unserem Gewerbe zu einem neuen Aufschwung zu verhelfen. Unerlaubte Bereitstellung?
- ist scho a bisser´l ´wos, oba hoid ned arg vui,
denn es ist zwar tapfer, dass es Herrn Meißners
Ziel ist, dass wir nach wie vor stolz auf unseren
Beruf sind, und sich die schwarzen Schafe nicht
vermehren, aber im Grunde genommen lassen sich
fast alle Probleme auf das eine Problem kürzen,
nämlich, dass wir Taxifahrer mittlerweile zuviel
zum Sterben und zuwenig zum Leben verdienen.
Wir haben nicht mehr viel zu verlieren, also:
Warum nicht mehr Demokratie wagen? Dazu gleich der erste Vorschlag: Wie wäre es neben einer
Seite, wo wir unseren Dampf ablassen können
(Leserbriefe), mit einer weiteren Seite, wo diejenigen von uns, denen unser Beruf wirklich ans Herz
gewachsen ist, inhaltlich konkrete Vorschläge
bringen dürfen, wie es uns gelingen könnte, uns
aus unserer Misere zu befreien. Und dann möchte
ich noch eine Seite: in der Herr Meißner zu ernsthaften Vorschlägen Stellung bezieht.
Franz Xaver Rottbauer
Lilienstraße 59, 81669 München
Zu teures Papier
1. Respekt, endlich eine „handfeste“ Zeitschrift die
sicherlich mehr Beachtung findet. Aber – muss sie
mit so teurem, hoch glänzendem Papier gemacht
sein? Eine Zeitschrift, ähnlich wie die ADAC-
Motorwelt, die aus hellgrauem Recycling-Papier
gedruckt ist, würde unserem Gewerbe, dem es zur
Zeit, wirklich nicht glänzend geht, besser stehen
und uns alle weniger kosten.
2. Nicht nur über neue Steuervorschriften bei der
Ausstellung von Rechnungen hinweisen, sondern
nummerierte Formulare mit Durchschlagpapier im
Taxishop anbieten. 
Aber bitte nicht so unübersichtlich wie die bisherigen Quittungsblöcke, die es gibt, mit viel Platz für
„Auftrags-Nr.“ (die keiner braucht). Wichtig und
größer wäre mehr Platz zu lassen, für den
Fahrpreis, ohne Firlefanz wie extra „Cent“ und
„Zuschläge“ .
Heinz Zechner (3466),
Kesselbergstraße 8, 81539 München
Journalistische Überspitzung
Der Autor schreibt über das „Zahnarzt-
Töchterchen aus Harlaching“ das sich kurz vor
dem Erreichen des elterlichen Hauses umzieht und
dazu den Fahrer bittet, nicht nach hinten zu
schauen, was „sie genau dadurch provoziert“ . Ich
bin geneigt dem Verfasser journalistische Überspitzung zugute zu halten. Als Vater einer zwölf
Jahre alten Tochter, die sich in nicht allzu ferner
Zukunft ebenfalls ohne väterlichen Geleitschutz in
die „Gefahren des Nachtlebens“ stürzen wird, vermute ich aber, dass der Vater der jungen Dame
nicht sehr begeistert ist, wenn er erfährt, dass es
für einen Taxifahrer, noch dazu für ein
g´standenes Mannsbild im fortgeschrittenen Alter,
überhaupt denkbar ist, sich in dieser Situation zu
einem Blick nach hinten provozieren zu lassen.
Genau im Vertrauen auf die Souveränität und Vertrauenswürdigkeit des ihm unbekannten Fahrers,
hat er seiner Tochter wahrscheinlich die
Benutzung eines Taxis nahe gelegt, um zu verhindern, dass sie mit irgendwelchen alkoholisierten
Spez´ln heimfährt. Über das Outfit seiner Tochter
während der Party wird er sich wohl eher weniger
Illusionen machen, auch wenn diese das vielleicht
glaubt. 
