Taxikurier · Ausgaben und ArchivArchiv durchsuchen

TAXIKURIER · TEXTANSICHT EINER HISTORISCHEN AUSGABE

Taxikurier Juli 2004

Diese Ausgabe stammt aus dem Jahr 2004. Angaben zu Preisen, Terminen, Kontakten und Angeboten beziehen sich auf den damaligen Erscheinungszeitpunkt.

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Juli 2004
Taxi Kurier | 44. Jahrgang | Offizielles Organ der Taxi München eG | www.taxi-muenchen.com 
Oans, zwoa,Taxi g’fahr’n!
➜ Mehr Umsatz durch Biergärten
➜ Harte Welle bei unerlaubter Bereitstellung
➜ Essen auf Rädern – 
die monatliche Orientierungshilfe
durch den Brotzeit-Dschungel
foto: www.atelier-tacke.de
Ab sofort in neuer Aufmachung! Steigen Sie ein …

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Extremes Wetter? X-TRAIL. Ein paar Gäste mehr? Almera Tino. Unzählige Koffer? Primera Traveller. Nissan
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Tel.: (0 81 41) 32 77 90
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Tel.: (0 81 31) 3 33 97-0
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Tel.: (0 80 91) 5 65 60
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Tel.: (0 89) 9 30 09 44
Halmburger & Höflich 
Automobilvertrieb GmbH & Co. KG
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80807 München
Tel.: (0 89) 35 72 82-40
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Automobilvertrieb GmbH & Co. KG
Wasserburger Landstr. 171
81827 München
Tel.: (0 89) 4 30 32 57
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Tel.: (0 80 25) 2 89 80
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82377 Penzberg
Tel.: (0 88 56) 34 42
Autohaus Schwaller GmbH
Straßäcker 18 
82418 Murnau
Tel.: (0 88 41) 94 04
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Gewerbegebiet Wiesen • Kiefernstr. 5
82549 Königsdorf
Tel.: (0 81 79) 99 88 60
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Richard Wagner Straße 16
85757 Karlsfeld
Tel.: (0 81 31) 9 15 16
Autohaus Scharnagl GmbH
Münchener Str. 96 
82362 Weilheim/Obb.
Tel.: (08 81) 9 09 52 00
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85356 Freising
Tel.: (08 16 1) 8 49 00
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Öffnungszeiten Taxi-München eG
Taxizentrale
Öffnungszeiten: 24 Stunden 
(ganzjährig)
Telefon: 089-2 16 10 und 
089-1 94 10
Büro Taxizentrale
Öffnungszeiten: 
Mo-Fr 09.00 – 17.00 Uhr
Leiter Taxizentrale 
Herr Alfred Huber
Telefon: 089-2 16 13 51 
e-Mail: 
huber@taxi-muenchen.com
Stellv. Leiter Taxizentrale 
Herr Norbert Laermann
Telefon: 089-2 16 13 52
e-Mail: 
laermann@taxi-muenchen.com
Kundenberater/Funkausbildung
Herr Hans Stein
Telefon: 089-2 16 13 72
e-Mail: 
stein@taxi-muenchen.com
Verwaltung/Hauptkasse
Öffnungszeiten: 
Mo-Fr 07.30 – 12.00 Uhr 
Mo, Di, Do 12.30 – 15.00 Uhr
Telefon: 089-77 05 50
Taxishop
Öffnungszeiten: 
Mo-Do 09.00 – 12.30 Uhr und 
13.00 – 17.00 Uhr 
Fr 09.00 – 15.00 Uhr
Telefon: 089-76 42 70
Taxischule
Lehrgänge: Mo + Mi 
jeweils 18.00 – ca. 21.00 Uhr
Telefon: 089-76 42 70
Inhalt
Inhalt | Alle Themen auf einen Blick 3
Öffnungszeiten | Taxi München eG 3
Editorial | Argumente für den neuen TAXIKURIER 5
Top-Termine Juli | Arbeit für den Taxameter 6
Oans, zwoa, Taxi g’fahr’n! |
Breite Info zum Thema Biergarten 7
Die Genossenschaft | Neues aus der Zentrale 12
Der Landesverband | Wichtige Neuerungen für den Alltag 13
Die Taxivereinigung | Bericht von der Hauptversammlung 16
Fiaker-ABC | Schrotti’s Taxler-ABC 17
Rose des Monats | Kür der Person des Monats 19
Zitrone des Monats | „Bestrafung“ der Unperson des Monats 19 
Der Mensch hinter der Stimme | Interview mit einem Funker 20
Harte Welle bei unerlaubter Bereitstellung | Haltet den Dieb! 22
Essen auf Rädern | Wir testen die ultimative Leberkäs-Semmel 24
Promi-Talk | Jutta Speidel über ihre Erlebnisse im Taxi 26
Hier spricht der Doc | Das Kreuz mit dem Kreuz 26
Ohne Worte | Glosse von Dreißigneundrei 27
Norbert’s Weltreise | Taxis in Mexico City 28
Pinnwand | Schwarzes Brett der Branche 30
Gesprächsstoff | Zahlen und facts zur Messe München 31
Dauerbrenner | Was ist bei „Fahrgastübernahme“ zu beachten 32
Neues vom Flughafen | Spitzengespräch zu Abläufen und Problemen 32
Impressum | 33
Anno dazumal | Ein Blick in die Taxi-Historie 34
Der Witz des Monats | 35
Kurioses aus der Zentrale | Originelle Erlebnisse aus dem Alltag 35
Taxameter des Monats | Das Branchen-Barometer 37
Gewinnspiel | Texten Sie sich um 100 Euro reicher 37
Vorschau | Die Hauptthemen des nächsten Heftes 38
Diese Ausgabe finden Sie auch im Internet | www.taxi-muenchen.com

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T raumcar-Autovermietung und T axiverleih GmbH
Richelstraße 6 (direkt an der Donnersberger Brücke) 80634 München
T el.: (089) 167 54 40 · Fax: (089) 167 96 02
Wir helfen sofort und unbürokratisch!
Die Situation ist Ihnen sicher bestens bekannt:
Gerade wenn das Geschäft einigermaßen läuft,
geht das T axi kaputt - V erkehrsunfall, Getriebeoder Motorschaden, die Elektronik streikt, oder
was auch immer.
Meist trifft einen zwar selbst keine Schuld, trotzdem hat man jede Menge Ärger und Unannehmlichkeiten. Festfahrten gehen verloren oder müssen an Kollegen abgegeben werden, Probleme
mit Stammkunden oder Fahrern, die weiterbeschäftigt werden wollen, Streit mit der V ersicherung um den meist ohnehin zu niedrigen V erdienstausfall. Mit einem Leihtaxi lassen sich diese
und weitere Probleme relativ leicht in den Griff
bekommen. 
✗ Wir sind 24 Stunden für Sie erreichbar (auch
an Sonn- und Feiertagen und am W ochenende).
✗ Ihr Ersatztaxi steht binnen kürzester Zeit für
Sie bereit bzw . wird bei Ihnen angeliefert.
Selbstverständlich sind sowohl Funk als auch
T axameter entsprechend Ihren Erfordernissen
programmiert.
✗ Sämtliche Fahrzeuge sind mit Handyfreisprechanlage ausgerüstet (Klima, Automatik,
Schiebedach etc. verstehen sich von selbst).
✗ Fast alle Fahrzeuge verfügen über Navigationssystem.
✗ Zahlreiche Autohäuser wickeln auch die
T axi-Mobilitätsgarantie über uns ab
(DaimlerChrysler, BMW , Opel, VW , Citroen).
✗ Im Bedarfsfall kümmern wir uns um die
erforderlichen behördlichen Formalitäten.
✗ Bei unverschuldeten V erkehrsunfällen rechnen wir die Miettaxirechnung direkt mit der
gegnerischen V ersicherung ab
(Rahmenabkommen mit vielen V ersicherern). 
Überbrückungstarife, wenn Sie Ihr altes Fahrzeug verkauft haben, das neue noch nicht
ausgeliefert wurde.
✗ Unser Ersatztaxen- und Mietwagenfuhrpark
besteht aus den neuesten Limousinen, Kombis,
V ans und T axibussen fast aller namhaften
Hersteller (DaimlerChrysler, BMW , Opel,
VW ...)
✗ Wir sind offizieller Partner der Daimler-
Chrysler-Niederlassung in München.

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Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
vor Ihnen liegt die erste Ausgabe des massiv veränderten TAXIKURIER. 
Nachdem der TAXIKURIER mittlerweile im 44. Jahrgang bisher hauptsächlich
als Mitteilungs-Medium fungierte, haben wir uns entschlossen, auch medial
modern und zeitgemäß aufzutreten.
Als größte Taxigenossenschaft Europas ist es unsere Pflicht, auch in diesem
Segment Zeichen zu setzen. Die Unterschiede zum bisherigen TAXIKURIER
erkennen Sie am Format, Umfang, Papierqualität, Farbigkeit und dem erweiterten Inhaltsspektrum. Der gesamte TAXIKURIER ist zudem über das
Internet zugänglich. Eine besondere Neuigkeit wird Sie erfreuen: Wir haben
die Auflage verdreifacht, sodass Sie alle Ihre Fahrer mit dem TAXIKURIER
Umsatz fördernd versorgen können. 
Derartige Modernisierungen einer Zeitschrift erfordern auch entsprechende
Investitionen, die sich nur durch ein erhöhtes Anzeigenvolumen rechnen.
Schon in dieser Ausgabe ist uns dies gelungen. Denn „der Taxifahrer“ ist
nicht nur Konsument, sondern auch Meinungsmultiplikator. Täglich vertrauen
Tausende von Fahrgästen den Empfehlungen und Ratschlägen der Münchner
Taxifahrer. 
Diese Botschaft wurde aktiv verkauft und durch ein redaktionelles Umfeld
dementsprechend gefördert. Die Entscheidung für den neuen TAXIKURIER ist
uns insofern auch leichter gefallen, weil wir in unserer Unternehmerschaft in
Paul Rusch einen Kollegen gefunden haben, der den TAXIKURIER federführend begleitet. 
Seine Erfahrung als Objektleiter und Geschäftsführer diverser Publikumszeitschriften (Playboy, WIENER, Bravo, EGO) wird unserem Titel bestimmt nutzen. Die Inhalte dieser Ausgabe zeigen deutlich die Linie unseres künftigen
Konzepts. 
Wir wollen Ihnen nutzen, Ihren Umsatz steigern. Wir informieren Sie wie bisher über alles Branchenwichtige. Wir wollen Sie aber auch unterhalten. Wir
werden aber auch polarisieren.
Gerade in jüngster Zeit haben seriöse Medien (Spiegel, Süddeutsche Zeitung)
über die angebliche Misere im Taxigewerbe berichtet. Obwohl bezüglich München hier nur das Beispiel „Flughafen“ genannt wurde, erkennen wir sehr
wohl manche Miss-Stände. Deshalb unsere Titelgeschichte „Unerlaubte Bereitstellung“ . Denn es ist unser Ziel, dass Sie nach wie vor stolz auf Ihren Beruf
sind und sich die schwarzen Schafe nicht vermehren. 
Herzlichst
Ihr Hans Meißner 
Chefredakteur
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Seite 6

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6 TAXIKURIER
Donnerstag, 1. Juli
➜ 21.00 Uhr, Georg Elser Hallen,
Forever Young, Charivari Party
➜ 20.30 Uhr, Halbfinale EM
➜ 20.00 Uhr, Zirkus Krone, Saturday
Night Fever (01.07.–30.10.)
➜ Münchner Opernfestspiele
(29.06.–31.07.)
Freitag, 2. Juli
➜ 21.00 Uhr, Odeonsplatz, Klassik
am Odeonsplatz/Open Air
➜ Uni-Sommerfest
Samstag, 3. Juli
➜ 21.00 Uhr, Odeonsplatz, Klassik
am Odeonsplatz/OpenAir
Sonntag, 4. Juli
➜ 20.00 Uhr, Finale EM
➜ Messe, ISPO Sommer
(04.07.–06.07.)
➜ 18.00 Uhr, Messe Atrium, 
Live-Übertragung EM-Finale
➜ 9.00 Uhr, ICM, Fitness-Congress 
(9.00–18.00 Uhr)
Montag, 5. Juli
➜ 21.00 Uhr, Parkcafé, ISPO-Party
➜ 18.00 Uhr, Messe, Halle A1, 
ISPO-Party
➜ 10.00 Uhr, ICM, Fitness-Congress
(9.00–18.00 Uhr)
➜ 17.30 Uhr, Messe Messesee, 
Volvo Challenge
Dienstag, 6. Juli
➜ ICM, Baywa Hauptversammlung
Mittwoch, 7. Juli
➜ 19.30 Uhr, Tollwood, 
Hubert von Goisern
➜ Brunnenhof, Vivaldi im
Brunnenhof
Donnerstag, 8. Juli
➜ ICM, Verbandstag der bayerischen
Genossenschaften
Freitag, 9. Juli
➜ 20.30 Uhr, Georg Elser Hallen, 
Ü-30 Fete von Radio Gong
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof,
Jedermann
➜ Olympiastadion, Whitney Houston
Samstag, 10. Juli
➜ Tollwood, BAP
➜ Max-Joseph-Platz, Oper für alle
Sonntag, 11. Juli
➜ 18.30 Uhr, Tollwood, Bananafishbones, Marla Glen, Laith Al-Deen
➜ 20.00 Uhr, Philharmonie, 
Bobby McFerrin
Dienstag, 13. Juli
➜ Bayr. Hof, David Byrne
Donnerstag, 15. Juli
➜ Bayr. Hof, Al Jarreau
➜ 20.00 Uhr, Herkulessaal, 
Thomas Hampson
Freitag, 16. Juli
➜ 17.30 Uhr, Königsplatz, 
Reamonn/Dick Brave 
➜ 4004, Sommerfest auf 10 Areas
Samstag, 17. Juli
➜ 19.30 Uhr, Königsplatz, Dido
➜ 4004, Sommerfest auf 10 Areas
Sonntag, 18. Juli
➜ Tonhalle, Patti Smith
➜ 6.00 Uhr, Chin. Turm, Kocherlball
➜ Muffathalle, Tortoise
Montag, 19. Juli
➜ MOC, Service- und Aktuell
Ordertag
➜ Brunnenhof, Romeo und Julia
Dienstag, 20. Juli
➜ 20.00 Uhr, Philharmonie, Joan Baez
➜ Muffathalle, Lambchop
➜ Brunnenhof, Romeo und Julia
Mittwoch, 21. Juli
➜ Filmfest (21.07.–28.07.)
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, 
Griechische Nacht
Freitag, 23. Juli
➜ 20.30 Uhr, Georg Elser Hallen, 
Ü-30 Fete von Radio Gong
➜ Tonhalle, Melissa Etheridge
➜ 4004, DJ Tomekk
Samstag, 24. Juli
➜ Königsplatz, Oben-ohne-Open-Air
➜ Christopher-Street-Day
Sonntag, 25. Juli
➜ Königsplatz, Oben-ohne-Open-Air
Montag, 26. Juli
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof,
Jedermann
Dienstag, 27. Juli
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof, 
Classic meets Cuba
➜ Mariahilfplatz, Jakobidult
(24.07.–01.08.)
➜ Königsplatz, Open-Air-Kino
(27.07.–02.08.)
➜ Galopprennbahn Riem, Summer
Tour SZ und Gong
Mittwoch, 28. Juli
➜ Olympiastadion, 
Simon & Garfunkel
➜ MOC, Datev-Info-Tag
Donnerstag, 29. Juli
➜ 20.00 Uhr, Brunnenhof,
Blechschaden
➜ Olympiagelände,
EuroGames/Schwulen- und
Lesbenolympiade (29.07.–01.08.)
Freitag, 30. Juli
➜ DER NEUE TAXIKURIER
ERSCHEINT
Samstag, 31. Juli
➜ 21.00 Uhr, Georg Elser Hallen,
Forever Young, Charivari-Party
➜ Brunnenhof, Italienische Nacht
➜ Reitstadion Riem, André Rieu
➜ New Backstage, School’s Out
Special
Top-Termine Juli ’04

