TAXIKURIER · TEXTANSICHT EINER HISTORISCHEN AUSGABE
Taxikurier August 2004
Diese Ausgabe stammt aus dem Jahr 2004. Angaben zu Preisen, Terminen, Kontakten und Angeboten beziehen sich auf den damaligen Erscheinungszeitpunkt.
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foto: www.atelier-tacke.de Service – Unsere Serviceteams sind gerne für Sie da: Ingolstädter Str. 28 • Landsberger Str. 382 • Arnulfstr. 61 •Kidlerstr. 36 Otto-Hahn-Ring 20 • Gauting, Julius-Haerlin-Str. 39 • Grünwald, Südliche Münchner Str. 29 • Wolfratshausen, Pfaffenrieder Str. 2 Verkauf – Unsere Taxibeauftragten beraten Sie gern: Helmuth Schlenker 0 89/12 06-13 24 Michele J. Cocco 0 89/12 06-14 48 Wilfried Lener 0 89/12 06-53 71 Mercedes-Benz Niederlassung München der DaimlerChrysler AG Auto-Henne GmbH – Ein Unternehmen der DaimlerChrysler AG Infoline: 0 89/12 06-0, Faxline: 0 89/12 06-15 61 • www.muenchen.mercedes-benz.de /L50776 Wenn es um Ihr Taxi geht, kommen wir Ihnen gern entgegen: mit attraktiven Modellen und umfassenden Serviceleistungen. Überzeugen Sie sich von unserer großen Mercedes-Fahrzeugauswahl. Ob - kompakte A-, komfortable C- oder luxuriöse S-Klasse – bei uns finden Sie genau das Taxi, das Ihren Vorstell ungen entspricht. So kommen Ihre Gäste immer sicher und bequem an. Darüber hinaus bieten wir Ihnen perfekten Rundum-Service: vom Unfall- bis zum Werkstattservice, von verlängerten Öffnungszeiten bis zu guter Teileverfügbarkeit. Kundenorientiert, freundlich und zuverlässig. Das verstehen wir unter Service mit Stern. Taxis kommen wie gerufen. Und von uns. Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:19 Uhr Seite 36
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Mitternacht August 2004 Taxi Kurier | 44. Jahrgang | Offizielles Organ der Taxi München eG | www.taxi-muenchen.com ➜ Wo Ihre Fahrgäste nachts satt werden! ➜ Münchens Taxler sind die Besten! ➜ Ein Lotse tritt ab – Die Max-Herzinger-Story foto: www.atelier-tacke.de Essen nach Mitternacht Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 1
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Traumcar-Autovermietung und T axiverleih GmbH Richelstraße 6 (direkt an der Donnersberger Brücke) 80634 München Tel.: (089) 167 54 40 · Fax: (089) 167 96 02 Wir helfen sofort und unbürokratisch! Die Situation ist Ihnen sicher bestens bekannt: Gerade wenn das Geschäft einigermaßen läuft, geht das T axi kaputt - V erkehrsunfall, Getriebeoder Motorschaden, die Elektronik streikt, oder was auch immer. Meist trifft einen zwar selbst keine Schuld, trotzdem hat man jede Menge Ärger und Unannehmlichkeiten. Festfahrten gehen verloren oder müssen an Kollegen abgegeben werden, Probleme mit Stammkunden oder Fahrern, die weiterbeschäftigt werden wollen, Streit mit der V ersicherung um den meist ohnehin zu niedrigen V erdienstausfall. Mit einem Leihtaxi lassen sich diese und weitere Probleme relativ leicht in den Griff bekommen. ✗Wir sind 24 Stunden für Sie erreichbar (auch an Sonn- und Feiertagen und am W ochenende). ✗Ihr Ersatztaxi steht binnen kürzester Zeit für Sie bereit bzw . wird bei Ihnen angeliefert. Selbstverständlich sind sowohl Funk als auch Taxa meter entsprechend Ihren Erfordernissen programmiert. ✗Sämtliche Fahrzeuge sind mit Handyfreisprechanlage ausgerüstet (Klima, Automatik, Schiebedach etc. verstehen sich von selbst). ✗Fast alle Fahrzeuge verfügen über Navigationssystem. ✗Zahlreiche Autohäuser wickeln auch die Taxi-Mobilitätsgarantie über uns ab (DaimlerChrysler, BMW , Opel, VW , Citroen). ✗Im Bedarfsfall kümmern wir uns um die erforderlichen behördlichen Formalitäten. ✗Bei unverschuldeten V erkehrsunfällen rechnen wir die Miettaxirechnung direkt mit der gegnerischen V ersicherung ab (Rahmenabkommen mit vielen V ersicherern). Überbrückungstarife, wenn Sie Ihr altes Fahrzeug verkauft haben, das neue noch nicht ausgeliefert wurde. ✗Unser Ersatztaxen- und Mietwagenfuhrpark besteht aus den neuesten Limousinen, Kombis, Vans und T axibussen fast aller namhaften Hersteller (DaimlerChrysler, BMW , Opel, VW ...) ✗Wir sind offizieller Partner der Daimler- Chrysler-Niederlassung in München. Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 2
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Verwaltung Taxi-München eG Taxizentrale Telefon: 089-2 16 10 und Telefon: 089-1 94 10 Büro Taxizentrale Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00 – 17.00 Uhr Leiter Taxizentrale Herr Alfred Huber Telefon: 089-2 16 13 51 e-Mail: huber@taxi-muenchen.com Stellv. Leiter Taxizentrale Herr Norbert Laermann Telefon: 089-2 16 13 52 e-Mail: laermann@taxi-muenchen.com Kundenberater/Funkausbildung Herr Hans Stein Telefon: 089-2 16 13 72 e-Mail: stein@taxi-muenchen.com Hauptkasse Öffnungszeiten: Mo-Fr 07.30 – 12.00 Uhr Mo, Di, Do 12.30 – 15.00 Uhr Telefon: 089-77 30 77 Taxishop Öffnungszeiten: Mo-Do 09.00 – 12.30 Uhr und 13.00 – 17.00 Uhr Fr 09.00 – 15.00 Uhr Telefon: 089-77 05 50 Taxischule Lehrgänge: Mo + Mi jeweils 18.00 – ca. 21.00 Uhr Telefon: 089-76 42 70 Inhalt Diese Ausgabe finden Sie auch im Internet | www.taxi-muenchen.com Top-Termine | Hier glüht der Taxameter 4 Feste Termine | Alle Regulars 4 Editorial | Grußworte des Chefredakteurs 5 Essen nach Mitternacht! |Wo man nachts satt wird 6 Mein heißer Tipp | „Geheime Adressen“ 8 Die Genossenschaft | Wichtiges aus der Zentrale 9 Messesplitter | Infos zum Kardiologen-Kongress 12 Dauerbrenner | Was ist beim Thema „Tiere“ zu beachten 13 Was macht die Taxistiftung Deutschland? | Hintergründe zur Organisation 14 Grausamer Überfall auf Johannes Bachus | Schilderung des Vorfalls 14 Schrotti’s Fiaker-ABC | „Amüsantes mit B 15 Rose des Monats | Kür der Person des Monats 17 Zitrone des Monats | „Bestrafung“ der Un-Behörde des Monats 17 Der Mensch hinter der Stimme | Interview mit Mathilde Piser 18 Lokaltermin | Mittagessen beim „Wallner“ 19 Ein Lotse geht von Bord | Die Max-Herzinger-Story 20 Essen auf Rädern | Wo gibt’s die beste Curry-Wurst 22 Promi-Talk | Eduard Reinbold über seine Erlebnisse im Taxi 24 Hier spricht der Doc | Wasser – Elixier des Lebens 24 Ohne Worte | Glosse von Dreißigneundrei 25 Bin so Frey … | Taxitest/Nissan X-trail 2,2 dCi 26 Münchens Taxler sind die Besten | Gespräch mit Tony Doll 28 Kurioses aus der Zentrale | Originelle Erlebnisse aus dem Alltag 30 Taxameter des Monats | Das Branchen-Barometer 31 Gewinnspiel | Texten Sie sich um 100 Euro reicher 31 Gewinner | aus der Juli-Ausgabe 31 Leserbriefe | 32 Gesprächsstoff | Die Schrannenhalle 34 Impressum | 34 Der Witz des Monats | 35 Vorschau | Die Hauptthemen des nächsten Heftes 35 Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 3
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4 TAXIKURIER Sonntag, 1. August ➜01.08. - 31.08. Theatron, Theatron Musiksommer ➜27.07. - 03.08. Königsplatz, Kino Open Air ➜20.00 Uhr Prinzregententheater, Abschlußkonzert Eurogames ➜21.07. - 15.08. Ungerer Bad, Kino am Pool ➜01.07. - 30.10. Circus Krone, Saturday Night Fever ➜29.07. - 01.08. Olympiagelände, EuroGames Schwulen- und Lesbenolympiade ➜24.07. - 01.08. Mariahilfplatz, Jakobidult ➜20.00 Uhr Brunnenhof, All you need is love ➜Galopprennbahn Riem, Großer Dallmayr-Preis Montag, 2. August ➜20.00 Uhr Brunnenhof, American Classics Dienstag, 3. August ➜03.08. - 22.08. Prinzregententheater, Schwanensee ➜Brunnenhof, A Tribute to Louis Armstrong Mittwoch, 4. August ➜Brunnenhof, Madame Butterfly Donnerstag, 5. August ➜05.08. - 22.08, Olympiapark-Sommerfest, ➜Brunnenhof, La Traviata Freitag, 6. August ➜Schlachthof, Bluespower plays Pink Floyds „The Wall“ ➜Zooziez, Sommerfest Samstag, 7. August ➜Brunnenhof, Vivaldis Jahreszeiten Sonntag, 8. August ➜Schlachthof, Woodstock Open Air ➜15.00 Uhr 60er Stadion, TSV 1860 – SpVgg Unterhaching Montag, 9. August ➜20.00 Uhr Brunnenhof, Fiesta Flamenca ➜20.00 Uhr Backstage, Mother Tongue Dienstag, 10. August ➜10.08. - 15.08. Deutsches Theater, Die lustige Witwe ➜20.00 Uhr Brunnenhof, A Gospel Summer Celebration Mittwoch, 11. August ➜Atomic Café, The Divine Cmedy Donnerstag, 12. August ➜19.30 Uhr. Backstage, Bloodhound Gang ➜Elser Halle, Dashboard Confessiomal Freitag, 13. August ➜Beginn Olympische Spiele, Athen (13.08.-29.08.) Samstag, 14. August ➜Backstage, Freak Out Sommerfest Sonntag, 15. August ➜15.08. - 16.08. MOC, ABC-Salon ➜12.00. - 22.00 Uhr Galopprennbahn Riem, Open Air mit Sven Väth Freitag, 20. August ➜Atomic Café, The Crash ➜Muffathalle, Monaco Franze ➜20.08. - 21.08. Messe/ICM, Mary Kay Samstag, 21. August ➜Hans-Sachs-Straße, „Rosa“ Straßenfest ➜Chinesischer Turm, Summer-Tour, Party von SZ u. Radio Gong ➜Backstage, Freak Out Sommerfest Sonntag, 22. August ➜22.08. - 25.08. Muffathalle, Monaco Franze Montag, 23. August ➜Tonhalle, The Offspring Dienstag, 24. August ➜24.08. - 25.08. MOC, Talents ➜20.00 Uhr Backstage, Everlast Mittwoch, 25. August ➜Elserhallen, Velvet Revolver Donnerstag, 26. August ➜26.08. - 29.08. Eichenried, BMW Golf International ➜20.00 Uhr Backstage, Slackers Freitag, 27. August ➜Der neue TAXIKURIER erscheint Samstag, 28. August ➜28.08. - 01.09. Messe/ICM Kardiologen-Kongress Sonntag, 29. August ➜29.08. - 12.09. Backstage, Free & Easy Festival Montag: Optimolwerke Nachtcafé P1 Prager Frühling Schlachthof Dienstag: Alabama-Gelände Hansa 39 Max Suite Nachtwerk P1 Pacha Prager Frühling Pulverturm Skyline Soul City The Garden Mittwoch: Alabama-Gelände Backstage Erste Liga Lenbach Nachtwerk Optimolwerke Max Suite Pacha Prager Frühling Skyline The Garden Donnerstag: Babylon Backstage Erste Liga Optimolwerke Max Suite Muffathalle P1 Pacha Parkcafé Palais Prager Frühling Prinzip Reitschule Skyline Soul City The Garden Titanic City Freitag: 4004 Alabama-Gelände Atomic Cafè Babylon Backstage Erste Liga Fortuna Kultfabrik Nachtgalerie Nachtwerk Nightflight Optimolwerke P1 Pacha Parkcafé Pulverturm Reitschule Schlachthof Skyline Soul City The Garden Titanic City Samstag: 4004 Alabama-Gelände Atomic Cafè Babylon Backstage Erste Liga Hansa 39 Fortuna Kultfabrik Max Suite Nachtgalerie Nachtwerk Optimolwerke P1 Pacha Parkcafé Prager Frühling Pulverturm Reitschule Schlachthof Skyline Soul City The Garden Titanic City Sonntag: Erste Liga Optimolwerke P1 Parkcafé Skyline Feste Termine Top-Termine August ’04 Hier glüht der Taxameter! Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 4
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Editorial Liebe Leserinnen und Leser, die Reaktionen auf den neuen TAXIKURIER waren durch die Bank positiv. Natürlich gab es kritische Anmerkungen, die wir aufarbeiten werden. Sogar Kollegen, die seit Jahren mit harter Kritik an der Genossenschaft nicht hinter dem Berg hielten waren so fair, dem Taxikurier in der Generalversammlung ein Lob auszusprechen. Das positive Echo ist allen, die am TAXIKURIER mitarbeiten, Ansporn manches noch besser zu machen, um auch in Zukunft die Attraktivität des Taxikuriers zu steigern. Dass Münchens Taxler die Besten sind, beweist in diesem Heft ein Bericht über die wohl schwerste Ortskundeprüfung Deutschlands, beim TÜV München. Schade ist nur, dass den wenigen unglücklichen Exemplaren in unserer Zunft eine Bedeutung zugemessen wird, die diesen Unholden gar nicht zusteht. Sicher ärgern sich Profis am Steuer über geschäftsschädigende Strolche – doch wir müssen sie bekehren oder ausmerzen, das bringt uns weiter und stärkt das Selbstvertrauen. Die Versammlung am 06. Juli war ein Einschnitt für die Taxi-München eG. Der jugendliche Kollege Herzinger trat in den Ruhestand und hinterlässt eine beachtliche Lücke. Die Anerkennung für sein über 30jähriges Engagement für das Taxigewerbe war ungeteilt. Seiner Nachfolgerin, Frau Carmen Roithmeier, wünscht der TAXIKURIER eine glückliche Hand und Stehvermögen, um in die Fußstapfen von Max Herzinger zu treten. Die „Abstauber“ am Marienplatz und weiteren Plätzen sollten sich überlegen ob sie es auf die Spitze treiben wollen und ihre illegalen Zusatzeinkünfte als Bußgelder verwenden werden. Wer nicht hören will, muss zahlen. Haben sie als Tagfahrer gewusst, dass in unserem Millionendorf nach Mitternacht so viele Lokale auch Essen anbieten? Ich nicht! Die gesamte Redaktion wünscht Ihnen beim Lesen der Augustausgabe viel Spaß und auch nützliches. Wir hoffen mit Ihnen auf einen heißen August, damit hitzegeplagte Fahrgäste in unseren Taxis Zuflucht nehmen und Urlauber bei uns Spaß haben. Bis nach dem Urlaub grüßt Sie herzlich Ihr Hans Meißner Chefredakteur Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 5
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6 TAXIKURIER Jeder Münchner Nachttaxler kennt das Problem: Kaum ist es 2 Uhr morgens, plagt die meisten Fahrgäste ein unglaubliches Hungerfühl. Wer jetzt einen guten Tipp hat, dem ist ein guter Tip sicher. Dieser kleine Guide soll dafür sorgen, dass Sie noch ein paar Adressen mehr drauf haben, als die üblichen Verdächtigen… Nachts am Hauptbahnhof noch einen labbrigen Burger reinpfeifen oder dafür extra zu McDonald’s in den Euro- Industriepark düsen? Letzteres schlägt zwar umsatzmäßig zu Buche, ansonsten aber auf den Magen. Damit bleiben Sie den wenigsten Fahrgästen im Gedächtnis. Aber wer um 2 Uhr morgens einen frischen Kaiserschmarrn will und Sie bringen ihn ins “R 1 Radlsteg”, das vergisst er Ihnen nie. Von Montag bis Samstag gibt es im “R 1” von 17.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens durchgehend warme Küche. Da kommt nix aus der Mikrowelle, da wird alles frisch gemacht. Der Genuss steht dabei im Vordergrund, auch am frühen Morgen. Wer um die Uhrzeit seinen Fahrgästen noch ein wenig bayerische Gastlichkeit ans Herz legen möchte, der kommt am “Wirtshaus zur Brez’n” nicht vorbei. Wenn die im Dirndl gewandete hübschen Bedienung ein Knödelgröstl auftischt, ist das rundrum eine runde Sache. Fast eine Institution in Sachen spat und preiswert Speisen ist der “Atzinger” in der Schellingstraße. Manch potenter Professor hat hier zu seinen Studentinnen weit nach Mitternacht intensiven Kontakt gepflegt. Ein Beweis, dass im Optimolgelände nicht nur die total Ausgeflippten unterwegs sind, ist die “Marktwirtschaft” . Da kann man im bayerischen Biotop bei mexikanischen Nachos zu später Stunde den ganz normalen Wahnsinn beim Brunftverhalten studieren. So eine Mischung können Sie ihrem Fahrgast sonst nirgends bieten. Logischerweise fahren Sie keinen Fahrgast, der im Münchner Osten Hunger verspürt bis nach Neuhausen – außer auf eigenen Wunsch. Aber wenn Sie rund um den Rotkreuzplatz unterwegs sind, empfehlen Sie ruhig “Rick’s Café”, besonders jungen Leuten. An einen Klassiker ist zu erinnern, der oft ungerechter Weise in Vergessenheit gerät, ist “Master’s Home” . Dabei ist die Küche vorzüglich und das Ambiente äußerst romantisch. Erstaunlich, in einer Stadt, von der es immer heißt “nachts ist nix mehr los”, dass es jede Menge Lokalitäten gibt, die nach Mitternacht noch groß auftischen, und das in teilweise bester Qualität. Natürlich können wir hier nicht alle aufzählen. Einige, die uns so bekannt erschienen wie das “Nachtcafe” haben wir bewusst weggelassen. Bei anderen war es uns wichtig, wieder einmal daran zu erinnern. Sollten Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen noch Tipps für das “Essen nach Mitternacht” haben, sind wir für jede Anregung dankbar. Essen nach Mitternacht Titelthema | Von Peter Gabler Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 6