Ich halte es für äußerst problematisch, auch nur
leiseste Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit des
Taxifahrers und damit des ganzen Gewerbes gerade in dieser Hinsicht aufkommen zu lassen. Im
Gegenteil ist es genau unser Service, in „schwierigen“ Situationen dem Fahrgast im Rahmen des
Möglichen ein wenig Intimsphäre einzuräumen,
die er (bzw. sie) zum Beispiel in der U-Bahn nicht
finden könnte. So muss es natürlich möglich sein,
dass sich ein weiblicher Fahrgast unbehelligt von
den Blicken des Herrn Fiakers „frisch macht“,
genauso wie der Fahrer gefälligst den Blick
abwendet, wenn eine Dame im Minirock
verzweifelt versucht, beim Ein- oder Aussteigen
Contenance zu bewahren. Dabei ist es unerheblich, ob sich die betreffende Dame unserem
ästhetischen Empfinden nach eventuell nicht sehr
stilsicher kleidet oder auch nur in ihrem Alter
getäuscht hat. Als Fahrgast kann sie in jedem Fall
den Respekt erwarten, den zivilisierte Menschen
sich eigentlich in jeder Situation schulden. Nachdem gerade wir älteren Männer uns fast alle mit
zweitem Vornamen „Adonis“ schreiben, sollten wir
umso verständnisvoller mit den Schwächen unserer Fahrgäste umgehen. 
Zum Thema feilschen:
Natürlich ist es ärgerlich, wenn um den Fahrpreis
gefeilscht wird. Nur ist das kein neues Phänomen,
ich kenne es seit nunmehr über zwanzig Jahren.
Auch ist es keineswegs den „Gören“ vor der Disco
vorbehalten, Quittungen zu manipulieren. Ich
kann mich genauso an Situationen wie diese erinnern.
-Fahrt zum Ostbahnhof, Fahrpreis 15,— „Öre“ .
„Machen Sie zwanzig, ich brauche aber eine Quittung über 55,— Euro zum Flughafen.
– Oder Abholung in Neuried: „Ich muss zum
Flughafen. Fahren Sie für 50,– Euro?
Sonst fahren wir nach Pasing.“
Nach dem Outfit und Laptop-Köfferchen zu
urteilen, handelte es sich dabei weniger um verspätete „Night-Flight-Besucher“ als vielmehr um
mögliche Siemens-Ingenieure oder Mitarbeiter
von Consulting-Firmen. In dieser Situation ist es
allein unsere Angelegenheit, angemessen zu
reagieren und dieses Ansinnen zurück zu weisen
bzw. auf dem Einsatz eines Taxameters zu bestehen. Und, Hand aufs Herz: Haben wir noch nie um
Rabatte gefeilscht?
Dass nicht nur Aushilfsfahrer einen eingeräumten
Rabatt durch Fahrt ohne Taxameter einseitig dem
Unternehmer zur Last legen, ist ein rein gewerbeinternes Problem, das den Fahrgast nicht zu
interessieren braucht. Im Zweifelsfall ist sicher die
einzig sinnvolle Möglichkeit, den entsprechenden
Unternehmer über das Verhalten seines Personals
zu informieren, wobei der mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so blauäugig ist, dass ihn dieses
Treiben überraschen würde.
Auf die nächsten zwanzig Jahre!
Kai-Georg-Frey, Schachach 2b, 85302 Gerolsbach
Anmerkung zu Taxiquittung
Bei einer Taxifahrt hatte ich Gelegenheit, Ihren
neu gestalteten „Taxikurier“ kennen zu lernen.
Zunächst einmal darf ich Ihnen zu dieser wirklich
gelungenen Neuauflage Ihres Berufsorgans ganz
herzlich gratulieren. Das Heft ist nicht nur frisch
und amüsant geschrieben, sondern enthält auch
eine Vielzahl nützlicher Informationen.