Seite 7

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7TAXIKURIER
Wenn das Bier in Henkeln daherkommt, dann beginnt Münchens
schönste Zeit: Die Biergartenzeit. Im
sommerlichen „Wohnzimmer“ der
Münchner finden an schönen Tagen
und gemütlichen Abenden rund
130.000 Münchner und Zuagroaste
Platz. Ob mit Brotzeitkorb unterm Arm
und saumäßigem Durst in der Kehle –
hier macht sich jenes Lebensgefühl
breit, um das uns der Rest der
Menschheit beneidet. So unbescheiden
samma scho!
Eine fesche Kellnerin und ein schattiger Platz unter einer ausladenden
Kastanie sind keine Träumereien,
sondern handfeste Realität. Dabei
darf der Ton ruhig a bisserl rauh sein.
Die einen empfinden es als ruppig,
für die andern ist es der bayerische
Charme. Schließlich ist ein Biergarten
ein Fest für alle Sinne: Den Gaumen
erfreut das Bier und der Obatzde, die
Foto: www.atelier-tacke.de
Oan’s, zwoa, Taxi gfahr’n!
Ohren erfreuen das Klingen der Maßkrüge, die Nase ist begeistert vom
Duft der Brathendl und die Augen
können nicht genug kriegen von den
prachtvoll gefüllten Dirndln …
Hin finden’s natürlich alle, zu den
heißbegehrten Plätzen unter den
kühlen Kastanien. Für den Heimweg
ham’s dann schon eher Probleme.
Man ist vielleicht nicht mehr ganz
nüchtern, auf’s Radl traut man sich
sich dann auch nicht mehr so recht
und die Trambahn hält halt doch
meistens nicht direkt vor der Haustüre. Gut, dass es die Münchner Taxifahrer gibt! ➜
Titelthema | Von Peter Gabler
foto: www.atelier-tacke.de

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gibt es davon hunderte, aber nicht
alle haben den bayerischen Charme
oder ein vernünftiges Angebot, wie 
z. B. der „Alte Wirt“ in Ramersdorf
wo 1/4 Ente mit Knödel 3,33 Euro
kostet. Oder der „Dicke Mann“, in
dem kein Maßkrug-Zwang herrscht.
Den „Pschorr-Keller“ kennt jeder
Taxifahrer, schon deshalb weil hier
die jährliche Hauptversammlung der
TAXI MÜNCHEN e.G. stattfindet. 
Den kleinen, versteckten Biergarten
kennen allerdings nur die Experten.
Der etwas andere Biergarten findet
Der Münchner Taxifahrer kennt
seinen Biergartenfahrgast: Meist
friedlich und gut gelaunt, selten volltrunken, oft mit Familie, Frau oder
Freundin, will er jetzt meist nur eins:
ordentlich nach Hause gefahren werden. Nach Möglichkeit ohne Umweg.
Aber das kommt bei Münchner Taxifahrern ja sowieso nicht vor …
Und damit jeder Taxifahrer Münchens einen sauberen Service für
Münchens Biergärten liefern kann,
hier ein Überblick über die wichtigsten Zapfstellen im Freien. Natürlich
beispielsweise in der „Villa Flora“
statt. Zwar wird der Durst klassisch
mit leckerem Bier vom Hofbräuhaus
Traunstein gelöscht, dazu gibts aber
tropische Fische, Köstlichkeiten aus
dem Wok oder Sushis.
Was jetzt aber nicht heißen soll, dass
alle, die hier nicht vorkommen, nix
zu bieten hätten. Aber auch der neue
TAXIKURIER hat nicht endlos Seiten
zur Verfügung. 
Unsere Auswahl finden Sie auf der
folgenden Doppelseite.

Seite 9

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9TAXIKURIER
Die etwas andere
Biergarten-Brotzeit
Auch bei der mitgebrachten Brotzeit,
darf man ruhig ein bisserl kreativ
sein. Um wirklich außergewöhnliche
Reize im eigenen Picknick-Korb zu
schaffen, hat sich Oliver Kugler von
der KUGLER FEINKOST GMBH ein
paar Gedanken gemacht. Hier sind
sein Vorschläge:
➜ Schon mal probiert? Mozzarella
mit Mango, mariniert mit feinem
Obstessig und ein wenig Traubenkernöl (kein Olivenöl). Darüber
ein paar rote Zwiebeln und etwas
frischen Koriander. Richtig interessant und überraschend gut!
➜ Wie wär’s mit Caesar’s Salad?
Knackiger Roman mit Caesar
Dressing (Eigelb, Öl, Balsamico-
Essig, etwas Senf, zerdrückte Sardellen, Sahne und Gewürze). Klassich: Parmesan darüber hobeln
und geröstete Weißbrotwürfel.
Noch interessanter: mit grösteten
Pinienkernen oder Sonnenblumenkernen.
➜ Statt „Obatzdn“ mal unseren
„Bayerischen Brotzeitkas“ probieren. Philadelphia-Frischkäse (unbedingt Doppelrahmstufe!) mit
frischen Radieserl, Kren und
schnittfrischem Schnittlauch. Salz
und Pfeffer drüber – ein Traum
zur Brezn oder zum Holzofenbrot.
➜ Für die Kreativen unter den Pick-
Nickern: Wraps! In Weizen-Tortillas „eingewickelte“ Köstlichkeiten.
Die Tortillas am besten mit etwas
Frischkäse betreichen, frischen
Fahrrad – Transport
Gerade Biergartengäste haben oft ihren Drahtesel
dabei und wollen und sollen nach dem kräftigen
Zuspruch des küheln Gerstensaftes nicht mehr
wild durch die Gegend radeln. Natürlich wissen
alle Profis, was man beim Fahrradtransport beachten sollte. Aber eine Auffrischung kann nix
schaden.
1. Der Transport eines Fahrrades ist immer freiwillig
2. Für Fahrräder gibt es nur einen 
Tarif, und der heißt „Nicht mehr als 
5,00 Euro“ .
Salat drauf und mit Fleisch, Gemüse oder Käse füllen und rollen,
rollen, rollen. Die Ecken umklappen. Vor dem Essen in zwei Teile
schneiden – das perfekte Duo für
zwei Verliebte.
Oliver Kugler

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10 TAXIKURIER
unternehmungslustigen
Studentinnen
Taxistand: Freimann
Fazit: Seine traumhafte Lage am
Nordrand des Englischen Gartens
macht ihn zum beliebten Ausflugsziel.
Chinesischer Turm
Adresse: Englischer Garten 3, 
80538 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 10.00 Uhr
– 24.00 Uhr
Fassungsvermögen: 7.000 Plätze
Bier: Hofbräuhaus München
Essen: Die Brotzeitstandl decken
den Grundbedarf; aber wegen des
Essens kommt hier eh keiner her 
Besonderheiten: Blasmusik vom
„Chinaturm“, überwiegend am
Wochenende
Gästeprofil: Lederbehost und
Miederlos, Penner und Punker,
Girlis und Gruftis
Flirtfaktor: Sehr hoch, weil
Damenwelt fast hemmungslos
Taxistand: Leider kein eigener,
nächster Hotel Park Hilton
Fazit: Nix für echte Münchner, Paradies für Touris, schließlich liegen
auch die Nackerten nicht weit weg
Dicker Mann
Adresse: Heinrich-Wieland-Str. 11,
81735 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 11.00 Uhr
– 23.00 Uhr
Fassungsvermögen: 400 Plätze
Bier: Ayinger
Essen: Bayerisch und 1a-Steaks
und Grillspezialitäten, große
Portionen
Besonderheiten: Kein Maßkrug-
Zwang
Gästeprofil: Normal-nett, viele
Singles
Flirtfaktor: Hoch
Taxistand: Michaelibad
Fazit: Der klassische Wirtsgarten
mit gutgelaunten Menschen
Forschungs-Brauerei
Adresse: Unterhachinger Straße 76,
81737 München
Öffnungszeiten: Von 11.00 Uhr –
23.00 Uhr, Montag Ruhetag
Fassungsvermögen: 250 Plätze
Bier: Der hauseigene honigblonde
St. Jakobus und das süffige Pilsissimus
Essen: Surhaxn, Wammerl und
Wurstspezialitäten. 
Besonderheiten: Brotzeitmitbringen
nicht erlaubt. Frische Brezn bis
abends
Gästeprofil: In der Hauptsache
Bierexperten
Flirtfaktor: Niedrig
Taxistand: Pfanzeltplatz
Fazit: Nix für Biergartenästheten,
weil Bäume verboten sind
Franziskanergarten
Adresse: Friedenspromenade 45,
81827 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 10.00 Uhr
– 23.00 Uhr
Fassungsvermögen: 2.000 Plätze
Bier: Das ganze Spaten-Sortiment
Essen: Harald Webers creative
Küche lockt auch Gourmets
Besonderheiten: 350 Gramm
schwere T-Bone-Steaks vom Kalb
und die Klosterseufzer (Würste)
Gästeprofil: Sehr persönliche
Atmosphäre, beinahe jeder kennt
jeden
Flirtfaktor: A bisserl was geht
allaweil
Taxistand: Quiddestraße
Fazit: Das schönste Ausflugsziel in
Waldtrudering
Hirschau
Adresse: Gyßlingstr. 15, 
80805 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 11.00 Uhr,
bis der letzte Gast geht
Fassungsvermögen: 1.500 Plätze
Bier: Das ganze Spaten-Sortiment
Essen: Junge bayerische Küche und
berühmt schmackhafte Hendl
Besonderheiten: Täglich Live-
Musik, am 15. August Spaten-
Wiesnbierprobe mit Blasmusik
Gästeprofil: Von der Sportstudentin
bis zum Rentner in der Lederhose
Flirtfaktor: Hoch, alleinerziehende
Mütter (Vorsicht Kinder!)
Taxistand: Park Hilton
Fazit: Die „Waldwirtschaft des
Münchner Nordens“
Hirschgarten
Adresse: Hirschgarten 1, 
80639 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 9.00 Uhr
– 23.30 Uhr
Fassungsvermögen: 8.000 Plätze
Bier: Augustiner, Hofbräuhaus
Tegernsee, Kaltenberg
Essen: Bayerische Klassiker in
ausgezeichneter Qualität
Besonderheiten: Die Masskrüge
muß man sich selbst holen
Gästeprofil: Alles, was kreucht und
fleucht
Flirtfaktor: Wer hier keine(n)
findet, ist selber schuld
Taxistand: Hirschgarten (läppische
2 Plätze), Romanplatz
Fazit: Der wahrscheinlich größte
Biergarten der Welt
Hofbräuhaus
Adresse: Am Platzl 9, 
80331 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 9.00 Uhr
– 23.30 Uhr
Fassungsvermögen: 400 Plätze
Bier: Hofbräuhaus München
Essen: Bayerische Schmankerl von
der Tageskarte
Besonderheiten: Malerischer
Augustiner Keller
Adresse: Arnulfstr. 52, 
80335 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 10.00 Uhr
– 1.00 Uhr
Fassungsvermögen: 5.000 Plätze
Bier: Alle Augustiner-Biere
Essen: Mit die besten Hendl von
München
Besonderheiten: Die Stammtische
werden von resoluten Bedienungen verteidigt
Gästeprofil: Keine armen Schlucker
und größtenteils sehr taxifahrfreundlich. Bervorzugen bayerischsprechende Fiaker
Flirtfaktor: Gering, da sehr viele
Stammtische, in die aber auch
schon die eine oder andere
„Fremde“ mehr als nur ihren Fuß
reingebracht hat
Taxistand: Von 19.00 Uhr bis
5.00 Uhr.
Leider nur Platz für 4 Taxen, in
Stoßzeiten viel zu wenig, da üblicherweise auch noch zugeparkt,
was leider niemanden interessiert.
Reserve keine vorhanden, in zweiter Reihe wegen Tram ein Aufstellen nicht möglich und außerdem
verboten.
Fazit: Der münchnerischte aller
Biergärten.
Alter Wirt Ramersdorf
Adresse: Aribonenstr. 8, 
81669 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 8.00 Uhr
– 23.00 Uhr
Fassungsvermögen: 620 Plätze
Bier: Löwenbräu
Essen: Köstliche Steaks und Scampis, frisch vom Holzkohlengrill
Besonderheiten: Happy Hour zwischen 16 Uhr und 18 Uhr; tolle
Angebote zum 500-jährigen Jubiläum; es gibt auch halbe Portionen
Gästeprofil: 90 Prozent Münchner. 
Flirtfaktor: Gering, da sehr familienfreundlich
Taxistand: Direkt vor der Türe
Fazit: Unbekannte Dorfschönheit
mit viel Charme
Zum Aumeister
Adresse: Sondermeierstr. 1, 
80939 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 9.00 Uhr
– 1.00 Uhr
Fassungsvermögen: 2.500 Plätze
Bier: Hofbräuhaus München
Essen: Biergartenklassiker ohne
Höhepunkte; wenn’s Wild gibt zugreifen!
Besonderheiten: Hier gibt’s Saisonbier – Starkbier im März, spater
Maibock und Wiesnbier
Gästeprofil: Radlfahrer, Ausflügler
und Studenten 
Flirtfaktor: A bisserl was geht
allerweil – besonders bei den
Innenhof
Gästeprofil: Hier trifft man viele
Münchner Kenner
Flirtfaktor: Gering, es fehlt an
„Junghasen“
Taxistand: Bräuhausstand
Fazit: Münchner Biergarten-Idylle
in Reinkultur.
Hofbräukeller
Adresse: Innere Wiener Straße 19,
81667 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 9.00 Uhr
– 23.00 Uhr
Fassungsvermögen: 2.000 Plätze
Bier: Hofbräuhaus München
Essen: Klassische Biergartenspezialitäten
Besonderheiten: Open-Air-
Cocktailbar
Gästeprofil: Junge und Junggebliebene, Münchner und Zuagroaste
Flirtfaktor: Hoch, viele Leute, viele
Kontakte
Taxistand: Kellerstraße
Fazit: Ein echtes Stück Altmünchner Bierkeller-Atmosphäre
Menterschwaige
Adresse: Menterschwaigstr.4,
81545 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 9.00 Uhr
– 22.30 Uhr
Fassungsvermögen: 2.000 Plätze
Bier: Löwenbräu
Essen: Kulinarische Rundumversorgung
Besonderheiten: Original Nürnberger Rostbratwürstl, Steckerlfisch
von der Fischer Vroni
Gästeprofil: Hoher Anteil an
Promis
Flirtfaktor: Hoch – wo schon König
Ludwig seine Lola Montez vernascht hat, wird es auch heute
immer wieder versucht
Taxistand: Geiselgasteigstraße,
Authariplatz
Fazit: Romantischer Biergarten
unter Denkmalschutz
Parkcafé
Adresse: Sophienstraße 7, 
80333 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 10.00 Uhr
– 1.00 Uhr; Freitag und Samstag
10.00 Uhr – 3.00 Uhr
Fassungsvermögen: 2.000 Plätze
Bier: Löwenbräu
Essen: Biergartenstandards
Besonderheiten: Je später der
Abend, desto günstiger das Bier
Gästeprofil: Feine Advokaten und
Discofreaks
Flirtfaktor: Hoch – die Disco sorgt
für permanenten Nachschub
Taxistand: Stachus und eigener
Bedarfsstand ab 22.00 Uhr
Fazit: Herrliche Einkehr im Alten
Botanischen Garten
Biergarten-Guide