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7TAXIKURIER Hier nun der TAXIKURIER-Guide in alphabetischer Reihenfolge: ADRIA Adresse: Leopoldstr. 19, Schwabing, Tel. 39 65 29 Öffnungszeiten: Tgl. 10.30 Uhr – 3.00 Uhr Essen: Pizza und Pasta in passabler Qualität Besonderheiten: Wer die Pizza im Straßenverkauf runterkriegt, muss wirklich Hunger haben Gästeprofil: Treffpunkt der Nachtnasen und Fiaker Flirtfaktor: Wer noch keine hat, kriegt auch keine mehr Taxistand: Ainmillerstraße Fazit: Seit 1972 Versorgungsstation der Schwabingheimkehrer ATZINGER Adresse: Schellingstr. 9, Schwabing, Tel. 28 28 80 Öffnungszeiten: Tgl. 10.00 Uhr – 3.00 Uhr, So bis 1.00 Uhr, Küche bis 1.00 Uhr Essen: Preiswerte Atzung Besonderheiten: Trotz hohem Geräuschpegel ist die Kneipe fast immer voll Gästeprofil: Studenten, Professoren, Alt-Akademiker Flirtfaktor: Hoch, weil permanent süße Mädels anwesend sind Taxistand: Amalienstraße Fazit: Die Mutter aller Studentenkneipen BERGWOLF Adresse: Fraunhoferstr. 17/Ecke Klenzestr., Gärtnerplatzviertel, Tel. 23 25 98 58 Öffnungszeiten: Mo – Do 11.00 Uhr – 2.00 Uhr, Fr/Sa 11.00 Uhr – 3.00 Uhr Essen: Currywurst in allen Variationen, Besonderheiten: Fleischpflanzerl heißen hier Frikadellen Gästeprofil: Ruhrpott-Aussiedler Flirtfaktor: Hier sind nicht nur die Würstchen heiß Taxistand: Papa-Schmid Fazit: Ein Stück Ruhrpott in München EAT THE RICH Adresse: Heßstraße 90, Maxvorstadt, Tel. 18 59 82 Öffnungszeiten: Mo – Sa 19.00 Uhr – 3.00 Uhr, Küche bis 2.30Uhr Essen: Tex-Mex, Pasta , Currywurst Besonderheiten: Cocktails im eiskalten 0,5 l Pitcher Gästeprofil: Die Reichen und die Schönen Flirtfaktor: sehr hoch Taxistand: Nordbad Fazit: Hier geht die Party ab FISCHERSTÜBERL Adresse: Lindwurmstraße 111, Ludwigsvorstadt, Tel. 76 35 77 Öffnungszeiten: Mo – Sa 19.00 Uhr – 7.00 Uhr, So 22.00 Uhr – 7 Uhr, Küche durchgehend Essen: Solide Hausmannskost zu wirklich reelen Preisen, wenn’s Muscheln gibt, unbedingt bestellen Besonderheiten: Die wahrscheinlich südlichste Seemannskneipe Deutschlands Gästeprofil: Kollegen, die mit Heribert Kandler, dem Wirt plaudern, Vorstadt-Desperados, Mädels à la Lale Andersen mit der Fernwehromantik in den Augen Flirtfaktor: Comme-Ci, comme-ca Taxistand: Fischerstüberl Bedarfsstand, 22.00 Uhr – 6.00 Uhr Fazit: Ein schöner Platz für schlaflose Nächte FRAUNHOFER SCHOPPENSTUBE Adresse: Fraunhoferstr.4, Gärtnerplatzviertel, Tel. 201 49 02 Öffnungszeiten: Tgl. 21.00 Uhr – 3.00 Uhr und länger Essen: Vom Fleischpflanzerl bis zu den Weinbergschnecken, alles total lecker Besonderheiten: Kein Isarfunk Gästeprofil: Sangesfreudig, besonders wenn Wirt Werner zur Quetsche greift Flirtfaktor: A bisserl was geht allaweil Taxistand: Falken Fazit: Wo die Säufersonne niemals untergeht LAMM’S Adresse: Sendlinger-Tor-Platz 11, Zentrum, Tel. 59 19 63 Öffnungszeiten: 0.00 Uhr – 24.00 Uhr Essen: Weißwürscht mit Brezn und Senf, alles andere auf eigene Gefahr Besonderheiten: Die Mischung der Gäste Gästeprofil: Prolos und Professoren, Püppis und Pupen Flirtfaktor: Last Chance Taxistand: Sendlinger Tor Fazit: Wer um 5.00 Uhr die Stufen hinabsteigt, weiß worauf er sich einlässt MARKTWIRTSCHAFT Adresse: Friedenstraße 10, Haidhausen, Tel. 45 09 08 45 Öffnungszeiten: Mo – Do. 11.00 Uhr – 1.00 Uhr, Küche bis Mitternacht, Fr und Sa 11.00 Uhr – 4.00 Uhr, Küche bis 3.00 Uhr Essen: Mexikanische Magentratzerl, Nudeln und Börger Besonderheiten: Nachtbiergarten und Kuhstall Gästeprofil: In erster Linie junges Publikum Flirtfaktor: Hoch, besonders im Kuhstall Taxistand: Friedenstraße Fazit: Der Quotenbayer in den Optimolwerken MASTER’S HOME Adresse: Frauenstraße 11, Zentrum, Tel. 22 99 09 Öffnungszeiten: Tgl. 18.30 Uhr – 4.00 Uhr, Küche bis 1.00 Uhr Essen: Ob Wachteln, Hummer oder Rehmedaillon, die Küche ist immer auf Zack Besonderheiten: Romantischer Kolonialstil Gästeprofil: Beautiful People Flirtfaktor: Niedrig, da meist Paare Taxistand: Reichenbachstraße Fazit: Schon ein Klassiker PAPATAKIS Adresse: Leopoldstr. 43, Schwabing, Tel. 38 99 88 88 Öffnungszeiten: Tgl. 16.00 Uhr – 3.00 Uhr Essen: Griechische Köstlichkeiten Besonderheiten: Do und Fr Live Musik inkl. Tellerwerfen Gästeprofil: Junge Griechen Flirtfaktor: Hoch, aber Vorsicht wg. Eifersucht Taxistand: Feilitzschplatz Fazit: Sind wir nicht alle ein bisschen Griechen Bier, Bar & PartyserviceBayerische Küche, Geöffnet täglich von 10 Uhr bis 3 Uhr früh Leopoldstraße 72 • 80802 München Tel.: 0 89 /39 00 92 • www.ZurBrezn.de 50 m von der Münchner Freiheit entfernt Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 7
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8 TAXIKURIER R 1 RADLSTEG Adresse: Radlsteg 1, Zentrum, Tel. 29 98 84 Öffnungszeiten: Mo – Sa 17.00 Uhr – 6.00 Uhr Essen: Steaks, Spare –Ribs, Nudeln aller Art, Schnitzel und Kaiserschmarrn und ein Saisongericht Besonderheiten: 22.00 Uhr – 24.00 Uhr Happy Hour, Montag Scampi satt für 19,90 Euro, Dienstag und Donnerstag Karaoke Gästeprofil: Von 17 bis 60, Hunger kennt kein Alter Flirtfaktor: hoch Taxistand: Tal Fazit: Unvermutet köstliche Küche RICK’S CAFE Adresse: Wendl-Dietrich-Str. 5, Neuhausen, Tel. 16 04 43 Öffnungszeiten: Tgl. 10.00 Uhr – 1.00 Uhr, Küche bis Mitternacht Essen: Vom Riesenschnitzel übers Pfeffersteak bis zu Kässpätzle Besonderheiten: Aktionskarte mit tollen Preisen, jeden Mittag das “All you can eat-Buffet” Gästeprofil: Viel junge Leute wegen der Jugendherberge nebenan Flirtfaktor: Hoch, internationale Anbandlungsmöglichkeiten Taxistand: Rotkreuzplatz Fazit: Für den großen Hunger SCHMALZNUDEL Adresse: Prälat-Zistl-Str. 10, Zentrum, Tel. 26 82 37 Öffnungszeiten: Mo – Sa 5.00 Uhr – 14.00 Uhr, Sonntag geschlossen Essen: Auszog’ne, Rohrnudeln, Kaffee, alles immer frisch Besonderheiten: Gibt’s schon rund 100 Jahre Gästeprofil: Die letzten Nachteulen treffen auf die ersten Frühaufsteher Flirtfaktor: Gering Taxistand: Viktualienmarkt Fazit: Auszog’ne machen glücklich SCHUMANN’S Adresse: Odeonsplatz 6-7, Zentrum, Tel. 22 92 68 Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 Uhr – 3.00 Uhr, Sa u. So 17.00 Uhr – 3.00 Uhr Essen: Wechselndes Tagesgericht, Roastbeef auf Brot oder mit Bratkartoffeln ist nach wie vor der Klassiker Besonderheiten: Seit kurzem auch Samstag geöffnet Gästeprofil: Viele Stammgäste, gutes Publikum Flirtfaktor: sehr hoch, weil z.T. Klasseweiber auf Männerfang Taxistand: Odeonsplatz Fazit: Seit 20 Jahren die beste Bar in der Stadt TRADER VIC’S Adresse: Promenadeplatz 2–6, im Bayerischen Hof, Zentrum, Tel. 212 09 95 Öffnungszeiten: Tgl. 17.00 Uhr – 3.00 Uhr, Küche bis 1.00 Uhr, kleine Karte bis 3.00 Uhr Essen: Alle Köstlichkeiten der polynesischen Küche Besonderheiten: Der beste Mai Tai außerhalb Polynesiens, z.Zt. Jubiläumspreise Gästeprofil: Promis, Schickis, Normalos, Stammgäste in der 3. Generation, Hotelgäste Flirtfaktor: außer an der Bar gering Taxistand: Promenadeplatz Fazit: Regelrecht zauberhaft WIRTSHAUS ZUR BREZ’N Adresse: Leopoldstraße 72, Schwabing, Tel. 39 00 92 Öffnungszeiten: Tgl. 10.00 Uhr – 3.00 Uhr, Küche bis 2.30 Uhr Essen: Bayerische Küche mit modernem Touch, attraktive Wochenkarte mit saisonalen Gerichten Besonderheiten: Barcharakter im EG, diverse Aktionen im Haus Gästeprofil: Viele Stammgäste und Business- Publikum, die ihren Gästen gern ein “Stück München” zeigen möchten Flirtfaktor: sehr freundliche und fesche Bedienungen Taxistand: Feilitzschplatz Fazit: Cocktail trifft Schweinsbraten Mein heißer Tipp! Münchens Taxifahrerinnen und Taxifahrer verraten ihre Lieblingsadressen. Bitte nicht weitersagen! Hartmut Kraft, 68 Jahre, seit 1960 im Gewerbe, seit 1981 Taxi-Unternehmer. Wohnort: Fürstenried „Ganz besonders gerne und regelmäßig besuche ich ›Nico`s Café‹ in der Forstenrieder Allee 243. Ausgezeichnete Balkan-Küche, aber auch bayrische Kost. Am liebsten esse ich dort ein Schnitzel – wunderbar! Master’s Home Gaststätten GmbH Frauenstraße 11 · 80469 München Telefon 089/229909 Fax 089/298855 täglich geöffnet von 10 Uhr bis 1 Uhr Wendl-Dietrich-Straße 5 (am Rotkreuzplatz) 80634 München tel: 16 04 43 fax: 16 48 45 Tischreservierung empfohlen A T Z I N G E R ESSEN TRINKEN KULTUR Schellingstraße 9 München Tel. 28 28 80 www.atzinger-muenchen.de täglich von 10.00 Uhr bis 03.00 früh Sonntag bis 01.00 durchgehend warme Küche bis 01.00 Uhr Schellingstraße 9 München Tel. 28 28 80 www.atzinger-muenchen.de täglich von 10.00 Uhr bis 03.00 früh Sonntag bis 01.00 durchgehend warme Küche bis 01.00 Uhr www.atzinger-muenchen.de täglich von 10.00 Uhr bis 03.00 früh Sonntag bis 01.00 durchgehend warme Küche bis 01.00 Uhr täglich von 10.00 Uhr bis 03.00 früh Sonntag bis 01.00 durchgehend warme Küche bis 01.00 Uhrdurchgehend warme Küche bis 01.00 Uhr Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 8
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9TAXIKURIER TOP 1 Begrüßung Um 10.20 Uhr eröffnete der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Alfred Lehmair die Versammlung und stellte fest, dass die Ladung form- und fristgerecht erging. Widerspruch erhob sich nicht. Zum Protokollführer bestimmte Herr Lehmair, Herrn Huber, Mitarbeiter der Taxi-München eG. Widerspruch wurde nicht eingelegt. Im Anschluss begrüßte Herr Lehmair die Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Industrie. Besonders dankte Herr Lehmair den Herren der DaimlerChrysler AG, Niederlassung München, vertreten durch Herrn Dämmig und Herrn Merl, für die Einladung zum Mittagessen. Desgleichen sprach Herr Lehmair, Herrn Meyer-Günderoth und Herrn Hubauer vom Audi Zentrum München aus der Hochund Albrechtstraße sowie Herrn Otto von der Audi AG in Ingolstadt, seinen Dank für die Übernahme der Kosten für Kaffee und Kuchen zur Kaffeepause aus. Im Anschluss bat der Versammlungsleiter alle Anwesenden sich zum Zeichen der Trauer von den Plätzen zu erheben. Es musste zehn Kollegen gedacht werden, die seit der letzten Jahreshauptversammlung verstorben waren. Herr Lehmair gab die Namen der fünf Kollegen bekannt, die sich bereit erklärten, im Wahlausschuss mitzuwirken. Herr Alfons Haller wurde zum Wahlausschussvorsitzenden bestimmt. TOP 2 Bericht des Vorstands Herr Meißner trug nachstehenden Bericht des Vorstands vor: „Das Wirtschaftswachstum in Bayern stagnierte im Jahr 2003. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat real um 0,1 Prozent zugenommen (im Vorjahr 0,6 Prozent), die schwächste Zunahme seit 1993 (- 2,2 Prozent) und der dritte Rükkgang der Wachstumsrate in Folge. In Gesamtdeutschland stagnierte das BIP ebenfalls (-0,1 Prozent), in der Europäischen Union ergaben sich 0,5 Prozent Zuwachs. Der Zuwachs bei den für Sie wichtigen Leistungen der Taxi- München eG war wesentlich höher: a) 0,7 % Gesamtaufträge b) 8,7 % bargeldloser Zahlungsverkehr c) zusätzlich 1,2 Mio. Euro Umsatz Dialysefahrten Dieses Ergebnis muss vor dem Hintergrund der Gesamtwirtschaft als sehr gut bezeichnet werden. Die unbefriedigende Wirtschaftslage schlug sich in allen Sektoren der Wirtschaft nieder. Im verarbeitenden Gewerbe erreichte die Bruttowertschöpfung immerhin noch einen Zuwachs von 0,4 Prozent, die Umsätze blieben gegenüber dem Vorjahr mit + 0,7 Prozent stabil. Entscheidende Stütze war dabei der Auslandsumsatz mit einer Zunahme um 1,2 Prozent. Die Umsätze im Handwerk blieben stabil, allerdings gab es hier ein Minus bei den Investitionen von 4 Prozent. Der Einzelhandel setzte 1,4 Prozent weniger um als im Vorjahr. Die bayerischen Exporte stiegen bis November um 3,6 Prozent, obwohl die Verkäufe in die USA als wichtigstem Abnehmerland mit einem Exportanteil von 13,3 Prozent um 6,5 Prozent zurückgingen. Die Ausfuhren in die 15 EU-Staaten nahmen hingegen mit 4,4 Prozent überdurchschnittlich zu und machten damit über die Hälfte der bayerischen Exporte aus. Die Exporte werden zu 63,6 Prozent von der Fahrzeugindustrie, dem Maschinenbau und der Elektroindustrie getragen. Die Exportquote der bayerischen Industrie stieg auf 44Prozent. Zehn Jahre vorher waren es noch 30,6 Prozent gewesen. Die Zahl der Erwerbslosen ist in ganz Bayern deutlich um 15,7 Prozent angestiegen. Im Jahresdurchschnitt waren 447.100 Menschen arbeitslos gemeldet, 60.600 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote nahm von 6,0 auf 6,9 Prozent zu, liegt aber weiterhin deutlich unter dem westdeutschen Durchschnitt von 10,5 Prozent. Besonders betroffen von der Zunahme waren Regionen im Süden des Freistaats und damit München. Die Bandbreite der Arbeitslosenquoten ist mit 4,3 Prozent in Freising und 11,8 Prozent in Hof noch immer recht groß. Die Verbraucherpreise stiegen in Deutschland mit 1,1 konjunkturbedingt weiterhin deutlich schwächer als in der gesamten Euro-Zone mit durchschnittlich 2 Prozent. In Bayern ermittelte die amtliche Statistik 1,3 Prozent. Die Zahl der in München zugelassenen Taxis ist leicht rückläufig. Eingezogene bzw. abgelaufene Genehmigungen werden vom Kreisverwaltungsreferat nicht neu ausgegeben. Allerdings schreitet die Konzentration bei den Betriebsgrößen fort. Die Folge ist eine intensivere Auslastung der zugelassenen Genehmigungen. Durch die wirtschaftliche Lage ist allerdings festzustellen, dass gerade bei Mehrwagenunternehmen die Zahl von Befreiungen von der Betriebspflicht zunimmt. Dadurch werden Betriebsteile stillgelegt. Entgegen dem bundesdeutschen Trend konnte bei der Taxizentrale München die Zahl der vermittelten Aufträge im Vergleich zum Vorjahr mit + 0,7 Prozent gehalten werden. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage der Mitglieder konnte für das Jahr 2004 eine spürbare Gebührenanhebung nicht vermieden werden. Der Kampf um zusätzliche Aufträge zu Gunsten der Mitglieder ist mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden. Insgesamt ist bei den Dialysefahrten festzustellen, dass die notwendige Zahl von Patienten zur Koordinierung mit ca. 460 Fahrgästen und rund 1.200 Fahrten pro Monat erreicht ist und Bearbeitungsrückstände aufgearbeitet sind. Zum ausgewiesenen Bilanzverlust von Euro 328.000,– ist anzumerken, dass rund Euro 150.000,– nach betriebswirtschaftlichem Ergebnis weniger Verlust entstanden sind. So wurden Euro 47.000,– Ausbuchungen zwischenzeitlich beigebracht, cirka Euro 110.000,– Bilanzverlust entstanden praktisch auf dem Papier, durch Änderungen der Erfassung der Forderung aus dem Dezember für das Folgejahr – also eine Verschiebung. Das Rohergebnis von Euro 175.000,– entspricht dem tatsächlichen Betriebsergebnis. Berücksichtigt man die Abschreibungen in Höhe von Euro 380.000,–, muss jeder zustimmen, dass wir im letzten Jahr sparsamst gearbeitet haben. Nicht unerwähnt darf dabei bleiben, dass unsere Mitarbeiter trotz steigender Belastung mit einer Lohnnullrunde einverstanden waren und merklich weniger in der Lohntüte hatten. Auch für dieses Jahr werden wir weitere Kosteneinsparungen vornehmen – so wird der Verlust aus dem Taxishop zukünftig entfallen. Die ursprünglich angedachte Erweiterungsund Umbaumaßnahme rechnet sich nicht – so dass wir nach Wegen suchen, den Shop ohne große Kosten fortzuführen. Der Personal- und Finanzaufwand ist im Interesse aller Mitgliedsunternehmen unvermeidlich. Investitionen im Bezug auf die Auftragsvermittlung wurden bei der Erstellung neuer Rufsäulen mit Solartechnik erforderlich, auch vorbereitende Maßnahmen für die Einführung eines neuen Funkübermittlungssystems mussten getätigt werden. Eine endgültige Entscheidung, welche Technik den Anforderungen der Taxi München eG am besten entspricht, ist noch nicht gefallen. ➜ Taxi-München eG | Dienstag, den 06. Juli 2004 Protokoll zur ordentlichen Generalversammlung der Taxi-München eG Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 9