Als Steuerberater habe ich natürlich mit besonderem Interesse Ihren Artikel „Taxiquittungen ab
1. Juli 2004“ studiert. Dabei ist mir zu dem
Abschnitt über die Ausstellung von Rechnungen
mit einem Gesamtbetrag von mehr als 100 Euro
aufgefallen, dass dort noch drei gesetzlich
vorgeschriebene Angaben nicht erwähnt wurden,
die jedoch ebenfalls Voraussetzung für den Vorsteuerabzug eines Unternehmers als Kunde sind,
nämlich:
– Vollständiger Name und vollständige Anschrift
des Leistungsempfängers (Kunde)
– Ausweis Entgelt (Nettobetrag) – neben Mehrwertsteuerbetrag und Bruttobetrag sowie
– Mehrwertsteuersatz
Nach neuem Recht genügt es nicht mehr, wie in
der Vergangenheit zulässig, etwa nur den Bruttobetrag auszuweisen und darüber hinaus zu vermerken: „In diesem Betrag sind X Euro Mehrwertsteuer enthalten“ . Erforderlich sind nunmehr
beispielsweise:
(Netto-) Entgelt 100 Euro
Mwst. 16 % 16 Euro
Gesamt 116 Euro
Für heute herzliche Grüße
Dr. Winfried Fischer, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater,
Beethovenplatz 2, 80336 München
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Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 32

Seite 34

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33TAXIKURIER
Trickreiche Opposition
Am 6. Juli fand die Generalversammlung der Taxi München e.G. statt. Bei
den treuen Mitgliedern der TV wollen wir uns für das zahlreiche Erscheinen
bedanken. Den Nachtfahrern gilt ein extra Dank, denn sie werden sehr
wenig geschlafen haben, und es waren eine ganze Menge.
Herr Lehmair eröffnete die Versammlung um 10.15 Uhr und es folgten die
üblichen Regularien über Herr Meißner, den Genossenschaftsverband usw.
Bei der anschließenden Diskussion wurden Herrn Meißner und Herrn
Herzinger einige provozierende Fragen gestellt. Vor allem von einem Herrn
F.D.! Von einem gewissen Anstand gegenüber den beiden Vorständen
Meißner und Herzinger war wenig erkennbar, was auch in der ganzen Stimmung im Saal spürbar wurde.
Es lag was in der Luft!
Nach langen Diskussionen wurde Herr Herzinger zu 06.07.2004 entlastet.
Nun erfolgte die Verabschiedung von Herrn Herzinger, der 28 Jahre im
Dienste der Taxi München e.G. arbeitete, durch Herrn Meißner; ebenso die
Verabschiedung von Herrn Richarz, der 13 Jahre im Aufsichtsrat tätig war.
Herr Meißner bedankte sich wirklich herzlich für die lange und gute Zusammenarbeit und Freundschaft.
Auch wir können nur nochmals ein großes Dankeschön aussprechen, denn
Herr Herzinger war in dem schwierigsten Jahr der TV München eine große
Stütze und ein Freund!
Nach dem Mittagessen begannen die Wahlen.
Frau Carmen Roithmeier war vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, als Ersatz
Herr Alfred Lehmair. Die TV war sich bewusst: wir verlieren eine tragende
Säule, die schwer zu ersetzen sein wird. Doch man muss an die Zukunft
denken und ans Gewerbe! Somit gab es kein Wenn und Aber der Führung
der TV für die Unterstützung der Kandidatur der Carmen. Nach der sehr ausgefeilten und guten Vorstellungsrede war wohl vielen klar, sie ist die
Richtige für das Amt als Vorstand und so geschah es auch. Herzlichen
Glückwunsch nochmals! So sieht man, auch aus der TV kann man gute
Leute hervorbringen.
Die Wahlen für die Aufsichtsräte begannen mit Spannung, denn 15 Bewerber insgesamt wollten noch in den Aufsichtsrat. Herr Herzinger stellte sich
für den Aufsichtsrat zur Verfügung und wurde auch gewählt. Es wurde
zwischen Einzel- und Blockwahl abgestimmt. Die Einzelwahl wurde von den
Mitgliedern bevorzugt, was sich im Nachhinein wohl nicht als gutes Omen
erweisen konnte! Denn die Opposition konnte so ihre Leute wesentlich
druckvoller platzieren. Eingefädelt wurde dieser Vorschlag vom Genossenschaftsverband und unterstützt wurde das unter anderem von Personen, die
im jetzigen Vorstand der Taxi e.G. sitzen und in dem der Taxivereinigung.
Auch ehemalige, bekannte Funktionäre haben ganz bunt mitgemischt.
Was daran zu erkennen ist: die Untergrabung der Taxi München e.G. und
Taxivereinigung e.V. geht ungehindert weiter! Diese Untergrabung muss
schnellstens und mit allen Mitteln unterbunden werden, was bei der TV
auch erfolgen wird!