Seite 11

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11TAXIKURIER
Pschorr-Keller
Adresse: Theresienhöhe 7, 
80339 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 11.00 Uhr
– 23.00 Uhr 
Fassungsvermögen: 350 Plätze
Bier: Hacker-Pschorr
Essen: Große Bandbreite von der
Leberkässemmel über den
Schweinsbraten bis zur Pizza
Besonderheiten: Die saftigen
Spare-Ribs sind die preiswertesten
von ganz München
Gästeprofil: Nur wirkliche Insider
kennen die beschauliche Bieroase
Flirtfaktor: Gering
Taxistand: Theresienhöhe
Fazit: Die Zirkuswiese ist ein echter
Lichtblick inmitten der Betonwüste
Seehaus
Adresse: Kleinhesselohe 2, 
80802 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 11.00 Uhr
– 24.00 Uhr
Fassungsvermögen: 2.600 Plätze 
Biersorten: Alle Paulaner-Biere
Essen: Große Auswahl bei ebenso
großen Preisen
Besonderheiten: Heißbegehrte
Sitzplätze am Wasser
Gästeprofil: Jung, schön, reich und
sexy. Wegen fehlender öffentl.
Verkehrsmittel (zu weit weg) sehr
taxifahrfreundlich
Flirtfaktor: Hoch, da viele aufgebrezelte Damen schon nachmittags
ein bisschen Ansprache brauchen
Taxistand: Bedarfsstand für 3 Taxen. Leider durch die unsägliche
Schrankenregelung stark eingeschränkt. Seither häufige Nachfrage über Funk
Fazit: Sehen und gesehen werden
Taxisgarten
Adresse: Taxisstraße 12, 
80637 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 10.00 Uhr
– 22.30 Uhr 
Fassungsvermögen: 1.500 Plätze
Bier: Spaten/Franziskaner
Essen: Alles, was das Bayern-Herz
begehrt
Besonderheiten: Thai-Geschnetzeltes, Country-Kartoffeln und 
Spare-Ribs
Gästeprofil: Eltern, Studenten,
Nachbarn
Flirtfaktor: Hoch, viele junge Leute
Taxistand: Waisenhausstraße
Fazit: Ein Kleinod unter den
Biergärten
Viktualienmarkt
Adresse: Viktualienmarkt 6, 
80331 München
Öffnungszeiten: Mo-Fr. von
9.00 Uhr – 22.00 Uhr, 
Sa 9.00 Uhr – 19.00 Uhr, 
So und Feiertage geschl.
Fassungsvermögen: 900 Plätze
Bier: Die Münchner Brauereien
übernehmen abwechselnd den
Biernachschub
Essen: Erlaubt ist, was gefällt.
Rundum die größte Auswahl
Münchens
Besonderheiten: Am schönsten ist
hier ein Weißwurstfrühstück
Gästeprofil: Japaner und Amis,
Preußen und Bayern, Italiener und
Engländer etc.
Flirtfaktor: Hoch, jeder hat was zu
erzählen
Taxistand: Viktualienmarkt
Fazit: Die bayerische Art der
Völkerverständigung
Villa Flora
Adresse: Hansastr. 44, 
80686 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 11.00 Uhr
– 1.00 Uhr
Fassungsvermögen: 500 Plätze
Bier: Hofbräuhaus Traunstein
Essen: Tropische Fische, 
Spare-Ribs in allen Variationen
Besonderheiten: Brunch am Sonntag und Fassl-Partys ab 10 Personen
Gästeprofil: Münchner Grantler,
Yuppies auf Stütze, optimistische
Lebenskünstler(innen), Familien
Flirtfaktor: Hoch, nach dem Motto
„Oane(r) geht no“
Taxistand: Arabella Westend
Fazit: Paradies zwischen
Orleanderbüschen und Zitronenbäumchen
Waldwirtschaft
Adresse: Georg-Kalb-Str. 3, 82049
Großhesselohe
Öffnungszeiten: Tgl. von 10.00 Uhr
– 23. 00 Uhr
Fassungsvermögen: 2.500 Plätze
Bier: Spaten/Franziskaner
Essen: Es war schon immer etwas
teurer, einen guten Geschmack zu
haben
Besonderheiten: Riesige Auszogne;
die besten Plätze sind am hinteren
Zaun; Jazz-Musik
Gästeprofil: Viele Promis, die dem
WAWI-Wirt Sepp Krätz ihre Aufwartung machen
Flirtfaktor: Hoch, die Auswahl ist
groß
Taxistand: Solln
Fazit: Viel Tamtam am Ursprungsort der Münchner Biergartenrevolution von 1995
Zum Flaucher
Adresse: Isarauen 8, 
81379 München
Öffnungszeiten: Tgl. von 10.00 Uhr
– 24. 00 Uhr
Fassungsvermögen: 2.000 Plätze
Bier: Löwenbräu
Essen: Biergartenstandards
Besonderheiten: Würzige Steckerlfische, Kinonächte und Livebands
Gästeprofil: Jede Menge Freizeitsportler
Flirtfaktor: Hoch, da die Sonne
nicht nur bei den Nacktbadern die
Hormone fliegen lässt
Taxistand: Thalkirchen
Fazit: Isarinsel der Glückseligen
Zum Wildpark
Adresse: Tölzer Str. 2, 
82064 Straßlach
Öffnungszeiten: Tgl. von 10.00 Uhr
– 24. 00 Uhr
Fassungsvermögen: 600 Plätze
Bier: Hacker-Pschorr; ab 17 Uhr
gibts Edelhell aus dem Holzfass
Essen: Fleischliche Genüsse aus der
hauseigenen Metzgerei
Besonderheiten: Altbayerische Spezialitäten wie kälberne Briesmilzwurst, Kalbskopf etc. Der einzige
Biergarten mit Fußbodenheizung
Gästeprofil: Treffpunkt für Jung
und Alt und die alteingessenen
Grünwalder
Flirtfaktor: Comme-ci, comme-ca
Taxistand: Nur über Funk
Fazit: Ausflugsbiergarten der
feinen Art
Wohl 
bekomm’s …
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Seite 12

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Die Genossenschaft
Holiday-Inn Munich-City Centre:
Seit 01. Juni gehört das Forum-Hotel
in der Hochstraße zur Holiday-Inn-
Gruppe. 
Wir bitten die genaue Bezeichnung
Holiday-Inn-Munich-City Centre
zu beachten. Übrigens gehen Verwechslungen verschiedener Hotels
gleichen Namens bei Fehlfahrten zu
Lasten des Fahrers. In solchen Fällen
muss sich der Fahrer, der fachkundig
genug sein muss, vergewissern, zu
welchem Hotel der Fahrgast gefahren
werden will. So muss dem Fahrer bekannt sein, dass es mehrere Hotels
gleichen Namens gibt, und nicht dem
Fahrgast. Schadenersatzansprüche
können durchaus die Folge sein.
Taxistandplatz-News:
Reduzierung des Taxistandplatzes am
Wörnbrunner Platz
Da eine vollständige Belegung des
Taxistandplatzes (7-8 Taxen) durch
das KVR nicht nachgewiesen werden
konnte, wurde der Taxistand auf 5
Fahrzeuge beschränkt. Dies gilt zunächst versuchsweise für die Dauer
eines Jahres.
Taxistandplatz Neue Pinakothek und
Pinakothek der Moderne:
Die Taxistandplätze vor dem Haupteingang zur Neuen Pinakothek in der
Theresienstraße und vor der Pinakothek der Moderne (Barerstraße Ostseite) werden zeitlich auf 10.00 Uhr bis
20.00 Uhr beschränkt.
Begründung:
Die Taxistandplätze werden nur während der „normalen“ Öffnungszeiten
der Pinakotheken (20.00 Uhr, ausgenommen an Donnerstagen und bei 
Veranstaltungen) tatsächlich benötigt. 
Die Direktion der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sieht daher 
keinen Bedarf für zeitlich unbefristete
Standplätze vor den Pinakotheken.
Suchmeldungen:
Welcher Taxifahrer nahm am
22. April kurz vor 14.00 Uhr an einem Hotel in der Truderinger Straße
ein dickes DIN A4 Kuvert an, um es
zur Rinecker-Klinik zu befördern.
Später wollte sich der Fahrer mit dem
Fahrgast erneut treffen. Als Pfand
übergab der Auftraggeber seinen
Ausweis.
Nachruf 
Unser Kollege, Taxi 1387 
Herr Dieter Gröhnke
verstarb am Freitag, den 11. Juni
2004 im Alter von nur 53 Jahren.
Er hinterlässt seine Frau und 
zwei schulpflichtige Kinder.
✝
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Seite 13

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13TAXIKURIER
Taxiquittungen ab 01. Juli 2004
Wie wir Ihnen im Mai-Heft des Taxikuriers mitteilten, läuft am 30. Juni
die Übergangsfrist für das Inkrafttreten des Steueränderungsgesetz 2003
aus. Ab 01. Juli müssen Quittungen
und Rechnungen bei Beträgen bis zu
Euro 100,— inklusive Mehrwerststeuer folgende Angaben enthalten:
1. Art der Leistung, z. B. 
Taxifahrt von …
Besorgung nach …
Starthilfe
2. enthaltener Steuersatz:
7 % oder 16 %
3. Datum der Leistung und Datum
der Rechnungsstellung
4. Anschrift und Namen des leistenden Unternehmers
5. Ordnungsnummer des durchführenden Taxis
6. Unterschrift des Ausstellers
Bei Rechnungen über 100 Euro brutto
müssen darüber hinaus:
7. der Mehrwertsteuerbetrag
ausgewiesen werden,
8. die Steuer- oder Umsatzsteueridentnummer ersichtlich sein
(siehe Heft Mai 04),
9. alle Rechnungen und Quittungen
eines Betriebes über 100 Euro
durchlaufend nummeriert sein,
damit die Einzigartigkeit des Beleges gewährleistet ist und bleibt.
10. Alle Belege über Euro 100 Euro
mit Durchschlag erstellt werden,
der alle Merkmale von 1.–7. aufweist. Dieser Durchschlag ist Bestandteil Ihrer Buchführung und
muss mit den Buchungsunterlagen
10 Jahre aufbewahrt werden. Diese
Quittungsdurchschläge unterliegen
also der gleichen Aufbewahrungsfrist wie die täglichen Schichtzettel (Taxameterdaten) entsprechend
dem nachstehend abgedruckten
Bundesfinanzhofurteil.
Das Steueränderungsgesetz 2003 trat
bereits zum 01. Januar 2004 in Kraft.
Rechnungsempfängern, denen Sie
während der Übergangszeit nicht
vollständige Belege ausgestellt haben, haben Anspruch auf Berichtigung dieser Belege.
In der Praxis
führt das Steueränderungsgesetz und
auch das nachstehend veröffentlichte
Bundesfinanzhofurteil vom
26.02.2004 zu erheblichen Verwaltungsaufwand für jeden Unternehmer. Anlässlich der Erfahrungen aus
der aktuellen Betriebsprüfungspraxis
empfehlen wir dringend um Beachtung der Neuerungen im eigenen
Interesse und dies in zweierlei Hinsicht.
Betriebsprüfungen müssen in einigen
Fällen nicht unbedingt strafrechtliche
Folgen haben. Es genügt bereits,
wenn durch Nachzahlungen und einer möglichen Geldbuße das Ersparte
oder die betriebliche Substanz verloren wird.
Genauso wichtig ist es für jeden von
uns, dass wir gegenüber unseren
Kunden als verlässliche Geschäftspartner auftreten und ordnungsgemäße Belege ausstellen, an Hand derer die Bezieher unserer Leistung die
ihnen zustehenden Vorsteuerbeträge
geltend machen können. Genauso
wie Sie bei jeder empfangenen Quittung oder Rechnung darauf achten
müssen, ob alle Angaben enthalten
sind, die den Vorsteuerabzug ermöglichen, werden dies auch Fahrgäste
machen.
Wir müssen also bemüht sein das gewonnene Vertrauen nicht zu verlieren. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hat keiner etwas zu
verschenken, weder unsere Geschäftspartner noch wir. Fehlt auch
nur eine der im Gesetz genannten
Anforderungen an eine Rechnung, ist
der Vorsteuerabzug ausgeschlossen.
Empfehlungen
Umsatzsteuernummer:
Schaffen Sie sich einen Firmenstempel mit der Konzessionsnummer und
Ihrer Steuernummer an. 
Soweit Sie sich Quittungen drucken
lassen, genügt auch der Eindruck,
oder bei Quittungen über 100 Euro,
Ihre Steuernummer per Hand einzutragen, was natürlich wenig professionell wirkt.
Mehrwagenunternehmen raten wir
dringend die Steuernummer oder soweit sie wegen Auslandsgeschäften
über eine Umsatzsteueridentnummer
verfügen, diese grundsätzlich in allen
Formularen und Geschäftspapieren
aufzunehmen.
Mehrwertsteuerausweis:
Um die enthaltende Mehrwertsteuer
auszuweisen ist es notwendig in jedem Taxi einen Taschenrechner mit
Mehrwertsteuersatz mitzuführen und
den enthaltenen Mehrwertsteuersatz
zu kennen. Maßgeblich ist hier § 12
Abs. 10 UStG. Danach unterliegen
Fahrten im Taxiverkehr soweit sie
innerhalb der Betriebssitzgemeinde
oder bis 50 km lang sind, derzeit 7 %
USt., so z. B. auch Fahrten innerhalb
Münchens, die sich über 50 km erstrecken. 
Erstreckt sich eine Fahrt über 50 km
hinaus und geht auch nur 1 km über
die Stadtgrenze beträgt der Steuersatz 16 %. Für alle Fahrten und Leistungen bei denen keine Fahrgäste
befördert werden, wie z. B. Tiertransport, Starthilfen, Lotsenfahrten,
Fahrzeugüberführungen, Sachtransporte, muss der volle Mehrwertsteuersatz angewandt werden. ➜
Der Landesverband