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10 TAXIKURIER In der letzten Augustwochen ist ein „Echttest“ vorgesehen. Die Sendeanlage wird auf dem Fernsehturm installiert. Derzeit verhandeln wir mit 2 Hauptanbietern. Am gesamten System werden mehrere Firmen beteiligt werden müssen. Von einem GPRS-gestütztem System haben wir uns abgewandt und zwar aus drei Gründen: 1) Ist langfristig die Kostenentwicklung nicht überschaubar. 2) Wollen wir auf Spracheinsätze nicht gänzlich verzichten. Bei GPRS wäre dies nur mit Mobiltelefonie und den damit verbundenen Kosten möglich. 3) Wären wir von Mobilnetzen abhängig, deren Entwicklung derart rasant Änderungen erfahren, sodass eine langfristige kalkulierbare Amortisation nicht sicher ist. Neben den Kosten für die Zentrale, sind für uns die Hardwarekosten für Sie als Unternehmer letztendlich entscheidend. Auf Grund der derzeitigen Wirtschafts- und Auftragslage ist ein Zeitdruck nicht gegeben. In jedem Falle wird die Auftragsvergabe über Betriebsfunk keine Zukunft haben. Es ist heute schon unmöglich neuen Antennenstandorte zu bekommen und durchzusetzen. Alle Einzelheiten des Geschäftsberichts wurden bereits im Taxikurier Heft Mai abgedruckt, so dass ich Wiederholungen vermeiden möchte. Probleme der Genossenschaft liegen derzeit nicht im wirtschaftlichen Bereich. Hier sind die Weichen gestellt, dass die nächsten Jahre effektiv gearbeitet werden kann und muss. Ein wichtiger Schritt gelang bereits in der Darstellung des neuen, modernen und sehr ansprechenden TAXIKURIERs, den Sie bereits erhielten. Bisher habe ich den „alten“ Kurier alleine geschrieben und gestaltet – zugegeben die Aufmachung war etwas „hausbacken“ . Über ein Jahr ist es her, dass der Kollege 3093 meinte, man muss das Heft anders und besser machen. Der Kollege Rusch bringt seine Erfahrungen aus der Medienbranche ein und übernimmt die Aufgabe des Koordinator. Die erste Ausgabe war eine Menge Arbeit. Das erste Heft haben Sie in Händen, sicher kann noch manches verbessert werden – unser Ziel ist nicht nur Information, sondern auch praktischer Nutzen durch den TAXI-KURIER. Die Folge wird auch ein verbesserter Werbeauftritt für uns sein. Sehr gut angenommen wurde die Kopfstützenwerbung. Diese Aktion wurde maßgeblich von Frau Christa Reindl durchgeführt. Sie kümmerte sich um einen Produzenten und günstige Kosten. Auch andere Auftritte in werblicher Hinsicht unterstützte Frau Reindl. Bei allen Erfolgen trotz der miesen Zeit, muss ich das Hauptproblem der Taxi-München eG ansprechen. Wir müssen uns für die Zukunft personell verstärken – wir brauchen Leute im Vorstand die für die Genossenschaft leben und arbeiten. Der Aufsichtsrat muss mit aktiven und engagierten Personen besetzt sein, die sich ohne wenn und aber hinter die Ziele der Taxi-München stellen. Unternehmer, die etwas unternehmen, gemeinsam arbeiten und teamfähig sind. Dies sage ich nicht, weil heute Max Herzinger, eine der wesentlichen Stützen des Münchner Gewerbes ausscheiden will. Das sage ich, weil sich schon mehrfach die dafür vorgesehenen Personen der Verantwortung entzogen. Letztes Beispiel ist die mangelnde Kontinuität in personeller Hinsicht bei der Taxivereinigung und die daraus resultierenden katastrophalen Folgen. Wir, und damit meine ich alle Münchner Taxiunternehmer, die auf eine starke Genossenschaft angewiesen sind, unabhängig ob Ein- oder Mehrwagenbetreiber, können es uns nicht mehr leisten uns selbst schlecht zu reden. Ich denke hier z. B. an die Ventil- Schreiber oder auch ein paar TVD-Jünger. Wer meint, es ginge alles besser wenn die Taxi-München eine von vielen Zentralen in München wäre, hat im Aufsichtsrat nichts zu suchen. Ebenso Leute, die Landkonzessionen betreiben, sich in den Aufsichtsichtsrat setzen und mit ihren Erkenntnissen gegen die Taxi-München eG und damit gegen Sie ihr eigenes Süppchen kochen. Meine Hoffnung ist, dass Sie Personen wählen die rückhaltlos für Ihre Genossenschaft arbeiten und kämpfen, damit eine Nachfolge für den Kollegen Herzinger heranwächst, die in einigen Jahren, wenn ich ausscheide, das Münchner Gewerbe in eine sichere Zukunft führt. Der Vorstand dankt allen Mitgliedern und auch Mitarbeitern für ihre Anstrengungen zur Verfolgung des gemeinsamen Ziels – der Förderung der Mitgliedsunternehmen und der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Münchner Taxigewerbes. TOP 3 Bericht des Aufsichtsrates Herr Lehmair trug den bereits in der Einladung abgedruckten Bericht des Aufsichtsrates vor: Den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen entsprechend hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung laufend geprüft. In den Geschäftsbereichen der Genossenschaft wurden die in der Satzung vorgeschriebenen Revisionen durchgeführt. Satzungsgemäß wirkten Mitglieder des Aufsichtsrats an der Jahresinventur mit. In 6 Aufsichtsratssitzungen und 8 gemeinsamen Sitzungen wurden die Belange der Genossenschaft diskutiert, der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend unterrichtet und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. In der Sitzung vom 09.06.2004 wurde von den Prüfern des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V., Herrn Gärtner und Herrn Stern, der Bericht über die gesetzliche Prüfung vorgetragen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Behandlung des Jahresfehlbetrages geprüft, für in Ordnung befunden, befürwortet den Vorschlag des Vorstand, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 328.387,07 Euro auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen. Der Verlustvortrag erhöht sich dadurch auf 1.819.016,61 Euro. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Mitgliedern für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen und Ihre Treue, weiterhin bedanken wir uns bei den Vorständen Herrn Meißner, Herrn Herzinger und Herrn Kroiß für die gute Zusammenarbeit. Wir bedanken uns auch bei unserem Rechtsbeistand Herrn von Véver und allen Mitarbeitern der Taxi-München eG. Unser Dank gilt auch allen Mietern, Kunden und Geschäftspartnern für das der Taxi-München eG entgegengebrachte Vertrauen. Turnusgemäß scheiden nach der Satzung der Taxi-München eG aus dem Vorstand und Aufsichtsrat aus: Vorstand: Herr Max Herzinger, Taxi 41 Aufsichtsrat: Herr Erich Richartz, Taxi 1233 TOP 4 Bericht des Prüfers Der Oberrevisor des Bayerischen Genossenschaftsverbandes, Herr Heinrich Gärtner, trug den Prüfungsbericht vor. Im Wesentlichen beschränkte er sich auf das zusammengefasste Prüfungsergebnis, das hier abgedruckt wird. TOP 5 Aussprache zu den Berichten Insgesamt meldeten sich 13 Kollegen und brachten Fragen, Anmerkungen und Meinungen zu den bisher abgegebenen Berichten ab. Einige traten mehrmals ans Podium. Herr Pollner stellte den Antrag, den Punkt 6, d), wie folgt abzuändern: Entlastung des Vorstandsmitglieds Max Herzinger bis 30.06.2004. Dieser Vorschlag wurde von einem weiteren Diskussionsteilnehmer abgelehnt, da nach seiner Auffassung Herr Herzinger bis zum Tag der Wahl in den Aufsichtsrat zu entlasten sei. Vor Beendigung des Tagesordnungspunkts 6, wurde die zwischenzeitlich eingetroffene Vorsitzende der Taxikommission des Stadtrats der Landeshauptstadt München, Frau Barbara Scheuble-Schäfer, gebeten in Vertretung des Oberbürgermeisters einige Grußworte an die Versammlung zu richten. Dies tat Frau Scheuble-Schäfer unverzüglich und berichtete über einige Verkehrsmaßnahmen, wie z. B. Petuelring, City-Maut und stellte Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 10
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11TAXIKURIER klar, dass eine Vermietung oder Bewirtschaftung der Taxistandplätze an der Allianz-Arena nicht im Gespräch seien. Die Ausführungen von Frau Scheuble-Schäfer wurden mit Applaus bedacht. TOP 6 Beschlussfassung der Generalversammlung a) Der Jahresabschluss 2003 wurde per Akklamation bei 4 Gegenstimmen genehmigt. b) Der Bilanzverlust wurde wie vom Vorsichtsrat vorgeschlagen auf neue Rechnung vorgetragen. In der Abstimmung per Akklamation ergab sich 1 Gegenstimme. c) Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. d) Entsprechend des Änderungsantrages wurde das Vorstandsmitglied, Max Herzinger bis zum Tag der Generalversammlung für das Jahr 2004 entlastet. Die Abstimmung per Akklamation ergab 9 Gegenstimmen. e) Herr Meißner beantragte die Entlastung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat wurde per Akklamation mit 2 Gegenstimmen entlastet. Anzumerken ist, dass ein Kollege gegen die Änderung der Ziffer 6, d), Einspruch erhob. Dazu ist festzustellen, dass die Änderung des Tagesordnungspunktes 6, d), von der Versammlung mehrheitlich beschlossen wurde. Ein weiterer Kollege beschwerte sich darüber, dass bei den Abstimmungen per Akklamation, Enthaltungen nicht abgefragt wurden. Der Versammlungsleiter hielt dem entgegen, dass nach der allgemeinen Rechtsprechung Enthaltungen ohnehin nicht mitzählten und auf Grund der geringen Gegenstimmen oder einstimmigen Beschlüssen dies entbehrlich sei und das Abstimmungsergebnis nicht verändert hätte. Nach diesen Abstimmungen unterbrach Herr Lehmair die Versammlung und schlug eine Mittagspause von 12.45 Uhr bis 13.45 Uhr vor. Nach der Mittagspause verabschiedete Herr Meißner den entlasteten und aus dem Vorstand ausgeschiedenen Max Herzinger, der der Genossenschaft insgesamt 31 Jahre, davon 28 Jahre als Vorstand diente. Er bedankte sich sehr herzlich für die kooperative und herzliche Zusammenarbeit und bescheinigte Herrn Herzinger, dass er ein hervorragender Repräsentant des Gewerbes war und ist. Herr Oberrevisor Heinrich Gärtner überreichte Herrn Herzinger in Anerkennung um seine Verdienste um das bayerische Genossenschaftswesen die silberne Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes nebst einer Urkunde. Herr Herzinger bedankte sich dafür, dass es ihm möglich war, Dank der Mithilfe und Unterstützung von Mitgliedern, Mitarbeitern, Vorstand- und Aufsichtsratskollegen über 30 Jahre für die Genossenschaft wirken zu können. TOP 7 Wahlen a) Vorstand Der Aufsichtsrat schlug Frau Carmen Roithmeier als Kandidatin für die Wahl zum Vorstand vor. Frau Roithmeier stellte sich vor und berichtete über die bisherige berufliche Tätigkeit und Ausbildung. Vor der Wahl fragte ein Mitglied ob es einen Gegenkandidaten gäbe. Herr Herzinger erklärte, dass der Aufsichtsrat hier das Vorschlagsrecht habe und ein Ersatzkandidat, nämlich Herr Alfred Lehmair, zur Verfügung stünde. Die anschließende geheime Wahl ergab folgendes Ergebnis: –r egistrierte Mitglieder 279, –a bgegebene Stimmen 265, – davon entfielen auf Frau Roithmeier 184 Stimmen, – 75 Stimmen lauteten „nein“, –b ei 5 Enthaltungen und einer ungültigen Stimme. Frau Roithmeier nahm die Wahl an. b) Nach 13jähriger Tätigkeit im Aufsichtsrat schied Herr Erich Richartz, Taxi 1233, mit der Entlastung aus. Er stellte sich aus Altersgründen keiner Wiederwahl. Der geschäftsführende Vorstand bedankte sich bei Herrn Richartz für die loyale und gleichzeitig kritische Zusammenarbeit in den zurückliegenden 13 Jahren. Er wünschte Herr Richartz für die Zukunft alles Gute und überreichte ihm als kleines Zeichen der Anerkennung eine Münchner Stadtansicht. Herr Richartz bedankte sich für die Ehrung. Vor Eintritt in die Wahlen zum Aufsichtsrat erklärte Herr Gärtner, dass die Satzung nach dem Wortlaut eine Abstimmung über jedes Amt und jede Person einzeln verlangt. Die bisherige Blockwahl für jeweils alle Personen, die für ein Amt zur Verfügung stehen, entspräche nicht der Satzung. Er regte an, die Mitgliederversammlung darüber abstimmen zu lassen, welcher Wahlmodus ergriffen werden solle. Die anschließende Abstimmung, ob per Einzel- oder Blockabstimmung über jedes Amt abgestimmt werden soll, ergab folgendes Ergebnis: –f ür Einzelabstimmung: 153 Stimmen –f ür Blockabstimmung: 105 Stimmen. Somit musste die Aufsichtsratswahl in 5 Einzelabstimmungen erfolgen. Für die 5 zu wählenden Aufsichtsratsmandate kandidierten 15 Damen und Herren - gewählt wurden für die Amtszeit 2004 bis 2007: Herr Herzinger Max, Taxi 41: 96 Stimmen von 240 Herr Bolat Burak, Taxi 1214 + 1275: 75 Stimmen von 216 Herr Fischer Robert, Taxi 912: 73 Stimmen von 201 Nachwahl für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied Frau Roithmeier, für die Zeit von 2004 bis 2006 - gewählt wurde: Herr Arikan Nazim, Taxi 1964: 48 Stimmen von 194 Nachwahl für ein zurückgetretenes Aufsichtsratsmitglied, Amtszeit 2004 bis 2005 - gewählt wurde: Herr Kuntz Franz-Joseph, Taxi 1393: 56 Stimmen von 161 Insgesamt 7 Mitglieder legten schriftlichen Widerspruch dagegen ein, dass nicht bei jedem Wahlgang das Stimmenergebnis aller einzelnen Kandidaten bekanntgegeben wurde, sondern lediglich das Stimmenergebnis der Kandidaten die gewählt wurden. TOP 8 Verschiedenes Zwei Kollegen hatten Fragen an den Vorstand die auch beantwortet wurden. Der Versammlungsleiter, Herr Alfred Lehmair, schloss um 17.25 Uhr die Versammlung. IHRE TAXI-AUTOSATTLEREI • Schonbezüge • Aufpolstern von Sitzen • Umarbeiten bei Rückenproblemen • Lederlenkräder • Mittelarmlehnen in Leder Telefon + Fax : 089 / 44 76 92 28 Mobil: 0171 / 1 60 23 36 Dr. med univ. Hans Bake v.Bakin – München – Heidemannstraße 25–27 Ärztliche und augenärztliche Untersuchung (ohne Voranmeldung) €31,– Ärztliche und augenärztliche Untersuchung mit psychometrischen Tests für Ersterteilung und über 60 Jahre €81,– Telefon 089/3 11 17 50 Mobil 0172/6 52 38 05 Ausreichend Parkplätze vorhanden Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 11
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Vorsichtig … … sollten Sie sein, wenn bei Ihnen eine 25jähriger, 180 cm großer, schlanker Mann ins Taxi steigt und nach Innsbruck gefahren werden will. Der braunhaarige Mann spricht Tiroler Mundart, trägt meist einen Rucksack und steigt häufig am Hauptbahnhof oder in unmittelbarer Nähe ein. Der junge Mann kann nicht bezahlen. Wir empfehlen Vorkasse. Zur Zeit hinkt der junge Mann! Warnung vor Fahrgast Ein junger Mann, Mitte 20, cirka 170 cm groß, normale Statur, kurze dunkle Haare, Dreitagebart und deutscher Nationalität, ließ sich am 14.06. um 2.00 Uhr nachts vom ICM-Stand zur Motorstraße 64 in eine Pension fahren. Dort bat er den Fahrer kurz zu warten, da er seinen Bruder holen müsse um dann weiterzufahren. Der Fahrer bat um ein Pfand für den aufgelaufenen Fahrpreis. Der Mann ließ sein Handgepäck zurück. Er kam nicht wieder – das Handgepäck war völlig wertlos. Wir empfehlen in derartigen Fällen eine Vorauszahlung inklusive der avisierten Wartezeit. Standplatznachrichten Hanauer-Stand endlich fertig Nach mehrjähriger Bauzeit ist nun die Kraterlandschaft vor dem OEZ (Olympia Einkaufs Zentrum) Vergangenheit. Die von uns bei den Planungsbesprechungen eingebrachten Forderungen nach einem ausreichenden Standplatz direkt vor dem Haupteingang zum OEZ wurden erfüllt. Die Rufsäule müsste bis zum Erscheinen dieser Ausgabe auch schon funktionieren. Der Hanauer-Standplatz ist ein positives Beispiel der Bauplanung. Sonstiges Schreiben vom Holiday Inn München-Süd an die Taxi eG. Verhalten der Taxifahrer vor dem Holiday Inn München Süd: Sehr geehrte Damen und Herren, um weiterhin gut mit Ihrem Taxiunternehmen zusammenarbeiten zu können, möchten wir Sie bitten, Ihre Mitarbeiter in Bezug auf deren Verhaltensweisen anzusprechen. In letzter Zeit ist es vermehrt vorgekommen, dass Ihre Fahrer direkt vor unserem Hotel Ihr Geschäft erledigt haben. Dieses Verhalten kann von uns nicht akzeptiert werden und muss von Ihnen umgehend eingestellt werden. Es stehen Ihren Fahrern hierfür unsere Gästetoiletten zur Verfügung, die sie gleich im Eingangsbereich vorfinden können. Sehr geehrte Damen und Herren, wir bitten Sie, dies an Ihre Mitarbeiter weiterzuleiten, um solche Vorfälle ausschließen zu können. Sollten Sie noch Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne unter der Telefonnummer … zur Verfügung. Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen Hoteldirektion „Bild“ war dabei Fotografen der Bildzeitung versuchten Taxifahrer am Isartor zu veranlassen für Euro 50,– pro Person eine Schlägerei zu mimen, Zeuge Taxi 2885 – Fahrer lehnten unisono ab! Behindertenfahrdienst Seit einiger Zeit ist der Kostenträger für Behindertenfahrten eines Teils der Berechtigten der Bezirk Oberbayern. Der Bezirk verzichtete auf Fahrtickets und reicht Bargeld aus. Die behinderten Fahrgäste müssen durch Taxiquittungen den Nachweis für Taxifahrten erbringen. Diese Taxiquittungen werden nur anerkannt, wenn sie vollständig ausgefüllt wurden. Den Behinderten wird also das Geld nur ersetzt, wenn sie ordnungsgemäße Quittungen bei der Regierung von Oberbayern vorlegen. Die Fahrgäste erhielten persönliche Aufkleber für Taxiquittungen. Wenn von den Fahrgästen diese Aufkleber nicht mitgebracht werden, müssen Sie den Namen des Fahrgastes eintragen. Helfen Sie mit, dass diese Fahraufträge nicht verloren gehen. Suchmeldungen der Kripo Serientäter Ein Taxiräuber schlug bereits zweimal zu. Zuletzt wurde der 58jährige Kollege Kochs mit einem Messer verletzt und beraubt. Der Täter ist cirka 180 cm groß, schlank und etwa 25 Jahre alt. Beim letzten Überfall trug er einen Blouson und eine Strickmütze. Der Spezialist für Taxiüberfälle, Herr Kriminalhauptkommissar Schrödel, ist auch in diesem Fall wieder mit der Aufklärung des Verbrechens betraut. Die Taxi-München eG setzte für Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen eine Belohnung in Höhe von Euro 500,– aus. Wir hoffen, dass der Täter gefasst wird bevor die nächste Kollegin oder Kollege zu Schaden kommt. Meldungen KHK Schrödel Tel. 089/2910-3711 Brutaler Überfall Am Samstag, den 29. Juni gegen 0.45 Uhr kam es am Busbahnhof Studentenstadt zu einer Schlägerei zwischen fünf Jugendlichen (2 Burschen und 3 Mädchen) und einem Mädchen. Dem Mädchen sollte die Tasche entrissen werden. Sie wurde zu Boden geschlagen und getreten. Ein unbekannter Taxifahrer vom Standplatz Studentenstadt kam dem Mädchen zu Hilfe. Gesucht wird der hilfsbereite Fahrer und weitere Zeugen. Meldungen bitte an KHK Krautenbacher Tel. 089/2910–3715. Dringender Aufruf zur Selbsthilfe Der letzte Beobachtungszeitraum lief am 29. Juni 2004 ab. Das KVR muss nun die Funktionsfähigkeit des Münchner Taxigewerbes überprüfen um die Voraussetzungen gemäß § 13 Abs. 4 PBefG zu schaffen über einen erneuten Beobachtungszeitraum zu entscheiden. An der letzten Überprüfung nahmen nur 37,4 % der Münchner Taxiunternehmer teil. Diese geringe Zahl an Rückmeldungen reichte gerade noch aus, um ein repräsentatives Bild zu erstellen. Wir fordern alle Unternehmer auf nicht nur über die lausige Ertragslage zu jammern, sondern auch etwas zu tun. Es ist doch wohl nicht zuviel verlangt, einmal im Jahr die letzten vier Umsatzsteuervoranmeldungen zu kopieren und mit dem Vordruck an das KVR zu schicken. „Wer sich nicht helfen lässt, dem ist nicht mehr zu helfen.“ Vermischtes Messesplitter Kardiologen-Kongress ist absolutes Highlight für München und die Taxibranche Vom 28.8. bis 1.9.2004 ist München Gastgeber für 30.000 Mediziner. Obwohl Busse eingesetzt werden, ist dieser Kongress ein warmer Regen für die Taxibranche. Hier die Facts: European Society of Cardiology (ESC) Medizinischer Fachkongress (Kardiologie) Kongress findet statt im ICM und in den Hallen A1, A2, B1, B2, C1, C2 Registrierung: im Eingang West, Neue Messe München Erwartete Teilnehmerzahl: knapp 30.000 Eröffnung: 28.8.2004 um 16.30 Uhr im ICM Täglich werden ca. 250 Busse erwartet. Teilnehmer kommen mit Bussen, U-Bahn oder Taxi. Der S-Bahn- Betrieb ist während diesen Tagen wegen Bauarbeiten eingestellt. Die Besucher werden in Hotels in ganz München untergebracht. 12 TAXIKURIER Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 12