Es kann doch nicht angehen, dass eine Person, die gerade zehn Tage im
Gewerbe ist, den Erfahrenen, die bestimmt auch keine Kopfnicker sind, so
dir nichts mir nichts vor die Nase gesetzt wird. Die Gegenpartei schickte
quasi nur ihre Leute durch die mittleren Tischreihen, wo sich ihr Gefolge
befand und rief einen Namen und derjenige kam dann auch durch.
Warum konnte das geschehen? Die meisten Leute der e.G. verließen die GV
nach der Wahl von Herrn Herzinger und meinten, jetzt läuft das schon
richtig. Es ist gelaufen, nur in die falsche Richtung!
Wir hoffen nur, dass bei künftigen Wahlen die Mitglieder sich den Termin
wirklich ganz und frühzeitig freihalten werden und die Fest-, Kranken- und
Schülerfahrten weiterleiten und die Wahlen auch selbst beenden können!
Die zwei tragenden Münchner Gewerdevertretungen, die Taxi München
e.G. und die Taxivereinigung München e.V. müssen ihre ganze Wählerschaft aufbringen und solche Personen wieder ganz schnell in ihre
Schranken verweisen!
Lorenz Weiß
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Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:24 Uhr Seite 33

Seite 35

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34 TAXIKURIER
Schrannenhalle
Gesprächsstoff
Noch klafft in der Prälat-Zistl-Straße
neben dem Viktualienmarkt ein großes
Loch. Ab Mai 2005 wird hier die
Münchner Schrannenhalle der lebendige Marktplatz sein, bei dem das Einkaufen ein ganz neues Erlebnis wird!
Gleich neben dem Viktualienmarkt
erwachen derzeit 110 Meter Architekturgeschichte zu neuem Leben, zu einem Marktplatz der Zukunft für
Händler, Gastronomen, Handwerker
und Künstler mit Ideen, Initiative und
Pfiff. Durch den einzigartigen Nutzungsmix aus Markt und Handwerk,
Gastronomie und Kultur wird die
„Schranne“ ein Publikumsmagnet für
unterschiedlichste Zielgruppe, der
auch am späten Abend und am Wochenende die Leute in die City lockt. 
Originalität und Qualität genießen
dabei erste Priorität – die Schrannenhalle ist ein Ort für Individualisten
statt Filialisten, die ein schmales,
aber erstklassiges Sortiment anbieten:
Handwerker, die vor den Augen der
Besucher Unikate fertigen, Gastronomen, mit dem Gespür für kulinarische Raffinesse und Künstler, die sich
aus der Masse abheben. Und natürlich die Menschen, die in der Schrannenhalle shoppen, flanieren, bummeln, im Kaffeehaus verweilen und 
die Vision vom Marktplatz der Zukunft abrunden. Für Münchner und
Besucher ist die Schrannenhalle mehr
als nur einen Besuch wert. Auch
Shoppen rund um die Uhr ist in der
Schrannenhalle bald keine Zukunftsmusik mehr - das virtuelle Kaufhaus
macht’s möglich: 
Sobald die Schrannenhalle für den
Marktbetrieb geöffnet ist, können die
Besucher alle dort angebotenen Waren unter www.schrannenhalle.de
auch bequem in einem Online-Shop
bestellen. Alle, die schon heute einen
Blick auf den Marktplatz der Zukunft
werfen wollen, können das auf oben
genannter Homepage tun.