Seite 14

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14 TAXIKURIER
Fahrten im Pflichtfahrgebiet
unterliegen vorstehenden Vorschriften des UStG. Uneingeschränkt. Die
Tarifpflicht steht in keinem Zusammenhang mit den umsatzsteuerlichen Vorschriften. Bei diesen Fahrten ist lediglich vorgeschrieben, die
Fahrstrecke nach dem gültigen Taxitarif zu berechnen, egal welcher
Mehrwertsteuersatz anzuwenden ist. 
Der Taxitarif ist grundsätzlich ein
Bruttopreis, bei dem die Umsatzsteuer
enthalten ist. Bei einer Fahrt vom
Flughafen nach Tutzing gilt also der
volle Mehrwertsteuersatz von 16 %.
Nachdem der Gesamtpreis 100 Euro
übersteigt, sind 16 % aus dem Fahrpreis laut Taxameter auf der Quittung
als Mehrwertsteuer auszuweisen.
Gleiches gilt natürlich für alle Besorgungen, die nach der Münchner
Taxitarifordnung nach dem Tarif zu
berechnen sind.
Durchschlag von nummerierten
Quittungen
Quittungsblöcke mit Durchschreibepapier anzuschaffen, wird sich für
Kleinunternehmer wegen der wenigen Fahrten über 100 Euro wohl
kaum lohnen. Es besteht die Möglichkeit mit einem extra Quittungsblock mit Blaupapier zu arbeiten. 
Die fortlaufende Nummer pro Betrieb
muss auf dem Original und dem
Durchschlag identisch sein. Mehrwagenunternehmer müssen pro Fahrzeug eigene Nummernkreise einführen, damit Quittungsnummern nicht
mehrmals auftauchen. Die Paginierung ist immer auf ein Kalenderjahr
bezogen.
Eine einfache Lösung wäre die Ordnungsnummer des jeweiligen Taxis
vorauszustellen, z. B. Taxi 1382 beginnt mit 1382 001/04, 1382 002/04
usw.
Umsatzsteuerausweis:
Fahrt in München 
124,60 E, Ust. 7 %
124,60 E : 107 x 7 = 8,15 
E
Fahrt im Pflichtfahrgebiet
124,60 E, Ust. 16 % 
124,60 E : 116 x 16 = 17,19 E
Wir hoffen, Ihnen eine umfassende
und leicht verständliche Zusammenfassung der bis zum 10. Juni feststehenden Auswirkungen des Steueränderungsgesetz vermittelt zu haben.
Sollten sich Neuerungen ergeben,
wird sich die Redaktion des TAXI-
KURIERS unverzüglich bemühen, Sie
zu informieren.
Aufbewahrung von Schichtzetteln
Urteil des Bundesfinanzhofes vom
26.02.2004 – Az.: XI R 25/02 – 
zu §§ 147, 162 AO, § 22 UStG
Der Bundesfinanzhof hatte sich mit
dem Sachverhalt zu befassen, dass
bei der Außenprüfung eines Taxiunternehmers Mängel in der Kassenführung, Kassenfehlbeträge und das
Fehlen sog. Schichtzettel festgestellt
wurde. Das Finanzamt nahm dies
zum Anlass, einen Jahresumsatz für
das Taxi von 100.000 DM zu schätzen und erhöhte dementsprechend
die Gewinne in den 3 Streitjahren um
rund 20.000 DM. Das Finanzgericht
wies die Klage des Unternehmers mit
dem Argument ab, dass das Finanzamt wegen des Fehlens der Schichtzettel, die im Übrigen an der untersten Grenze gelegen habe, zur
Schätzung berechtigt gewesen wäre.
Mit der Revision an den BFH trug der
Kläger vor, dass es hinsichtlich der
Schichtzettel weder aus dem Einkommenssteuergesetz noch anderen Gesetzen eine Aufzeichnungspflicht gäbe und damit dann auch keine
Aufbewahrungspflicht. Die Schichtzettel seien für die Besteuerung bedeutungslos, sie dienten als innerbetriebliche Unterlagen in erster Linie
der Kontrolle der angestellten Fahrer.
Im Übrigen wäre die Schätzung unzureichend begründet.
Der BFH stellte folgendes fest:
Auch die Einnahmen-Überschussrechnung bei Kleinunternehmen setzt
voraus, dass die Betriebseinnahmen
und Betriebsausgaben durch Belege
nachgewiesen werden. 
Auch nicht buchführungspflichtige
Gewerbetreibende sind verpflichtet,
ihre Betriebseinnahmen gem. § 22
UStG i.V. mit §§ 63bis 68 UStDV einzeln aufzuzeichnen. Zwar sind umsatzsteuerrechtliche Aufzeichnungen
keine Aufzeichnungen „nach anderen
Gesetzen als den Steuergesetzen“ i. S.
des § 140 AO. Die Aufzeichnungsverpflichtung aus einem Steuergesetz
wirkt aber, sofern dieses Gesetz keine
Beschränkung auf seinen Geltungsbereich enthält oder sich eine Beschränkung aus der Natur der Sache
nicht ergibt, unmittelbar auch für andere Steuergesetze, also auch für das
EStG. 
Betriebseinnahmen sind einzeln aufzuzeichnen, dies gilt auch für Bareinnahmen. Zwar sind beispielsweise
Einzelhändler aus Gründen der Zumutbarkeit und Praktikabilität davon
befreit, ein Taxiunternehmen sei aber
mit einem Einzelhandelunternehmen
nicht vergleichbar.
Die Schichtzettel in Verbindung mit
den Angaben, die sich auf dem Kilometerzähler und dem Taxameter des
einzelnen Taxis ablesen lassen, genügen den sich aus der Einzelaufzeichnungspflicht ergebenden Mindestanforderungen. 
Der Landesverband

Seite 15

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Im Taxigewerbe erstellte Schichtzettel
sind deshalb gem. § 147 Abs. 1 AO
aufzubewahren. Werden die Schichtzettel vernichtet, bedeutet dies einen
Verstoß gegen die Aufbewahrungspflicht. Sowohl bei Verletzung der
Aufbewahrungspflicht als auch bei
Verletzung der Aufzeichnungspflicht
ist das Finanzamt dem Grunde nach
zur Schätzung gem. § 162 Abs. 1 und
2 AO berechtigt.
Die Hinzuschätzungsbeträge sind
aber nicht nachvollziehbar, dafür genügt der Hinweis des Finanzgerichts,
dass sich die Üblichkeit des geschätzten Umsatzes aus den Erkenntnissen
in anderen Verfahren ergebe, nicht.
Das Finanzgericht habe vielmehr die
Pflicht, die Umstände, die zu dieser
Schätzung geführt haben, im Einzelnen darzulegen, damit das Revisionsgericht die Schätzung in der Höhe
überprüfen könne.
Somit hat das BFH zwar das Urteil
des Finanzgerichts aufgehoben und
zurückgewiesen. Die inhaltlichen
Feststellungen haben aber gravierende Auswirkungen auf alle nicht
buchführungspflichtigen Unternehmen im Gewerbe, denen dringend die
Beachtung der Ausführungen des
obersten Finanzgerichts nahe zu legen ist.
BZP AR 28/04
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Seite 16

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16 TAXIKURIER
Die Taxivereinigung München e.V.
hat sich sofort nach der 48. Hauptversammlung am 8. Juni noch neu
konstituiert:
Hans Billmeier
erster Vorsitzender
Lorenz Weiß
zweiter Vorsitzender/Schatzmeister
Beiräte:
Carmen Roithmeier
stellvertretender Schatzmeister
Heinz Gebert
Schriftführer
Robert Fischer
stellvertretender Schriftführer
weitere Beiräte in alphabetischer
Reihenfolge:
Martin Heller
Werner Hillermann
Max Hofer
Murat Özdemir
Alois Vötter
Die Versammlung selbst stand unter
einem noch leise flackernden Stern,
da der erste Vorsitzende offiziell und
schriftlich mit der Einladung seinen
Rücktritt angekündigt hatte. Die Mitglieder und Gäste waren gespannt! 
Um so erfreulicher gestaltete sich die
Veranstaltung! Die Stadt München
und die Behörden waren – trotz 
Urlaub – gut vertreten. Die leitende
Ministerialrätin des Bayerischen Ministeriums für Wirtschaft, Infrastrukur und Technologie, Fau Gmach,
richtete wohlwollende und zukunftsweisende Worte an das Publikum und
wies auf die kommende, wichtige Gesprächsrunde vom 15. Juni 2004 zum
Krisenthema Flughafen hin! Die Vorsitzende der Taxikommission, Frau
Barbara Scheuble-Schaefer und Herr
Stadtdirektor Knäusl, erläuterten den
Mitgliedern kritisch, dennoch konstruktiv und motivierend die desolate
Situation im Gewerbe und betonten
die Wichtigkeit einer gutfunktionierenden Gewerbevertretung.
Nach einem Rücktritt vom Rücktritt,
ausgelöst durch einen kurzen Schlagabtausch mehrerer Funktionäre, „rettete“ Hans Billmeier, der erste Vorsitzende, intern vor seinen Mitgliedern
und im Sinne der Kontinuität der
Ansprechpartner für die Behörden
auch extern, das ohnehin schon angeschlagene Image des Vereins. 
Und so waren alle zufrieden und
hoffnungsvoll! Die wahlperiodisch
ausscheidenden Beiräte Fischer, Gebert, Hillermann und Hofer stellten
sich sogleich wieder ihrer Verantwortung und wurden demgemäß auch
ohne Gegenstimme wiedergewählt,
ebenso, die zwei Neuen: Martin Heller und Alois Vötter!
Und so freut sich die Taxivereinigung
München e.V. auf ein hoffentlich besseres, tatkräftiges gewerbepolitisches
Jahr mit vielen neuen Ideen und bedankt sich bei allen Mitgliedern für
das weiter in sie gesetzte Vertauen!
Corneliusstr. 44, D-80469 München
Tel. 089/77 30 44, Fax 089/77 35 90
www.taxivereinigung-muenchen.de
taxivereinigung.muenchen@t-online.de
Die Taxivereinigung München e.V. informiert
48. Hauptversammlung am 8. Juni 2004
Dr. med univ. Hans Bake v.Bakin
– München –
Heidemannstraße 25–27
Ärztliche und augenärztliche Untersuchung
(ohne Voranmeldung) €31,–
Ärztliche und augenärztliche Untersuchung
mit psychometrischen Tests
für Ersterteilung und über 60 Jahre
€81,–
Telefon 089/3 11 17 50
Mobil 0172/6 52 38 05
Ausreichend Parkplätze vorhanden

Seite 17

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Schrottis Fiaker-ABC
A
Das ABC der Taxler. Bierernst, aber heiter. 
Doppelzüngig, meist erinnernd. Amüsierend, manchmal lehrreich. 
In jedem Fall hilfreich. Interessant für Anfänger und Profis. 
Zum Start, logisch, der Buchstabe A …
Abwarten muß man können, insbesondere bei schlechtem Geschäft. Der
intelligente Fiaker wartet aber auch
am Funk ab, z. B. die Freigabe, wenn
er am Tal-Stand erster ist. Wird „für
Westenrieder freigegeben, darf der
letzte vom Stand fahren. Wird „für
Herren“ freigegeben, ist man plötzlich „Tal erster“, um dann einen besoffenen Hotelgast zum nächsten Mc
Donalds zu fahren.
Abstauben Hiermit sind nicht häusliche Reinigungsarbeiten gemeint, sondern eher unsaubere Machenschaften
im Gewerbe. Das „Behilflichsein“
beim Ausführen eines Auftrags, den
ein anderer Kollege bereits über Funk
oder Telefon bekommen hat, ist häufig anzutreffen, entspringt jedoch selten caritativen Erwägungen.
Abzocke Gepäckzuschlag drücken für
Damenhandtaschen, Rollstuhl oder
Blindenhund (wenn`s nicht der eigene ist), Umwege fahren usw. … 
Aber auch bei so manchem „abgezockten“ Fahrgast kann man hier
noch was lernen und auf seinem
(wirklich ehrlich verdienten) Geld sitzen bleiben. ➜