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Der Landesverband Flughafen-News Schreiben des Landratsamtes Erding an den Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen e.V. Das Landratsamt Erding erließ: Personenbeförderungsrecht (PBefG); Taxiverkehr am Flughafen München – Beobachtungszeitraum für den Betriebssitz Oberding Sehr geehrte Herren, zu Ihrer Information teilen wir mit, dass wir für den Betriebssitz Oberding ab 17.05.2004 einen „Zulassungsstop“ für die Vergabe von Taxikonzessionen verfügt haben. Folgende Gründe haben uns zu dieser Maßnahme bewogen: In der Gemeinde Oberding sind derzeit 44 Taxikonzessionen ausgegeben. Im Jahr 2004 wurden in den ersten vier Monaten 10 neue Taxigenehmigungen, in den drei Jahren zuvor insgesamt 11 Konzessionen erteilt. Auf Grund der überproportionalen Zunahme und der Erkenntnis, dass der Flughafen München mit Taxen teilweise überfüllt ist die sehr lange Wartezeiten verursachen, haben wir uns entschlossen einen Beobachtungszeitraum für den Betriebssitz Oberding einzulegen, um anschließend überprüfen zu können, ob durch die erteilten Genehmigungen die öffentlichen Verkehrsinteressen beeinträchtigt werden. Mit freundlichen Grüßen Neudecker Kommentar: Der Schritt des Landratsamtes Erding ist sicher gut gemeint - ob diese Maßnahme etwas nützt, muss bezweifelt werden. Beim Betriebssitz Oberding handelt es sich zwar um die für den Flughafen räumlich zuständige Kommune, solange aber im Landkreis München und in vielen übrigen Gemeinden des Landkreises Erding Taxikonzessionen erteilt werden, ohne dass, zumindest nachträglich, überprüft wird, ob diese Taxis gemäß § 47 PBefG in der beantragten Betriebssitzgemeinde auch bereitgestellt werden, wird die Zahl der Taxis am Flughafen weiter ansteigen. Das Bereithalten dieser Taxis am Flughafen ist ein Ausnahmetatbestand. Wird ein Taxi ausschließlich am Flughafen bereitgestellt ist der tatsächliche Betriebssitz Oberding und die zuständige Genehmigungsbehörde das Landratsamt Erding. So müsste das nach dem PBefG ablaufen – dann hätte der Beobachtungszeitraum für Oberding einen Sinn. TAXI-EDITION von DaimlerChrysler Mehr als Euro 4.350,– Preisvorteil Vor dem Hintergrund des weiterhin schwierigen Marktumfelds im Taxibereich unterstützt DaimlerChrysler in diesem Jahr die Taxi- und Mietwagenunternehmer mit besonders attraktiven Aktionen. Wir freuen uns deshalb, Sie über die neuen Verkaufsmaßnahmen des Automobilherstellers im Taxi- und Mietwagenbereich informieren zu können. Zusätzlich zu den bisherigen Vorteilen sind zwei neue und besonders hervorzuhebende Aktionen dieser Tage gestartet: 1. „Taxi-Edition“ Kurzfristig ist es der DCVD gelungen, ein Kontingent von Fahrzeugen des Typs E 200 CDI Limousine mit taxigerechten und fest definierten Ausstattungen (3 Ausstattungsvarianten) als „Taxi-Edition" bereitzustellen. Die sich unter anderem durch die Produktion der identischen Ausstattungen ergebenden Kostenvorteile werden in Verbindung mit einem weiteren Preisvorteil von DaimlerChrysler an die Taxiunternehmer weiter gegeben: Der Preisvorteil im Rahmen der „Taxi-Edition“ beträgt 1.810,76 Euro inkl. MwSt. und wird zusätzlich zu den bekannten Taxikonditionen (1. 12 % Verwerterrabatt, 2. aktuelle Taxiaktion im Wert von 1.154,20 Euro inkl. MwSt., 3. ohne Berechnung: Leder Twin, Integrierte Kindersitze, Durchlademöglichkeit und Taxidachzeichenanschluss im Gesamtwert von 1.386,20 Euro inkl. MwSt.) gewährt. Der E 200 CDI ist als „Taxi-Edition" je nach Ausstattungsvariante ab 30.990 Euro inkl. MwSt. bei allen autorisierten Mercedes-Benz Vertriebspartnern erhältlich. Die Zahl der verfügbaren Fahrzeuge ist begrenzt, sodass Sie sich schnell informieren und entschließen sollten. 2. Türenwerbung beim Kauf eines E 200 NGT Insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Kraftstoffkosten fördert DaimlerChrysler darüber hinaus die Nutzung einer ökologisch und zugleich wirtschaftlich sinnvollen Alternative - dem Erdgasfahrzeug. Daher bietet DaimlerChrysler ab sofort beim Kauf des neuen E 200 NGT als Taxi oder Mietwagen eine attraktive Förderung von monatlich 92,80 Euro inkl. MwSt. über einen Zeitraum von einem Jahr an. Als Gegenleistung ist exklusiv und ausschließlich eine zur Verfügung gestellte Türenwerbung für diesen Zeitraum am neuen E 200 NGT anzubringen. Diese Maßnahme gilt für Fahrzeugbestellungen ab dem 01.07.2004 und Fahrzeugübernahme bis Ende 2004. Diese Aktion ist insbesondere für Taxi- und Mietwagenunternehmer aus Regionen interessant, in denen es weder eine öffentliche noch private Förderung gibt. Bei einer gleichzeitigen Förderung durch andere Institutionen (Überblick: www.erdgasfahrzeuge.de oder www.gibgas.de) wird eine ausschließliche Fahrzeugbeklebung mit der durch DaimlerChrysler zur Verfügung gestellten Türenwerbung vorausgesetzt. Nähere Informationen zu allen Maßnahmen rund um das Thema Taxi/Mietwagen können die Unternehmer bei allen autorisierten Mercedes-Benz Partnern in Deutschland erhalten. Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband (BZP) erwartet, dass diese neuen und zusätzlichen Maßnahmen, welche die starke Verbundenheit der Marke Mercedes-Benz zum deutschen Taxigewerbe unterstreichen, bei den Taxi- und Mietwagenunternehmern auf große Resonanz stoßen. BZP AR 33/04 Jeder kennt es, alle wissen es. Oder doch nicht? Zumindest wird immer darüber diskutiert, manchmal auch gerätselt. Wir bringen Licht ins Dunkel. Heute: Tiere Rechtlich werden Tiere wie eine Sache behandelt. Man darf nach gültigem Taxitarif pro Tier einen Zuschlag von 0,50 Euro erheben. Dies gilt meist für Hunde, da Katzen, Vögel Dauerbrenner etc. meist in Käfigen transportiert werden. Somit ist es nicht statthaft, beispielsweise 4,00 Euro für einen Vogelkäfig mit acht Kanarienvögel zu verlangen, sondern nur 0,50 Euro. Tiere dürfen nicht auf Sitzen transportiert werden. In der Praxis werden z.B. große Hunde im Fußraum des Beifahrersitzes oder der Ladefläche eines Kombifahrzeuges untergebracht. In diesem Fall ist es ratsam, die mitgeführte Brotzeit während dieser Fahrt sicherheitshalber zu entfernen. Tiere kann man nur dann von der Beförderung ausschließen, wenn sie Sicherheit oder Ordnung der Beförderung nicht gewährleisten (§ 13 BO Kraft). In Ausnahmefällen kann die Beförderung auch bei Existenz eines Allergiepasses, der eine Tierhaarallergie ausweist, verweigert werden. 13TAXIKURIER Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:20 Uhr Seite 13
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Der Beruf des Taxi- und Mietwagenfahrers gehört aufgrund der langen Arbeitszeit, aber auch wegen der mit dem ständig steigenden Individualverkehr in den Großstädten verbundenen Hektik zu einem der anstrengendsten Berufe. Leider gehört er auch zu einem der gefährlichsten, Raubüberfälle auf Taxifahrerinnen und Taxifahrer gehören zur Tagesordnung. Zwar war 2003 erfreulicherweise das erste Jahr seit 1985 (!), in dem kein ermordeter Taxifahrer zu beklagen war. Jedoch wurde mit 498 bei Überfällen und Tätlichkeiten verletzten Kolleginnen und Kollegen ein neuer, trauriger Höchststand erreicht. Eine Entwarnung bei der Sicherheitslage wäre also blauäugig: 2002 wurden 3 Taxifahrer durch Verbrecherhand getötet, 385 verletzt. Im Jahr 2003 waren 498 Verletzte zu beklagen. Seit 1985 wurden 73 Taxifahrerinnen und Taxifahrer ermordet und 6.840 bei Überfällen und Tätlichkeiten verletzt. Es gibt zur Verbesserung der Sicherheit im Taxi gute Ansätze, andererseits ist niemand so vermessen zu glauben, dass es einen absoluten Schutz geben kann und wird. Überfälle werden leider auch in Zukunft nicht zu verhindern sein, deren Zahl zu verringern ist aber eine zu bewältigende Aufgabe. Im Jahre 1991 gründeten Vorstand und Aufsichtsrat der Taxi Auto Zentrale Stuttgart e.G. die Taxistiftung Deutschland, deren Aufgabe es ist, unschuldig in Not geratenen Opfern von Gewaltverbrechen aus dem Taxi- und Mietwagengewerbe zu helfen und deren finanzielle Not zu lindern. Großen Auftrieb erhielt die Stiftungstätigkeit durch den Beitritt zum Bundesverband im Jahre 1993. Im Zusammenwirken mit der Stuttgarter Taxizentrale wurde auch die Sitzverlegung der Taxistiftung Deutschland von Stuttgart nach Frankfurt am Main zur Geschäftsstelle des BZP beschlossen. Der Vorstand der Stiftung setzt sich zusammen aus den jeweils 3 gewählten Präsidiumsmitgliedern und dem Geschäftsführer des BZP sowie den 3 Mitgliedern des Vorstandes der Taxi Auto Zentrale Stuttgart e.G. Die Taxistiftung Deutschland bedankt sich bei allen Spendern für die Unterstützung. Was macht die Taxistiftung Deutschland? Taxifahrer und Taxifahrerinnen als Opfer von Überfällen Jahr 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 Verletzte 253 365 290 276 261 260 323 361 384 389 337 302 208 305 298 435 412 385 498 Tote 23415344261 0 42735530 Am 20.03. wurde der Taxiunternehmer Michael Nowak, Taxi 455, in der Nähe des Deutschen Museums von mehreren Personen bedrängt. Er rief über Funk um Hilfe. Diesem Hilferuf kam der 55jährige Taxifahrer Johann Bachus nach. Als er einen der Täter festhielt, wurde er mit einem massiven Gegenstand niedergeschlagen und liegend durch Tritte und Schläge mit einem harten Gegenstand am Kopf schwerstverletzt. Herr Bachus war über längere Zeit bewusstlos. Der Kollege Bachus war insgesamt mehr als 30 Tage arbeitsunfähig Grausamer Überfall auf den Taxifahrer Johann Bachus und erlitt erhebliche Verletzungen. Unter anderem Platzund Risswunden am Schädel und einen Knorpelabriss des linken Ohres. Auf Antrag des Landesverbandes reichte die Taxistiftung Deutschland an Herrn Bachus Euro 2.000,– für seine vorbildliche Hilfsbereitschaft aus. Die Übergabe der Zuwendung nahm der Vorsitzende der Taxistiftung, Hans Meißner, selbst vor. Michael Nowak, Johannes Bachus, Hans Meißner 14 TAXIKURIER BM Ni Mü ww mu F Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:21 Uhr Seite 14
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Schrottis Fiaker-ABC B Das ABC der Taxler. Bierernst, aber heiter. Doppelzüngig, meist erinnernd. Amüsierend, manchmal lehrreich. In jedem Fall hilfreich. Interessant für Anfänger und Profis. Heute, der Buchstabe B … Bahnhof: „Bahnhof“ verstehen insbesondere Funk-Neulinge, wenn sie die Spezialsprache noch nicht intus haben. An „Augerl Blut“, „Medi-Pforte“, Kinsi Empfang“ oder „Geht zum Hafen“ muß man sich wirklich erst gewöhnen. Aber auch schon mancher Funksprecher war mindestens vorübergehend desorientiert, wenn er rief „Anhalten“ (statt „Anhalter“), „Im Raum Sendling wird eine 80jährige Dame verwirrt“, „Für einen Kollegen mit Abschleckstange“ . Bargeldlos: So ist mancher Fahrgast tatsächlich unterwegs. Am Funk führt das dann zum bekannten Begriff „Zahlungsschwierigkeiten“ . Von Fiakern, die auch so unterwegs sind und auf die einfachsten Beträge nicht herausgeben können, sei nicht die Rede. Wir meinen hier aber die Bezahlung mit Plastikgeld. Der Zusatz beim Standplatzruf „mit Visa“, „mit AMEX“ usw. führt schlagartig zu erhöhter Abnahmebereitschaft der Fiaker, obwohl dadurch keineswegs ein besserer Stich garantiert ist. Aus dem Nähkästchen: so mancher Funksprecher hat schon ansonsten“unverkäufliche“ Aufträge losgebracht, indem er nach etlichen vergeblichen Freigaben „Tal-Stand mit Visa“ oder „Falken mit AMEX“ rief … ➜ Ansprechpartner: Rainer Vettori Riesenfeldstraße 7 80809 München BMW Niederlassung München www.bmw-muenchen.de Taxi, bitte! Zu T opkonditionen. z.B. 525d T ouring Servotronic, Navi Business inkl. DVD, Leder, Sitzhzg., Handy-Vorbereitung mit Bluetooth Schnittstelle UPE**: 48.460,– € Finanzierungsangebot* Anzahlung: 10.000,– € Laufzeit: 46 Monate Einmalige Schlußrate: 15.500,– € Effektiver Jahreszins: 5,99% Monatliche Rate: 499,– €Telefon 089 - 35 35 - 42 33 Telefax 089 - 35 35 - 42 78 BMW Niederlassung München www.bmwmuenchen.de Freude am Fahren *E in Angebot der BMW Bank GmbH. ** Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers zum Zeitpunkt der Auslieferung. Ein Beispiel aus dem großen T axi-Angebot der BMW 5er und BMW 7er Reihe; individuelle T axivorbereitung möglich. Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:21 Uhr Seite 15
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16 TAXIKURIER Beförderungspflicht: Kann bei Liegendtransporten von einschlägingen „Restaurants“ u.U. entfallen, nicht jedoch bei als zu kurz empfundenen Fahrten. Das Anmeckern von Fahrgästen bei kurzen Fahrstrecken ist katastrophal für unser Image. Wer im Wirtshaus ständig angeschnauzt wird, weil er Wasser bestellt statt Champagner, wird Gaststättenbesuche irgendwann ganz einstellen. Lieber kurz mit dem Taxi als lange mit der U-Bahn! Behilflich: Kleinere Handreichungen, Türe-Aufhalten usw. sollten selbstverständlich sein. Bevor die Zentrale aber jemanden erwischt, der sich nicht mal selber helfen kann, ruft sie lieber „behilflich“ dazu. Gelegentlich sind sich die Kollegen gegenseitig behilflich, nämlich beim Abtransport schon auf der Straße stehender Besteller, während der angeforderte Wagen noch auf Anfahrt ist. Bereitstellung: An beschilderten sowie Bedarfsstandplätzen sehr gerne gesehen. Aber nur da. Überzählige (z. B. Beck-Stand) oder illegale (z. B. Blumenstraße, Schumann`s Bar) Bereitstellung kann teuer werden. Berufsauffassung: Den „Fiaker aus Leidenschaft“ gibt es noch. Vielleicht sogar mehrere. Aber die zunehmende Zahl von „Spezialisten“, die mit Tunnelblick an winkenden Aufhaltern vorbeifahren und am Standplatz lieber mit Kollegen über das schlechte Geschäft schimpfen oder Zeitung lesen, als Funkaufträge anzunehmen, muss verblüffen. Freilich: die Kolleginnen und Kollegen, die sich das „dauernde Gequatsche der Zentrale“ (Originalzitat) dennoch antun und mit offenen Augen durch die Stadt fahren, profitieren von der Laschheit der taxifahrenden Blindgänger. Beschwerden: Im Taxigewerbe unbekannt. Besorgung: Wer hat nich schon mal ein „Blut“ von der Herzog-Heinrich 4 in die Nußbaum 20 zu Fuß ‘rübergetragen? Aber auch Fahrten nach Regensburg, Nürnberg usw. sind verbürgt. Wie auch immer: Blutkonserven, Briefumschläge, Pakete oder lauwarme Speisen haben den Vorteil, dass sie keine Lebensgeschichten erzählen und nie an Flatulenz oder eruptiven Magenproblemen leiden. Bei Speisen höchstens die Empfänger. Bestechung: Mehrere Fälle sind verbürgt, in denen Hotelportiers gegen „Handaufhalten“ Flughafenstiche an bestimmte Fiaker-Spezl’n verschachern. Der Schlaueste aus der Hotel- Zunft bestellte in den Morgenstunden in der Zentrale ein Taxi, weil er keinen seiner Sponsoren erreicht hatte, und fragte die Telefonistin, von wem er jetzt seine Provision bekomme … O sancta simplicitas! Bewegungsmangel: Viereckige Räder korrespondieren mit ebensolchen Gesäßpartien der Fiakergemeinde. Aber: Alles wird gut! Beziehungen: „Der 1115, der früher mit der 1049 zusammen war, hat die 1242 geheiratet, die sich vom 974 hat scheiden lassen, und zusammen haben sie jetzt eine entzückende 756“ … Bei solchen Beziehungskisten sind selbst Fliege und Kallwas machtlos. Blinker: Wie bei der Mehrheit aller Autofahrer auch im Taxigewerbe ziemlich verpönt. Blinkerloses Slalomfahren auf mehrspurigen Straßen zeugt jedoch nicht von besserem Können und ist allenfalls geeignet, bekannte Vorurteile über den Fahrstil „der Taxifahrer“ zu bestätigen. Blitz: Leerfahrt,weil der Fahrgast schon weg ist oder es sich anders überlegt hat. Im Straßenverkehr kommt der B. gelegentlich in roter Farbe vor. Das Donnerwetter erfolgt dann einige Wochen später in Form eines Briefes der Bußgeldstelle. Bock: Bei schlechtem Geschäft hat man keinen zum Arbeiten; früher saß man drauf, als man den vierbeinigen Navigationsgeräten noch getrost die Zielfindung überlassen konnte. Brausebad: Namensgeber für den Taxistand am Wies’n-Haupteingang. Neben Schyrenstraße, Hesseloherstraße und anderen damals tatsächlich öffentliches Brause- und Wannenbad, als sich Spaß- und Erlebnisbäder in Privatwohnungen meist noch auf Etagenklos reduzierten. Bustaxi: Im Gegensatz zum Combi mit Notsitzen ein Wagen mit maximal acht vollgültigen Fahrgastplätzen. Für die Einführung der Bustaxis wurde die BOKraft insofern geändert, als dann auch ein dreitüriger Wagen als Taxi zugelassen werden konnte (vorher nur viertürig). Rechtsanwalt Stephan und Dr. Stahlberg Umfassende Rechtsvertretung in Straßenverkehrssachen ●Unfallregulierung ●Ordnungswidrigkeiten und Strafsachen Als Mitglied der Taxi München eG, sind Rechtsanwalt Stephan die Probleme der Taxiunternehmen bestens vertraut. Kanzlei · Linprunstr. 23 · 80335 München Tel.: 089/52 40-21 od. 22 Fax: 089/52 61 12 Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:21 Uhr Seite 16