Impressum
TAXIKURIER, offizielles Organ der Taxi-München eG
Herausgeber: Taxi-München eG
Genossenschaft der Münchner Taxi-Unternehmen
Engelhardstraße 6, D-81369 München
Tel: (0 89) 77 30 77, Fax: (0 89) 77 24 62
e-mail: choleva@taxi-muenchen.com
Internet: www.taxi-muenchen.com
Chefredakteur: Hans Meißner
Objektleiter: Paul Rusch, Tel: 0172 - 5 37 37 31
Mitarbeiter an dieser Ausgabe:
Kai Frey, Peter Gabler, Norbert Laermann, 
Dr. Rüdiger Neitzel, Michael Schrottenloher, Hans Stein
Gestaltung und Art Direktion: Bernhard Probst
formenreich, visuelle kommunikation und design
Ringseisstraße 4, D-80337 München
Tel: (0 89) 44 49 97 88, Fax: (0 89) 44 49 97 89
e-mail: probst@formenreich.de
Druck: Druckhaus Fritz König GmbH
Stahlgruberring 24, D-81829 München
Tel: (0 89) 42 74 10-0, Fax: (0 89) 42 74 10-28
ISDN: (0 89) 42 74 10-27
e-mail: koenig@druckhaus-koenig.de
Anzeigenverwaltung und Anzeigengeneralvertretung:
Münchner Verlagsvertretung
Wernher-von-Braun-Straße 10A, D-85640 Putzbrunn
Tel: (0 89) 46 50 21, Fax: (0 89) 46 88 55
e-mail: rusch.e@t-online.de
Anzeigenpreisliste: Nr. 35, gültig ab 25.06.2004
Vertrieb: Göbel + Lenze Direktmarketing GmbH
Stahlgruberring 22, D-81829 München
Tel: (0 89) 4 27 18 88 32, Fax: (0 89) 4 27 18 88 78
Bezugspreise: Einzelheft E 2,50 + Versandkosten
Abonnement Inland E 25,00 incl. Mwst. und Versand
Erscheinungsweise: monatlich
Bezugszeit: Das Abonnement gilt zunächst für ein Jahr. 
Es verlängert sich, wenn es nicht drei Monate vor Ablauf
dieses Jahres schriftlich gekündigt wird. 
Darüber hinaus sind Kündigungen jeweils drei Monate vor
Ende des folgenden Quartals schriftlich mitzuteilen. 
Nachdruck und Vervielfältigungen: Die Zeitschrift und alle
in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind
urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der
engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die
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Die Einsender von Beiträgen übertragen dem Verlag das
Recht, die Genehmigung zum Fotokopieren zu erteilen. 
Die namentlich oder mit Initialen gekennzeichneten Artikel
stellen nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion dar. 
Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr
übernommen. Bei Nichtlieferung durch höhere Gewalt besteht kein Anspruch auf Ersatz.
Inhaber der Beteiligungsverhältnisse:
TAXI-MÜNCHEN eG 100 %
Vorstand: Hans Meißner, Carmen Roithmayer, Gerhard Kroiß
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Alfred Lehmair
Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:24 Uhr Seite 34

Seite 36

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Vorschau Ausgabe 
September 2004
Liebe Leserinnen und Leser,
wer wie Sie viel in dieser Stadt unterwegs ist, hört und sieht viel.
Vielleicht oder sogar bestimmt manchmal mehr als wir, Ihre Redaktion.
Gerne verwerten wir Ihre Anregungen. Gerade für die „Rose“ oder „Zitrone“
des Monats freuen wir uns auf Ihre Tipps. 
Aber auch alle anderen Vorschläge sind für den Taxi-Kurier nützlich.
Ganz besonders freuen wir uns auf Leserbriefe. Schreiben Sie uns: 
TAXIKURIER „Leserbriefe“ Engelhardstraße 6, D-81369 München,
Telefon (089) 772462, e-mail: choleva@taxi-menchen.com
Die Wahl des Aufsichtsratsmitglieds Bolat Burak bei der ordentlichen 
Generalversammlung der TAXI MÜNCHEN eG vom 6. Juli 2004 ist nach juristischer 
Prüfung ungültig. Herr Burak ist kein Mitglied der Genossenschaft und war somit 
nicht legitimiert, an der Wahl teilzunehmen.
Letzte Meldung +++
Der nächste TAXIKURIER 
erscheint am 27. August 2004!
Es erwarten Sie unter anderem:
➜Bella Italia in Monaco
Italienisch Essen in München
➜Dauerärgernis: Zugeparkte Standplätze
Was man dagegen tun kann.
➜Überführungsfahrt
Gutes Geschäft, aber Vorsicht!
Bis dahin einen schönen Sommer!
Witz des Monats 
Welches Tier kann innerhalb
einer Sekunde das Geschlecht
wechseln?
Die Filzlaus!
35TAXIKURIER
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