Seite 18

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18 TAXIKURIER
Ärger Lernt einander ertragen. Sollte
übrigens auch für alle Zentralisten
gegenüber den Fahrern/innen gelten.
Alarmanlage Schon Generationen von
Fiakern haben sich beim versehentlichen Auslösen der Alarmanlage vor
Schreck einen Kabelbrand im Herzschrittmacher zugelegt. Die Krönung
folgt, wenn man dann nicht weiß, wo
der Knopf zum Ausschalten ist. Die
Anwohner der Taxistände können in
solchen Fällen aus jahrelanger Erfahrung heraus jederzeit behilflich sein.
Alkohol Insbesondere nachts häufig
bei Fahrgästen festzustellen. Da man
sich sinnvollerweise nicht selbst an
den Pegel der Fahrgäste herantrinken
sollte, um sie auszuhalten, ist Toleranz gefordert. A. hat aber den Vorteil, dass Fahrgäste erst dadurch dazu
werden und nicht selber mit dem
Auto heimdüsen.
Ampelschaltung Wie wir schon bei
Wilhelm Tell lernten, durften die Ur-
Schweizer bei Abwesenheit des Landvogtes Gessler eben dessen aufgespießten Hut grüßen. Wir haben
täglich hunderte Male Gelegenheit,
zu einem ausführlichen Gedenken an
unsere Münchner Verkehrsplanungs-
Profis, wenn wir am Reichenbachoder Stiglmaierplatz, am Isar- oder
Sendlinger Tor oder vor dem Königshof halbleeren Trambahnen minutenlang beim Vorbeifahren oder gar
Wenden zuschauen dürfen. 
Und wir dürfen uns fragen, ob die
Stadt den Strom für sinnlose „Dauerbrenner“, wie z. B. Cornelius/Baader,
Blumen/Angertor oder vorm Postscheckamt eigentlich geschenkt bekommt. (Antwort: ja – vom Steuerzahler). Das Herbeiführen einer
grünen Welle würde angeblich Millionen verschlingen, aber das konsequente Erzielen einer roten Welle
kann nicht billiger gewesen sein. Von
unseren Benzinkosten ganz zu
schweigen. 
Aber wenn sich schon katholische
Zöllibazis als alleinige Fachleute für
Ehe- und Sexualität geben dürfen,
warum sollten dann nicht politische
Geisterradler die alleinige Kompetenz
für den Autoverkehr haben? 
Es lebe die Umwelt!
A9 Wir meinen hier nicht die nahe
gelegene Disco, sondern die Autobahn selbst. Dank regelmäßiger Verkehrszusammenbrüche ist der
Münchner Flughafen über längere
Zeiten nur auf dem Luftwege erreichbar.
Anschnallpflicht Da die Anschnallpflicht für Fiaker nur bei Besetztfahrt
ausgesetzt ist, gilt sie beim derzeitigen Geschäftsgang leider fast ständig.
Arbeitskanal „Zentrale, wo werd`n
g`arbat?“ – Diese beliebte Frage reißt
zu bestimmten Zeiten nicht nur die
Besatzung der Zentrale aus dem gemeinsamen Tiefschlaf, sondern auch
hunderte von Kollegen, die vor dem
Zurückstellen der Rückenlehne vergessen haben, den Funk auszuschalten. Wenigstens gelegentlich darf die
Zentrale wahrheitsgemäß antworten
„auf oans“ . Besonders sensible Funker
kündigen nach längerer Stille an:
„Achtung, es kommt ein Auftrag“ . 
Aufhalter Hektisch gestikulierende lästige Personen, meist am rechten
Straßenrand, die einen daran hindern, mit Tunnelblick und 80 Sachen
auf dem Tacho auf der linken Spur
die nächste Ampel noch bei „orange“
zu packen.
Auftragsschein Setzt dummerweise
Auftrag voraus. Phasenweise schwierig zu erlangen.
Auftreten gegen so manche Kollegen
sind John Wayne, Rambo und der
steirische Törminäida wahre Waisenknaben. Wer aber sein Pulver bei
überdrehten Fahrgästen gleich zu
Anfang verschießt, hat nichts mehr
nachzuladen. Siehe Rubrik „Ärger“,
erster Satz.
Ausgleich Ersatz-Stich für über Funk
vermittelte Leeranfahrt, die nicht im
Verschulden des Fiakers lag. Im
Gegensatz zu landläufiger Ansicht
aber nicht übertrag- und vererbbar.
Im nächsten Monat erfreuen wir Sie
mit B, wie z. B. Brausebad …
Rechtsanwalt Stephan 
und Dr. Stahlberg
Umfassende Rechtsvertretung in Straßenverkehrssachen
● Unfallregulierung 
● Ordnungswidrigkeiten und Strafsachen
Als Mitglied der Taxi München eG, sind Rechtsanwalt Stephan die Probleme der Taxiunternehmen bestens vertraut.
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Tel.: 089/52 40-21 od. 22 
Fax: 089/52 61 12

Seite 19

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19TAXIKURIER
Jeden Monat küren und belohnen wir Personen, Institutionen oder auch Kollegen und Kolleginnen für besonders taxifreundliche Aktionen. Die Rose sozusagen als Symbol und
Dank für die Zuneigung gegenüber dem Taxi-Gewerbe. Belohnt wird die jeweilige sympathische Geste mit einem
kleinen Geschenk.
Seit einigen Wochen ist die Hauptbahnhof-Nordseite
kurz nach Mitternacht mit einer auffällig hohen Zahl an
Taxis frequentiert. Yorma’s, der kleine Supermarkt mit
Snackangebot (von 6.00 bis 24.00 Uhr geöffnet) lädt täglich die Taxifahrer zu Sandwiches ein, die bis Ladenschluss nicht verkauft wurden. Erstklassige Ware, die jeweils von einem Mitglied der Spätschicht an den
Taxistand gebracht wird. Der TAXIKURIER hat dies mit
Taxigutscheinen gewürdigt.
Als Gegenpart zur Rose „bestrafen“ wir monatlich Zeitgenossen, Institutionen, Behörden sowie leider auch Kollegen
und Kolleginnen für Handlungen und Aktionen, die unserem Gewerbe schaden. Als Symbol dafür haben wir die 
saure Zitrone ausgewählt.
So leid es uns tut – wir beginnen mit einem Kollegen.
Seit Monaten stellt sich der bärtige Kollege „2262“ unerlaubt direkt vor der Pacha-Eingangstüre auf. Mehrmals
haben ihn entrüstete Kollegen aufgefordert, diesen Platz
zu verlassen, da dies unerlaubt und unkollegial sei. „Kollegialität sei im egal, dies sei sein Stammplatz und er
mache hier seine besten Geschäfte.“ Die übrigens durch
die laufenden Anzeigen gemindert werden. Darauf eine
Zitrone!
Die Zitronen-Nummer des Monats: 
2262
Künftige Unternehmerkurse
Termine: 
Jeden Dienstag und Donnerstag
18.00 – 20.30/21.00 Uhr
(außer Feiertag)
Kurs 6/2004: 07.09. – 05.10.04
Kurs 7/2004: 12.10. – 09.11.04
Kurs 8/2004: 16.11. – 14.12.04
Ort für alle Ausbildungen Kursraum der Taxi-München eG | Engelhardstraße 6 | 81369 München (U3/Harras)
Fotos: www.atelier-tacke.de
Rose des 
Monats
Zitrone des 
Monats
Ein Teil des Yorma’s-Spätschicht-Teams freut sich über die Taxi-Gutscheine.
Taxifahrerausbildung
Termine: 
Jeden Montag und Mittwoch
18.00 - ca. 21.30 (außer Feiertag)
Funkausbildung
Termine: 
20. und 22. Juli 2004
14.30 - 17.30 Uhr
AUSBILDUNG
IM JULI 2004

Seite 20

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20 TAXIKURIER
Jeder Taxler, für den Funkaufträge zum
täglichen Broterwerb gehören, kennt
ihre Stimmen. Die Menschen dahinter
sind allerdings nur den wenigsten bekannt. Das gilt in Wort & Bild gleichermaßen. Und das muss anders werden. Die Kolleginnen und Kollegen in
der Funkzentrale haben einen genauso
harten 8-Stunden-Job wie die Kollegen auf der Straße. Ihre Aufträge sind
für jeden von uns bares Geld wert. Mit
diesem Beitrag will der TAXIKURIER
eine Brücke schlagen zwischen Fahrern
und Funkern. 
In jeder Ausgabe wird eine „Stimme“
vorgestellt, mit ihren Hobbies, Leidenschaften und Wünschen. In dieser
Ausgabe: Michael Schrottenloher
„Sind Sie zufällig Nichtfunker …?“
Gag oder Versprecher, das ist hier die
Frage? Denn der „Schrotti“, wie er
von rund 50 Prozent der Fiaker genannt wird, ist ja nicht nur Funker,
der Montag und Dienstag nachts
durchs Geschäft führt. Der Schrotti
ist ein Multitalent. Seit 20 Jahren
Schauspieler, seit 10 Jahren Gastronom und das alles mit einer Ausbildung zum Regierungsinspektor.
Das war aber nix für unseren
Schrotti. Denn erstens hatte er nur
mit Akten zu tun, statt mit Menschen, und zweitens - und das war
noch viel schlimmer - „die Arbeit
musste tagsüber erledigt werden“ . 
Der waschechte Münchner, aufgewachsen in Kleinhadern, ist nämlich
ein absoluter Nachtmensch. Und das
schon seit der 1. Klasse Volksschule,
wie er betont, „da bin ich abends
nicht ins Bett gekommen und in der
Früh nicht raus.“
Nach der Regierungsinspektor-Karriere fuhr er erstmal Taxi, bis er im
Frühjahr ‘89 in der Funkzentrale der
Autoruf e.G. (so hieß die Genossenschaft damals noch) landete. Das war
äußerst praktisch, schließlich wohnte
er damals in der Utzschneiderstraße,
schräg gegenüber. Zudem konnte er
nach wie vor seiner schauspielerischen Tätigkeit frönen. Er gehört zu
den Stützen der Volksbühne Waldheim e.V. und liebt bayerische Komödien die vom Wortwitz leben und
nicht von der Niveaulosigkeit. Manch
ein Taxi-Kollege konnte auch schon
seine Schauspielkunst mit selbstverfassten Theaterstücken (u.a. „Wenn
der Zapfhahn kräht“, „Knabbern gehört zum Handwerk“) im Soul-City
erleben, zusammen mit der Franzi Kinatseder und dem Rudolf Fischer.
Das Soul-City ist eine weitere Spielwiese vom Schrotti. „Jahrelang hab’
ich mir eine eigene Discothek eingebildet und im September ‘94 hat es
dann geklappt“ . Von der Anfangseuphorie ist er inzwischen weit entfernt. Gastronomie ist halt auch ein
hartes Brot. Aber besonders stinkt
ihm die ungerechte Behandlung der
halbillegalen Konkurrenz. Profissorische Läden, so der Gastronom
Schrottenloher, „haben keine ausreichenden Notausgänge, nicht genügend Toiletten, keine Entlüftungsanlagen, mussten nie einen Stellplatz
ablösen – und das alles, weil es ja
angeblich nur vorübergehend ist.
Und dann verkaufen sie das Bier
auch noch um die Hälfte.
„Als Wirt kann man net nix trinken –
des geht net“
Bei mir kommt jede Woche einer vorbei, der irgendetwas kontrolliert, egal
ob Branddirektion oder Lokalbaukommision.“ Da wird der sonst so gelassene Schrotti fast narrisch. Mit
Recht, aber eigentlich seinem Naturell zuwiderlaufend. Er, der sogar
nachsichtig über die haarsträubendsten Fehler der Taxler am Funk hinwegsieht, sagt über sich: „Ich habe
immer Verständnis für die Probleme
der Fahrer. Als ich anfing, habe ich
drei Monate lang gewartet bis ich
mich getraut habe den 1. Funkauftrag anzunehmen. So schüchtern war
ich“ . Grantig wird er nur, wenn keiner
„draußen“ mitarbeitet.
„Eine Standplatzlüge ist kein Spass“
„Alle stehen auf der Straße herum
und ratschen und ums Gechäft kümmert sich keiner. Wenn sich nach
langem Hin und Her schließlich der
Interview
Der Mensch hinter 
der Stimme

Seite 21

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siebte am Standplatz meldet, da weiß
ich doch, dass niemand aufgepasst
hat. In meiner aktiven Zeit auf der
Straße ist mir niemals ein Funkauftrag entgangen. Da hätt’ ich mich geschämt.“
Also, Kollegen auf der Straße, nehmt
Euch in acht! Nächstes Jahr fährt der
Schrotti wieder – und der ist verdammt ausgeschlafen. Und mit viel
Spaß bei der Sache, denn er ist ein
leidenschaftlicher Autofahrer. Davon
zeugt nicht zuletzt sein Hobby: 
Oldtimer sammeln. Sieben an der
Zahl sind’s, vom „Daf 33“ bis zum
„Mercedes 600“ .
Spaß hat er auch am Funkmikrophon. „Ich bring’ schon mal einen
Gag, wenn ich glaube, dass er angebracht ist“ .
Übrigens: „Sind Sie zufällig Nichtfunker …?“ war einfach nur ein Versprecher. Nichtraucher wollte der
Schrotti sagen. Aber ein Gag war’s
trotzdem.
Mini-Steckbrief:
Name: Schrottenloher
Vorname: Michael
Bekannt als: „Schrotti“
Alter: 44
Sternzeichen: Löwe
Familienstand: ledig
Geburtsort: München
Wohnviertel: Zentrum
Hobbies: Theaterspielen + Oldtimer
Musik: Soul + Funk
Laster: Rauchen

Seite 22

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22 TAXIKURIER
Die Umsätze in unserem Gewerbe
sind dramatisch eingebrochen. Und
in gleichem Maße wie die Einnahmen
nach unten gehen, steigt der Verfall
der Sitten. Eine besonders perfide Art
geschäftlicher Unmoral, die zur Zeit
jeder von uns beobachten kann, ist
die „unerlaubte Bereitstellung“ . Und
das, verehrte Kollegen, ist kein Kavaliersdelikt.
Ob „Spiegel“ oder „Süddeutsche Zeitung“, die Krise im Taxigewerbe hat
sich medienmäßig zu einem relevanten Thema entwickelt. Eigentlich keine große Überraschung, betrifft es
doch Fiaker und Kunden im gleichen
Maße. Leiden die einen an mangelnden Einnahmen, müssen die anderen
den Unmut ersterer aus diesem Grund
über sich ergehen lassen. 
Kein schönes Bild einer Branche, die
einst stolz war „Chauffeure“ zu sein
und als solche auch geachtet und anerkannt war. Wenn man liest, wie 
sich das „Grobzeug“, anders kann
man es nicht titulieren, heute handgreiflich um Kunden prügelt und
Umwege fährt, nach der sich die
Fahrtstrecke in Fredl Fesls „Taxilied“
geradezu als Schnäppchen erweist,
könnte einem angst und bange werden. Kein Aushängeschild der Branche, was in Berlin so abgeht und
auch der Münchner Flughafen
scheint kein Ort der Seeligen zu sein.
Aber auch in der schönen Münchner
Stadt sind wir von der Friede-Freude-
Eierkuchen-Mentalität weit entfernt.
Im enormen Exitenzkampf, dem sich
jeder von uns tagtäglich bzw. Nacht
für Nacht stellt, verrohen zusehends
die Sitten unter den Kollegen. 
Eine besondere Spezies hält sich dabei für besonders schlau. Es sind jene
Raubritter, die in der irrigen Annahme auf Kundenfang gehen, dass
überall dort, wo sie sich aufstellen
auch ein Taxistand ist. „Unerlaubte
Bereitstellung“ heißt das Zauberwort,
von dem viele scheinbar noch nichts
gehört haben oder es schlicht verdrängen. 
Ein Paradebeispiel ist der „Beck-
Stand“, an dem es mittlerweile zum
Sport ausgeartet ist, sich überzählig
aufzustellen um die Fahrgäste „abzustauben“, während sich vorne die ordentlichen Kollegen die Reifen platt
stehen. Dies kann und darf nicht länger hingenommen werden. 
Diese Verwilderung ist besonders der
Stadträtin Barbara Scheuble-Schaefer
ein Dorn im Auge. Jedesmal, wenn
sie aus dem Rathaus kommt, überlegt
sie angesichts der chaotischen Zustände, diesen Taxistand „wieder
komplett aufzulösen“ . 
Und dabei steht Frau Scheuble-
Schaefer dem Taxigewerbe durchaus
wohlminded gegenüber. Das traurige
in diesem konkreten Fall ist, dass keinem dieser „Spezialisten“ klar zu sein
scheint, dass damit auch wieder die
Durchfahrtsgenehmigung über den
Marienplatz in Gefahr ist.
Dabei ließe sich der Wildwuchs der
„unerlaubten Bereitstellung“ durch
mehr Kollegialität und mehr Engagement untereinander stark eindäm-
Unerlaubte Bereitstellung
Diebstahl 
am Kollegen
Titelthema | Von Peter Gabler