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17TAXIKURIER Als Gegenpart zur Rose „bestrafen“ wir monatlich Zeitgenossen, Institutionen, Behörden sowie leider auch Kollegen und Kolleginnen für Handlungen und Aktionen, die unserem Gewerbe schaden. Als Symbol dafür haben wir die saure Zitrone ausgewählt. Blut-Transporte von und zu den Münchner Krankenhäusern sind verantwortungsvolle und eilige Aufträge. Oft ist das Rotkreuzkrankenhaus am gleichnamigen Platz die Ziel-Adresse. Die Lust am Blut kann einem allerdings hier vergehen. Besonders diensteifrige Beamte der Polizeiinspektion Erzgießereistraße lauern regelmäßig auf die Autos in Elfenbein, um um diese aufzuschreiben, wenn diese vor dem Krankenhaus parken. Ausführliche Diskussionen mit diesen „Hütern“ von Recht und Ordnung waren bisher vergebens, sodass wir diese Hatz auf die Taxler mit der Zitrone an die Polizeiinspektion Erzgießereistraße „küren“ . Unternehmerkurse Termine: Jeden Dienstag und Donnerstag 18.00 – 20.30/21.00 Uhr Anmeldung bei Frau Choleva, Verwaltung Kurs 6/2004: 07.09. – 05.10.04 Kurs 7/2004: 12.10. – 09.11.04 Kurs 8/2004: 16.11. – 14.12.04 Ort für alle Ausbildungen Kursraum der Taxi-München eG | Engelhardstraße 6 | 81369 München (U3/Harras) Fotos: www.atelier-tacke.de Rose des Monats Zitrone des Monats Mo Bekkour, der sympathische Türsteher von der maxSuite. Taxifahrerausbildung Termine: Jeden Montag und Mittwoch 18.00 - ca. 21.30 Anmeldung im Taxishop oder bei Herrn Tony Doll (30 Min. vor Kursbeginn) Funkausbildung Termine: 17. und 19. August 2004 14.30 - 17.30 Uhr Keine Anmeldung nötig (kostenlos) AUSBILDUNG IM AUGUST 2004 Jeden Monat küren und belohnen wir Personen, Institutionen oder auch Kollegen und Kolleginnen für besonders taxifreundliche Aktionen. Die Rose sozusagen als Symbol und Dank für die Zuneigung gegenüber dem Taxi-Gewerbe. Belohnt wird die jeweilige sympathische Geste mit einem kleinen Geschenk. Türsteher stehen im allgemeinen in keinem besonders guten Ruf. Eine löbliche Ausnahme ist Mo Bekkour, der doorman von der maxSuite. Der taxifreundliche Marokkaner mit deutschem Pass hütet seit letztem August die Tür des In-Treffs. Wenn sich dann im Morgengrauen der Club langsam leert, die Zahl der wartenden Taxis die der Gäste aber übersteigt, gibt er diese Informationen stets an die Taxifahrer. Diese überaus freundliche Geste des 26-jährigen würdigen wir mit der „Rose des Monats“ und überreichen ihm 5 Taxigutscheine. Kürzlich hat Mo übrigens bei einer Langnese-Party ganz spontan während des Events alle Taxifahrer mit Eis versorgt! Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:21 Uhr Seite 17
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18 TAXIKURIER Die „Lilly”, wie sie von den Routiniers der Taxi-Gilde genannt wird, saß schon am Funk, als die Aufträge noch per Handzettel von der Auftragsannahme an den Funker gereicht wurden. „Da hatte natürlich jeder seine eigene Handschrift und es gab ganz individuelle Abkürzungen für Straßen und Standplätze. Das war deutlich anstrengender als mit der heutigen Technik”, erinnert sie sich. Seit 1965 ist das geborene Münchner Kindl – aufgewachsen in der Fasanerie Nord – im Taxigeschäft. Von 1970 bis 1991 ist sie als Unternehmerin noch selbst gefahren und hat sich mit ihrem Mann das Taxi geteilt. Wenn die Lilly ins Erzählen kommt, merkt man, dass der Fiakerberuf noch nie ein Honigschlecken war, auch wenn heute vieles amüsant klingt. Als es am „Wasserburger Land” noch kein Telefon gab, “waren ‘Brennzeiten’ von vier bis sechs Stunden normal”, so die Lilly. „Da bin ich oft zu Fuß mit dem Kinderwagen hin, hab’ geschaut ob mein Mann noch dort steht und hab’ ihm eine Brotzeit gebracht. Denn damals haben noch alle in Trudering am Standplatz angerufen, die ein Taxi brauchten.” Auch die “Persönlichkeiten” unter den Kollegen haben sich scheinbar in manchen Stadtvierteln bis heute kaum wesentlich verändert. Wenn die Sitten auch nicht mehr ganz so streng sind. „In Pasing,“ weiß die Lilly noch ganz genau, „hat doch jeder Fiaker Aufenthaltsverbot gehabt, der da draußen nicht in dritter Generation seinen Stammbaum nachweisen konnte. Am Pasinger Marienplatz sind die Nichtansässigen doch jedesmal verschickt worden.” „Rüpel gab’s schon immer“ Am Mikrofon sitzt die Mathilde Piser seit Januar 1971. Da waren viele, die heute meinen, sie müßten sich etwas uingebührlich benehmen, noch gar nicht geboren. Aber das sieht unsere routinierte Funkerin ganz gelassen. “Rüpel hat es schon immer gegeben. Nur kann man sie heute gleich identifizieren. Wenn einer gschert wird, hat man ihn gleich am Wickel. Früher hat man seine Kandidaten an der Stimme erkannt.” So wie man sie selber an ihrem äußerst angenehmen Tonfall sofort identifizieren kann. „Die Stimme muss man draussen mögen. Die darf einen nicht aggressiv machen, sonst ist doch der ganze Tag versaut oder du drückst gleich auf den Ausschaltknopf.“ „Resolut und geduldig“ Seit Januar 2003 kann man sie nur noch dreimal im Monat hören – montags oder freitags von 6 Uhr bis 14 Uhr – im Gegensatz zu früher, da war sie 10 mal auf Schicht. „Damals wie heute ist die Lilly vom Stress fasziniert. Das Tempo, das man am Funk hinlegen muss, das hat mir immer gelegen. Sekundenschnelle Entscheidungen zu treffen, die auch akzeptiert werden.” Und das ist auch Teil ihres Images: Resolut und geduldig. „Manche sind einfach überfordert Interview | Der Mensch hinter der Stimme Faszination Stress Jeder Taxler, für den Funkaufträge zum täglichen Broterwerb gehören, kennt ihre Stimmen. Die Menschen dahinter sind allerdings nur den wenigsten bekannt. Das gilt in Wort & Bild gleichermaßen. Und das muss anders werden. Die Kolleginnen und Kollegen in der Funkzentrale haben einen genauso harten 8-Stunden-Job wie die Kollegen auf der Straße. Ihre Aufträge sind für jeden von uns bares Geld wert. Mit diesem Beitrag will der TAXIKURIER eine Brücke schlagen zwischen Fahrern und Funkern. In jeder Ausgabe wird eine „Stimme“ vorgestellt, mit ihren Hobbies, Leidenschaften und Wünschen. In dieser Ausgabe: Mathilde Piser Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:21 Uhr Seite 18
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sich eine Adresse beim erstenmal zu merken. Da muss der Fahrer sich selbst gegenüber mehr Ehrlichkeit an den Tag legen und ruhig mal nachfragen.“ Ansonsten ist für die Lilly, die von sich behauptet „auch mal bissig zu sein“, Funken reine Nervensache. Besonders bei dem deutlich gestiegenen Auftragsvolumen. „Früher”, sagt sie, „ist es schon mal vorgekommen, dass fünf bis zehn Minuten kein Auftrag gekommen ist.” Leider, liebe Lilly, passiert das an schlechten Tagen heute auch schon wieder! Mini-Steckbrief: Name: Piser Vorname: Mathilde Bekannt als: Lilly Alter: 62 Sternzeichen: Löwe Familienstand: verwitwet Geburtsort: München Wohnviertel: Waldtrudering Hobbies: Autofahren/Radfahren/Kochen (bayerisch und italienisch) und Urlaub in Südtirol Musik: Musical + Operette Kein Laster: Hat mit dem Rauchen aufgehört 19TAXIKURIER Lokaltermin Unsere Stadt ist reich an Lokalen, Restaurants und Wirtshäusern aller Art. Und es gibt Führer aller Art. Der TAXIKURIER stellt Ihnen in jeder Ausgabe ein Haus mit „Charakter“ vor. Gaststätte Wallner und Walter (Großmarkthalle) Über die legendären Weißwürste, die viele für die Krönung halten, Worte und Zeilen zu verlieren, ist wohl überflüssig. Deshalb haben wir uns bei der Bestellung auch auf andere Abteilungen konzentriert. Ein edles Münchner Wirtshaus mit ehrlicher Tradition. Die Speisekarte liest sich wie ein Heimatroman, ohne in Holzhammer-Folklore abzugleiten. Hier erhält der Liebhaber altbayerischer und bayerischer Küche eine große Auswahl typischer Gerichte. Eine kreative Tageskarte und die Standardkarte mit den klassischen Wurstwaren und Brotzeiten. Allein die Milzwurst wird in fünf Varianten angeboten. Alle, für die Gicht ein Fremdwort ist, werden sich an der Innereien-Palette erfreuen. ➜Der Schweinsbraten – bei unserem Testbesuch das einzige Manko – hatte kein Rammerl. ➜Das Preisniveau ist höchst fair, die resoluten und freundlichen Bedienungen haben alles im Griff. Gaststätte Großmarkthalle Wallner und Walter GmbH Kochelseestraße 13 81371 München Tel: 089/76 45 31 Mo – Fr 7.00 – 17.00 Uhr, Sa 7.00 – 13.00 Uhr, Sonn- und Feiertag geschlossen Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:22 Uhr Seite 19
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DANK 20 TAXIKURIER Wer auf 30 Jahre Berufsleben zurückblickt, hat jede Menge erlebt. Erst recht, wenn es sich um eines der spannendsten Gewerbe überhaupt handelt, das Taxigewerbe. Bei Leberknödelsuppe, Kalbsleber sauer (“Ich heiß schon Herzinger, da muas I jetzt nicht auch noch a Herz essen”) und einem dunklen Weißbier (innerhalb von 2 Stunden) zieht der Max Herzinger Bilanz. Amüsant und kritisch, stolz und mahnend. In 30 Jahren wurden Weichen gestellt, ohne die das Taxigeschäft heute nicht funktionieren würde. Entscheidungen mussten getroffen werden, denen lange Kämpfe und Diskussionen vorausgingen. Studiert hat der Max Maschinenbau am Politechnikum und hatte eigentlich eine “Karriere” als Ingenieur bei Siemens im Auge. Zum Taxi kam er eigentlich mehr durch Zufall. Einer seiner Kommilitonen, der schon zweimal am Politechnikum durch die Prüfung gefallen war, verkündete dem Max, dass er beim nächsten Prüfungsflop Taxiunternehmer wird. Sein Vater und sein Onkel waren nämlich auch Taxiunternehmer. Allerdings sei auch die Taxiprüfung wahnsinnig schwierig. Damals schon, 1962. Das interessierte den jungen Herzinger. Der sich daraufhin zur Prüfung in der Utzschneiderstraße anmeldete und prompt bestand. Für einen, der aus Solln kam, damals quasi vom Land, eine Ungeheuerlichkeit. Ab da fuhr er dann Samstag und Sonntag beim Onkel des Kommilitonen Taxi, für 18 Prozent vom Umsatz. “30 Fahrten”, erinnert sich der Max, “hab’ ich da pro Schicht runtergeradelt, im Schnitt für 3 Mark. Ein Stich von Solln zum Hauptbahnhof hat ja damals bloß 6 Mark gekostet.” Während der Woche hat er bei Siemens gearbeitet. In dieser Zeit war der Bursche schon sehr aktiv. Als Sollner war es ihm nämlich ein Dorn im Auge, dass es in Solln keinen Taxistand mit Telefon gab. “Die letzte Bastion vor dem Niemandsland”, so Max Herzinger, “war damals der Harras und später der Bosche-Stand” . Also hat er zwei Jahre lang den damaligen Vorstand Josef Kuffer traktiert und Überzeugungsarbeit geleistet, bis 1964 auch Solln taximäßig “eingemeindet” wurde. 1965 wurde er selbst Unternehmer, Taxikonzession 1364. “Da hab’ ich dann bei Siemens aufgehört, weil ich zuwenig verdient hab’” . Obwohl das Taxigeschäft in dieser Zeit nicht sehr lukrativ war, haben plötzlich alle reingedrängt. “Explosionsartig stieg die Anzahl der Konzessionen von ca. 500 auf 790.” Noch schlimmer wurde es 1966, als die Bewerbung für die Olympischen Spiele in München 1972 feststand. “Da haben alle schon die Dollarzeichen im Auge gehabt und die Zulassungswelle kam ins Rollen. Wer einen Antrag gestellt hat, bekam auch eine Konzession. Ich auch. Die Nummer 2952 im Dezember 1966. Dass die Olympiade der Tiefstand des Gewerbes war, konnte damals noch niemand ahnen” . Woran lag’s? ”Für uns gab es nix, aber auch gar nix zu fahren. Von den großen Automobilfirmen wurden Fahrzeugkolonnen zur Verfügung gestellt und mit Fahrern besetzt, die Soldaten in Zivil waren. Ein Lotse geht von Bord. In einer Münchner Traditionsgaststätte an der Großmarkthalle zog Max Herzinger für den TAXIKURIER ein Resumée seiner 28jährigen Tätigkeit als Vorstand der Taxi München eG „Mit Abitur wäre ich Pfarrer geworden, nach Möglichkeit Kardinal …“ „Mit meiner Freizeit bin ich die letzten 30 Jahre zu kurz gekommen“ Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:22 Uhr Seite 20
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KE! 21TAXIKURIER Nur diese Fahrzeuge durften vor den großen Hotels stehen. Die Taxisstandplätze wurden einfach versetzt. Daran konnte nicht mal unser Josef Kuffer etwas ändern. Ich glaube, das war eine Verpflichtung, die die Stadt München gegenüber dem IOC eingegangen ist.” Damals begannen die großen gewerbepolitischen Diskussionen. Der Beobachtungszeitraum für Neukonzessionen wurde in dieser Zeit ins Leben gerufen und Max Herzinger wurde Mitglied des Aufsichtsrates. Wahrscheinlich mit richtig viel Power ob der vielen zu lösenden Probleme? “Ich glaube,” so der Max, “dass wir unser Aufgabengebiet sehr viel ernster genommen haben als das heute der Fall ist. Wir haben uns um alles gekümmert und der Josef Kuffer hat uns alle werkeln lassen.” 1976 kam der Max in der Vorstand und da ist er bis zum 30.7.2004, seinem letzten Arbeitstag. In diesen fast 30 Jahren ist sein Name untrennbar verbunden mit den technischen Highlights der Genossenschaft. So hat er als erster in Deutschland die Einführung der Rufsäulen an den Standplätzen vorangetrieben. Die Idee dazu kam ihm – wie soll es anders sein – in Solln, als er die erste Polizeinotrufsäule von München gesehen hat. 1979 wurde die erste Taxi- Rufsäule am Goetheplatz aufgestellt, die sog. Neumann-Säule. Sämtliche Genehmigungen, und es waren unzählige, hat der Max besorgt. Ebenso ist es mit den heutigen Solar-Säulen. Eine weitere technische Errungenschaft seiner Vorstandskarriere ist der Kennungsgeber in den Funkgeräten. “Da war echte Überzeugungsarbeit zu leisten. Unterstüzt haben mich dabei nur ganz wenige. 1.400 Funkfahrzeuge haben wir damals ausgerüstet und als 450 ihren Funk deswegen abgemeldet haben, da sah ich mich eigentlich am Ende. Was die 450 aber nicht überrissen hatten, und ich auch nicht, war, dass sich die anderen Funker vor Aufträgen nicht mehr retten konnten, als die 450 weggefallen sind. Uns so sind sie alle wieder zurückgekommen.” Und was ihm stinkt, dem Max, das hat er dem TAXIKURIER auch erzählt. “Das rigorose Verhalten sogenannter Kollegen untereinander war früher kein Thema. Das Kommerzdenken war nicht so verbreitet, auch in schlechten Zeiten, die es früher genauso gegeben hat. Und das Desinteresse vieler Mitglieder, das macht mir echt Sorgen. Dass man nicht einmal im Jahr Zeit hat, sich um die Belange der Genossenschaft, die ja auch seine eigenen sind, zu kümmern. Wo hat man den noch die Möglichkeit Einfluss zu nehmen, mit seiner Stimme zu gestalten und zu bestimmen um Strömungen entgegenzuwirken, die weder dem Gewerbe noch der Genossenschaft gut tun. Die letzte Versammlung hat’s ja gezeigt. Es ist ein Trugschluss zu glauben, das alles so weiter läuft wie immer. Aufsichtsräte sind immer in der Lage ein ziemliches Chaos zu verursachen, weil viele nicht verstehen wollen, dass es nicht um die eigenen Interessen geht, sondern um die Gesamtheit. Das erwarten schließlich die Mitglieder draußen.” Am Freitag, den 30.7. ist sein letzter Arbeitstag und am nächsten Tag ist Max Herzinger Rentner. Kann man sich das vorstellen? “Ich kann mir das sehr gut vorstellen”, sagt er. “Schließlich bin ich die letzten 30 Jahre mit meiner Freizeit zu kurz gekommen. 16 Jahre hab’ ich nur eine Woche Urlaub im Jahr genommen. Da können sich sogar Japaner noch ein Beispiel nehmen. Jetzt mach’ ich Urlaub, solange ich mag!” Also dann, Max: Viel Spaß, alles Gute und vielen Dank für alles! „Wenn’s Ernst wurde, war ich nicht der Max, sondern der Herr Herzinger“ Name: Herzinger Vorname: Max Alter: 64 Sternzeichen: Stier Familienstand: verheiratet Geburtsort: München-Solln Aufgewachsen: Solln Wohnviertel: Solln Hobbies: Reisen nach Südtirol, Bergsteigen, Radfahren, Lesen Musik: Klassik, Schlager, österreichische Liedermacher Laster: Früher das Rauchen, Zigaretten, Zigarren und Pfeife am liebsten alles gleichzeitig Mini-Steckbrief Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:22 Uhr Seite 21
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22 TAXIKURIER Essen auf Rädern Die monatliche Orientierungshilfe durch den Brotzeit-Dschungel Die Taxischichten werden immer länger. Trotz Tupper-Ware und Brotzeitbeutel gilt es, den Heißhunger zu befriedigen. In jeder Ausgabe testen wir für Sie eine typische Taxifahrer-Brotzeit. Die Auswahl der Kandidaten ist natürlich rein subjektiv und zufällig, stellt aber in jedem Fall eine kleine Orientierungshilfe im großstädtischen Brotzeit-Dschungel dar. Im August-Heft für Sie der Curry-Wurst-Test! Geschmack Größe Souce Wahl (Rot/Weiß) Wartezeit Preis Alles Wurscht ••• •• •• • ••• •• Leopoldstraße 41 E 2,60 BergWolf ••• •• ••• •• • Fraunhoferstraße 17 E 2,90 Grillpfanne •• ••• •• ••• ••• Kaufhof-Stand, Stachus E 2,40 Schmankerl-Imbiß ••• •• ••• • ••• • Ludwigshafener Straße 5 E 2,95 (Zulassungsstelle) Schwabinger Imbiß ••• •• •• • ••• • Feilitzschstraße 2 E 3,00 Workers Deli •• •• •• • •• Nymphenburger Straße 69 E 2,80 Zum Würstlkönig ••• •• ••• • ••• • Lindwurmstraße 77 E ,3,00 Fotos: www.atelier-tacke.de Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:22 Uhr Seite 22
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Platz 1 (13 Punkte) Schmankerl-Imbiß Hinter der Zulassungsstelle der alte Autohändler-Treff. Auf Wunsch warme, selbstgemachte Schaschliksoße. Platz 1 (13 Punkte) Grillpfanne Eine große Portion (ca. 50% mehr als bei allen anderen) für den geringsten Preis! Solide Qualität mit Sonnentrassen- Charme. Platz 5 (12 Punkte) Schwabinger Imbiß Multikulturelle Mannschaft, professionell und schnell. Riesiges Angebot an sonstigen Steh-Speisen. Platz 6 (11 Punkte) BergWolf Ein witziger Laden Ecke Frauenhofer/Klenzestraße. Leider war’s am Testtag etwas chaotisch und dauerte zu lange. Fiaker haben’s schließlich eilig … aber das Warten rentierte sich und wurde bei dem bunten Völkchen im Lokal nicht langweilig. Platz 7 (9 Punkte) Workers Deli Trotz Straßenwerbung mit Currywurst zum Mitnehmen war man auf den „Ansturm“ durch den Tester nicht vorbereitet. Endlose Wartezeit, aber sonst ordentlich. Fazit Platz 1 (13 Punkte) Zum Würstlkönig Der alte Klassiker direkt neben dem Goetheplatz. Grundsolide, freundlich, schnell. Platz 1 (13 Punkte) Alles Wurscht Der klassische Imbisswagen mit Bierbänken direkt an der Leopoldstraße. Ein Kleingarten-Idyll mitten in Schwabing Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:22 Uhr Seite 23
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24 TAXIKURIER Dr. Rüdiger Neitzel, 41, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin betreibt zusammen mit Dr. Christian Jessel im Airport-Center die Orthopädische Praxisklinik. Er war über 10 Jahre Bundesliga- Handballspieler, mehrfacher deutscher Meister, Pokalsieger und Europacupsieger, hat 124 Länderspiele und 1984 in Los Angeles die Silbermedaille errungen. Rüdiger Neitzel gibt regelmäßig Tipps im TAXIKURIER zu berufsrelevanten Themen. Wasser – Elixier des Lebens. Auch für Taxifahrer/innen Wasser bedeckt nicht nur 3/4 unserer Erdoberfläche, sondern macht auch 55 - 60 Prozent des Körpergewichtes eines Erwachsenen aus und ist damit Hauptbestandteil des menschlichen Körpers. Wasser befindet sich in allen Regionen des Körpers, sowohl in den Zellen, zwischen den Geweben und im Blut. Wassergehalt und Verteilung stehen in enger Beziehung zur Körperoberfläche, und bildet ein feines sensibles Gleichgewicht. Der Körper führt eine eigene Wasserbilanz durch, wie den Wasserverlust durch Atmung und Schweißabsonderung, und die Einfuhr über Nahrung, d. h. die Trinkmenge im Gleichgewicht zu halten. Hierfür sorgen auch feinste Rezeptoren, die die Konzentration an Elektrolyten im Körper messen und über Hormonausschüttung eine Regulation der Wasserabgabe durch die Nieren betreiben. ➜ Hier spricht der Doc Ratschläge zu Gesundheit, Ernährung und Bewegung. Promi-Talk Das monatliche Gespräch mit bekannten Zeitgenossen aus unserer Stadt über ihre Erlebnisse im Taxi. Eduard Reinbold Das Taxi ist für mich Basis-Verkehrsmittel, um zwischen meinen Betrieben (Zum Franziskaner, Hotel Drei Löwen, Drei Löwen Residenz, Hotel Regent, Schützen-Festhalle Oktoberfest) zu pendeln. Die täglichen Fahrten sind für mich immer „Münchner Marktforschung“, weil ich die Taxler gerne nach allem möglichen ausfrage. Die positiven Erfahrungen überwiegen bei weitem. Kürzlich habe ich mein Handy mit 600 gespeicherten Nummern – eine Katastrophe – im Taxi liegen gelassen. Nur ein paar Minuten später brachte mir der Münchner Taxifahrer dieses zurück. Eduard Reinbold, sympatischer Gastronom, Hotelier, Präsident der Filser-Buam, Träger des Bundesverdienstkreuzes und Taxi-Vielfahrer. Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 24
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25TAXIKURIER Obwohl der heurige Sommer mit dem letztjährigen nicht vergleichbar ist, ist das wohl beliebteste Ausstattungs- Merkmal für Taxifahrer die Klimaanlage. Der Sommer bringt Laune in die Stadt. Alle, auch wir profitieren davon. München feiert seine Feste, die Biergärten sind voll, Touristen bevölkern die Stadt, die Nacht wird zum Tag, die Testosteron-Werte steigen, fernsehen kann man wieder bei den Wetter-Tiefs. Und was für ein Augen- Balsam, der durch die Sommerzeit noch eine Stunde verlängert wurde. Die freche Sommermode macht den Taxi-Beruf zum Traumjob. Ultra-Mini’s, Spaghetti-Tops, bauchfreie und gepiercte Beauties erfreuen den männlichen Taxifahrer mehr als der beste Tip. Wenn unser Kanzler übrigens in diesem Jahr wieder sein italophiles Vakuum verspüren sollte, ist ihm der Kurztrip nach München empfohlen, der einzigen Stadt in Italien, wo auch die Telefone funktionieren. Leider sind auch manche Kollegen der Meinung, sich von dieser Urlaubsatmosphäre anstecken lassen zu müssen. In teilweise abenteurlichen Outfits verwechseln sie Beruf und Ohne Worte Summer in the City Freizeit. Ein Taxler hat Profi-Dienstleister zu sein und als solcher seine Tätigkeit in adäquater Kleidung auszuüben. Kurze Hosen sind absolut tabu, es sei denn sie werden als modisches Accessoire eingesetzt, was in unserer zu Krampfadern neigenden Branche wohl nur zu einem Promillesatz zutrifft. Die 16tägige Ausnahme stellt die Wies’n dar – dann aber nur in Leder ohne Landhaus-Zusatz. Gerade Kollegen mit Waschbär statt Waschbrettbauch begehen den größten Fehler der Schicht bei der Auswahl der Klamotten. Muscle-Shirts, Jesus-Latschen sowie sonstige Textil- Todsünden wie weiße Socken, Jogginghosen und weit aufgeknöpfte Hemden, sind eindeutige Beweise für mangelnden Berufs-Ethos und nicht vorhandenem Respekt gegenüber dem Fahrgast. Gott sei Dank hat „König Kunde“ die Wahl. Er kann sich Fahrer und Fahrzeug aussuchen und ist keinesfalls an eine Reihenfolge gebunden. Am Standplatz und per Telefon. Und sogar mit Klima – ohne Aufpreis. Wievie Wasser braucht der Körper? Wieviel sollen wir ihm zuführen? Im Durchschnitt verliert der Körper 2,5 l Flüssigkeit am Tag, das ist abhängig im wesentlichen auch durch die Körpertemperatur und kann z. B. bis auf das 20fache unter tropischen Bedingungen ansteigen. Der Körper selbst produziert 350 ml Flüssigkeit, d. h., wir brauchen noch ungefähr 2 - 2,5 l an Flüssigkeit, um ein Gleichgewicht zu halten. Besondere Beachtung muss man äußeren Bedingungen stellen: vermehrte Hitze verlangt natürlich mehr Wasser, bestimmte Erkrankungen wie z. B. die Zuckererkrankung (Diabetes), Durchfall oder Fieber stehen mit vermehrtem Wasserverbrauch in Verbindung. Zu viel an Wasser kann jedoch auch schädlich sein, dies gilt insbesondere für Patienten mit Nierenoder Herzerkrankungen. Mein Tipp: Flüssigkeitsaufnahme sollte bei gesunden Taxlern mindestens bei 1,5 l liegen, an warmen oder heißen Tagen 2,5 bis 3 l. Hier sollten gemischte Säfte, ungesüßte Tees oder Mineralwasser im wesentlichen zur Anwendung kommen. Natürlich bringt auch ein gesundes Weissbier oder eine Maß Bier die Rasserregulation, gegen einen guten Rotwein ist aus medizinischer Sicht in Maßen nichts einzuwenden, selbstverständlich nach der Schicht … 3093 Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 25
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26 TAXIKURIER Kai-Georg Frey, Funker und Fahrer, testet für den TAXIKURIER und Sie „elfenbeinfarbige Automobile“ . Es mag verschiedene Motive geben, in München einen Geländewagen als Taxi zu fahren: ➜lukrative Stammkunden auf dem Großglockner oder in anderen Höhenlagen ➜häufiger Hängerbetrieb in schwerem Gelände ➜oder der Betrieb als Winter-Einsatzfahrzeug zum Freischleppen von Taxis, deren Unternehmer die Investition „Winterreifen“ gescheut haben ➜die Hoffnung, als „reiferer Herr“ beim abendlichen Flanieren auf der Leopoldstraße bei den Damen Rabatt aufs eigene Alter zu bekommen ➜einfach nur der Wunsch, ein Taxi zu fahren, wie es in München sicher nicht oft vorkommen wird. Um Nissan war es lange Jahre sehr still, im Taxigewerbe wie überhaupt. Jetzt, unter der Regie von Renault, kommt die Marke langsam wieder und versucht auch einen Einstieg beim Taxi. Der würde wahrscheinlich effektiver ausfallen, wenn sich Nissan entschließen könnte, seine Dieselmotoren in Kombination mit Automatik-Getriebe anzubieten. Die Garantieleistungen sind nicht schlechter als anderswo (3 Jahre (bei durchschnittlicher Taxi-Kilometerleistung eher unerheblich)/max. 100.000 km Fahrzeuggarantie (gegen Aufpreis verlängerbar), 3 Jahre Lack- und 12 Jahre Durchrost-Garantie sowie 2 Jahre auf vom Händler eingebaute Originalteile). Inwieweit die Verschleißteile im normalen Autoteilehandel und nicht nur beim Vertragshändler erhältlich sind, konnte hier nicht näher untersucht werden. Im Zuge der „Taxi Offensive“ sind bei allen Modellen ein paar „Bonbons“ im Preis bereits enthalten: ➜Folienbeschichtung in RAL 1015 ➜Taxameter-Vorrüstung und -Halterung ➜Funkvorrüstung ➜Dachzeichenvorrüstung ➜Alarmanlage und „Stiller Alarm“ ➜Zentrale Innenlichtschaltung Der erste Eindruck entspricht den Erwartungen an einen Geländewagen: Hochbeinig, relativ kantig, kurze Überhänge. Die Türen öffnen weit, vorne steigt man durch einen großen Türausschnitt bequem ein, auch wenn für kleinere Zeitgenossen etwas Kletterarbeit angesagt ist. Die hinteren Türausschnitte sind hoch (der Windkanal war bei der Formgebung nur unwesentlich beteiligt), aber kurz. Die Sitze sind eher weich gepolstert, die vorderen vermitteln ausreichenden Seitenhalt, wobei die Seitenwangen nur aus Schaumstoff ohne stabilisierenden Unterbau bestehen. Es wäre interessant, nach einem Jahr Taxibetrieb zu überprüfen, ob diese Seitenwangen noch vorhanden sind. Die Vordersitze sind in Längsrichtung, Lehnenund Sitzkissenneigung verstellbar, für den Fahrersitz gibt es eine verstellbare Lendenwirbelstütze. Die Längsverstellung dürfte bis zu einer Körpergröße von 1,85m ausreichen, darüberhinaus gilt es, die Knie anzuwinkeln. Das Lenkrad ist in der Höhe einstellbar. Die Beine haben vorne und hinten ausreichend Platz, bei Belegung der hinteren Bank mit drei Erwachsenen kommt es unfreiwillig zu intensivem körperlichem Kontakt. Der Sinn der in verschiedenen Neigungen rastbaren Rückbanklehne erschließt sich nicht ohne weiteres, die steilste Stellung ist gerade angenehm zum Sitzen. Möglicherweise wurde hier eine Marktnische als mobile Liebeslaube mit hinteren Liegesitzen angepeilt. Die hinteren Kopfstützen sind nicht höhenverstellbar, bezüglich der sinnvollen Körpergröße der Hintersassen gilt darum dasselbe wie für den Fahrersitz. Integrierte Kindersitze sucht man (auch gegen Aufpreis) vergeblich. Auf allen 5 Sitzplätzen gibt es Dreipunktgurte, die Vordersitze sind über Belegungserkennung an eine „Anschnall-Warnanlage“ angeschlossen, die durch einen penetranten Alarmton nervt und nicht abgeschaltet werden kann. Nachdem der Taxifahrer sich bei Besetztfahrt nicht anschnallen muß und dies gerade in brenzligen Momenten auch nicht sinnvoll ist, und weil wir auch Fahrgäste befördern, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht anschnallen können, ist einer der ersten Schritte vor dem Taxieinsatz das Abklemmen der Belegungserkennung. Der Nissan X-trail ist ganz offensichtlich als Nichtraucherauto konzipiert, Aschenbecher existieren hinten gar nicht (dafür gibt es in der Mittelkonsole hinten ausfahrbare Becherhalter, die einer der ersten Fahrgäste beim Ein- oder Aussteigen versehentlich demontieren wird, weshalb man sie besser von vorneherein ausbaut bzw. dauerhaft verschließt), der vordere ist relativ klein und in der Mittelkonsole ganz unten links vom Schalthebel versteckt. Angeheiterte Fahrgäste werden ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit verfehlen, aber auch bei voll intakter Feinmotorik wird manches „Abstauben“ von rechts zu einem ungewollten Gangwechsel führen. Der Kofferraum ist kombitypisch über eine große Heckklappe zugänglich, die weit genug öffnet, daß sich der bereits erwähnte „Ideale Insasse bis 1,85m“ nicht den Kopf anschlägt. Er ist relativ kurz, läßt sich aber durch komplettes Umlegen der Rückbank, wozu die Kopfstützen ausgebaut werden müssen, zu einer ebenen, aber ziemlich hoch angesetzten Ladefläche vergrößern. Reisegepäck für vier Fahrgäste sollte nicht zu üppig bemessen sein, das Anforderungsprofil „Großer Kombi“ wird nicht erfüllt. Die Laderaumabdeckung verläuft wegen der Rücksitz-Lehnenverstellung als Balken mitten durch den Gepäckraum und verhindert konsequent das Beladen. Glücklicherweise ist sie mit zwei kräftigen Schlägen von unten schnell ausgebaut, worauf sie bis zur Beendigung des Taxieinsatzes im Keller verschwinden darf. Auf dem vom Raumgefühl her großzügigen „Fahrerthron“ fällt als erstes das mittig angeordnete 3-fach Kombiinstrument mit Drehzahlmesser, Tacho und Temperatur/Tankanzeige auf, das beim Fahren immer wieder zum Abwenden des Blickes von der Fahrtrichtung zwingt. Die Instrumente selbst sind gut ablesbar, die digitale Kombianzeige zeigt Totalkilometer und wahlweise Uhrzeit, Außentemperatur und zwei Tageskilometerzähler an. Mancher würde sich vielleicht wünschen, zumindest Uhrzeit und Außentemperatur gleichzeitig zu sehen, ohne dauernd umschalten zu müssen. Daß die Uhrzeit ausschließlich im amerikanischen 12-Stunden-Format angezeigt wird, besteht als Ärgernis, seit japanische Fahrzeuge in Deutschland verkauft werden. Zum besseren Erkennen der Fahrzeugaußendimensionen sollte über „Prophetie-Fortbildungen“ nachgedacht werden. Klimaanlage und Lenkstockhebel mit Licht/ Blinkerbetätigung links und Scheibenwischer rechts (sehr gut und für deutsche Hersteller zur Nachahmung empfohlen: Verstellbarer Wischintervall vorne) sind intuitiv bedienbar, die Außenspiegel- und Scheinwerferhöhenverstellung sowie der Dachzeichenschalter sind im unteren linken Fußraumbereich versteckt und nicht beleuchtet. Von den vier elektrischen Fensterhebern bietet nur der in der Fahrertür einen Einklemmschutz. Autotest ı Nissan X-trail 2,2 dCi Bin so Frey … Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 26