Seite 23

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23TAXIKURIER
Dem Wildwuchs
offensiv begegnen
§ 47 PBefG
„Bereithalten“ i.S. des § 47 Abs.3
Satz 1 PBefG bedeutet das Aufstellen
der Taxe verbunden mit der erkennbar ausgedrückten Bereitschaft zur
„sofortigen Ausführung“ von Fahrtaufträgen. 
Diese Auslegung leitet sich aus der
Betriebspflicht nach § 21 PbefG her. 
Die Pflicht, die Taxe an einem nach
Zeichen 229 StVO gekennzeichneten 
Taxenstand bereitszustellen, soll den
ordungsmäßigen Verkehrsablauf 
sichern und geordnete Verhältnisse
innerhalb des Taxigewerbes schaffen. 
Die Bevölkerung kann sich darauf
einstellen, an diesen Stellen Taxis 
vorzufinden. Sämtliche Bedarfsstandplätze sind in der Taxi-Tarif-Ordnung 
aufgeführt. Einfach mal reinschauen
und lesen!
men. Die meisten machen sich
schlichtweg keine Gedanken darüber,
dass „unerlaubte Bereitstellung“
Diebstahl am Kollegen ist! Und zwar
an jedem von uns. Oder lassen Sie es
sich gefallen, dass Ihnen der „Herr
Kollege“ die Brieftasche klaut, während Sie gerade beim Bieseln sind?
Nichts anderes passiert hier und fast
jeder schaut zu! Oder wie es ein griechischer Kollege vor dem „Pacha“,
ein weiteres Eldorado der Abstauberkönige im Innenhof, formuliert: „Bei
uns in Athen würden so einem als erste Warnung erstmal die Reifen abmontiert.“ Vielleicht auch nicht die
feine Art, aber wie mir scheint, eine
angemessene Reaktion. Resignation
ist jedenfalls der falsche Weg!
In Zukunft wird die Genossenschaft
gemeinsam mit dem KVR bei dieser
„Art des Kollegendiebstahls“ wieder
eine härtere Gangart einlegen. Und
jeder ist aufgefordert daran mitzuwirken. Sage jetzt keiner, dass es sich
hierbei eventuell um Denunziantentum handeln könnte. Dieses Argument nehmen nur die Rechtsbrecher
für sich in Anspruch. Für alle anderen ist es schlicht Notwehr, sich gegen Diebstahl zur Wehr zu setzen.
Und wer erstmal 150 Euro berappt
hat, wird sich beim nächstenmal vielleicht überlegen, ob sich das finanziell auszahlt. 
Damit hinterher keiner sagen kann,
er hätte von alldem nichts gewusst,
verrät der TAXIKURIER sogar einige
neuralgische Punkte der zukünftigen
Kontrollen (in alphabetischer Reihenfolge): 
Alabama, Atomic Café, Beck-Stand,
Crowns Club, Erste Liga, Leierkasten,
Sausalitos, Schumann’s, Pacha.
Tatort „Beck-Stand“: vier „Kollegen
auf Raubzug“ . Der Vorderste macht
gerade Beute …
Dr. Cichon & Partner
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Tätigkeitsschwerpunkte
Dr. J. Cichon H. J. Michael K.H. Dollinger
Unfallschadenregulierung Familienrecht Arbeitsrecht
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Tel.: 089 / 13 99 46 - 0, Fax: 089 / 16 59 51

Seite 24

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24 TAXIKURIER
Essen auf Rädern
Die monatliche Orientierungshilfe durch den Brotzeit-Dschungel
Die Taxischichten werden immer länger. Trotz Tupper-Ware und Brotzeitbeutel gilt es, den Heißhunger zu befriedigen. In jeder Ausgabe testen wir
für Sie eine typische Taxifahrer-Brotzeit. Die Auswahl der Kandidaten ist
natürlich rein subjektiv und zufällig,
stellt aber in jedem Fall eine kleine
Orientierungshilfe im großstädtischen
Brotzeit-Dschungel dar. 
In diesem Monat beginnen wir 
mit der klassischen Leberkäs-Semmel!
Geschmack Rammerl Temperatur Semmel Preis Summe
Zum Franziskaner ••• ••• ••• ••• •• E 1,60* 14 •
Perusastraße 5
Sageder ••• •• •• •• ••• E 1,20 12 •
Elisabethmarkt, Stand 4
Probst •• •• •• •• •• E 1,70 10 •
Waldfriedhofstr. 68
Vinzenz Murr •• •• •• •• •• E 1,60 10 •
Reichenbachplatz
Kleiner Ochsenbrater •• •• •• •• • E 1,90 9 •
Viktualienmarkt, Stand 11
Schlemmermeyer •• •• •• •• • E 1,85 9 •
Viktualienmarkt 
Haidhauser Standl • – ••• – •• E 1,50 6 •
Wiener Platz, 
Sckell-/Grütznerstraße
* Taxifahrer-Preis

Seite 25

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Platz 1
ZUM FRANZISKANER
Der Klassiker. 
Wenn es die Franziskaner-Leberkäs-
Semmel nicht gäbe, müsste man sie 
erfinden. Oft der einzig vernünftige
Grund, „Max-Josef“ anzufahren.
Platz 2
SAGEDER
Kleine Metzgerei, sehr schmackhaft,
freundliche Bedienung, preiswert.
Platz 3
PROBST
Legendäre Metzgerei: 
Oberes Mittelmaß.
Ordentliche Qualität.Platz 5
KLEINER OCHSENBRATER
Guter Durchschnitt. 
Aber Viktualienmarkt-Aufpreis.
Resoluter Charme.
Platz 5
SCHLEMMERMEYER
Großer Name, der nicht alles hält,
was er verspricht. 
Freundliche Bedienung.
Platz 7
HAIDHAUSER STANDL
Hier regiert die Mikrowelle.
Labbrige Semmel. 
Tante-Emma-Kiosk.
Fazit
Platz 3
VINZENZ MURR
Das große Murr-Problem.
Es gibt erstklassige Outlets,
aber auch jämmerliche Filialen.
Es ist nicht überall Vinzenz
drin, wo Murr draufsteht. 
Wir hatten Glück – 
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Seite 26

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26 TAXIKURIER
Dr. Rüdiger Neitzel, 41, Facharzt für
Orthopädie und Sportmedizin betreibt zusammen mit Dr. Christian
Jessel im Airport-Center die Orthopädische Praxisklinik. 
Er war über 10 Jahre Bundesliga-
Handballspieler, mehrfacher deutscher Meister, Pokalsieger und Europacupsieger, hat 124 Länderspiele
und 1984 in Los Angeles die Silbermedaille errungen. 
Rüdiger Neitzel gibt regelmäßig
Tipps im TAXIKURIER zu berufsrelevanten Themen. 
Das Kreuz mit dem Kreuz – 
Das Taxlerleiden
Jeder hat es schon einmal erlebt: eine
bloße Bewegung reicht aus, um eine
messerscharfe Schmerzattacke im
Rücken auszulösen, die einem durch
Mark und Bein fährt und einen schier
bewegungsunfähig macht.
Woran liegt das und wie kann man
Abhilfe schaffen?
Die Häufigkeit von Schmerzsyndromen
an der Wirbelsäule verteilt sich zu
30% auf die Hals- zu 10% auf die
Brust- und zu 60% auf die Lendenwirbelsäule. Erkrankungen der Wirbelsäule gehören zu den häufigsten Gründen
der Arbeitsunfähigkeit in den Statistiken der Krankenkassen und treffen
meistens Patienten um das 40. Lebensjahr. Der Schmerz an der Wirbelsäule,
insbesondere an der Lendenwirbelsäule
wird deshalb als messerscharf empfun-
Hier spricht der Doc
Ratschläge zu Gesundheit, Ernährung und Bewegung.
Promi-Talk
Das monatliche Gespräch mit bekannten Zeitgenossen 
aus unserer Stadt über ihre Erlebnisse im Taxi.
Jutta Speidel
Allzu oft fahre ich nicht Taxi, dann aber meist mit dem Herrn Stöger aus
Obermenzing. Vor drei Jahren bin ich mit einem russischen Taxifahrer gefahren. Wie sich herausstellte, arbeitete er in seiner Heimat als Puppenspieler. 
In München fand er da aber keine Anstellung. 
Er war so sympathisch, dass ich ihm mein selbst gebautes Kasperltheater 
geschenkt habe. Kurioserweise hat er mir noch erzählt, dass seine Mutter
Schneiderin ist und Kapazitäten frei hätte. 
Seit dieser Zeit näht diese Dame für die Familie Speidel.
Jutta Speidel, als „Flotte Lotte“,bei Dreharbeiten zu 
„Um Himmels Willen“ . Natürlich war auch ein Münchner Taxi 
dabei (wie immer bei Filmeinsätzen ohne Werbung).

Seite 27

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27TAXIKURIER
„Was kostet es bis Aubing? – Und
wenn wir ohne Uhr fahren?“
Mit betörendem Lächeln stellen gerade Nachts irgendwelche Mistamseln
und ähnliche Girlies diese und und
gleichlautende Fragen. Es mag immer
noch schwachsinnige Kollegen und
betrugsbereite Aushilfs-Fahrer geben,
die dieses Ansinnen bejahen. Nachdem die teuren Caipirinhas bezahlt
und die pre-paid-cards verquatscht
sind, soll der Taxler dran glauben. 
Um 5.00 Uhr in der Früh! Aber
Nachtfahrer sind sowieso eine völlig
andere Spezies. Während tagsüber
das Nichtraucher-Taxi bevorzugt
wird, ist in der dunklen Tageshälfte
die Lebenserotik gefragt. Die Taxler,
die sich gerne im Theater-Viertel
aufhalten, sollten schon wissen, dass
die Zauberflöte von Mozart – und
nicht von Uhse ist …
Zurück zu den Gören. Unlängst
sprach mich an der Kultfabrik ein
nettes Mädchen – Typ Harlachinger
Zahnarzttochter an, ob ich für fünf
Euro eine Quittung über 18 Euro austellen würde. Meine neugierige Nachfrage ergab, dass der besorgte Vater
Ohne Worte
Freche Gören
der 18jährigen den Ausflug ins
nightlife nur erlaubte und finanzierte, falls Töchterchen versprach, per
Taxi nach Hause zu fahren und dies
per Beleg zu dokumentieren. Nein.
Dem besorgten Vater empfehle ich
für die Zukunft den Erwerb von Taxi-
Gutscheinen. 
Wenn die Mädchen dann letztendlich
doch im Taxifond Platz genommen
haben, werden die wichtigen SMS-
Nachrichten beantwortet, noch kurz
bei der nächsten Tankstelle einige
Grundbedürfnisse befriedigt (Chips,
Schokoriegel, Red Bull, Leberkäs-
Semmel …). Kurz vor`m Elternhaus
bittet man den Fahrer, nicht in den
Innenspiegel zu schauen, was man
natürlich genau dadurch provoziert.
Das bauchfreie, verwegene Nichts
wird blitzschnell mit dem braven
Oberteil aus der Handtasche gewechselt, um dem vielleicht doch noch
wachen und lauerndem Vater das Gefühl zu lassen, eine brave Tochter zu
haben … mit Taxi-Quittung.
den, weil die Natur hier Bandscheiben
und Wirbelgelenke mit sensiblen und
schnell leitenden Nervenfasern ausgestattet hat, die eine Fehlbelastung oder
Entzündung zu einem Erlebnis machen, das sich tief in das Gedächtnis
des Betroffenen eingräbt. 
Zu den häufigsten Ursachen von
Rückenschmerzen zählen neben Erkrankungen wie Blockierungen („der
Wirbel springt raus“) oder Myogelosen
(Muskelverspannungen) auch der viel
gefürchtete Bandscheibenvorfall. Dieser lässt sich heutzutage sehr gut
mittels Kernspintomografie (strahlenfreie Untersuchung) diagnostizieren
und in den meisten Fällen ohne Operation behandeln. Hier stehen vielseitige Behandlungsmöglichkeiten wie
Medikamente, Infiltrationen, Schmerzkathederbehandlungen und Krankengymnastik zur Auswahl. In jüngster
Zeit ist man dazu übergegangen
immer mehr minimalinvasive Operationstechniken anzuwenden, da hierdurch die Krankheitsdauer erheblich
verkürzt werden kann. Auch die Akupunktur als alternative Heilmethode
gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Mein Tipp: Geben Sie sich nie mit der
Diagnose „Das ist Verschleiß, da kann
man nichts machen“ zufrieden. Halten Sie Ihren Rücken in Bewegung
und sorgen Sie für ausgeglichene Belastung. Verlassen Sie ab und zu Ihren Diesel und halten Sie sich mit
Dehnübungen fit.
3093
Die KFZ-Prüfstellen mit Sympathie und Sachverstand
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Seite 28

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28 TAXIKURIER
Norbert’s Weltreise
Mexico City
Das mittelamerikanische Land Mexiko (amtl. Estados Mexicanos) grenzt 
nördlich an die USA und im Süden an Guatemala und Belize.
Mexico City, oder auch kurz D.F.
(Distrito Federal) ist die Hauptstadt
von Mexico.
Die Stadt wurde Ende des 14. Jahrhunderts von den Azteken als Tenochtitlán erbaut, 1519-21 durch
Cortez zerstört und an gleicher Stelle
wieder aufgebaut. Die Bevölkerung
hat sich seit 1960 nahezu verdoppelt.
Sie besteht zu 96% aus Mestizen , 3%
Indianern, 0,6% sind Weiße. Vor dem
Eintreffen der Spanier lebten hier die
kulturell hochstehenden Nahuavölker,
die Azteken, Tolteken und Chichimeken; erstere bildeten den Hauptbestandteil der indianischen Bewohner.
Weniger zahlreich waren die Maya
auf Yucatán, die Mixteken und Zapoteken. 
Mexico City liegt 2277 Meter über
dem Meeresspiegel und hat derzeit ca.
20 Mio. Einwohner (inkl. Vororten).
Die Hauptprobleme, mit denen die
Stadt derzeit zu kämpfen hat, sind
das starke Gefälle zwischen Arm und
Reich (zahlreiche Stadtteile sind regelrecht verarmt; daher eine hohe
Verbrechensrate), der für die Behörden nicht mehr zu bewältigende Verkehr und die daraus resultierende immense Luftverschmutzung, die an
manchen Tagen zu einem derart starken Smog führt, dass man nicht einmal mehr die Sonne am Himmel sehen kann.
All diese Probleme schlagen sich natürlich auch auf das Taxigewerbe
nieder. 
In Mexico City gibt es derzeit ca.
70.000 Taxis und ca. 80.000 Taxifahrer. Das meist anzutreffende Taxi ist
der VW Käfer. Dieser ist in der Stadt
fast ausnahmslos in grüner Farbe anzutreffen; inzwischen sind auch einige VW Käfer-Taxis gelb. Die gelben
sind mit Katalysator ausgestattet (behördlich vorgegeben). Da VW Käfer
nun auch in Mexico nicht 
mehr gebaut werden, hat die Kommunalverwaltung von Mexico City
durchgesetzt, dass zukünftig nur 
noch viertürige Taxis zugelassen
werden dürfen; die Behörde bezuschusst dies derzeit mit 1.500,00 Euro
pro neu zugelassenem Taxi.
Man verspricht sich davon auch, dass
illegale Taxis (2003 wurden ca. 3.000
Stück aus dem Verkehr gezogen) zukünftig verschwinden.
Foto: www.atelier-tacke.de
Foto: www.atelier-tacke.de

Seite 29

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29TAXIKURIER
Die Behörde von Mexico City gibt für
Reisende sogar ausdrückliche Empfehlungen für die Benutzung von Taxis,
die folgendermaßen aussehen:
➜ Wählen Sie sich Ihr Taxi aus.
Nehmen Sie nicht das Taxis, dessen Fahrer direkt vor Ihnen hält
und Sie auffordert einzusteigen. 
➜ Vergewissern Sie sich, dass das
Fahrzeug eine neue Lizenz-Plakette (2 Kennzeichen am Fahrzeug, die mit Nummer auf Fahrzeug selbst übereinstimmen muss)
hat, herausgegeben von DGST, die
zusätzlich zur vorhandenen Lizenz-Nummer auch auffällig gefärbt ist – entweder grün oder
leuchtend rot. 
➜ Kontrollieren Sie, ob der Fahrer
seine persönliche Fahrer-ID (Fahrerausweis mit Lichtbild) nachweisen kann, die ihn als registrierten Taxifahrer ausweist.
➜ Merken Sie sich den Namen des
Fahrers und die Lizenz-Nummer
des Fahrzeugs.
➜ Nehmen Sie kein Taxi, bei dem
die Fahrzeug-Lizenz-Nummer
oder die Fahrer-ID in irgendeiner
Weise verändert wurde oder fehlt. 
➜ Steigen Sie in kein Taxi ein, das
bereits Personen befördert.
➜ Versuchen Sie nur ein Taxi zu benutzen, wenn Sie eine Begeleitperson dabei haben.
➜ Wenn möglich, vermeiden Sie die
Benutzung von Taxis in der Nacht
und in sogenannten Armenvierteln.
➜ Vergewissern Sie sich, dass das
Schloss der Beifahrertüre funktioniert und verschließen Sie es, wenn
Sie sich im Fahrzeug befinden.
➜ Öffnen Sie das Fenster nur einen
kleinen Spalt. 
➜ Kontrollieren Sie, dass Ihrem Taxi
kein anderes Fahrzeug folgt.
➜ Beachten Sie jede verdächtige Aktivität, insbesondere Fahrzeugpannen und hier speziell solche,
die verhindern, dass sich die
Fahrzeugtüren versperren lassen.
➜ Erlauben Sie dem Fahrer nicht
von der vorgegebenen Route abzuweichen.
➜ Wenn Sie etwas Verdächtiges feststellen, bleiben Sie ruhig und gelassen und bitten den Fahrer, Sie
aussteigen zu lassen.
➜ Halten Sie das exakte Wechselgeld bereit.
➜ Rufen Sie einen registrierten Taxifahrer (doppelte Kosten, aber sehr
sicher) 
In der Praxis ist es so, dass man bei der Ankunft am Flughafen (liegt in der Stadtmitte!) einen Taxigutschein kauft,
der dann berechtigt mit einem vorhandenen Flughafentaxi (gelbes Fahrzeug mit schwarzem Flugzeug auf den Türen) zu seinem Fahrziel (meist Hotel in Touristengebieten) zu kommen. Diese Fahrt kostet derzeit ca. 250 Pesos (ca.
24,00 Euro). Man soll hier kein sich anbietendes „freies“ Taxi nehmen.
Die grünen VW Käfer-Taxis in der Stadt haben fast alle den Beifahrersitz entfernt und der Fahrer bittet den Fahrgast immer, sich hinter dem Fahrersitz zu platzieren. Dies birgt natürlich die Gefahr von Überfällen in sich, die meist
nach dem Muster ablaufen, dass eine Fahrzeugpanne vorgetäuscht wird und eine weitere Person (Helfer) zusteigt,
sich neben den Fahrgast auf die Rückbank setzt und somit keine Fluchtmöglichkeit mehr gegeben ist. Daher ist es
ratsam in der Stadt sogenannte Radio-Taxis (betreiben eigene computergestützte Zentrale) zu bestellen.
Neben den genannten Taxis gibt es auch noch Kleinbusse (Colectivos) und Sammeltaxen (Taxi libres).
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Seite 30

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30 TAXIKURIER
Schwarzes Brett der Branche
Pinnwand
Achtung „Ritsch-Ratsch“-Teilnehmer
Derzeit offerieren Kreditkartenunternehmen aus Frankfurt 
elektronische Abwicklungs-Systeme ohne eine spezielle Taxiabrechnungs-Software für 35 Euro. Die Firma Wellcom aus
München bietet dieses Gerät mit einer Taxisoftware für 23 Euro
an.
Krankenschwestern 91 %
Apotheker 89 %
Piloten 87 %
Ärzte 85 %
Taxifahrer 67 %
Automechaniker 63 %
Lehrer 60 %
Rechtsanwälte 57 %
Reiseveranstalter 34 %
Bauunternehmer 28 %
Politiker 13 %
Immobilienmakler 11 %
Deutsche vertrauen 
Taxifahrern
Zwar hinter Krankenschwestern, Apothekern, Piloten und
Ärzten, aber vor Lehrern und Anwälten!
Traumhafte Werte:
67 % der Deutschen
bringen der Taxibranche hohes Vertrauen
entgegen. Neun von
zehn der Befragten
vertrauen Krankenschwestern und Apothekern. 
Dies ergab eine repräsentative Umfrage
unter 5000 Lesern der
Zeitschrift „Reader’s
Digest. 
(Quelle: Reader´s Digest European
Trustet Brand 2002)
Taxi-Benefits im „4004“
Münchens Mega-Disco lädt alle Taxifahrer/innen im Juli ein, gegen Vorlage des P-Scheins
ohne Eintritt einmal einen netten Abend zu
verbringen. Außerdem haben sich die Macher
einen sehr nützlichen Service einfallen lassen:
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Seite 31

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informieren wir Sie jeweils über ein
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180 Ländern jährlich
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(Autovermietung bis Zimmervermittlung)
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(über 20 Restaurants)
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Seite 32

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32 TAXIKURIER
Frau Gudrun Gmach, Leitende Ministerialrätin vom Bayerischen Wirtschaftsministerium.
Die Behördenvertreter beklagten, dass
der IsarFunk alle eingehenden Beschwerden in Eigenregie durch einen
selbstinstallierten Beschwerdeausschuss behandelt. Grundsätzlich ist
die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten Aufgabe der Kreisverwaltungen. Auch die IHK schloss sich dieser
Auffassung an.
Gerügt wurde seitens der Behörden
Flughafen München
Flughafen-News
die mangelnde Transparenz der Arbeit des Sanktionsausschusses. 
Auf die Anregung, der IsarFunk möge auch mitgliederstarke Münchner
Gewerbevertretungen in den Sanktionsausschuss aufnehmen, meinte
ein Vertreter vom IsarFunk, dass neben den türkischen und griechischen
Taxifahrervereinen, schon die Aufsichten, das Personal des Schalters
und einige Vereine aus Erding und
Freising dem Ausschuss angehören
und somit der Kreis vollzählig ist.
Flughafengespräch am 15. Juni
Wie beim Taxigespräch der IHK am
22.04.04 besprochen, fand am
15.06.04 ein gemeinsames Gespräch
über die Abläufe und Probleme am
Flughafen statt.
Geladen waren die FMG, Taxivereinigung, Landesverband, Taxivereine
aus Freising, Oberding, der IsarFunk,
die IHK und alle betroffenen Kreisverwaltungsbehörden sowie die Polizeidirektion am Flughafen. Die Leitung der Besprechung übernahm
Jeder kennt es, alle wissen es. Oder
doch nicht? Zumindest wird immer
darüber diskutiert, manchmal auch gerätselt. Wir bringen Licht ins Dunkel.
Heute: Fahrgastübernahme
Fahrgastübernahmen gibt es im Normalfall eigentlich nur bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen oder länger
dauernden verkehrsrechtlichen Kontrollmaßnahmen.
Dauerbrenner 
In diesem Fall ist vom Fahrer oder der
Fahrerin ein Ersatztaxi zu ordern und
der Fahrgast dem Kollegen oder der
Kollegin zu übergeben. Im Normalfall
darf vom Fahrgast das auf dem Taxameter aufgelaufene Entgelt nicht verlangt werden. Im Normalfall heißt bei
Stadtfahrten. Sollten Sie eine weitere
Fahrt haben und auf der Strecke eine
Panne haben, dann können Sie
durchaus das bis dahin aufgelaufene
Entgelt verlangen. Im Zweifel sollte
man sich immer in die Situation des
Fahrgastes versetzen, der ja zwangsläufig z.B. bei einer Panne Unannehmlichkeiten hat – sei es auch nur
eine nicht eingeplante zusätzliche
Wartezeit. Also gilt folgende Faustregel: Eine Fahrgastübernahme darf
nicht zu Lasten des Fahrgastes gehen,
da dieser ja die Fahrgastübernahme
nicht zu verantworten hat.

Seite 33

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33TAXIKURIER
Impressum
TAXIKURIER, offizielles Organ der Taxi-München eG
Herausgeber: Taxi-München eG
Genossenschaft der Münchner Taxi-Unternehmen
Engelhardstraße 6, D-81369 München
Tel: (0 89) 77 30 77, Fax: (0 89) 77 24 62
e-mail: choleva@taxi-muenchen.com
Internet: www.taxi-muenchen.com
Chefredakteur: Hans Meißner
Objektleiter: Paul Rusch, Tel: 0172 - 5 37 37 31
Mitarbeiter an dieser Ausgabe:
Peter Gabler, Norbert Laermann, Michael Schrottenloher
Gestaltung und Art Direktion: Bernhard Probst
formenreich, visuelle kommunikation und design
Ringseisstraßé 4, D-80337 München
Tel: (0 89) 44 49 97 88, Fax: (0 89) 44 49 97 89
e-mail: probst@formenreich.de
Druck: Druckhaus Fritz König GmbH
Stahlgruberring 24, D-81829 München
Tel: (0 89) 42 74 10-0, Fax: (0 89) 42 74 10-28
ISDN: (0 89) 42 74 10-27
e-mail: koenig@druckhaus-koenig.de
Anzeigenverwaltung und Anzeigengeneralvertretung:
Münchner Verlagsvertretung
Wernher-von-Braun-Straße 10A, D-85640 Putzbrunn
Tel: (0 89) 46 50 21, Fax: (0 89) 46 88 55
e-mail: rusch.e@t-online.de
Anzeigenpreisliste: Nr. 35, gültig ab 25.06.2004
Vertrieb: Göbel + Lenze Direktmarketing GmbH
Stahlgruberring 22, D-81829 München
Tel: (0 89) 4 27 18 88 32, Fax: (0 89) 4 27 18 88 78
Bezugspreise: Einzelheft E 2,50 + Versandkosten
Abonnement Inland E 25,00 incl. Mwst. und Versand
Erscheinungsweise: monatlich
Bezugszeit: Das Abonnement gilt zunächst für ein Jahr. 
Es verlängert sich, wenn es nicht drei Monate vor Ablauf
dieses Jahres schriftlich gekündigt wird. 
Darüber hinaus sind Kündigungen jeweils drei Monate vor
Ende des folgenden Quartals schriftlich mitzuteilen. 
Nachdruck und Vervielfältigungen: Die Zeitschrift und alle
in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind
urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der
engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die
Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.
Die Einsender von Beiträgen übertragen dem Verlag das
Recht, die Genehmigung zum Fotokopieren zu erteilen. 
Die namentlich oder mit Initialen gekennzeichneten Artikel
stellen nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion dar. 
Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr
übernommen. Bei Nichtlieferung durch höhere Gewalt besteht kein Anspruch auf Ersatz.
Inhaber der Beteiligungsverhältnisse:
TAXI-MÜNCHEN eG 100 %
Vorstand: Hans Meißner, Max Herzinger, Gerhard Kroiß
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Alfred Lehmair
zu „4x gestochen“, während das zahlende „Taxlervolk“ immer noch auf
den ersten Fahrgast wartete. Dem
Landratsamt Erding gelang es erst
nach einigen Tagen dieses Spiel zu
beenden.
Herr Meißner bat die Öffnungsklausel
aus der Verfügung des Landratsamtes
zu nehmen.
Nach längerer Diskussion wurde der
Vorschlag abgelehnt und die Änderung als nicht hilfreich bewertet.
Kommentar
Auf den Punkt brachte die Sache Polizeidirektor Häusler „es hat sich
nichts geändert“ – nur teurer und
aufwändiger wurde der Ablauf. Dem
IsarFunk gelang es unter der schützenden Hand der FMG ein System
aufzubauen, das eine Menge Geld
kostet, die Behörden austrickst und
eigene Süppchen in der Küche
„Sanktionsausschuss“ kocht. Die
„Küchenchefs“ erklärten sich bereit,
die Protokolle der Ausschusssitzungen an die Kreisverwaltungsbehörden
zu schicken. Die Behörden, die den
Taxiverkehr ordnen, sind zu Zaungästen geworden.
Der Brei, der am Flughafen angerührt
wird ist zwar teuer, schmeckt aber
keinem der Betroffenen – müssen wir
warten bis es allen schlecht wird?
Auf die Frage, wie und auf welcher
Geschäftsordnungsbasis der Ausschuss arbeitet, gaben die IsarFunker
kleinlaut zu, dass es keine Geschäftsordnung oder Richtlinie gibt. Frau
Gmach forderte den IsarFunk unverzüglich auf, diesen Missstand einzustellen.
Die Arbeit des Ausschusses scheint
tatsächlich mangelhaft zu sein. So
wurden Strafen und Nutzungsverbote
ohne Anhörung der Betroffenen ausgesprochen. 
Obwohl im Nutzungsvertrag vom
IsarFunk versprochen wurde, die
Geldbußen der Taxistiftung Deutschland zu überweisen, monierte Herr
Meißner als Vorsitzender der Taxistiftung Deutschland, dass nach fast einem Jahr IsarFunk am Flughafen bisher noch kein Cent die Stiftung
erreichte. Dies wurde bestätigt.
Die Münchner Gewerbevertreter verurteilten das rüpelhafte Auftreten der
Einweiser – hier lagen massive Beschwerden vor. Ebenso wurde durch
die Taxivereinigung festgestellt, dass
Fahrgäste von Einweisern häufig bevorzugten Fahrern vermittelt wurden.
Frau Gmach regte an, das Aufsichtspersonal entsprechend zu schulen,
um Reibereien zu vermeiden. Weiterführend wurden Tätlichkeiten aufgeführt.Zur Gesamtsituation am Flughafen bemerkte Herr Polizeidirektor
Häusler, dass sich durch die Übernahme der Standplätze durch den Isar-
Funk eigentlich nichts geändert hat,
lediglich der Überlauf des Agip-Speichers sei abgestellt – dies liegt wohl
an der massiven Vermehrung der
Aufstellplätze.
Die Allgemeinverfügung des Landratsamtes Erding vom 09.01.04 führte
bei der BAUMA zu einem Eklat. Der
IsarFunk ordnete an, dass die Aufsichten bei jeder Anfahrt sofort die
erste Stelle einnehmen durften. Bis
9.00 Uhr hatten Aufseher bereits bis
IHRE TAXI-AUTOSATTLEREI
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Rückenproblemen
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Seite 34