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27TAXIKURIER Das Radiogerät verfügt über Cassetten-Laufwerk und intergrierten 6fach-CD-Wechsler, der CD-R, aber keine MP3-CDs lesen kann. Die wichtigsten Funktionen können am Lenkrad bedient werden. Die sechs Lautsprecher erzeugen einen angenehm kräftigen Sound, der keine Probleme hat, mit dem Fahrgeräuschpegel im Innenraum fertig zu werden. Der 2,2-Liter-Dieselmotor nagelt nach dem Start kräftig, richtig leise wird er auch im warmen Zustand nicht. In Anbetracht der Lärmbelästigung bei laufendem Motor am Taxi-Standplatz ist eine Standheizung sicher ein sinnvolles Zubehör, das aber mit der eher sparsam dimensionierten Autobatterie kollidieren wird. Eine halbe Stunde nächtlicher Fachsimpelei unter Kollegen bei eingeschalteter Innenbeleuchtung und Radiobetrieb reichte aus, um zum Starten die Hilfsdienste eines Taxikollegen in Anspruch nehmen zu müssen. Das läßt für längere Standzeiten Übles befürchten, besonders, weil der Einbauraum für eine größere Batterie nicht ausreicht. Die Frage nach Leistung, Drehmoment und Höchstgeschwindigkeit beantworten wir mit „Ja“ . Der Motor zieht aus niederen Drehzahlen kräftig an, das serienmäßige und ausschließlich lieferbare Sechsgang-Getriebe mit sehr eng nebeneinander liegenden Schaltebenen verleitet zum Überspringen einzelner Schaltstufen, hält aber das Motorgeräusch auch bei zügiger Autobahnfahrt auf nahezu Normalniveau. Das Fahrwerk konnte im normalen Verkehrsgeschehen zu keiner physikalischen Grenzverletzung provoziert werden, klärt die Fahrzeuginsassen aber detailliert über den Zustand der kommunalen Straßenbauetats auf. Auch auf geraden Straßen sind immer wieder Lenkkorrekturen nötig, aufgrund der hohen Silhouette findet der Seitenwind reichlich Gelegenheit zum Zupacken. Ein Test der Geländetauglichkeit mußte unterbleiben, da die benachbarten Landwirte ihre Äcker bedauerlicherweise schon bestellt hatten. Die Ablagen sind eher wahllos verstreut und insgesamt nicht üppig. Ein Kompassplan hat im Türfach Platz, beim ADAC-Buchplan Oberbayern wird es schon eng. Fahrten deutlich außerhalb des Pflichtfahrgebietes geben wir besser an einen Kollegen mit „Navi“ oder Platz für einen Europaatlas ab. Der „Armlehnenkasten“ auf der Mittelkonsole ist zum Aufstützen viel zu kurz und als Staufach kaum der Rede wert. Schon ein Kreditkartenleser oder Imprinter („Ritsch-Ratsch“) wird hier zum Problem. Ein netter Gag ist das Kühlfach in der Mittelkonsole und die kühlbaren Getränkefächer auf beiden Seiten der Armaturentafel. Die jeweiligen Plastikdeckel wecken Befürchtungen bezüglich Klapperneigung mit zunehmendem Alter. Das zentrale Innenlicht im Dachhimmel ist ausreichend für Zahlungsvorgänge bei Nacht, die vorderen „Lese“leuchten sind wohl in Absprache mit der Optiker-Innung entworfen worden; anscheinend ist Nissan irgendwie an Brillenumsätzen beteiligt. Für den morgendlichen Fahrgast zum Flughafen, der während der Fahrt die Zeitung oder Geschäftsunterlagen durchsehen möchte, wären zusätzliche Leseleuchten über den Fahrgastplätzen wünschenswert. Zusammenfassend kann man sagen: Die Taxitauglichkeit rangierte beim Nissan X-Trail im Lastenheft sicher nicht auf den vorderen Plätzen. Man bekommt natürlich eine ganze Menge Auto für´s Geld, die meisten „Features“ sind aber außer bei Vorliegen eines Tatbestandes aus dem ersten Absatz nicht unbedingt taxirelevant. Für diese wenigen Ausnahmen kann man in Anlehnung an ein baierisches Sprichwort feststellen: „Für den, der´s mag, waar´s an Blick wert“ . Nissan X-trail 2,2 dCi Preis Euro 25.320,- Motor 2,2l Viertakt 4-Zylinder Turbo-diesel, Direkteinspritzung mit Ladeluftkühlung Leistung 100 kw/136 PS Max. Drehmoment 314 Nm bei 2000 U/min Abgasnorm Euro 3 Getriebe 6-Gang, mechanisch Antrieb wahlweise Front oder Allrad (wählbar entweder automatische variable Kraftverteilung oder permanent), elektronisches Sperrdifferential durch Bremseingriff gegen Aufpreis Lenkung drehzahlabhängige Servo-unterstützung Wendekreis 11,0 m Kofferraum 410l (Rückbank stehend) 1841l(Rückbank umgeklappt) Zuladung 421 - 510 kg (je nach Ausstattg. Tankinhalt 60l Testverbrauch 9,5 l lt. DIN (Drittelmix) Höchstgeschw. 180 km/h Bullige Erscheinung: Der Nissan X-trail 2,2 dCi Modernes Cockpit ASCON - Mobile Kommunikation Ihr Spezialist in München für Taxifunkgeräte: - Neugeräte, Einbau und Reparaturen - externer Kennungsgeber - verdeckter Einbau in die neue E-Klasse mit Lenkradbedienung und Anzeige im Multidisplay ASCON Elektronik GmbH - Lena-Christ-Strafle 50 - 82152 Planegg-Martinsried - Tel.: 089-857008-0 - Fax: 089-857008-38 - Email: info@ascon.de Wir beraten Sie gerne... Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 27
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28 TAXIKURIER Münchens Taxifahrer haben ein gutes Image. Und einen riesigen Vertrauensbonus. Kein Mensch würde je auf die Idee kommen, nachts in ein fremdes Auto zu steigen und sich einem fremden Menschen anvertrauen, der ihn anständig nach Hause bringt. Außer zu einem Taxifahrer. Aber sind die Münchner Fiaker wirklich so toll, wie immer behauptet wird? Einer, der es wissen muss ist Tony Doll. Seit vielen Jahren bildet er in seiner Taxischule München den “Nachwuchs” aus. Jedes Jahr bestehen zwischen 250 und 300 Damen und Herren die Prüfung. Und die hat es nun wirklich in sich. Auf 1658 Fragen und Aufgaben ist der Prüfungsstoff inzwischen angewachsen. Nur zwischen den Jahren 1993 und 1995 war er noch größer, als es ein noch weiter reichendes Pflichtfahrgebiet gab. Seit ’95 ist er wieder etwas reduziert worden. “Aber schwierig”, so der TÜV-Prüfungsleiter Alois Sagstetter, 61, “war die Prüfung schon immer” . Und er muss es wissen. Zusammen mit seinen 10 Kollegen, prüft Herr Sagstetter seit 33 Jahren. “Den Schwierigkeitsgrad legen sowieso die Gewerbeverbände fest. Wir vom TÜV achten nur auf einen fairen und ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung”, sagt er. Da stellt er jetzt sein Licht etwas unter den Scheffel, denn als Experte stellt er natürlich den Prüfungsstoff mit zusammen, was aufgrund seiner großen Erfahrung auch Sinn macht. Zudem aktualisiert das KVR (Kreisverwaltungsreferat) München laufend die Ortskundeprüfung und setzt einen strengen Maßstab, um die Qualität der Taxifahrer auf einem hohen Niveau zu halten. „Wer die Prüfung besteht, kann stolz auf sich sein“ Wer die Prüfung bestehen will, muss 540 Straßen, 107 Ortschaften und 90 Fahrtziele wissen. Von 120 Fragen müssen mindestens 100 richtig beantwortet werden. Schön, wenn man alle Prüfungsfragen aus dem Fixbereich beantworten kann (dazu zählen u.a. Adressen, Plätze, Tariffragen), aber nach wie vor sind die Fahrtstrecken das Salz in der Prüfungssuppe. Der Vorbereitungsstoff zur Ortskundeprüfung von Tony Doll scheint bei den Prüfungsaspiranten in München ein echter Hit zu sein. “Leider”, so Doll, “werden meine Prüfungsunterlagen oft kopiert” . 90 Prozent der Leute, die seinen Kurs besuchen kommen auf Empfehlung. Die Taxischule ist ein Angebot der Genossenschaft. “Wir sind absolut neutral, keiner muss sich für irgendetwas verpflichten, niemand wird irgendwohin vermittelt”, so Tony Doll. Zu jeder Prüfung können sich bis zu 24 Teilnehmer melden, davon bestehen zwischen 20 und 30 Prozent. “In den letzten Jahren haben wir im Schnitt nur noch zehn Prozent Deutsche und auch kaum noch Studenten”, bilanziert Tony Doll den Trend der letzten Münchens Taxler sind die Besten! Der Taxifahrer muss sich jeden Tag aufs Neue behaupten. Gegenüber jedem Fahrgast legt er gleichsam eine neue Prüfung ab. Und die meisten bestehen diese “Prüfung” . Denn die Fahrgäste stellen den Taxlern ein gutes Zeugnis aus. Besonders die Ortskunde wird dabei lobenswert erwähnt. Titelthema | Von Peter Gabler Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 28
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Zeit. Wie kommt es dann, dass so viele fremdsprachige Kollegen, die manchmal der Deutschen Sprache nicht mächtig sind, eine so schwere Prüfung bestehen? Ein Phänomen, dass für Tony Doll keines ist. “Die lernen einfach fleißiger als die anderen. Jeder muss mindestens 6 bis 8 Wochen intensiv lernen. Und dann gibt es eben Ausländer, die lernen ein halbes Jahr. Und dann kommen noch die Besonderheiten der jeweiligen Prüflinge hinzu. Asiaten, z.B. haben ein fotografisches Gedächtnis. Die können sich Sachen viel leichter einprägen. Zudem kann man die Prüfung unbegrenzt wiederholen.” Auch Alois Sagstetter hat mit ausländischen Prüflingen “nur gute Erfahrung gemacht” . Im übrigen ist er der Meinung, dass “das Taxigwerbe froh sein kann, dass es die Ortskundeprüfung noch gibt, die in manchen Städten ja längst weggefallen ist” . Nun macht eine bestandene Prüfung natürlich noch keinen Top-Taxler aus. „Der Fahrgast soll die Taxifahrt in guter Erinnerung behalten“ Taxifahrer sind das Aushängeschild einer jeden Stadt. Manche Fragen kann eben nur ein Taxifahrer beantworten. Höflichkeit und Zuvorkommenheit müssen erstes Gebot für jeden Taxifahrer sein. Dazu gehört eine gute Menschenkenntnis und Spaß an der Dienstleistung. Man muss die Launen und die Nöte der Fahrgäste akzeptieren und man muss auch damit umgehen können. Schon der Querdenker Karl Valentin hat erkannt: “Wir müssen die Menschen so nehmen, wie sie sind, es gibt keine anderen” . Wer als Taxifahrer nicht genügend Selbstbewusstsein besitzt, anderen Mitmenschen eine unverbindliche Höflichkeit entgegenzubringen, der ist hinter dem Steuer eines Taxis fehl am Platz. “Jeder Fahrgast”, so Tony Doll, “bemerkt nach 500 Metern ob Sie ein richtiger Taxifahrer sind oder ob Sie den Job nur als Notnagel zum Geldverdienen machen” . Deshalb lehnt er auch Navigationssysteme im Taxi ab. “Der Taxifahrer sollte gerade seinen persönlichen Service in die Waagschale werfen, den Fahrgast mit seiner Leistung überzeugen und zufrieden zu stellen und nicht mit Automatisierung konfrontieren. Der Fahrgast soll die Taxifahrt in guter Erinnerung behalten. Wenn wir unseren Service durch elektronische Systeme ersetzen, werden wir bald nicht mehr in Anspruch genommen” . Wollen Sie selbst wieder mal Ihr Wissen überprüfen? Alois Sagstetter lädt alle Kollegen, gestandene und langjährige Taxler ein, einmal eine aktuelle Prüfung mitzumachen. Da dürfen Sie ihn auch kritisieren oder positive Vorschläge machen, was sich verbessern lässt. Sie müssen sich nur vorher anmelden, ob auch Platz ist. Denn schließlich wollen Sie doch auch unter Beweis stellen, dass Münchens Taxifahrer wirklich die Besten sind. Sollten Sie wirklich nicht bestehen – Ihren Schein dürfen Sie natürlich behalten! 29TAXIKURIER Kein Schnittmusterbogen – sondern „harte Realität“ . An dieser „Prüfung“ kommt keiner vorbei – Tony Doll leitet seit vielen Jahren die Taxischule München Dr. Cichon & Partner Rechtsanwaltskanzlei Tätigkeitsschwerpunkte Dr. J. Cichon H. J. Michael K.H. Dollinger Unfallschadenregulierung Familienrecht Arbeitsrecht Straf-/Bußgeldsachen Erbrecht Mietrecht M. Werther-Nicolas Dr. B. Schreiner Verkehrsrecht Strafrecht Reiserecht Führerscheine Johann-von-Werth-Straße 1, 80639 München Tel.:089/1 39 94 6-0 ,F a x :0 8 9/1 6595 1 Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 29
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30 TAXIKURIER Kleinanzeigen-Auftragsschein Bitte nur persönlich an der Hauptkasse gegen Vorauszahlung abzugeben. 1. Zeile fett 1 Zeile E 10,– + 16 % MwSt. = E 11,60 2 Zeilen E 20,– + 16 % MwSt. = E 23,20 3 Zeilen E 30,– + 16 % MwSt. = E 34,80 4 Zeilen E 40,– + 16 % MwSt. = E 46,40 5 Zeilen E 50,– + 16 % MwSt. = E 58,00 Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen. Leerzeichen beachten. Anzeigenschluss: 13. August 2004 ✁ Suche Einzelkonzession Tel: 0173-1603650 Zwölf Konzessionen zu verkaufen! Tel: 0172 - 8 90 50 11 Steuer-Berater kosten viel – Taxi-Berater wissen viel Kompetente Taxi-Unternehmensberatung aus erster Hand Wer mehr zahlt ist selbst schuld – Deshalb Taxi-Assist Info: (089) 74 99 66 77 · tax-assist@arcor.de Kurioses aus der Zentrale Amüsantes, Lustiges, Kurioses mit Kunden, Fahrern und Kollegen: In jedem TAXIKURIER unterhalten wir Sie mit originellen Erlebnissen aus dem Alltag. Anrufer: „Wir brauchen bitte in der ABC-Straße ein Taxi.“ Zentrale: „ABC-Straße 13 bei XY habe ich aufgenommen; ich schicke einen Wagen los.“ Anrufer: „Moment, Froillein, schicken´s bitte einen Fahrer mit, wir kennen uns hier nicht aus.“ Kleinanzeigen AU TO G LA S - K RAF T Sonderkonditionen für Taxis Versicherungsabwicklung Während einer Kaffeepause bei uns wechseln wir Ihre Scheibe Soforteinbau und Steinschlag-Reparatur Telefon 089/6 90 87 82 Tegernseer Landstr. 228/Ecke Stadlheimer Str. www.autoglaskraft.de Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen e.V. Engelhardstraße 6 · 81369 München Telefon 089 / 77 30 77 · Fax 089 / 77 24 62 Mitglied des Deutschen Taxi- u. Mietwagenverbandes e.V. Zeisselstraße 11 · 60318 Frankfurt/Main Dr. Med. Krumpoch – Dr. med. Reich – Dr. med. Trumm Erst- und Verlängerungsuntersuchungen zum Führerschein für Taxen, Mietwagen, Omnibus und LKW Ärztliche und augenärztliche Untersuchung EUR 30,00 Ärztlich-psychometrische u. augenärztliche Untersuchung EUR 80,00 Termine nach Vereinbarung Plinganserstr. 47 · 81369 München Telefon: 089/746 31 80 · Fax: 089 /74 63 18 18 Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 30
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31TAXIKURIER Taxameter des Monats TAXISTIFTUNG DEUTSCHLAND Sie kann auch für dich sein – die Spende für die Taxistiftung! Sternenhimmel – Jetzt ist es ratifiziert. Man muss nicht mehr in die Sternwarte, um drehende Sterne zu beobachten. Der Mercedes-Stern bleibt. Münchner Stadtrat – will endlich etwas gegen das Kampftrinken der Jugendlichen auf der Wies´n unternehmen. Wir können nur empfehlen, sich unterm Jahr schon mal in der Alabamahalle einen Anschauungsunterricht zu gönnen. 23.000 Griechen – wohnen in München und haben sich unheimlich über den EM-Auftritt ihrer Nationalmannschaft gefreut. Und sie sind bald wieder unheimlich traurig, wenn sie die WM-Qualifikation nicht schaffen. Diskussion 40-Stunden-Woche – Lachhaft für unser Gewerbe. Das ist ungefähr die wöchentliche Schlafzeit. Geiz – Es hat sich ausgegeizt. Schluss mit den Super-Super-Sonderangeboten. Kein Mensch hat mehr Lust drauf! Stiftungskonto: BZP – Hauptgeschäftsstelle Zeisselstraße 11 60318 Frankfurt am Main Bankverbindung: Frankfurter Volksbank eG Konto-Nr. 373 311 BLZ 501 900 00 GUTSCHEIN FÜR EIN Essen nach Mitternacht im Wert von 100,- Euro zu gewinnen! Auch in diesem Monat suchen wir wieder den passenden Text zum Bilderwitz des unvergessenen Hürlimann. Wir prämieren die beste Idee mit einem Gutschein über 100,- Euro! Ihre Text-Vorschläge senden Sie bitte bis spätestens 13. August 2004 direkt an den TAXIKURIER (Adresse siehe Impressum) Viel Erfolg! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Siegerzeile von Karl Siegemund aus der Ausgabe Juli. AND THE WINNER IS … „Na, net zum Flughafen – zum Feldmochinger See wolln ma“ Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 31
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32 TAXIKURIER Leserbriefe Glückwunsch und Vorschlag Zu dem neuen Erscheinungsbild des Taxi-Kuriers kann man die Redaktion nur beglückwünschen. Jetzt wenn der Chefredakteur auch noch wüsste, dass unser Gewerbe nicht in einer, wie in seinem Editorial behauptet, angeblichen, sondern in einer tatsächlichen, und zwar in einer so noch nie da gewesenen Misere steckt, dann könnten wir uns vielleicht gemeinsam überlegen, was zu tun wäre, um unserem Gewerbe zu einem neuen Aufschwung zu verhelfen. Unerlaubte Bereitstellung? - ist scho a bisser´l ´wos, oba hoid ned arg vui, denn es ist zwar tapfer, dass es Herrn Meißners Ziel ist, dass wir nach wie vor stolz auf unseren Beruf sind, und sich die schwarzen Schafe nicht vermehren, aber im Grunde genommen lassen sich fast alle Probleme auf das eine Problem kürzen, nämlich, dass wir Taxifahrer mittlerweile zuviel zum Sterben und zuwenig zum Leben verdienen. Wir haben nicht mehr viel zu verlieren, also: Warum nicht mehr Demokratie wagen? Dazu gleich der erste Vorschlag: Wie wäre es neben einer Seite, wo wir unseren Dampf ablassen können (Leserbriefe), mit einer weiteren Seite, wo diejenigen von uns, denen unser Beruf wirklich ans Herz gewachsen ist, inhaltlich konkrete Vorschläge bringen dürfen, wie es uns gelingen könnte, uns aus unserer Misere zu befreien. Und dann möchte ich noch eine Seite: in der Herr Meißner zu ernsthaften Vorschlägen Stellung bezieht. Franz Xaver Rottbauer Lilienstraße 59, 81669 München Zu teures Papier 1. Respekt, endlich eine „handfeste“ Zeitschrift die sicherlich mehr Beachtung findet. Aber – muss sie mit so teurem, hoch glänzendem Papier gemacht sein? Eine Zeitschrift, ähnlich wie die ADAC- Motorwelt, die aus hellgrauem Recycling-Papier gedruckt ist, würde unserem Gewerbe, dem es zur Zeit, wirklich nicht glänzend geht, besser stehen und uns alle weniger kosten. 2. Nicht nur über neue Steuervorschriften bei der Ausstellung von Rechnungen hinweisen, sondern nummerierte Formulare mit Durchschlagpapier im Taxishop anbieten. Aber bitte nicht so unübersichtlich wie die bisherigen Quittungsblöcke, die es gibt, mit viel Platz für „Auftrags-Nr.“ (die keiner braucht). Wichtig und größer wäre mehr Platz zu lassen, für den Fahrpreis, ohne Firlefanz wie extra „Cent“ und „Zuschläge“ . Heinz Zechner (3466), Kesselbergstraße 8, 81539 München Journalistische Überspitzung Der Autor schreibt über das „Zahnarzt- Töchterchen aus Harlaching“ das sich kurz vor dem Erreichen des elterlichen Hauses umzieht und dazu den Fahrer bittet, nicht nach hinten zu schauen, was „sie genau dadurch provoziert“ . Ich bin geneigt dem Verfasser journalistische Überspitzung zugute zu halten. Als Vater einer zwölf Jahre alten Tochter, die sich in nicht allzu ferner Zukunft ebenfalls ohne väterlichen Geleitschutz in die „Gefahren des Nachtlebens“ stürzen wird, vermute ich aber, dass der Vater der jungen Dame nicht sehr begeistert ist, wenn er erfährt, dass es für einen Taxifahrer, noch dazu für ein g´standenes Mannsbild im fortgeschrittenen Alter, überhaupt denkbar ist, sich in dieser Situation zu einem Blick nach hinten provozieren zu lassen. Genau im Vertrauen auf die Souveränität und Vertrauenswürdigkeit des ihm unbekannten Fahrers, hat er seiner Tochter wahrscheinlich die Benutzung eines Taxis nahe gelegt, um zu verhindern, dass sie mit irgendwelchen alkoholisierten Spez´ln heimfährt. Über das Outfit seiner Tochter während der Party wird er sich wohl eher weniger Illusionen machen, auch wenn diese das vielleicht glaubt. Ich halte es für äußerst problematisch, auch nur leiseste Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit des Taxifahrers und damit des ganzen Gewerbes gerade in dieser Hinsicht aufkommen zu lassen. Im Gegenteil ist es genau unser Service, in „schwierigen“ Situationen dem Fahrgast im Rahmen des Möglichen ein wenig Intimsphäre einzuräumen, die er (bzw. sie) zum Beispiel in der U-Bahn nicht finden könnte. So muss es natürlich möglich sein, dass sich ein weiblicher Fahrgast unbehelligt von den Blicken des Herrn Fiakers „frisch macht“, genauso wie der Fahrer gefälligst den Blick abwendet, wenn eine Dame im Minirock verzweifelt versucht, beim Ein- oder Aussteigen Contenance zu bewahren. Dabei ist es unerheblich, ob sich die betreffende Dame unserem ästhetischen Empfinden nach eventuell nicht sehr stilsicher kleidet oder auch nur in ihrem Alter getäuscht hat. Als Fahrgast kann sie in jedem Fall den Respekt erwarten, den zivilisierte Menschen sich eigentlich in jeder Situation schulden. Nachdem gerade wir älteren Männer uns fast alle mit zweitem Vornamen „Adonis“ schreiben, sollten wir umso verständnisvoller mit den Schwächen unserer Fahrgäste umgehen. Zum Thema feilschen: Natürlich ist es ärgerlich, wenn um den Fahrpreis gefeilscht wird. Nur ist das kein neues Phänomen, ich kenne es seit nunmehr über zwanzig Jahren. Auch ist es keineswegs den „Gören“ vor der Disco vorbehalten, Quittungen zu manipulieren. Ich kann mich genauso an Situationen wie diese erinnern. -Fahrt zum Ostbahnhof, Fahrpreis 15,— „Öre“ . „Machen Sie zwanzig, ich brauche aber eine Quittung über 55,— Euro zum Flughafen. – Oder Abholung in Neuried: „Ich muss zum Flughafen. Fahren Sie für 50,– Euro? Sonst fahren wir nach Pasing.“ Nach dem Outfit und Laptop-Köfferchen zu urteilen, handelte es sich dabei weniger um verspätete „Night-Flight-Besucher“ als vielmehr um mögliche Siemens-Ingenieure oder Mitarbeiter von Consulting-Firmen. In dieser Situation ist es allein unsere Angelegenheit, angemessen zu reagieren und dieses Ansinnen zurück zu weisen bzw. auf dem Einsatz eines Taxameters zu bestehen. Und, Hand aufs Herz: Haben wir noch nie um Rabatte gefeilscht? Dass nicht nur Aushilfsfahrer einen eingeräumten Rabatt durch Fahrt ohne Taxameter einseitig dem Unternehmer zur Last legen, ist ein rein gewerbeinternes Problem, das den Fahrgast nicht zu interessieren braucht. Im Zweifelsfall ist sicher die einzig sinnvolle Möglichkeit, den entsprechenden Unternehmer über das Verhalten seines Personals zu informieren, wobei der mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so blauäugig ist, dass ihn dieses Treiben überraschen würde. Auf die nächsten zwanzig Jahre! Kai-Georg-Frey, Schachach 2b, 85302 Gerolsbach Anmerkung zu Taxiquittung Bei einer Taxifahrt hatte ich Gelegenheit, Ihren neu gestalteten „Taxikurier“ kennen zu lernen. Zunächst einmal darf ich Ihnen zu dieser wirklich gelungenen Neuauflage Ihres Berufsorgans ganz herzlich gratulieren. Das Heft ist nicht nur frisch und amüsant geschrieben, sondern enthält auch eine Vielzahl nützlicher Informationen. Als Steuerberater habe ich natürlich mit besonderem Interesse Ihren Artikel „Taxiquittungen ab 1. Juli 2004“ studiert. Dabei ist mir zu dem Abschnitt über die Ausstellung von Rechnungen mit einem Gesamtbetrag von mehr als 100 Euro aufgefallen, dass dort noch drei gesetzlich vorgeschriebene Angaben nicht erwähnt wurden, die jedoch ebenfalls Voraussetzung für den Vorsteuerabzug eines Unternehmers als Kunde sind, nämlich: – Vollständiger Name und vollständige Anschrift des Leistungsempfängers (Kunde) – Ausweis Entgelt (Nettobetrag) – neben Mehrwertsteuerbetrag und Bruttobetrag sowie – Mehrwertsteuersatz Nach neuem Recht genügt es nicht mehr, wie in der Vergangenheit zulässig, etwa nur den Bruttobetrag auszuweisen und darüber hinaus zu vermerken: „In diesem Betrag sind X Euro Mehrwertsteuer enthalten“ . Erforderlich sind nunmehr beispielsweise: (Netto-) Entgelt 100 Euro Mwst. 16 % 16 Euro Gesamt 116 Euro Für heute herzliche Grüße Dr. Winfried Fischer, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Beethovenplatz 2, 80336 München TAXI-An- und Verkauf alle Modelle von Bj. 1904 bis 2004 Abholung bundesweit Barzahlung vor Ort Gerne senden wir Ihnen unsere aktuelle Fahrzeugliste per Fax Tel. 0 80 41/78 89-0 Fax 0 80 41/78 89-70 info@taxifahrzeuge.de www.taxifahrzeuge.de Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:23 Uhr Seite 32
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33TAXIKURIER Trickreiche Opposition Am 6. Juli fand die Generalversammlung der Taxi München e.G. statt. Bei den treuen Mitgliedern der TV wollen wir uns für das zahlreiche Erscheinen bedanken. Den Nachtfahrern gilt ein extra Dank, denn sie werden sehr wenig geschlafen haben, und es waren eine ganze Menge. Herr Lehmair eröffnete die Versammlung um 10.15 Uhr und es folgten die üblichen Regularien über Herr Meißner, den Genossenschaftsverband usw. Bei der anschließenden Diskussion wurden Herrn Meißner und Herrn Herzinger einige provozierende Fragen gestellt. Vor allem von einem Herrn F.D.! Von einem gewissen Anstand gegenüber den beiden Vorständen Meißner und Herzinger war wenig erkennbar, was auch in der ganzen Stimmung im Saal spürbar wurde. Es lag was in der Luft! Nach langen Diskussionen wurde Herr Herzinger zu 06.07.2004 entlastet. Nun erfolgte die Verabschiedung von Herrn Herzinger, der 28 Jahre im Dienste der Taxi München e.G. arbeitete, durch Herrn Meißner; ebenso die Verabschiedung von Herrn Richarz, der 13 Jahre im Aufsichtsrat tätig war. Herr Meißner bedankte sich wirklich herzlich für die lange und gute Zusammenarbeit und Freundschaft. Auch wir können nur nochmals ein großes Dankeschön aussprechen, denn Herr Herzinger war in dem schwierigsten Jahr der TV München eine große Stütze und ein Freund! Nach dem Mittagessen begannen die Wahlen. Frau Carmen Roithmeier war vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, als Ersatz Herr Alfred Lehmair. Die TV war sich bewusst: wir verlieren eine tragende Säule, die schwer zu ersetzen sein wird. Doch man muss an die Zukunft denken und ans Gewerbe! Somit gab es kein Wenn und Aber der Führung der TV für die Unterstützung der Kandidatur der Carmen. Nach der sehr ausgefeilten und guten Vorstellungsrede war wohl vielen klar, sie ist die Richtige für das Amt als Vorstand und so geschah es auch. Herzlichen Glückwunsch nochmals! So sieht man, auch aus der TV kann man gute Leute hervorbringen. Die Wahlen für die Aufsichtsräte begannen mit Spannung, denn 15 Bewerber insgesamt wollten noch in den Aufsichtsrat. Herr Herzinger stellte sich für den Aufsichtsrat zur Verfügung und wurde auch gewählt. Es wurde zwischen Einzel- und Blockwahl abgestimmt. Die Einzelwahl wurde von den Mitgliedern bevorzugt, was sich im Nachhinein wohl nicht als gutes Omen erweisen konnte! Denn die Opposition konnte so ihre Leute wesentlich druckvoller platzieren. Eingefädelt wurde dieser Vorschlag vom Genossenschaftsverband und unterstützt wurde das unter anderem von Personen, die im jetzigen Vorstand der Taxi e.G. sitzen und in dem der Taxivereinigung. Auch ehemalige, bekannte Funktionäre haben ganz bunt mitgemischt. Was daran zu erkennen ist: die Untergrabung der Taxi München e.G. und Taxivereinigung e.V. geht ungehindert weiter! Diese Untergrabung muss schnellstens und mit allen Mitteln unterbunden werden, was bei der TV auch erfolgen wird! Es kann doch nicht angehen, dass eine Person, die gerade zehn Tage im Gewerbe ist, den Erfahrenen, die bestimmt auch keine Kopfnicker sind, so dir nichts mir nichts vor die Nase gesetzt wird. Die Gegenpartei schickte quasi nur ihre Leute durch die mittleren Tischreihen, wo sich ihr Gefolge befand und rief einen Namen und derjenige kam dann auch durch. Warum konnte das geschehen? Die meisten Leute der e.G. verließen die GV nach der Wahl von Herrn Herzinger und meinten, jetzt läuft das schon richtig. Es ist gelaufen, nur in die falsche Richtung! Wir hoffen nur, dass bei künftigen Wahlen die Mitglieder sich den Termin wirklich ganz und frühzeitig freihalten werden und die Fest-, Kranken- und Schülerfahrten weiterleiten und die Wahlen auch selbst beenden können! Die zwei tragenden Münchner Gewerdevertretungen, die Taxi München e.G. und die Taxivereinigung München e.V. müssen ihre ganze Wählerschaft aufbringen und solche Personen wieder ganz schnell in ihre Schranken verweisen! Lorenz Weiß stellvertretender Vorsitzender der Taxivereinigung München e.V. Karosseriebeschichtungen Scheiben-Tönung für Kfz und Gebäude Werbebeschriftungen Digitaldrucke Speziell für das Taxigewerbe: Karosseriebeschichtung Ral 1015 mit hochwertiger 100 my starker Folie Professionelle Verarbeitung, langjährige Berufserfahrung 3 Jahre Garantie Zusatzleistungen: Hol-/Bringservice, Pflegeservice. Unfallbearbeitung nur mit Terminabsprache. Stema GmbH Hans-Preißinger-Straße 8 · 81379 München Telefon 54 64 45 95-99 stema-gmbh@stema-folientechnik.de www.stema-folientechnik.de Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:24 Uhr Seite 33
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34 TAXIKURIER Schrannenhalle Gesprächsstoff Noch klafft in der Prälat-Zistl-Straße neben dem Viktualienmarkt ein großes Loch. Ab Mai 2005 wird hier die Münchner Schrannenhalle der lebendige Marktplatz sein, bei dem das Einkaufen ein ganz neues Erlebnis wird! Gleich neben dem Viktualienmarkt erwachen derzeit 110 Meter Architekturgeschichte zu neuem Leben, zu einem Marktplatz der Zukunft für Händler, Gastronomen, Handwerker und Künstler mit Ideen, Initiative und Pfiff. Durch den einzigartigen Nutzungsmix aus Markt und Handwerk, Gastronomie und Kultur wird die „Schranne“ ein Publikumsmagnet für unterschiedlichste Zielgruppe, der auch am späten Abend und am Wochenende die Leute in die City lockt. Originalität und Qualität genießen dabei erste Priorität – die Schrannenhalle ist ein Ort für Individualisten statt Filialisten, die ein schmales, aber erstklassiges Sortiment anbieten: Handwerker, die vor den Augen der Besucher Unikate fertigen, Gastronomen, mit dem Gespür für kulinarische Raffinesse und Künstler, die sich aus der Masse abheben. Und natürlich die Menschen, die in der Schrannenhalle shoppen, flanieren, bummeln, im Kaffeehaus verweilen und die Vision vom Marktplatz der Zukunft abrunden. Für Münchner und Besucher ist die Schrannenhalle mehr als nur einen Besuch wert. Auch Shoppen rund um die Uhr ist in der Schrannenhalle bald keine Zukunftsmusik mehr - das virtuelle Kaufhaus macht’s möglich: Sobald die Schrannenhalle für den Marktbetrieb geöffnet ist, können die Besucher alle dort angebotenen Waren unter www.schrannenhalle.de auch bequem in einem Online-Shop bestellen. Alle, die schon heute einen Blick auf den Marktplatz der Zukunft werfen wollen, können das auf oben genannter Homepage tun. Impressum TAXIKURIER, offizielles Organ der Taxi-München eG Herausgeber: Taxi-München eG Genossenschaft der Münchner Taxi-Unternehmen Engelhardstraße 6, D-81369 München Tel: (0 89) 77 30 77, Fax: (0 89) 77 24 62 e-mail: choleva@taxi-muenchen.com Internet: www.taxi-muenchen.com Chefredakteur: Hans Meißner Objektleiter: Paul Rusch, Tel: 0172 - 5 37 37 31 Mitarbeiter an dieser Ausgabe: Kai Frey, Peter Gabler, Norbert Laermann, Dr. Rüdiger Neitzel, Michael Schrottenloher, Hans Stein Gestaltung und Art Direktion: Bernhard Probst formenreich, visuelle kommunikation und design Ringseisstraße 4, D-80337 München Tel: (0 89) 44 49 97 88, Fax: (0 89) 44 49 97 89 e-mail: probst@formenreich.de Druck: Druckhaus Fritz König GmbH Stahlgruberring 24, D-81829 München Tel: (0 89) 42 74 10-0, Fax: (0 89) 42 74 10-28 ISDN: (0 89) 42 74 10-27 e-mail: koenig@druckhaus-koenig.de Anzeigenverwaltung und Anzeigengeneralvertretung: Münchner Verlagsvertretung Wernher-von-Braun-Straße 10A, D-85640 Putzbrunn Tel: (0 89) 46 50 21, Fax: (0 89) 46 88 55 e-mail: rusch.e@t-online.de Anzeigenpreisliste: Nr. 35, gültig ab 25.06.2004 Vertrieb: Göbel + Lenze Direktmarketing GmbH Stahlgruberring 22, D-81829 München Tel: (0 89) 4 27 18 88 32, Fax: (0 89) 4 27 18 88 78 Bezugspreise: Einzelheft E 2,50 + Versandkosten Abonnement Inland E 25,00 incl. Mwst. und Versand Erscheinungsweise: monatlich Bezugszeit: Das Abonnement gilt zunächst für ein Jahr. Es verlängert sich, wenn es nicht drei Monate vor Ablauf dieses Jahres schriftlich gekündigt wird. Darüber hinaus sind Kündigungen jeweils drei Monate vor Ende des folgenden Quartals schriftlich mitzuteilen. Nachdruck und Vervielfältigungen: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme. Die Einsender von Beiträgen übertragen dem Verlag das Recht, die Genehmigung zum Fotokopieren zu erteilen. Die namentlich oder mit Initialen gekennzeichneten Artikel stellen nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr übernommen. Bei Nichtlieferung durch höhere Gewalt besteht kein Anspruch auf Ersatz. Inhaber der Beteiligungsverhältnisse: TAXI-MÜNCHEN eG 100 % Vorstand: Hans Meißner, Carmen Roithmayer, Gerhard Kroiß Vorsitzender des Aufsichtsrates: Alfred Lehmair Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:24 Uhr Seite 34
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Vorschau Ausgabe September 2004 Liebe Leserinnen und Leser, wer wie Sie viel in dieser Stadt unterwegs ist, hört und sieht viel. Vielleicht oder sogar bestimmt manchmal mehr als wir, Ihre Redaktion. Gerne verwerten wir Ihre Anregungen. Gerade für die „Rose“ oder „Zitrone“ des Monats freuen wir uns auf Ihre Tipps. Aber auch alle anderen Vorschläge sind für den Taxi-Kurier nützlich. Ganz besonders freuen wir uns auf Leserbriefe. Schreiben Sie uns: TAXIKURIER „Leserbriefe“ Engelhardstraße 6, D-81369 München, Telefon (089) 772462, e-mail: choleva@taxi-menchen.com Die Wahl des Aufsichtsratsmitglieds Bolat Burak bei der ordentlichen Generalversammlung der TAXI MÜNCHEN eG vom 6. Juli 2004 ist nach juristischer Prüfung ungültig. Herr Burak ist kein Mitglied der Genossenschaft und war somit nicht legitimiert, an der Wahl teilzunehmen. Letzte Meldung +++ Der nächste TAXIKURIER erscheint am 27. August 2004! Es erwarten Sie unter anderem: ➜Bella Italia in Monaco Italienisch Essen in München ➜Dauerärgernis: Zugeparkte Standplätze Was man dagegen tun kann. ➜Überführungsfahrt Gutes Geschäft, aber Vorsicht! Bis dahin einen schönen Sommer! Witz des Monats Welches Tier kann innerhalb einer Sekunde das Geschlecht wechseln? Die Filzlaus! 35TAXIKURIER Taxizeitung_08_04 13.08.2004 7:24 Uhr Seite 35