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34 TAXIKURIER
Ein großes Problem stellten die Überfälle auf die Taxifahrer, vornehmlich
durch amerikanische Soldaten dar.
Untersuchungen hatten ergeben, dass
jeweils im letzten Monatsdrittel die
meisten Überfälle stattfanden. In einem Gesprächstermin zwischen Vertretern der Militärbehörden der USA,
deutschen Behörden und dem
Münchner Taxigewerbe unter dem
Vorsitz von Herrn Ostermaier, forderte dieser, den amerikanischen Heeressoldaten den Sold, wie bei der Luftwaffe, zweimal monatlich
auszubezahlen und nicht auf einmal
zu Beginn des Monats. Die amerikanischen Gesprächsteilnehmer erklärten sich zur Mitwirkung bereit,
wiesen aber darauf hin, dass diese
Entscheidung
Washington fällen
müsse.
Die Militärsprecher forderten
vom Münchner
Droschkengewerbe Festpreise von
und zu den Kasernen, bezogen auf
die häufigsten
Fahrstrecken. Dadurch könne eine
wesentliche Ursache für die Auseinandersetzungen beseitigt werden. Es
wurde Prüfung zugesagt. 
Nachdem der ET (Export Taxi) Dienst
abgeschafft wurde und diese 200
Unternehmer normale Taxikonzessionen erhielten, sollte jeder Taxifahrer
Script-Dollars (Voucher) als Zahlungsmittel annehmen, die dann bei
dem Dispatcher Häuschen am Hauptbahnhof oder bei den Warner-Barracks (San. Akademie) in deutsche
Währung eingelöst werden konnten.
Die meisten Taxifahrer forderten aber
von den GI´s die Fahrpreise in US-
Dollar, um das Einlösen der Script-
Dollars in DM zu vermeiden. Für einen Dollar bekam man damals DM
4,50. Aus dieser Zeit hatte z.B. der
„Dollarkarl“ seinen Spitznamen weg.
Er soll sich durch den An- und Verkauf von Dollars einen lukrativen
Nebenverdienst verschafft haben.
Die Zeiten waren hart. Außer den
Amis, die für ihre Dollars DM 8,00
bekamen, fuhren Einheimische nur
zu Hochzeiten, Beerdigungen oder
ins Krankenhaus mit dem Taxi. Die
Motorisierung der Bevölkerung war
gerade erst am Anfang.
Der Vorstand der Genossenschaft bedauerte, dass die viel zu kleinen Mercedes 170 Diesel, die nur vier Fahrgästen Platz bieten, vermehrt eingesetzt
wurden. Bis dahin gab es fast ausschließlich 6- und 7-Sitzer, teilweise
mit Klappsitzen der Marken Fiat,
Opel und Ford, teilweise noch Vorkriegsmodelle. 
Amüsantes aus der Taxi-Historie
Anno dazumal
Vor 50 Jahren fand eine langwierige
und erbittert geführte gerichtliche
Auseinandersetzung zwischen der
Genossenschaft und dem Landesverband Bayerischer Droschkenunternehmer einerseits und dem Bayerischen Roten Kreuz andererseits, ein
wie wir heute wissen, vorläufiges Ende. Am 14. Januar 1954 verpflichtete
sich das BRK den gewerbsmäßigen
Transport von gesunden Personen zu
unterlassen. Im Gegenzug dazu verpflichtete sich das Droschkengewerbe
den Transport von liegenden Kranken
und von Personen mit ansteckenden
Krankheiten, außer in Notfällen nicht
mehr durchzuführen.
In der Generalversammlung der
Münchner Droschkenbesitzer vom 15.
November im Saal des Hotel Kreuzbräu in der Brunnstraße, nahm die
Diskussion um die Finanzierung des
Bauvorhabens auf dem Anwesen
Marktstraße breiten Raum ein.
Foto: Archiv, Hans Meißner
Ein stolzer Fiaker vor seinem „Großraum-Taxi“
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Seite 35

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35TAXIKURIER
Witz des
Monats 
Es war einmal ein Schäfer, der
einsam seine Schafe hütete.
Plötzlich hielt ein nagelneuer Audi TT. Ein junger
Mann stieg aus: Armani-Anzug, Cerutti-Schuhe, Ray-
Ban-Brille. Er fragte: „Wenn ich rate, wie viele Schafe
Sie haben, bekomme ich dann eins?“ Der Schäfer
willigte ein. Der junge Mann machte per Notebook,
Handy, Internet und GPS-Satellitennavigation allerlei
Berechnungen, druckte einen 150-Seiten-Bericht aus
und sagte: „Sie haben exakt 1.586 Schafe.“ Der Schäfer: „Das ist richtig, suchen Sie sich ein Schaf aus.“ 
Der junge Mann nahm eines und lud es ins Auto … 
Der Schäfer: „Wenn ich Ihren Beruf errate, geben Sie
mir das Schaf dann zurück?“ . Der junge Mann: „Klar.“
Der Schäfer: „Sie sind Unternehmensberater.“ Der junge Mann: „Richtig, woher wissen Sie das?“ . Der Schäfer: „Erstens kommen Sie hierher, obwohl Sie niemand
gerufen hat. Zweitens wollen Sie eine Bezahlung dafür,
dass Sie mir sagen, was ich ohnehin weiß. Drittens haben Sie keine Ahnung von dem, was ich mache. 
Und jetzt geben Sie mir meinen Hund wieder!“
Kurioses aus der
Zentrale
Amüsantes, Lustiges, Kurioses mit Kunden, Fahrern und
Kollegen: In jedem TAXIKURIER unterhalten wir Sie mit
originellen Erlebnissen aus dem Alltag.
Anruferin: „Was kostet bitte eine Fahrt nach Berlin?“
Zentrale: „ca. 1.200,— DM“ (damals)
Anruferin: „Waaas??“
Zentrale: „Ja, bitte, das sind ca. 600 km zu je 2,— DM.“
Anruferin: „Waaas??“
Zentrale: „Sie müssen bedenken, der muss ja leer nach
München zurückfahren und darf sich nicht in Berlin
aufstellen.“
Anruferin: (nach Denkpause) „Bin ich hier nicht bei der
Zugauskunft?“
(Bundeseinheitlicher Taxiruf 19410
Zugauskunft damals: 19419)
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Seite 36

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36 TAXIKURIER
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Seite 37

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37TAXIKURIER
Taxameter des Monats
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Sie kann auch für dich
sein – die Spende für
die Taxistiftung!
Wettersteinplatz – Durch den Abstieg der Löwen haben diese die Chance, sich zu erholen und von der
übermächtigen Säbener-Konkurrenz abzunabeln und außerdem wird durch den Umzug in das 60er
Stadion der Wetterstein-Standplatz enorm aufgewertet.
2004 – Kein leichtes Jahr für unser Gewerbe. Ein kleiner Trost: Wir können einen Tag länger arbeiten,
es ist ein Schaltjahr.
Benzinpreis – Die dramatische Preisentwicklung schmerzt uns alle, besonders aber die Standplatz-
Verweigerer. 
Berliner-Steuer-Bürokraten – Die neue Quittungs-Verordnung macht Taxis zu mobilen Büros.
Verkehrsausschuss Bundestag – Das war es erst einmal mit der A99-Süd: Der südliche Lückenschluss
des Münchner Autobahnrings wurde gekappt. 
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zu gewinnen!
Hier erfreuen wir uns an einem Bilderwitz des 
unvergessenen Hürlimann. Es fehlt eigentlich nur 
noch der passende Text! … Wir prämieren den 
besten mit einem Gutschein über 100,- Euro!
Ihre Text-Vorschläge senden Sie bitte bis spätestens
15. August 2004 direkt an den TAXIKURIER 
(Adresse siehe Impressum) Viel Erfolg!
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Landesverband Bayerischer Taxi- und 
Mietwagenunternehmen e.V.
Engelhardstraße 6 · 81369 München
Telefon 089 / 77 30 77 · Fax 089 / 77 24 62
Mitglied des Deutschen Taxi- u. Mietwagenverbandes e.V.
Zeisselstraße 11 · 60318 Frankfurt/Main
Dr. Med. Krumpoch – 
Dr. med. Reich – Dr. med. Trumm
Erst- und Verlängerungsuntersuchungen zum Führerschein 
für Taxen, Mietwagen, Omnibus und LKW
Ärztliche und augenärztliche Untersuchung EUR 30,00
Ärztlich-psychometrische u. augenärztliche Untersuchung EUR 80,00
Termine nach Vereinbarung 
Plinganserstr. 47 · 81369 München
Telefon: 089/746 31 80 · Fax: 089 /74 63 18 18

Seite 38

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38 TAXIKURIER
Vorschau Ausgabe August 2004
Liebe Taxigemeinde,
ganz bestimmt haben Sie eine Meinung zum neuen TAXIKURIER. Egal, ob Lob, Kritik oder Anregungen. 
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Logisch, dass wir mit der Aufgabe wachsen und versuchen, immer besser zu werden.
Mit Ihrer Mithilfe. Schreiben Sie uns: TAXIKURIER „Leserbriefe“
Englhardstraße 6 | D-81369 München | Fax: (0 89) 77 24 62 | E-Mail: choleva@taxi-muenchen.com
Gerne veröffentlichen wir Ihre Leserbriefe auf dieser Seite.
Der nächste TAXIKURIER 
erscheint am 30. Juli 2004!
Es erwarten Sie wieder nützliche und spannende Themen:
➜ Essen nach Mitternacht
Wo man nach 24.00 Uhr satt wird
➜ Münchens Taxler sind die besten!
Prüfen Sie Ihr Wissen
➜ Essen auf Rädern
Wo gibt’s die beste Curry-Wurst?
➜ Was macht eigentlich die Taxi-Stiftung?
➜ Ein Lotse tritt ab
Die Max Herzinger-Story
Bis dahin wünschen 
wir allen Kollegen eine 
gute Fahrt!

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www.volkswagen-taxi.deMotiv T5/02
Nur das Nötigste
Kein Problem - auch wenn Ihre Fahrgäste „nur das Nötigste“ mit in den Urlaub nehmen. In Ihrem T axi von Volkswagen
bringen Sie alles und jeden unter. Dafür sorgt das großzügige Raumangebot.
Die Taxi-Modelle von Volkswagen

Seite 40

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Service – Unsere Serviceteams sind gerne für Sie da:
Ingolstädter Str. 28 • Landsberger Str. 382 • Arnulfstr. 61 •Kidlerstr. 36
Otto-Hahn-Ring 20 • Gauting, Julius-Haerlin-Str . 39 • Grünwald, Südliche
Münchner Str. 29 • Wolfratshausen, Pfaffenrieder Str. 2
Verkauf – Unsere Taxibeauftragten beraten Sie gern:
Helmuth Schlenker 0 89/12 06-13 24
Michele J. Cocco 0 89/12 06-14 48
Wilfried Lener 0 89/12 06-53 71
Mercedes-Benz Niederlassung München der DaimlerChrysler AG
Auto-Henne GmbH – Ein Unternehmen der DaimlerChrysler AG
Infoline: 0 89/12 06-0, Faxline: 0 89/12 06-15 61 • www.muenchen.mercedes-benz.de
/L50776 Wenn es um Ihr Taxi geht,
kommen wir Ihnen gern entgegen: 
mit attraktiven Modellen und umfassenden Serviceleistungen. Überzeugen Sie sich von unserer großen
Mercedes-Fahrzeugauswahl. Ob -
kompakte A-, komfortable C- oder
luxuriöse S-Klasse – bei uns finden
Sie genau das Taxi, das Ihren Vorstellungen entspricht. So kommen
Ihre Gäste immer sicher und bequem
an. Darüber hinaus bieten wir Ihnen
perfekten Rundum-Service: vom Unfall- bis zum Werkstattservice, von
verlängerten Öffnungszeiten bis zu
guter Teileverfügbarkeit. Kundenorientiert, freundlich und zuverlässig. Das verstehen wir unter Service
mit Stern. 
Taxis kommen wie gerufen. 
Und von uns.